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Limassol

oder

Stulle plus Idioten und eine Tastatur

Nee,

runter in die Stadt, um nach den Arabern usw. zu sehen, bin ich nun doch noch nicht gewesen.

Das heißt, eigentlich fahre ich unweit davon nahezu jeden Morgen vorbei, versteht sich, um Schwimmen zu gehen – und anschließend ins Starbucks.

Das alles passiert neuerdings gar nicht mehr so weit vom Gewinn abwerfenden Hafen von Limassol entfernt, wie die Zeitungen heute mal wieder aufreißerisch berichten. Recht nahe beim Debenham schwimme ich, seit ich dem Dassoudi-Beach etwas untreu geworden bin. Ungefähr dort ist, wo außer Starbucks auch DIE Croissanterie und noch ein lokales Cafe nebeneinander liegend den Beginn der Straße auf der rechten Seite mitformen, wenn von der Uferstraße in Richtung Pafos fahrend abgebogen wird, und zwar so, dass zum Kreisel vor der Makarios Straße gefahren wird. Wie ich heute in einem Kommentar schrieb, wird dort nun doch nicht mehr Schwimmen gegangen, weil das Wasser riecht zu verdächtig. Ich darf nicht warten, bis mich – wieder – IRGENDWAS einholt und mein Konzept wieder schlanker, kräftiger und so weiter zu sein aus den Angeln hebt.

Unweit von wo ich schwimme, führt eine Art Steg recht hoch übers Meer, der vielleicht so an die 30 Meter lang ist. Da stehen all morgendlich Fischer drauf. Und manchmal verirrt sich auch ein Jogger dorthin, um an dem Holzgeländer Verrenkungen zu machen, sich zu dehnen oder daran stützend in die Hocke zu gehen etc. Es kann ja so viel bewegt werden auf einem Steg wie diesem.

Links davon, wo es steinig und felsig ist und lediglich ein Meter vor dem Wasser des Meers auf wunderschön feinsandigem Boden gestanden werden kann, dort bin ich als – heute morgen allerdings, als zum ersten Mal das Auto auf dem großen Parkgelände gegenüber den Cafes geparkt wurde, weil es mir an einem gewöhnlichen Wochentag zu gefährlich schien, an der Straße vor einem der Cafes ohne zu bezahlen zu parken, bot es sich an, mal rechts vom erwähnten Steg in die Nässe zu springen. Dort sind wesentlich mehr Menschen. Offensichtlich alle Russen und der Sandstrand ist wesentlich breiter. Ein junger Mann machte die älteren Damen gerade als ich dort ankam darauf aufmerksam, sie müssten ihre Tücher von seinen Liegestühlen nehmen. Ein Kotzbrocken also. Denn um diese frühe Zeit will keiner seine Liegen mieten.

Das Feinsandige, von dem zuvor die Rede war, setzt sich ins Meer fort, kommt ziemlich sicher von dort aus demselben an den Strand. Es kann raus bis an den Wellenbrecher darauf gegangen werden im leicht tiefer werdenden Gewässer. Es bedarf allerdings einer Körpergröße von 1Meter80, um noch in ungefähr 75 Meter vom Strand und vor dem Wellenbrecher stehend, mit den Füßen auf dem sandigen Boden Kontakt zu halten – all die, die kleiner sind, müssen eben weiter vorne am Ufer bleiben, schwimmen, hopsen oder sonst was tun, um kein Wasser zu schlucken. Letzteres ist nicht empfehlenswert, auch wenn das Wasser trügerisch klar aussieht, denn es riecht so verdächtig nach abgestandenem Wasser komischerweise.

Aber auch sonst: Salzwasser trinkt man nun mal möglichst nicht.

Recht menschenleer ist der Ort links vom Steg. Nicht zu vergleichen mit dem schon früh morgens gut besuchten Dassoudi-Beach, wo sich allmorgendlich viele Leute zum Verrenken, Stehen und Plaudern treffen. Man kennt sich offensichtlich. Auch ich werde recht häufig gegrüßt: „kali mera!“ Dahin werde ich also zurückkehren, obgleich auch dort zuweilen von den Auswirkungen des Hafens und der Geldmacherei etwas über dem Wasser stehend gerochen werden kann, wie gesagt, nicht immer, eher seltener – noch. Dassoudi-Beach ist schon recht weit von der Wohnung weg gelegen. Limassol erstreckt sich über Kilometer entlang der Küste wie ein langgezogener Pfannkuchen.

Vielleicht mit das Schönste an der neuen Behausung ist der kleine, weißliche Pudel, der im Hof an einer nicht allzu langen Leine den lieben langen Tag fristen muss. Die traurigsten Augen, die ich wahrscheinlich jemals gesehen habe. Bellen tut er schon längst nicht mehr, wenn ich komme – noch nicht mal mehr spät nachts. „Snowbell“ muss er sich rufen lassen. Er ist ein aufmerksamer Zuhörer, aber von der Kette nehme ich ihn nicht. Bloß kein Trouble produzieren!

Gerade vorhin wurde Bohnen weggekippt. Hatte die gestern zubereitet. Total misslungen, obgleich ich bei der ersten Speisung den Teller leergegessen hatte und mir einbildete, es sei mal wieder gelungen. Doch jetzt … .

Im Kühlschrank steht noch eine Dosis davon. Mir dreht es bei dem Gedanken, die noch essen zu dürfen, jetzt schon fast den Magen um. Allerdings haben die im Kühlschrank noch keine Gewürzladung abbekommen. Und es ist Letzteres, was die Bohnen wohl so unerträglich schmecken lässt.

Vermurxt.

Ein Gutes hat der unverhoffte Murx: Den ganzen Tag über wurde nichts mehr gegessen. Hunger habe ich seither keinen. Das Zeug stinkt nach viel zu viel Kardamon. Ist inzwischen weggeworfen. Draußen im Mülleimer gelandet. Die erste Kakerlake ist mir vorhin begegnet, ganz klassisch, und zwar in der Küche. Vor Schreck hätte ich fast laut geschrien, und das nachts um 22Uhr35. Totgetreten den dicken Brummer in den Ausmaßen seiner ägyptischen Verwandtschaft. Schon länger nicht mehr so eine große, gut genährte Kakerlake gesehen.

Ih gitt!

Noch 10 Tage darf ich hier wohnen. Eine Bratpfanne gibt es keine. Mag gar nicht danach fragen. Dann koch ich halt einfach alles ab. Fertig. Nur, Bohnen, die in größerer Anzahl gekauft wurden, machen plötzlich überhaupt nicht mehr an. Also essen im Restaurant die nächsten 10 Tage – ein Mix aus gekochtem Halloumi Zuhause und Restaurant wird es wohl werden.

Die neuen Vermieter stellten sich als Araber heraus, und zwar mit teils US-amerikanischen Wurzeln und zyprischen Pass. Denen gehört die Hütte, in der ich hausen darf. Es könnte darin noch kritisch werden, und zwar zum Ende des Aufenthalts – wegen der Handtücher, Bettbezug etc. Nur gut, dass es aus irgendwelchen Gründen nicht klappte, die Behausung für einen Monat im Netz zu buchen, wie es eigentlich vorgesehen war.

Limassol gefällt mir gut, ja, sogar diese Wohnung ist irgendwie putzig, weil so sonderbar oriental. Dachte schon am 2. Tag meines Aufenthalts hier, dass da draußen, im Haus nebenan, irgendjemand Arabisch spricht – meine Vermieter.

Einen Putzlumpen gibt es auch nicht, um den Boden mal aufzuwischen. Eine Vorlage bei der Dusche ebenfalls nicht. Vielleicht frage ich danach und habe Glück.

Gekauft, wird ein Putzlumpen jedenfalls nicht!

So viel Zeug zum Kochen gekauft und jetzt hat die Lust dazu verlassen.

Dabei wird gar nichts groß den lieben langen Tag getan.

Konsumiere viel TV aus Syrien und dem Libanon.

Bin echt dankbar, weil schon seit Längerem ein gesteigertes Bedürfnis wuchert, Arabisch wiederzubeleben. Das 3. Buch mit einer Seite Arabisch und der anderen Englisch oder auf Deutsch wurde dieses Jahr bereits verschlungen. Ein Buch dieser Art wird meist 2 oder 3 Mal gründlich gelesen, bis ich genug davon habe. Doch weggeworfen werden die Dinger danach nicht. Es könnte ja nach Monaten vielleicht nochmals danach ein Bedarf bestehen.

Ja, eine Art Bedürfnis nach dem Sprechen von Arabisch ist da. Ein Phänomen, welches allerdings bestens bekannt ist, und zwar aus der Zeit, als ich zwischen Arabisch und Türkisch pendelnd lebte – statt Griechisch hatte ich damals Englisch in der Mangel, als in Athen gelebt wurde.

Interessant zu beobachten, dass älter geworden weniger Wert aufs Kommunizieren gelegt wird. Es wird gelesen. Stundenlang kann in der einen oder anderen Sprache gelesen und notfalls noch das Handy nach der einen oder anderen Vokabel befragt werden. Das Ziel ist klar, und wahrscheinlich daher so anziehend: Gelesenes muss verstanden werden. Punkt. Die Rede ist von Zeitungen, weniger von Büchern. Aufs literarische Level wird zwar geschielt, aber … . Langweilig wird einem dabei nicht.

Habe im Internet eine Plattform gefunden, wo mit Arabischsprechern kommuniziert werden kann, und zwar im Austausch mit Deutsch. Viere haben angebissen: eine Frau und drei Männer. Schrieben mir alle auf Deutsch, obgleich gleich anfänglich darum gebeten wurde, doch auf Arabisch zu schreiben, sodass dann auf Deutsch geantwortet werden kann.

Bin gespannt, ob ich durchdringen kann.

Weil in Jordanien hatte ich mal Bekanntschaft mit einem Künstler gemacht. Bei dem hat das nicht geklappt. Der schreibt immer wieder, ja nur, auf Englisch. Das nervt, aber ich lass es mir möglichst nicht anmerken. OK, Arabisch ist nun nicht gerade meine Stärke, aber ausbaubar.

Keine Ahnung, wo in Limassol Bücher verkauft werden – zweisprachige. Wahrscheinlich in der Nähe der Uni. Gestern war 01. Oktober. So viel komischer Patriotismus. Wie kann man ein anderes Volk so wenig wertschätzen. Nur weil sie Türken sind? Idioten gibt es überall und türkische Idioten sind halt anders idiotisch, wie alle Idioten überall. Dem einen gefällt’s so, der anderen ist es ein Graus.

Limassol braucht viel Zeit. Fühle mich hier richtig wohl. Die Stadt hat wahrscheinlich die richtigen Ausmaße, das Meer und hoch interessante Bewohner. Frauen spazieren vereinzelt nachts um 23Uhr am Meeresrand. Zeugnis einer gewissen Sicherheit und der Eigenständigkeit vieler Frauen auf Zypern.

Schön sieht aber anders aus. Gewiss wird Limassol schöner, je länger in ihren Straßen gegangen, gelebt und getanzt wird. Ja, die tanzen hier gelegentlich. Einfach so.

Einen Namen dem halbkreisrunden Gebäude gefunden, welches von dort, wo neuerdings Schwimmen gegangen wurde, ganz gut und nah zu sehen ist. Darauf kam das Köpflein schwimmend. Sie glauben ja gar nicht, was Mensch schwimmend und in Sekunden alles durch den Kopf laufen kann, bis er endlich leer ist und man verwundert in der Schwimmbewegung verharrt, kurz, weil er sich leider schon wieder eingeschalten hat. Nun, im Angesicht dieses Halbkreises kam „Stulle“ heraus.

Die Stulle ist in real wahrscheinlich nur ein Bürohaus.

Mission completed, könnte man sagen, was aber nicht zutrifft, weil jetzt fängt die Mission wahrscheinlich erst an.

Einen urwüchsigen Limassoler kennengelernt. Er lädt mich ein, (in) seine Welt abzutauchen.

Warten wir es ab, was da noch alles zum Vorschein kommt. Die Eiernudeln ohne Fleisch zubereitet, die er heute offerierte, wurden bereits verpasst.

Es kann also nicht viel mehr schiefgehen.

Hatte keine Lust, gerade angekommen Zuhause, schon wieder den ganzen Weg durch den Mittags-Verkehr dieser Stadt zurückzufahren!

Und: Wenn der Laptop aufgeklappt ist, gehört UNS die Tastatur, dann zählt fast nichts Weiteres!

So,

da sind die Herren und Damen also noch immer in New York.

Auch einige aus dem Norden Zyperns sind dort.

Akinci hat dort,

immerhin,

den holländischen und den deutschen Außenminister getroffen.

Man stelle sich vor, für die schrecklich lange Dauer von jeweils einer halben Stunde trafen die sich. Diese Zeitangabe gibt die Press and Information Cyprus aus dem S[den der Insel durch.

Haben Die in dieser kurzen Zeit außer Händeschütteln und sich zu begrüßen und zu verabschieden noch zu anderen ‚Themen‘ Zeit gehabt?

Gehen wir mal davon aus, dass ihr jeweiliger Mitarbeiter-Stab die Arbeit erledigte, und die erwähnten Herren eben lediglich repräsentieren gingen – und unterzeichnen etc.

