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Archive for Juni 2016

Zeit, Ihnen einen weiteren Zyprioten vorzustellen.

 

Ein Interview aus der Politis-Tageszeitung Zyperns von letzten Sonntag, dem 12. Juni 2016, welches Angelliki Michalopolou-Korra mit Herrn Chambis Tsangaris führte (http://www.aigaia.com.cy/index.php?pageid=214&lang=en). Letzterer ist der Chef und Erbauer des Museums Charaktis Chambi von Platanisteia/Republik Zypern.

Viele Jahre haben sie in der Kunstausbildung gearbeitet. Und bis heute geben Sie Ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter. Was haben Sie daraus all die Jahre vordringlich gezogen?

Es war auch für mich ein Gewinn. In der Lehre zu arbeiten, bereitete mir großen Spaß. Die langjährige Auseinandersetzung mit jungen und wunderbaren Kindern, lehrte mich viel. Die Chance, das zu fühlen, was ich ihnen beibrachte und was ihnen gefiel, ist die größte und wirkliche ‘Bezahlung’, die ich aus der Arbeit in der Ausbildung zog. Und sehe ich heute meine Schüler und Schülerinnen, die Maler sind und Kunstlehrer in den Schulen, womöglich zufrieden sind, mit dem, was sie tun, dann ist das auch mein Erfolg. Kontakt pflege ich noch immer mit genügend Schülern meinerseits. Manchmal tauchen sie in den Sommerkursen auf, die es umsonst gibt zur Erinnerung an A. Tassou. Wir haben dann schöne Diskussionen. Manchmal kommen sie auch in Gruppe. …

In ihren Büchern, wie in dem der “Königin Veneziens”, erscheinen die Kalikandsari, aber auch, die von ihnen vor kurzem erschaffenen Triplet und der Drachen des Apfelbaums. Sie scheinen so ihre Liebe zu Themen offenzulegen, die mit zyprischer Tradition zu tun haben. Für wie wichtig sehen Sie das Loslassen von Drachen an, die Tradition stützen, die Ethik und die Moral dieses Landes?

Wie das Sechseck, hauptsächlich wie das Sechseck, weil die Tradition ist wie die Wurzeln eines Baumes. Wenn wir die Tradition vergessen, wenn wir die Wurzeln eines Baumes abschneiden, verdorrt er. Wenn wir aus der Tradition ausgewischt sind, sind wir wie Meteoriten. Wir werden ausgelöscht. Unsere Wurzeln, unsere Stärke, ist unsere Tradition und ich glaube sehr an Traditionelles und möchte es unbedingt erhalten. Du kannst die Tradition nicht halten, ziehst indes Kraft aus ihr und verstehst, wer du bist innerhalb der Tradition. Sie ist unsere Identität. Jemand schrieb etwas, was mir sehr gefiel: “Tradition ist nicht die Asche. Sie ist die Flamme, die du trägst.” Dieses Ding glaub ich voll und ganz.

Lassen Sie uns nochmal zu ihrer letzten Arbeit zurückkehren, die Drachen. Wollen Sie uns kurz etwas dazu sagen? Was hat sie dazu animiert, diesen traditionellen Stoff aus einem Märchen zu nehmen und welche Message wollen Sie weitergeben?

Dieses Märchen entspringt meiner Erinnerung und Freundschaft mit Lambros Polikarpou (http://www.cyprusevents.net/events/triplets-dragon-apple-tree-paphos-2016/), der letztes Jahr im Alter von 91 Jahren verstarb. Ein Mensch, der das Gute und Anstand lehrte. So viel ich weiß, hat er viele Geschichten verfasst, die er von seinem Groß- und Urgroßvater kannte. Ich habe so um die 30 verschiedene Geschichten davon. Bei allem, was er schrieb, herrscht das Gute vor, welches letztlich auch immer gewinnt und in allen Texten endet er mit der Frage: “Was hat uns diese Geschichte gelehrt?”

Die Geschichte mit den Drachen ist nach gleichem Muster gestrickt, und das gefällt mir, da es ein Märchen ist, welches er von seinem Großvater erzählt bekommen hat. Er schrieb die Geschichte in verschiedenen Versionen auf, aber immer mit demselben Ausgang. Als ich die Geschichte las, um sie bildlich darzustellen, dachte ich, sie hat schöne Bilder, die vermittelt werden. Es fiel mir schwer, mich zu entscheiden. Schließlich kam ein Mix heraus. Ich nahm die bildhaft schön erzählten Gestalten der einen und anderen Version und schnürrte sie zu etwas Neuem zusammen. Lambros segnete das ab, doch mich beschlich schon bald Etwas dabei, da es keine echte Volkserzählung mehr war – das zwei zu einer dritten Erzählung Zusammenmischen. Beruhigte mich aber, als ich sah, dass es in Zypern viele ähnliche Erzählungen gibt, die auch welchen aus Griechenland ähneln – von Thrakien bis nach dem Pelepones, ja, bis in andere Teile Gesamt-Europas.

Arnette Thompson hat über all das geschrieben.

Eine meiner Freuden ist, dass ich ein Bildband entwarf, wie ich es ihm versprochen hatte; die andere, dass ich mein eigenes ‘Spiel’ aufgezogen habe. Wenn Sie so wollen, meine Reise begann, indem ich von einem Punkt ausgehend meine Kunst einbrachte und so ein Werk entstand: vom ersten Strich bis zur Druckerei, dem Bildband. Das Buch ist mein Baby. Es beginnt mit dem Spanno und den 40 Drachen. … Alle Bücher des Bilderbandes haben eine staatliche Auszeichnung erhalten.

Man sagt, ein Mensch lebt, wenn er seine Träume am Leben hält. Was ist ihr Traum, und was hat er mit ihrer bevorstehenden Zukunft als Kreativer, aber auch im Privaten, zu tun?

Mein Traum ist, in mein Dorf zurückzukehren, drüben im Norden. Dorfleben leben. Dort sterben. Dort begraben sein. Keinen weiteren Traum, den ich habe. Bewusst ging ich ein paar Male rüber in mein Dorf, zwischen 2004 und 2006. Als Tourist war ich da und fotografierte den Boden meiner Kindheitserinnerungen – wie auch die in Stücke gehauenen Kreuze. Die Fotos, die ich damals schoss, verwendete ich sehr oft, um sie im Ausland in Ausstellungen mitzuinstallieren, auch um den Lauf der Dinge mich betreffend darzustellen. New York , Brüssel … . Das ist nicht Propaganda, keine Politik, die ich betrieb. Ich zeigte lediglich meinen Schmerz auf. …

Jeden Sommer geben sie im Andenken an ihren Lehrmeister A. Tassou umsonst Kurse in der Kunst der Gravur. Unaufhörlich teilen Sie ihre Kunst anderen mit. Wie anders wäre die Welt, würde es mehr Menschen wie Sie geben, die das so tun?

Die Menschen müssen die Notwendigkeit verspüren, etwas zu geben. Die Welt will geformt sein! Leider, wir hier in Zypern – und ich habe daran keinen Zweifel nach all den Jahren in der Bildung -, wir lassen die Dinge schleifen, was sich lähmend in allen Bereichen auswirkt. Mit großer Trauer sehe ich, dass das, was ich tue, nicht selbstverständlich ist, sondern eine Ausnahme darstellt. Im Fernsehen wird uns eine Richtung vorgegeben, wenn sie uns verschiedenste Beiträge zeigen, Kriege und Morde. Sie richten uns hin zur Masse aus, nach dem Motto: “So tun es alle. So tu ich es auch!”

In den Nachrichten übers Ausland, geben Sie uns Berichte zur Kultur und verwirren die Leute damit: die sollen anstatt lernen, informiert werden, staunen und inspiriert werden!

Aus dem Ausland zeigen sie das Neueste in der Welt. Doch sie zeigen nicht das Schlechte. Selbiges auch in der Bildung. Es gibt begabte Schüler, doch das, wie ich zuvor schon sagte, trifft auch hier zu: es ist die Ausnahme, nicht die Regel. Die meisten gehen nicht zur Schule, um etwas zu lernen. Die meisten Kinder werden dahin geschickt, damit sie versorgt, mit etwas beschäftigt sind – deren Eltern wollen ihre Kinder ohne Schliff haben. Ohne Formung.

Wo, also, muss dann investiert werden, um die Zukunft unseres Landes zu sichern, die kommenden Generationen, die unserer folgen werden?

In die Jugend gehört investiert. In ihre Erziehung, in die Tradition, die Wurzeln und die Kultur. Nur so können wir von Freiheit reden, also im Rahmen richtiger Erziehung und Formung.”

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Am 25. Juni 2016, einigermaßen pünktlich und bevor der Präsident der Republik Zypern nach Brüssel fliegen wird, wird Anastasiadis das Fundament des Deutschen Onkologischen Zentrums in Aghios Athanasios/Lemesos legen.

All diejenigen, die sich gerade in der deutschen Stadt Münster aufhalten und sich für Themen, die mit Zypern zu tun haben interessieren, sind geradezu dazu aufgefordert, das dortige Museum zu besuchen.

Bereits am 17. Juni war eine Ausstellung namens „Zypern – drei Ausschnitte“ eröffnet worden, die das 20-jährige Bestehen des Instituts Interdisziplinärer Studien zu Zypern der Universität von Münster zeigt. Das Institut ist eine Art Joint Venture zwischen dem Zyprischen Erziehungs- und Kulturministerium und der Universität Münster. Versteht sich, dass das Institut das Thema Zypern vor allem wissenschaftlich bearbeitet. Doch auch wissenschaftliche Zusammenarbeit wird durch dieses Institut befördert, also der Wissenschaft zwischen Zypern und der BRD.

Folgende Namen von Seiten der Universität Münster sind hauptsächlich involviert und verantwortlich bei der Ausstellung: Professor Dieter Salzmann, der Museumsdirektor, Professor Peter Funke, der Institutsdirektor, Dr Marianne Ravenstein, Stellvertretende Rektorin der Universität Münster und Frau Marianna Charalambous, Konsulin der Zyprischen Botschaft in Berlin.

Die Ausstellung führt die Managing Direktorin des Instituts durch, Frau Dr Sabine Rogge, und zwar in naher Zusammenarbeit mit dem Kurator des Archäologischen Museums der Universität von Münster, Dr Helge Nieswandt und seinem Team.

Großzügigen finanziellen Zuspruch oder Zuwendung erhielten die Veranstalter vom Föderalen Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Rektorat der Universität Münster.

Die Kultur Fundation der Bank Zyperns in Nikosia (Cultural Foundation) reichte 50 groß-flächige schwarz-weiß Fotos ein, die die Sektion 2 der Ausstellung ausgestalten. Die Bank kam großzügiger Weise auch für die Transportkosten auf.

Die Fotos, geschossen von verschiedenen Fotografen, zeigen Städte, Dörfer, Landschaften und Menschen Zyperns um das Jahr 1900. Die Originale dieser Fotos werden allerdings vom Nationalen Historischen Museum in Athen besessen, welches aber so frei war und ist, digitale Kopien bereitzustellen, um das Ganze medialer gestalten zu können.

Die Ausstellung wird vom 17. Juni bis zum 21 August 2016 geöffnet sein und das von Dienstags bis Sonntags jeweils von 14 Uhr bis 16 Uhr.

Zum Austritt der Briten aus der EU ließ der zyprische Regierungssprechen schon mal verlautbaren, dass die Republik Zypern mit dem Vereinigten Königreich gute Beziehungen habe und weiterhin haben wird, und man ja zudem auch im noch immer seit Langem bestehenden Commonwealth an einem Strang ziehe.

In einer Diskussionsrunde von Journalisten und anderen war gestern auf dem zyprischen Fernsehsender RIK1 bereits zu vernehmen – unter anderem -, dass einer der Vorteile des BREXIT für Zypern sein dürfte, dass all die vielen zyprischen Studenten, die zwecks Weiterbildung oder Höherer Bildung ins Königreich abwandern, nun zwei Mal überlegen werden, ob sie das so weiterhin tun werden. Genauer: ihre Eltern werden sich das überlegen, die ja zumeist die Kosten tragen. Denn die Schul- und Universitätsgebühren dürften vermutlich noch teurer werden, wurde gesagt, und auch andere, eventuell nicht unwesentliche Dinge, wie beispielsweise die Anerkennung der Diplome etc., könnte dazu verleiten, anstatt sein Heil in Großbritannien – traditionell geradezu – zu suchen, nun doch in Zypern sein Ausbildungs-Glück zu suchen.

