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Zypern – Berlin

Ein bisschen in Berlin verhandeln!

KaDeWe, die Tore weit auf, weil die Zyprer kommen!

Ach, wie ‚klug‘ gewisse Politiker doch sind!

Die zyprische Politis-Tageszeitung schreibt am 14. November 19 vorsorglich schon mal, dass einige Politiker, die sich gestern auf den Weg nach Berlin gemacht haben zu den geplanten 3-tägigen Treffen mit Politikern aus dem zyprischen Norden, dass die „Erwartungen“ nicht sonderlich hoch seien – was den Ausgang des Treffens anbelangt.

Ja, warum fliegt ihr dann überhaupt noch nach Berlin?

Eine Mall zum Einkaufen gibt es beispielsweise auch in Nikosia oder Limassol. Die beiden zyprischen Seiten hätten in Berlin die Gelegenheit, über ihre Telefongespräche mit Frau Lut, die Dame ist die Sonderbeauftragte der UNO für Zypern, zu berichten. Weil, so steht in der Politis des Weiteren, Herr Mavrogiannis und Herr Ertsin hätten da Einiges zu berichten.

Frage: Warum ausgerechnet in Berlin?

Diese Angelegenheit kommt so seltsam daher wie die Brände im zyprischen Naturgebiet namens Akamas, die derzeit, wie soll man sagen, Furore machen in der südzyprischen Presselandschaft. Von außen betrachtet, kommt einem das allerdings eher recht abgekarrtet vor.

Wieso?

Es kann hier nämlich niemand verstehen, dass das Abbrennen eines Naturschutzgebietes – schließlich hat Zypern nicht den riesengroßen Amazonas in Brasilien zu verwalten – zur Folge haben muss auf einem relativ kleinen Inselchen, dass dann die Gangster, die so etwas veranlassen, die Möglichkeit danach gewonnen haben sollen, ihre Baupläne – welcher ‚Natur‘ auch immer – in die Realität umsetzen zu können. Da sagt man doch, würde Mensch denken, einfach: „Egal, wie viel und was ihr abfackelt oder abfackeln lasst, das Gebiet ist und bleibt Naturschutgebiet – und wird entsprechend wieder aufgeforstet!

Nein, anscheinend nicht so auf Zypern; und so offenbar auch nicht in Berlin.

Frau Lut würde eine „verschwommene Sicht“ präsentieren bezüglich der Fruchtbarkeit des 3-tägigen Treffens, schreibt die Politis.

Ja, dann lasst es doch sein!

Könnt ihr euch nicht in Nikosias Grünen Linie treffen, wie gehabt? Was müsst ihr schon wieder für NICHTS durch die Welt jetten und den Leuten das Geld aus den Taschen ziehen – und noch wichtiger, unsere Zeit verballern!

Man gehe davon aus, die Türkei werde „Hindernisse“ auffahren, wird geschrieben. Ja, was habt ihr denn gedacht. Soll die Türkei etwa noch eure Koffer und Einkaufstüten tragen? Das hättet ihr so wohl gern.

Pech gehabt.

Weil Herr Erdogan, wie zu verstehen und teils auch zu lesen ist, scheint dem Herrn Trump auf seine Weise offenbar zu imponieren. Insofern, ja, wenn Herr Trump seinen „impeachment“-Anwurf überstehen sollte und erneut zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird im nächsten Jahr, dann bitte sehr anschnallen in Südzypern!

Nun: Es scheint Südzypern, was die Verhandlungen angeht mit dem Norden der Insel, offenbar vermehrt und hoffentlich nicht nur, darum zu gehen, seine Position durchzubeißen, nämlich 5 Tage Ferien in Berlin, Washington, New York oder mal wieder in der Schweiz irgendwo anstatt 3 Tage machen zu können, wie es die Türkei und somit der Norden Zyperns offenbar als ausreichend genug vom zeitlichen Ablauf her ansehen, um dieses mit aller Regelmäßigkeit wiederkehrende ‚Polit‘-Theater abzuziehen – mal wieder abzuziehen.

Leider muss man da, was das zuletzt Gesagte angeht, den Damen und Herren in Nord-Nikosia sowie in Ankara beipflichten. 3 Tage sind mehr als genug. Und wie gesagt, warum nicht auf der Grünen Linie, am alten Flughafen oder meinetwegen in einem Ballon über Zypern. Überhaupt kommt man nicht umhin, sich vermehrt Gedanken dahingehend zu erlauben, ob nicht vielleicht doch die Position der Türkei, was beispielsweise auch Nordsyrien angeht, irgendwie überzeugender eine innere Logik aufweist, die letztlich sogar zum Wohle der involvierten Bevölkerungen, mehrheitlich, ausschlagen könnte. Dieser Gedanke blitzte gestern eine türkische Zeitung lesend kurz wieder auf, als davon die Rede war – was abends sich dann im deutschen Fernsehen in den Nachrichten bestätigte -, gewisse eventuell mit der IS verbandelte Deutsche werden von Ankara kurzerhand in einen Flieger gesetzt und nach Deutschland ausgeflogen: „hier nehmt euch eurer Bürger gefälligst an!“

Ehrlich gesagt, diese Vorgehensweise der Türkei finde ich super mustergültig. Da wird nicht lange herumgealbert, wie es in Deutschlands Parlament usw. der Fall zu oft ist, sondern es wird gehandelt. Es ist dergestalt einfach eine Strategie erkennbar. Man nimmt einen Standpunkt ein in Ankara, zeigt Haltung – und nicht so wie in Berlin im Reichstag. Ja, sie haben die Grundrente dort durchgezwackt. Das stimmt. Doch guckt euch mal an, wie?

Ich glaube, das Folgende schon mal, und zwar wirklich öfters, gelesen zu haben in griechischzyprischen Zeitungen. Wahrscheinlich schreiben die ihre Artikel seit Jahren nur noch um, weil die armen Journalisten dort, haben ja im Grunde keine andere Wahl mehr, zumal seit Jahren nur noch derselbe, mit Verlaub, Stuss seitens der griechischzyprischen Politiker-Gilde produziert wird in Sachen Wiedervereinigungsverhandlungen mit dem Norden der Insel, also: „… abgesehen von dieser Tatsache“, schreibt die Politis vom 14. November 19, „müssen sich die beiden Seiten in den 3-tägigen Treffen annähern und bereit sein, ihre unterschiedlichen Positionen zu überbrücken, die sie trennen, um entweder möglicherweise die Pläne Ankaras darzulegen, oder sich [gleich] zu entscheiden, Hindernisse den Verhandlungen in den Weg zu stellen.“

Wie Sie unschwer lesen können, das Übliche, was Südzypern von sich gibt, wohl wissend, dass sie im Grunde vor allem die seit Jahren immer mal wieder geführten Verhandlungen an einem bestimmten Punkt angekommen, platzen lassen – wahrscheinlich, weil in die Einkaufstüten nichts mehr reingeht oder das Shoppen in dem Ort, an dem man sich zu Wiedervereinigungsverhandlungen trifft, inzwischen langweilig geworden ist. Mensch braucht doch etwas Zerstreuung, Sie verstehen?

Ja, natürlich ist das eben Gesagte buchstäblich so nicht zu sehen, aber die vorherrschende Einstellung der Herrschaften aus Nikosia Süd dürfte auf diese Weise in etwa durchaus getroffen worden sein – die Auserlesenen geben sich die Ehre, nach Berlin sich herabzulassen, um nun endlich den „Attila“, wie Nordzyprer noch immer gern in Südzypern genannt werden, vor sich in die Knie gehen zu sehen.

Diese Leute sind ja so weit weg von der Realität – oder aber wir hier haben es noch nicht ganz begriffen, dass dem wirklich so ist oder sein muss!?

Mustafa Akinci habe ja keine Marge, sich von den Ansichten oder Vorgaben Ankaras lösen zu können, schreibt die Politis. Wo wir alle doch wissen, dass Akinci das in der Vergangenheit schon oft das Gegenteil dessen bewiesen hat. Und es jetzt gewiss nicht mehr so leichtsinnig tun wird, sich so darzustellen, zumal ihn seine ‚Insel-Brüder‘ aus dem Süden ja schon zur Genüge an die Wand fahren ließen damit: gegenüber Ankara, der UNO und der Welt, sowieso. Er wäre also recht dümmlich, wenn der Herr Akinci sich erneut auf den zyprischen Pfad begeben würde, den es offenbar gar nicht mehr gibt, und zwar so lange nicht mehr, bis sich Südzypern mit gegebenem Siegel und Unterschrift darauf bewegt. Denn auf Versprechen und Anspielungen, die mündlich vorgetragen werden seitens der Republik Zypern, kann sich KEINER verlassen.

Die Republik Zypern, genauer ihre politische Führerschaft unter Nikos Anastasiadis, tritt schon seit Längerem, sinnbildlich gesprochen, ohne Rückgrat auf. Das ist nicht nur innenpolitisch zunehmend ein Problem! Keine Angst, so etwas steht in der Politis nicht geschrieben, die ja das Sprachrohr der DISY-Partei ist, der Anastasiadis angehört.

Und so verwundert uns auch nicht, dass Anastasiadis im Vorfeld der 3-Tägigen in den Himmel hinaus verkündet, dass ausgerechnet Herr Guterres von der UNO es richten müsse, dass man sich in Berlin irgendwie annäherte, zyprischerseits. „Ha-Ha“, wird der Generalsekretär der UNO in seinem Türmchen irgendwo in New York gleich gedacht haben, wenn er überhaupt davon erfahren hat. Der Portugiese Guterres scheint mir erfahren genug, kapiert zu haben, dass seine Sonderbeauftragte für Zypern Lut eine Art Existenzberechtigungsübung für ihr gutes Gehalt, welches ihr für nahezu Nichts bezahlt wird, notgedrungen zu veranstalten hat – doch allen Beteiligten ist natürlich, oder leider, mal wieder klar: „alles für die Katz!“

„Dass von der UNO [auf die Verhandelnden] Druck ausgeübt werden wird, ist nicht zu erwarten“, schreibt die Politits. Wie gesagt, die haben nicht Besseres, aber Wichtigeres zu tun in der UNO, als sich verkleidete Ferienaufenthalte reinzuziehen!