Doch muss man dazu ausgerechnet nach New York fliegen?

Für was gibt es denn nun das Internet und die tollsten Technologien zum direkten Chat und Unterzeichnen – damit man trotzdem noch in der Welt herumsegelt und Steuergelder durchknallt? Wenn das Unterfangen ja einen erkennbaren Durchbruch oder zumindest eine in Richtung Wiedervereinigung gehende wirkliche Entwicklung hätte, würde ja so mancher sofort seine Klappe halten – doch so?

Unverschämt, was DIE sich leisten – und das nicht nur im zyprischen Kontext, sondern anscheinend überall.

Klar, dass da von Sparen zu sprechen, welches Herr und Frau Bürger durchziehen sollen, dann den Herren und Damen gerade nochmal so viel ‚Spaß‘ macht – könnte so manche/r vermuten.

Immer schön von oben herab, also, damit bloß niemand die Wichtigkeit der Volksvertreter übersieht!?

Und außerdem nehmen das Wort „Volksvertreter“ zu viele unter denselben zu krass in Anspruch – als müssten die uns vorführen, wie schön und luxeriös das Leben doch sein kann, von dem die meisten in der Bürgerschaft inzwischen nur noch träumen können: vor dem Fernseher, im Netz und gelegentlich auch noch im Cinema.

Stellen Sie sich das mal vor:

Diese Leute reden schon über Jahrzehnte miteinander bezüglich der Lösung der sogenannten Zypernfrage, und was sagt der türkische Außenminister, so, als hätten die Verhandlungen eben erst begonnen:

Unglücklicherweise haben unsere vorangehenden Bemühungen keine Resultate hervorgebracht. Das letzte war jenes in Crans Montana/Schweiz. Um einen neuen Verhandlungsprozess zu beginnen, sollten wir nun unter uns reden und entscheiden, über was wir verhandeln wollen. Niemand kann ein weiteres Misslingen verdauen!“

Und wer soll solch hohles Geschwätz und Handeln verdauen?

Die griechische Seite klingt allerdings nicht wesentlich besser. Athen ist mindestens ebenso unbestimmt, auch wenn alle immer wieder betonen, dass die Zypernfrage gelöst gehört, aber … . Kotzias, der griechisch Außenminister hat mit dem türkischen Außenminister in Izmir, wie gesagt nach Jahren von Verhandlungen, kürzlich immerhin herausgefunden, so Cavusoglu:

Jeder sah, dass es sinnlos ist, Verhandlungen wieder zu beginnen, nur um dieselben [überhaupt] zu führen, und ohne zu beschließen, was verhandelt wird – ohne auf das Ergebnis fixiert!“

Das eben spricht doch wohl Bände.

Das heißt, die haben Quasselbude gemacht all die Zeit über und jetzt, wo etwas mehr Druck aufkommt aus verschiedensten Ecken der Welt etc., wollen die Herrschaften plötzlich zielgerichteter zu Werke gehen. Ist das nicht so etwas wie der Gipfel der Unverfrorenheit?

Vor kurzem in einer Überschrift im Vorbeigehen gelesen, dass es wahrscheinlich nur noch Trump richten kann, diese zyprische Dauerfrage aus der Welt zu beantworten.

Offensichtlich ist auch die Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in New York beheimatet. Schön, zu hören und zu lesen, dass Nordzypern bei deren Zusammenkunft auch wieder Reden schwingen wird. Herr Kudret Özersay, der Außenminister Nordzyperns, wird das Letztere besorgen:

Wir werden weitermachen damit, unsere Sicht der Dinge sowie die Erwartungen der Türkischzyprioten auf jeder erdenklichen Plattform [weltweit] vorzubringen, wo wir dazu eine Gelegenheit offeriert bekommen!“

Özersay gibt an, in New York festgestellt zu haben im Rahmen der UN-Mitgliedervollversammlung, dass dort niemand darauf scharf ist, die Zypernfrage (schon wieder) in den Vordergrund zu rücken.

Eine gute und kluge Beobachtung.

Weil:

Bevor sich die Haltung Südzyperns in dieser Frage nicht ändert, ist jede Bemühung eh schon fast verschwendete Zeit, Energie und Geld. Wahrscheinlich braucht es da wirklich so etwas wie eine Führer-Typen, also Trump, der beiden Seiten zum Beispiel folgendes klar macht:

Sollte ich bei den Midterms nicht durchkommen, demnächst, und meinen Job verlieren, dann Gnade euch Gott! Denn wenn die Clinton oder ähnliche Kriegstreiber in Washington den Präsidentenstuhl in Beschlag nehmen, ist aus mit lustig für euch.

Und daher – ihr seht ja wohl, was in Syrien, dem Libanon und Palästina geschieht – werdet ihr Zyprer, sollte ich die Midterms überstehen, gefälligst und schleunigst die Zypernfrage aus dem Weg räumen!

Alles klar?

Oder glaubt ihr, wir ziehen euch noch länger durch?

Würde Trump so oder ähnlich mit den Zyprern sprechen, könnte eine Wiedervereinigung eventuell klappen – zumindest vonseiten der Zyprer. Doch ein bisschen viel mehr Drohkulisse brauchen die zuletzt Erwähnten und erst recht die anderen Involvierten, die sogenannten Garantiemächte, bestimmt!!!

Immerhin: Die Zyprioten graben ihre Toten des Konflikts von 1974 noch immer aus der zyprischen Erde aus, die sie nun begraben wollen, „wie es sich gehört“.

Wie allerdings in einem Clip im Internet zu hören ist, Herr Wimmer von der CDU sprach in Bautzen zu den Bautzenern, soll Frau Merkel sich weigern, ganz strikt, Leichname deutscher Soldaten, die im II.Weltkrieg im Osten gefallen sind, beerdigen zu lassen – da irgendwo in der Ukraine. Und so werden die menschlichen Überreste, die man gefunden hat und noch immer findet, irgendwo in Tücher gehüllt aufbewahrt, so Wimmer.

Das, wenn die Nachricht der Wahrheit entspricht, ist wahrhaft noch verlogener und düsterer als die zyprische Politik und der Eiertanz um die zyprische Wiedervereinigung. Das Nicht-Beerdigen menschlicher Überreste ehemaliger, gewiss auch verhungerter Wehrmachtssoldaten, finden nicht wenige, grenzt an Verrat und wird, wie zu verstehen ist, mit dem Verhalten der Kanzlerin beim unabgesprochenen Öffnen der Grenzen 2015 zunehmend in einen Topf geworfen – wo sie auch ALLEINE die Order aus gab, und so etwas Ähnliches sagte, wie:

Das wird so gemacht und nicht anders!

Wenn der erwähnte Clip hier richtig erinnert wird, hat es nämlich innerhalb der CDU eine Abstimmung zu dem Thema menschliche-Überreste-aus-der-Ukraine-holen-lassen-und-manierlich-bestatten gegeben, die Merkel im Nachhinein vom Tisch gewischt haben soll mit „NEIN!“

Andernorts in den Medien wird über den Norden Zyperns dieser Tage berichtet, dass die Grenze, um von Hunger oder Armut der Leute sprechen zu können, bei 2.625 Türkischen Lira (TL) derzeit liegen soll; wohingegen diese Grenze in der Türkei bereits bei 1.893 TL liegt. Diese Zahlen soll die Türkisch Zyprische Handels-Gewerkschaft der Staatsangestellten ermittelt haben (KTAMS).

Die Gewerkschaft beschuldigt die Regierung im Norden Zyperns, viel zu wenig gegen die andauernde Krise zu unternehmen.

Wir warteten alle schon drauf!?

Jetzt kommt die freudige Nachricht:

Eine digitale Universität wurde im Norden Zyperns eröffnet.

Endlich.

Am 15. Oktober soll es losgehen.

Rektor ist Herr Prof. Dr Hasan Bülent Kahraman.

Bildung ja, Prüfungen nein, scheint das Konzept zu sein und sich eventuell NUR an Studenten richten.

Die Uni nennt sich „Netkent University“.

Weitere Herren haben beim Entstehen der Uni ihre Hände im Spiel, so zum Beispiel auch Vedat und Ali Eskinat: www.netkent.edu.tr.

Gerade mal nachgesehen im Netz, was auf der Webseite geschrieben steht.

Anscheinend wird alles, was da angeboten wird, ohne Türkisch zu können, nicht zu bewältigen sein – noch nicht. Überhaupt sieht der Lehrplan recht unausgereift aus (Wirtschaft, Juristik, Informatik. Die Letztere gibt es aber in äußerst abgespeckter Form. Auf dem Stundenplan steht sogar auch in diesem Fach, wie auch in den anderen Fachbereichen, dass Wissen über Atatürk sich angeeignet werden müsse etc. – „Atatürcülük“).

Zuletzt:

Das „Blau-Wal-2018-Manöver“ wird demnächst und bis zum 07. Oktober im südöstlichen Mittelmeer abgehalten werden. Federführend wird die türkische Marine dabei sein und mit von der Party, man staune, sind auch die USA.

Alle möglichen Waffengattungen werden mal wieder getestet, so zum Beispiel U-Boote, die wer weiß, welch wunderlichen Dinge tun können.

Den Tod bringen.

Dem nicht genug, wird auch noch Kanonenfutter, erlauben Sie bitte den bösen Zungenschlag zum vermeintlich ‚guten‘ Ereignis, an Bord hie und da sein, nämlich Soldaten aus den USA, Aserbaidschan, Algerien, Katar, Kuwait, Pakistan, Rumänien und Saudi Arabien.

Die türkische Luftwaffe wird gewiss wieder Pirouetten fliegen, die hoffentlich nicht – wieder – darin enden, dass das eine oder andere Gefährt, Menschenleben oder die Umwelt tödlich gefährdet werden.

Diese doofen Manöver gehören verboten, hier im südöstlichen Mittelmeer auf jedenfall von ihrer Anzahl her eingeschränkt.

Ohne groß nachzusehen, wird nun behauptet, dass inzwischen so gut wie jeden Monat von irgendjemand vor Ort ein Manöver durchgeführt werden ‚MUSS‘.

Es ist zum Aus-der-Haut-fahren, was sich die schweigende Öffentlichkeit inzwischen alles gefallen lässt.

Auf in den Pazifik also?

Dort soll alles schön ruhig und atomar stillgelegt verlaufen!

Wo bloß ist unsere gute alte Inselromantik für einen gelungen Rückzug geblieben?

Zypern ist diese Rückzugsmöglichkeit nahezu an den meisten Stellen nahe des Meeres ganz gewiss nicht mehr, auch wenn die Zyprer auf Tourismus bauen und bauen und noch mehr bauen, so viel in letzter Zeit bauen, dass all jene, die sich hier auch noch eine Wohnung kaufen, gewiss nicht mehr jene sein können, die nach Ruhe und Frieden im Alltag suchen.

Zypern ist leider auf dem besten Weg, entlang der Küste seinen Charme zu verlieren, verloren zu wissen! Und Sie wissen ja: Das Gebirge oder der Berg auf Zypern namens Troodos, der soll nun endlich auch noch mehr bewirtschaftet werden. Andauernd liest man davon – und manch eine/r mag das ganz besonders verlockend finden, andere eben nicht!

Syrien Ende Sept18

Ja!

Es geht weiter.

Auch wenn der Stoff unbequem ist.

Heute am 27. 09. ist auf einem libanesischen Fernsehkanal alle halbe Stunde zu erfahren gewesen, dass ausgerechnet die Saudi Arabier Helfer in der Not der Jemeniten werden. Geld wird in sogenannte Hilfsprojekte fließen.

Warum dazu auch noch auf der jemenitischen Insel Sokotra Stellung bezogen werden muss, wie in den Nachrichten aus dem Libanon zu sehen ist, können uns gewiss vor allem US-Militärstrategen erklären.

.

Militärquellen zufolge soll das Assad-Regime den Kommandeur der 5. Division, den Generalmajor Wasil al-Samir, zum stellvertretenden Generalstabschef ernannt haben. Diesen Posten wird er schon bald ganz innehaben. Dieser Arbeitsplatz ist bereits seit Januar 2018 vakant.

Da Generalstabschef Brigadegeneral Ali Abdullah Ayoub im Januar 2018 zum Verteidigungsminister des syrischen Regimes ernannt wurde, weil der syrische Verteidigungsminister Fahad Jassim al-Freij aus nicht bekannten Gründen den Hut nehmen durfte, wird nun also Wasil al-Samir dem Job machen. Er wurde 1958 geboren. Stammt aus einem Dorf in der Provinz Hama.