Und das ist genau das, wovon die Regierung eh neuerdings lauter denn jemals zuvor zu träumen begonnen hat, noch vor dem BREXIT. Dass Zypern ein Zentrum der Lehre wird in Europa. Die Studenten, die sich zukünftig entscheiden, auf Zypern ihre berufliche Karriere anzutreten, werden dann – so ist die Hoffnung – das marode Bildungssystem entsprechend fordern, auf Reform drängen, Geld liegen lassen und nach praktikableren Lösungen suchen lassen.

Wie hier auf Zypernundmehr-News bereits berichtet wurde vor kurzem, ist der Stand der universitären Ausbildung im Norden der Insel gar nicht so schlecht und erfährt immer größeren Zuspruch weltweit, was die steigende Zahl der Einschreibungen belegt. Wenn das nun auch für den Süden der Insel der Fall sein wird, kann man sich durchaus vorstellen, dass beispielsweise das geplante Sportzentrum in Larnaka gar nicht mehr so abwegig erscheint – im Gegenteil. Dass der Traum vom Gesundheitszentrum Zypern für Europa und den Rest der Welt wirklich werden könnte, wäre zu schon und daher sollte man sich nicht den Wasserhahn selbst abdrehen. Denn erneut ist die Wasserqualität bedenklich schlecht an Stränden, wie dem von Zygi und Maroni beispielsweise. Der Umschwung geschah von einem auf den anderen Tag. Das Zeug, vermutlich Petrol, welches im Wasser oben auf schwimmt, soll aus den Badeanzügen nicht mehr richtig herauszuwaschen sein – auch nicht von Hand auswaschbar sein.

Bedenkt man, dass die neue, chice Marina in Lemesos (Limassol) recht ansprechend geworden ist, viele schöne Restaurants und eine große Flaniermeile, wie gestern gesehen werden konnte, ist es um so mehr schade, wenn wegen dem Ölgeschäft, welches man unbedingt glaubt, forcieren zu müssen, der Tourismus womöglich demnächst – in Folge eines Unfalls beispielsweise beim Verladen des Erdöls – auf der Strecke bleibt.

Die Rechnung, wie hier bereits wiederholt erwähnt wurde, kann nicht aufgehen auf lange Sicht: gleichzeitig nach Öl bohren und umschlagen und in den Tourismus investieren. Bezeichnend ist und war jedenfalls bei erstem eigenen Tauchversuch dieses Jahr am sogenannten Governors Beach und mit Tauchmaske, wie gehabt, dass der Fischbestand, der letztes Jahr noch zu bestaunen war (Fische aller möglichen Farbgebung etc.) erschreckend geschrumpft ist.

Warnung: Die Hitze soll ab heute extrem sein. Es wird davor gewarnt, sich im Freien zu lange aufzuhalten. 42 Grad. Eine Bekannte aus Berlin schrieb, in Neukölln/Berlin habe man gestern 41 Grad gemessen. Das ist wirklich sehr extrem. Hier auf Zypern ist es hingegen seit knapp einer Woche jeden Tag um die 40 Grad heiß. Es gibt also keine großen Temperaturschwankungen wie in Deutschland und der Schweiz etc., was Menschen mit respiratorischen Problemen auf lange Sicht das Leben erleichtern soll.

Die Brände bei Pafos scheinen vorerst unter Kontrolle zu sein. Das heißt: Sie sind gelegt worden. Über 60 Feuerwehrautos waren im Einsatz, auch Helikopter – viele Freiwillige, die, wird immer wieder in der zyprischen Presse geschrieben, vor allem dafür sorgten, dass die Brand-Katastrophe keine riesige Katastrophe wurde. Der Staat und seine Institutionen haben eher versagt, wird allgemein behauptet.

Zuletzt: Erdogan lässt demnächst womöglich ’seine‘ Staatsbürger fragen oder darüber abstimmen, ob sie überhaupt noch wollen, dass sich die Regierenden in Ankara anstrengen, in die EU aufgenommen zu werden. Erdogan findet, der BREXIT zeige, dass ein Volk die Dinge manchmal ganz anders sieht als die Regierenden.

Was sagt uns das bei genauerem Überlegen?

Erdogan, sollte er dieses Referendum wirklich geschehen lassen, könnte wie Cameron in England erfahren müssen, dass das Volk eben gegenteiliger Meinung ist, was im Fall der Türkei heißen dürfte, dass es Pro–EU abstimmt.

Ob die Verhandlungen des Südens mit dem Norden Zyperns ebenfalls einem Referendum zugeführt gehörten, macht, ehrlich gesagt, Sinn. Es scheint besser zu sein, die Leutchen jetzt bereits abstimmen zu lassen, als – wie geplant – dann, wenn die beiden Volksgruppenführer sich geeinigt haben, das Land zu einigen. Denn was ist, wenn beim Referendum das Volk mit OXI (Nein) stimmt? Dann würde sich nur einmal mehr bestätigen, dass das zeitlich lange und geldraubende Verhandeln der beiden Seiten besser gleich unterlassen worden wäre; oder man besser einen anderen Weg zueinander hätte auffinden müssen.

Zypern sollte diesen Schritt wagen, das heißt, das ausstehende Referendum vorziehen. Dann weiß man eventuell eher, wo man dran ist! Nur: Wer soll das initiieren und dann wie, wann und womöglich auch noch wo? Und welcher Dussel bezahlt das alles, Brüssel?

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Gott hat die Stoßgebete vieler Europäer nun endlich doch noch erhört: die Extrawurst hat sich in höhere Gefilde verabschiedet, die Guten. Wollen auch wir somit hoffen, dass diese Information stimmt. Die Queen haben die Briten hoffentlich gleich mit genommen und den ganzen unnötigen Hofstaat, den sie sich halten und der den Verdummungs-Sendungen im Fernseh schon seit zu lange mit Junk-Nachrichten über deren Glory und Glanz füttert.

Wehe, die Merkel holt die an den Katzentisch zurück – oder der Schulz in Brüssel, mit: „Ach ihr armen GROßbritannen, wir richten euch den Ausgang aus dem selbstverstellten Tannenwald schon wieder her. Wir brauchen euch Guten, Superegoisten, doch!

Der Merkel trau ich solch hündische Treue leider zu, dem Schulz allerdings auch. Nach der Devise:

Master schlag mich, weil ich soll doch geschlagen worden sein!

Verdammt!

Es reicht jetzt mal mit dem Knicks vor den gebläuten Insulanern und ihrem Hauch von Sonder-Etwas-Sein: vor koloniale Sonderstellung, vor bankenmäßiger Sonderstellung, sogar im Fußball machen die auf Sonderstellung, vor Never-Ending-Monarchie. Bekanntlich pflanzen sich diese Blaublütigen fort, wie zu sehen ist, werden mehr und mehr, anstatt weniger und tun doch nichts, außer Sich zu sein. UNGLAUBLICH.

Die Briten fliegen demnächst eh raus aus der Europameisterschaft in Frankreich 2016, wenn sie nicht schon rausgeflogen sind. Und wissen Sie was, verehrte Leser: Das haben Die auch verdient! Das Besondere gebührt ihnen mal andersrum besonders.

Ist doch wahr.

Ok, die Briten brachten uns Musik, den Pop und den Rock und manch andere Modeerscheinung. Doch woher haben sie den Pop oder Rock eigentlich genommen? Auf eigenem Mist gewachsen? Wollen wir das mal glauben.

Ach wie schön, die Briten sind endlich weg. Wenn Merkel und Co die nicht durch die Hintertür am Katzentisch weiterhin sitzen lassen, was aber leider zu befürchten ist, wogegen vehement gestreikt und gekämpft gehört, um Europa endlich zu einem Europa wachsen zu sehen, dann stehen die Chancen wirklich gut, dass das wenig gemeinnützige Beispiel der Briten keine Nachfolger mehr provozieren kann.

ENDLICH.

Falls es den Polen nicht mehr gefällt in der Union, mag man hier gleich zwecks Entspannung anfügen, – bitte sehr: Weg!

Versteht sich, dass Deutschland sich fortan besser noch etwas kleiner macht, weniger neoliberal, und endlich mal mit Spanien, Frankreich, Italien und Co anstatt an einem Strang zieht – und nicht den nordischen GEGENENTWURF weiterhin gibt, und zwar mit hochgezogener Nase bis in den Buckingham Palace.

Mehr Solidarität ist gefragt und weniger Großverdienertum, welches bekanntlich mehr und mehr und noch mehr verdienen muss und keiner weiß genau warum; und was die bitte sehr alles mit der gewonnen Kohle tun und warum so viele Leute deswegen ins Gras beißen sollen müssen!?

Letzteres, weiß zwar inzwischen jeder, nur keiner will es eingestehen vor Kameras: siehe die regierende Riege in Berlin.

Es ist an der Zeit, dass Merkel, die ja wahrscheinlich wiedergewählt werden wird, mal die Frau in sich erkennt – Frauenthemen nicht als etwas Marginales forciert, sondern als Gebot der Stunde. Dass sie, Merkel, es jetzt endlich mal zur Verwunderung aller ist, die diese Thematik ganz oben auf reitet, ist angesagt.

FRAUEN an die Schaltstellen der Macht!

Nicht etwa, dass Frauen die besseren Menschen wären, das nicht. Doch das Ungewohnte an dieser Konstellation und die Ausrichtung der Gesellschaften dahingehend wird ganz gewiss dazu beitragen, dass sich etwas Positives und Innovatives in Bewegung setzt.

Insofern kann man den BREXITLERN von der Insel der Auto-Isolierten geradezu dankbar sein. Sie haben das angesprochene Thema hiermit angestoßen. Es macht keinen Sinn, sich mit ihnen vor allem bevorzugt zu beschäftigen, zumal diese neoliberalen Auto-Isolierten sich eh so etwas wie Frauenpower im Realen und an den Schaltstellen der Macht wahrscheinlich gar nicht vorstellen können und wollen.

Da sind die Franzosen, Italiener und Spanier sowie Griechen womöglich anders drauf. Die Frauen gehen da schließlich schon seit Jahren prononciert mit auf die Straße. Auch denen gehört dennoch dringend ein frauenspezifischer Haircut verpasst – wie letztlich auch dem Rest der EU.

Es ist nun an der Zeit, den BREXIT brexiteln zu lassen und anstatt die Umgestaltung der EU mit zuvor bezeichneter Zielsetzung, den daraus erwachsenden Fortschritt, einzuüben und zu installieren. Das macht einfach mehr Sinn, als den Briten weiterhin beim autozentristischen Größenwahn übertrieben Unterstützung zu leisten:

Frauen etwas gleichgestellter, also positiv diskriminiert, wie man ansonsten gerne heuchelt, vermehrt an die Schaltstellen der Macht in Politik, Wirtschaft und Bildung etc.

Leseempfehlung unsererseits bei Amazon. Com ist: „Unsere Jemenitin“, Autor: Alexander von der Kander, Herausgeber A.Heck/wbscp. (https://www.amazon.com/Unsere-Jemenitin-hinter-Schleiern-hervor-ebook/dp/B01E7RC63U/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1466756487&sr=8-1&keywords=unsere+jemenitin).

Zypern:

Ob der Brexit bedingt, dass die Briten mal darüber nachzudenken haben, ihre Militärbasen auf Zypern zu verlassen oder sich mit der Zahlung höherer Steuern begnügen müssen zum Betreiben derselben, ist noch im Raum der Spekulationen und wird gerade ein weiteres Thema auf der Agenda der zyprischen Politiker sein, die, ist zu vermuten, ihre Koffer für den ‚wohlverdienten‘ Sommerurlaub bereits gepackt haben könnten. Es gilt noch viel zu tun!

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Nachricht aus der Welt des Sports auf Zypern.

Die Europameisterschaft im Fußball ist noch unterwegs. Die Isländer haben sich zu fußballerischer Größe gemausert. Die Iren sind noch dabei, nämlich auf Platz 3 in ihrer Gruppe, die sie mit Deutschland unter anderen teilten. In Zypern und andernorts lässt so ein Sich-Mausern eines Kleinen zu einem Großen durchaus Hoffnungen aufkeimen.

