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Archive for the ‘Kommentar’ Category

Muss man sich echt nochmal durch den Kopf gehen lassen, ob man wirklich eine Putzkraft braucht.

Ja, ich habe das Putzen wiederentdeckt.

Wie schön es doch ist, mit diesem nassen Wedel über eine davor gut mit dem Besen bearbeitete Marmorfläche zu gleiten. Etwas Spülmittel habe ich ins Wasser gemacht.

Na, ich sage euch, das hat vielleicht geschäumt!

Und so musste wieder und immer wieder mit dem einigermaßen trocken-gedrückten Wedel über die glitschige Fläche gehuscht werden.

Es ist und war eine Freude.

Für was sich noch hinstellen und sportliche Übungen machen, wenn man sie auch mit Wedel in der Hand wunderbar ersetzen kann!?

Und beim Wedeln über glatte Flächen kommen einem die tollsten Ideen.

Dachte dabei, es müsste doch machbar sein – der SRF1-Sprecher im Schweizer Radio brachte mich vorhin darauf -, dass jede Woche eines Monats ein Kontinent dieser Welt befolgen wird, dass dort ein Flugverbot herrscht (weder hin noch weg von dort, noch drin-herum).

Dazu müsste Australien einfach mit Asien in einen Topf geworfen werden und fertig wäre das Vierer-Konstrukt eines Monats in Wochen.

Ist die Gewissheit nicht unglaublich schön, derart bessere Luft einzuatmen und zu ermöglichen, dass so etwas mit der Zeit überhaupt aufkommen kann, wenn also jede Woche ein anderer Kontinent etwas schlafen geht?

Natürlich müsste in den 3 befliegbaren Wochen den Geldgierigen und Nicht-verbesserlichen-Grabschern ein Limit auferlegt werden, weil sonst lassen die um so mehr fliegen in diesem Zeitraum ß um so mehr produzieren etc.

Ja, und wenn derartige Maßnahmen weltweit gegriffen haben, sollte unabhängig-abhängig von der einwöchigen Erholung in einer weiteren Woche der Wochen eines Monats dem Lieferverkehr auferlegt werden, weltweit, sein Herumgefahre ruhenzulassen – und so weiter.

Überhaupt sollte es innerhalb eines Monats zu 5 Tagen am Stück kommen, in denen ein Land einfach Brach liegt, nichts tut, außer Nichts, was man dann „rekreative Ausgangssperre“ bestens nennt!

Keine Angst, die Versorgung wird gewährleistet sein!

Vögel und andere Tierchen werden es euch/uns danken!

Die Meere und Flüsse sowieso!

Es wird Aussicht auf Ruhe, einigermaßen ruhiggestellte Tage innerhalb eines Monats, geben. Ein wahrer Fixpunkt geradezu, jeden Monat für Mensch und ALLE, mit denen er leben darf.

Ich finde es ist an der Zeit, genau für solch einen Change in den Produktionsketten, und wer weiß, welche Rattenschwänze da noch dazugereimt gehören, einzutreten, ihn unseren Parlametariern als erstes Ziel aufzugeben – egal, welcher Lobbyist den ‚Guten‘ was anderes einflüstert.

Kriegen gilt es eh, 2 wöchige Pausen im Monat anzuordnen und Das-zu-einer-Lösung-Gelangen. Und wer sich nicht daran hält kriegsführend, wird von der Weltgemeinschaft ganz einfach ausgeschlossen!

Sich nicht mehr erpressen lassen von so genannten Big-Playern, die meist hinter den Kriegen stehen, sondern ans eigene Wohl, und somit das der anderen, zuallererst ganz konsequent denken – und handeln.

Jawohl, ganz NAIV!

Wie sagt jenes Großmaul von nebenan, Eierkuchen verschmähender Weise?

Allgemeinwohl „FIRST!“

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Das Gesamtpaket

Den Rückflug nach Deutschland am 25. März werde ich leider nicht antreten. Eigentlich ginge es über Zürich. Und eigentlich ist da noch diese zweitägige Hotelbuchung, die bereits bezahlt das Gesamtpaket, wenn man es so nennen mag, ist.

Mal sehen, ob da von der einen wie auch der anderen Buchung noch etwas Geld zurückbekommen werden kann!

Nach Deutschland nicht zurückzukehren, will wahrscheinlich gut überlegt sein.

Man hört immer wieder, dass im Fall der Fälle die ärztliche Versorgung besser als andernorts wäre. Dem kann eigentlich nicht widersprochen werden, da ich mich in der Materie leider nur ungenügend auskenne.

Doch man hört ja so einiges: dass viele Krankenhäuser in der BRD privatisiert sind; dass demnächst eventuell italienische Zustände in sogenannt öffentlichen Häusern ausbrechen könnten usw.

In Zypern sieht es in Sachen Privatisierung des Gesundheitssektors wenig besser aus, eigentlich.

Immerhin:

Die südzyprische Regierung scheint davon abzusehen, nicht so wie in Deutschland, die Bevölkerung kasernieren zu wollen. Noch kann man, ohne Auskünfte über sein Tun und Machen zu geben, beispielsweise, am Meer spazierengehen. Die Berichterstattung über „Koronoio“, wie man hier zur Seuche sagt, ist allerdings genau so aufdringlich, ja im Grunde genau so unverantwortlich.

Nun, man muss sich ja nur das Fernsehprogramm in Deutschland oder auf Zypern ansehen, um zu verstehen, wo die vorherige Bewertung der Lage mit „unverantwortlich“ noch überall seine Hand im Spiel hat. Es ist aber auf der Insel glücklicherweise noch so, dass man den Kasten zum Fernsehen abstellen kann, ohne sich darüber ärgern zu müssen, dass man für das, was geboten wird, auch noch Geld bezahlt.

Es ist hier nicht des Geldes wegen, dass dieser Zustand auch im deutschen Fernsehen beklagt wird, sondern eben die Inhalte („Formate“), die dem Bürger zugemutet werden sind überwiegend schrottreif. Jetzt, wo Corona herrscht, wird das, von dem die Rede ist, „wie Scheiße“, sagte eine Bekannte kürzlich, über einen geschüttet. Man kann schon fast nicht anders, als sich diesem nahezu unvermeidleichen Bad auszusetzen.

Da bringen DIE den Fidelio auf 3Sat am Freitag Abend um 22Uhr30. Geht es noch später?

Und davor war wahrscheinlich wieder Corona-Gesabbel!

Versteht sich, dass 22Uhr30 hier auf Zypern bedeutet, dass die Übertragung der einzigen Oper, die Beethoven je geschrieben haben soll, dann um 23Uhr30 erst zu sehen ist – viel zu spät für Leute, die ermüdet von den Nachrichten wie erschlagen im Sessel liegen.

In Lahr im Schwarzwald, wenn es richtig erinnert wird, sollen inzwischen nicht mehr als 3 Personen in der Öffentlichkeit sich aufhalten dürfen. Und dann, glaube ich verstanden zu haben, müssen diese Personen auch noch einen trifftigen Grund haben, genau das zu tun. In der Sonne stehen, um zu plaudern, scheint kein Grund sein zu dürfen. Und auf öffentlichen Plätzen – ich dachte, nicht richtig zu lesen – darf sich Frau und Herr Lahrer nun auch nicht mehr aufhalten ohne „trifftigen“ Grund, ohne einen Strafzettel zu kassieren.

Darf man eigentlich mal fragen, woher dieser Virus denn nun stammen soll?

Eine Email eines palästinensischen Bekannten, der vor geraumer Zeit nach Chile auswanderte, weil er die Lage in Jordanien und die Aussichten für seinen zukünftigen Wertegang unerträglich düster einstufte, verlinkte mich mit einer arabischen Quelle, in der so in etwa zu lesen steht, dass gewisse Einheiten der USA sich infisziert haben, irgendwo, als in irgendeinem us-amerikanischen Labor der Armee mit dem SARS-Virus herumgebastelt wurde. Und Teile dieser infiszierten Einheit seien – absichtlich oder unwissend, eigentlich auch schon fast egal – in jene Provinz in China versetzt worden, in der das Virus unter dem Namen Covid 19 erstmals ausgebrochen sein soll. Die USA-Regierung habe daraufhin gehörig Druck auf Peking ausgeübt, den Tod von 76 US-Soldaten ebenfalls unter den Teppich zu kehren.

Es handle sich um ein Gas, welches schwerer als Luft ist und daher danach strebt, sich in Richtung Boden ausfließend zu verbreiten. Also, dieses Gas ist der ursächliche Transporteur des Covid 19 gewesen, der sich inzwischen, ist anzunehmen, schon längst irgendwo in einen Covid 20, 21, 22 und so weiter mutiert haben dürfte.

Es handle sich hier also um genau DAS, was alle, zumindest aber viele, insgeheim schon annahmen: um eine militärische Waffe, die irgendwo aus einem Labor absichtlich oder aber unabsichtlich in die Welt der Sterblichen getreten ist.

„Verschwörungstheorien“, wird hier gewiss gleich geschrieen. Damit müssen wir hier bei Zypernundmehr jetzt leben, zumal nicht nur aus dieser chilenischen Quelle solch eine Theorie schon seit Wochen im Netz zu lesen ist.

Der Schaden ist also angestellt.

Regierungen geben vor, darauf zu reagieren. Nein, sie reagieren, fragt sich nur, in wessen Interesse?

Warum konnte Angela Merkel in ihrer Ansprache vor Kurzem, die wir uns hier nicht reingezogen haben, nicht davon künden, dass all die von ihr und anderen ausgemachten, neuen Helden des Alltags in Pflegeheimen, bei der Feuerwehr et cetera mit einer Extravergütung rechnen können?

Das fragt vor mir auch Frau Wagenknecht in ihrer wöchentlichen Ansprache, die sie geschickter Weise kurz genug hält, sodass man nicht geneigt ist, irgendwann abzustellen.

Jedenfalls, was hiermit auch gleich gesagt werden soll, ist, dass Frau Wagenknecht zumindest in dem angesprochenen Sachverhalt durchaus einen Punkt angesprochen hat, dem nur schlecht widersprochen werden kann.

Also, Frau Merkel & Co.: wieso sollen sich diese Helden mit einem lauen „Dankeschön“ seitens ihrer Kanzlerin lediglich begnügen?

Etwa, weil in der Bibel steht, man soll bescheiden und genügsam sein – wie der Papst und unsere Politiker?

Auf Zypern spielt das Wetter auf seine Weise etwas verrückt.

Wie bereits in anderen Artikeln geschrieben wurde:

Zypern ist derzeit Klimawandelgewinner. Es ist zwar kühler als sonst und es regnet wesentlich öfters, aber die Sonne, die liebe, fast heiße Sonne kommt doch immer häufiger und das ganz dezent durch – das Meer von Wolken über der See ist wirklich ein Grund mehr, sich nicht nach Lahr und einen von Menschen leergefegten Marktplatz & Ausgangssperre, die letztere scheint im wahrsten Sinne des Wortes eine Sperre zu sein, sich einzufahren.

Corona soll ja anscheinend keine Grippe-Vire sein. Sie soll aber davon abhängen, dass vor allem Menschen, die in kälteren Gefilden leben und sich häufiger erkälten, dann ihren tötlichen Stachel via Lungenentzündung – und hast du noch nicht gesehen – eher und besser ausfährt als andernorts.

Von den Beiträgen, die auf KenFM, glaube ich, heißt der Youtube-Kanal, nun noch anzufangen zu berichten, wäre zwar sinnvoll, doch Mensch kann sich da selbst kundtun, wenn es gewünscht wird.

Auf KenFM wird meist verkündet, dass Corona längst nicht so ein Killer ist, dass die getroffenen Maßnahmen der Regierungen absolut überzogen sind und danach stinken, den Überwachungsstaat vorkosten zu lassen und so weiter.

Ehrlich gesagt, ich weiß wirklich nicht mehr, was nun Fakt ist und was Fake.

Meine Devise ist – und ich würde meine Mitbewohner gern dabei mitnehmen, die noch immer abends, mittags und morgens vor den Medien sitzen und sich mit der Info zum Thema Covid 19 vergiften lassen:

Im wahrsten Sinne des Wortes Abstand zu gewinnen, und zwar, in dem man sich weder die eine noch die andere Sichtweise zum Thema regelmäßig – oder nur noch – gibt!

So besehen, ist auch dieser Beitrag total daneben. Weil auch hier werden Sie mit dem Thema – mal wieder – vollgemüllt.

Hoffen wir, dass Sie sich nun zumindest darin bestärkt sehen, genau so ähnlich wie hier angetönt oder noch ganz anders ihren eigenen Abstand zu dem GANZEN zu gewinnen. Sie wissen doch, der Fisch fängt zuerst vom Kopf her zu stinken an. Soll heißen:

Wenn man sich den ganzen Wahnsinn zu Corona regelmäßig reinzieht, so wie er verabreicht wird, nämlich höllisch, dann darf man sich nicht wundern, wenn man irgendwann dabei auf der Strecke bleibt:

sei es durch Corona, psychsich, physiologisch oder im Gesamtpaket!

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Crypto-Mytro-Schweiz und so

Crypto-Pro

Die Sichtweise dagegen folgt weiter unten! Jetzt also erstmal, was dafür sprechen könnt‘.

Ist es nicht herrlich?

Man hat sich entsprechend belohnt.

Entsprechend heißt, man ist der Logik gefolgt, einer geradezu historischen Logik. Denn ja: „wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“

Wir sind in die Welt aufgebrochen, und haben sie nach unserem Gutdünken sich entfalten oder verändern lassen. Da ist es doch mehr als nachvollziehbar, dass wir es sind, die wissen, was andere auf der Welt so in etwa treiben. Einer muss es schließlich wissen und den Laden anführen, so wie es ja auch einen Gott nur gibt.

Die Vielgötterei, die muss man den Leuten einfach austreiben, irgendwie, und sei es, dass man kleine cryptografische Maschinchen im gottgleich-neutralen Umfeld, wie es die Schweiz vielen aufgrund des herrschenden Narrativs bietet, manipuliert.

Ja, wir sind wohl doch noch immer die Damen und Herren dieser Welt, wie wir einmal mehr mit der Übernahme der Crypto-AG Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts veranschaulichten. Wir können auch entscheiden, wer von der Bühne, hier, den Abgang schon bald macht und wer weiterhin unsere Schuhe, egal auf welche Weise, putzen wird – putzt.

Und wie ich vielleicht schon sagte: das steht uns zu!

Das haben wir uns verdient!

Nicht etwa, dass wir gleicher wären als andere.

Darum geht es nicht.

Sondern es geht darum, dass erkannt wird, wer hier das Sagen hat.

Oder wollt ihr etwa in Chaos leben?

Schaut euch dazu nur einige Gegenden in der Welt an, die doch nur darauf schließen lassen können, dass es nicht anders, als es jetzt ist und eigentlich schon immer war seit Beginn des Mittelalters, geht, ja, so zu bleiben hat, nämlich:

der Norden auf den Landkarten weiterhin oben eingezeichnet und der Süden unten.

Der Westen vornehm auf der linken Seite einer Karte, aber politisch überwiegend neoliberal-rechts.

Und der Osten verrucht rechts auf unsren Landkarte und politisch eher neo-liberalisierend-links-sowie-rechts einzuordnen beziehungsweise angeordnet.

Alles in dieser Welt hat nun mal seinen Platz!

Dass der deutsche BND ‚vorzeitig‘ abgesprungen ist beim Abhören ‚der Welt‘, lässt den aufmerksamen Leser natürlich davon ausgehen, und wahrscheinlich wirklich nur davon, dass diese alten Schweizer Klimper-Info-Abfisch-Maschinen schon längst ausgedient haben zum Zweck einer einigermaßen erträglichen Bespitzelung. Dass man die Masse Mensch weltweit inzwischen in viel besserem Blick hat und haben kann, auch da es gelungen ist, sie über die Jahre entsprechend mental zu konditionieren usw., ist nun mal eine Tatsache – die, wie gehabt, im Bereich der Vermutungen besser angesiedelt bleibt. Schließlich gilt es ja Mythen der Macht (und Ohnmacht) zu kreieren!