Gewiss haben Sie auch vom Geschrei um die demilitarisierte Zone zwischen Syrien und der Türkei gehört. Nun, rund 7.000 aus Idlib vertriebene Bewohner sollen in ihre Städte und Dörfer heimgekehrt sein deswegen. Man stelle sich vor, dass zeitlich kurz davor mehr als 30.000 Menschen vor einem drohenden Angriff des Assad-Regimes in Richtung der türkischen Grenze im Norden geflohen waren. Anadolu News schreibt, es befänden sich 22 vom Iran unterstützte Milizen mit rund 120.000 Kämpfern im Umkreis von Idlib, darunter 12 Milizen im Westen der Provinz Aleppo, 7 im Norden der Provinz Hama und 3 in der Provinz Latakia

Und:

Das von der Türkei unterstützte Rebellenbündnis „Nationale Befreiungsfront“ erklärte, man werde mit der Türkei uneingeschränkt zusammenarbeiten, um eine Großoffensive des Assad-Regimes auf Idlib mit katastrophalen Folgen für die Zivilbevölkerung zu verhindern. Ihre Waffen wollen die Rebellen aber nicht abgeben. Sie zweifeln an Assads Aufrichtigkeit und die seiner Verbündeten. Alarmbereitschaft bleibt also weiterhin bestehen, meinen die Rebellen.

Die in Sotschi getroffene Vereinbarung von der oben also die Rede ist unter anderem, sieht indes vor, dass alle Konfliktparteien in der militärfreien Zone bis zum 10. Oktober ihre schweren Waffen abgeben.

Auch die Huras al-Din Rebellen halten nichts von den russisch – türkischen Plänen einer entmilitarisierten Zone. Die rufen dazu auf anstatt, „gegen die Feinde der Religion“ verstärkt zu kämpfen.

Zur Huras al-Din zählen viele ausländische Dschihadisten. Letztere Truppe oder Gruppe wurde von Kämpfern gegründet, die Hayat Tahrir al-Sham verlassen haben, weil diese offiziell ihre Verbindung zur Al-Kaida gekappt hatte. Huras al-Din besteht angeblich nicht aus mehr als etwa 1.200 Kämpfern.

Die syrischen Muslimbrüder drückten schon mal ihre Unterstützung für die Bemühungen der Türkei aus. Die Muslimbrüder wollen anscheinend überleben. Sie warnten aber vor einer möglichen Täuschung seitens Russlands.

Nichtsdestotrotz behauptet der Generalsekretär der libanesischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, dass die Hisbollah auch nach dem Idlib-Abkommen in Syrien bleiben werde. Das sei so mit der syrischen Führung abgesprochen, meint er. Nasrallah forderte seinerseits erneut die YPG-Kurden auf, Verhandlungen mit der Führung in Damaskus aufzunehmen, denn die USA seien kein verlässlicher Partner für die Kurden.

Letzteres trifft zwischen Putin und Assad noch nicht zu. Soll heißen: Ersterer kann sich auf den Alewiten (Assad) verlassen. Zweiterer hat keine andere Wahl, als sich auf Putin zu verlassen. Und so schrieb Bashar al-Assad nach dem versehentlichen Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeuges in einem Kondolenzbrief, dass dieser Vorfall ein unglückliches Ergebnis der „üblichen israelischen Arroganz“ zu verdanken ist. Assad liegt wohl richtig in der Annahme, dass Putin ihn wegen so etwas nicht gleich fallen lässt – noch nicht.

Man glaubt es kaum, weil im neugewonnen syrischen Fernsehen, welches neuerdings in die neu, temporär bezogene Wohnstube kommt, ist nichts zu hören oder zu sehen von Demonstrierenden gegen das Regime. Aktivisten haben nämlich um dem 20. September herum zu Großdemonstrationen in den von der Opposition kontrollierten syrischen Gebieten unter dem Motto „Keine Verfassung und kein Wiederaufbau vor dem Sturz von Bashar al-Assad“ aufgerufen. Vergebene Mühe, konstatieren wir zu den Demonstrationen, leider etwas ermüdet. SORRY. Auch wenn Asaad Hanna mit Hunderttausenden Teilnehmern an den Demonstrationen rechnet. Immerhin: Zehntausende sollen es geworden sein, die daran teilnahmen. Es sei, schreibt eben erwähnter Berichterstatter, „nichts anderes als die Umsetzung von UN-Resolution 2254!”

Es geschah allerdings nicht wegen den Demonstrationen, dass der Kommandeur der regimetreuen Tiger-Kräfte (Quwwat an-Nimr), Sohail al-Hassan, plötzlich und unerwartet 6.500 Mitglieder der genannten Spezialeinheit entlassen haben soll.

Grund noch unbekannt!

Vielleicht haben es die Russen so gewollt, sagen einige. Denn vor dem Hintergrund des in Sotschi vereinbarten Memorandums zwischen Russland und der Türkei, wo ein Zehn-Punkte-Plan festgelegt worden ist, welcher die sogenannten Garantiestaaten Türkei, Russland und Iran verpflichtet, einen „nachhaltigen Waffenstillstand in der Idlib-Deeskalationszone“ zu erreichen, wäre der erwähnte Schritt also plausibel. Das gemeinsame iranisch-russisch-türkische Koordinationszentrum wird aufgrund dessen verstärkt. Die Türkei wird immens in die Pflicht genommen. Ihre Aufgabe ist, die extremistischen Gruppen zu entwaffnen sowie dafür zu sorgen, dass die wichtigen Nord-Süd- und Ost-West-Autobahnen M4 (Aleppo-Latakia) und M5 (Aleppo-Hama) ab Ende 2018 wieder offen und gefahrlos befahrbar sind. Viel Spaß bei diesem Job, Herr Erdogan!

Glücklicherweise, kann Erdogan sagen, brauche ICH nicht da in Uniform meinen Mann/Soldaten stehen.

Ganz offensichtlich soll der während des Kriegs unterbrochene Handel zwischen Ankara und Damaskus wieder pulsieren. Dieser Teil des Deals ist uns nun also auch bekannt.

Die zuvor erwähnte Vereinbarung von Sotschi soll gemäß des syrischen Analysten von der britischen Denkfabrik Chatham House, Herrn Haid Haid, keinesfalls garantieren können, “dass eine Offensive in der Zukunft nicht mehr möglich sei”. Denn, so die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA: der Krieg gegen den Terrorismus wird bis zur „Befreiung des gesamten syrischen Territoriums“ fortgesetzt.

Russland hatte wegen eines Marinemanövers die Sperrung des östlichen Mittelmeers bis zum 26.09. veranlasst. Auch Zivilflugzeuge mussten zwischen den Küsten Syriens, des Libanons und Zyperns Ausweichrouten fliegen. Zu dieser Anordnungen kam es eben wegen des „unglücklichen“ Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeugs über dem Mittelmeer seitens Syriens. Fluggäste aus der Schweiz kommend danach gefragt am 26.09., sagten, Sie hätten nichts mitgeteilt bekommen auf ihrem Flug von Zürich nach Larnaka mit der Edelweiß.

Des Weiteren meldet die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA , dass das Qara 4 Gasfeld in Damaskus Land mit einer täglichen Kapazität von 120,000 Kubikmeter Gas und zusätzlich 100 Barrel Kondensat in Betrieb genommen worden sei. Das Geld ist wahrscheinlich auch dringend nötig, welches das Gas einbringen dürfte, zumal laut der britischen Times Zeitung Moskau der Krieg in Syrien bisher rund 2.7 Milliarden Pounds Sterling gekostet haben soll. Und auch, damit ES womöglich nicht noch teurer wird, hat der israelische Verteidigungsminister Avigor Liebermann netterweise verkündet, Israel werde seine Luftangriffe auf Syrien nicht einstellen, aber sich bemühen, direkte Zusammenstöße mit russischen Truppen zu vermeiden.

Ist das nicht ritterlich!?

Nun ja, das israelische Nachrichtenportal „Ynet News“ berichtet, die israelische Luftwaffe habe ihren russischen Kollegen in Moskau einen 40-Seiten Bericht vorgelegt, der dokumentiert, wie es zum Absturz des russisches Aufklärungsflugzeug Il-20 gekommen ist. Totales Chaos auf Seiten Assads muss geherrscht haben. Die syrische Luftabwehr feuerte über 30 Minuten „dutzende“ Raketen von allen möglichen Luftverteidigungs-Basen im Land aus ab. Assads Luftabwehr-Boys sind offensichtlich durchgeknallt, meinten israelische Militärs ihren russischen Kollegen gegenüber mit Stolz gefüllter Brust, wird erzählt.

Was liegt nach solch Vorfällen näher, wie auch der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu offensichtlich findet, als dass Moskau in ein paar Wochen das Raketenabwehrsystem S-300 an die Führung in Damaskus liefern wird. Das sei nun entschieden zwecks Sicherheit der russischen Truppen in Syrien.

Und man staune:

Der syrische Medienaktivist Hadi Alabdallah twitterte, dass nach einer Unterbrechung von mehreren Jahren wieder Schiffe von Mersin in der Türkei nach Latakia/Syrien fahren.

Und:

Der türkische Staatspräsident Erdogan sagte am Montag, dass die Türkei weitere Sicherheitszonen in Syrien schaffen werde, auch östlich des Euphrats, wo die von den USA unterstützten PYD/YPG-geführten „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF) präsent sind.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu findet es wenig lustig, dass die Syrer die erwähnten russischen Waffensystemen erhalten werden. Tel Aviv und Moskau einigten sich daraufhin, die Koordination der israelischen und russischen Armeen weiter über die militärischen Kanäle erfolgen zu lassen.

Liebe Leser, die Betonung liegt auf „weiter!“

Der russische Verteidigungsminister Schoigu kündigte ein Feind/Freund-Erkennungssystem des Weiteren für die Syrer an sowie Elektronik zur Störung der Systeme von in den syrischen Luftraum eindringenden fremden Flugzeugen. In Regionen nahe Syrien über dem Mittelmeer werde es eine „Unterdrückung der Satellitennavigation, von Radarsystemen an Bord und der Kommunikationssysteme von Militärmaschinen geben.

Endlich, werden gewiss oder vielleicht auch Sie gerade gedacht haben.

Der stellvertretende Außenminister des Assad-Regimes Faisal Mekdad meint seinerseits: Syrien hat in allen Teilen Syriens gesiegt und wird auch in Idlib siegen! „Wir werden nach Idlib kommen und Idlib entweder militärisch oder friedlich zurückerlangen!“

Und siehe da:

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete am Montag, dass Syriens Machthaber Bashar al-Assad per Erlass Nr. 299 Dr. Hazem Younes Qarfoul zum neuen Gouverneur der syrischen Zentralbank ernannt hat.

Und da wir schon beim Geld sind:

Der UN-Sondergesandte für Syrien Staffan de Mistura soll Medienquellen zufolge für seine Vermittlungsmission 92 Mitarbeiter eingestellt haben. Die Kosten dafür würden monatlich 1.4 Millionen Dollar betragen. Der Nahostexperte Emile Hokayem sprach von einer Verschwendung von Flugbenzin und diplomatischer Glaubwürdigkeit.

Bislang sieht es derart aus um den Streitapfel Idlib, genauer seit dem 26. September 2018:

Das Assad-Regime soll im Rahmen des zwischen Russland und der Türkei vereinbarten Abkommens zur Schaffung einer entmilitarisierten Zone in Idlib damit begonnen haben, Panzer, BMPs und Artillerie von den Frontlinien abzuziehen

Der libanesische Drusenführer und Vorsitzende der Sozialistischen Fortschrittspartei Walid Dschumblatt‏ twitterte, dass hunderte IS-Kämpfer vom Assad-Regime von Abu Kamal nach Idlib evakuiert worden sind, um die russisch-türkische Vereinbarung zu sabotieren. Das Regime soll zuvor auch IS-Kämpfer aus Damaskus Land in die Provinz Sweida gebracht haben, damit diese das Drusengebiet attackieren.

Lokalen Quellen zufolge würden das Assad-Regime und verbündete iranische Milizen trotz der Deeskalationsvereinbarung ihre Angriffeauf Ortschaften in der Provinz Idlib (Temania und Tal Marak), der Provinz Aleppo (Al-Rashideen und Kafr Hamra), der Provinz Hama (Lataminah und Abu Ubeid) und auf Jabal al-Kurdi in Latakia fort.

Dabei kommen auch Zivilisten um.

In Deutschland ist ein Mitglied der bewaffneten syrischen Opposition wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Dem Anführer der Jabhat Ghuraba al-Sham Milz wird vorgeworfen, unter dem Dach der Freien Syrischen Armee, Kriegsverbrechen in Form von Folter und Mord sowie Entführungen verübt zu haben. Der Haken daran: die Rebellengruppe Jabhat Ghuraba al-Sham existierte nur bis Anfang 2014 und soll auch keine westliche Unterstützung erhalten haben.

Der US-Sonderbeauftragte für Syrien, James Jeffrey, sagte in einem Gespräch mit Asharq Al-Awsat, dass die Vereinigten Staaten mit Moskau zusammenarbeiten würden, um den Iran aus Syrien zu vertreiben. Keine militärische Gewalt soll eingesetzt werden dabei. Bashar al-Assad werde man durch eine neue Verfassung aus dem Weg räumen.

Angekommen 2

Sie geht gerade wieder auf – die inszenierte Falle!

Fängt ja recht vielversprechend an.

Obgleich … .

Wirklich schlecht geschlafen.

Doch dann auch wieder nicht so richtig schlecht.

Soll heißen:

Ich ging früh ins Bett Sonntagabend und wundere mich nun offensichtlich noch immer, dass ich sehr früh aufgewacht bin – so auch diese Nacht.

Sogar der Kater hat gestaunt.

Der spinnt eh derzeit.