Soweit den verschiedenen Sportzeitungen und Fernseh- und Radioberichten Zyperns (griechische Seite) entnommen werden kann, ist die Zeit der sogenannten Transfers der großen Clubs auf der Insel noch nicht abgeschlossen. Das soll zum 01. Juli der Fall sein.

Der 50-jährige Italiener Alfredo Kierigini hat ein Problem. Er ist Torwart und möchte einfach noch nicht aufhören zu spielen. 5 Jahrzehnte auf dem Platz verbracht, sozusagen. Kann sein, er ist der älteste Fußballer im Profifußball weltweit. Spielt bei San Marino und wartet auf seinen nächsten Einsatz – voraussichtlich eventuell gegen die zyprische APOEL im bevorstehenden Championslig-Spiel. Kiergini kommt ansonsten eher wenig zwischen die Pfosten: In der Saison 2014 – 2015, beispielsweise, war das der Fall für insgesamt 720 Minuten.

Im Gegensatz zu Kierigini scheint Herr Andreas Papacharalambous, der wenig jünger oder älter als Kiergini sein dürfte, demnächst dennoch seine Karriere gewissermaßen krönen zu können. Er wird Anfang Herbst nämlich voraussichtlich der Vorsitzende der Zyprischen Olympischen Kommission werden. Letzteres steht anscheinend bereits fest, obgleich noch einige grundlegenden Differenzen aus der Welt geschafft werden wollen, wie die mit der Zyprischen Organisation für Athletismus, dem Ministerium für Erziehung und Kultur sowie anderen Kontroll-Organen. Die ausgegebene Devise all dieser aufgezählten Parteien heißt jedenfalls: „Oli Masi“, also: alle zusammen!

Vor allem sind es auch Schwierigkeiten bei der Koordination der jeweiligen Provinzen des Landes, den Kadern, die Papacharalambous ins Haus stehen. Schließlich will – wie ja auch andernorts – gern jeder möglichst sein Süppchen zuerst zum Kochen bringen, das heißt: König sein.

Am 15. Juli, kaum, dass sich einige Spieler von den Strapazen der Europameisterschaft ausgeruht haben dürften, fangen offenbar die Spiele zur Europa-Lig an. Die zyprische Mannschaft Apollon macht sich jedenfalls schon fit und hat zuguterletzt doch noch das OK des polnischen Stürmers Arkadious Piech erhalten. Ob Nikou Kirsi von der Apollon mit dem „Ja, ich komme!“ des polnischen Spielers ein Flash in die Hand gelangte, wird sich wohl in der kommenden Saison erweisen. Jedenfalls haben die Gewinner des zyprischen Pokaltitels, die „Kipellouchon“, wie sie genannt werden, ihre Angriffsreihe, die aus zwei weiteren Spielern besteht – Maglitsa und Gi-Gi – nun erfolgreich zusammengestellt für die kommende Saison. Versteht sich, dass die Kipellouchon den zyprischen Pokal noch einmal holen wollen und sich natürlich auch in der Europ-Lig hervortun wollen, um Zypern auf der internationalen Fußballkarte unauslöschlich jedem endlich ins Gedächtnis zu spielen. Der neue Trainer, Pedro Manuel, bei der Apollon findet, dass Piech die Tor-Chancen geradezu riecht, was der Pole zwar zeitweise (2014) nicht so zeigte auf dem Platz allerdings bei der AEL, bei der er in den letzten drei Monaten spielte, durchaus. Apollon hat sich auch im Zentrum der Abwehr verstärkt, mit Edson. Edison ist kürzlich in Kolossi zum Training mit aufgelaufen.

Einer der aussichtreichsten Mitstreiter um den Titel oder den Pokal in der zyprischen Liga ist zweifelsohne die APOEL. Auch sie hat einen neuen Trainer, den Dänen Tomas Christianson. Bekanntlich ist die APOEL der international bekannteste Club Zyperns. Spielten bereits in der Championslig gegen Gegner wie die holländische Ajax, Barcelona und den französischen Club aus Paris St. Germain. Sie sind – wie Bayern in Deutschland – der Verein, der in Serie Erster der Liga ist.

Schon seit geraumer Zeit sind auf Zypern die Sportzeitungen voll mit Berichten darüber, ob der zyprische Nationalspieler Laifi vom Club Anorthosi nun nach Österreich wechselt oder doch ’nur‘ nach Athen zur AEK – vielleicht sogar in Zypern verbleibt. Dieses Thema wird hoffentlich demnächst ein Ende finden. Seitenweise wird und wurde darüber geschrieben und Nichts scheint sich zu bewegen. Apropos, die AEK hat gestern gegen die Balsan aus Malta 4:0 gewonnen. Was aber nichts weiter bedeuten soll. Es war lediglich ein Freundschaftsspiel.

Die zyprischen Schützen haben sich auf den Weg nach Aserbaidschan gemacht, wo vom 20. bis zum 29. Juni 2016 die Weltmeisterschaft im Schießen ausgetragen wird (ISSF). Sie haben scheinbar gute Aussichten, mit einer oder mehr Medaillen nach Hause zukommen. Die zyprische Organisation der Schützen namens SKOK wird mit 13 Sportlern in Aserbaidschan ihr Bestes geben – unter anderen: Adonis Milonas, Georgia Konstandinidou oder Kosta Pawlou etc. Der technische Leiter der SKOK ist Petros Kiritsis, der von der ISSF auch in die Technische Kommission der Schützen bei der ISSF ernannt wurde; Kostakis Xenofodos und Giannakis Irakleous wurden in andere Bereiche der ISSF vor Ort berufen.

Herr Bagdadis, der bekannteste zyprische Tennisspieler, die Nummer 9 in der Rangliste, ist in Nottingham angetreten – 30. Runde des ATP. Bislang ist der Stand der Dinge so, wird berichtet, dass Marko Bagdadis einen schlechten Start hinlegte. Er konnte den Amerikaner Sam Koueri nicht bezwingen.

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Zu viele ausländische Fußballspieler, die in Zypern unter Vertrag genommen werden. Die Jugendarbeit soll indes nicht all zu schlecht sein. Bleibt zu hoffen, dass die Letzteren dann auch ihre Chance bekommen, wenn sie so weit sein werden, in der Ersten Liga Zyperns zu spielen. Die angesprochene Angelegenheit ist meiner Meinung nach gut in der Türkei nachzuverfolgen. Die Verpflichtung von meiner Ansicht nach zu vielen Spielern aus dem Ausland führte dazu – bislang -, dass die Türkei bei internationalen Turnieren, sei es als Nationalmannschaft oder als Club, nicht mehr von sich ‚ruhmreich‘ Rede machen konnte.

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Rede des zyprischen Justizministers Herrn Ionas Nikolaou

Die Rede hat das Press and Information Office of Cyprus netterweise zur Verfügung gestellt am 16. 06. 2016. Für all diejenigen, die daran interessiert sind zu erfahren, wie der Export der Republik Zypern aussieht, folgt nach der Rede zur Sicherheitslage – ebenfalls von der Press and Information Zyperns bereitgestellt – der Hinweis auf die entsprechende Webseite, wo diese Info abgerufen werden kann.

Der Sommer hat nun definitiv eingesetzt, der zyprische Sommer. Der Wind ist so heiß wie die Luft unmittelbar vor einem Backofen. Schlafen auf den Balkons ist daher angesagt. Stechmücken gibt es dank Chemie wenige. Man kann es also wagen, ohne Decke im Freien zu liegen?

Die sicherste Variante indes ist das allerdings nicht!

“ Your Excellencies,

Parliamentary Parties Representatives,
Honourable President of the Union of the Cyprus Communities,
Chief of the National Guard,
Representatives from the UN, the FBI, EUROPOL, CEPOL, S.S.C.A.T., SBA Police, and Microsoft,

Distinguished Guests,

Ladies and Gentlemen,

It is with great pleasure that I address today’s international conference, on behalf of the President of the Republic, Mr Nicos Anastasiades, entitled “Counter-terrorism policies for Law Enforcement: International and Comparative Perspectives”. The conference, under the auspices of the President of the Republic, is organized by Cyprus Police with the participation of experts on terrorism issues.

Taking the opportunity, I would like to address a warm welcome, to the speakers of international status, who have travelled to Cyprus in order to share with us their knowledge and expertise, in a period of worldwide concern, as well as to the representatives of parliamentary parties, the foreign diplomatic missions’ representatives and the representatives of public services, for their presence here, today, demonstrating the state and European concern and alertness, in combating the terrorist threat.

The atrocious images of terrorist acts transmitted on a daily basis on our screens are shocking: the bloodshed in our neighboring countries, the nearly everyday attacks in Turkey, the recent attacks in the heart of Europe. Their aim is to impose terror and panic through murdering, bombing attacks or other terrorist acts and the killing of as many human lives as possible.

The terrorist propaganda evolving successfully through the social media has two targets; to attract more susceptible and prone individuals to enter well-known terrorist groups, and also to spread panic and insecurity amongst citizens. Unfortunately, the terrorist propaganda has succeeded its goal to some degree.

The threat does not only derive from the well-organized terrorist groups and their core, who have connections all over the world, but also from the “lone wolves”, who inspired by the terrorists’ call commit with any means they have, smaller-scale attacks, yet with losses and symbolism of the same degree.

Dealing with terrorism is one of the highest priorities set by this Government. Cyprus is fully aware of the asymmetric terrorist threat and dangers deriving from its geographical position, of the fact that it is close to war zones, of the activities of European and non-European foreign fighters, as well as of the presence of western and other foreign interests in Cyprus.

Although Cyprus does not confront the same size of the problem other EU member states have to deal with, we cannot overlook the fact that from 2012 to 2015, we had two convictions in Cyprus concerning cases linked to terrorist offences.

For this reason, we have moved on to design our Strategic Planning in the EU and UN frameworks, aiming at protecting the state and our citizens from this threat and at contributing as much as possible in the international effort to combat terrorism. The materialization of the national strategy is based on intergovernmental cooperation and its goal is to prevent radicalization, to protect the crucial premises and targets prone to terrorist attacks, to suppress and prevent on an early stage the terrorist plans, and to effectively prosecute law offenders. Another goal is to react and recover immediately after a terrorist act.

The exchange of information relating to suspect individuals, both amongst the national security authorities and amongst the security authorities of other states, should continue to be at the center of our efforts. Terrorism is a cross-border crime and the greatest possible coordination is needed in order to fight against it. Thus, we must put every possible effort to reinforce our cooperation in order to have the wishful outcome.

At this point, I would like to refer to the significant work accomplished by Europol and to the efforts that it undertakes for the maximum exchange of information, the co-operation, and also the co-ordination of member states, to combat this common threat.

Within this framework, we should also emphasize the importance of the correct use and maximum utilization of all available electronic databases and communication channels, showing at the same time, absolute respect for the protection of personal data and the safeguarding of human rights.

Of course, the information exchange and the co-operation should not only be limited with other member states. Cyprus has also developed collaboration on information exchange with countries outside the European Union, and specifically with neighboring countries such as Lebanon, Egypt and Israel, in order to deal with the common challenges posed by terrorism. Additionally, it has expanded its co-operation with strategic partners such as the USA, which besides the exchange of information, includes the provision of expertise, the exchange of best practices and joint training programmes and exercises.

In the framework of the measures taken to combat the increased threat of terrorism which has risen in the European Union as well as in Cyprus, especially in the aftermath of the terrorist incidents in Paris and Brussels, Cyprus, has implemented on a national level upgraded security measures at critical infrastructures, at targets, ports, marinas, airports, checkpoints and along the buffer zone, which are prone to terrorist attacks. These measures are evaluated on a regular basis and in accordance with the threat level assessment.

Additionally, the security authorities have ensured that the owners of possible targets such as places of entertainment, hotels and large shopping centers are alert, so that early intervention is reinforced when dealing with an incident.

As part of this effort, approximately 700 private security guards have been trained, while further training programmes are planned for members of local communities. These programmes will be led by Police Officers – Members of the Community Policing – a manner of policing that plays an important role in the prevention of crime and radicalization.