Die Amis haben das Schweizer Maschinle wohl auch aus purer Gewohnheit weiterbenutzt, was wohl schon daran auszumachen ist, dass weitere Staaten in das Geheimnis der Existenz dieses Riesenohrs im Irdischen eingewiesen wurden – zu Komplizen gemacht wurden, für alle Fälle, versteht sich.

Noch schnell ein Wort zu all den vergangenen Krisen, Aufständen und Kriegen, vermeintlichen Friedenszeiten:

Macht euch keine falschen Hoffnungen!

Wir haben nämlich vorgesorgt für den Fall, dass ihr uns auf die Schliche kommt!

Und wer kann schon sagen, ob diese Crypto-Enthüllung nicht aus unserer Küche für euch angerichtet wurde?

Immer schön im Zweifel behalten, wie ihr wisst, ist eine bekannte Strategie, die nun mal dazugehört.

Kurz:

Gott ist tot, es lebe Gott!

Crypto-contra

Hey Leute, da habt ihr euch ja mal wieder Eine eingefangen.

Wirklich bemerkenswert, wie dreist Leute sein können!

Es ist furchterregend, wie unsere Demokratien ausgehölt wurden und werden. Die Unterlagen zu diesem Skandal müssen nun unbedingt ans Tageslicht, bestens auf einer allen zugänglichen Plattform wie Wikipedia hochgeladen werden. Damit jeder, der will und kann, nachlesen kann, wer was getan hat und tut!? Aber…

… Ehrlich gesagt, das, was da so läuft, das wollen wir wahrscheinlich gar nicht so schrecklich detailliert wissen, also was in den ominösen „Minerva“-Papieren drinsteht, weil wir Ähnliches eh irgendwie instiktiv bereits ahnten – und mehr.

Kurz:

Wenn die berühmte „Schweizer Neutralität“ bei dieser Affäre eventuell draufgegangen ist, sollte jene sprichwörtliche „Verschwiegenheit“ der Alpländer nicht auch noch vollends im Orkus verschwinden!

Es bringt niemandem wirklich etwas, aufgrund dieser Affäre, beispielsweise, die Schweiz in die Knie gehenzusehen – sie aus dem Nähkästchen vor aller Welt ausplaudern zu lassen, diesen Ort des geheimen Sich-Treffens und Verhandelns unbedingt mit einem anderen Ort, irgendwo, auszutauschen.

Einigen wir uns also anstatt dessen darauf, doch die westlichen Sicherheitsapparate, mal wirklich zukünftig besser an die Leine zu nehmen, sodass ihnen der Status „Staat im Staat“ endlich wirklich und für jedermann anschaulich genommen wird. Es kann nicht weiter angehen, dass unsere Demokratien durch derartige Strukturen bedrohlich geschwächt sind (sein sollen).

Die Chance, die sich uns mit der Affäre Crypto bietet, kann unter anderem nur sein, zivil-organisierte Strukturen jetzt endlich vermehrt zu stärken und aufzubauen.

Was die Unruhen, Kriege oder Aufstände angeht, bei denen wir all die Jahre wegschauten etc., wohl wissend in gewissen Regierungskreisen, was so in etwa abläuft und davon profitierend, siehe Chiles Militärdiktatur usw., dieses sarkastische Kapitel in unserer westlichen Vita muss nun aufgearbeitet werden! Letzteres auch, damit unsere vermeintlichen oder wirklichen oder wie auch immer gearteten Gegner auf dem Globus, wenn sie es denn wirklich sind, wie uns all die Jahre eingetrichtert wird und wurde, nicht auf „Copy and Paste“ drücken.

Sondern, dass es gelingt, noch einmal einen Neuanfang mit neuen Vorzeichen zu setzen. Was läge näher als das Thema Umwelt dafür mit einer Top-Priorität auszustatten?

Eine Kommission gilt es einzurichten.

Die UNO hat ihre Rolle in der Welt sichtbarer einzunehmen, die EU hat anzufangen, den verarmten und verschuldeten Süden ohne Wenn und Aber sozio-ökonomisch mit dem Norden zu levelieren.

Unsere Hilfen für und in der so genannten Dritten Welt müssen vor Ort, das ist bei den betroffenen Bevölkerungen, hilfreicher ankommen als jemals davor!

Die Lehre aus dieser Crypto-Geschichte:

Zynismus ist nun leider für jedermann ein ganz reales, womöglich so gar probates Mittel der Kommunikation und des allgemeinen Umgangs miteinander geworden. Wir leben in umstürzlerischen Zeiten! So komisch es klingen mag: vorherrschenden Zynismus gilt es in empathischeren Umgang miteinander auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu wandeln, gewiss auch in mehr Gelassenheit, weniger Konkurrenzgehabe und mehr, ja!, (positiv-distanzierte, innere) Ironie!

Was Zypern angeht, so mögen uns die Götter dieser Welt Einblick via Minerva in Kommunikationen der Republik Zypern mit der Republik Türkei, Nordzypern, Israel, Ägypten, Großbritannien, Deutschland, Serbien und natürlich Griechenland bescheren – gern auch noch mit Bulgarien, Frankreich und Italien, Russland, China und den Vereinigten Staaten von Amerika!

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Zürich

Zürich, Sonntag, den 26. Januar 2020

In ein paar Stunden werde ich weiterziehen.

Eigentlich müsste durch diese Stadt gelaufen werden, um sie mir wiederholtermaßen etwas anzusehen – Bahnhofstraße bleibt dieses Mal aber außenvor dabei. Und auf eine geführte Tour habe ich keine Lust, so auch nicht auf eine Rundfahrt auf’m romantisch daliegenden Züri-See. Das alles mag irgendwie nicht ziehen. In die nähere Umgebung Zürichs zu fahren, ist aus Zeitgründen, finde ich, auch nicht wirklich drin, obgleich der Busbahnhof erfreulicher Weise in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels sich befindet. Das ist doch schon mal ein weiteres Plus.

Zürich-Mitte ist ein aufgeräumter Ort. Man merkt einfach, bildete ich mir ein, nicht in Deutschland zu sein – was nicht heißen soll, es sehe in deutschen Städten unordentlich aus. Es herrscht in der Schweiz einfach eine ganz andere Stimmung oder Atmosphäre: weniger griesgrämige Gesichter, besser gekleidete Menschen, größere Autos und Fahrräder im Gebrauch, Menschen, die sich anscheinend andauernd freundlich begegnen, zivilisiert.

Sitze, wie könnte dem anders sein bei dem großen gastronomischen Angebot, unten im Hauptbahnhof in einem „Blueberry“ erstmals im Leben und studiere das Veranstaltungsprogramm, den „ZüriTipp“. Es ist der Tag nach meiner Ankuft, nämlich am anderen Morgen. Außerdem herrscht draußen sehr schnell fühlbar eine empfindliche Kälte, aber dennoch mit Sonne in Begleitung, was dem Gesamteindruck, der da so in mir ist, irgendwie zu entsprechen scheint.

Dass es keinen UBS-Schalter in der Bahnhofshalle gibt, fiel mir sonderbarer Weise auch umgehend auf. Nicht dass hier jemand auf Bankautomaten versiert wäre, das – noch- nicht.

Kurz, als Devise gilt in diesen ‚Corona-Virus-Tagen‘: „bloß nicht noch krankwerden!“ Auch daher trete ich meine Straßenschuhe im Hotelzimmer befindlich runter, mit oder ohne Strümpfe an, weil wenig Lust besteht, schon wieder die Schnürsenkel auf- oder womöglich zubinden zu sollen zwecks warmer Füße. Nein, die obligatorischen 1-2 Mal Gebrauch-Schläppchen führt das Hotel offenbar nicht.

Erhöhte Temperatur im Körper geht also nicht, sonst flieg ich womöglich bei einer der eventuell bereits neu eingeführten Fieber-Body-Scans am Flughafen durch, und lande in Quarantäne, sollten solche Scans schon durchgeführt werden in Zürich oder Nikosia.

Dieses Abenteuer, diese Art Recherche, muss nun wirklich nicht sein!

Wohne wieder schräg hinterm Bahnhof, in der „Konradstrasse“. Nettes Viertel, gut gelegen.

Gestern Abend wurde die „Les Miserables“-Verfilmung im Riff-Raff-Kino angesehen. Hatte geplant, dasselbe Stück im Original von Victor Hugo den folgenden Tag auf der Bühne noch ein weiteres Mal in Angriff zu nehmen – das Theater schien mir dann aber etwas zu weit gelegen bei so viel Auswahl an guten Events in der Stadt. Die öffentlichen Verkehrsmittel wollten oder sollten nämlich möglichst nicht mit in mein Kurztripp-Programm dieser Metropole kommen, war mit mir selbst abgemacht worden. Zürich mal wieder zu Fuß erkunden, bietet sich aus wirklich vielen Gründen an – auch in der Langstraße, und dortherum.

Was den Film der Miserablen eines Westafrikaners angeht, der inzwischen in Frankreich leben dürfte, nun: Als 15- oder meinetwegen 20-Jähriger hätte der mich wahrscheinlich schwer beeindruckt, vorausgesetzt, all die Nachrichten von und aus den Bannlieus hätten mich noch nicht erreicht. Mit 21 Jahren habe ich mir nämlich erstmals Frankreich-Erfahrung ‚angeschafft‘, als in Paris, Marseille und Cannes insgesamt für in etwa 6 Monate ‚gelebt‘ wurde. Doch diese Phase meines Lebens liegt mindestens 2-3 Jahrzehnte zurück, und in den Bannlieus außerhalb von Paris war ich noch immer nicht. Doch dass in Paris an bestimmten Orten eh genügend Gelegenheit geboten ist, seitens der Polizei unfreiwillig-unbeabsichtigt und oft kontrolliert zu werden, weil so in etwa ausgesehen wird wie vielleicht ein Algerier, ist dieses nahezu tägliche Prozedere von einst in Paris eine Erinnerung, die im Film, sozusagen, noch bedrohlicher repliziert wird und dergestalt recht lebhaft – von weit hinten im Hirn wahrscheinlich – auftauchte in mir vor der Leinwand sitzend.

Der Filmemacher soll Clichés, nach eigener Aussage, vermieden haben. Mir kam es aber so vor, als hätte er diese in ihrer ganzen Breite, nahezu, präsentiert. Dennoch: eine einigermaßen unterhaltsame Geschichte ist sein Film-Werk geworden, nicht Mehr und nicht Weniger!

Und die Moral der Geschicht darin: die Zeiten unbeschwerter Jugend könnten demnächst womöglich endgültig, das ist auch flächendeckender, im Westen Europas vorüber sein – vielleicht auch nicht. Vielleicht wird diese Unbeschwertheit in Zukunft, und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es sie mal gab, gewalttätigeres Handeln, auch der Erwachsenen, einfordern.

Lass Dampf ab, und leb‘ dann gefälligst auch mit den Konsequenzen deines Tuns; oder: beste Messeinheit fürs sozio-politische Gefüge ist, was im Polizeialltag abgeht. Zu diesem Befund gelangte ich im Kinositz, als gedacht wurde, dass die Masse der Bevölkerung einem den erwähnten Umstand, im Zweifel, nicht so plastisch aufzeigen kann, wie Cops im Einsatz!

So und wahrscheinlich wenig anders, also, könnte zum Film über wütende Jugendliche der Bannlieus von Paris auch noch Stellung bezogen werden.

Insofern wäre es eigentlich angesagt gewesen, die Theaterversion des Films ansehenzugehen. Entschied mich dann aber für den entführten Papst, ein Theaterstück, welches wohl lustig ist. Doof nur, dass weder die Limatstraße noch der Hechtplatz rechtzeitig gefunden werden konnten. Hinterm Bahnhof irgendwie rechts abbiegen, war auf der Karte verzeichnet, und dann an der Limat entlang. Auf dieser Strecke wurde teils gebaut, Baustelle. Und der Bahnhofsquai war plötzlich verschwunden, der in den Limatquai überführt. Und schon bald irrte ich wahrscheinlich gar nicht so weit vom Hechtplatz entfernt durch Zürich und landete anstatt im Kino „Xenix“ am Helvetiaplatz.

Der Projektor dieses Cinemas hatte irgendeinen Schaden. Doch bis 21 Uhr, wurde in Aussicht gestellt, könnte der Schaden eventuell wieder behoben sein, wurde gesagt an der Kasse. Aufgefallen ist auch bei dieser Gelegenheit, dass ich Schwytzer-Dytsch gar nicht so gut verstehe, wie ich mir ein Leben lang einbildete. Meistens muss ich darum bitten, sich zu wiederholen, und das tun sie in Zürich auch gleich, wenn ich mich nicht täusche, dann etwas entschärfter, sozusagen.

Also setzte ich mich in die Bar, die zum Xenix gehört, wo flotte, wirklich interessante, noch nie gehörte Musik anfänglich lief, und trank einen vor meinen Augen hergestellten Ingwer-Zitronen-Tee! Als sich der Ort mit Leuten zu füllen begann und die Musik immer lausiger geworden war – Pop aus den 80ern oder 90ern -, war es dann auch Zeit zu gehen.

Was an Orten, wie dem davor erwähnten Blueberry gut ist, ist, dass sie gut ausgeleuchtet sind, sodass man seinen Block oder Laptop herausholen kann, ohne das Gefühl zu haben, nicht allzu lange schreiben und sitzen zu können – vor lediglich einer Bestellung. Sie sehen, ich bin ein gutgetrimmter Gast der Gastwirte. Weil im Südwesten Deutschlands kommen in den Cafés normalerweise Bedienungen alle Nase lang an und fragen, ob man noch einen Wunsch hätte. Dort verkehre ich an so gearteten Läden wie dem Blueberry nicht. Beim Blueberry unterm Bahnhof in Zürich sieht es ähnlich aus wie bei Mc Donalds. Als ich daran ein weiteres Mal Stunden danach vorbeilief, sah ich, dass das Blueberry sich doch wirklich seinen Platz dort unten mit Burger King teilt: das eine Unternehmen rechts, das andere links. Die jeweiligen Sitzbereiche sind nicht ‚fein-säuberlich‘ voneinander getrennt.

Ja, auch Zürich ist fein und sauber gehalten, wie wohl alle Städte in der Schweiz. An und in der Langstraße sieht es allerdings etwas ‚eingelebter‘ aus: viele Bars, Spielautomaten, legale Hanfverkäufer, Prostituierte und natürlich Imbisse sowie auch Kaffee-Stuben á la Heitzmann, nur in kleinerem Format, Krims-Kram-Verkäufer usw. Viel gesellige Leute sind dort unterwegs an einem Samstagabend. Überhaupt ist Zürich herrlich angefüllt mit den herrlichsten Orten, an denen etwas gegessen oder getrunken werden kann, getanzt und so weiter. Und was nicht nur in jenem Teil Zürichs sehr auffällig ist, ist, dass egal, wo du hingehst oder mit wem du ins Gespräch kommst: die Menschen begegnen dir mit offenem, freundlichen Gesicht. Man scheint schlicht und einfach bemüht, offenbar, nicht so geschäftsmäßig rüberzukommen oder auf striktes Distanzhalten programmiert.

Sehr wohltuend, also!

Damit ich es nicht vergesse:

Bevor im Xenix gelandet wurde – „born in flames“ -, besuchte ich davor gerade nochmals das Riff-Raff, und zwar denselben Nachmittag. Gern wäre ich ins Kunstmuseum et cetera gegangen, was ich mir – auf für den Rückflug – ganz fest vorgenommen habe. Wie es dazu kam? Vielversprechender, aus meiner Sicht, hat sich das Ereignis „African Mirror“ angekündigt. Der Filmemacher selbst sollte eigentlich anwesend sein, dachte ich. Auch daher überraschte gleich zu Anfang des Films, dass ein Schweizer den Film gedreht hat. Ich hätte wetten können, dass irgendwas von Afrikaner gelesen worden ist, der den Film gemacht haben soll – und dass sich die Black Community der Stadt zu diesem Event im Riff-Raff an jenem Tag trifft mit dem Regiseur.

Da muss es sich wohl um eine Verwechslung handeln, bei mir.