Und wie immer sah sich auch dieses Mal der arme Herr Guterres genötigt, dasselbe von sich geben zu dürfen – over and over again: „mit positiver Einstellung in die Verhandlungen zu gehen!“ Das, was der Generalsekretär damit meint, wird so, wie er es sagt, aber noch immer nicht verstanden in Südzypern. Wie gesagt, bei der Haltung – siehe oben den erwarteten Kniefall -, die in Nikosia-Süd offensichtlich an den Tag gelegt wird, weil man glaubt, die EU, Israel und wer weiß, wen noch, hinter sich zu haben, wird diese Republik, so wie es aussieht, ein weiteres Mal den uns allen bekannten Bock abschießen. Eine Hoffnung besteht allerdings noch, nämlich dann, wenn Anastasiadis demnächst und ENDLICH abtritt und ein neuer Wind dann eintreten könnte.

Leider kann von hier aus niemand gesichtet werden im südzyprischen Parlament sitzend, der oder die so etwas Frisches anrühren und dann auch noch durchziehen könnte. Das so genannte „Volk“ ist somit mehr als je gefragt, die Zivilgesellschaft schlechthin. Hier angekommen muss allerdings eingestanden werden, dass nicht eingeschätzt werden kann, ob solch ein Wechsel der Ansicht im Volk überhaupt von der Mehrheit der Griechischzyprer zum jetztigen Zeitpunkt realistisch eingenommen werden könnte. Wir tippen mal: eher nicht!

Und dass den Nordzyprern die Probleme über den Kopf wachsen, dürfte sich eventuell auch noch als Traumvision der Südzyprer herausstellen. Denn die haben sich in ihrer zwittrigen Welt inzwischen eingerichtet: sie sind Bürger der Republik Zypern, die mit nordzyprischem Pass in Nordzypern leben. Noch ist es ihnen also gegeben, aus 2 Futternäpfen sich zu bedienen. Denen geht es gut, mehrheitlich! Klar, ist da die Angst, dass aus der Türkei auf der Insel angesiedelte Menschen in wahrscheinlich naher Zukunft das Ruder, auch politisch, übernehmen könnten, weil, ökonomisch ist das ja im Grunde eh bereits der Fall – wie auch von der Zusammensetzung der Bevölkerung her.

Und sollte sich bewahrheiten, dass der politische Ansatz Erdogans in Zeiten wie diesen eine Art Erfolgskonzept ist, dann werden die ‚original‘ Nordzyprer, also jene, die mit südzyprischen Pässen ausgestattet sind, gewiss die letzten sein, die dagegen anstrampeln werden, wenn das angesprochene Konzept auch auf Nordzypern noch stärker durchschlägt. Dann werden voraussichtlich die Kinderlein nicht mehr bevorzugt nach England in weiterführende Schulen geschickt, sondern vermehrt in die Türkei – immer mit dem Strom schwimmen, sozusagen!

Und das Bla-Bla der Verlautbarungen südzyprischer Politiker, wie beispielsweise des Herrn Neofytou usw. im Vorfeld des 3-tägigen Berlin-Aufenthalts, erspare ich Ihnen, weil Sie das ja schon alles schon aus den Jahren davor kennen, sollten Sie regelmäßig nachlesen, was denn so in Zypern alles passiert. Es hat sich an ihren Sprüchen nichts geändert, aber auch GAR nichts!

 

Finanzen Türkei

Dass die Türkei sich noch weiter von der EU entfernt, scheint der unten dargebotene Artikel – einmal mehr – zu bekräftigen.

Ach ja, und was macht man, wenn sehr früh aufgewacht wird? Genau! Man übersetzt aus dem Türkischen einen möglichst schwierigen Artikel ins Deutsche!

 

Die türkische „TRT Haber“ versendet heute folgende Nachricht:

 

„Das digitale Geld der Zentralbank kommt!

Eingeführt wird die auf der Blockchain basierende digitale Zentralbank. Testreihen werden beginnen, um die Programmierung und diese Technologie weiter zu entwickeln.
Im Jahr 2020 wird seitens der jährlichen Einschätzungen des Büros des Präsidenten das internationale Handelssystem mit dem Ziel angenommen, die alternative Zahlweise und das alternative Geld zu entwickeln. Dazu werden Arbeitsgemeinschaften erstellt und die Arbeiten dazu fortgeführt werden.
Mittels Verträgen, die unter 2 Partnern abgeschlossen werden, können der Wert der einheimischen Währung sowie die Optionen Handel zu treiben erhöht werden. In diesem Zusammenhang haben die Türkische Zentralbank und die Zentralbank Chinas eine Vereinbarung getroffen, und zwar bezüglich der Erneuerung der Geld-Priorität, das heißt: dies sind Maßnahmen, die Firmen bereitstehen, um den chinesischen Yuan bei der Kreditvergabe („reeskont“) zu gebrauchen. Diese Maßnahme wird wiederum auf Länder ausgeweitet, mit denen Handel im großen Stil geführt wird. Entwickelt und ebenfalls eingeführt wird werden, dass lokale Kreditkarten akzeptiert werden international und Geschäfte mit lokalen Währungen unter Banken auch international getätigt werden können, was die Zusammenarbeit stärkt, sowie auch den Verkehr untereinander. Diese eben erwähnte Maßnahme wird bereits von einigen Ländern in die Realität umgesetzt.

Russlands alternatives Nachrichtensystem wird gebraucht

Das Ziel ist, dass die Zahlsysteme der Länder einwandfrei funktionieren. Diese Option wird untersucht, ebenso, dass Handel sicherer und gefestigter sowie schneller erfolgt. Entsprechende Vorkehrungen werden eingerichtet. Deswegen werden entsprechende Untersuchungen vorangetrieben, um das SWIFT-Verfahren mit dem russischen SPFS-Verfahren gegebenenfalls zu ersetzen in der Türkei.
Das auf Blockchain basierte digitale Geld der Zentralbank wird also eingeführt. Noch laufen Tests diesbezüglich. Und in diesem Zusammenhang steht eben auch das Vorhaben, des Sofortigen-Bezahl-Systems.

Bezahldienste und eine elektronische Vereinigung der Geld-Organisationen wird gegründet

Unterstützt werden wird im Jahr 2020 nach Ansicht des Jahresprogramms, welches vom Büro des Präsidenten herausgegeben wird, dass aus internationalen Anwendungen nutzen ziehend, Firmen Chancengleichheit geboten wird, und zwar mittels einer sicheren Finanztechnologie („fintek“), mittels einer Ökosystem-Institution.
Entworfen wird daher ein Fahrplan, das Fintek-Ökosystem in der Türkei anzusiedeln, und was dessen Umsetzung angeht, wird ein öffentlicher Ansprechpartner installiert. Das seitens des präsidialen Finanzbüros entwickelte Fintek-Ökosystem wird also im Land entwickelt und ein Fahrplan wird entworfen werden, darum geht’s. Zwecks Harmonisierungs- (Sandbox) sowie Industrie-Feldversuch werden gemeinsam mit dem Fintek-Ökosystem entsprechende Unterschiedlichkeiten der Vorschriften bearbeitet werden.
Bezahldienste und eine elektronische Vereinigung der Geld-Organisationen werden also gegründet. Ebenso werden in diesem Zusammenhang das Transfersystem 6493, Zahlungsdienste und elektronische Geld-Überweisungsverfahren entsprechend – und gesetzlicher Unterschiedlichkeiten wegen – angepasst werden.

IWF-Technopark wird gegründet

Seitens des Finanzoffices des Präsidentenbüros wird das Istanbul Finanz-Zentrum einen Finanz Technopark gründen. Um das Fundament des offenen Bänker-Gesetzes zu stärken, wird der EU-Zahlungsdienst – siehe Direktive 2 – juristisch abgestimmt aufeinander. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass Kontrolle und Beobachtung des Zahlungssystems der Türkischen Zentralbank unterstellt sein wird – und entsprechende Schritte werden eingeleitet werden, um eben dieses System zu stärken. Die Informationssysteme der Ministerien und die elektronischen Zahlungsdienste der Banken werden mit entsprechenden Statuten ausgestattet. Weiterhin von Wichtigkeit diese Direktive betreffend ist, dass jene Organisationen, die involviert sind, gemeinsam die für die Türkei erforderlichen gesetzlichen Änderungen ausarbeiten.

Türkei im Pool der Rückversicherer

Das verschmelzen der Finanzdienste erleichternd gilt es, das Wissen in finanziellen Dingen sowie den Boden für Investitionen zu entwickeln. Die nötigen Schritte dazu werden unternommen. Dann soll vor allem die Fähigkeit, finanzielle Abläufe verstehen zu können, gefördert werden, sodass Experten in ausreichendem Maße verfügbar sein werden. Das Bildungsministerium wird Entsprechendes in den Lehrplan aufnehmen. Das Finanzministerium wird der Rückversicherungs-Pool der Türkei schlechthin sein.
Sollten Exporteure ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, wird zur Verfügung gestellt werden, dass nachdem ein Dokument bei der Zentralen Registrierungsstelle entgegengenommen wurde, welches den angegebenen Zustand bestätigt sowie dass Export-Geschäfte getätigt wurden, bei denen eine Verschuldung sich ergab, dann wird diesem Personenkreis zukünftig ein genereller Ansprechpartner zur Seite gestellt. Die Betroffenen können sodann, um ihren gesetzlichen Rahmen zu richten, nötige Änderungen mithilfe des Kapital-Markt-Gesetzes veranlassen, indem sie Nachweis über Arbeitsweise und Grundsätzliches führen. Eine zweite Harmonisierung ist also geplant.