Undoubtedly, any efforts to combat the threat of terrorism are, inextricably linked to the prevention of radicalization. Our efforts should focus on vulnerable categories of individuals, and for this reason we have raised the awareness of frontline personnel, in services such as the Ministry of Education and Culture, the Social Welfare Services and the Prisons Department. The aim is to increase the vigilance of the relevant authorities for the identification of radicalized persons, but also to provide support to vulnerable individuals. I would like, at this point, to stress the significant skills acquired by the personnel of the above mentioned services, through their participation in programmes such the “Radicalisation Awareness Programme” and the S-SCAT seminars, through which they are being informed about best practices followed in other states.

Furthermore, being fully aware of the important role of local communities and civil society organizations, we have approached them through the Volunteer Commissioner, aiming at working together with them and coordinating for the development of programmes and actions that fight the rhetoric of hate, discrimination, xenophobia and racism which are likely to lead to radicalization phenomena. This aim is of course being fulfilled with the contribution of the Community Policing, which in recent years has been significantly upgraded and strengthened, as we have recognized the advantages that stem from having a close and direct relation with the citizens, not only for policing purposes, but also in order to raise their feeling of security.

On the occasion of today’s conference, I would like to send the message that the security authorities of the state, are and will remain alert, taking all necessary security measures, which are constantly being assessed, so that they are consistent with the levels of danger for terrorist acts. The development and continuous evaluation of the antiterrorist policy is one of the highest priorities of this Government, which is ready to take all necessary decisions, regardless of cost, so that the security of our country is strengthened to the highest degree possible, as part of an ongoing process.

To conclude with, I am certain that this conference will provide an additional opportunity to exchange views, experiences and best practices in the field, and also to reach conclusions that can be used in the immediate future.“
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„The Statistical Service of Cyprus announces that it has published the new monthly electronic publication “Intra-Extra E.U. Trade Statistics (by commodity and country)”, for January-March 2016. It includes detailed quantity and value data on imports/arrivals and exports/dispatches of domestically produced goods and foreign goods classified by the sixth digit commodity code and by partner country.

The monthly electronic publication “Intra-Extra E.U. Trade Statistics (by commodity and country)” for January – March 2016 is available for download free of charge from the website of the Statistical Service http://www.mof.gov.cy/cystat, under the section “Publications”.“

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Die ersten 20 Minuten des Spiels Türkei – Spanien lediglich angesehen. Die Herren Spieler vom Bosporus haben sich nicht schlecht präsentiert. Dennoch denke ich, dass Spanien irgendwie – ungefähr so wie Italien – zumindest ein Tor geschossen haben dürfte gegen Die unterm Halbmond. Als dieser Artikel fertig gestellt war, habe ich masochistischer Weise doch noch im Netz das Ergebnis nachgesehen: 3:0 Klatsche. AUAH. Drei Kinder pro Ehepaar zumindest hatte der Präsident doch angeordnet, aber eine 3 zu NULL Klatsche? Ob Receb Tayyip Erdogan gut schlafen kann in diesen Tage, ist nicht herauszufinden. Schließlich ist er ein begeisterter Fußball-Fan und es kursieren genügend Videos im Netz, die ihn in Aktion als Fußballspieler zeigen – mit den seltsamsten Kommentaren und in den wunderbarsten Posen. Wir werden es wohl demnächst an seinen – nennen wir es – politischen Reaktionen erkennen können, ob das voraussichtliche, inzwischen bestätigte Versagen der türkischen Mond-Sterne (ay yildizler) – nationalen Fußballmannschaft der Türkei politisch indirekt zuschlägt. Schließlich ist nun Ende Juni 2016 und Herr Präsident Erdogan hatte ja angedroht, etwas zu tun, was den Europäern der EU nicht gefallen dürfte in Sachen Flüchtlingsdeal, wenn seine Untertanen nicht wie jeder Europäer der EU in derselben sich ebenso frei bewegen dürfen. Hoffen wir also, dass die Türkei ins Achtelfinale kommt? Ich glaube insbesondere im Osten und Südosten der Türkei dürfte der Bevölkerung, die stellenweise über 6 Monate mit einer Ausgangssperre leben ‚darf‘, ziemlich am hinteren Teil der türkischen Flagge vorbei gehen, ob die Nationalmannschaft zu unwiederbringlichem Ruhm sich aufspielt oder nicht. Die darben dort. Die sind im Krieg, beschossen vom eigenen Staat. Denn nicht alle dort sind „Terroristen“. Aber alle, ungefähr so wie die nun eventuell wirklich gebannten russischen Sportler, werden in eine Art Sippenhaft genommen von Ankara. Die Türkei ist kein sicherer Urlaubsort. Wer sich darauf verlässt, spielt eventuell so, wie die türkische Nationalelf in Frankreich – auf gut Glück?!

Europa dürfte sich demnächst herausgefordert sehen, wenn die Regierenden in der Türkei in Richtung EU politisch ausholen, wie angekündigt, oder wird gezwungen sein, ihr Gebiss einlegen zu müssen, denn diese/r europäische Tiger/in erscheint ja eher zahnlos bislang.

Es dürfte schwer sein, einen der Mitstreiter in der Gruppe D bei der Europameisterschaft davon zu überzeugen, etwas schlechter zu spielen. Vielleicht müssten die Dopingkontrollen der Mannschaft/en etwas lockerer betrieben werden? Schließlich ist Sport Politik und Politik ist Sport, nicht Spott, oder?

Das Dopen will man nun ja mit der Sperre für russische Olympioniden aus der Welt schaffen. Die derart Gebannten sollten eigentlich froh sein, dass sie sich der Sika-Gefahr nicht auszusetzen brauchen. Es ist schon verwunderlich, wie schnell diese Gefahr plötzlich keine Gefahr mehr sein soll in Brasilien.

Money makes the world (Olympiade) go round?

Gewiss ist da was dran.

Die Russen haben also einen harten Stand in der Welt. Müssen immer die Bösen abgeben. Die Armen.

Hier auf Zypern finden sie indes noch recht positiven Zuspruch. Meines Wissens sind die Russen diejenige Nationalität derzeit, die die zyprische Staatsbürgerschaft am meisten abgreift, wenn man so – etwas abschätzig mags klingen, sorry – sagen darf. Danach kommen auf der Liste derjenigen, die das tun, glaube ich, die Rumänen und dann verwunderlicherweise die Briten. Das heißt, die ehemaligen, ‚immer-noch Kolonialisten‘ sichern sich bereits vorsichtshalber ab in Sachen Brexit. Wahrscheinlich lässt sich dann als britischer Staatsbürger leichter für den Austritt aus der EU stimmen. Es ist immer gut, wird gesagt, noch eine Option in der Hinterhand zu halten. Die Briten haben das über die Jahrhunderte gelernt, wahrscheinlich sogar perfektioniert.

Die Franzosen sind da nicht ganz so geübt in dieser Angelegenheit. Irgendetwas scheint sie an der Ausübung dieser Kunst zu hindern. Vielleicht ist es ja letztendlich doch ihre Kontinentallage, die entweder zu viele oder zu wenige oder vielleicht nicht immer klar erkennbare Optionen auswählen lässt. Jemand, der auf einer Insel lebt und aufwächst, sieht die Dinge um sich eben ganz anders – klarer. Das sagt man ja auch von Menschen, die aus einem Tal stammen oder von richtig hohen Bergen abstammungsmäßig kommen.

Im Tal der anscheinend heroischen Erinnerungen fand sich am 16. Juli auch die AKEL-Partei auf Zypern wieder. Es sei der Tag gewesen, an dem man – gerade mal entstanden als Partei der kommunistischen Genossen in den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts – entschieden hatte, sich mit Waffen und allem, was so dazugehört, aktiv am Kampf gegen die britischen Kolonialisten zu beteiligen. Gesagt, getan!

Viele Freiheitskämpfer ließen ihr Leben, deren Überreste teils heutzutage noch beerdigt werden, weil die von einer Kommission Ausgegrabenen anschliessend an die Familien zurückgegeben werden. Das Ergebnis des ruhmreichen Kampfes von einst ist uns ja bekannt: eine praktisch zwei- oder dreigeteilte Insel. Kommt auf die Sichtweise an.

Inwieweit Russland, seinerzeit Sowjetunion, in diesem Entscheid der damaligen AKEL-Führung beteiligt gewesen ist oder gewesen sein soll, muss in irgendwelchen Quellen stehen, die aber noch immer nicht zugänglich sind. Bei den Quellen, die das Wirken der sogenannten Faschisten um Grivas und Samson angehen, ist jedenfalls gewiss, dass bislang noch kein Wissenschaftler darauf zurückgreifen darf, um endlich mal die „Wahrheit“ zu berichtigen – also die Wahrheit über die Abläufe der Auseinandersetzungen zwischen Griechen und Türken und Griechisch/Türkisch-Zyprer. Diese Unterlagen liegen gut verschlossen in Athen und Nikosia, wurde gestern von Professor E. Solomou referiert, der sich mit der zyprischen Geschichte, wie er sagte, wissenschaftlich beschäftigt. Was er da gestern im Fontana-Salon des Hilton Hotels von Nikosia von sich gab, eingeladen vom Rotary, war allerdings ziemlich gedopt. Anscheinend waren seine beiden Vorträge davor, die den Zeitraum von 1878 bis 1960 umrissen, wesentlich detaillierter und kenntnisreicher. Nicht etwa, dass Herr Professor keine Kenntnisse hatte über die Abläufe von 1960 bis 2016, wie angekündigt. Viel eher scheint er sich zu zieren, den wissenschaftlichen Stand der Dinge in der Öffentlichkeit preiszugeben, den er allerdings vorgibt, zu vermitteln. Denn er weiß selbstverständlich vom kursierenden Narrativ, welches wenig bis zuweilen gar nichts mit den einstigen Tatsachen zu tun hat auf Zypern – also politisch und daher ideologisch gefärbt ist.

Und so musste sich der Prof. beim Dopen seiner geschichtlichen Darstellungen ausgerechnet von einem anwesenden Rechtsanwalt berichtigen lassen. Denn der Vortragende hatte so in etwa erzählt, dass das Rathaus in Nikosia kurz vor 1974 geteilt wurde, weil die Türken mal wieder Angst gehabt hätten, nicht zur Genüge an der Macht beteiligt zu werden. Und dass doch alles genau so, wie es von den Griechischzyprern seiner Zeit getan wurde, eh in der damaligen Verfassung des Landes festgelegt worden war, also die Türken daher sich unanagebrachter Weise benachteiligt fühlten und dass die Verfassung außerdem in Gänze den Zyprern von äußeren Kräften auferlegt worden sei.

Eine sonderbare Position, dachte ich. Denn dass die griechisch-zyprische Seite sehr wohl die Entscheidungen im Lande an sich rissen damals, indem die Türkischzyprer immer weniger bis gar nicht daran einbezogen wurden, ist nun mal eine Tatsache und kann auch nicht damit gerechtfertigt werden, wie der Prof. es versuchte, dass die Türkischzyprer doch eh nicht zur Genüge die geeignet ausgebildeten Leute gehabt hätten, um derartig hochstehendem politischen Entscheiden folgen zu können; bzw: eh mit 30% Mitspracherecht übervorteilt worden seien von den Engländern, wo den Türken doch eigentlich von ihrer damaligen Bevölkerungszahl her lediglich so um die 18% zugestanden hätten.

Herr Rechtsanwalt korrigierte und – zu meiner Verwunderung – ließ wissen, dass es so nicht gelaufen wäre, wie dargestellt, sondern vielmehr hätten die Griechischzyprer die Prozesse damals (wie eigentlich auch heute immer noch) ständig herausgezögert und zeitlich nach hinten verlegt, sodass keine Handlung oder kein Entscheid irgendwie abgeschlossen oder durchgeführt werden konnte, woraufhin man letztendlich, um nicht – schon wieder – total zu kollabieren tagespolitisch, beschloss, die Rathäuser aufzuteilen: eines im Norden und eines im Süden.

Der ehemalige Bürgermeister Lellos Dimitriadis, den ich nach dem Vortrag Herrn Solomous zum Interview geladen hatte bei sich zu Hause, wollte auf dieses Thema (Aufteilung des Rathauses von Nikosia) einfach nicht einsteigen – obgleich ich ihn zweimal darauf ansprach. Dafür erzählte er aber andere Anekdoten aus seiner über 30-jährigen Amtszeit und meinte unter anderem: „Man muss diese Leute in der griechischzyprischen Regierung mit „fait acomplie“ nehmen, also mit vollendeten Tatsachen schlagen. Und sogleich ließ er wissen, dass er dieses Konzept bei der Erneuerung des in Zypern berühmten Famagusta Gate sowie bei einer unterirdischen Garage angewendet hatte. Die Garage liegt unweit des heutigen Check-Points auf griechischzyprischer Seite der Ledra-Straße.