Über den Dokumentar Filmer René Gardi lässt sich wirklich gut streiten. Seine im Film verbreiteten Ansichten sowie teils seine Vorgehensweisen beim Filmen und vielleicht auch die Art der Objektivierung seiner ‚Objekte‘ im sagenumwobenen „Mandara“ bieten dazu Anlass. Mandara lag vor der (angeblichen) Entkolonialisierung, wie Gardi so in etwa meinte, in noch unberührten Teilen Kameruns. Er outete sich als einer der ersten 6 oder 7 Weißen, die die Gegend jemals betreten haben sollen.

Ob es nicht sinnvoll wäre, die Wilden zu zivilisieren. Schlafen doch auf hartem Stein. Hätten NICHTS an. Man müsse ihnen Kultur bringen. Gardi zufolge sahen derartige, zivilisatorische Maßnahmen so auch – etwas weiter weg von Mandara gelegen in Kamerun – ansässige Missionare und französiche Besatzer. Letztere schienen nicht gerade zimperlich aufzutreten, wie hie und da kurz, sehr kurz nur, thematisiert wurde im Film – wie am Rande.

Gardi ließ einige Einheimische kleine Szenen spielen vor seiner Kamera, wie, beispielsweise: Junge freit Mädchen, sie unten an einer Wasserquelle in der Hocke er auf dem Baum neben der Quelle sitzend, und mit einer Frucht des Baumes wirft er sie neckend damit, eventuell neckend. Irgendwie taten die beiden Amateurschauspieler aber doch nicht so richtig, was Gardi gern dargestellt haben wollte, wie er anmerkte. Die beiden Darsteller kamen den folgenden Tag nicht mehr zum Dreh, wurde bemängelt.

Überraschend – obgleich es im Film immer wieder überraschender Weise weiß-schwarz Blenden zurück in die Schweiz gab, wo Gardi offenbar herstammt – konfrontierte einen der Film plötzlich mit der Aussage des Regieseurs, dass er in der Schweiz sich an „einigen Buben“ vergriffen hat. Ob Gardi in Afrika unterwegs ebenfalls ‚zugeschlagen‘ hat, war allerdings nicht Gegenstand des Films.

Es ist dennoch ein interessanter Einblick in das Afrika jener Zeit, als die Franzosen noch das Sagen hatten in Teilen dieses Kontinents. Und viele Schweizer scheinen ihrem französischen Nachbarn in Europa nach Afrika als Landbesitzer, Abenteurer und Geschäftlemacher gefolgt zu sein.

Einige Male war ich während der Vorführung geneigt, aus einer Art Protest aufzustehen und zu gehen.

Gut, dass ich durchgehalten habe!

Gut auch, dass einem solch Filmmaterial vorgeführt wird.

Ach ja, born in flames, das ist ein Film aus den 80ern. Eine fiktive Frauenbewegung – „womens army“ – fantasiert in dem Beitrag darüber, wie das Patriarchat abgeschafft werden könne. Der Film spielt in New York meist unter farbigen Frauen, wovon einige mehr oder minder offen lesbisch leben – und es satt haben, andauernd „verarscht“ zu werden von den Männern, „dem System!“ Vergewaltigt zu werden.

Vom Stoff her ziemlich interessant.

Leider wählten die Damen den bewaffneten Kampf, und dann war der Film auch schon zu Ende, noch bevor die Femme-Revolution in einem fiktiven, sozialistischen nachrevolutionären Amerika der Vereinigten Staaten seinen Lauf hätte aufnehmen müssen/können.

Kalt ist es noch immer in Zürich. Die Stadt wacht vielleicht schon bald auf. Es ist ja Sonntag, da darf Frau und Herr Schweizer länger schlafen. Von Lahr bis zum Flughafen in Zürich wurde ich – mal wieder – nicht einer einzigen Fahrbillet-Kontrolle unterzogen. Die Sonne kam diese beiden Tage, in denen hier verweilt wurde, eigentlich immer irgendwann durch, trotz Kälte und etwas Nebel. Hier im Zimmer des Hotel „Montana“, früh am Morgen, dürfte es gern auch etwas wärmer sein.

Ja, wir sind in der Schweiz, okay. Aber dass man für ungefähr 70 Euro am Tag kein Frühstück in der Hotelbuchung hat, daran muss man sich wahrscheinlich wirklich gewöhnen, wie auch 65 Franken für einen, nehme ich an, ganz einfachen Haarschnitt, wie auf einer Preistafel am Fenster eines Friseurladens unten im Hauptbahnhof von Zürich zu lesen war!

Das ist jetzt bereits das dritte Mal, dass mit Edelweiss geflogen wird. Werde ich wohl vorerst so beibehalten, weil man ja sonst nicht, der Bequemlichkeit wegen, nicht nach Zürich kommt – dafür aber nach Straßburg, welches mir vorerst Basel, Zürich oder Freiburg et cetera gut ersetzt, um zuweilen den Mief der Provinz von sich abzuschütteln. Lahr ist strategisch jedenfalls besser gelegen als Kandern, wo knapp 5 Jahre gewohnt wurde. Von dort war irgendwie fast alles ein bisschen zu weit und Müllheim, Rheinfelden, Steinen oder Badenweiler sind zwar schön, aber … .

Basel ist allerdings durchaus eine Wucht. Blöd nur, dass man das Auto nirgends mehr ohne Parkgebühr zu zahlen abstellen kann – außer sonntags, glaube ich. Müllhouse vermisse ich auch etwas, Selestat, Colmar ebenso. Dafür sind aber Karlsruhe, Heidelberg oder auch Baden-Baden sowie das interessante Kehl in meinen ‚Einzugsbereich‘ gekommen durch den Umzug nach Lahr im Schwarzwald usw.

Inzwischen sitze ich nach lockerem Check-in im Flieger. Das Essen war gut. Ich habe den Platz bekommen, den ich eigentlich haben wollte, den zum Gang hin. Der Computer der Airline hatte mir einen Sitz in der Mitte zugeordnet. Der Sitz neben mir wurde netterweise nicht besetzt.

Für Zypern habe ich mir diesmal vorgenommen, die kommenden 8 Wochen oft nach Nikosia zu fahren von der Küste aus. Habe eigentlich eh mein Stamm-Café dort. Mal wieder mehr Präsens zeigen, auch um etwas mehr Kypriaki flottzumachen. Nein, Griechisch kann nur gelesen und einigermaßen verstanden werden.

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Es sieht doch eigentlich gar nicht so schlecht aus.

Der heutige erste Tag im Jahr war vom Wetter her durchwachsen, also eher schön und angenehm als unerfreulich. Ins Wasser bei Maroni zu steigen, wäre heute längst nicht so angebracht gewesen wie gestern. Gestern war das Wasser des Meeres fantastisch, angenehm kühl, nicht zu kalt, windstill war es und die Sonne schien ohn‘ Unterlass.

Die Löhne sind in den USA seit über 3 Jahren nicht gestiegen, wird immer wieder gesagt, und dies vordringlich wegen der Konkurrenz aus China, angeblich. Dies und noch einige weitere Faktoren führten – inzwischen allgemein bekannt – aber auch zur Wahl Donald Trumps in den USA und zum Entscheid für einen Brexit der Briten. In Orten wie Griechenland oder Portugal kamen linke Regierung an die Macht. In Deutschland sind die Würfel diesbezüglich längst noch nicht gefallen.

Soll heißen:

Anstatt linksgeführt, scheint eine grün/schwarze Regierung in Berlin zukünftig durchaus wahrscheinlicher zu werden. Die Zeit für so etwas ist reifer geworden?

Trump und seine aggressiven Ankündigungen, siehe Handelsbarrieren gegenüber China oder gegenüber Europa, bringen hoffentlich keinen ausgereiften Handelskrieg auf den Plan. Hoffnung gibt, dass Trump über Mexiko und Kanada, und die mit diesen Ländern kürzlich getroffenen Vereinbarungen, den US-Druck auf Europa vorerst herausnehmen könnte. Weniger deutsche Autos müssten auf den US-Straßen von der Anzahl her fahren, meint Präsident Trump.

Wir sind geneigt, seine Ansicht positiv zu interpretieren. Das Potential, welches eine vermehrte Annäherung an die sogenannten neuen Autotypen in sich trägt, ist einfach zu ersichtlich, um von dunklen Wolken zu schreiben, die in den Abgrund ziehen könnten. Die sogenannte Umwelttechnik in den Karren, die wir fahren, ist gemeint.

Repatriierte Gewinn-Steuern wurden von Trump vor Kurzem gekappt, also genauer: er veranlasste eine Steuerreform, die die Körperschaftssteuer, Spitzensätze der persönlichen Einkommenssteuer et cetera kappte. Die eine Folge dessen ist beispielsweise, dass viel Geld zurück in die USA seither fließt.
Die angesprochenen Maßnahmen könnten allerdings auch zu einem Budget-Defizit führen. Letzteres könnte uns Europäer eventuell auch erschüttern. Weil durch solch Defizit die Zinsen hochgetrieben werden, siehe kurzfristige Staatspapiere, die im Wert inzwischen schon über den deutschen liegen sollen.

Die Nullzinspolitik beizubehalten, darüber hinaus, wird für Europa schwierig. Behält man diese Politik dennoch bei oder eben nicht, das ist die Frage, die schon demnächst beantwortet werden darf. Der Wert des Euros steht nämlich zuvorderst zur Frage in diesem Kontext – und somit ein gutes Stückweit auch unser Wohlstand!

Neue Bündnisse zu knüpfen, erscheint daher einleuchtend – sowie einen faireren Umgang mit den Afrikanern zu installieren. Diesem Letzteren wird sich in den nächsten Paar Dekaden zu widmen sein: je früher, intensiver und fairer, desto besser!

 

Trump und der Ex-US-Präsident Reagan liegen gar nicht so weit von einander entfernt, wenn Teile ihrer Wirtschaftspolitiken in Augenschein genommen werden. Beide veranlassten eine Steuerreform, die die Zinsen hochtreibt. Der Dollar steigt dabei im Wert an. Schwellenländer kamen und kommen in Schwierigkeiten dadurch. Finanzkrisen sind, waren und werden die Folge sein. Länder wie Mexiko oder die Türkei gingen damals in den Staatskonkurs. Und ein solches Ergebnis ist anhand der trumpschen Politik dort durchaus wieder zu erwarten.

Die Türkei ist also so ein Wackelkandidat, Indonesien und Argentinien auch. Kurz: Eine neue Schuldenkrise dürfte schon demnächst hie und da aufkommen, so auch in Großbritannien, die zu gewissen Verwerfungen führen dürfte.
Diese Krise kann allerdings auch als goldene Chance begriffen werden – zum Beispiel jener Chance, sich in etwas, nicht vollends, betont kritischere Distanz zu der US-amerikanischen Demokratieabbaumaschinerie zu begeben. Dessen sollten sich auch die Briten im Klaren sein, und keiner sollte glauben, dass ein Sich-Anbiedern an China einem die Fusselarbeiten abnehmen wird – so etwas wie die Lösung darstellt.

Zurück zu den Briten:

London lehnte den Vorschlag Brüssels ab, dergestalt aus der EU auszutreten, als wären sie gar nicht ausgetreten. Großbritannien scheint da lieber auf Freihandel machen zu wollen, speziell bei so genannten Gütern. Dies wäre aber Rosinenpicken, meint Brüssel dazu. Kann gut sein, dass Brüssel da etwas über-dogmatisch reagiert. Doch, wenn bei dieser Haltung geblieben wird seitens Brüssel, könnte es womöglich wirklich noch zu einem unkontrollierten Brexit kommen. Davon soll angeblich niemand profitieren.

Wir erinnern:
1963 stimmten vordringlich die Deutschen dafür, dass die Briten in die EWG kommen – unter Protest des Franzosen De Gaules.
Doch:
45 Jahre waren die Briten in der EU. Sie waren für die deutsche Wirtschaft insbesondere wegen ihrer offenen Handelspolitik ein Segen – und für viele Staaten der sogenannten Dritten Welt war dieser Segen eine zuweilen existentielle Bedrohung; hie und da ist er das noch immer. Und nicht nur das.

Die Briten erwiesen der EU einen gewissen Schutz vor Freibeutern der, sagen wir dazu mal, etwas höheren Kategorie; ein Schutz, der mit dem Brexit voraussichtlich ebenfalls wegfallen wird.

Und dann wäre da noch dieses Szenarium namens 35% = Sperrminorität.
Soll heißen:
Sollten die Briten aus der EU ausgetreten sein, werden die Länder im Süden mehr Gewicht zukünftig in der EU haben, wenn abgestimmt wird. Das dürfte auf längere Sicht eher zu einer allgemein gesunderen Durchmischung führen als die derzeit gegebene im EU-Parlament. Länder, die heutzutage nicht sonderlich wettbewerbsfähig sind, werden dann also das Sagen eher haben. Letzteres wird zwar dazu führen, dass sich die EU etwas einzukapseln beginnen könnte, was speziell für die deutsche Exportwirtschaft angeblich DER Graus sein soll. Indes sieht die Lage dann dennoch zunehmend vielversprechend aus, da die Länder aus dem Norden der EU die Bedürfnisse und Kapazitäten aus dem Süden besser in Entscheide mit eingebunden wiederfinden würden.

Insofern ist es schon verwunderlich, wie manche finden, man könne die Briten nicht so leichtfertig ziehen lassen. Nur weil Cameron (2016) eine Verzögerung der Maßnahmen, die eingeführt werden sollten in Großbritannien, um Sozialmigranten aus anderen Ländern in Großbritannien beschränken zu können, von Merkel und Co. seiner Zeit nicht gewährt wurde, haben sich die Briten in Richtung Brexit seinerzeit gewandt.

Vernunft sieht anders aus, zumal von gewissen Kreisen darauf spekuliert wird, dass bei erneuter Abstimmung der Briten über einen Verbleib in der EU – wenn es zu solch einer Abstimmung überhaupt kommt – ihnen diesmal gar die Cameron-Vorschläge seitens der EU angeboten werden sollten von Brüssel, um London in der EU zu halten. Das ist schon fast zynisch.

Sozialmigration sei „ineffizient“, wird immer wieder getönt.
Warum sollten Menschen nicht migrieren, um woanders sozial besser aufgestellt zu sein?
Das ist Abstimmung mit den Füßen. Ganz demokratisch.
Illegal?

Sozialleistungen müssten in einen ererbten und einen erarbeiteten Teil aufgeteilt werden, ist zu hören. Den erarbeiteten Teil könne man von den jeweiligen Gastländern (nur EU-Staaten sind gemeint) erledigen lassen, also: Arbeitslosengeld, Kranken- Rentenversicherung etc. Mit dieser Maßnahme wäre der Sozialmagnet abgestellt, wird kalkuliert, auch zu unserem eigenen, deutschen Vorteil.

Und dann, welch Schreck:
Plumps, hätten wir die Briten erneut oder immer noch in der EU mit ihren unersättlichen Sonderwünschen, das heißt, die würden dann nicht brexetieren. Den Briten darf man ruhig ein bisschen Freischwimmen zumuten in naher Zukunft, wie sie selbst es ja mal wollten mehrheitlich. Es ist an der Zeit, dass auch sie sich europäischen Herausforderungen europäisch zu stellen lernen. Schielen über den Atlantik oder über die Türkei nach China, bitte, das dürfen und können sie tun, doch nicht auf Kosten der europäischen Gemeinschaft, in der sie ein Mitglied sind oder wären. Das ist dann doch zu doppelt-gemoppelt!

Apropos doppelt:

So etwas wie Doppelkonjunktur haben wir nämlich derzeit in Germany, und die besteht aus Exporterlösen plus Binnenkonjunktur über die Baubranche. Die Leute wissen inzwischen nicht mehr wohin mit ihrem Geld – und die Republik wird auch daher etwas umgebaut. Den Deutschen geht es hörbar gut, den meisten wird behauptet.
Wie es Ländern so im Allgemeinen geht, liest man bestens an der Produktion im verarbeitenden Gewerbe und nicht am Sozialprodukt ab. In Frankreich ist die ausgewiesene Lohnstruktur allerdings eine eindeutig aufgemotzte. Sie entspricht derzeit nicht dem, was produziert und verarbeitet wird im Lande. Deutschland hat es zwar nach 10 Jahren Krise ‚geschafft‘, aus den finanziellen Schwierigkeiten zu kommen, allerdings mit Kollateralschäden: Mindestlöhne, Handelsbarrieren für arme Länder etc. Italien und Portugal sind noch schwerer in der Klemme als die Franzosen oder gar die Griechen im vorherigen Belang. Auch deswegen gibt es in diesen Ländern linke Regierungen.