Hat wahrscheinlich zu viel Kontakt mit den anderen Katzen draußen im Garten – lässt sich zurück auf Zypern plötzlich nicht mehr länger auf den Schoß nehmen, streicheln. Das Auge hätte er mir ums Haar heraus gekratzt. War wahrscheinlich keine böse Absicht.

Glück gehabt!

Dann, wenn das Auge flöten gegangen wäre, hätte ich ihn wahrscheinlich nicht mehr so nachsichtig behandelt für eine Zeitlang, vielleicht auch für immer, wer weiß. Was kann ich dafür, dass er blind ist!

Es lässt sich recht träge an das Leben auf Zypern. Es ist eben heiß, angenehm heiß. Wunderbare Nächte mit leichter Brise, vielleicht die beste Jahreszeit.

Gerade mal ein paar Tage hier.

Konnte in Lahr und Umgebung leider keinen Zahnarzt auftreiben, der mir in den Kram passt. In Berlin hatte ich einen, und jetzt auch hier auf Zypern. Bei dem war ich heute. Er macht mir Hoffnungen, dass der eine Backenzahn vielleicht doch noch stabilisiert und so weiter werden kann. In Lahr der Arzt, der hatte noch nicht mal recht in den Mund geguckt und dann redete er schon von „herausreißen“. War wohl genervt, dass ich mit X-Rays des Zahnes ankam und kein weiteres X-Ray zulassen wollte.

Ich muss doch die Strahlung schlucken, nicht er!

Er verkriecht sich hinter einer Tür und wartet, bis das Strahlen-Prozedere vorüber ist.

Nein, ich habe wieder Hoffnung, dass das Ding mit den Zähnen im letzten Moment doch noch zurecht gebogen werden kann im Gegensatz zu der traurigen Tatsache, dass sich Assad wohl halten wird. Bloß kein Implantat, von dem immer sofort gleich die Rede ist. Assad ist mir eigentlich auch ein Implantat, der anderen Art. Und wenn die Krankenkasse zyprisch-zahnärztliche Kosten nicht begleicht, muss man sich da dann nicht schon fragen, für was wir eigentlich noch eine EU führen?

OK, Zypern ist nicht im Schengenraum, aber … .

Wie?

Den Wiederaufbau Syriens soll die EU hauptsächlich bezahlen?

Vor dem Flug hier her habe ich noch schnell zwei Rechnungen an die Krankenkasse geschickt, weil Monate davor leider zum Orthopäden gegangen werden musste, auch auf Zypern. Eigentlich könnte ich da gleich wieder hinrennen, weil eines der beiden Knie komischerweise plötzlich etwas schmerzt.

Die Kasse kann sich aber beruhigen, weil Selbsttherapie hab ich mir verschrieben. Darüber, wie diese Art von Therapie sich gestaltet, keine Sorge, das wird nun nicht in Details vor ihrem staunenden Auge hier flachgelegt. Bleibt mein Geheimnis, so auch, warum ich einen mehr als halbfertigen, 4-seitigen Bericht zu Syrien jetzt doch nicht veröffentlichen mag. Sie müssen wissen, ja, ich weiß, Sie müssen gar nichts, aber dennoch: Was da in Syrien abgeht, das find ich nur noch unerträglich. Ganz schlimm, dass Assad überlebt, politisch.

Nein, ich sitze nicht in oder auf „Santa“!

Sie werden es nicht für möglich halten, doch das Schicksal, oder wer immer es ist, hat beschlossen, dass für eine geraume Zeit ausgewichen werden muss, Santa der Rücken zu kehren ist. Besuch steht nämlich an und dann geht es bekanntlich laut und so weiter zu. Die Leute wollen eben auch unterhalten sein. Und da der Besuch nicht meiner ist, … .

Nicht etwa, dass ich fremdeln würde, aber ehrlich, ich mag jetzt nicht! Punkt. Mag MEIN Ding hier auf Zypern ENDLICH mal machen und sonst möglich nichts. Übermorgen kommt allerdings noch ein Abend mit Botschaftsleuten dazwischen, doch dann werde ich vollends abtauchen, und zwar in Limassol. Vorgenommen habe ich mir, die syrisch-ägyptisch-libanesich-kurdische-etc.-Szene zu sichten. Mal sehen, was DIE so zu erzählen habe über ihre vermeintliche Freiheit in Limassol und die zurückgelassene Heimat, und wie die sich in Zypern einbringen.

Irgendwie kenne ich diese Stadt, Limassol, und dann auch wieder überhaupt nicht. Ja, ich bin eigentlich oft in Limassol, aber … .

Wissen Sie, ich bin nun über 10 Jahre immer wieder auf der Insel und hatte es bislang nicht eilig, möglichst alles zu sehen oder gesehen zu haben. „Reinwachsenlassen“, sag ich da gern. Und nun ergibt sich offenbar eben, dass für eine Weile in Limassol gewohnt wird. Kann gut sein, dass der Limassol-Aufenthalt dann doch noch zeitlich erweitert wird. Jetzt sind erst mal 3 Wochen angesetzt, auch, da die Besitzerin meiner neuen Unterkunft offensichtlich schon jemand anders in dem recht bescheiden eingerichteten Wohnraum gebucht hat.

Die Absteige klingt und sieht auf „AirnB“ ganz anders aus, vielversprechender.

Mir ist das gerade egal, auch, ob dort ein Fenster drin ist oder nicht. Ja, da ist eins, doch keine 2 Meter vor demselben ist eine ziemlich unschöne Wand jenes Wohnhauses, neben dem meine Hütte von Uncle Tom steht und die Vermieterin dieses ‚Luxus‘ womöglich auf unsere Kosten lebt.

Alles OK!

Nichts mit meckern hier!

Noch nicht.

Jetzt weiß ich, hier in Onkel Tom’s Hütte sitzend und gerade schreibend, was in Santa vergessen wurde: die Kamera und das Teleobjektiv. Liegen hinter’m Fernseher und werden mir Mittwoch Abend überreicht, wenn es zum Treffen mit den Botschaftsleuten geht – Abschied eines Diplomaten vom Dienst und so stehen auf dem Programm. Leute treffen. Sehen und gesehen werden.

Dafür, dass das Zweitwichtigste (Kamera) vergessen wurde, habe ich wahrscheinlich viel zu viele Hosen mit langem Hosenbein dabei. So auch kurz-ärmliche Hemden. Alles gebügelt und sauber.

Wird sich noch herausstellen, wie das Viertel hier in Limassol heißt, in das kurzfristig eingezogen wurde. Wollte jedenfalls nicht unten am Strand sein. Nein, möglichst ein mir total unbekannter Fleck in der Stadt ist angesagt.

Letzteres bewahrheitete sich schon heute Nacht. Bekanntlich sind alle Katzen im Dunkeln schwarz, sehen plötzlich anders aus, so auch Limassol. Ausfahrt Nummer 28 gilt es nämlich zu nehmen auf der Autobahn, die durch die obere Stadt verläuft, wenn ins temporäre Zuhause gelangt werden will. Dann gilt es in Richtung Zentrum zu fahren und bei der 3. Ampel rechts abzubiegen, dann die erste Straße links einzubiegen und dann ist man schon dort, nämlich nahezu am Ende einer vergleichsweise kurzen Straße.

Doch auf dem Weg zurück aus der Stadt nahm ich den Weg kreuz und quer durch dieselbe. Weil sie soll jetzt endlich besser gekannt werden – zu Fuß, wie auch per Auto. Irgendwie war’s als würd ich durch Beirut oder durch Damaskus fahren – vor dem Krieg.

Wohne gar nicht so weit von dem Ort entfernt, wo schon mal eine Zeitlang Tischtennis gespielt wurde. Sie werden es nicht glauben, als ich nach Monaten zurückkam an diesen Ort und dort wieder Pingpong spielen gehen wollte, konnte ich den Weg zur Halle einfach nicht finden, obgleich an jenem Ort ein großes halbrundes Stadium in den Himmel ragt, unter und in dem eben auch Tischtennis gespielt wird – und nicht zu billig. 50 Euro Beitrag im Monat wollten die damals haben plus 50 Euro Aufnahmegebühr.

Und damit gab ich mich dann auch zufrieden damals, also, dass ich diesen Ort auf die Schnelle nicht finden konnte und nicht wieder zum teuren Training dort antrat. Was so speziell an diesem einen Monat Training dort war: ich trainierte mit Jugendlichen. Für die Erwachsenen war ich denen offenbar zu schlecht. Und das Training war wirklich Training. Es wurden verschiedenste Techniken und Schläge eingeübt. Wunderbar. Das ist in Lahr leider nicht gegeben. Da stellen sich die Herren hinter die Platte, spielen sich etwas ein, meist immer dieselben, die danach gegeneinander spielen, und das war dann Training!

Spielte damals in einem anderen Verein Deutschlands, wo, wie soll es bestens gesagt sein, nicht gerade hochklassiges Tischtennis gespielt wird.

Das ist auch in Lahr längst nicht der Fall, allerdings gibt es dann doch 3-4 Männer, es spielen auch in Lahr nur Männer Tischtennis im Verein, die ich ganz gewiss auch nicht zu meiner BESTEN Zeit von der Platte so ohne Weiteres gefegt hätte – genauer den einen. Und daraufhin mag ich trainieren und keine zyprischen Trainingspausen daher mehr zulassen, die sonst als dazu führten, dass wochenlang die Rückhand wieder eingeübt werden musste nach der Rückkehr an die Platte und in die so genannte „Runde“ – mit der Konsequenz, dass einige Spiele verloren gingen etc.

Nein, diesmal will ich es vor allem mir selbst zeigen, auch wenn das Knie droht, einen Strich durch die Rechnung zu machen. Man wird sehen, was passiert – und ob die arabischsprachige Szene in Limassol mir einen Zutritt gewährt. Es ist nämlich noch nicht entschieden, ob als Privatperson oder als Journalist dort sich eingebracht wird. Womöglich bin ich da schon so hartnäckig wie der Baschar al Assad? Von dem kann man wahrhaft noch lernen, sich zu behaupten. Das Problem ist halt nur: bis zu welchem Preis?

Normalerweise halte ich mich am anderen Ende von Limassol auf, also dort ungefähr, wo man von Larnaka nach Limassol auf der Straße am Meer kommend in diese Stadt einfällt. Die Zyprer nennen die Gegend inoffiziell „Tourist-Area“. Schrecklicher Name, aber zwei-drei gute Cafés, die gibt es dort. Und ich sitze nun mal oft und gern in Cafés, um zu lesen, zu gucken und natürlich auch um Leute kennenzulernen oder zu treffen.

Mein heiß geliebtes Café „Costa Coffee“ soll ja nun ein Teil des Coca-Cola Imperiums geworden sein. Wird offensichtlich Zeit, sich neue Orte zu erschließen. Da wäre was in der Makarius-Straße namens „Paradosiaka“ (Traditionell). Unweit davon waren wir letztens. Ganz chic ist das Zweitgenannte gewesen. Das Paradosiaka scheint ein typisch zyprisches Kafeneion darstellen zu wollen.

Auf den zuvor erwähnten Umstand – chic – sollte man sich in Zypern ansonsten einlassen. Weil dort, wo die älteren zyprischen Herren hingehen, herrscht nicht gerade der Esprit von Internationalität, meistens. Also werde ich genau deswegen dort heute früh mal hingehen.

Wie gesagt, ich bin mal wieder früh schlafen gegangen und früh aufgestanden. Jetzt ist 03 Uhr 30 morgens. Wenn ich den Text hier durchhabe, wird das Ding ins Netz gestellt. Weg damit! Und dann werde ich mir die Frühschwimmer-Szene geben. Wahrscheinlich am Dassoudi-Beach, auch der ist größtenteils schön sandig und weitläufig – auch wenn davor immer mehr Öltanker und andere Schiffe vor Anker liegen. Sogar ein kleines Wäldchen trennt diesen Beach von der 4-spurigen Straße, der Corniche.

Hatte den Toshiba-Computer, der gewiss schon so alt ist wie der Krieg in Syrien, und älter, vor meiner letzten Abreise nach Deutschland doch noch zur Reparatur gebracht. War positiv erstaunt, dass mir damals nicht empfohlen wurde, das alte Ding wegzuhauen, was wahrscheinlich so in Germany der Fall gewesen wäre.

Nein, der junge Herr im Geschäft in der Ortschaft Kitti sagte, er werde mir ein neues abgespecktes Betriebssystem draufhauen – ich werde meine „Freude“ haben, meinte er. Und tatsächlich, es schreibt sich wieder fantastisch easy damit. Weil der andere Laptop in meinem Besitz, der zwar „Word“ drauf hat, aber dessen Keyboard halt so eng ist, ist zum (längeren) Schreiben nicht sehr geeignet, wie ich jetzt erst wieder bemerke. Finde auch, dass durch’s flüssigere und problemlosere Schreiben, das Schreiben an sich leichter fällt, da der Gedankenfluss offenbar nicht derart unterbrochen wird. Verspüre irgendwie gar keine Lust, nach irgendwelchen Notizen über Syrien und dem Desaster dort zu greifen, um das sodann hier einzuarbeiten.