Preis/Kommission Anzeigeformat wird errichtet

Auf den Kapitalmärkten soll ein Vertrauen gebendes Ökosystem eingerichtet werden. Dazu muss das bestehende Schiedsverfahren funktionsfähiger gemacht werden. Das Istanbul-Schiedsverfahren-Zentrum (ISTAC) wird ein Schieds-Panell, -Konferenz, -Kurse und Ausbildungen; Schieds-Gesellschafts und Organisationsbesucher, Schieds-Vermittlerprojekte sowie das Istanbul-International-Med-Arb-Vertrags-Projekt fertigstellen. Jene, die sich an ein Schiedsverfahren wenden und dort eine Zulassung und Lösung ihrer Unpässlichkeiten anstreben, werden ihre Angelegenheiten anhand solcher Schiedsverfahren harmonisiert sehen.
Kunden der Finanzbranche soll zukünftig die Preisgestaltung leichter verständlich dargeboten werden, so auch vergleichbarer. Ein entsprechendes Format wird erarbeitet werden. … Auf der Internetseite des Bänker Harmonisierungs und Kontroll Organs (BDDK) wird eben angesprochenes Format reingestellt werden.“

Man höre und staune: Präsident Anastasiadis, schreibt die Politis diesen Sonntag, hat alle auf Zypern befindlichen Botschaften aufgefordert, in Sachen Klima zusammenzuarbeiten, genauer, gegen die klimatischen Veränderungen. Der Landwirtschaftsminister Herr Georgias, der Außenminister Christodoulidis und der Minister für Umwelt Kostas Kadis sind selbstverständlich auch mit von der Partie – und dies eigentlich bereits seit März dieses Jahres. Anastasiadis hat diesen Vorschlag allerdings erst Ende September auf der 74ten Synode der UNO von sich gegeben. Er habe nun die nötigen Wissenschaftler und Experten zusammen, um diese Angelegenheit vor Ort, also im südöstlichen Mittelmeer, anzugehen, ließ der Präsident unter anderem noch wissen. Angesprochen fühlten sich offenbar folgende Länder: „Griechenland, Ägypten, Bahrain, Irak, Iran, Jordanien, Israel, Kuwait, Libanon, Oman, ‚Palästina‘, Katar, Saudi Arabien, Syrien, Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.“
Herr Kadis soll sich von Wissenschaftlern gesagt haben lassen, dass die Region „Mittelmeer“ jene in der Welt sei, die am meisten von den ‚menschgemachten‘ Veränderungen der Umwelt in Mitleidenschaft gezogen ist. Und daher müssten nun endlich mal Maßnahmen ergriffen werden, meinte Kadis. Natürlich habe das alles auf wissenschaftlicher Basis zu erfolgen.
Wenn man ihm zuhört oder liest, was Herr Kadis & Co. an Info an die Politis weitergeben, könnte man denken, dass Mensch auf Zypern weiterhin sein Leben so weiterleben kann, wie gehabt, weil, die Wissenschaftler und ihre Technik und Programme, die werden es wohl richten.
Jedenfalls werden die erwähnten Forscher mit dem „Institut Zypern“ zusammenarbeiten, sagt Kadis. Und diese beiden, eben erwähnten Standbeine werden sodann die Länder – siehe oben -, welche sich an der Initiative hinsichtlich Verbesserung der stetig verseuchter werdenden Umwelt beteiligen und mit entsprechender Info und Vorschlägen, Maßnahmen et cetera impfen. Schon im Dezember wird man sich festgelegt haben, wo man anzufangen gedenkt damit. Bis August 2020 soll dann alles vollumfänglich, sozusagen, bereit stehen, um den Kampf für bessere Luft, Wasser usw. aufzunehmen.
Man hat sich also etwas vorgenommen auf Zypern, allerdings scheint bis ins Jahr 2021, wie die Politis schreibt, vor allem eine Konferenz die nächste Veranstaltung oder Symposium zu jagen – das Übliche dürfte grob genommen also mal wieder geschehen! Konkretere Schritte kommen dann wohl erst im Jahr 2022?
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Am 25. November 2019 wird es zu einem 3-tägigen Treffen in Berlin kommen. ‚Natürlich‘ wird das Thema Zypernfrage im Zentrum dieses Treffens stehen. Im Interview mit der mazedonischen Nachrichtenagentur in Athen sagte Präsident Anastasiadis: „Die Herausforderungen dürfen durchaus als hoffnungsvoll eingestuft werden“, schreibt die Politis, und: „es geht ja nicht allein die griechischzyprische Seite an, sondern, wie die Türkischzyprioten das verarbeiten – und die Einflussnahmen Ankaras.“
Es wird in Berlin wohl eruiert werden, ob die Türkei die Absicht hat, vor oder gar auf Zypern sich, wie beispielsweise gerade in Nordsyrien, einzurichten. Da sollte man mal Herrn Putin zu fragen. Der kann darauf gewiss bereits eine Antwort geben. Und wie lautet die Devise der Griechischzyprer in diesem Belang, der Politis zufolge:
„Nüchternheit, richtige Unternehmungen machen auf der Grundlage des Internationalen Rechts!“
Wenn dem nur so wäre! Denn es ist unbestreitbar, dass Südzypern dem Internationalen Recht zu seinen Gunsten etwas unter die Arme griff, und zwar, als Territorien im Meer vor Zypern abgesteckt wurden. Die Türkei hatte nie eingewilligt dazu. Was Nikosia bislang nicht daran hinderte, sein Spiel aufzuziehen, das ist, italienische, amerikanische und französische Firmen zu beauftragen, die mal nachsehen gehen sollten, wieviel Reichtum denn unterm Meeresboden womöglich liegt. Erinnert irgendwie an diesen Minister in Deutschland, genauer aus Bayern, den Scheuer, der die tollsten Verkehrsprojekte beschließt, ohne grünes Licht vorab von ganz oben, sozusagen, bekommen zu haben. Die Steuerzahler werden das Milliardenloch schon begleichen, welches er (und andere andernorts) so mal schnell mir nichts, dir nichts verursachte, indem er Kaiser Wilhelm auf bescheuert spielte.
Kein Wunder also, dass die Politis schreibt: „Die Zyprische Demokratie ist gepanzert mit Vereinbarungen, welche“ die Traumwelten der Republik Zypern bezüglich ihres Territoriums im Meer absichern. Und zwar „mit Ägypten, Israel, Libanon auf der Grundlage des Internationalen Seerechts [von 1982], was die Türkei als nicht legal charakterisiert und entsprechend instrumentalisieren will.“
Südzypern gehen also die Muffen, dass Ankara vielleicht doch eine Art 1974-Revival einschlagen lässt. Anscheinend ist in Hinterzimmern sitzend aufgefallen, dass die Unterstützung Brüssels im Fall der Fälle womöglich ausbleiben könnte, also dann, wenn Erdogan sich nimmt, von dem er glaubt, dass es eigentlich der Türkei gehört.
Noch unklarer als unklar ist nämlich durchaus die Position, welche China zukünftig und in dieser Region einzunehmen gedenkt. Es nutzt Nikosia-Süd nicht allzu viel, wenn Israel, die UN und Russland, beispielsweise, das gleiche Liedchen singen, aber China etwas anderes gesungen haben will. Und was die USA wollen, das wissen vielleicht die Engländer, die Amis wissen es unter Trump wohl eher nicht. Großbritannien ist bekanntlich auf Zypern auch noch mit im Boot, ein nicht zu übersehender Player. Anastasiadis hat zwar letzte Woche mit Mitsotakis Gespräche geführt und sich dessen Unterstützung angeblich rückversichert, doch was bedeutet das schon? Griechenland ist nicht die Türkei von der militärischen Schlagkraft her betrachtet!
Apropos, da ist noch diese Studie der Universität Thessaloniki, auf die Anastasiadis angesprochen wurde. Dieser Studie zufolge kam heraus, dass die politische Führung die Akzente zu setzen habe und nicht das Volk. Dem pflichtete Anastasiadis vollumfänglich bei, wie zu lesen ist. Er meint, es brauche daher Entschlossenheit, die vielleicht nicht das Beste darstellt, aber zumindest nützlich oder dienlich ist. Interessante Einsichten, finden Sie nicht?

Anastasiadis äußert in dem hier wiedergegebenen Interview vor allem seine Angst davor, dass Zypern inzwischen wirklich ein Kandidat ist, dem ganz ernsthaft eine vollständige Teilung bevorsteht! Ansonsten hat Herr Präsident Probleme wegen ein paar angeblicher Vergaben von zyprischen Pässen an, versteht sich, Superreiche. Anastasiadis bestreitet, dass etwas Ungesetzliches vorgefallen wäre, damals. Und wer ihm das Gegenteil beweisen könne, der könne dessen gewiss sein, dass er, der Präsident der Republik Zypern, daraufhin sofort das Präsidentenamt räumen werde.

Das Lustigste, was gerade in „Kyproulla“ passiert, wie Petrocles in der Sunday Mail von heute schreibt, ist, dass überall in der Welt Lehrer, also Staatsangestellte, länger arbeiten bis sie in Rente gehen. Doch nicht in Kyproulla. Hier erhalten Lehrer offenbar sogar noch eine Art Bonus, um sich früh verrenten zu lassen.
Wären wir doch nur Lehrer irgendwo auf Zypern geworden!!!
Apropos: Zypern nimmt wieder an der Rally von Dakar teil. Hurra! Jetzt wird verständlicher, wieso manche Autofahrer scheinbar kopflos durch die Gegend ballern mit ihren SUV’s. Die üben für Dakar, auch wenn sie dort nicht antreten werden. Zypern wird mit dem „Bumblebeast“ antreten. So heißt das Auto. Mit der Namensgebung ist eventuell alles gesagt über die, wie soll man sagen, mentale Verfasstheit. Ein Russisch-Zyprer schmeißt die Show in Dakar zu Ehren der Insulaner, versteht sich. Wir warten alle schon händeringend, dass Zypern endlich der nächste Austragungsort der Rally wird: von Akamas über die Berge und Täler an den Governors Beach – und zurück!

oder:

Erdogan verstehen!?