Wir sind derzeit im Grunde in keiner Konjunkturkrise. Das Problem der Länder im Süden ist, dass sie in eine inflationäre Kreditblase durch den Beitritt zum Euro gerieten/dass man sie – eventuell geplant und ganz bewusst – dort hineingeraten ließ. Als der Euro in den 90er Jahren in der Diskussion war, zahlten die Länder im europäischen Süden noch hohe Zinsen, und deswegen wollten sie den Euro haben, auch, damit man ebenso niedrige Zinsen haben kann wie Deutschland.
Und ja, die Zinsen sanken sodann.
Doch ihre Schulden haben diese Länder ums Mittelmeer im Anschluss nicht angefangen, sagen wir, zielstrebig genug zu bezahlen.
Nein.
Man verschuldete sich erneut: Private, wie auch die jeweiligen Staaten. Es entstand ein kreditfinanzierter Lohnschub. Dieser hatte zur Folge, dass die Preise im Süden zu teuer wurden. Mit der Lehman-Pleite schwand das Vertrauen in diese Länder. Eine Massenarbeitslosigkeit brach sich ihren Weg unter anderem. Die politische Lösung war: Die EZB lässt Geld drucken. Wieso? Weil, die genannten Länder konnten sich ja auf dem Kapitalmarkt nichts mehr leihen. Ja, und recht praktisch war an dieser Maßnahme der EZB zusätzlich, dass mit dem im Süden gedruckten Geld Schulden der deutschen und französischen Banken im Norden beglichen werden konnten.

5 Ansätze, wie aus der Klemme gekommen werden kann:

Transferunion: Der Norden schickt eingenommene Steuergewinne in den Süden. Aber der Haken daran ist: 60% der EU-Bevölkerung wohnt im Norden, und die haben darauf wenig Bock. Der Herr Scholz, Finanzminister der BRD, schlägt auch daher eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung neuerdings vor. Letzteres wäre sogar eine Art Transfermechanismus durch die Hintertür, oder so. Doch die überhöhten Löhne im Süden würden auf diese Weise dennoch gestützt werden, wenn diese gemeinsame Arbeitslosenversicherung nicht noch flankierende Maßnahmen installiert bekommt.
Dass die weiter oben genannte Blase zu viel Siechtum in Italien im Lauf der Zeit führte, scheint erwiesen. Es gilt also wieder aktiver zu werden, auch in Italien.

Deflation: Die bedeutet Preissenkungen, die allerdings eine heikle Maßnahme sind als Weg aus dem Dilemma. Die Leute werden dann wahrscheinlich auf die Barrikaden gehen, wenn zu diesem Instrument gegriffen wird. Diese Art Chemotherapie ist höllisch – für größere Volkswirtschaften sowieso.

Den Norden inflationieren. Der Norden folgt dem Beispiel des Südens diametral, heißt das Inflationieren in etwa übersetzt. Die EZB versucht inzwischen, das allgemeine Inflationieren der finanzstarken Nordstaaten anzukurbeln. Doch das klappt nicht so recht. Italien ist um 38% bei seinen selbst erzeugten Gütern teurer geworden, anstatt, wie geplant, billiger. Man bräuchte schätzungsweise mindestens 16 Jahre, um das Inflationsdifferential durch solch inflationäre Maßnahmen wegzubringen. Daher wird so etwas wahrscheinlich eher nicht gehen. Die deutschen Sparer wären, davon abgesehen, keinesfalls amused.

Austritt und Abwertung. Durch Letzteres wird man schneller wieder exportfähig. Die Bevölkerung würde wieder eigene Produkte vermehrt kaufen. Die Produktivität könnte dergestalt angekurbelt werden. Doch Lohnerhöhungen dürfte es dann allerdings nicht geben. Und danach schreien die Leute gern zuerst.
Italien sagt zu all diesen Vorschlägen: entweder Transferunion oder wir treten aus! Minibonds werden ansonsten eingeführt, wird in Rom drohend angekündigt, die eine neue italienische Parallelwährung zur Folge haben könnten.

Schrumpfen: Es ist daher nicht auszuschließen, dass man die Italiener ziehen lassen wird müssen in der EU. Und wer weiß, wer noch alles die Koffer packen mag und/oder wird. Auch daher spricht unglaublich viel dafür, dass die Allianz zwischen Frankreich und Deutschland weiterhin der kleinste mögliche Nenner einer abgespeckten, zukünftigen EU sein wird/muss/sollte.

Dieser Ausblick macht durchaus Mut, schafft Zuversicht, zumal Frankreich auch Atomkraft ist – und das Schrumpfen in nahezu allen Bereichen der EU darf gern als Fastenkur (im Ökonomischen etc.) angesehen werden.

Heilfasten mit atomarem Rückenwind!

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Angekommen!?

Weiß nicht, wie es Ihnen geht. Nein, ich komme gerade nicht aus dem Wasser des Baggersees in Kippenheimweiler oder vom dortigen Karpfenstüble, wo die Forelle so wunderbar knusprig und einigermaßen preiswert gereicht wird, um nun im Schatten eines Baumes mich an Sie zu wenden. Bin aber bereits auf dem Weg zu einem, nennen wir es doch so, verlängerten Schwimmerlebnis im Ausland, Zypern, wie eigentlich jedes Jahr.
Sitze dazu morgens um 08 Uhr 30 in einem der Starbucks von Basel, und zwar am SBB-Bahnhof. Ein recht netter Ort das Bucks, dem ich bislang stets meine kalte Schulter zeigte. Weil, wie vor 2 Tagen festgestellt werden musste, ist mein Stammcafé, das „Beschle“, gegenüber vom SBB, anscheinend für immer geschlossen worden.
Gott habe es und seine unvergleichlich guten „Gipfele“ selig! Keine Ahnung, wo in der Stadt man die noch oder weiterhin in dieser Qualität erhält. Im Starbucks sind diese Croissants in Geschmack und Aussehen jedenfalls wie bei Aldi oder Lidl gekauft: zu süß, zu pappig, zu klein, zu teuer letztendlich.
Das Starbucks hier, wie auch in Genf vor dem Hauptbahnhof – fiel mir noch rechtzeitig ein heute Morgen, sodass ich mich dorthin begab, anstatt im chicen „Euler“ einzukehren nebenan – hat auch Mugs aus Ton, sodass dieses überall neuerdings ausgegebene und ebenfalls überall und von den meisten verdammte Becherzeug nicht gebraucht werden muss, um beispielsweise Kaffee zu trinken. Noch verwunderlicher war jedoch an diesem Morgen, wo in der Schweiz ja doch ALLES so wundersam teuer ist, dass ein riesengroßer Topf voll Filterkaffee – „grand“ genannt – lediglich und spektakulärer Weise mit 5 Fränkli berappt wird in Starbucks.
Ganz nett eingerichtet hier. Im Gegensatz zum Beschle kann man den Computer rausholen, weil im Innenbereich nahezu überall Steckdosen sind. Und mein Laptop braucht dieselben, da die Batterie sich vor Kurzem einfach so und für immer verabschiedete. Wahrscheinlich mit Grüßen vom Hersteller Asus tat sie das: ‚Kauf mal wieder einen neuen!‘, haben die Grüße wohl besagt. Letzteres würde ich vielleicht sogar tun, wenn nicht „Word“ drauf wäre. Mit diesem Schreibprogramm bin ich sehr zufrieden zur eigenen Überraschung – und geschenkt bekommt man das bekanntlich auch nicht von Microsoft.
Nein, nein! Auf einem neuen Computer, wie Sie eventuell wissen, kann das gekaufte Word nicht mitgenommen werden, vielleicht, wenn die Computer aneinandergekoppelt würden. Leider übersteigt solch ein Hardware-Eingriff gewissermaßen schon meine Anwenderfähigkeiten, und nicht verwundern würde, wenn das Manöver dann auch nur gekoppelt funktionierte, sonst nicht. Da muss beim Neukauf offenbar nochmals in die Tasche gegriffen werden, um wieder Word auf dem Computer zu haben.
Wir besitzen somit ganz offensichtlich nicht, was wir kaufen!
So weit ist es nun bereits gekommen – zumindest bei dieser Angelegenheit (word); und noch erstaunlicher ist, dass wir alle uns damit abzufinden scheinen. Ja, man hätte wohl doch besser anstatt gesprochenen Sprachen, doch Computersprachen lernen sollen. Glück gehabt!?

Der Zug, also, brachte mich von Lahr im Schwarzwald direkt dort hin, nämlich nach Basel an den SBB, wie bereits gesagt – man muss dazu nicht mehr am Badischen Bahnhof von Basel umsteigen: keine Pass- oder Ticketkontrollen, kein Stress anderer Art, alles glatt gelaufen auf der Fahrt, eigentlich wie immer.
Ja, ein Zugticket zu kaufen, erscheint mit dem 6-Uhr-43-Zug nach Basel von Lahr aus geradezu eine Demonstration gutbürgerlicher Tugenden geworden zu sein – des Gutmenschseins. Weil um die Uhrzeit scheint offenbar niemand das Billett kontrollieren zu wollen. Werde mir diese Ticket-Trophäe übers Bett hängen und ihr dann manches Mal wohl wehmütig sagen, „wirst nicht entjungfert!“
Ja, ja! Die Bahn, dein Freund und Helfer! Richtig sozial schon fast. Die Fahrpreise werden aber dennoch erhöht. Das erhöht gewiss auch die Rate jener, die sich umsonst herumkutschieren lassen (werden). Hier von gerechtem Ausgleich zu sprechen, wäre nun wirklich verwegen. Wie dem auch sei: Ich bezahle stets, gell?

So parallel zum Oberrhein im Zug gen Schweiz hochzugondeln, ohne dieses fließende und durch Stauwehrs sowie Begradigungen gebändigte Gewässer dabei je zu Gesicht zu bekommen, das hat schon was – die Landschaft ist gemeint, auch die Mitreisenden im Zug.
Ja, trotz vielen Jahren im Ausland wird festgestellt, dass die paar Jahre im Markgräflerland, genauer in Kandern, schon sehr hilfreich waren nach der Rückkehr, um das Entjungfern dieses Landstriches, der aus meiner Warte die Gegend von Baden-Baden bis eben Basel, genauer, auch Rheinfelden und Liestal umschließt, in vollen Zügen zu genießen. Inzwischen erscheint das Meiste recht schön vertraut, fühlt sich bekannt und warm an, als hätten die Gegend und ihre Leute mich gelesen und verstanden – und das Elsass mag in diesem Kontext noch erwähnt sein, damit bloß niemand meint, die einstige Grenze über den Rhein bestünde noch immer in meinem keinesfalls in der Geschichte zurückgebliebenem Kopf. Auch ich bin ganz begeistert vom Elsass und seinen Menschen, der Natur – nur eben per Zug fahr ich dort nie; letztlich passt die Nicht-EU-Schweiz trotzdem vortrefflich rein.
Sie hören es schon, ein unverbesserlicher Anhänger der These spricht zu Ihnen, dass immer, und dann immer wieder, irgendwo gewesen sein muss, um so etwas wie das Wesentliche von dem, wo man ist und war mitzubekommen – und auch von daher wurde im Leben erst gar nicht versucht, möglichst viele, wenn nicht gar alle Kontinente gesehen oder besucht zu haben. Unsereins ist da wie ein Druckerkopf, denke ich mir gerade, der die Buchstaben in Zeilen in gleicher Weise auf‘s Papier druckt, welches zwar schon irgendwie gleich aussieht und gestaltet ist, aber halt doch nie dasselbe Stück Papier ist – und der Druckkopf hat auch nicht immer dieselbe Tinte aufzuweisen: Mahlberg, Herbolzheim, Emmendingen, Freiburg, Müllheim, Weil am Rhein, all diese Stationen und was dazwischen liegt, dahinter und davor, das sind einige Haltestellen auf der Fahrt in den Süden, Orte, die ganz besonders bekannt und vertraut sind.
Basel!
Wahrscheinlich war ich in einem vorherigen Leben mal ein Basler oder eine Baslerin. Kaum, dass ich den Fuß in diese Stadt gesetzt habe, transformiert etwas in mir, so, als würde ich, es hört sich total komisch an, städtischer. Hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich damals als Teenager aus der Enge der Provinz flüchtend, nicht etwa in Lahr, Emmendingen oder Freiburg mein Seelenheil fand und suchen ging, was auch immer das Seelenheil genau ist und wahr, sondern im schönen Basel – und ob ich wirklich auf der Suche damals war, ist zumindest aus meiner Sicht fraglich. Es ging, nachdem ich Seelenverwandtes in Klein- und Großbasel zufällig und unbeabsichtigt angetroffen hatte, vorrangig ums Darin-sich-Baden, Suhlen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Straßburg oder Offenburg, meinetwegen noch Zell am Hamersbach oder gar Freudenstadt, sind auch schön, aber die Menschen sprechen vor allem in Basel all meine Sinne an, bilde ich mir ein – und fragen Sie bitte nicht, warum und wie ich das so genau registriere? Einbildung, sagte meine Mutter bereits und oft, ist bekanntlich auch eine Bildung. Und diese Herausforderung, unter anderen, nehme ich gerne an.
Ja doch, es ist schon eine Herausforderung, gewissermaßen, weil Einbildung/en ja bekanntlich negativ in unserer ach so fakten treu-untreuen Welt konnotiert werden: Illusionen, Halluzinationen, Echos aus der vergangen Zukunft, also der Gegenwart. Und solch Ding ist bekanntlich tabu. Funktionieren ist ja angesagt!

In diesem eben genannten Zusammenhang kann ohne rot werden zu müssen, gesagt werden, dass neuerdings alles wie am Schnürchen in meinem Lahrer Leben zu funktionieren scheint. Man muss direkt schon Sorge tragen, dass irgendeine Krise, oder schlimmer, diese unbekannte Ordnung verunmöglichen wird. Wollen wir aber positiv ins Leben blicken.
Wenn das nur so leicht wäre. Und dann auch noch auf dem Weg nach Zypern im Spätsommer 2018. Sie wissen doch: Haie schwimmen dort neuerdings in recht großer Anzahl durch die See. Nein, das sind nicht jene, die, wie Sie recht vermuten würden, aus dem Roten Meer den Weg ins südöstliche Mittelmeer gefunden haben oder hätten, Gestalten aus der griechischen Mythologie, sondern richtig dicke und wirklich schrecklich große, noch schrecklichere und gefährlichere Wesen als Haie: Kriegsschiffe, Unterwasserboote, Totbringer mit Fluglandebahn und so. Die sind mit allem möglichen Schnick-Schnack zum Töten ausgestattet – angeblich geben die an, dieser Aufwand sei zum Verteidigen da. Und Zypern ‚darf‘ diesen ‚lieben‘ Verbündeten auch in diesen Tagen seine Häfen offenhalten, damit unter anderem die Besatzungen dieser Kriegswerkzeuge womöglich vor dem großen, irgendwo totbringenden Einsatz noch ein bisschen Leben – oder wie es genannt wird – in sich reinschütten gehen können: in den Bars, Diskotheken und heimlich betriebenen Puffs, wohl eher weniger in den Museen oder Kirchen etc.