Habe überhaupt ein Problem damit, diese Info noch als Info zu betrachten, stell ich zunehmend fest. Irgendwie kommt der Gedanke auf, man begibt sich darüber berichtend in ein Paar Schuhe, welches einem nie gehören wird – und schon gar nicht gehören sollte.

Ein Spielball des Bösen mag niemand sein.

Auch nicht dessen Propagandist.

Ja, ein wahrhaft schwieriger Spagat, aus dem nun, wie zu sehen ist, auf diese Weise sich gewunden werden soll. Und:

Musste vor dem Gebrauch des oben erwähnten, reparierten Computers allerdings ein Schreib-Programm herunterladen. Entschied mich für „OpenOffice“, und nicht, wie angeboten wird, weil auf dem Desktop Art vorinstalliert, noch schnell ein weiteres Word-Programm down zu loaden, welches allerdings nach Money schreit.

Es ist wahrscheinlich immer eine gute Wahl das OpenOffice. Und es kostet nichts.

‚Lustig‘ ist an der neu-bezogenen Wohnung unter anderem, dass ein uralter Fernseher darin steht, klobig und riesengroß, wie die Apparate es einst waren. Das Bild ist schwarz-weiß. Der Ton gut. Habe noch gar nicht umgeschaltet, weil wie es der Zufall will, läuft dort das syrische Fernsehen. Und das verfolge ich recht gespannt, wenn nicht geschrieben wird etc. Komischerweise guck ich mir das über den Computer nicht gern an. Ich scheine noch zu differenzieren. Über den Fernseher ist es mir, als hätte ich ja eh keine andere Wahl. Selbstbetrug, wahrscheinlich der Art und Weise wie wir uns betrügen, wenn Assad schöngeredet wird – schon demnächst. Sie werden es sehen.

Offensichtlich gibt es keine Sorgen mehr, dass Assad den Krieg nicht gewinnen könnte. Das Leben scheint sich wieder normalisiert zu haben, berichten die Fernsehbilder. Das syrische Parlament, welches ‚demokratisch‘ abstimmt und diskutiert wird sogar gezeigt. Verbrecher in Handschellen. Soldaten, die sich im Sand wälzen mit Gewehr in der Hand und schwarzen Strichen in den Gesichtern. Heroisch springen diese durch Feuerringe und kriechen unter eisernen, ebenfalls anfänglich unter Feuer gesetzten Hindernissen hindurch – strahlen danach in die Kamera.

Es ist ganz offensichtlich eine Freude, wird vermittelt, und das sagt auch jeder der Interviewten im syrischen Staatsfernsehen auf seine Weise in die Kamera, für das Land sich zu opfern. Die Häuser im Diplomatenviertel von Damaskus scheinen noch zu stehen, oder aber es wird altes Filmmaterial benutzt.

Siegreiche Basketballspieler werden in ihren Trikots gezeigt, und dann plötzlich taucht ein Pokal im Bild auf. Die Kamera zoomt aus und eine Gestalt im Anzug kommt in den Fokus und diese Person grinst wie ein Lausbub zwischen den Sportlern sitzend mit Pokal in der Hand in die Kamera – ein ziemlich kurzer Schwenk derselben, was dem Anlass eigentlich nicht gerecht sein kann, wo doch er, genau, Baschar der Fallensteller, nun im Mittelpunkt steht!

Assad hat sich also behauptet.

Das ist die traurige Nachricht!

Die gute Nachricht ist die Vermutung, dass der/die Kameramann/frau, die den Baschar nicht zeitlich lang genug in Szene setzten dafür nicht auf einem Rost gebraten werden zur Strafe – denn, davon darf getrost ausgegangen werden, die Szene ist EISKALT, so, inszeniert!

Angekommen!?

Weiß nicht, wie es Ihnen geht. Nein, ich komme gerade nicht aus dem Wasser des Baggersees in Kippenheimweiler oder vom dortigen Karpfenstüble, wo die Forelle so wunderbar knusprig und einigermaßen preiswert gereicht wird, um nun im Schatten eines Baumes mich an Sie zu wenden. Bin aber bereits auf dem Weg zu einem, nennen wir es doch so, verlängerten Schwimmerlebnis im Ausland, Zypern, wie eigentlich jedes Jahr.
Sitze dazu morgens um 08 Uhr 30 in einem der Starbucks von Basel, und zwar am SBB-Bahnhof. Ein recht netter Ort das Bucks, dem ich bislang stets meine kalte Schulter zeigte. Weil, wie vor 2 Tagen festgestellt werden musste, ist mein Stammcafé, das „Beschle“, gegenüber vom SBB, anscheinend für immer geschlossen worden.
Gott habe es und seine unvergleichlich guten „Gipfele“ selig! Keine Ahnung, wo in der Stadt man die noch oder weiterhin in dieser Qualität erhält. Im Starbucks sind diese Croissants in Geschmack und Aussehen jedenfalls wie bei Aldi oder Lidl gekauft: zu süß, zu pappig, zu klein, zu teuer letztendlich.
Das Starbucks hier, wie auch in Genf vor dem Hauptbahnhof – fiel mir noch rechtzeitig ein heute Morgen, sodass ich mich dorthin begab, anstatt im chicen „Euler“ einzukehren nebenan – hat auch Mugs aus Ton, sodass dieses überall neuerdings ausgegebene und ebenfalls überall und von den meisten verdammte Becherzeug nicht gebraucht werden muss, um beispielsweise Kaffee zu trinken. Noch verwunderlicher war jedoch an diesem Morgen, wo in der Schweiz ja doch ALLES so wundersam teuer ist, dass ein riesengroßer Topf voll Filterkaffee – „grand“ genannt – lediglich und spektakulärer Weise mit 5 Fränkli berappt wird in Starbucks.
Ganz nett eingerichtet hier. Im Gegensatz zum Beschle kann man den Computer rausholen, weil im Innenbereich nahezu überall Steckdosen sind. Und mein Laptop braucht dieselben, da die Batterie sich vor Kurzem einfach so und für immer verabschiedete. Wahrscheinlich mit Grüßen vom Hersteller Asus tat sie das: ‚Kauf mal wieder einen neuen!‘, haben die Grüße wohl besagt. Letzteres würde ich vielleicht sogar tun, wenn nicht „Word“ drauf wäre. Mit diesem Schreibprogramm bin ich sehr zufrieden zur eigenen Überraschung – und geschenkt bekommt man das bekanntlich auch nicht von Microsoft.
Nein, nein! Auf einem neuen Computer, wie Sie eventuell wissen, kann das gekaufte Word nicht mitgenommen werden, vielleicht, wenn die Computer aneinandergekoppelt würden. Leider übersteigt solch ein Hardware-Eingriff gewissermaßen schon meine Anwenderfähigkeiten, und nicht verwundern würde, wenn das Manöver dann auch nur gekoppelt funktionierte, sonst nicht. Da muss beim Neukauf offenbar nochmals in die Tasche gegriffen werden, um wieder Word auf dem Computer zu haben.
Wir besitzen somit ganz offensichtlich nicht, was wir kaufen!
So weit ist es nun bereits gekommen – zumindest bei dieser Angelegenheit (word); und noch erstaunlicher ist, dass wir alle uns damit abzufinden scheinen. Ja, man hätte wohl doch besser anstatt gesprochenen Sprachen, doch Computersprachen lernen sollen. Glück gehabt!?

Der Zug, also, brachte mich von Lahr im Schwarzwald direkt dort hin, nämlich nach Basel an den SBB, wie bereits gesagt – man muss dazu nicht mehr am Badischen Bahnhof von Basel umsteigen: keine Pass- oder Ticketkontrollen, kein Stress anderer Art, alles glatt gelaufen auf der Fahrt, eigentlich wie immer.
Ja, ein Zugticket zu kaufen, erscheint mit dem 6-Uhr-43-Zug nach Basel von Lahr aus geradezu eine Demonstration gutbürgerlicher Tugenden geworden zu sein – des Gutmenschseins. Weil um die Uhrzeit scheint offenbar niemand das Billett kontrollieren zu wollen. Werde mir diese Ticket-Trophäe übers Bett hängen und ihr dann manches Mal wohl wehmütig sagen, „wirst nicht entjungfert!“
Ja, ja! Die Bahn, dein Freund und Helfer! Richtig sozial schon fast. Die Fahrpreise werden aber dennoch erhöht. Das erhöht gewiss auch die Rate jener, die sich umsonst herumkutschieren lassen (werden). Hier von gerechtem Ausgleich zu sprechen, wäre nun wirklich verwegen. Wie dem auch sei: Ich bezahle stets, gell?

So parallel zum Oberrhein im Zug gen Schweiz hochzugondeln, ohne dieses fließende und durch Stauwehrs sowie Begradigungen gebändigte Gewässer dabei je zu Gesicht zu bekommen, das hat schon was – die Landschaft ist gemeint, auch die Mitreisenden im Zug.
Ja, trotz vielen Jahren im Ausland wird festgestellt, dass die paar Jahre im Markgräflerland, genauer in Kandern, schon sehr hilfreich waren nach der Rückkehr, um das Entjungfern dieses Landstriches, der aus meiner Warte die Gegend von Baden-Baden bis eben Basel, genauer, auch Rheinfelden und Liestal umschließt, in vollen Zügen zu genießen. Inzwischen erscheint das Meiste recht schön vertraut, fühlt sich bekannt und warm an, als hätten die Gegend und ihre Leute mich gelesen und verstanden – und das Elsass mag in diesem Kontext noch erwähnt sein, damit bloß niemand meint, die einstige Grenze über den Rhein bestünde noch immer in meinem keinesfalls in der Geschichte zurückgebliebenem Kopf. Auch ich bin ganz begeistert vom Elsass und seinen Menschen, der Natur – nur eben per Zug fahr ich dort nie; letztlich passt die Nicht-EU-Schweiz trotzdem vortrefflich rein.
Sie hören es schon, ein unverbesserlicher Anhänger der These spricht zu Ihnen, dass immer, und dann immer wieder, irgendwo gewesen sein muss, um so etwas wie das Wesentliche von dem, wo man ist und war mitzubekommen – und auch von daher wurde im Leben erst gar nicht versucht, möglichst viele, wenn nicht gar alle Kontinente gesehen oder besucht zu haben. Unsereins ist da wie ein Druckerkopf, denke ich mir gerade, der die Buchstaben in Zeilen in gleicher Weise auf‘s Papier druckt, welches zwar schon irgendwie gleich aussieht und gestaltet ist, aber halt doch nie dasselbe Stück Papier ist – und der Druckkopf hat auch nicht immer dieselbe Tinte aufzuweisen: Mahlberg, Herbolzheim, Emmendingen, Freiburg, Müllheim, Weil am Rhein, all diese Stationen und was dazwischen liegt, dahinter und davor, das sind einige Haltestellen auf der Fahrt in den Süden, Orte, die ganz besonders bekannt und vertraut sind.
Basel!
Wahrscheinlich war ich in einem vorherigen Leben mal ein Basler oder eine Baslerin. Kaum, dass ich den Fuß in diese Stadt gesetzt habe, transformiert etwas in mir, so, als würde ich, es hört sich total komisch an, städtischer. Hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich damals als Teenager aus der Enge der Provinz flüchtend, nicht etwa in Lahr, Emmendingen oder Freiburg mein Seelenheil fand und suchen ging, was auch immer das Seelenheil genau ist und wahr, sondern im schönen Basel – und ob ich wirklich auf der Suche damals war, ist zumindest aus meiner Sicht fraglich. Es ging, nachdem ich Seelenverwandtes in Klein- und Großbasel zufällig und unbeabsichtigt angetroffen hatte, vorrangig ums Darin-sich-Baden, Suhlen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Straßburg oder Offenburg, meinetwegen noch Zell am Hamersbach oder gar Freudenstadt, sind auch schön, aber die Menschen sprechen vor allem in Basel all meine Sinne an, bilde ich mir ein – und fragen Sie bitte nicht, warum und wie ich das so genau registriere? Einbildung, sagte meine Mutter bereits und oft, ist bekanntlich auch eine Bildung. Und diese Herausforderung, unter anderen, nehme ich gerne an.
Ja doch, es ist schon eine Herausforderung, gewissermaßen, weil Einbildung/en ja bekanntlich negativ in unserer ach so fakten treu-untreuen Welt konnotiert werden: Illusionen, Halluzinationen, Echos aus der vergangen Zukunft, also der Gegenwart. Und solch Ding ist bekanntlich tabu. Funktionieren ist ja angesagt!