Heute Morgen ist über dem Meer bei Mari hier auf Zypern nicht die Sonne, sondern zuerst ein Wolkenmeer beherrschend am Himmel zu sehen gewesen. Nach Monaten mal wieder zum ersten Mal. Jetzt, nach dem das Frühstück gegessen und die Katzen gefüttert sind, holt sich die Sonne allerdings, was ihr gebührt – die Weite des Himmels, doch nur ganz unüblich für ein-zwei Stunden. Es donnert und blitzt gerade!

Man sollte gar nicht glauben, dass keine Flugstunde von hier weggelegen, der Himmel von weitaus bedrohlicheren Dingen als ein paar Wölkchen, die den Herbst verkünden, bevölkert wird. Eigentlich fängt das Ding mit der Bedrohung, wie zu lesen ist in zyprischen Tageszeitungen seit einigen Monaten, unmittelbar vor Limassol im Meer bereits an. Die Rede ist allerdings nicht davon, dass Zypern das EU-Land mit der höchsten Auslandsverschuldung ist. Sondern: Bekanntlich erkunden die Türken in der angeblichen Zone der Republik Zypern vor Limassol, ob aus dem Meeresboden noch schnell ein paar Reichtümer zu zerren sind. Solche, die man für allfällige Kriegseinsätze gebrauchen könnte, versteht sich, haben eine gewisse Priorität oder erhöhtes Interesse.

Und genau dieser Punkt ist derjenige, den die Südzyprer Jahre lang zu sehr außer Acht gelassen haben – sagen wir aus Überheblichkeit, vorrangig. Sie wollten nämlich nicht wahrhaben, dass ihr unangenehmer Nachbar wahr macht, von was er da so redete: ein Player in der Region südöstliches Mittelmeer zu werden oder zu sein. Der ist er nun, vorerst jedenfalls. Und dass dem so ist, unterstreichen Erdogan & Co. deftig, damit es auch niemand einfalle, diese Tatsache weiterhin in Abrede zu stellen.

Die Republik Zypern hat sich also verzockt. Denn die Türken werden wohl schon demnächst auch dazu übergehen, das Gas oder Erdöl usw. zu fördern, welches sich die Zyprer zugeteilt hatten, indem sie das Meer vor ihnen gelegen mal kurz aufteilten nach Gusto und wie sie glaubten, es tun zu können, ohne Backing der Türkei. Warum sollte das derzeit wie entfesselt agierende Ankara bei derzeit solch günstiger weltpolitischer Konstellation nicht – gerade nochmals – va banque spielen?

Als jemand, der Jahre in der Türkei verbrachte und Türkisch liest und spricht, mag in diesem eben genannten Zusammenhang ganz unwissenschaftlich darauf verwiesen werden, dass Türken im Allgemeinen eine Neigung zum Spielen haben. Dass wie im Spiel auch in der Politik ein gewisses Risiko zu fahren ist, um zu überleben, um besser zu existieren, diese Einsicht scheint allgemein usos zu sein unter Türken: wer nichts riskiert, der nichts gewinnt! Da passt es außerdem ganz gut, dass in der Türkei en gros sich Männlein und Weiblein in dieser Ansicht einig sind.

Erdogan hat länger geplant und vorbereitet im Politischen und wird nun, da das Schicksal ihn gerade 4 Asse haben lässt, nicht noch in Abwägen und parlamentarische Debatten womöglich schalten, sondern, wie wir sehen, tat er, was von einem Führer der, sagen wir es doch, traditionellen Schule verlangt und erwartet wird: Schicksale und Historie bestimmen!

Hier war niemand überrascht, dass die Kurden mal wieder Eins übergezogen bekommen. Wir haben diese Entwicklung schon gefühlt ein-zwei Jahr vorher kommen gesehen und in einem oder mehreren Artikeln erwähnt. Die in sich verstrittenen Kurden machen es jenen, die von außen kommend in guter Absicht sich ihnen anschließen wollen, offenbar immer noch schwer. Gemeint sind vor allem jene Kurden, die in Europa leben und organisiert sich oft, wahrscheinlich zu oft, unter sich die Hölle heiß machen, wie man sagt. Die Kurden allgemein haben es zweifellos noch immer nicht kapiert, dass man sich international Freunde schaffen muss, Partner! Keine Stammtischrevoluzer gilt es zu aktivieren, sondern mit Menschen zu kooperieren, die dann, wenn es so weit sein sollte, für sie einstehen, und nicht nur Verlautbarungen von sich geben! Bestes Beispiel ist jene Regierung für eben Gesagtes, die nachweislich seit ihrer Gründung anscheinend lediglich 24 Jahre ohne einen Krieg zu führen existiert in über 200 Jahren Existenz, also solche Politiken umsetzt – die USA. Mit solch einem Partner ist man einerseits gut bestückt, ja, das stimmt, andererseits darf man sich dann aber nicht wundern als Volk, welches noch nicht mal einen Nationalstaat zugesprochen bekommen hat und in den USA keine Lobby-Maschine aufgebaut hat, wenn man – irgendwann – beiläufig wie eine heiße Kartoffel gefallen lassen wird.

Es bedürfte anstatt schon seit Längerem, wir wiederholen uns hier eigentlich, dass diese eingeigelten Kurden ‚Fremde‘ endlich in ihre Reihen aufnehmen, und noch wichtiger, und zwar so, dass denselben auch die Möglichkeit gegeben ist, wirksam Einfluss auf Entscheide nehmen zu können mittles ihrer (externen) Expertise usw. Mal abgesehen davon, dass sich Kurden eh erst einmal untereinander Grün sein müssten, wie man sagt.

Beides ist eben nicht der Fall.

Man muss nur Medya TV irgendwo aus Belgien ausgestrahlt sehen und hören, und dann weiß oder ahnt man, dass Erdogan, irgendwo und irgendwie, womöglich einen Punkt anrührt, der nicht so ohne Weiteres übersehen werden kann in seinen Verlautbarungen.

Kurden sind keine Terroristen, natürlich.

Doch viele Kurden haben sich in ein derartiges Verhaltenskonstrukt, wollen wir es mal nennen, pressen lassen oder ergeben, sodass unumwunden gesagt werden kann: Ja, es gibt auffallend viele Leute unter Kurden mit tendenziell terroristisch einzustufendem Gedankengut etc. Jetzt könnte argumentiert werden: Aber das alles hat ja auch einen Grund. Stimmt. Den hat es. Nur darf dieser Grund Teile eines Volkes, welches, wie bereits gesagt, untereinander verstritten ist und räumlich eh bereits geteilt irgendwie sich zusammengehörig denkt oder fühlt, nicht zu der Annahme verleiten, nun aktiv terroristisch agieren zu können, und den Rest mit seinen Taten ins Unheil mit hinabzuziehen. Ja, Letzteres, der terroristische Weg ist gemeint, ist nämlich auch, den leichteren Weg zu gehen, den der groben Gewalt, eben des Terrors. Anstatt gelte, dass genau diese Teile der kurdischen Existenz vernehmlicher kooperierten, und zwar untereinander und dann in und mit den Staaten, in denen gelebt wird.

Im Prinzip ist unter Kurden allgemein das entstanden, welches die meisten Kurden zermürbt, spaltet und auch extrem werden lässt – scheinbar selbstverständliche Selbstbestimmtheit anderer oder eine eher unappettitliche Variante des Chauvinismus‘, die auf Schritt und Tritt begegnet – den Kurden aber nicht gewährt wird, weil sie offenbar von Anfang an, sozusagen, nicht verstanden haben, dass solch ein Auftreten EINHEIT braucht.

Als Volk ohne einen Staat gehört zur Analyse dieses staatenlosen Zustands halt nicht nur: Wie komme ich zu einem Nationalstaat? Sondern auch: Wieso haben wir eigentlich keinen Nationalstaat? Könnten wir womöglich wirklich in der Geschichte Fehler begangen haben? Müssen wir wirklich einen eigenen Staat haben? Haben wir nicht vielleicht doch genügend Möglichkeiten, in einem der uns ‚besetzenden‘ 4 Staaten unser Leben zu leben? Und was, bitte sehr, ist unsere Identität, wenn nicht auch der Umstand, dass wir von je her staatenlos als Kurden in Staaten leben?

Wo also ist das Problem nach über 100 und mehr Jahren Kampf, den eh nur eine Minderheit der Kurden kämpft. Die meisten Kurden sind integriert, irgendwo. Die meisten haben vom Sonderstatus „Kurde“ die Nase gestrichen voll. Und das Beispiel Israel, welches es schaffte, aus der Asche aufzuerstehen, ist für Kurden, behaupte ich hier, keine gute Leitlinie.