Ich fliege also in die/eine Kriegszone, und das eigentlich nur, weil mein zweites Leben seit inzwischen über 10 Jahren ja auf Zypern passiert. Kater Vassili ist schon vorgestern von Zürich aus geflogen. So unbeschwert wie er, würde ich die Sonne Zyperns auch gern genießen. Gewiss sitzt er gerade im Garten und schnuppert alles ab – er kann ja nichts sehen. In Lahr wollte er nicht aus der Wohnung; und ich wollte ihn dann auch zu nichts zwingen. Doch das nächste Mal werde ich ihn aus seiner Komfortzone holen, denn wie gesehen werden konnte, ist der Spielplatz vor dem Haus mehrheitlich aus Holz gebaut. Komischerweise dachte ich gesehen zu haben, dort sei alles aus Plastik. Das war wahrscheinlich so etwas wie ein vorurteilsmäßiger Blick, den ich geworfen oder gehabt haben muss, ein Flashback. Wahrscheinlich hat etwas in meinem Hirn deutsche Realitäten und Standards mit zypriotischen, türkischen oder ägyptischen etc. Standards im Hirn verschoben. Klar doch, dass in Lahr, und dann auch noch zentral am Marktplatz, ein Spielplatz nicht mit Plastikzeug vollgestellt ist! Daher, denk ich mir jetzt, auch die vielen hippen Leute, die vom Balkon aus zuweilen mit Kinderwagen usw. in Richtung Spielplatz verschwindend, gesehen werden konnten. Und ich dachte als: wieso kommen die ausgerechnet hier her? Die Antwort dachte ich, sei, dass wahrscheinlich einer der Eltern einkaufen geht, oder dass vor oder nach dem Einkauf oder Besuch eines Restaurants die Kinderlein dort noch etwas bespaßt werden, damit sie weniger oder besser überhaupt nicht quengeln.
Da fällt mir gerade auf, beobachtet zu haben, dass die lieben Kleinen im Südwesten eventuell weniger oft quengelnd quäken als in der Hauptstadt der Deutschen.

Es ist also ganz nett, in Lahr die Zelte aufgeschlagen zu wissen. Einiges los dort. Die Landesgartenschau macht am 14. Oktober 2018 die Pforten zu, und dann werden wir ja sehen, was mit dem sehr künstlich und im Chic meiner Mutter gestalteten Gelände geschehen wird. Doch das ist nun wirklich weit weg.
Noch sitze ich im Starbucks am SBB in Basel und demnächst werde ich diesen Platz räumen und gen Flughafen im Elsass mit dem 50er Bus fahren, von wo aus mit EasyJet nach Larnaka geflogen wird. Nein, ich bin nicht mehr so gut zu sprechen auf EasyJet. Das Warten in der Schlange nervt und auch, dass man stets Angst haben muss, der Handkoffer werde reklamiert, weil er wahrscheinlich doch wieder etwas zu schwer ist etc. Man muss daher stets möglichst früh am Schalter stehen und gleich nachdem die Fluggäste mit Vorzug/Privileg durchgewunken wurden, ins Flugzeug gelangen, weil sonst wird man, wie bereits einmal geschehen, womöglich aussortiert und soll seinen Koffer abgeben, wofür dann aber nichts zu bezahlen ist. Das passt einem natürlich gar nicht, erst recht dann nicht, wenn man abgeholt wird und einfach nur raus aus dem Ankunfts-Flughafen will. Die sind ja schrecklich geldgrabbschig geworden, die von EasyJet. Und nicht nur die!
Hatte Monate lang keinen Zugang zu meiner Kreditkarte, weil mein Anbieter irgendetwas am System umstellte. Dann irgendwann habe ich es nach Monaten geschafft, diesen Zugang wieder zu erhalten, was mit einigem Missfallen meinerseits getan wurde. Und was ist das Ergebnis: eine weitere Kreditkarte wurde mir ausgestellt, die gar niemand haben mag, jedenfalls nicht ich. Doch das Ding namens Kreditkarte war nun erneuert, der Zugang ermöglicht, eine Mail wurde geschrieben, dass ich die neue Karte gar nicht will und ein paar Tage später, was glauben Sie, was passierte, als ich erneut ins Kreditkartenkonto vorstoßen wollte, genau, es war wieder nicht möglich. Also rief ich dort mal an. Und da sagt diese Frau Polat doch, „ja, Sie hätten aber auch den Benutzernamen ändern müssen.“

Hallo!


„Das stand da nirgends!“ sagte ich.
Ich habe keine Ahnung wie viele Passwörter eingegeben wurden, hin und her geschickt worden sind, bevor ich Frau Polat am Apparat hatte. Und jetzt soll das ganze Spiel schon wiederbeginnen – womöglich mit weitere Kreditkarte als Ergebnis? Wissen Sie was? Ich habe kurzerhand gekündigt. Einen Brief aufgesetzt, in dem ich wissen ließ, dass der Service unerträglich kompliziert geworden wäre, bedankte mich für die langjährige Zusammenarbeit und dann wurde das Ding per Einwurfeinschreiben weggeschickt. Mal sehen, ob ich nicht auch ohne Kreditkarte über die Runden komme. Es dürfte gelegentlich kompliziert werden, ohne. Doch das Risiko mag ich nun auf mich nehmen. Es gilt eh, sich nicht mehr alles Mögliche anzueignen, sondern darauf zu bestehen, dass dieses ‚Volk‘ und andere einen genau so auf- oder annimmt als Kunde oder Gast der bezahlt – also auch ohne Card. Wieso muss ich unbedingt eine Kreditkarte haben, eigentlich? Weg damit, habe ich mir gedacht. Jetzt bin ich gespannt, welche juristischen und anderweitig geschlagenen Purzelbäume meines Kreditkartenanbieters mich im Briefkasten erwarten, wenn aus Zypern voraussichtlich Anfang November zurückgekehrt wird.
Es tut jedenfalls gut, diese Fessel gelöst zu wissen. Ich werde sie mir hoffentlich nicht wieder umlegen. Postbank-Konto muss reichen. Punkt. Diese Maßnahme mit-entschleunigt gewiss. Dürfte förderlich sein, kann nur förderlich sein. Das Leben will, ich fühle es, noch langsamer vorgehend, genossen werden. Jetzt, wo alles angeblich schneller wird, gilt es dagegen zu steuern.
Da wären noch einige weitere Punkte, die entschleunigt, genauer be- oder gereinigt gehörten. So rede ich schon seit Längerem davon, dass das Postbankkonto aufgelöst gehört, weil da diese unerträgliche Nähe zur Deutschen Bank besteht. Die sollen ja nicht gerade Geschäfte betreiben, die unsereins unterstützt moralisch und so. Und die Aussichten sind nicht gerade derart, dass es mit der Postbank besser wird, wenn sie sich demnächst doch noch von der Deutschen Bank lösen wird, oder gelöst wird.
Nun, jemand, der ins Finanz-Haifischbecken namens Zypern fliegt und dort auch noch zeitweise lebt, der hat wohl allen Grund, werden Sie denken, sich über seinen Finanz-Abdruck in den Annalen der Geschichte seine Gedanken zu machen.
Ja, Zypern ist leider noch immer ein Finanz-Dschungel, und alle in Brüssel und sonst wo in der Welt wissen es.
Die/Eine Geld-Waschanlage!
In diesem Zusammenhang wird einigermaßen interessant werden, zu sehen, wie Südzypern, also die Republik Zypern, das EU-Mitglied, sich die Briten vom Hals holen wird. Jedenfalls ist da jemand, war zu lesen, der juristisch gegen die Anwesenheit der Briten auf der Insel vorgeht. Seine Begründung ist, dass das Halten einer Kolonie, und nichts Weiteres seien die 3 Militärbasen der Briten auf Zypern, nach europäischem und internationalem Recht gar nicht zulässig sei.
Vor dem Hintergrund, dass sich die HSBC-Bank der Briten ja auf beiden Inselteilen etabliert hat, und gewiss weiterhin dort ein Standbein zu halten gewillt ist, dürfte es, wie gesagt, sehr interessant sein, zu verfolgen, welchen Ausgang dieser Streit nehmen wird, wenn es denn überhaupt zu einem vernehmbaren Streit kommt. Bekanntlich ist die HSBC derart exzessiv über ALLEM schwebend, dass wahrscheinlich sogar die Queen im Buckingham Palace allabendlich ihr Kreuz vor dem Logo dieser Bank schlägt und sich dabei hinkniet.
Klar ist allerdings auch: so lange dieser eine und wahrscheinlich hauptsächliche Spaltpilz auf Zypern dahinwächst, wird aus einem vereinten Zypern eh nichts. Da die HSBC jedoch zukünftig vorrangig auch die finanziellen Interessen der Chinesen vermehrt managen wird, ist, wie gesagt, es noch interessanter zu sehen, wie unsere vorgeblich freie und ach so demokratische Ordnung in der EU sich verbiegen wird, um diese zuvor erwähnte Angelegenheit doch noch unter den EU-Werte-Deckel zu bringen.
Weil es ist doch wohl klar: die Briten haben auf Zypern schon längst nichts mehr verloren – genau so wie die Türken!

Inzwischen in dem Flughafen vor Basel sitzend. Durch die Kontrollen zu kommen, war auch diesmal wieder einfach – weil, ich komme bekanntlich Stunden zu früh. Konnte sogar davon absehen, ein Stück Kuchen oder gar ein Käsebrot zu kaufen: zu teuer, eigentlich, und andererseits mag auch DAS endlich eingegrenzt werden. Nicht andauernd etwas zu Essen kaufen, nur, weil man irgendwo eingekehrt ist. Schreckliche Angewohnheit! Wundert nicht, dass man so übergewichtig wird. Derzeit habe ich allerdings Idealgewicht, weil tatsächlich durchgezogen wird seit geraumer Zeit, möglichst nur Hülsenfrüchte zu essen: Bohnen, Erbsen etc. Kein Brot, keine Nudeln und so weiter. Es hat einen einschlagenden Effekt, darf ich Ihnen berichten. Mein Bauch meldet plötzlich wieder so etwas, wie: es reicht, hör auf in dich reinzustopfen! Klasse.
Sogar ein paar Mal Eis war ich zwischenzeitlich schlotzen – und kein schlechtes Gewissen überfällt mich mehr dabei. Denn auch das habe ich plötzlich besser im Griff, genauer: das Schokoladeneis in der Marktstraße von Lahr schräg gegenüber von C&A nicht täglich haben zu müssen. So auch, wie ich gerade vorgestern herausfand, das Erdbeereis.
Sie glauben gar nicht, auf welch vielfältige Art und Weise jemand, der von Kochregeln keine Ahnung haben will, seine Bohnen anrichtet. Ich lege sie immer in Wasser. Das ist die Ausgangssituation. Gleich einen großen Topf voll mit Bohnen leg ich an, sodass für knapp eine Woche Koch- und Essmaterial bereitsteht, welches, ganz wichtig, dann auch darauf wartet, gekocht zu werden und davon abhält, außer Hause Essen zu gehen.
Keine Ahnung, was die in diesen Restaurant-Küchen ins Essen machen, aber eines ist inzwischen sicher: es ist meist zu salzig und es trägt dazu bei, dass man sich wie aufgebläht nach den meisten Essen fühlt. Und nun hören wir auch schon auf damit, weil, sonst steigt der Preis für Hülsenfrüchte, weil auch Sie damit begonnen haben.
In Zypern besteht auch die Möglichkeit, sich auf diese Art und Weise weiter zu ernähren. Aber natürlich lebe ich dort auch ein anderes Leben: mehr Einladungen etc. Bei Letzteren gilt es nun eben, unauffällig aus dem Essangebot herauszupicken, sodass niemand auf den Kochlöffel derart getreten wird.
Nein! Es wird niemand bekehrt werden, das Bohnen-Ding zu machen. Die Gefahr ist eher, dass ich von den anderen bekehrt werde, sprich: auf den Pfad des ‚Normalen‘ zurückfinde. Und das ‚Normale‘ in puncto Nahrung soll nicht mehr normal für mich sein. Warum auch, wenn es mir damit nicht so gut geht wie es mir jetzt geht?

Es ist noch eine Stunde bis zum Abflug. Um mich herum sitzen nahezu alle und essen. Auch hier, wie Sie schwerlich erkennen können, wird mein Laptop durch eine Steckdose genährt. Wusste gar nicht, dass das hier möglich ist. Hundert Mal und mehr schon von hier weggeflogen und erst jetzt finde ich die Steckdose im Flughafenrestaurant. Klasse.
Doch einen weiteren, neuen Favoriten mag ich Ihnen nun doch noch verraten: der Kaffee, der angeblich ohne Coffein ist, schmeckt haargenau so wie der mit. Also warum mit trinken, wenn es auch ohne geht? Ehrlich gesagt, was Lahr angeht, und hiermit schließen wir: der koffeinfreie Kaffee wird im „Süßen Löchle“ am besten gemacht. Der Innenhof, der dort angepriesen wird als Attraktion und weitere Sitzgelegenheit, konnte mich indes noch nicht in seinen Bann ziehen. Im Sommer fand ich es wirklich schöner, draußen an der Straße zu sitzen, wo die Autos und Busse mit, glaube ich, lediglich 20 km/h durchfahren dürfen.

Maroni: Das Wasser war recht salzig. Die weißen Wolken überm Meer wunderschön geformt. Zum Einstieg die Fileleftheros-Tageszeitung gekauft, die zwar ein Rechtsausleger ist, doch dennoch genug Dinge verbreitet und in die Welt setzt, von denen gut Rückschlüsse auf das gezogen werden können, was vielleicht wirklich abläuft an gewissen Orten auf Zypern. Vassili hatte nicht viel Interesse an meiner Person. Das ist aber OK!

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Lahr

Oder: Insider schaut von draußen kommend rein!

 

Lahr im Schwarzwald

Eigentlich spricht jetzt gerade ein Ur-Lahrer zu Ihnen, auch, weil Lahr-Dinglingen eigentlich erste richtige Heimat wurde und nicht etwa der Ort, an dem ich geboren wurde; und wegen des vorigen „Ur“ scheint hier gewiss so manchem Leser der historische Dinglinger-„vicus“ der Römer erwähnenswert. Der ist nun in neuem Gewand auf der Landesgartenschau zu sehen: „sprechende Türen!“

Ja! Rein zufällig wurde ich weiter nördlich von Lahr geboren Ende der 50er Jahre. In etwa ab dem 12ten Lebensmonat lebte es sich in Dinglingen für ungefähr 2,5 Jahre recht angenehm, vermute ich. Wollen wir hier angekommen, nicht weiter alte Kammellen aus der Erinnerung aufscheuchen, hätte man so in etwa bei uns zu Hause kurz angebunden gesagt, weil thematisch im Stoff in 7-Meilen-Stiefeln fortgeschritten werden muss – bloß keine Nabelschau, stimmt’s?

Dann ging es ins Umland von Lahr, rüber an den Rhein. Dort wurde für ein Jahrzehnt und etwas länger gelebt sowie die Grund- und Hauptschule besucht. Überhaupt wurde dort so in etwa getan, was sonst noch so zu tun ist als junger Mensch, der auch noch farblich etwas heraussticht. Das Letztere ist ja inzwischen ein Detail, welches im Deutschland des Jahres 2018 eigentlich keine Erwähnung mehr wert ist, denn es gibt nun viele von ‚uns‘ hier – in den tollsten herkommenstechnischen Konstellationen.

Schwimmen in den Baggerseen, Streifzüge durch Taubergießen, einfach durch den Rheinwald, wie auch durch den Ober- und Ringsheimer-Wald gehen, gelegentlich mit der Fähre bei Kappel ins Elsass fahren oder mit dem Fahrrad nach Ettenheim, Herbolzheim gern auch an den Kaiserstuhl, tanzen in der Cleopatra-Diskothek, Abenteuerbücher lesen und natürlich Fußball sowie Tischtennis spielen, erste 68er-Nachwehen plus Gesamtpaket, waren so in etwa das, von dem oben gesagt wurde, was es sonst noch zu tun galt, damals.

Mit 15 Jahren ging es eher aus sekundärem Grund, nämlich dem der Bildung, zurück nach Lahr, und zwar an die Handelslehranstalten. Nun, Planen von Bildungs- oder Berufswegen, war nicht sehr angesagt unter meinen Bekannten und Freunden Anfang der 70er Jahr. Die erwähnten Bildungs-Anstalten in Lahr sind noch immer oben auf einem der vielen Hügel der Stadt gelegen. Überhaupt: Die Optik aus Lahr in die Umgebung ist hügelig.