In diesem eben genannten Zusammenhang kann ohne rot werden zu müssen, gesagt werden, dass neuerdings alles wie am Schnürchen in meinem Lahrer Leben zu funktionieren scheint. Man muss direkt schon Sorge tragen, dass irgendeine Krise, oder schlimmer, diese unbekannte Ordnung verunmöglichen wird. Wollen wir aber positiv ins Leben blicken.
Wenn das nur so leicht wäre. Und dann auch noch auf dem Weg nach Zypern im Spätsommer 2018. Sie wissen doch: Haie schwimmen dort neuerdings in recht großer Anzahl durch die See. Nein, das sind nicht jene, die, wie Sie recht vermuten würden, aus dem Roten Meer den Weg ins südöstliche Mittelmeer gefunden haben oder hätten, Gestalten aus der griechischen Mythologie, sondern richtig dicke und wirklich schrecklich große, noch schrecklichere und gefährlichere Wesen als Haie: Kriegsschiffe, Unterwasserboote, Totbringer mit Fluglandebahn und so. Die sind mit allem möglichen Schnick-Schnack zum Töten ausgestattet – angeblich geben die an, dieser Aufwand sei zum Verteidigen da. Und Zypern ‚darf‘ diesen ‚lieben‘ Verbündeten auch in diesen Tagen seine Häfen offenhalten, damit unter anderem die Besatzungen dieser Kriegswerkzeuge womöglich vor dem großen, irgendwo totbringenden Einsatz noch ein bisschen Leben – oder wie es genannt wird – in sich reinschütten gehen können: in den Bars, Diskotheken und heimlich betriebenen Puffs, wohl eher weniger in den Museen oder Kirchen etc.

Ich fliege also in die/eine Kriegszone, und das eigentlich nur, weil mein zweites Leben seit inzwischen über 10 Jahren ja auf Zypern passiert. Kater Vassili ist schon vorgestern von Zürich aus geflogen. So unbeschwert wie er, würde ich die Sonne Zyperns auch gern genießen. Gewiss sitzt er gerade im Garten und schnuppert alles ab – er kann ja nichts sehen. In Lahr wollte er nicht aus der Wohnung; und ich wollte ihn dann auch zu nichts zwingen. Doch das nächste Mal werde ich ihn aus seiner Komfortzone holen, denn wie gesehen werden konnte, ist der Spielplatz vor dem Haus mehrheitlich aus Holz gebaut. Komischerweise dachte ich gesehen zu haben, dort sei alles aus Plastik. Das war wahrscheinlich so etwas wie ein vorurteilsmäßiger Blick, den ich geworfen oder gehabt haben muss, ein Flashback. Wahrscheinlich hat etwas in meinem Hirn deutsche Realitäten und Standards mit zypriotischen, türkischen oder ägyptischen etc. Standards im Hirn verschoben. Klar doch, dass in Lahr, und dann auch noch zentral am Marktplatz, ein Spielplatz nicht mit Plastikzeug vollgestellt ist! Daher, denk ich mir jetzt, auch die vielen hippen Leute, die vom Balkon aus zuweilen mit Kinderwagen usw. in Richtung Spielplatz verschwindend, gesehen werden konnten. Und ich dachte als: wieso kommen die ausgerechnet hier her? Die Antwort dachte ich, sei, dass wahrscheinlich einer der Eltern einkaufen geht, oder dass vor oder nach dem Einkauf oder Besuch eines Restaurants die Kinderlein dort noch etwas bespaßt werden, damit sie weniger oder besser überhaupt nicht quengeln.
Da fällt mir gerade auf, beobachtet zu haben, dass die lieben Kleinen im Südwesten eventuell weniger oft quengelnd quäken als in der Hauptstadt der Deutschen.

Es ist also ganz nett, in Lahr die Zelte aufgeschlagen zu wissen. Einiges los dort. Die Landesgartenschau macht am 14. Oktober 2018 die Pforten zu, und dann werden wir ja sehen, was mit dem sehr künstlich und im Chic meiner Mutter gestalteten Gelände geschehen wird. Doch das ist nun wirklich weit weg.
Noch sitze ich im Starbucks am SBB in Basel und demnächst werde ich diesen Platz räumen und gen Flughafen im Elsass mit dem 50er Bus fahren, von wo aus mit EasyJet nach Larnaka geflogen wird. Nein, ich bin nicht mehr so gut zu sprechen auf EasyJet. Das Warten in der Schlange nervt und auch, dass man stets Angst haben muss, der Handkoffer werde reklamiert, weil er wahrscheinlich doch wieder etwas zu schwer ist etc. Man muss daher stets möglichst früh am Schalter stehen und gleich nachdem die Fluggäste mit Vorzug/Privileg durchgewunken wurden, ins Flugzeug gelangen, weil sonst wird man, wie bereits einmal geschehen, womöglich aussortiert und soll seinen Koffer abgeben, wofür dann aber nichts zu bezahlen ist. Das passt einem natürlich gar nicht, erst recht dann nicht, wenn man abgeholt wird und einfach nur raus aus dem Ankunfts-Flughafen will. Die sind ja schrecklich geldgrabbschig geworden, die von EasyJet. Und nicht nur die!
Hatte Monate lang keinen Zugang zu meiner Kreditkarte, weil mein Anbieter irgendetwas am System umstellte. Dann irgendwann habe ich es nach Monaten geschafft, diesen Zugang wieder zu erhalten, was mit einigem Missfallen meinerseits getan wurde. Und was ist das Ergebnis: eine weitere Kreditkarte wurde mir ausgestellt, die gar niemand haben mag, jedenfalls nicht ich. Doch das Ding namens Kreditkarte war nun erneuert, der Zugang ermöglicht, eine Mail wurde geschrieben, dass ich die neue Karte gar nicht will und ein paar Tage später, was glauben Sie, was passierte, als ich erneut ins Kreditkartenkonto vorstoßen wollte, genau, es war wieder nicht möglich. Also rief ich dort mal an. Und da sagt diese Frau Polat doch, „ja, Sie hätten aber auch den Benutzernamen ändern müssen.“

Hallo!


„Das stand da nirgends!“ sagte ich.
Ich habe keine Ahnung wie viele Passwörter eingegeben wurden, hin und her geschickt worden sind, bevor ich Frau Polat am Apparat hatte. Und jetzt soll das ganze Spiel schon wiederbeginnen – womöglich mit weitere Kreditkarte als Ergebnis? Wissen Sie was? Ich habe kurzerhand gekündigt. Einen Brief aufgesetzt, in dem ich wissen ließ, dass der Service unerträglich kompliziert geworden wäre, bedankte mich für die langjährige Zusammenarbeit und dann wurde das Ding per Einwurfeinschreiben weggeschickt. Mal sehen, ob ich nicht auch ohne Kreditkarte über die Runden komme. Es dürfte gelegentlich kompliziert werden, ohne. Doch das Risiko mag ich nun auf mich nehmen. Es gilt eh, sich nicht mehr alles Mögliche anzueignen, sondern darauf zu bestehen, dass dieses ‚Volk‘ und andere einen genau so auf- oder annimmt als Kunde oder Gast der bezahlt – also auch ohne Card. Wieso muss ich unbedingt eine Kreditkarte haben, eigentlich? Weg damit, habe ich mir gedacht. Jetzt bin ich gespannt, welche juristischen und anderweitig geschlagenen Purzelbäume meines Kreditkartenanbieters mich im Briefkasten erwarten, wenn aus Zypern voraussichtlich Anfang November zurückgekehrt wird.
Es tut jedenfalls gut, diese Fessel gelöst zu wissen. Ich werde sie mir hoffentlich nicht wieder umlegen. Postbank-Konto muss reichen. Punkt. Diese Maßnahme mit-entschleunigt gewiss. Dürfte förderlich sein, kann nur förderlich sein. Das Leben will, ich fühle es, noch langsamer vorgehend, genossen werden. Jetzt, wo alles angeblich schneller wird, gilt es dagegen zu steuern.
Da wären noch einige weitere Punkte, die entschleunigt, genauer be- oder gereinigt gehörten. So rede ich schon seit Längerem davon, dass das Postbankkonto aufgelöst gehört, weil da diese unerträgliche Nähe zur Deutschen Bank besteht. Die sollen ja nicht gerade Geschäfte betreiben, die unsereins unterstützt moralisch und so. Und die Aussichten sind nicht gerade derart, dass es mit der Postbank besser wird, wenn sie sich demnächst doch noch von der Deutschen Bank lösen wird, oder gelöst wird.
Nun, jemand, der ins Finanz-Haifischbecken namens Zypern fliegt und dort auch noch zeitweise lebt, der hat wohl allen Grund, werden Sie denken, sich über seinen Finanz-Abdruck in den Annalen der Geschichte seine Gedanken zu machen.
Ja, Zypern ist leider noch immer ein Finanz-Dschungel, und alle in Brüssel und sonst wo in der Welt wissen es.
Die/Eine Geld-Waschanlage!
In diesem Zusammenhang wird einigermaßen interessant werden, zu sehen, wie Südzypern, also die Republik Zypern, das EU-Mitglied, sich die Briten vom Hals holen wird. Jedenfalls ist da jemand, war zu lesen, der juristisch gegen die Anwesenheit der Briten auf der Insel vorgeht. Seine Begründung ist, dass das Halten einer Kolonie, und nichts Weiteres seien die 3 Militärbasen der Briten auf Zypern, nach europäischem und internationalem Recht gar nicht zulässig sei.
Vor dem Hintergrund, dass sich die HSBC-Bank der Briten ja auf beiden Inselteilen etabliert hat, und gewiss weiterhin dort ein Standbein zu halten gewillt ist, dürfte es, wie gesagt, sehr interessant sein, zu verfolgen, welchen Ausgang dieser Streit nehmen wird, wenn es denn überhaupt zu einem vernehmbaren Streit kommt. Bekanntlich ist die HSBC derart exzessiv über ALLEM schwebend, dass wahrscheinlich sogar die Queen im Buckingham Palace allabendlich ihr Kreuz vor dem Logo dieser Bank schlägt und sich dabei hinkniet.
Klar ist allerdings auch: so lange dieser eine und wahrscheinlich hauptsächliche Spaltpilz auf Zypern dahinwächst, wird aus einem vereinten Zypern eh nichts. Da die HSBC jedoch zukünftig vorrangig auch die finanziellen Interessen der Chinesen vermehrt managen wird, ist, wie gesagt, es noch interessanter zu sehen, wie unsere vorgeblich freie und ach so demokratische Ordnung in der EU sich verbiegen wird, um diese zuvor erwähnte Angelegenheit doch noch unter den EU-Werte-Deckel zu bringen.
Weil es ist doch wohl klar: die Briten haben auf Zypern schon längst nichts mehr verloren – genau so wie die Türken!

Inzwischen in dem Flughafen vor Basel sitzend. Durch die Kontrollen zu kommen, war auch diesmal wieder einfach – weil, ich komme bekanntlich Stunden zu früh. Konnte sogar davon absehen, ein Stück Kuchen oder gar ein Käsebrot zu kaufen: zu teuer, eigentlich, und andererseits mag auch DAS endlich eingegrenzt werden. Nicht andauernd etwas zu Essen kaufen, nur, weil man irgendwo eingekehrt ist. Schreckliche Angewohnheit! Wundert nicht, dass man so übergewichtig wird. Derzeit habe ich allerdings Idealgewicht, weil tatsächlich durchgezogen wird seit geraumer Zeit, möglichst nur Hülsenfrüchte zu essen: Bohnen, Erbsen etc. Kein Brot, keine Nudeln und so weiter. Es hat einen einschlagenden Effekt, darf ich Ihnen berichten. Mein Bauch meldet plötzlich wieder so etwas, wie: es reicht, hör auf in dich reinzustopfen! Klasse.
Sogar ein paar Mal Eis war ich zwischenzeitlich schlotzen – und kein schlechtes Gewissen überfällt mich mehr dabei. Denn auch das habe ich plötzlich besser im Griff, genauer: das Schokoladeneis in der Marktstraße von Lahr schräg gegenüber von C&A nicht täglich haben zu müssen. So auch, wie ich gerade vorgestern herausfand, das Erdbeereis.
Sie glauben gar nicht, auf welch vielfältige Art und Weise jemand, der von Kochregeln keine Ahnung haben will, seine Bohnen anrichtet. Ich lege sie immer in Wasser. Das ist die Ausgangssituation. Gleich einen großen Topf voll mit Bohnen leg ich an, sodass für knapp eine Woche Koch- und Essmaterial bereitsteht, welches, ganz wichtig, dann auch darauf wartet, gekocht zu werden und davon abhält, außer Hause Essen zu gehen.
Keine Ahnung, was die in diesen Restaurant-Küchen ins Essen machen, aber eines ist inzwischen sicher: es ist meist zu salzig und es trägt dazu bei, dass man sich wie aufgebläht nach den meisten Essen fühlt. Und nun hören wir auch schon auf damit, weil, sonst steigt der Preis für Hülsenfrüchte, weil auch Sie damit begonnen haben.
In Zypern besteht auch die Möglichkeit, sich auf diese Art und Weise weiter zu ernähren. Aber natürlich lebe ich dort auch ein anderes Leben: mehr Einladungen etc. Bei Letzteren gilt es nun eben, unauffällig aus dem Essangebot herauszupicken, sodass niemand auf den Kochlöffel derart getreten wird.
Nein! Es wird niemand bekehrt werden, das Bohnen-Ding zu machen. Die Gefahr ist eher, dass ich von den anderen bekehrt werde, sprich: auf den Pfad des ‚Normalen‘ zurückfinde. Und das ‚Normale‘ in puncto Nahrung soll nicht mehr normal für mich sein. Warum auch, wenn es mir damit nicht so gut geht wie es mir jetzt geht?