Ja, die Kurden hätten ein Recht auf einen eigenen Staat, wenn man es theoretisch betrachtet. Doch darf ganz stark bezweifelt werden, dass sie im Stande sind, ohne sich darin selbst zu zerfleischen, diesen so zu führen, dass, sagen wir es mal so, die üblichen Standards eingehalten werden – angefangen bei der Umwelt und ihrem Schutz, zu dem der Menschenrechte und, nicht vergessen, der Demokratie. Zwar soll es in dem angeblich selbstverwalteten Teil namens „Rojava“ so etwas wie Frauenrechte geben. Wir zweifeln aber daran, dass es wirklich selbstverwaltet war oder ist und auch, dass diese Frauenrechte in Rede von Bestand wären, würde schon morgen ein „Kurdistan“ (Teile der Türkei, Irans, Iraks, Syriens und Armeniens) existent sein dürfen. Kurdische Frauen würden wahrscheinlich schneller als der IS gucken kann, in den jeweiligen für Frauen traditionell gedachten Bereichen und Aufgaben verschwinden – ganz progressiv, sozusagen. Und jede Jean d’Arc oder Aktivistin der „me too“ a la Kurdistan würde sich eventuell wundern, wo denn nun ihre davor propagandistisch ausgeschlachteten Rechte abgeblieben sind. Hier täuschen wir uns gern mit unserer Einschätzung, aber … .

Ja, und das ist also vielleicht der Knackpunkt! Das lässt nämlich fragen, ob Erdogan nicht vielleicht doch einen Punkt hat, wenn er sagt: aber ich will keine Terroristen andauernd an meiner Grenze haben. Des Weiteren dürfte Erdogan argumentieren: Weil diese Leute unseren Kurden nicht nur das Leben erschweren, nein, sie wiegeln sie auch noch auf gegen uns, letztlich gegen sich selbst, indem tausende Situationen erschaffen werden, wo unser Staat, die Republik Türkei, einfach gewaltsam einrücken muss, um Frieden und erreichten Wohlstand zu sichern, nur um dann ein mal mehr als der BÖSE ausgemacht zu werden. Wir könnten den Osten der Türkei nämlich schon längst zu einem lukrativen Ort gewandelt haben, nur, diese Kurdistan-Steinzeitler sind uns dabei im Weg! Weil sie auf ihren Kurdenstaat pochen.

Was soll das!

Ihr seid Menschen, reicht doch, Türken mit kurdischer Herkunft. Und wie gesagt: man kann seine Identität sehr wohl leben in der Türkei, solange man nicht um sich schießt, nur weil man glaubt oder befürchtet, nicht genug vom Kuchen abzubekommen.

Und ja, da ist etwas dran an der Benachteiligung, die es durchaus auch gibt, aber nicht nur. Doch wenn der bewaffnete Konflikt mit der PKK nie ausgebrochen wäre Mitte der 1980er Jahre, hätten wir im Jahr 2019 schon längst den Zustand erreicht, wo es jedermann piep egal wäre in unserer schönen Türkei, ob du Laze, Tscherkese, Deutscher oder eben Kurde als Türke bist – Grieche, weil es uns wirklich gut ginge ökonomisch. Warum kapiert das keiner von denen! In den USA wurden in der Geschichte schließlich auch ähnliche Kompromisse eingegangen. Wenn man sich umguckt, war das eigentlich überall von Nöten.

Warum, also, sollte die Republik Türkei sich endlos mit diesem Thema herumschlagen? Ja, die Invasion in Nordsyrien ist vor allem in diesem Zusammenhang zu sehen. Außerdem gibt es dort auch bestimmt Bodenschätze, die sich anzueignen kein allzu großer Fehler sein kann, vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Gebiet im Grunde eh einst Teil der osmanischen Masse war, also zu uns gehörte, erschlossen werden muss. So ähnlich klingt Genosse Erdogan durchaus auch, zuweilen!

Die Kurden haben gewiss Recht, wenn sie die humanitäre Verletzungen anprangern, die seitens der Türkei und ihrer Unterstützer begangen werden. Aber sie hätten es wissen müssen!!! Sie hätten auf Grund ihrer historischen Erfahrungen wissen müssen, dass auch die USA sie irgendwann hängen lassen wird, und dass man gegen Teile der Kurden, die diesen Kampf seit Jahrzehnten führen, sich als träge Masse ENDLICH hörbarer zu erheben hat!

Und jetzt ist es eben 2019 passiert – mal wieder -, dass sie in der Falle hängen und sich auch noch mit ihrem weiteren Schlächter, Assad, freundlich stellen müssen. Geht es noch peinlicher? Da hätte ich mir mal vorher Gedanken gemacht, und zwar derart, dass mir ein Zusammengehen mit der Türkei vielleicht doch lieber gewesen wäre. Immerhin hat die Türkei einen gewissen Bonus – am Rande eines demokratischen Gemeinwesen stehend, Beitrittskandidat zur EU etc. Syrien dagegen hat nur eines zu bieten: Willkür und Diktatur.

Um dem Spuk ein Ende zu machen, und vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Welt, ist den Kurden einfach zu raten, auf ihr „Kurdistan“ endlich zu verzichten, und sich ENDLICH dort, wo sie leben, noch dienlicher einzubringen – auf ihre Rechte als dortige Mitbürger pochend usw. Aber dazu haben sie, zumindest, was die Kurden in der Türkei angeht, mit der Mehrheitsbevölkerung zusammen eventuell bereits zu viel Porzellan zerschlagen.

Kurden dürfen Einflüsterungen des Westens und Israels nicht länger Gehör schenken, denn am Schluss sind sie die Gearschten!!! Streckt die Waffen!!!!

Den Zyprern ist in diesem Zusammenhang zu raten: Schließt euch schnellstmöglich Israel an! Alle anderen Optionen scheinen vorerst einem Bewahren des südzyprischen Lebensstandards, des relativen Friedens, der herrscht, entgegen zu stehen!

treli, meschnun, deli

Wahnsinn

Hallo, wie geht es Ihnen?

Gewiss haben Sie bereits davon gehört, dass Netanjahu bombend um sich beißt. Im Libanon lässt er immer noch geheime Interventionen durchführen. Nur dieses Mal hat sich der Führer der Schiiten Libanons in Europa und der Welt hörbarer zu Wort gemeldet. Es wird geschrieben, er habe gedroht, also müsse Israel daher sich wehren gehen. Man könnte aber auch schreiben, dass der Schiite sich wehrt und Israel mit seinen Aggressionen aufhören muss – seine Pläne, Israel zu erweitern vom Territorium her.

All das hält Israels Armee offenbar nicht ab, gleichzeitig hie und da auch noch ein paar Bomben irgendwo im Irak loszuwerden, das ist Tod bringend fallen zu lassen, als wollten es, wird geschrieben, den Iranern zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man den politischen und religiösen Gegner unmittelbar an ’seiner‘ Landesgrenze sich aufbauen sieht.

Bekanntlich haben die Iraner Militär in Syrien und dies möglichst nahe zu Palästina. Und bekanntlich hat sich Israel inzwischen auch, doch nicht nur, den syrischen Golan scheinbar so angeeignet, dass eine Rückgabe an Syrien nicht mehr zur Debatte stehen soll seitens Tel Aviv. Zumindest hört sich Netanjahu entsprechend an, wenn er dort in der Gegend unterwegs begleitet von schwerbewaffneten Militärs an Mikrofone tritt.

Menschenleben, die keine Israelis oder Westler sind? Offenbar Nebensache!

In Syrien tobt so ungefähr derselbe Wahnsinn wie in Palästina oder neuerdings wieder im Libanon, und wir gucken hier in Lahr oder Berlin etc. sitzend zu. Man fragt sich jetzt bereits, wie bei so viel Kriegslust, die seitens der USA und ihren Verbündeten besteht, jemand ernsthaft daran glauben kann, dass im nächsten Jahr die WM in Qatar durchgezogen werden kann – denn im Jemen sterben bekanntlich immer noch Menschen, weil unter anderen die Saudis und die Emiratis ihr ‚heilbringendes Werk‘ dort verrichten. Der Iran hat sich scheinbar auch tiefer in diese dumme, kriegerische Sache im Jemen ziehen lassen – und somit auch Russland. Letztere bekanntlich vor allem in Syrien.

Den Iran darf man also mit Kritik an dem zuvor bezeichnenden Wahnsinn auch nicht mehr aussparen – so auch die Türkei, die ihr Engagement bis nach Libyen und dem Sudan, Qatar etc. ausgeweitet hat – Aserbaidschan sowieso, Türkmenistan, ja, China gar – obgleich China ja äußerst unfreundlich, wollen wir es mal milde ausdrücken, mit seinen Türkvölkern im Westen des Landes umgeht derzeit.

Und was Syrien betrifft, kann man Dinge, wie die Folgenden beispielsweise lesen, während wir hier in Germany darüber diskutieren, ob dieser oder jener Fußgängerbereich nicht doch mit Pollern versehen gehört zwecks Schutz der Fußgänger, ob der Europa Park in der Gemeinde Rust und dessen Neuanbau „Rulantica“ (Wasser-‚Fun‘-Anlage) nun Segen oder Schrecken für die Bevölkerung von Rust und deren Wasserversorgung wird oder ist etc. Ob unsere Kinderlein denn dieses Jahr ENDLICH bundesweit ihren Computer im Unterricht haben werden können, damit sie entsprechend getrimmt den angeblichen Erfordernissen der Zeit sich entsprechend stellen können. Wir sollten das eben benutzte Wort „Zeit“ gleich besser mit ‚industriellen Bedarfen‘ auswechseln. Finden Sie nicht?

Also:

Die syrischen Rebellengruppen sollen erstmals seit Wochen wieder eine Gegenoffensive gegen das Assad-Regime im Südosten der Provinz Idlib gestartet und bisher drei Dörfer von den Regimekräften zurückerobert haben. Die allgemeine Lage ist jedoch laut Syrien-Expertin Elizabeth Tsurkov weiterhin stark zugunsten des Regimes und Russlands zu sehen.

 

Lokalen Bewohnern zufolge wurden in der Nacht zum Dienstag mehrere Luftangriffe auf Stellungen der vom Iran unterstützten schiitischen Milizen nahe Albu Kamal westlich des Eufrats durchgeführt. Der Nahostexperte Charles Lister vermutet Israel dahinter.