Überhaupt ist Herr Lellos, wie er genannt wird und genannt werden mag, noch immer rüstig mit seinen über 80 Jahren. Er wohnt in einem von außen unscheinbaren Anwesen, dessen gediegener Reichtum und Schönheit sich dem Besucher erst beim Betreten des Grundstücks erschließt. Seine Frau Olga hatte ausgerechnet gestern eine Tinnitus-Störung im Ohr erhalten mit Unwohlsein gepaart, sodass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. Keiner weiß, was der Grund dafür ist. Dennoch war Herr Lellos so nett, das Interview, welches über eine Stunde ging, zu machen. 30 Jahre stand er Nikosia vor als Bürgermeister und scheint, wie bereits im Artikel zu Herrn Harmanci hier auf Zypernundmehr-News geschrieben wurde, mit dem heutigen Präsident des Nordens, Akinci, wirklich gut zusammen gearbeitet zu haben. Bei den Wahlen ins Bürgermeisteramt habe er praktisch kein Geld ausgegeben für Werbung, denn die Leute hätten ihn geliebt, wovon er heute noch zehrt, wenn er durch die Straßen gehe. Er als ausgebildeter Anwalt (Barrister) musste seinerzeit Präsident und Erzbischof Makarios, der ihn zum Bürgermeister ernannt hatte die ersten beiden Amtszeiten, ohne jemand anders eventuell nach einer Meinung darüber gefragt zu haben, klar machen, dass er „illegitim“ Bürgermeister der Stadt Nikosia geworden sei mit der Berufung, da sein Haus, in dem er noch immer wohnt, nicht im Stadtbereich Nikosias liege. Das Gesetz schreibe nämlich vor, ließ er die verwundert dreinblickende Eminenz wissen, dass ein Bürgermeister in der Stadt wohnhaft sein muss, für die er arbeitet. Also erweiterte der Erzbischof kurzerhand das Viertel, in dem Herr Lellos wohnt, woraufhin das andere Viertel namens Strovolos einen kleinen Teil seines Grund und Bodens verlor.

So einfach war die Welt zu ordnen einst.

Niemand wagte, dem Präsidenten und Erzbischof in einer Person, Makarios, in irgendeiner Sache zu widersprechen. Er war auch noch der Vertreter Gottes auf Erden!

Beide, Akinici und Dimitriadis, waren damals also Bürgermeister Nikosias: Nord und Süd. Herr Lellos wiederholte mir gegenüber gestern, man müsse „Die da“, damit meint er die Herren und Damen im Parlament, „austricksen“, also dopen. Anders komme man nicht zu seinem Ziel. Offenbar ist die Verwaltung und die dazugehörige Bürokratie in Nikosia (Nord sowie Süd) noch haarsträubender als in Damaskus, Kairo oder Berlin.

Eine Randbemerkung, die Herr Lellos, darauf angesprochen, machte, hat ihn mir wirklich sehr sympathisch werden lassen, war, dass seine frühere Hausangestellte, damals ein Mädchen aus dem Troodos, die im Haus über 40 Jahre tätig war, auf eigenen Entscheid ihrerseits noch immer bei ihm im Haus lebt und sich ihren Alterssitz sozusagen bei ihrem früheren Arbeitgeber eingerichtet hat, einrichten konnte und noch immer einige Arbeiten verrichten will. Gegensätzlich hört man leider zu oft von haarsträubenden Geschichten, in denen Haushilfen aus Asien nicht nur auf Zypern wie menschliche Werkzeuge oder dergleichen angesehen und benutzt werden.

Herr Lellos spricht davon, schon in ungefähr 2 Monaten ein Buch auf Griechisch und ein weiteres etwas später auf Englisch auf den Markt zu bringen. Wir dürfen gespannt sein. Auch daher war er sparsam mit Anekdoten aus seiner Amtszeit. Das eine der Bücher befasst sich nach seinen Angaben ausführlich mit den kooperativen Politiken, die er einst mit Herrn Mustafa Akinci aus dem Norden, dem heutigen Präsidenten Nordzyperns, verwirklichte. Er wolle sich nicht zu positiv über diesen Politiker äußern, da dies Akinci schaden könnte.

Beim Interview dopte Lellos Dimitriadis mit echtem Pfefferminztee, süßen „Ladyfingers“ (Nussmasse eingewickelt in gebackenem Teig und Honig) und viel Herzenswärme eines gereiften Mannes und zufrieden mit sich selbst Zurückblickenden in gemütlich eingerichtetem Arbeitszimmer, das irgendwie Freude am Leben und Schaffen widerspiegelt: Lernen durch Tun, etwas aufbauen kooperierend und Leben und leben lassen und MEHR, scheint seine Devise eventuell für alle Lebensbereiche zu sein!

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Ein „ökonomisches Protokoll“ wurde zwischen Nordzypern und der Türkei letztens unterzeichnet, als der neue Ministerpräsident der Türkei, Herr Yıldrım, seinen Amtantrittbesuch in Nikosia-Nord traditionellerweise machte. Das Protokoll beinhaltet eine Privatisierung des Yachthafens von Girne oder Kirenia. Wer das Objekt kennt, weiß, dass das nicht nur Griechischzyprer verärgern dürfte, wenn so ein Protokoll mal schnell unterzeichnet wird. Der Yachthafen ist in etwa vergleichbar mit dem Kudamm in Berlin, also einem Ort, der viel Identifikation stiftet und einen gewissen Charme und eine ‚ganz besondere‘ Geschichte hat.

Überhaupt ist es so, dass sich auch viele Türkischzyprer gegen die seit 1974 laufende verborgene Vereinnahmung des Nordens der Insel durch die Türkei wehren – und in der Ära Erdoğan geht diese Vereinnahmung inzwischen eindeutig zu weit. Denn sie – wie die Vorfälle in der Türkei zeigen, wo Erdoğan beginnt, Frauen öffentlich zu verunglimpfen, die keine Kinder gebären oder von der Anzahl her nicht genügend, nämlich mindestens drei – können sehen, dass sich am Bosporus unübersehbar und verborgen geradezu ein zweiter Ayatollah auftut, den jeder Lebensbereich seiner Untertanen zu interessieren scheint: Erdoğan Pascha, der Verborgene.

Sein zuvor geschilderter verborgener Griff in den Privatbereich der Türken, sollte man denken, müsste doch eigentlich genügen, um die meisten der türkischen Bevölkerung sich endgültig von Erdoğan und seinen Schergen offen abzuwenden.

Jedenfalls hat der türkische Ministerpräsident Binalı Yıldrım Dokumente unterzeichnet auf seiner Stippvisite in Nikosia-Nord, die bislang etwas verborgen auf Eis gelegt waren. Finanz- und stellvertretender Ministerpräsident Serdar Denktaş aus dem Norden Zyperns ist indes zuversichtlich, dass diese Sache vom Parlament durchgewunken wird – vielleicht gerade durchgewunken worden ist? Herr Denktaş ist wie sein seliger Herr Vater, Rauf, halt ein, wie soll ich ihn nennen, ein verborgener türkischzyprischer Platzhalter der Türkei in der Politik der türkischzyprischen Insulaner.

Der ehemalige Präsident des Nordens, Ali Talat von der CTP, zeigte sich offen empört darüber – nicht so Mustafa Akıncı, der jetzige Präsident auf Nordzypern, der verdeckt operiert. So soll der Hafen von Girne also bis 2018 vorerst, wie aufgezeigt, gemanaged werden; und weil man wohl gerade dabei war, hat man auch noch schnell die Angelegenheit mit der Wasserzufuhr aus der Türkei in Form einer Pipeline, die durchs Meer verlegt wurde, in das ‚ausgehandelte‘ Protokoll mit aufgenommen, damit nichts verborgen bleibt. Dem nicht genug, soll ab 2017 die nordzyprische Form der deutschen Telekom sowie das Elektrizitätswerk nach Maßgabe des genannten Protokolls ebenfalls privatisiert werden.

Also sind – mal wieder – die Gewerkschaften des Nordens auf der Palme, demnächst wahrscheinlich in etwa so, wie gerade die in Frankreich. Wahrscheinlich warten sie noch im Verborgenen einen geeigneten Zeitpunkt ab, um dann Müll und dergleichen nicht mehr wegräumen zu lassen: Streik!

Versteht sich, dass mit der Unterzeichnung des Protokolls auch die Fischer in Girne in Mitleidenschaft gezogen werden. Keiner weiß, was darin verborgen womöglich noch kommen wird. Unsicherheit greift um sich im Hafen. Die Fischer aus dem Norden rufen ihre Regierung eh schon seit Längerem dazu auf, endlich ihre Fischgründe besser abzusichern. Türkische Fischfangkutter würden immer wieder unter dem Vorwand, es sei eine Maßnahme um sich vor Unwetter und dergleichen zu schützen, in nordzyprischen Gewässern unterwegs sein – und zwar ganz verborgen zum Fischen.

Die sogenannte 12 Milen-Zone wird also mit aller Regelmäßigkeit von türksichen Fischern des Festlandes höchst unverborgen überschritten.

Überhaupt neigt die Türkei in letzter Zeit auffällig zu Überschreitungen: sei es die zuvor genannte des Präsidenten, der Frauen, die keine Kinder haben oder haben wollen zu halbwertigen Mitbürgerinnen disqualifiziert, oder sei es, dass Erdoğan, offensichtlich von seiner Mission als Obersupermuslim getrieben, nach den Vereinigten Staaten fliegt, um an der Beerdigung Muhammad Alis teilzunehmen und die Grenze des Anstandes ganz verborgen reißen will, nämlich Politik und islamistische Propaganda am Grab des ehemaligen Boxers zu machen; und als das nicht gelingt, bleibt er mickrig, ja auf lächerlicherweise der Beisetzung Alis fern und fliegt wie eine beleidigte Leberwurst ans östliche Mittelmeer zurück, ohne auch nur ein weiteres, einigermaßen wichtiges Gespräch geführt zu haben, ohne den Versuch zu unternehmen ’sein Ding‘ irgendwie gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

Der türkische Steuerzahler, der bezahlt es ja, die verursachten Spesen in den USA. Der ist anscheinend derart Führerhörig inzwischen, dass Kritik niemand mehr zu erheben wagt an solch königlich-gleichem Gebaren.

OK, im Nahen Osten haben die Leute offensichtlich allgemein was in dieser Richtung zu laufen. Wie ja auch der englischsprachige Ecconomist Ende Mai 2016 schrieb. Doch die Türkei hatte immerhin Atatürk und eine Phase zwischen dem eben Genannten Präsidenten der Türkei und Erdoğan, in der doch eigentlich genügend Zivilcourage des gemeinen Bürgers hätte entstanden sein müssen, um sich derart feudales Gehabe eines osmanischen Träumers nicht noch einmal aufs Brot streichen zu lassen. Wahrscheinlich täuscht man sich da?!

Hurra, und da geht die zyprische Version des osmanischen Traums einiger Leute irgendwie gleich weiter im Norden Zyperns und deren Vorstellung von einer Moderne. Denn das vermeintlich „größte Projekt“ – was könnte es auch anderes sein als das größte – wird – mal wieder – entlang der Küste angefangen. Man hat sich dazu den „heiligen Monat des Ramadan“ auserwählt.

Wie schön. Ach, wie fromm.

Wir freuen uns jetzt schon auf noch mehr Beton und tolle, auf luxeriös machende oder getrimmte Gebäude und dergleichen, die möglichst nur von Menschen mit viel Geld in der Tasche betreten werden können und versteht sich, wo die Strände dann schon mal gar nicht mehr von Jedermann betretbar sein werden. Immer weg damit, also mit dem öffentlichen Raum und womöglich den Brutplätzen irgendwelcher Vögel und Schildkröten. Das Metall am Arm oder um den Hals einiger Leute will schließlich ALLEINE auf weiter Flur von der Sonne beschienen sein. Ganz nach dem griechischen Philosophen – dessen Name zu nennen oder zu wissen, ist doch eigentlich gar nicht mehr so wichtig bei so viel Glanz -, der sich auserbat gegenüber Alexander dem Großen: „Gehet mir aus der Sonne!“

Jedenfalls wird Geld in das zuvor genannte Projekt gepumpt, schätzungsweise von den immer selben Verdächtigen. In Çatalköy werden es angeblich über 4.5 Millionen TL sein. Ach ja, angeblich sollen Fahrradwege und viel Grün und dergleichen ausgebaut werden.