Es ist noch eine Stunde bis zum Abflug. Um mich herum sitzen nahezu alle und essen. Auch hier, wie Sie schwerlich erkennen können, wird mein Laptop durch eine Steckdose genährt. Wusste gar nicht, dass das hier möglich ist. Hundert Mal und mehr schon von hier weggeflogen und erst jetzt finde ich die Steckdose im Flughafenrestaurant. Klasse.
Doch einen weiteren, neuen Favoriten mag ich Ihnen nun doch noch verraten: der Kaffee, der angeblich ohne Coffein ist, schmeckt haargenau so wie der mit. Also warum mit trinken, wenn es auch ohne geht? Ehrlich gesagt, was Lahr angeht, und hiermit schließen wir: der koffeinfreie Kaffee wird im „Süßen Löchle“ am besten gemacht. Der Innenhof, der dort angepriesen wird als Attraktion und weitere Sitzgelegenheit, konnte mich indes noch nicht in seinen Bann ziehen. Im Sommer fand ich es wirklich schöner, draußen an der Straße zu sitzen, wo die Autos und Busse mit, glaube ich, lediglich 20 km/h durchfahren dürfen.

Maroni: Das Wasser war recht salzig. Die weißen Wolken überm Meer wunderschön geformt. Zum Einstieg die Fileleftheros-Tageszeitung gekauft, die zwar ein Rechtsausleger ist, doch dennoch genug Dinge verbreitet und in die Welt setzt, von denen gut Rückschlüsse auf das gezogen werden können, was vielleicht wirklich abläuft an gewissen Orten auf Zypern. Vassili hatte nicht viel Interesse an meiner Person. Das ist aber OK!

Syrien Aug-Sept 3

Vor dem Hintergrund, dass die sogenannte Großoffensive in Syrien, die noch bevorstehen soll, im Grund schon losgetreten worden ist – und zwar vorrangig von Seiten Moskaus, wie sich offenbar zeigt -, wird hier am 08. 09. 2018, wie geplant, dennoch von zeitlich etwas zurückliegenden Ereignissen berichtet, um die angefangene Serie oder Reihe zu Syrien zu komplementieren – versteht sich, äußerst selektiv, wie ja alle es tun (müssen), die aus/von/über dieses/m Land berichten.
Sagen wir also, wir sind so in etwa am 17. August 2018 angelangt im Stoff.

Im Al-Eis Gebiet existiert eine türkische Militärbasis. Dieses Gebiet liegt genauer in der Provinz Aleppo. Die Türken rieten den Bewohnern dort, nämlich in Gazrala, Zamma, Gadidah, Talafeh, Hawair al-Issa, al Othmania, Bager, Banes und Berna doch ihre Häuser nicht zu evakuieren. Solch ein Schritt böte dem Assad-Regime die Ausrede, anzugreifen.
Vielleicht ist es noch nicht ganz durchgedrungen, doch das Regime hat den Posten eines „Versöhnungsminister“ aus der Taufe gehoben vor nicht allzu langer Zeit. Der ‚gute‘ Mann, der diesen Posten ausfüllen ‚darf‘, heißt derzeit Ali Haydar.
Sollte die folgende Meldung zutreffen, was hier doch stark bezweifelt wird, könnte dem so sein, dass Trump und Putin sich inzwischen anscheinend darüber einig geworden sind, dass der Iran in Syrien besser schon bald seine Koffer packt. So ganz daran glauben können wir hier deswegen nicht, da das iranische Regime dann einerseits in Erklärungsnöte gegenüber der iranischen Bevölkerung kommt, zumal viel Geld in Syrien gesteckt wurde – wie auch viele iranische Menschenleben. Und jetzt einfach sich zurückziehen, nur weil der „große Satan“ in Washington und Putin (der kleine Satan) sich einigten, erscheint äußerst widersprüchlich.
Andererseits ist nicht zu übersehen, dass es im Iran brummt. Soll heißen: Vorrangig die jungen Menschen haben von der betriebenen Politik des Landes im Nahen Osten gehörig die Schnauze voll – und lassen das auch vernehmlicher hören. Es rumort nicht schlecht. Und um des inneren Zusammenhalts wegen könnte durchaus passieren, dass Teheran den eben erwähnten Grund/Vorwand nutzt, irgendeine Rechtfertigung gegenüber den Hardlinern im Lande und anderen Unzufriedenen zu konstruieren, um sich tatsächlich aus der Affaire zu ziehen.
Teheran hätte nun wirklich eh Besseres zu tun. Zum Beispiel stünde eine Art Aussöhnung mit Pakistan, Indien und vielleicht sogar noch der Türkei und dem Irak anstatt dem Regime gut zu Gesicht. Es könnte gar lebenswichtig werden.
Noch kurz dies: Der ehemalige Bürgermeister Teherans Herr Gholam Hossein Karbaschi (1990 – 1998) wurde verknackt, da er in einer Rede die iranische Intervention in Syrien kritisiert haben soll (Times of Israel).
Was den Irak und Syrien angeht: Washington hat den ehemaligen Botschafter für den Irak, Herrn James Jeffrey, der dort von 2010 bis 2012 tätig war, als US-Sondergesandten für Syrien benannt. Der Herr war auch bereits in der Türkei auf diesem Posten. Interessant ist zu lesen, dass zwischenzeitlich die Saudis damit begonnen haben sollen, einen Teil ihrer Petro-Dollars für ihre Interessen in Syrien arbeiten zu lassen, indem den Vereinigten Staaten Geld in die Taschen gesteckt wird, um bloß nicht aus Syrien abzuziehen. 100 Millionen seien auf Forderung Trumps zugesichert worden – nicht gerade viel Zaster, wenn in trumpschen Dimensionen gedacht wird, finden wir. Das US Department of State quasselte jedenfalls von Geld für „Stabilisierungsbemühungen“.
Für jemand Außenstehendes ist nicht ganz ersichtlich, warum die so genannten Weißhelme ausgerechnet jetzt, wo die Großoffensive bevorsteht, beziehungsweise begonnen zu haben scheint, zur Mitte des Monats August also, dennoch damit begonnen haben sollen, angeblich Trümmer und Schutt und dergleichen wegzuräumen in Idlib.

Eigentlich sollen die Weißhelme ja Rettungsabreiten leisten, und noch eigentlicher steht von Seiten Assads & Co. der Vorwurf im Raum, die Weißhelme seien unter anderem jene Kraft im Krieg/Konflikt, die chemische Waffen einschleuse und/oder hochgehen ließe etc.

Andernorts in Syrien sind andere Positionen auch nicht ganz klar. So soll die 4. Division des Assad-Regimes, die immer wieder Reden von sich macht, mal wieder mit den Russen etwas und lediglich verbal zusammengeklatscht sein, und zwar diesmal in Qalat al-Masdieq. Die Russen verlangten, dass die Vierte dort die Fliege macht, doch die Vierte hat sich geweigert, diesem Verlangen nachzukommen. Zeitlich wenig später, also Ende August, fordert der nationale Sicherheitsberater Trumps, John Bolton, den Iran auf, Syrien zu verlassen. Die Iraner entgegneten: es gibt derzeit keine Pläne, die Ähnliches besagten oder vorsehen würden. Bolton an Iran und das Assad-Regime gerichtet, scheinheilig, so werten es zumindest einige Beobachter: Der Einsatz von Chemiewaffen wird „starke“ Reaktionen folgen lassen!

Unstimmigkeiten bestehen allerdings auch über den Beginn der ganzen Sache, also des Syrienkonflikts selbst. Jemand namens Joshua Landis behauptet, die Facebookseite der Syrian Revolution habe bereits am 18. Januar 2011 im Netz gestanden. Das wären also 2 Monate vor dem Ausbruch des Aufstandes in Daraa gewesen. Der Administrator der genannten Seite ist ebenfalls Leiter des Büros der Muslimbrüder in Schweden. Landis findet dies dann allerdings doch nicht sonderlich überraschend, weil die ersten Proteste eigentlich bereits am 04. Februar 2011 angefangen haben sollen in Syrien. Und das ist auch das Datum, an dem zum „Tag des Zorns“ in Daraa erstmals aufgerufen worden sein soll, und nicht, wie sonst behauptet wird, dass es erst im März 2011 der Fall gewesen sein soll. Nur: Beim ersten Aufruf seien keine Proteste der Bevölkerung gefolgt. Als dann allerdings am 06. März 2011 Kinder in der Stadt Daraa verhaftet wurden, die aufrührerisch gewesen sein sollen, erhob sich der Zorn des Volkes erstmals – und seither ist, mehr oder minder, Krieg in Syrien.

Und in Zeiten des Krieges geschehen viele eigenartige Dinge, so auch im von Kurden mehrheitlich bewohnten Teil Syriens – in Derik (Malikiyah). Dort wurden Armenier und Assyrer, die dort ebenfalls recht zahlreich leben – noch -, von Seiten der kurdischen Behörden dazu angehalten, ihre Schulen zu schließen. Der Grund: Sie hatten es abgelehnt, den von den Kurden herausgegebenen Lehrplan umzusetzen. Die Quelle ist allerdings eine, der durchaus nicht immer, finden wir, abgenommen werden kann, dass sie neutral berichtet.
Nun, inzwischen sind am anderen Ende des Landes, nämlich an der jordanischen Grenze, doch wirklich die Grenztore aufgegangen. Busse verkehren wieder, sodass beispielsweise direkt von Dschidda/Saudi Arabien über Jordanien nach Damaskus gefahren werden kann. Solch Busfahrt kostet Einheimische, also Syrer, rund 85 Dollars. Noch ist der syrisch-irakische Grenzübergang bei al-Bukamal geschlossen.
Und weil wir schon dabei sind: Die private syrische Fluglinie namens Cham Wings hat Flüge von und nach Amman/Jordanien wieder aufgenommen. Gehören tut die Linie einem Mann namens Rami Machluf. Er ist der Cousin des Baschar al-Assads. Sie sehen, Jordanien baut auf Normalisierung mit dem blutbefleckten Assad, und ernährt sich währenddessen ‚lustig‘ weiterhin von Geldern, die gewiss auch ihre Steuerbeiträge mittragen.

Allerdings – man mag es gar nicht glauben und vielleicht ist es auch schon wieder im Erdboden verschwunden, so ganz still und heimlich, wie ja so manches manchmal wieder aus dem Rampenlicht gerät, wo es vielleicht fälschlich hineingeriet – ist Rifaat al-Assad ein Ermittlungsverfahren wegen Korruption, Veruntreuung öffentlicher Gelder und natürlich Geldwäsche angehängt worden. Der Rifaat ist der Onkel des Baschar al-Assads. Der ‚gute‘ Rifaat lebt/e seines Zeichens im Exil und NGO’s haben sich auch daher sogleich an ihn drangehängt. Und so kam es nun zu einer Anzeige. Es geht also darum herauszufinden, woher dieser Assad den wohl all die Kohle hat, die er hat. Dass in Hama seinerzeit 40.000 Menschen bei einem Aufstand abgeschlachtet wurden, soll ihm, dem Rifaat, aber nicht angehängt werden, meint einer der NGO’s. Sagen wir mal, es soll ihm noch nicht angehängt werden.

Am 27. August 2018 wird von sogenannten Aktivisten berichtet, die US-geführte Koalition habe eine Militärbasis in al-Hagien errichtet. Und das liegt in der Provinz Deir az-Zor. Dort im Osten soll der IS noch recht stark sein. Zu jenem Zeitpunkt unterhielt er dort jedenfalls noch 5 Militärbasen, wird berichtet. Bekanntlich liegt Hagien jetzt nicht gerade weit entfernt von der türkischen Grenze, wie auch der irakischen.

Warum die USA dort in der Region Deir az-Zor sind? Klar doch, dort fließt Erdöl. 40.000 Barrel täglich. Wahrscheinlich spottbillig. Ja, und die so genannten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben der IS das Ölfeld bei Tanak ja vor einiger Zeit abgenommen, wie hier bereits in einem vorhergehenden Bericht erwähnt wurde. Der Kreis des – nennen wir es – Unverständlichen schließt sich, vor dem Hintergrund, dass die USA dort in der Region ihren Fuß drin haben und mit den Kurden im Boot sitzen, und zwar dann, wenn zutrifft, dass die SDF Teile des erworbenen Öls wiederum an das Assad-Regime verkaufen soll.
Überhaupt gibt es in der Region Deir ez-Zor noch weitere Ölfelder, und zwar das Ölfeld: Omar, Ward, Afra, Kewari, Gafra, Garnuf, Azrak, Kahar, Sueytat und Ghalban.
‚Erfreulich‘ also zu erfahren, dass die USA unweit der Region Deir az-Zor, nämlich in Kobane, genauer bei Hassake und Ayn al-Arab, nach Berichten seitens der Iraner Radarsysteme aufgestellt hat. Ebenso soll Washington noch mehr Waffen an die kurdischen PYD/YPG-Kämpfer verteilt haben – oder verkauft?
Am 26ten oder 27ten August 2018 sollen YPG-Kämpfer den FSA-Kommandanten Abu Muhammad al Schamali in Afrin hingerichtet haben.