Al-Jazeera Journalistin Zeina Khodr twitterte am Montag, dass Russland Militärpolizei im Umkreis des türkischen Beobachtungsposten in Morek/Provinz Hama verlegt habe. Der Beobachtungsposten werde gegenwärtig von Regimetruppen umzingelt. Khodr vermutet, dass Russland kurz vor dem Zusammentreffen zwischen Erdogan und Putin Spannungen abbauen wolle.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sollen am Montag bei Luftangriffen des Regimes auf Idlib sechs Zivilisten getötet worden sein, darunter eine Frau und ein Kind im Dorf Baskala im Süden der Provinz Idlib.

Präsident Erdogan sagte am Montag in der Provinz Mus/Türkei laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, dass die Türkei zu einem baldigen Einsatz von Bodentruppen im Norden Syriens bereit sei. „Wir gehen davon aus, dass unsere Bodentruppen bald in die Region eindringen werden.“ Zwar hätten diplomatische Mittel Priorität. Aber sein Land sei auch zum Handeln bereit, sollte es sich dazu gezwungen sehen.

Der syrische Oppositionelle Asaad Hanna twitterte, dass seit Oktober 2018 mehr als eine Million Inlandsvertriebene nach Nordsyrien geströmt seien.

Den Weißhelmen zufolge seien Anfang August, seit dem Zusammenbruch des 4-tägigen Waffenstillstands, 130 Zivilisten bei russischen Bombardierungen in der Provinz Idlib getötet worden, schreibt Zeina Khodr.

Die politische Beraterin von Syriens Machthaber Bashar al-Assad, Boutheina Shabaan, soll überraschend in der kürzlich vom Regime zurückeroberten Stadt Khan Sheikhoun in der Provinz Idlib aufgetaucht sein und zu den Soldaten des Regimes gesagt haben, dass man für sie bete. [Nach dem Motto: Wie halte ich mir meine uniformierten und schulisch schlecht ausgebildeten Kampf-Sklaven treu].

Nordosten

Am Montag seien bei einem Autobombenanschlag in der Palästina-Straße im Zentrum der Stadt Tabaqa westlich von Raqqa ein Zivilist getötet und weitere, darunter eine Frau, verletzt worden, schreibt die Zeitung Zaman al-Wasl.

Die YPG-geführten SDF-Kräfte sollen Oppositionsquellen zufolge in der Ortschaft Maaizileh in der Provinz Deir Ezzor zwei Mitglieder der Hisbollah verhaftet haben. [Das müsste Erdogan eigentlich gefallen. Er wird demnächst aber dennoch, vorsichtshalber, auf die YPG verstärkter Jagd im Norden Syriens machen, in der sogenannten Sicherheitszone und gewiss, darf angenommen werden, auch darüber hinaus: siehe regelmäßige Attacken Ankaras in Teilen irakisch Kurdistans. Das vorher Gesagte hat Erdogan bereits mehrfach in Aussicht gestellt und offenbar auch mit Trump, der die YPG-ler fallen lassen wird voraussichtlich wie eine heiße Kartoffel, abgesprochen. Man wird sich überraschen lassen dürfen].

Regimegebiete

Der syrische Aktivist S. Rifai twitterte unter Berufung auf zuverlässige Quellen, dass es zu einem Bruch zwischen Syriens Machthaber Bashar al-Assad und seinem einflussreichen Cousin dem Geschäftsmann Rami Makhlouf gekommen sei. Assad habe am Sonntag bekanntgegeben, dass der Mobilfunkanbieter Syriatel nicht mehr in Besitz von Rami Makhlouf sei. Makhlouf soll als Eigentümer von Syriatel monatlich 20 Millionen Dollar verdient haben.

Das Assad-Regime soll laut des syrischen Aktivisten S. Rifai in den vergangenen zwei Wochen mehrere Maßnahmen gegen Rami Makhlouf ergriffen haben. Die Gier Makhloufs habe Assad verärgert. Zudem habe sich Assad ausgeschlossen gefühlt, weil er am Profit nicht beteiligt gewesen sei. Rami Makhlouf soll außerdem dem Iran sehr nahestehen und mehrere „Mega-Deals“ mit Iran abgeschlossen haben. Die Vereinbarung, die mit Iran zur Kontrolle über dem Latakia Hafen abgeschlossen wurde, sei bereits für ungültig erklärt worden. Zudem sei die „Al Bustan“ [Garten] Wohltätigkeitsorganisation von Rami Makhlouf geschlossen worden. „Al-Bustan“ war als Hilfsorganisation getarnt, soll jedoch tatsächlich iranische Milizen finanziert haben. Auch die Vereinten Nationen sollen die Organisation von Rami Makhlouf mit Geldern unterstützt haben.

Der regimenahe Aktivist EHSANI2 twitterte, dass die Büros von Rami Makhlouf in der Freihandelszone von der Kommission zur Bekämpfung der Geldwäsche gestürmt worden seien. Das Ausmaß der Ermittlungen habe Latakia erschrocken. Ermittlungen seien auch gegen den Geschäftsmann Hamsho in Zusammenhang mit Ausschreibungen des Erziehungsministeriums eingeleitet worden. Das Regime habe Ermittlungen gegen 29 wichtige Geschäftsmänner eingeleitet, darunter Dureid Assad, Jaber und Hamsho.

Der Nahostexperte Charles Lister twitterte unter Berufung auf loyale Kräfte des Assad-Regimes, dass das „korrupte“ Regime in den vergangenen zwei bis drei Wochen ein Korruptionsnetzwerk der Makhlouf Familie aufgedeckt habe. Das Regime, so schrieb Lister sarkastisch, arbeite nun sehr hart, um die Korruption auszurotten und Syrien ‚Gutes‘ zu tun.

Regional/International

Der einflussreiche irakisch-schiitische Geistliche Muktada al-Sadr soll nach den israelischen Angriffen auf Iran-treue Milizen im Irak die irakischen Milizen in Syrien zum sofortigen Abzug aufgefordert haben.

Das Mitglied des politischen Komitees der Nationalen Syrischen Koalition, Ahmad Ramadan, twitterte, dass unbedingt verhindert werden müsse, dass der iranische Öltanker „Adrian Darya1“ das Assad-Regime erreicht. Im Tanker befinden sich 2,1 Millionen Barrel Öl, welche die Tötungsmaschine des Regimes für weitere sechs Monate finanzieren würden, schreibt Ahmad Ramadan aus Syrien.

 

Ja, das, was mir da in die Hände geraten ist, und dessen Quelle nicht genannt werden mag, mag sich vielleicht harmlos lesen oder anhören. Ist es aber nicht. Syrien ist so etwas wie die Hölle geworden; und Zypern ist gar nicht so weit davon gelegen. Immer mehr Flüchtlinge erreichen die Insel, den ‚goldenen‘ Süden derselben. Die Türkei und die Republik Türkisch-Zypern scheinen zu dem naheliegenden Beschluss gekommen zu sein, die Last der Fluchtsuchenden nicht weiter ohne die Teilhabe der Republik Zypern im Süden der Insel auf sich nehmen zu wollen. Und warum sollten sich die Türkei und ihre ‚beschützten‘ Türkischzyprer solch ein Druckmittel auch weiterhin entgehen lassen. Folglich erhöht sich die Zahl der Flüchtenden. Nikosia-Süd macht bereits auf Alarm. Versteht sich, dass man Gelder aus Brüssel will. Dass man aus der Not anderer Profit schlagen will, vor allem in Sachen Zypernfrage. Zum einen hat die Türkei und ihre zyprischen Verbündeten eh Zoff mit Süd-Nikosia wegen den Bohrungen nach Erdgas und Erdöl vor Zypern, die Ankara bewaffnet durchführen lässt. Und zum anderen zeichnet sich ja eh schon wieder ab, dass die Verhandlungen in Sachen Wiedervereinigung der beiden zyprischen Teile der Insel bereits dazu verdammt sind, wieder einmal den Bach hinunter zu gehen, wie man sagt. Wir täuschen uns in diesem Punkt gerne, was aber leider nicht der Fall sein wird. Man wird sehen!

 

Über den innenpolitischen Wahnsinn, der sich auf Zypern selbst derzeit abspielt, wird in den nächsten Artikeln berichtet, die nun wieder regelmäßiger folgen werden. Wie soll man es sagen: Gelegentlich braucht man eine Art Auszeit von dem auf Zypern veranstalteten Polittheater. Auch wenn man die Ereignisse irgendwie noch verfolgt, will man sich manches Mal einfach nicht hinsetzen und diesen Wahnsinn nun auch noch zu Papier bringen – schon wieder. Und über diesen Berg, hoffe ich, hat das Schreiben und viel Schwimmen durchaus geholfen – ein etwas längerer Aufenthalt in der Schweiz und Deutschland.

Das Press und Information Büro in Nikosia, habe ich heute erst erkannt, wie peinlich, hat schon mal aufgehört, mir täglich die Presseberichte zuzusenden, wie es über Jahre der Fall war. Das wird wahrscheinlich eine meiner ersten Taten zurück auf der Insel sein, demnächst, nämlich, dort hinzugehen und diesen Leuten, die man ja über Email nicht erreichen kann, irgendwie, erneut zu bitten, mir die Presseberichte, wie gehabt, wieder automatisch zukommen zu lassen.

Kann gut sein, dass sich in der PIO etwas in deren Verfahrensweisen geändert hat, die sich irgendwie andauernd ändern.

Des Weiteren: Kann sein, dass es an meinem Browser liegt, was demnächst ebenfalls herausgefunden wird zurück in Nikosia, denn die Morning News Show, will ich es mal nennen, so auch meine ‚geliebte‘ Nachmittags-News-Show auf RIK1 können neuerdings nicht mehr On Demand abgespielt werden – weil gar keinen Button dafür mehr angezeigt wird. Man darf gespannt sein, welcher Wahnsinn da auf uns, Teil der Korrespondentenschaft, wartet.