Mitschüler der höheren gymnasialen Stufen nannten wir „Wirtschaftshengste“ und „Technikfreaks“ – und hatten die Begabung, uns selbst in ganz anderem Licht zu baden. Lahr verhalf solch Landeiern, wie ich eines bin oder (geworden) war, in die Welt hinaus zu eiern, selbständiger auf eigenen Füßen zu schaukeln, letztlich ‚mein‘ Leben elliptisch sich bewegend auszuloten, wie es der vorherrschende Zeitgeist, glaube ich, auch heute noch als Art Selbstverwirklichungsmodul usw. eingibt.

Die ansässigen Kanadier, Canadian Forces Network, waren bei der intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Selbstfindungs-Thema ganz hilfreich, boten ein recht brauchbaren Anschauungspunkt, um dem so empfundenen soziokulturellen Ballast aus der ‚Provinz‘ etwas ganz individualisiertes Neues zu-über-eiern. Das geschah noch, bevor die nächsten Schritte einem beinah willkürlich geworfenen Rugby-Ball gleich ins leicht dahin plätschernde Leben voraus- oder aber nachgesetzt werden wollten oder sollten.

Und ja, es mag einfach noch fallen, DAS Stichwort im Zusammenhang mit Handelslehranstalten, dem Integrierten Beruflichen Gymnasiums (IBG): „Dr. Uhrig“. Dieser Herr und Rektor war zu jener Zeit Die lehrende Persönlichkeit am IBG, von der gewiss noch viele Wirtschafts-Zöglinge des IBG bleibende Erinnerungen haben (Buchhaltung, Rechnungswesen etc.). Und bei der CDU war er auch. Uns jungen 68er-Nachwehlern auch daher suspekt.

Heute im Jahr 2018 als Alt-neu-hinzugezogener-Lahrer verbinde ich mit dem Hügel, auf dem das IBG steht, dass Kater Vassili vor ein paar Monaten seine Hoden von Frau Veterinärin entleert bekam. Der Eingriff verlief problemlos und wunderbar professionell. Kater ist putz-munter! Vielleicht isst Vassili daher nur noch das Gelbe vom Ei so gerne? Eine empfehlenswerte Tierpraxis mit angenehm weiblichem Touch, wenn so etwas in Zeiten von „MeToo“ noch hinzugefügt sein darf.

Im Jahr 1976 ging es des Wehrdienstes wegen ab nach Berlin. Der Witz an Berlin ist im Rückblick, dass eigentlich erst dort eine vorliegende Schweizophilität, oder so etwas Ähnliches, mir bewusstwurde. Auf diese Art Leidenschaft komm ich seither immer mal wieder und gern zurück, wie eigentlich auch nach Lahr, kurz: an den Oberrhein. Ein Charme, dem man erliegt oder entflieht!

Nach vielen Jahren der Abstinenz also wieder zurück im Städtle am Fuße des Schwarzwaldes – doch es ist ein total anderes geworden seither. Die Bevölkerung erscheint einem auf den ersten und sogar zweiten Blick wie ausgetauscht. Das hat vielleicht damit zu tun, dass man älter geworden den Blick auf andere Dinge lenkt. Wie dem auch sei: Lahrer sind noch immer kommunikativ und ansprechbar, sogar sehr oft freundlich. Es ist schon schön!

Lahr ist allerdings nicht erste Wahl gewesen. Eigentlich war Weil am Rhein angesagt, wohnte davor in Kandern. Doch letzteres war auf Dauer zu abgelegen von der Eisenbahn, der Autobahn und der B3 – eigentlich in jeder Hinsicht off track. Als dann das Wohnungsangebot in Lahr reinkam, der Vermieter plus Frau von Anbeginn und bis zum heutigen Tag einfach passten und passen, war klar, und bei solch Wohnraum plus -lage: Es soll offenbar Lahr werden: Amen!

Stellte indes schnell fest, dass der Kenntnisstand über diese Stadt eigentlich auf Null steht – und dann doch auch wieder nicht. Die Histore der Ortenau ist eher noch unbekannt, wer beispielsweise ist heutzutage Wer und wieso? Zum Markgräflerland weiß ich inzwischen einiges. Weil Kandern war ja einige Jahre Anlaufpunkt, nach Jahrzehnten zurück aus Berlin und gewissen Teilen der Welt im Südwesten. Gute Voraussetzungen zur Re-Integration in Lahr, am Oberrhein!? Was es so zu hören gibt in der Ortenau und dem sehr gesprächigen Elsass – I love Sélestat – ist wahrhaft eine Menge. Dieser Stoff will verdaut und wieder hervorgebracht sein!

Bin bekanntlich oft auf Zypern. Griechisch hört man aber so gut wie nie in den Straßen von Lahr. Gestern erstmals ein griechisches Restaurant in dieser Stadt gesehen, in der Geroldsecker Vorstadt, das „Thalassa“ (Meer). Mal sehen, ob ich da reingehen werde. Es zieht mich nicht sonderlich dorthin. Verzichte nämlich außerhalb Griechenlands oder Zyperns meist auf griechisch/zyprische Küche.

Eigentlich ist das auch so mit der türkischen Küche. Könnte sich aber bereits geändert haben, weil vorerst nicht in die Türkei oder nach Nordzypern gereist wird. Im fortgeschrittenen Alter sich der Gefahr eines an den Haaren herbeigezogenen Haftgrundes auszusetzen, erscheint wenig lustig (siehe Yücel & Co.). Zum Glück gibt es in der Innenstadt von Lahr neu eröffnet das „Elti“. Das türkische Besitzerehepaar bedient unvergleichlich charmante. Die neu bezogenen Räume des Elti sind recht nett gestaltet, im Vergleich zu dem Standort davor ein Erfolg zu nennen.

Auf den Straßen Lahrs hört man auch oft Kurdisch, Arabisch und (natürlich) Türkisch. Viel Russisch wird hier wohl auch gesprochen. Der immigrierte Teil der Lahrer Bevölkerung läuft noch wie Schatten durch meine Wahrnehmung von dieser Stadt. Das wird sich gewiss schon bald ändern. Kontakte zu machen, fällt auch hier recht leicht. Mit offenen Armen und Gesten gilt es sich zu begegnen. Manchmal ist Sich-Begegnen aber gar nicht so einfach. Viele Zugewanderte denken offenbar oft, wenn ihre Sprache etwas mehr beherrscht wird, man sei eine Art Abgesandter des Regimes, vor dem sie flüchteten – oder ähnlich, wie ich beispielsweise aus Berlin weiß. Und derlei Verdächtigungen (in Witze gepackt, Anspielungen) gehen Gutmensch, der doch menschenfreundlich in Aktion treten mag, zuweilen schon an die Substanz.

Eine nicht selten durchlebtes Geschehen ist beispielsweise auch dieses:

Gestern setzten sich 2 junge Irakerinnen mit einem Kind im „Mr. Baker“ am Schlossplatz von Lahr an den Tisch, ohne zu grüßen oder zu fragen, ob der Platz für sie überhaupt frei ist. Ungefähr gleich nach jenem Moment beschloss ES, dass die Phase passiven Beobachtens nun endgültig vorbei ist für mich hier in Lahr. Die beiden mit Kind ließ ich nochmal unangesprochen ziehen.

Gleich heute Morgen war es dann so weit. Auf der kreisrunden Sitzgelegenheit vor dem ehemaligen Kaufhaus Kraus, nun C&A, saß ein älterer Mann, der sogleich nach der Uhrzeit gefragt wurde. Er verstand wohl nur meine Geste und streckte seine auffällig große, silber-metallene Armbanduhr hin. Das riesige Ziffernblatt zeigte von ungefähr einem Meter Abstand gut sichtbar 10 vor 12 Uhr. Ob er denn kein Deutsch könne, fragte ich. Er meinte lediglich: „Kurde“. Kam nicht dazu, ihn mit kurdischen Sätzen zu durchlöchern, die in den Kopf strömten. Seine Frau war zwischenzeitlich von hinter mir mit voller Einkaufstasche just zu diesem Moment in Erscheinung getreten. Sie hatte die Szene von Weitem mitbekommen und fragte eventuell misstrauisch, jedenfalls ohne einen Blick in meine Richtung zu werfen und den Rücken demonstrativ mir zeigend, nachdem sie sich zwischen uns gesetzt hatte, was denn der „Fremde“ wolle. Keine Ahnung, was er ihr antwortete, so weit geht meine Kenntnis dieser Sprache nicht mehr.

Sie gingen dann bald, ohne zu grüßen, ohne dass er nochmals zumindest Blickkontakt erneut und sich so verabschiedend aufgenommen hätte. In dem Kurdistan, welches ich in den letzten 45 Jahren kennen und schätzen lernte, wäre so ein Verhalten unvorstellbar, auch gegenüber einem Ausländer, und auch, wenn die Frau dazwischen ‚funkt‘!

Der „TV-Lahr“, die Abteilung Tischtennis des Vereins, hatte am 06.07.18 zum Grillen geladen. Das Max-Planck-Gymnasium, in dessen Sporthalle auch trainiert wird, hatte seinen Grillplatz hinter dem Gebäude zur Verfügung gestellt. Brasilien flog gegen Belgien während wir grillten aus der WM-Runde, und zuweilen regnete es über unseren Köpfen recht heftig. Das schweißte wohl den einen oder den anderen zusammen. Das Grillen war auf 19.30 Uhr für uns Erwachsene angesagt worden. Davor hatten die Jugendlichen des Vereins gegrillt, und teils waren ihre Eltern auch dabei. Zu einer Pokalübergabe soll es auch gekommen sein für die beste Jugend-Mannschaft der abgeschlossenen Spielsaison – und das ist die Jungendmannschaft des TV-Lahrs.

Und plötzlich waren nach 19.30 Uhr keine Frauen mehr da, die davor noch als Mütter vor dem Grill saßen. Ein irakisches Mädchen allerdings, vielleicht 12 Jahre alt, saß lediglich noch unter uns. Der Vater spielt in einer der Mannschaften. Mit klugen Wesen stach die Kleine angenehm unprätentiös Gespräche über ehemalige Erfolge hier und dort und Schlägerbelag X oder Y aus – mit wunderschönen, wahrscheinlich selbstentworfenen Sprachbildern, die sie spontan und aus dem Arabisch ins Deutsche übersetzend in unsere Ohren transferierte. Solch Talent unter den Neuankömmlingen gehörte gesondert gefördert!

Weil wir gerade vom Fördern reden:

Es ist eine recht ehrenwerte Tugend, das Fördern von Talent – hinter dem, sagen wir es doch offen, auch der Wunsch zuweilen steht, dass sich das irgendwann, irgendwie und -wo auszahlen wird. So betrachtet ist diese Art Tausch eine faire Angelegenheit. Wir sind also thematisch beim Fördern! Nun: Das erwähnte Max-Planck-Gymnasium in Lahr hat auch einen Förderer, nämlich den anscheinend nicht in Lahr 1942 in bescheidenen Verhältnissen geborenen Martin Herrenknecht. Manchmal ist auch zu lesen, er sei in Stuttgart zur Welt gekommen. Es spielt nicht wirklich eine Rolle, denke ich, hier dazu Klarheit zu gewinnen. Jedenfalls ist er einst Designer von Maschinen in der Schweiz geworden (Ingenieur am Seelisburg Tunnel-Projekt, bediente „Big John“, die damals größte Bohrmaschine des einst längsten doppelröhrigen Straßentunnels der Welt). Herr Herrenknecht arbeitete unter anderem auch in Kanada. Erhielt gar eine Ehrendoktorwürde, und zwar nicht irgendwo, sondern an der Carolo-Wilhelmina Technical University in Braunschweig, so auch irgendwann davor oder danach einen Eintrag in die deutsche Hall of Fame für Unternehmertum etc. Der so genannte technisch-naturwissenschaftliche Ansatz scheint ihm eine Herzenssache zu sein. Ja, und die Gewinne seiner Unternehmung bewegen sich voraussichtlich auch dieses Jahr wieder auf dem Weg nach oben. Bedenkt man nach dem bislang Gesagten, dass Herrenknecht zusammen mit der Stadt Lahr und dem IGZ-Unternehmen den Flughafen draußen in Langenwinkel betreibt, werden finanzielle Gaben oder Fördergelder seinerseits dem Betrachter durchaus nachvollziehbarer, und erscheinen demselben dann eventuell auch etwas eigennützig.

Na und?!

Bleiben wir an diesem Punkt bloß nicht hängen, verehrte Leser, dem des Spendens plus Eigennutz. Und darum, man höre: Abhängen, wie auf Neudeutsch eine Weile gern gesagt wurde, ist deswegen gerade nicht angesagt! Denn wussten Sie: Was den meisten als Hängebrücke bekannt sein dürfte, die als Brücke an der B3 in Lahr-Dinglingen Fußgänger im Bereich der Landesgartenschau von A nach B kommen lässt, ohne unter ein Auto zu geraten, hat einen Namen: die „Ortenaubrücke“. Der erwähnte Herr Herrenknecht hat auch dafür Fördergelder fließen lassen. Und nun wurde er also Anfang Juli 2018 für seine Verdienste geehrt, der „Schwanauer“, der auch „Allmansweirer“ zuweilen genannt wird. Die Röhre, die den Bosporus/Istanbul unterläuft und diese 15-Millionenstadt so elegant mit ihrer asiatischen Seite verbindet, ist eines der vielen Projekte, die dem Herrn Herrenknecht eben zu so viel Ruhm und Ehr in der Welt verhelfen.

Mit 25. 000 D-Mark, geliehen von der Mutter, machte Herrenknecht im Metier Bohrmaschinen seinen Weg an die Weltspitze, wird geschrieben. Sein erster Bohrer hatte einen Durchmesser von 1,20 Meter. Heute reden wir von 400 Meter langen Bohrgiganten. Als allerdings die Ortschaft Schwanau ein Bauprojekt an jemand anderes vergab als an ihn – es ging um die Kanalisierung im Dorf -, ließ Herrenknecht an der Fassade seines Betriebes kurzerhand folgende Änderung der Aufschrift vornehmen: „Tunnelvortriebsmaschinen aus Schwanau – außer in Schwanau“.

Nun, sein Ärger darüber dürfte schon längst in alle Winde verweht sein. Man hat sich wohl wieder zusammengerauft. Die Schwanauer sind doch gesellig. Gemeinsam geht man einfach besser voran! Apropos gesellig:

Der gute Herr Schröder, ehemaliger Bundeskanzler der BRD, ist bekanntlich in verschiedensten Missionen unterwegs, so auch kürzlich, um Herrn Erdogan zu seinem tollen Sieg als Alleinherrscher über die Türkei zu gratulieren. Der Altbundeskanzler ließ es sich auch nicht nehmen, gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Lahr, Herrn Müller, der den selben Familiennamen trägt wie der Oberbürgermeister Berlins, bei der Ehrung Herrenknechts noch ein paar nette Worte zu verlieren. Interessant war, zu erfahren, dass DIE Müllers in der Stadt Lahr schon vor ein paar Generationen die reichsten Bewohner der Stadt stellten. Doch die Dame, die den Tag davor durch das Stadtmuseum in der ehemaligen Tonofenfabrik zu Lahr führte zum Anlass des Ehrentages von Julius Euting, der u.a. Orientforscher und kaiserlicher Universitätsbibliothekar 1839 bis 1913 war, erklärte geschwind, dass Oberbürgermeister Müller mit jenen reichen Müllers keine verwandtschaftlichen Beziehungen habe.

Ja, und diese Info sei hier gleich eingestreut: Oberbürgermeister Müller/Lahr soll bei den nächsten Wahlen angeblich nicht mehr antreten können oder wollen, hörte ich Tischnachbarn in der Bäckerei Heitzmann sich mit Argumenten und Verweisen auf ihre Quellen zum Thema ausstechend.

Zurück zum Schwanauer: Sichtbarster Ausdruck der Ehrung Herrn Herrenknechts an jenem weiter oben erwähnten Tag, und vielleicht auch der Ausdruck, der am längsten bleiben wird, ist eine Sitzbank, die in einem Hain am sogenannten „Seepark“ innerhalb des Landesgartenschaugeländes neuerdings zu seinen Ehren steht, von wo aus der Blick – noch nicht – von Windrädern, die sich irgendwo in der Ferne auf zuvor erwähnten Hügeln Lahrs drehen, verdreht wird. Bei solch technisch begeistertem Mensch, der Herrenknecht offensichtlich ist, fehlt solch technische, einst innovative Aussicht gerade noch?