Hört sich gut an.

Wollen wir mal sehen, was am verborgenen Ende dabei herauskommt und wer ganz offen davon nutznießen darf oder soll. Involviert als Sponsor oder Finanzier ist die sogenannte „Türkische Hilfsdelegation“. Letztere wird so in der Cyprus Today Wochenzeitung aus dem Norden genannt. Diese Delegation ist so verborgen im Netz, ich kann die nirgends auffinden unter diesem Namen im Türkischen. Es wäre nämlich interessant, zu verstehen, ob eine Stiftung dahinter steckt und dann welche? Ist es womöglich eine gekoppelt mit einer religiösen Stiftung der Türkei oder ist diese anders geartet: ökologisch, unternehmerisch etc.

Das Festival in Lapta fällt dieses Wochenende aus. Der „Funfair!“ No money!

Die Öffentlichkeit im Norden ist gewarnt worden, Kinder und Tiere möglichst im Hause zu halten. Es wurde Gift gegen Ratten, Mäuse und andere Störenfriede ausgelegt auf den Feldern und in den Dörfern etc.

Das Internationale Esentepe Aprikosen-Festival hat aber erfolgreich stattgefunden.

Frauen des Nordens werden aufgerufen, sich unter der Telefonnummer 0533 842 0089 zu melden, auch ohne Vorkenntnisse und möglichst jung, um Fußball-Spielen zu lernen. Das Damenfußballtraining findet in Alsancak stets Dienstags ab 19 Uhr statt.

Irgendwie schafft man es nicht, die Wasserqualität des Wassers mit dem Wasser, welches aus der Türkei in Nordzypern ankommt, zu erhöhen. Es gibt anscheinend einen elektrischen, ganz verborgen operierenden Ausfall irgendwo in der Leitung, im System. Der müsste jetzt eigentlich schon behoben sein. Eine Woche ist inzwischen vergangen. Das Wasser aus der Türkei konnte daher nicht in das Wassersystems des Nordens aufgenommen werden.

Wie hier bereits berichtet wurde, wird der Bürger im Norden mit einer Erhöhung seiner Wasserrechnung rechnen müssen. Nicht alle sind begeistert von dem Umstand, dass das Wasser aus der Türkei in den Norden Zyperns fließt. Man sieht die verborgenen Abhängigkeiten, die sich da eventuell demnächst schon ganz offen mit auftun.

4 Männer wurden beim Fleischschmuggel aus dem Süden in den Norden erwischt. Sie zahlten 10.000 TL und waren dann wieder auf freiem Fuß.

Ein Student an der Near East University hielt die Polizei auf Trapp. Er hatte gedroht, sich von einem Gebäude herunterzuwerfen. 10. Stock. Er muss Probleme mit einem Gerichtsentscheid gehabt haben.

Immer wieder werden illegale Bauvorhaben gestoppt im Norden. So auch mal wieder in Alsancak und Çatalköy. Es bliebt – wie auch im Süden – nicht aus, dass mit aller Regelmäßigkeit jemand verhaftet wird, dem Schmuggel mit Antiquitäten nachgewiesen wird. Zypern ist voll mit dieser Ware. Man muss ’nur‘ zugreifen!

Und zuletzt: Der Lions Club hat dem Akçiçek Krankenhaus in Girne oder Kirenia ein Ultraschallgerät gespendet, welches einen Wert von 4.500 TL haben soll. Eine Euro steht derzeit so in etwa bei 3.3 TL.

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Ach, wollen wir doch den Goldenen Norden Zyperns nicht so vernachlässigen.

Also wirklich!

Geht doch nicht.

Andauernd!

War vor kurzem mal wieder drüben.

Hört sich an wie einst, als ich als nach Ostberlin rüber ging: “drüben!”

Ja, im Stadtzentrum von Nord-Nikosia war ich lediglich. Eine oder zwei Hosen für den Rest des Sommers wollten gekauft werden, vielleicht noch in eine Bücherei aufsuchen, vielleicht was Essen hinter der Moschee, die einst eine Kirche war, und dann womöglich noch in jemanden reinrennen, den oder die ich schon länger nicht mehr gesehen habe. Solche Zufälle soll es ja auch auf Zypern geben, vielleicht besonders im Norden Zyperns. Doch Letzteres blieb mir ‘erspart’.

Mehr oder minder die gleiche Hose, die uns auf dem Weg zur Kirche im Bazar zu 33 Euro angeboten wurde, bekamen wir zurück auf der Hauptstraße in Nord-Nikosia unweit der Tekke der Derwische zu 12 Euro. Der gleiche Stoff, importiert aus der Türkei und wirklich gut sitzend. Was will man mehr. Es lohnt sich also, sich umzusehen.

Noch vor nicht all zu langer Zeit konnte im Bazar billiger eingekauft werden als in der Hauptstraße. Das scheint sich geändert zu haben.

Viele leerstehende Geschäfte überall sind zu beklagen. Das Viertel zwischen Girne-Kapi und dem Grenzübergang Ledra Straße ist die Gegend in Nikosia-Nord, die ich gewiss am besten kenne drüben. Schließlich habe ich dort Monate gelebt vor ein paar Jahren. Da war alles noch lebhafter. Viel mehr Festlandtürken, die zwar von den Griechischzyprern nicht gern gesehen werden, dem Norden Nikosias aber einen wirklich interessanten Flair verpassten damals – zumindest aus meiner Warte. Jetzt scheinen die Straßen dahinzusiechen. Kann ja sein, dass abends mehr Rambazamba ist. Ich spreche vom positiven Rambazamba, also von Leute auf den Sraßen, Flaneuren, Restaurants und Cafes offen mit vergnügten Menschen, Theater, Kino eben von dem, was einen – sagen wir – gelungenen Abend zu konstruieren hilft.

Mehmet Harmanci ist einer der auch was konstruieren möchte. Zusammen mit Konstantinos Giorkadjis. Der Name des Ersteren führt mich unweigerlich in einige in der Sommersonne Berlins verbrachten Tage in der Hasenheide zu Neukölln. Als Türkischsprecher ist es eigentlich schon fast ein MUSS, sich dort hin und wieder einzufinden. Für mich war es stets so, dass dort unter einem riesigen Baum unweit der Cafeteria im Park immer überraschenderweise uralte Bekannte aus allen möglichen Lebensläufen mit Türken oder Kurden in Berlin meinerseits wiedergetroffen werden konnten: mal waren sie abgestürzt, mal verheiratet oder geschieden, mal reich geworden, keiner aber war so, wie ich ihn – weniger sie – in Erinnerung hatte; auch wenn wir uns anfänglich immer wieder darauf einigten – aus Höflichkeit, nehme ich an -, dem anderen jeweils zu versichern, dass er sich doch gar nicht, aber auch wirklich nicht ein bisschen verändert habe:

Du bist überhaupt nicht alt geworden!”

Dann kam oft das in der Türkei sehr bekannte Lied über die ersten grauen Strähnen im Haar oder andere, sag ich mal, sprachliche Automatismen.

Doch was ich eigentlich erzählen wollte im Zusammenhang mit der Hasenheide, ist die häufige Erwähnung des Wortes “harman” bei den Männern dort unter dem riesigen Baum, die fast immer und fast nur Karten spielten: “elli bir”, also 51. So heißt das Spiel, welches sie spielen oder eine Ableitung davon, deren Namen mir jetzt nicht mehr einfällt. Ich glaube, es kann mit “versenken” übersetzt werden: pisli (das s muss als sch gesprochen werden). Doch sollte die Übersetzung nicht zutreffen, dann … .

Viele Türken, meistens Renter und Langzeit-Arbeitslose, Kranke, kamen und kommen da also so um die Mittagszeit und selbstverständlich danach an, und zwar harman.

Oh großer Bruder, ich bin ja so harman. Wo ist denn der Alte?” Der Alte war – und ist vielleicht noch immer – derjenige, der den Harman-Zustand aufheben kann oder konnte. Notfalls mit lediglich 5 Euro. Nach ein paar Zügen aus einer gedrehten Zigarette – Marihuana war verpönt, es muss schon Haschisch sein und sei es auch ‘nur’ aus Marokko -, geschah etwas in ihnen, der Blick schien besänftigter zu werden, der nächste Automatismus stand an: Kartenspielen und die Entscheidung mit wem?

Ein Harmanci ist also jemand in der Hasenheiden-Sprache, der dringend seinen Zug Haschisch – oder zwei und mehr – braucht, um den Affen im Hirn – wie Bukowsky und andere mal schrieben – zu beruhigen.

Mehmet Harmanci meinte im Interview mit Agnieska Rakoczy: “Die Welt ändert sich, wir können nicht gleich bleiben!” Das ist auch die Überschrift ihres Artikels in der Sunday Mail vom 05. Juni 2016.

Wie Alexis Tsipras in Athen sei der Auftritt Harmancis, formlos. Auch er trage keine Krawatte, käme “casual” herüber. In einem Workshop hat sie ihn kennenglernt, schreibt die Autorin. Ich ‘befürchte’, es war der selbige, an dem auch ich damals teilnahm bei der UNHCR in der Buffer-Zone.

Jetzt ist Harmanci jedenfalls Bürgermeister von Nord-Nikosia. Ein Linker, ein Verteidiger von LGBT-Rechten gar, einer also, der sich nicht mit der Sozialdemokratie des Nordens (CTP) groß aufhielt, sondern gleich noch etwas linker sich verorten ging, in der derzeitigen TDP.

Verwunderlich ist schon, dass so ein Quereinsteiger auf so einen Posten kommt. Wer die von Ankara – mehr oder minder – mitgesteuerte Bürokratie glaubt, sich ausmalen zu können unter Tayyip Erdogan und davor im Norden Nikosias, darf also verwundert sein, dass ein sogenannter Aktivist und gar LGBT-Rechte-Einforderer nun im Rathaus an oberster Position sitzt.

Das Viertel, in dem Harmanci aufgewachsen ist, ist auch mir sehr ans Herzchen gewachsen: Caglayan, unweit von Kaimakli. Kaimakli gibt es auch im Süden der Stadt. Was sagt uns das? Das sagt uns, dass Harmanci an der Grenze aufwuchs und dieser Umstand wiederum versetzt mich zurück nach Berlin, als ich frisch angekommen dem Wedding hurtig den Rücken gekehrt hatte und danach auch Charlottenburg, um dann endlich in Berlin 36 haargenau an der Grenze in der Waldemarstraße endlich – vor allem im Kopf – anzukommen. Die Schießanlagen, die ich vom Fenster aus sehen konnte, die Mauer und der Stacheldraht, die Hunde und die Wächter und mehr, irgendwie hatte das so eine Art Spielzeugkisten-Ansicht. Wenig betroffen davon, fiel es mir wohl schwer, den Ernst der Lage zu begreifen. Ich wollte es wohl nicht so begreifen, wie es sich darbot und wie es war.

Naiv?

Wahrscheinlich, ja!

Damals – knapp etwas über 20 Jahre – forderte die Stadt mich anstatt auf, sie zu entdecken, auch den Osten: Café Wien am Prenzlauer Berg. Ich liebte es. Doch Freundschaften – das war Programm und wurde so auch gleich stets vermittelt – waren nur für jenen Tag: keine Verabredungen, keine Bettaffairen nur gute Gespräche und viele Ostwitze.

Was also Yeni Cami Fußball Club für Harmanci war, war für mich einst am Görlitzer Bahnhof das “Walhalla” oder aber das Café Wien.

Treffpunkt, der besonderen Art oder so.

Harmanci und Giorkadji würden ja gern mehr tun zusammen, wenn man sie nur ließe. So ein–zwei mehr Übergänge wie zum Beispiel den logischerweise sehr naheliegenden von Caglayan rüber nach Kaimakli oder umgekehrt, das wäre schon was.