Die Fatih

Nun ist also eingetreten, was ja geradezu eintreten musste.

Man fragt sich da schon, wer den Auftrag dazu erteilt haben könnte – Putin, Peking?

Und natürlich ist das große Geschrei zumindest wird so etwas in diese Richtung Weisendes auf der politischen Bühne der Griechischzyprer aufgeführt , wie zu erwarten war ausgebrochen.

Nach Paris ist der griechisch-zyprische Außenminister schon unterwegs gewesen, und die Franzosen sollen den bösen Buben in Ankara gesteckt haben, es sei besser, mit den Bohrungen vor Zypern in der abgesteckten Zone der Südzyprer ihre Aktivitäten UMGEHEND einzustellen nach südzyprischer Sprech.

So etwas Ähnliches ist jedenfalls in einer griechisch-zyprischen Zeitung zu lesen. Ich glaube, es war die Fileleftheros, die mir da in die Hände geriet an der Zyggi-Crossing einen Tee trinkend seit Längerem mal wieder.

Nein, wie schön einfach kann doch das Leben sein.

Irgendwie muss zukünftig an dieser Erkenntnis noch demonstrativer festgehalten werden. Das dürfte zu weniger Beiträgen, hier, führen. Seien Sie aber dessen gewiss, dass in Stellung gesprungen wird, wenn denn mal etwas Vermeldenswertes, aus hiesiger Sicht, in Sachen Zypernfrage vom Stapel läuft.

Nun, das weiter oben erwähnte Husarenstück Ankaras scheint das Potential dafür zu haben, hier mal kurz ein paar Einschätzungen von sich zu geben.

Die EU müsse notfalls mit der NATO sich auf Eis legen wegen dem Vorfall, falls die NATO nicht pfeift wie die Griechischzyprer es gerne hätten, nämlich Ankara zu schimpfen und zu blockieren etc.

Interessant ist, dass des Weiteren zu lesen und zu hören ist, Ägypten und Griechenland müssten sich einbringen, ja, Athen solle bestens gleich ein Schiff an jene Stelle ausschicken, wo die türkische Fatih nach Erdgas drillen wird, um den Türken dergestalt zu zeigen, konfrontativ sozusagen, dass man es ernster als sonst meint.

Aber, natürlich, soll bloß nicht geschossen werden bei dieser Aktion, sondern nur Steuergelder verbratend dort aufgelaufen werden seitens Athens, um Ankara zu beeindrucken, und zwar so, dass die Türken sich gleich hinter den Altai, wo sie herstammen sollen, zurückziehen.

Ja, das ist etwas übertrieben, aber die Zielrichtung stimmt.

Gewiss gibt es noch weitere seltsame Vorschläge, die die Runde machen.

Erdogan & Co lassen dennoch nicht von ihrem Vorhaben ab, sich am kleinen Reichtum, der eventuell vor Zypern im Meeresboden liegt, zu beteiligen.

Das haben sie nun davon, die Anastasiadis, die Christofias und wie sie alle heißen, die es nicht zustande gebracht haben an der Regierung in Südzypern, sich mit Ankara endlich zu einigen.

Weiter oben das mag nun erst gesagt sein ist Ihnen gewiss aufgefallen, dass niemand von Israel redet, welches doch intervenieren solle.

Also, hier herrscht die Meinung, dass wenn jemand die Türken zum Halt bringen kann bei ihrem oben erwähnten Vorhaben, dann gewiss Tel Aviv aber nicht Kairo oder Athen – oder aber alle Dreie gemeinsam.

Interessant ist natürlich, dass Ankara diesen längst erwarteten Schachzug nun gerade, also zu diesem Zeitpunkt macht. Das dürfte nicht mit Ramadan zusammenhängen. Vielleicht schon eher mit den Kommunal-Wahlen, die in Istanbul schon bald wiederholt werden.

Und noch etwas präziser als weiter oben soll hier doch noch mal eindeutiger erwähnt sein, dass vor allen anderen Nikosia-Süd verantwortlich zu machen ist, wenn sich dieser Vorfall zu einer größeren Sache ausweiten sollte.

Seit der Vorlage des Annanplans hatten die Griechischzyprer genügend Gelegenheiten, mit ein bisschen mehr Vaterlandsliebe zu glänzen, zumal sie von solch einer existierenden Liebe nahezu jeden Tag mindestens einmal in einer ihrer Reden im Parlament hören lassen. Präsident Anastasiadis scheint diese Vokabel besonders oft, wie soll man sagen, anzustimmen – „patrida“.

Dann wären die Griechischzyprer halt ein paar unliebsame Kompromisse eingegangen für die Einheit der Insel. Dafür hätten sie sie nun wieder vereint und endlich mal Nennenswerteres zu tun. Haben sie aber nicht getan.

Vielmehr scheinen und schienen die Südzyprer ganz offensichtlich darauf zu bauen, dass Brüssel, bestenfalls Israel, sie in schwierigen Konstellationen rausbuttern wird – mit ihnen womöglich gemeinsame Sache macht, die unliebsamen Türken aus dem Norden zu vertreiben. Und Frankreich scheint diese Träume mit seiner militärischen Gegenwart, neuerdings, zu befeuern.

Wir dürfen also gespannt sein, wie in den nächsten Wochen der Butterhandel ausgefochten wird und wer wen einbuttert im südöstlichen Mittelmeer.

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Warum sollte Ankara auf das Erdgas oder Öl vor Zypern verzichten in einer Gegend im Meer, die von den Griechischzyprern einseitig als ihre Zone deklariert wird?

Ja, die Letzteren bemühten sich auf diplomatischer Ebene über die Jahre alle, die davon hören sollten, von ihrer Version der Realität zu überzeugen, doch, was die USA angeht und andere, scheint ihnen das nicht gelungen zu sein.

Dass Moskau die Interessen Südzyperns stützen könnte zukünftig, ist zwar möglich, wird hier aber in Frage gestellt, als unwahrscheinlich angenommen. Auch zumal Brüssel in der Ukraine via oder mit Israel verdeckt Putin ihr unschönes Gesicht derzeit zeigen. Der Komiker neuerdings an der Macht in der Ukraine ist dem Vernehmen nach eher ein Mann Tel Avivs als ein Fan der EU. Beides dürfte Putin wenig gefallen. Was allerdings nicht bedeuten soll, Putin sei Anti-Israel eingestellt.

Wie hier schon mal geschrieben wurde, ist zu vermuten man kann sich täuschen , dass Erdogan Putin eröffnet haben könnte, seinerseits auf Zypern eine russische Militär-Basis zu errichten, und zwar im Norden der Insel.

Schaden kann es nicht, könnte Erdogan sich gedacht haben, zumal auf Zypern langfristig sowieso kein Verhandlungserfolg in Sachen Wiedervereinigung zu erwarten ist, eben weil die Südzyprer nicht im Stande sind, über ihren eigenen orthodoxen Schatten zu springen – und vom großen Geld träumen, vom Nabel-der-Welt-Sein. Solch Schritt würde Moskau zwangsläufig näher an Ankara binden – und da sich die nächsten 50 Jahre ganz gewiss in den Weiten Asiens dem Schicksal dieser Welt verschreiben werden, ist es ganz gut, sich über Russland diesem Trend mitanzuhängen für die Türkei, aber nicht nur. Erdogan hat auch Afrika als Anknüpfungspunkt zu Fernost im Auge.

Zudem haben die Ereignisse in Venezuela derzeit noch den Nebeneffekt, dass Erdogan und Putin sich auf der ‚richtigen‘ Seite, der Maduros, verortet sehen. Ja sogar sich von der Vorherrschaft des Dollars zu lösen, verfechten beide, der Türke und der Russe, vernehmlich öfters.

Bei dem Deal, den Erdogan mit Putin geschlossen haben könnte, darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass ein Stützpunkt im Norden Zyperns für Putin wie ein Sechser im Lotto ist oder wäre, weil er ja bekanntlich im syrischen Latakia, sozusagen gegenüber davon, sich gerade am Einrichten ist mit allem drum und dran.

Nordzypern ist also zu viel Wert, offenbar, um es den Südzyprern, die es dummerweise sogar noch immer und andauernd von sich stoßen, weiterhin zum Aushungern oder Austrocknen zu überlassen. Das dürften die Israelis und die USA schon länger ebenfalls so einschätzen.

Vielleicht ist vorherige Spekulation ja der andere Weg, die andere Lösung, um die Insel wirtschaftlich erblühen zu lassen. Schließlich schafft man es seit Jahrzehnten ja auch, die beiden britischen Basen auf der Insel in Vergessenheit geraten zu lassen bei Touristen, warum sollte das daher nicht weiterhin möglich sein, wenn beispielsweise russische Truppenverbände hier stationiert sind.

Ja, dass die USA sich noch ein ähnliches Stück auf der Insel Zypern ausgucken könnten, ist hier auch schon geschrieben worden; und diese Hypothese bleibt vorerst auch noch im Raum stehen. Frieden fördernd wäre die Existenz solcher Basen in der Region höchstwahrscheinlich schon, ist anzunehmen, bis es eben knallt.

Zumindest könnten so die Zyprer und all jene Mitbürger, die hier bereits ihre Zelte aufgeschlagen haben, egal ob hüben oder drüben, mit einem blauen Auge davon kommen die kommenden 20-30 Jahre.

Das sind in unseren schnell-lebigen Zeiten doch gar nicht so schlechte Aussichten!?

Der Sandkasten

Schön!