Und so darf und sollte uns nicht verwundern, dass Herrenknecht auch die „Chrysanthema“ fördert, die schon demnächst neben dem Großereignis Landesgartenschau um die Aufmerksamkeit vieler Besucher mit vielen kunstfertig gebundenen Chrysanthemen buhlen wird in Lahr – und das passiert alles vor den Toren des Europa Parks in Rust! Wie sagt man: Konkurrenz belebt das Geschäft, und anscheinend nicht umgekehrt.

Noch kurz dies zu den Herren Herrenknecht und Schröder, deren Wege sich wohl schon längere Zeit hin und wieder kreuzen, wie beispielsweise im Jahr 2010, als geschrieben wurde:

„ … 2010 war der Genosse [Schröder ist gemeint] der Bosse wieder einmal zu Gast auf dem Werkhof in Schwanau. Valentina Ivanova Matvienko, damalige Gouverneurin aus dem russischen St. Petersburg, besichtigte eine Bohrmaschine, die als größte der Welt gilt. In Begleitung der Russin kam Altbundeskanzler Gerhard Schröder, mittlerweile für Gazprom tätig. Das sei der Beweis, dass es sich um eine gute Sache handle, übersetzte die Mitarbeiterin eines russischen Fernsehsenders die Aussagen der Gouverneurin. Schröder selbst ließ die Presse wissen, was der tiefere Grund seiner Visite sei: „Dass ich hier bin, hat nicht mehr und nicht weniger damit zu tun, dass Martin Herrenknecht ein alter, guter Freund ist. (Quelle: Bahnprojekt Stuttgart-Ulm e.V. Kommunikationsbüro, Dezember 2012)“.

War dieser im Zitat erwähnte Grund nun erneut gegeben im Jahr 2018, und ließ Herr Schröder seinen weltmännischen Glanz in der Landesgartenschau [LGS] deshalb vorrangig verbreiten? Und ist es nicht auch so, um es mal klar zu benennen, dass Schröder geschickt von seinem Status als Alt-Kanzler in Wirtschaft, Politik und der Welt der Kunst und Technik für eigene Interessen und sein Image recht gut Nutzen zu ziehen versteht?

Ja, und warum auch nicht!

Wir haben uns an Einiges gewöhnt inzwischen, warum nicht auch an so etwas. Und nichts Verwerfliches erscheint uns daher an schröderschem, altbundeskanzlerischem Tun gegeben!? Ja, Herr Schröder zieht an wie in etwa die am 12. April 2018 eröffnete Landegartenschau in Lahr. Kulturbotschafter der zuletzt Erwähnten ist nicht nur der Altbundeskanzler, sondern auch jemand wie die Städtische Musikschule, „einer der Hauptakteure“, schreibt das Magazin der Städtischen Musikschule Lahr, Ausgabe 2018. Ein Zitat aus dem Magazin dieser Schule:

„Bereits bei der [inzwischen erfolgten] Eröffnungsfeier [der LGS] wird [die Musikschule] mit von der Partie sein und einen musikalischen Höhepunkt wird es am 23. September 2018 geben. Dann wird die Sinfonietta [siehe dazu mehr weiter unten erklärend] der Musikschule die Feuerwerksmusik von Händel spielen, und dieses fantastische Werk wird vor der Kulisse des neuen Sees von einem Feuerwerk umrahmt.“

Bemerkenswert ist auch, was auf Seite 25 steht:

„Alle Schülerinnen der Städtischen Musikschule haben die Möglichkeit, sich neben ihrem Instrumentalunterricht kostenlos den verschiedenen Ensembles und Orchestern anzuschließen. Hierbei lernen sie nicht nur den Umgang mit dem Instrument, sondern stärken auch ihre soziale Kompetenz. Die verschiedenen Orchesterstufen, das Barockorchester, Spielkreise und Kammermusikensembles laden zum Mitmachen ein. Das erste Zusammenspiel findet im Liederorchester auf spielerische Art statt. Hier werden gemeinsam Kinder- und Volkslieder gespielt und auch gesungen. Der Übergang zur nächsten Stufe, dem Vororchester, wird durch das Spielen von Kanons und leichten mehrstimmigen Stücken vorbereitet. In den wöchentlich sattfindenden Proben des Vororchesters der Streicher werden Stücke verschiedener Epochen und Stilrichtungen einstudiert. In der nächsten Stufe, dem Streicherensemble wird erste Literatur mit kleiner Bläserbesetzung gemeinsam musiziert. In der obersten Stufe der Orchesterausbildung steht die [zuvor bereits erwähnte] Sinfonietta. Hier wird den jungen Instrumentalisten der Musikschule die Literatur für Sinfonieorchester bekannt gemacht und die Praxis des Orchesterspiels vermittelt. Ziel der Orchesterarbeit ist es, die Freude am gemeinsamen Musizieren zu fördern und sich bei Konzerten zu präsentieren. … .“

Und was Sie gewiss schon wissen, und es steht auf Seite 24, ist:

„Die Violine wird oft als die „Königin der Instrumente“ bezeichnet. Ihre Rolle in den verschiedenen Besetzungen, von kleinen Kammermusikgruppen bis zum großen Sinfonieorchester, ist tatsächlich zentral. Das Repertoire der Geige ist schön, vielseitig und reichhaltig, denn alle großen Komponisten haben Werke für die Geige komponiert.“

Im September gibt die Musikschule wieder Kurse zur musikalischen Früherziehung: „Musik entdecken!“, lautet das Motto (Tel.: 07821 910 0430; musikschule@lahr.de).

Bekanntlich ist der Europa Park in der Ortenau ja DER sozusagen ultra-actionreich-komponierte Anziehungsmagnet vieler Vergnügungsurlauber oder Erlebnishungriger etc. Wie sagte schon meine Mutter: Wo viel geklappert wird, dort gehen die Leute hin – oder ähnlich.

Altkanzler Gerhard Schröder fällt einem beim Klappern, sozusagen, unweigerlich gleich wieder ein. Er ist auch einer derjenigen gewesen, die sich zum gegebenen Anlass der Ehrung Herrn Herrenknechts ins Goldene Buch der Stadt Lahr eintrugen; so auch Jörg Vetter an jenem Tag, der Aufsichtsratsvorsitzende der Herrenknecht AG. Letzterer ist, wie soll man es sagen, etwas scheu, wird behauptet. Sein Bild, beispielsweise, ist auf der Webseite der Herrenknecht AG jedenfalls nirgends auf Anhieb – oder auch nach längerem Scrollen – zu finden, dort, wo die Manager posieren und anderenorts auf der Webseite. Hängt mit seiner LBBW-Chef-Vergangenheit zusammen? Die Stuttgarter Zeitung schrieb vor 2-3 Jahren:

„… Praktisch nur bei Pflichtterminen ergriff Vetter in den vergangenen sieben Jahren das Wort, verschwand dann aber stets unmittelbar nach dem letzten offiziellen Statement und vor der Eröffnung von Maultaschen- oder Sektbüfett … .“

Dennoch: die hiesige Landesbank soll er nach der Finanzkrise erfolgreich saniert haben. In Berlin war er ein paar Jahre davor bei der Sanierung jener Landesbank anscheinend ähnlich erfolgreich. Vetter stammt ursprünglich aus Göttingen.

Apropos: Der Oberbürgermeister von Lahr, eben besagter Herr Müller, ist längst nicht so kamerascheu wie eben erwähnter Banker. Der erstere kann nahezu täglich bei irgendeiner Aktion im Rahmen seines Amtes in/bei den Lahr-spezifischen Medien und Themen gesehen werden.

Bleiben wir doch noch etwas bei der Musikschule, die am 12. Juli 2018 von mir zum Anlass der Übergabe einer Spende von 20 000€ besucht wurde. Zwei Konzertflügel wurden nämlich angeschafft. Zum Übergabetermin des Schecks mussten daher die heiligen Hallen des Scheffel-Gymnasiums aufgesucht werden, wo einst Freundinnen Schülerinnen waren, alle aus Kippenheim stammend. Wie in der Kirche mutet der für solche Anlässe vorgesehene Raum, links am Gebäude, an des Scheffels.

Eingetreten, war sodann eine wie von schwarzem Samt überzogene Bühne, auf der ein schwarzes Klavier mit goldenen Rändern stand, zu sehen – und 4-5 Personen unterhielten sich darauf. Ich grüßte hörbar und kurz lächelnd, setzte mich in die aus losen Stühlen zusammengestellte 6te oder 7te Sitzreihe und wunderte mich, dass noch keine Besucher außer mir da waren.

Und dann kam schon bald ein etwas korpulenter Herr mit schütterem hellen Haar, auf den man offenbar gewartet hatte, Herr Bürgermeister Nr. 1, Guido Schöneboom, wie herauszuhören war. Die anderen Anwesenden waren Tobias Meinen von der Musikschule, Jürgen Riexinger (Sparkasse) und Klaus Bühler, Bereichsdirektor Markt von Lahr. Die Herren wurden von einem weiteren Vertreter der Presse mit großem Objektiv umschwirrt. Und plötzlich war unverhofft klar geworden, es ist vergebene Müh, darauf zu warten, dass lärmend Schüler hereingestürmt kommen, um dann jene Instrumente, die im Raum verteilt herumstanden oder -lagen zu packen, und auf der Bühne vor ‚Publikum‘ klassisch oder anders rocken.

Anstatt wurde ganz trocken Fototermin gemacht. Ob ich von der „Bildzeitung“ sei, kam von der einzigen weiblichen Person im Raum die Frage. „Nein“, sagte ich, „von Lahrundmehr, einer Webzeitung, die gerade heute Morgen ganz in der Früh ins Leben gerufen wurde.“ Na, die haben nicht schlecht gestaunt. Die Frau im besten Alter, wie man sagt, fand daraufhin, dass sie da mal reinschauen wird.

Danach schoss auch ich zwei-drei Bilder, zumal die Herren sich auf der Bühne mit nicht-an-den-Stromkreis-angeschlossener-E-Gitarre und aufgeklappter Klaviertastatur wie Musiker einer Band momentan in Pose stellten.

Im Anschluss daran erhielt ich recht unverhofft die rechte Hand von Herrn Schönboom zum Abschied, der herangetreten war. Eine nette Geste. Und dann war ich auch schon wieder auf der Straße.

Gewiss ließ das leicht unbefriedigende Ereignis, weil ja kein Konzert gehört werden konnte, den Salat zu Hause jetzt erst recht nicht zubereiten, sondern unvernünftiger Weise endlich mal ins „1a“ gehen, wo sogar irgendwas wie „Vegan“ auf der Tafel steht, die draußen auf der Straße Kundschaft darüber in Kenntnis setzt, was im „gemütlichen Innenhof“ genossen werden kann. Beides war dann durchaus verwunderlich: dass die beiden Männer, die dort arbeiteten aussahen wie Türken, aber nicht Türkisch sprachen; und dass der verführerisch angepriesene Innenhof seiner kahlen hohen Wände wegen, die ihn formen, vielleicht auch ‚kleines Verlies‘ genannt werden könnte.

Es war dann aber dennoch recht nett dort. Eine Frau mittleren Alters saß da nämlich mit großer Sonnenbrille auf der Nase, mit der gleich wunderbar ins Gespräch gefunden wurde. Ihr Lebensgefährte halte genau 12 Kühe, und anscheinend ist ihr das auf die Dauer zu viel. Sie kam vom Augenarzt und hatte irgendein Zeug „reingetröpfelt gekriegt“, damit die hinteren Bereiche des Auges transparenter werden für Onkel Doktor und seine Maschinerie. Dass sie die Strapazen der Landwirtschaft plus 12 lieben Kühen, die alle einen Namen haben, seit über einem Jahr aus Liebe zu ihrem neuen Lebensgefährten auf sich nimmt, blieb von diesem Gespräch als Quintessenz hängen.

Das Essen, Reis mit Gemüse, war überraschend gut und recht preiswert in 1a – unter 8 Euro. Die beiden Herren, die das kleine Restaurant eventuell führen, kommen aus Peru, „Lima!“ Es ist inzwischen eine willkommene Abwechslung von „gözleme“ im Elti. Wahrscheinlich ist es der türkische Schwarztee im Elti, der mich wieder am Bändel hat wie andere Leute das Nikotin, und dort recht häufig gözleme Essen gehen lässt. Tee aus einem Samowar ist nun mal einfach anders aufgegossen und ‚trifft‘ dich daher anders. Man könnte hierzu noch sagen: mit ausdrücklicher Betonung auf „einfach!“

Noch sind die Marktstraße plus Marktplatz und die Altstadt von Lahr so in etwa die Hauptorte meines Interesses. Konnte aber in Gesprächen an Nachbartischen schon überhören, dass der wahre Lahrer bei dieser Hitze in den Stadtpark täglich ausweichen soll, wenn er oder sie nicht an den Baggersee geht, zur Landesgartenschau oder zur Arbeit. Der Stadtpark soll sehr schattig sein, sogar Führungen werden dort vonseiten der Stadt durchgeführt.

Vor ein paar Tagen nahm ich dann endlich einen Anlauf, morgens um 08 Uhr 30, den Stadtpark zu ergründen. Zu Fuß ging es dorthin, und so am eingesperrten Park vorbeigehend, der so sehr adrett zurechtgeschnitten wirkt hinter den Eisenstangen, eigentlich klinisch von allem Unerwünschten ‚befreit‘, änderte ich meine Meinung. Vielleicht haben diesen Umschwung auch die beiden Seiteneingänge verursacht, die von Besuchern des Parks als Einlass nicht benutzt werden können. An einem von beiden war ein Hinweis, dass Eintritt bezahlt werden muss. Da fragte es wie von selbst: Und für was bezahlen die Leute Einkommens- oder Lohnsteuer?

Mir war es dann einfach irgendwie verleitet, auch wenn mit Presseausweis wahrscheinlich ohne zu bezahlen in den Stadtpark hineingelangt werden kann. Leute waren um 09 Uhr morgens eh noch keine im Stadtpark zu sehen. Etwas weiter vorne, bog ich daher in Richtung Dinglingen bewegend ab, den Hügel etwas herunter, dann irgendwann links auf einem kleinen mir total unbekannt gewesenen Fußgängerweg und steckte derart zufriedengestellter eine weitere Gegend in/von Lahr ab.

Reingehen wollte ich nicht, und ‚natürlich‘ landete ich dann doch wieder mal im „Arena“, Lahrs Einkaufsmeile. Bis nach Mietersheim in das „Fachgeschäftezentrum“ zu gehen, für lediglich einen Tee und vielleicht noch ein Brötchen mit Käse war dann doch nicht angesagt. Die Cafeteria, wie auch das Restaurant-Café im Arena sind und bleiben Geschmackssache. Wahrscheinlich ist es mit der Arena wie mit dem Lahrer Stadtpark: das nächste Mal gehst du hin und findest es plötzlich super oder einfach gut!

Anfänglich, also neu zurück in Lahr, fand ich den Vergleich der Arena mit einer der vielen Passagen in Berlin, wo Menschen sitzen und Kaffee trinken etc., noch ganz belustigend irgendwie. Doch Lahr hat, mit Verlaub, nun wirklich schönere und attraktivere Ecken zu bieten als das Arena, um sich darin zu verweilen, ein Buch zu lesen oder den Leuten zuzusehen – einzukaufen, gar mit jemand ins Gespräch zu kommen.

So richtig im Grünen sitzt man in Lahr meines jetzigen Wissens darüber vielleicht nur im Altersheim, welches irgendwo hinter dem Max-Planck-Gymnasium sich befindet. Durchaus noch eine Art Geheimtipp. Sprechen doch eh alle von Inklusion. Dort kann man seinen Beitrag erledigen – im Grünen. Es bedarf eventuell einer gewissen Motivierung, um den Schritt genau dorthin und sonst nirgendwo andershin zu lenken. Doch einmal Platz genommen, wird es gleich sehr erträglich. Bedient wird äußerst aufmerksam und vielleicht sind dort auch die Preise nicht ganz so hoch als andernorts in der Stadt für Kuchen. Kann aber sein, dass ich mich da täusche. Der Kaffee ohne Koffein ist bislang der unbezwungen beste in der Stadt, finde nicht nur ich.