Was ich noch nicht wusste, und eigentlich ist das auch der Grund all dieser Schreiberei dieses Artikels, so damit auch Sie es nun gleich wissen, ist Folgendes:

[Harmanci hing eine Zeit lang bei der CTP ab, doch kapierte er schnell, dass diese Partei nichts für ihn war. Diese Zeit erinnert er mit einem Lächeln: “Die gaben uns zu viel zu lesen und überprüften unser Wissen danach. Ich mochte die Atmosphäre dort nicht!” Er versuchte sich woanders, bis er schließlich zur TKP kam [dem Vorgänger der TDP], und zwar, als der Vorsitzende dieser Partei der jetzige Führer [Präsident] der Nordzyprer war, Mustafa Akinci. [Harmanci] gibt zu, dass Akinci für ihn die Person schlechthin war, die ihn im Politischen inspirierte. Er war “immer eine sehr beeindruckende” Person. Er berichtet, wie Akinci gerademal 4 Jahre nach den blutigen Ereignissen von 1974 “jedermann davon überzeugte”, ein Abkommen mit Lellos Demetriades [dem damaligen Bürgermeister im Süden] wegen dem gemeinsamen Abwassersystem zu schließen [und es dann schloss].

Der Nikosia-Masterplan folgte.

[Letzteren] erreichte [Akinci] zu einer Zeit, als die Erinnerung an den Konflikt und die Gewalt noch sehr lebhaft bei den Menschen war, als “der Geruch von Blut noch in der Luft hing!” Auch zu einer Zeit, als ihn darin niemand unterstützte, [gelang ihm das]. Akinci, sagt Harmanci, hatte eine Vision für den Norden Nikosias. “Er kam in eine Stadt, die noch den Charakter eines Dorfes hatte, und als er sie verließ, war sie zu einer Stadt geworden”. … .

Ich möchte das Gleiche mit Giorkadjis zusammen tun und mehr.

Als Akinci und Lellos sich trafen, mussten sie jedesmal um Erlaubnis bitten. Jetzt geht das so viel einfacher. Daher bin ich bereit, dann, wenn [Giorkadjis] bereit ist!” … .

Im Jahr 2013 soll es keinen Autoverkehr mehr innerhalb der Stadtmauern Nikosias geben. Nikosia soll eine karbonoxid-arme Stadt sein. Mit einander kooperierende und verbundene Tourismus-Informationen und Fahrradwege sollen sein. Und weißt du, wir versuchen derart nicht, das Rad neu zu erfinden. Solche Städte gibt es bereits. Wir haben einfach nur alles vorzubereiten für den Tag danach. … .”

Am 07. Juni 2016 schreibt Jean Christou in der Cyprus Mail über Rassismus in Zypern. Er schlägt vor, dass die Insulaner dringend mit einem neuen Plan ankommen müssen, um auch Menschen ohne Nationalität integrieren zu können. Er bezieht sich dabei auf eine Beurteilung der Europäischen Kommission. Zwar habe es einige Fortschritte gegeben, doch sei die Liste der Verfehlungen Zyperns bezüglich des Themas Rassismus dennoch zu lange. So hätten beispielsweise endlich sogenannte “hate speeches” aufzuhören (Hasstiraden). Es darf davon ausgegangen werden, dass diese von Politikern und anderen Amtspersonen gemeint sind. So auch das rassisch-orientierte Vorgehen der Polizeibehörden (racial profiling) habe sich zu verabschieden, ganz zu schweigen von der Diskrininierung der Sinti und Roma sowie die Thematik der Gender Identität (im weiteren Rahmen also LGBT-Themen).

Letzte Woche war in einigen Zeitungen Zyperns zu lesen, dass die Löhne für Hausangestellte die niedrigsten in Europa sind. Durchschnittlich soll ihr Lohn bei 309 Euro liegen; eine andere Quelle nannte allerdings ein Einkommen von 390 Euro (Alithea, Fileleftheros).

In der Türkei liegt das Einkommen der Hausangestellten etwa bei über 1.000 Euro im Vergleich.

Der Ombudsfrau Zyperns sollte endlich gestattet werden, meint die Europäische Kommission des Weiteren, auch an Gerichtsverhandlungen hinten rein sitzen zu können als Beobachtetrin bei Bedarf und auf Wunsch. Viel mehr Geld müsste ihr zur Verfügung gestellt werden, um ihre Arbeit überhaupt einigermaßen gewissenhaft durchführen zu können. USW.

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Zwei Jahre in Zypern. Eindrücke, die Irakli Maisouratse bei uns hinterließ, waren die besten. Nie gab er jemand Anlass, über ihn schlecht zu reden. Beweis dessen sind Spiele, die ausgetragen wurden, bei denen man nicht weiß, ob nicht wirklich er es war, der allein die Mannschaft des Anorthosi oben hielt. Auf dem Spielfeld gab er den Eindruck wider, als habe er nichts Anderes in seinem Leben zu tun als Fußball zu spielen. Er war völlig in seine Arbeit versunken. Nie hat er den Mund aufgemacht, nie seinen Gegner angemault oder die Schiedsrichter. Manches mal ging es so weit, dass er seine engsten Spielkameraden dazu brachte zu sagen: Wenn alle von Anorthosi gegangen sind, wird der bestimmt dort noch immer spielen.

Zuletzt hat jedoch auch er die Türe in die Hand genommen. Nach zwei Jahren war seine Zeit abgelaufen, die Zeit zu gehen war gekommen – ging leicht verbittert. Maisouratse findet, er wurde nicht korrekt behandelt. Aufgefallen war, dass Alberto Menito ihm keinen Antrag unterbreitete, weiter bei der Anorthosi zu spielen. So ist also nicht ausgeschlossen, dass wir ihn in den Farben einer anderen zyprischen Mannschaft spielen sehen werden. Als wir ihn fragten, uns ein Interview zu geben, erklärte er sich sofort dafür bereit. Während wir mit ihm sprachen, verfestigte sich der positive Eindruck, den jene, die ihn kennen, von ihm haben.

Nach zwei Jahren ist ihre Anstellung bei der Anorthosi vorüber, was sind anfänglich ihre ersten Eindrücke gewesen?

Diese Entwicklung belastet mich immens. Das hätte ich nach zwei Jahren in dieser Mannschaft nicht erwartet. Die Art und Weise, wie man mit mir umging, habe ich nicht verdient. Kann sein, dass ich nicht die Erwartungen erfüllte, doch ich habe stets 100% gegeben. Spielte immer für die Fans und die Geschichte des Vereins. Was Geschichte in diesem Verein bedeutet, das weiß ich sehr wohl. Auch was es bedeutet, das Trikot der Anorthosi zu tragen, und darum gab ich stets alles auf dem Platz.

Wie siehst du die zwei Jahre, die du dort verbrachtest?

Also: Zuerst kam die Mannschaft und dann kam ich. Täglich versuchte ich, noch besser zu werden und wenn ich aufgestellt war, gab ich alles. Sehr oft war wegen der Aufstellung das, was ich tat nicht so offensichtlich auf dem Platz. Doch ich erledigte stets den Job, den man mir auferlegte.

Was war los? Warum konnte die Anorthosi diesmal nicht einen einzigen Titel erspielen?

Es ist schwer, an Wettbewerben teilnehmen zu wollen und jedes Jahr wechselst du nahezu alle Spieler aus – so auch den technischen Trainer und den Trainer selbst. Als ich anfing, gab es einen Plan mit Herrn Van Leoven und danach war der Plan vergessen. So kann eine Mannschaft keinen Titel holen.

Ihr ward doch dieses Jahr ganz oben angekommen. Was ist geschehen, dass ihr plötzlich langsam ins Mittelfeld gesunken seid?

Die Zeit mit Herrn Paous hatte angefangen und mit Simo Tarapoulousi. Die hatten einen wirklich guten Plan. Sie produzierten die richtige Chemie unter uns, was zu guten Ergebnissen führte. Hey, wir gewannen, ohne wirklich gut gespielt zu haben. Der Plan ging jedoch drauf, als Herr Paous ging. Die Chemie stimmte dann nicht mehr unter uns.

Beeinflusst sein Weggang alles so sehr? Und wenn du diesen Abgang falsch verstanden hättest …

Der Weggang des Trainers war einer der wichtigsten Gründe für den Misserfolg. Er hatte eine Mannschaft mit sehr guten Spielern aufgebaut und als er ging, löste sich alles auf. Wäre er geblieben, wären bessere Ergebnisse erzielt worden.

Erzählen Sie uns ein wenig aus der Zeit mit Milinkowitsch. Viele sagen, dass Anorthosi auf Autopilot gestellt war …

Er wollte sofort viele Dinge ändern. Ein schwieriges Unterfangen. Anfangs versuchte er, die Spielweise zu ändern, den Stil und allgemein die gesamte Philosophie der Mannschaft – und die Denkweise. Das war falsch. Und wie sich zeigte, hat es nicht geholfen.

Nachdem Neofitos Larkou übernommen hat, der einige Dinge zu verändern versuchte, zeigte sich, dass es bereits zu spät war.

Das ist wahr, das es zu spät war. Wären er und seine Mitarbeiter früher gekommen, wäre es besser gelaufen. Herr Larkou war sehr positiv, auch hatte er ein sehr gutes Trainerteam. Ich kann nur Gutes über die Zeit sagen, in der er auf der Bank saß. Dieser Trainer hatte keine Verantwortung erhalten. Er hatte versucht, das Absacken in der Liga zu verhindern. Alles war schwer.

Wie seht ihr Spieler die Lage, was sagt ihr zu all dem in den Umkleideräumen?

Alle hatten verschiedene Ansichten über das, wer oder was schuld war. Die einen sagten dieser, der andere jenes oder jener. Und hier komm ich auf die Frage von zuvor zurück und sage, dass Neofitos Larkou versucht hatte, die Dinge zu ändern, doch es war bereits zu spät. Alles lief seinen Weg.

Und da sind wir nun bei deinem Weggang aus dem Verein angekommen. Was spielte sich ab, sodass wir beim Weggang landeten. Was sagte dir der technische Direktor Alberto Menito?

Als er mich anrief, sagte er, er würde Klartext mit mir reden. Sagte, er habe mit Herrn Charalambo Manoli gesprochen und diesem gesagt, dass der Maisouratse darum ersuche, in der Elf zu sein, einen sicheren Platz zu erhalten. Das ist aber nicht wahr. Denn niemand kann so etwas garantieren. Auch habe ich keine Rückversicherung je verlangt. Die erhalte ich stets über meine geleistete Arbeit. Was ich lediglich erfragte, war, den gleichen Vertrag zu haben. Mein Vertrag war auf Bonuszahlung errichtet, also wie oft ich an Spielen teilnehme. Denn ich hatte Verletzungen, die eine Auszeit erforderlich machten und ich verlor Geld dabei – auch wegen der [roten, gelben] Karten. Die Position, auf der ich aufgestellt werde, ist eine, auf der man sich oft eine Karte einfängt – meine Physis wird dort stark beansprucht. Nun, mein Vertrag war einer der billigsten Verträge in der Mannschaft. Mehr habe ich nicht verlangt. Als das Jahr begann, sagten sie mir, dass die Position, auf der ich spiele, meine sei; doch in der Folge haben sie sich den Wlepe Pele und den Zoao Viktor zugelegt – und schon saß ich auf der Bank. Herr Benito sagte mir auch, ich sei ein wichtiger Spieler für die Mannschaft, aber er machte mir nie ein Angebot, welches ich hätte beantworten können. Er sagte, ich sei frei. Und das führte dazu, dass ich wegging – nicht mehr und nicht weniger.

Man hört, dass auch du dich nach einen neuen Verein umsiehst. Gibt es schon Interessenten?

Ja, es gibt da ein paar Vereine, die an mich herantraten, um bei ihnen zu spielen.

Aus Zypern oder aus dem Ausland?

Beides. Zwei Teams aus Zypern und eines aus Israel und der Türkei.

Schon entschlossen, wo du deine Karriere fortführst?

Noch nicht. Wir gucken uns das alles mal an, ich und mein Berater, und werden wohl zum besten Entscheid gelangen für mich.

Kann es sein, dass wir dich weiterhin in Zypern sehen werden?

Das kann auch sein. Es ist eine Option, eine gute.

Zwei Jahre in Zypern gespielt und es ist wahrscheinlich, dass du hier weiterhin spielst. Wie siehst du das spielerische Niveau hier?