Vorsichtshalber heute einen neu-gebraucht-neuen Laptop bei Public in Limassol unweit der Lady’s Mile gekauft. Gerade billig ist er nicht gewesen, dafür, dass er schon knapp 6 Monate nur angeblich als Vorführ-Computer gebraucht worden ist in den Verkaufsräumen. Das erste Mal, dass ich mich auf so etwas einlasse. Die Tastatur überzeugt einfach, und der Hauptgrund für den Kauf ist: Mein anderer Laptop fängt zu spinnen an. Den hier werde ich jetzt möglichst nicht ans Netz lassen. Muss doch wohl möglich sein. Das heißt, ich schreibe auf WinPad und Notebook.

Weiß nicht, wie es bei Ihnen zu Hause geht oder aussieht, doch hier werden es immer mehr Computer: der eine hat diese, der andere die andere Macke. Hoffen wir, dass sich an dem Neuen keine Macken zeigen werden. Da Anschluss ans Netz nicht geplant ist, erwarte ich mir ein langes Leben. Stelle gerade fest, dass sich mit dem vorinstallierten WordPad wirklich ganz gut schreiben lässt. Man schreibt plötzlich wieder alles richtig, da keine Verbesserungsvorschläge vorhanden sind bei diesem Schreibprogramm. Doch, einiges dim WordPad drin, das damit getan werden kann. Ist also zum Bestseller schreiben alle Mal ausreichend, der neue Lenny. So nenn ich ihn bereits liebevoll.

Die Politis von Sonntag liegt noch ungelesen auf dem Tisch. Der Aufmacher lässt Schlimmes ahnen: „Treffen der Kolosse. Ihr Ziel ist das Terminal, („to termatiko!).“ Ohne weiter zu lesen, wird verstanden, kann sein, dass ich mich täusche: Es geht mal wieder um die Erdgas-Schätze vor Zypern. Und das ist auch das erwähnte Schlimme.

Vor Kurzem war eine Veranstaltung im Hilton zum Thema (Vortragender: Dr. Charles Salinas), veranstaltet von einem der vielen Ableger des Rotary hier auf Zypern, genauer, eines der Paar Clubs aus Nikosia/Lefkosia.

Leider bin ich nicht hingegangen, weil ich Langweile prognostizierte. Habe es vorgezogen, meine Ruhe zu haben von. Wie ich gern sage zu solchen Veranstaltungen: „Bla-Bla!“ Der Vortragende muss indes ganz gut drauf gewesen sein, muss die Regierung und ihre Lügen über die voranstehende Erfolgsgeschichte mit dem Erdgas ziemlich laut und kenntinsreich als Spinnerei entlarvt haben. Er war noch nicht vor allzu langer Zeit selbst aktiv in diesem Business für zyprische Regierungen unterwegs jahrelang. Gab an jenem Nachmittag vor, zu wissen, von was er spricht.

Wie mir berichtet worden ist, kann, wenn überhaupt, dann frühestens im Jahr 2030 irgendein Profit aus den Erdgasförderungen vor Zypern eingefahren werden für Nikosia. Et cetera!

Bis dann wird ja hoffentlich die Ära Erdogan in der Türkei endlich beendet sein. Auf das keine algerischen Zustände am Bosporus einkehren. Nicht, dass Erdogan wie Bouteflika zu keiner Regung nahezu mehr fähig außer der seiner Backenmuskulatur zum Reden etc., das Regierungsheft bis in den Sarg in Händen hält.

Immerhin: Gestern war zu hören, der neue Flughafen in istanbul ist eingeweiht worden und der alte Atatürk-Flughafen soll am selben Tag geschlossen worden sein. Das hätten wir in Deutschland voraussichtlich so akkurat und zeitlich annehmbar lange nicht hingebracht. Also gar nicht so schlecht in einer Diktatur zu leben?

Liest man etwas hie, etwas da in der Politis von heute, Sonntag, den 7. April 19, könnte man denken, die Republik Zypern habe gemeinsam mit Nord Mazedonien, Griechenland, Ägypten und natürlich Israel eine Art Korridor gelegt, um die Türken zur Vernunft bringen zu können. Die USA sollen dabei eher auf griechisch-zyprischer Seite stehen, betonen aber, dass die Türkei dennoch ein Player in der Region sei.

Ja, und natürlich ist ermüdender Weise immer wieder von der Gefahr aus Moskau zu lesen. Erdogan biedert sich – gerade passiert es mal wieder – zum Missfallen der Amis in Russland an. S-400 heißt der angebliche Grund. Dieses Waffensystem mag Putin an die Türken verscheppern. Wie im Sandkasten also, so ungefähr.

Nur gut, dass hier auf der Insel verweilend, dieser seltsame Twist auf der diplomatischen Bühne am Meer sich aufhaltend vorbei geht. Stell dich einfach hin, genau dort hin, sehe gen Horizont, schließ die Augen wenig später und dann schreist du so laut du kannst – zeitlich wirklich lange den tagespolitischen Mist aus dir heraus. Danach empfiehlt sich, derart aufgeputscht, ins noch klirrend kalte Wasser zu steigen, möglichst zügig, und dann dreinschlagen mit allen 4 Extremitäten, bis du fast keine Luft mehr bekommst. Dem Wasser ist es wahrscheinlich egal, dass du dich abreagierst, so lange du dabei nicht reinpinkelst.

Schon sehr gefährdet das Grün-Blau hinter der Küste der Insel. Dieses Terminal, von dem die Rede war, auf das nun anscheinend alle schielen wie bekloppt, bedeutet so in etwa, dass Exxon Mobile und wahrscheinlich noch ein-zwei weitere internationale Konsortien ausgerechnet um die Ecke bei Zygi, genauer in Mari, ihr Gas-Verflüssigungs-Ding ansiedeln wollen. Gar nicht lustig. Zeit, das Haus noch rechtzeitig – nämlich gestern bereits – zu verkaufen?

Es ist absehbar, dass diese Anlage, sowie diese andere Art Werft, Terminal oder eben Stützpunkt für die französische Flotte, neuerdings, an mehr oder minder selbem Ort, nicht des Profit getriebenen Wahns letzter Ausbruch bleiben wird.

Vorgestern dachte ich: Huch, ist nun schon etwa das Üben im Manöver ausgebrochen bei den Franzosen? Bekanntlich müssen Soldaten ja andauernd gehetzt werden, um im Fall der Fälle morden zu können. Die Heimat verteidigen. Wie aber heute beim Kaffee in der nahen Ortschaft Kiti vernommen werden konnte, sind diese Flüge, die da über unseren Köpfen morgens um 10-11 Uhr ausgeführt wurden, zwar tatsächlich Tod bringend, doch wenn überhaupt, dann wahrscheinlich höchstens mittelfristig für die Spezies Mensch.

Wegen dem schönen Regen, den wir hier hatten und wohl auch noch haben, man wird sehen, ist die Insel ein grüner Biotop. Es sprießt und das Wasser fließt – und mit diesen himmlischen Gegebenheiten, genau, Sie denken es sich schon, hat sich auch die Hölle vorgenommen, sich hier einzurichten.

Weil es kann ja nicht sein, dass Sie sich einen Flug nach Zypern buchen, alles einigermaßen billig und so, und dann, kaum sind sie im Hotel, werden Sie überfallen aus der Luft: SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS! Oder ähnlich klingt so ein Angriff.

Stechmücken.

Man hat also gegen die feigen Stecher gespritzt und offenbar ist es ausgemachte Sache, dass wir Bewohner der Gegend das so einfach hinnehmen, wenn über unseren Köpfen Kampfstoffe Verbreitung finden. Okay, Sie könnten nun denken: „Hab dich nicht so, schau mal genauer hin, was die da an Chemie alles auf ihre Felder kippen. Wirst du schon auch noch überleben.“

Da kann man nichts weiter zu sagen, muss man wohl halten still; und wenigstens darüber berichten.

Ja, eine kräftige Leber zu haben, ist auch auf Zypern gefragt, nicht nur in Deutschland. Kann sein, dass die Milz beim Managen von Giften eine wesentlich wichtigere Rolle in unseren Körpern spielt als Leber oder beispielsweise Galle. Gebärmutter und Hoden kriegen höchstens Was ab, glaube ich, genauer, deren Fracht, und die ist IHR Erbgut – wenn überhaupt.

Die beste Waffe soll doch sowieso Angriff sein, und um so weniger verwunderlich ist daher, wenn in der Politis eine Journalistin von sich gibt am Ende ihres Artikels, dass je mehr Erdgas noch gefunden wird vor Zypern, um gefördert, verflüssigt und verkauft zu werden, desto sicherer wird die Lage Zyperns. Das schreibt die so in etwa.

Hab mich etwas umgehört, scheine nicht der Einzige zu sein, der diese Zusammenhänge genau entgegengesetzt sieht. Die Schreiberlinge in den zyprischen Zeitungen sehen jedenfalls den großen Segen dadurch auf die Insulaner und ihre ausländischen Mitbewohner kommen, mehrfach. Auf das DIE Recht behalten.

Doch nach Adam Riese oder sogenannter Logik sind Orte, die sich zu Hotspots, wie man heute sagt, oder Brennpunkten entwickeln auch solche, die dem des Kandidaten, der in der Todeszelle in irgendeinem Bundesstaat der USA sich seines Lebens freut, nicht unähnlich.

Die US-Amerikaner kennen sich mit diesem Zustand so in etwa also aus. Haben ja genügend Zeit, sich dem Thema zu stellen – und Nähe. Und DIE ziehen jetzt auch, wie zu lesen ist, ihr Augenmerk in die Region südöstliches Mittelmeer etwas betonter.

Die Landschaft der Insel ist umwerfend grün. Es hat sich alles hier schon längst von einem saftigen Grün mit vielen, vielen gelben Dupfern darin in ein Meer von Farben verwandelt: Rot, weiß, violett usw.

Genießen wir ES also weiterhin und lassen die Buben und Mädel im Sandkasten ihre angebich weltbewegend wichtigen Spielchen spielen!?

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