Das Altersheim liegt schon etwas abgelegen, da so hinter der Kirche, dem Max-Planck und wie eine Trotzburg am Eingang ins Schuttertal nahe gleichnamigen Bächles. Die Post wird in jenem Areal wohl wenig Schwierigkeiten haben, Pakete zuzustellen. Paketzustellungen, die sind allerdings für die Innenstadt von Lahr als Problem erkannt worden. Lieferanten stellen offenbar mit aller Regelmäßigkeit die engen Straßen der Altstadt zu.

Studenten der Hochschule Offenburg haben sich genau dieser Frage angenommen: Wie kann es angestellt werden, die Lieferanten sowie das Stadtzentrum vom Verkehr zu entlasten? Genauer: 17 Gengenbacher Betriebswirtschaftslehre (BWL) Studierende begaben sich in die Marktstraße von Lahr, versteht sich mit Professor im Schlepptau, dem Herrn Ingo Dittrich. Von Zalando war auch noch jemand dabei, also keine Angst: nicht von Amazon. Die Lebensqualität innerhalb der Stadt müsse erhalten oder gar gesteigert werden, so in etwa lautete der Auftrag dieser Unternehmung. Den öffentlichen Verlautbarungen zufolge war der Auftrag allerdings nicht, was eventuell ehrlicher wäre: Zeit ist Geld; und Zalando muss noch billiger und schneller über die Runde beim Verteilen von Paketen und anderem kommen, wie stellen wir das an? So lautete das offizielle Motto nicht oder ähnlich, sondern: „Pakete zustellen, nicht Straßen!“

Eine Semesterarbeit ‚durfte‘ zu diesem Thema verfasst werden. Ja, denn die Lieferservice-Industrie wächst. Das bestätigte auch Herr Professor. Und um die Angelegenheit entsprechend anzugehen, ist da nicht nur BWL gefragt, sondern gewiss auch das Fach Logistik und irgendwo dazwischen, vielleicht, firmiert noch jemand wie die Umwelttechnik beziehungsweise der Umweltschutz etc. Herr Prof. Dittrich sagte: 3,1 Milliarden Sendungen wurden im Jahr 2016 ausgeliefert. Diese Ziffer, so viel zum Erkenntnisstand, ist also erheblich in die Höhe geschnellt inzwischen, und bezieht sich wohl auf Gesamtdeutschland, wird hier vermutet, weil 3,1 Milliarden Sendungen allein für Lahr … ?

Dass Lahr irgendwie halt doch auf der Höhe der Zeit ist, oder dieser sich ziemlich bemerkenswert annähert, beweist vielleicht auch, dass es eine „Stabsstelle Umwelt“ der Stadt gibt. Und diese Einrichtung hat eben zusammen mit erwähnten Studenten kreative Lösungen gesucht und auch erarbeitet in Sachen Lieferverkehrsproblematik, die so genannte „grüne letzte Meile!“ nämlich.

Was das genau bedeuten soll?

Es wurde von den zuvor Erwähnten erkannt, dass Paketauslieferung mit Lastenrädern doch keine schlechte Sache ist, die es ja schon seit Längerem gibt in der Republik. Doch keiner wusste bislang, wie sich dieses Konzept für eine Stadt wie Lahr letztlich auswirken wird: positiv oder negativ? Um das herauszufinden, waren die Firmen DHL und UPS so nett, die forschenden Studenten in einige ihrer Unterlagen blicken zu lassen. Ersichtlich wurde, an einem Tag werden ungefähr an die 3 000 Pakete in Lahr von beiden Unternehmen jeweils verteilt.

Und was glauben Sie, welch Schluss gezogen wurde?

Genau, die Eichhörnchen-Methode: nämlich Mikro-Depots anlegen! Umladestationen errichten! Elektro-Kleintransporter einsetzen usw.! Angeblich würden derart 75% weniger Treibhausgas ausgestoßen werden, was hier leider bezweifelt wird. Die ermittelte Prozentzahl erscheint einfach zu optimistisch nach oben geschätzt oder gerechnet etc. Mehr Personal müsste nämlich beschäftigt werden, wenn dieses Konzept umgesetzt würde – und die fahren bestenfalls mit den Öffentlichen zur Arbeit und wohnen in Lahr. „Jetzt haben wir sowohl die Partner, als auch belastbare Planungsdaten für ein mögliches Pilotprojekt“, bemerkte in diesem Kontext Michael Dutschke, der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Lahr.

Überhaupt: In diesem Zusammenhang schreibend, kommt mir im Moment schnurstrax in den Sinn: Es müsste vielleicht doch schon bald in den Stadtpark gegangen werden, egal, wie zurechtgeschnitten die Bäume, das Gras und einfach ALLES dastehen dürfen, um einfach nachzusehen, ob denn an solch Ort überhaupt noch jemand von Familie Eichhörnchen zu Hause ist, oder ob die ihre Depots schon woandershin ausgelagert hat, sagen wir, zwecks noch mehr Effizienz und Zeitersparnis? Der Punkt Effizienz beinhaltet auch den der Umwelt sowie der Lebensqualität – auch für jemand, der oder die sogar noch im Sommer Fell trägt wie eben Familie Eichhörnchen.

Stutzen? Scheren?

Statt stutzen oder scheren vielleicht doch lieber kommunizieren? Warum nicht, zumal im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ die Kinder im Lahrer Vorort Kippenheimweiler eine anscheinend besondere Erfahrung machen können – und zwar im Sophie Scholl-Kindergarten. Das Sprachprogramm läuft noch, obgleich es schon 2016 angeschmissen wurde. Zwecks Terminen macht es gewiss Sinn, einfach mal in der Kita anzurufen, auch um zu erfahren, wo gerade gastiert wird! Weil: „Großmutters kurioser Besen“ nennt sich das Puppenspiel, welches im Sophie Scholl-Kindergarten aufgeführt wird. Leider durfte ich solch Puppentheater-Erfahrung im zarten Alter von 4 oder 5 nur ein Mal machen, und zwar im Adler von Rust. Ich sage ihnen, was ich ums Kasperle gelitten habe, damals. Dieses Erlebnis brannte sich jedenfalls sehr tief ein. OK, das war auch noch vor TV-Zeiten, Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Inzwischen sieht es unter anderem so aus, um zur Sprach-Kita zurückzugelangen: Als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache hat man ‚natürlich‘ mitgeteilt bekommen, und das überzeugend, dass Sprache DER Schlüssel zur Welt sei. Das stimmt auch. Dennoch mag hier für ein EIN Schlüssel zur Welt eingetreten werden, anstatt DER Schlüssel. So viel Anerkennung oder Respekt sollte all jenen, die gesprochene Sprache nicht hervorbringen können aus verschiedensten Gründen, im Jahr 2018 schon entgegengebracht werden. Von daher ist es etwas schade, dass dieses positive Programm, Sprach-Kitas, ausgerechnet so beworben wird und von DER Schlüssel darin die Rede ist. Gehen wir zu Inhalten der Sprach-Kita über:

André Eick ist der Puppenspieler des „Eidoki!“ Und wie auch immer unter seiner Regie die Geschichte mit dem Besen und der Großmutter ausgestaltet ist, wird hoffentlich auch seine Version des Kasperle Kinder begeistern – und vielleicht manches sprachgehemmtes Kind anstoßen, auf sprachlich ‚besser funktionieren‘ zu schalten. Wie sagte man einst gern: „In der Einfachheit liegt die Würze!“

Und genau auch darum, der vermeintlichen Einfachheit wegen, sind Volksfeste oder Volksfestchen noch en vogue.  Am 28. Juli 2018 steigt der so genannte „Lahr-Tag“. Natürlich wird der auf dem Gelände der LGS abgehalten. Die Schutterstadt, wie Lahr auch gelegentlich noch genannt wird, präsentiert sich, als würde sie das nicht bereits das ganz Jahr 2018 über schon tun. Also es wird noch mal Eins draufgesetzt! Lassen Sie sich überraschen. Ich persönlich werde an jenem Wochenende ‚leider‘ in Berlin verweilen: Biennale Berlin usw. Das Motto des Lahr-Tags, ja, Sie haben es erraten: „Lahr ist bunt, Lahr ist vielfältig!“

Zum Glück ist das Städtle nicht einfältig, gell? Überhaupt: Hier widerzugeben, was auf dem Fest alles auf Sie warten wird, erspar ich uns. Einiges klingt durchaus interessant: E-Werk-Bühne im Seepark 41, zum Beispiel. Streichquartett oder Trashband mit präparierten Mülltonnen usw. Ach ja, und überhaupt vielleicht das High-Light könnte sein: Am Lahr-Pavillon wartet die Chryanthemenkönigin auf die Gäste der LGS. Na, ist das nicht 1000 und eine Lahrer Nacht genug?

Hier noch ein Link auf die Schnelle, der inhaltlich jene unter Ihnen interessieren könnte, der eine Leseratte oder einen Lesemuffel – oder etwas dazwischen sich befindend – daheim hat über die Ferienzeit und mindestens die 05. Klasse vollendet hat (oder anfängt?). Jedenfalls können sich Schüler an anhand des Links zu gleichaltrigen Leseratten/-muffeln durchklicken und sodann womöglich erkennen: „die vielen neuen Kinderbücher, die die dort extra gekauft haben, sind echt cool (www.lahr.de/mediathek/aktuelles)!“

Sonntag, den 29. Juli 2018 sollten sich all jene als wichtiges Datum ins Büchle schreiben, die ihren Altbau daheim gern verschönern würden. Das „Sanierung(s)Mobil“ ist nämlich unterwegs. Und dort gibt es allerhand Info aus erster Hand von wirklichen Fachleuten (zur energetischen Gebäudesanierung etc.).

Also, nicht vergessen: zur „Zukunft Altbau“ gehen, versteht sich, in der LGS, wo auch sonst!

In diesem Zusammenhang stand gewissermaßen auch das Arbeitstreffen der AG Klimawandel in Lahr vom 19. Juli. Der Städtetag des Ländles hatte nämlich den viel besagten Klimawandel zum Thema. Also traf man sich. Sprach über die Tigermücke, die einst aus Asien ankommend, inzwischen vermehrt hier Ängste schürt, nämlich dergestalt, dass bislang marginal aufgetretene Tropenkrankheiten zunehmen könnten im Südwesten. Dass es immer öfters stärkere Regenfälle gibt, war auch Thema – und vielleicht auch erhöhte Brandgefahr (siehe beispielsweise die Ortschaft Mati in Griechenland in diesen Tagen)?

Betroffen sind wir alle vom Klimawandel, zumal die Durchschnittstemperatur um etwas mehr als 1 Grad gestiegen sein soll. Die Niederschläge nehmen zu, die mit Schnee oder gar Eis bedeckten Tage im Jahr nehmen dahingegen drastisch ab. Dieses Phänomen kann inzwischen JEDER registrieren, und sich fragen: Und was habe ich damit zu tun?  Oder was haben Sie mit Folgendem zu tun:

Sollten Sie nämlich etwa noch immer nicht die mandäische Tasse begutachtet haben? Wir berichteten bereits von ihr, hier. Zur Info: Am ersten und zweiten August, Punkt 12 Uhr und 10 Minuten mag Herr Dr. Niklot Krohn Sie mit der „Lahrer Tasse“ bekannt machen – Stichwort: „Euting“ (siehe oben). Im Stadtmuseum Lahr, der ehemaligen Tonfabrik, klären sich spätestens bei Ihrer Teilnahme an einer Führung gewiss Fragezeichen, wie jene bezüglich Euting und erwähnter Tasse.

Zu vorletzt: Die Stadt Lahr wurde doch wirklich zur recyclingpapierfreundlichen Kommune ausgezeichnet. Herr Dr. Caroli hat – mal wieder- als Vertreter der Stadt Lahr gewirkt, der die Schutterstadt eloquent in Szene setzte bei diesem Anlass, und also eine Rede hielt. Vom Umweltministerium war auch jemand vor Ort, Dr. Baumann. Eine Urkunde wurde für vorbildhaftes Umsetzen und/oder Einsatz von recyceltem Papier übergeben, und das vonseiten des Umweltministeriums Baden-Württembergs. Und das passierte wiederum zum 5ten Mal an der Jahrestagung der „Kommunalen Initiative Nachhaltigkeit“, und zwar gleich im Umweltministerium selbst. Noch andere Städte Baden-Württembergs wurden ausgezeichnet.

Versteht sich schon fast von selbst für jene, die sich in der Branche im Südwesten Deutschlands etwas besser auskennen, dass hinter dem Recycling vor allem die „Initiative Pro Recyclingpapier“ (IPR) steht. Und letztere sagt unter anderem: Die Verwaltungen im Ländle haben inzwischen ungefähr 95% ihres Papiers, welches dem so genannten „Blauen Engel“-Label entstammt, im Gebrauch. Als Vorläufer dieser Erfolgsstory wirkte auch Lahr beim Projekt „Grüner beschaffen“ mit. Beim Blauen Engel-Papier handelt es sich durchaus um Qualitätspapier. Da gibt es nichts zu meckern. Die Kommunen Baden-Württembergs beteiligten sich bitte sehr FREIWILLIG an diesem Fortschritt in Sachen Nachhaltigkeit in unseren Büros. „Die Herstellung spart im Vergleich zu Frischfaserpapier rund 60% Energie und 70% Wasser“, sagt Lea Eggers, Projektmanagerin der IPR.

Zum Abschluss mag noch jedweder Verdächtigung vorweggegriffen werden, dass hier ein Antichrist oder dergleichen zu Werke ist oder war, da das Thema Religion bislang außenvor bleiben musste, beziehungsweise blieb.

Wahrscheinlich hat mich der Spirit der frühen Täufer von Lahr insgeheim ge- oder ergriffen. Was gemeint ist? Hierzu erklärend einige Auszüge aus dem Buch „Geschichte der Stadt Lahr“ herausgegeben vom Ernst Kaufmann Verlag 1989, S. 177/9:

„… In Lahr war die Bevölkerung nicht immer mit dem Vorgehen der Herrschaft bzw. ihrer Amtsleute gegen die Täufer einverstanden. Vielleicht hatte sich vom Bauernkrieg her noch Unzufriedenheit im Volk gehalten, möglicherweise waren die Lahrer auch verärgert über das Hin und Her bezüglich der offiziellen Einführung der Reformation. 1531 hatte Baden den Vorschlag Nassaus, das Augsburgische Bekenntnis in Lahr-Mahlberg einzuführen, abgelehnt. Jedenfalls fürchteten die Herren Lahrs Mitte der 1530er Jahre einen Aufruhr … [einen] buntschuch, eine Verschwörung der Lahrer. Inwiefern die Täufergemeinde in Lahr (mit)verantwortlich war für diese aufrührerische Atmosphäre lässt sich schwer beurteilen. Immerhin errichteten gerade zu der Zeit, 1534/1535, revolutionäre Täufer im westfälischen Münster ihre Schreckensherrschaft. Wir müssen jedoch daran erinnern, dass die Lahrer Täufergemeinde von den pazifistischen Täufern Groß und Stattler gegründet worden war, die Aufruhr und Gewaltanwendung strikt ablehnten. … .

Neben der illegalen Täufermission gab es in Lahr schon seit dem Bauernkrieg immer wieder Diskussionen um die Einführung der lutherischen Reformation. Es muss dies eine unruhige Zeit für die Lahrer gewesen sein … !“

Und dann noch dieses Zitat aus selbigem Buch: „Die Nöte der Herren mit der Lahrer Täufergemeinde wurden schon geschildert, nachzutragen wäre noch, dass 1536 sogar ein Pfarrer in dem secten verdacht war. Das in Württemberg gewonnene Ergebnis der Täuferforschung …, dass das Täufertum besonders in den Gebieten gedieh, wo der Konfessionsstand unklar und damit die Heilungsgewissheit groß war, bestätigt sich auch in Lahr-Mahlberg. Die Kritik an der alltäglichen Geistlichkeit war in der Bevölkerung nicht verstummt. 1539 beschweren sich Bürger über das Verhalten der Priester Mägde des Lahrer Stifts [auch wegen dem Verfall der Sitten usw.] … .“

 

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