Mir gefällt es sehr auf Zypern, die Atmosphäre auf dem Platz, die Zweikämpfe, im allgemeinen sind die Umstände wirklich gut – ich bin auch zufrieden. Es ist ein Wettbewerb um die Meisterschaft mit wirklich guten Spielern, die auf dem Platz kommen. Für manche Jungs kann es durchaus ein Schritt hin zu Größerem sein, hier zu spielen. Bestes Beispiel ist mein Landsmann Giorgi Ampourtsania, der für ein Jahr in Zypern spielte und danach den höchsten Sprung, nämlich nach Spanien machte.

Wir wünschten, dass du eine Message an die Fans von Anorthosi abgibst …

Was ich ihnen sagen mag, ist ein großes Dankeschön für die beiden wunderbaren Jahre. Ich habe ihre Liebe sehr verspürt, als ich dort spielte und auch ich liebe sie. Ihnen wünsche ich, dass sie schon bald erhalten, was ihnen zusteht. Anorthosi hat es verdient, ganz oben mitzuspielen. Ich wünsche ihnen das Beste und vielleicht komme ich ja eines Tages zurück, um hier nochmals zu spielen. Ich habe die Tür nicht geschlossen.

Wie könnte Anorthosi das denn vollbringen? Was kann der Verein tun, um wieder an die Spitze zu gelangen, den Titel zu erhalten?

Das Wichtigste ist, nicht wieder die gleichen Fehler zu machen. Wenn in der Mannschaft das Gegenteil von dem geschehen wird, was geschehen ist, werden sie es schaffen. Das ist der Weg, der den Verein auf Erfolgskurs setzen wird.

Obiges wurde aus der griechischzyprischen Tageszeitung Alitheia übersetzt. Der Artikel erschien am 05. Juni 2016 auf Seite 8. Sonntagsausgabe.

Zypern wird an der Europameisterschaft in Frankreich 2016 nicht teilnehmen. Doch es scheint absehbar zu sein, dass an der übernächsten Europameisterschaft womöglich wirklich Zypern erstmals teilnehmen könnte. Überall machen Fußballschulen auf, die durchaus Zuspruch erfahren. Das Problem daran könnte allerdings behoben werden, nämlich, dass nicht mehr genügend Kinder in die Welt geboren werden von Zyprern. Wie auch Deutschland und andere Staaten ist man auf lange Sicht sozusagen händeringend auch auf Zypern auf Zuwanderung geradezu angewiesen, um den erreichten Wohlstand auch zukünftig irgendwie halten zu können – und Europameister zu werden.

Auch dieser Aspekt sollte es einigen Leuten eigentlich schon seit Längerem nahegelegt haben, nicht so vehement gegen die Wiedervereinigung anzuarbeiten. Das scheint sich eher für die meisten Bereiche in der Gesellschaft konterproduktiv auszuwirken.

Man weiß es nicht ganz genau, doch die Dinosaurier sind als Riesenechsen ausgestorben, weil sie es nicht geschafft haben, sich genetisch usw. entsprechend den Umständen anzupassen. Viele ihrer direkten Nachkommen, beispielsweise Singvögel verschiedenster Art, müssen es sich nun offenbar gefallen lassen, vordringlich auf Zypern, nicht allein von Katzen, sondern auch Menschen gefressen zu werden.

Das kommt also davon, wenn man sich nicht anstrengt in Sachen Anpassung?

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Der Parlamentarier der türkischen CHP, Herr Aytuğ Atıcı, hat sich was ganz besonders ‚Perfides‘ einfallen lassen. Er hat es offensichtlich geschafft, dass sich ein Teil der Erdoğan-Katze in den eigenen Schwanz beißt: miäauuu!

Bekanntlich hat der turkische Minister für Energie und natürliche Ressourcen so seine ‚eigenen‘ Vorstellungen, und zwar darüber, wie und dass die Türkei ein Atomkraftwerk braucht. Hurra! Schrien da vorrangig die Griechischzyprer laut und vor wachsender Begeisterung gen Brüssel und natürlich New York.

Noch froher, Scherz bei Seite, machte sie, als vor kurzem die Russen aufhörten, an dem Atommonster unweit von Zypern auf türkischem Festland zu bauen.

So ganz nebenbei sei bemerkt, dass der Minister für Energie und natürliche Ressourcen Berat Albayrak heißt. Er hat sich sogar einen Doktortitel erworben davor. Seine Doktorarbeit hatte Atomkraftwerke und das Für und Wider für die Türkei, will ich es mal grob benennen, zum Thema. Herr Albayrak ist ein Teil des Erdoğan-Clans, sollten Sie noch erfahren, denn er ist zufällig der Schwiegersohn von Präsident Erdoğan selbst.

Als der vorherige Ministerpräsident der Türkei Ahmet Davutoğlu von seinem Amt zurücktrat, oder zurückgetreten wurde, waren nicht wenige besorgt, dass Herr Albayrak diesen Posten ausfüllen könnte. Wahrscheinlich war es dem Schwiegervater Herrn Albayraks doch zu heiß, den Schwiegersohn auf so hohen Posten jetzt schon zu setzen. Wer die Doktorarbeit des Letzteren liest, die in Auszügen im Parlament in Ankara verlesen wurde von dem bereits erwähnten CHP-Abgeordneten Atıcı, versteht, dass sich der ‚Junge‘ wohl noch etwas bewähren muss. Er ist noch nicht ganz ‚oben‘ angekommen. Wie sollte er auch, so lange der Alte, also Erdoğan selbst, noch auf dem Thron thront.

Immer langsam!

Dass der jetzige türkische Präsident ein Hang zur Größe und Superlativen zu haben scheint, wird wohl bereits aufgefallen sein. Und da gehört selbstverständlich ein Atomkraftwerk in die Landschaft der Türkei gesetzt, genau so wie in Naturschutzgebiete ein Regierungschloss (Saray) oder in der Provinz Artvin auf Teufel komm raus ins schönste, fruchtbare Grün Goldgräber anscheinend entlassen gehören.

Money, money, PARA!

Gott ja, Ramadan 2016. Kein Hinderungsgrund in Sachen Gelderwerb zwecks eingebildeter oder tatsächlicher Macht. Nur, was in der Doktorarbeit des Herrn Schwiegersohns steht … .

OK, es ist und war eine Jungendsünde?

Der arme Herr Schwiegersohn.

Wie konnte er auch nur solch unpassende Positionen beim Doktorwerden vertreten. In der türkischen Cumhurriyet-Tageszeitung vom 06. Juni 2016 schreibt jemand http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/siyaset/546629/_Damat_in_Meclis_teki_zor_anlari…__Sikintiya_girdi__cevap_veremedi_.html , was der CHP-Abgeornete Atıcı so alles in der Doktorarbeit beispielsweise auf S. 19 zum Thema Atomkraftwerke gefunden hat.

Herr Albayrak ist ja scharf darauf, seinem Auftraggeber, also dem Schwiegervater, es Recht zu tun. Und da steht in seiner Arbeit geschrieben:

„Der wichtigste Nachteil der nuklearen Energie ist, dass die Überreste des Spaltprozess‘ für viele Jahre irgendwo auf sichere Art und Weise eingelagert werden müssen. Was dem Reaktor als Brennmaterial gegeben wird, wird lediglich zu einem Prozent verwertet, der Rest wird zu Asche und in dieser Phase muss sein hoch-radioaktives Überbleibsel auf sichere Art und Weise gelagert werden.“

Albayrak wirft im Parlament zu Ankara daraufhin ein, dass er in seiner Doktorarbeit ja von einem Reaktor ausgegangen sei, der dem Metsamor-Reaktor in Armenien gleicht und der wirklich bedenklich sei. Außerdem habe er doch gar nichts gegen die Verwendung von Nuklearenergie. Man werde aber in Akku (ein Ort unweit Zyperns also) die neueste und beste Technologie in Anwendung bringen anstatt.

Doch Herr Atıcı von der oppositionellen CHP ließ sich offenbar nicht aus der Spur bringen und schlug in der Doktorarbeit einfach die Seite 20 auf und darin steht unter anderem:

„Was an dieser Technologie das Furchterregendste ist, ist, dass im Falle eines Unfalls die Umwelt ziemlich wahrscheinlich keinesfalls mehr gesäubert werden kann. … . Die [türkische] Gesellschaft ist gegen diese Technologie, weil sie zum einen die [landwirtschaftliche] Produktion tangiert und zum anderen wahrscheinlich nicht dazu verwendet werden wird, damit friedlich umzugehen.“

Gong! Knock Out-Analyse!

Jedenfalls hat Herr Schwiegersohn daraufhin nichts mehr einzuwenden gehabt im Parlament. Schwiegerpapa wird begeistert sein von solch heiklen Details und Denke.

Der ist derzeit ja eh damit beschäftigt unter anderem, Ende dieses Monats seine Drohungen wahr zu machen? Wir werden es also schon bald sehen, ob er den Flüchtlingsstrom wieder gen Norden ziehen lässt. Deutsche Politiker und andere signalisierten bereits, dass sie diesmal nicht kleinbeigeben werden.

In gewisser Weise passt zu eben Geschildertem ganz gut das, was Şener Levent am 06.06.2016 in der griechischzyprischen Politis-Tageszeitung schreibt und auch, was hier auf Zypernundmehr-News im Artikel vor diesem geschrieben steht.

Levent beschwert sich seit einigen Tagen in der Politis, dass bitte sehr mit wem in Sachen Wiedervereinigung von Seiten der Griechischzyprer verhandelt wird? Er findet nämlich, die Türkei habe in letzter Zeit alle wichtigen Firmen, Posten etc. besetzen lassen von Festlandtürken ın Nordzypern. Sogar im nationalen Fernsehsender BAYRAK sei nun ein Türke der Chef.

Die kaufen allen Grund und Boden auf, der einigermaßen gut gelegen ist, meint Levent. Könnt ihr denn nicht sehen, dass wir bereits zu einem Teil der Türkei geworden sind? Diese Frage seinerseits ist gewiss etwas überspitzt, doch ganz unangebracht scheint sie denn auch wieder nicht zu sein. Im letzten Jahr hätten sich die Türken auf Zypern breiter gemacht, denn jemals zuvor, findet Levent. Einerseits wird verhandelt und andererseits wird abgeräumt.

Mit wem glaubt ihr eigentlich zu verhandeln, fragt Levent. Alle Hügel mit Aussicht haben sich türkische Hotels gekrallt. In Morfou, also der Stadt Güzelyurt, hat sich eine neue Uni eingerichtet, die aus der Türkei kommt. Jetzt nehmen sie sich den Hafen. 15 Unis gibt’s bereits ım Land. Die schreiben, sagt Levent, wir hätten hier 85.000 Studenten. Doch 55.000 davon sind taktische Studenten, meint Levent. Die anderen, die sich einschreiben, beschäftigen sich mit anderen Dingen. Man produziert eine Art Schwarzmarkt-Dynamik dergestalt, findet Levent und beschwert sich darüber.

„Bei uns herrscht eine türkische Identität und keine zyprische!“

Die Europäer sehen nicht, wie heutzutage die Kurden in der Türkei abgeschlachtet werden. Die gucken anstatt 100 Jahre zurück – zu den Armeniern. Das interessiert. Total blind für das, was gerade abgeht. So ungefähr mag Levent vielleicht ausgedrückt werden – frei übersetzt.

Die Türken werden im Norden nie zu einer Einigung kommen, schreibt er. Die haben sich da eingerichtet. Nichts drin mit Wiedervereinigung. Vergesst es!

Şener Levent scheint sich über Letzteres inzwischen im Klaren zu sein.

Und Präsident Anastasiadis?

Herr Akinci?

Was soll das Spiel, das außerdem genau so seit mehreren Jahrzehnten abgezogen wird. Jedes Jahr und mit jeder Regierungsübernahme werden Wiedervereinigungs-Hoffnungen in die Welt gesetzt, an deren Realisation gar niemand wirklich interessiert ist. Hoffnungen bleiben hier auf Zypern bezüglich Wiedervereinigung Hoffnungen. Vielleicht hat es ja damit zu tun, dass in türkischen Volksliedern wie auch griechischzyprischen sogenannte Vergebliche-Liebe das Thema Nummer 1 ist: „ … ich schließ Dir Deinen Mund mit tausenden Küssen …“, dieser Refrain eines populären Liedes wird auf Griechisch beispielsweise gern und oft gesungen. Ich weiß nicht so recht, ob das auch noch zur Wiedervereinigungsproblematik passt?

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