Zwischenzeitlich wurde ermittelt, dass mehr als 1,75 Millionen Kinder, die in Syrien leben, die Schulen nicht besuchen können (@hadialbahara vom ICRC). Jetzt, im September 2018, berichtet Hadi Albahara, wird es ein Geschäftstreffen geben, an dem dutzende russische Investoren teilnehmen werden. Des Weiteren: Einer Firma ist kürzlich die Lizenz zum Betreiben einer Shopping Mall entzogen worden. Dieselbe erhielt sodann ein Mitglied des Regimes, berichtet Bahara. Kann man sich gar nicht vorstellen, dass es eine Shopping Mall geben soll. Überhaupt scheint das Leben in Damaskus wieder relativ normal seinen Lauf zu nehmen. Was auch immer „relativ normal“ in Wirklichkeit bedeuten mag.

Der oben genannte Cousin Baschars, Herr Machluf, soll jedenfalls zwei ägyptische Investoren ‚erfolgreich‘ von syrischen Markt verdrängt haben, nämlich vorerst Herrn Nagib Sawiris und Herrn Mansur Amer.
Anfang des Monats September 2018 wird gemeldet, dass die Hayat Tahrir asch-Schams-Kämpfer sich nun doch der von der Türkei unterstützten Nationalen Befreiungsfront angeschlossen haben.

Gestern, am 07. September 2018, war Präsident Erdoğan zusammen mit Putin und dem iranischen Führer im Fernsehen zu sehen. Es ging um Idlib. Erdoğan als einziger sprach sich öffentlich dafür aus, keine Großoffensive zu starten, sondern zu verhandeln. Klar, er hat Angst, dass viele Flüchtlinge die eh schon überforderte Grenze/Ökonomie der Türkei überrennen oder -fordern werden, sollte der Großangriff und in seiner Folge eine Fluchtbewegung demnächst stattfinden beziehungsweise einsetzen. Doch wahrscheinlich sitzen Erdoğan vor allem auch alte, heimliche Verbündete im Nacken, diejenigen, die wie er von islamischem Staat und Kalifat et cetera mit ihm zusammen – heimlich – träumten. Und in der weiter oben genannten Nationalen Befreiungsfront der Türkei in Syrien dürfte sich so manch uns Westlern suspektes Element befinden, welches wir wohl als extremistisch oder extrem islamistisch einstuften, dabei keine Mühe hätten.
Schon bald, ist zu befürchten oder zu hoffen – ganz, wie es Ihnen beliebt -, beißt sich der Erdoğan in Ankara mit seiner – geheim geführten – islamistischen Agenda in den eigenen Schwanz!?

Derweil verstärkten die USA ihre Präsenz im südöstlichen Mittelmeer. Der amerikanische Lenkwaffenzerstörer „Ross“ ist am 25. August dort aufgelaufen. Liegt wahrscheinlich in Limassol zuweilen vor Anker und wenn nicht, dann gewiss vor Zypern irgendwo im Meer.
Wer spielt welches ‚Spiel‘, ist die Frage. Und in diesem Kontext macht sich der Außenminister Syriens gewisse ‚Sorgen‘, und zwar um die Provinz Hatay, die nach dem Ersten Weltkrieg der Türkei zugesprochen wurde. In anderen Worten: Assad und Russland würden bei einer weiteren Schwächung der Erdoğan-Regierung, die aufgrund einer übertrieben exponierten und überrissenen Politik im Entstehen ist, dann wohl nicht davor zurückschrecken wollen, die derzeit noch so genannte Provinz Hatay ins Reich der Assads (und Putins) zurückzuholen. Iskenderun, die Hauptstadt Hatays gehörte bis 1938 zu Syrien, welches damals französisches Mandatsgebiet war. Und die Russen haben sich ja vorsorglich schon – mehr oder minder – die daran angrenzende Provinz namens Latakiya im heutigen Syrien unter den Nagel gerissen. Es könnte also gut reinpassen, Hatay.

Kommen wir nun noch schnell zu gewissen Begriffen, die man sich wohl aneignen ‚muss‘ – ob man es will oder nicht. Sie, verehrte Leser/innen könnten nämlich schon demnächst vermehrt von sogenannten „Assadisten“ hören. Das sind keine Sadisten, die nach Art der Assads foltern, sondern unter dem Begriff werden – noch – vorrangig jene geführt, die im Westen Assad ganz besonders treu zur Seite stehen (sollen). Eine DER Multiplikatoren des Assadismus, so nennen wir das hier nun schnell und kurz, soll eine gewisse Vanessa Beeley sein. Sie soll sich vor allem damit hervortun, die Einsätze der Weißhelme in den Dreck zu ziehen.

Um die Sache zu den Assadisten hier möglichst kurz zu halten (Sie können das im Internet googeln, oder Seite 34 des „Killing the truth reports“ etc.), könnte für Sie als Deutschsprecher vielleicht noch interessant sein, wer angeblich alles aus dem deutschsprachigen Raum als Assadist genannt wird im Netz:

Christian Blex, Michael Lüders, Sahra Wagenknecht, von Storch, Jürgen Todenhöfer, Hans-Thomas Tillschneider, Jürgen Pohl, Harald Kujat, Marco Glowatzki, Günter Meyer etc.

Syrien Aug – Sept 2

Noch Anfang des Monats August 2018 hat der Präsident der Nationalen Syrischen Koalition, Herr Abdulrahman Mustafa, die EU-Vertreterin Laura Scarpetta aufgefordert, den Plan Russlands bezüglich der Rückkehr der Flüchtlinge nach Syrien abzulehnen. Das Terrain sei längst noch nicht sicher genug dafür.
Anfang August gilt – ebenfalls festzuhalten, da gerade von Sicherheit die Rede war -, dass an die 10 hochrangige Offiziere des Assad-Regimes verhaftet worden sein sollen vonseiten des Regimes. Sogar 4 aus der Präsidentengarde sollen darunter sein. Niemand weiß genau, warum, weshalb und wieso. Vielleicht war ja ein Attentat auf den syrischen Präsidenten geplant? Vielleicht hat der Zuletztgenannte und sein Sicherheitsapparat sich ein Attentat nur eingeredet oder einreden lassen? Vielleicht ist da jemand inzwischen hypernervös auf dem Präsidentensessel oder jemand dahinterstehend, der oder die als Erbe/in dieses präsidialen Sitzes sich in Stellung bringt?

Kann gut sein, dass wir nie erfahren werden, was genau los war, weil vermutlich keine Akten dazu angelegt werden.
Vermutlich wird aber folgendes in irgendwelchen Akten vermerkt worden sein: Israel beginnt, die kurdische PYD als einen verlängerten Arm Teherans zu betrachten, wird vermeldet. Und wir erinnern: Auch die Kurden der PYD dienten sich vor Kurzem Assad an, um für ihn im Süden Syriens auf ‚Säuberungsaktion‘ zu gehen.
Und dann dies noch kurz eingestreut: Die PYD, berichtet die Hawar News Agency, soll die Lizenz beantragt haben, um weitere Abteilungen im Land eröffnen zu dürfen.
Die kurdische YPG soll indes in und um Manbitsch verhaften, aber so auch in der Stadt Raqqa. Die Gefangengenommenen werden, wie es üblich geworden zu sein scheint, zwangsrekrutiert, und wer von den Gefangenen nicht mitmachen will, wird … .
Dem nicht genug, sagte der Sprecher der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), sein Name ist Nuri Mahmud, er und seine Leute werden Anschläge auf jene demnächst verüben, die sich aus Ost-Ghouta nach Afrin flüchteten. Es handelt sich hier vorwiegend um Zivilisten. Damit sollen von der Türkei und anderen Interessierten begonnene demografische Veränderungen der Zusammensetzung der dortigen Bevölkerung unterbunden werden. Bild-Reporter Röpcke dazu: „Zeit, die Organisation in Deutschland der PKK gleichzustellen!“
Nun, Herr Röpcke, gern wollen wir mal sehen, wie Sie reagieren, wenn beispielsweise Französischsprecher von irgendwoher in Kehl und dessen unmittelbarer Umgebung in sehr großer Zahl angesiedelt würden und das Gerücht umginge, dass dieser Teil Deutschlands wahrscheinlich schon bald Frankreich anheimfallen könnte oder dürfte. Dieser Vergleich hinkt zugegebenermaßen, aber es ist nun mal so, dass Afrin eigentlich mehrheitlich von Menschen, die sich als Kurden outen bewohnt wurde – und noch bewohnt wird.

 

All die Operationen der Türkei im Nachbarland, in Syrien also, werden auch von vielen Türken äußerst kritisch betrachtet und beurteilt, so zum Beispiel von Emin Çölaşan in der Sözcü-Tageszeitung der Türkei. Und so dürfen diese Kritiker auch noch vernehmen, dass Ende des Monats August 2018 die Türkei nun definitiv begonnen hat, vorgefertigte Kabinen nach Idlib für Beobachtungsposten zu bringen. Ankara ließ des Weiteren wissen, es sei dort ebenfalls das Anbringen von Luftabwehrsystemen geplant, damit die Deeskalationslinie verstärkt werde.
Wie auch immer dem sei:
Russland konnte damit offenbar nicht abgeschreckt werden, siehe russischen Angriff auf Idlib am 04. 09. 2018, also knapp 3 Wochen später, der erfolgt sein soll. Çölaşan findet in einem Artikel Anfang September 2018, dass viel zu viel Geld, welches in der Türkei dringender benötigt werde, in den sogenannten „Wiederaufbau“ in Syrien fließe. Faisal Kasim von al-Jazeera pflichtet dem gewissermaßen bei, indem er behauptet, beziehungsweise fragt, ob dies der Preis ist, den die Türkei zahlt, weil sie den von den USA und den Israelis unterstützten Plan verhinderte, einen kurdischen Staat im Norden Syriens entstehen zu lassen?
Man höre. Die kurdische YPG hat währenddessen offenbar weitere Gespräche mit Vertretern des Assad-Regimes Mitte des Monats August geführt. SDF-Kommandeure, von den USA unterstützte Rebellen, sollen an diesen Gesprächen teilgenommen haben. Der Sprecher der kurdischen PYD/YPG, Herr Kino Gabriel, verlautbart, wahrscheinlich ohne rot zu werden, dass es in Zusammenhang mit einer vom Assad-Regime geplanten Offensive auf Idlib keine Koordination mit dem Regime geben werde. Heute, am 04. 09. 2018, wie bereits erwähnt, war in der türkischen Presse (Anadolu) zu lesen, die Russen hätten damit begonnen, Idlib zu bombardieren. Die Frage lautet nun selbstverständlich: Ist das etwa der Beginn der Großoffensive, von der alle Welt redet? Hier wird Ihnen schon bald dazu eine Antwort geliefert. Es ist nun Stunden später, die News wurden nochmals gecheckt und es hat den Anschein, als liefe alles noch seinen ‚normalen‘ Weg. So darf vernommen werden, ebenfalls von der türkischen Anadolu Newsagency von heute, dem 05. 09. 2018, dass ungefähr 15% der Syrer, die in die Türkei geflüchtet waren und wegen dem islamischen Opferfest 2017 zurück nach Syrien fuhren, nicht mehr zurückgekehrt sein in die Türkei. Im Jahr 2018 sieht die ‚Ausbeute‘ aus türkischer Sicht noch positiver aus: Es sollen über 50% dieser Leute in Syrien zurückgeblieben sein. Die Türkei wertet diesen Befund als Beweis dessen, dass sie in Teilen Syriens akzeptable Rückkehrmöglichkeiten geschaffen habe – manche fragen sich aber auch, ob die Lage der Geflüchteten etwa so desperat ist in der Türkei, dass sie das wirklich existente Risiko an den ‚Galgen‘ zu kommen eingehen. Siehe dazu mehr, weiter unten im Text.
                                                                                           (Gemälde: Frau d’Hart)

Zwischenzeitlich liefen Gespräche über eine Wiedereröffnung des Grenzübergangs Nasieb nach Jordanien. Handel und dergleichen sollen intensiviert werden. Somit hätte Assad & Co. schon eine der wichtigsten Hürden genommen, wenn die angesprochene Wiedereröffnung der Grenze zu Jordanien umgesetzt wird/worden ist, um demnach frech und scheinbar selbstbewusst wieder Gesicht zeigen zu können – auf internationalem Terrain. Zwar eine blutige Fratze, die Baschar da vermutlich nur aufweisen kann, zugegeben mit verschmitztem Lächeln zuweilen, doch was soll’s. Man hat sich in der angeblich zivilisierten Welt an solch Aussehen scheinbar eh adaptiert – vielleicht es sogar zur Mode bestellt?
Hingegen findet der Ministerpräsident des Libanon, Hariri, dass, sollte jemand den Libanon dazu zwingen wollen, mit Assad zu kooperieren, werde er, Hariri, kein Kabinett bilden. Sie erinnern gewiss, dass es im Libanon ganz besonders israelfeindliche Gruppierungen geben soll, nämlich vorrangig die „Hisbollah“. Nun ist zu lesen, dass jemand namens Omar Madaniah schreibt, ein sogenannter Medienaktivist, dass diese Feststellung oder Zuschreibung erstunken und erlogen sei – inzwischen. Soll bedeuten: Madaniah behauptet, dass der Widerstand gegen Israel, von dem der Führer der Hisbollah andauern quatsche, nur noch gespielt sei, eine Maske hinter der er und seine Organisation sich verstecke sei und nichts Weiteres. Als Art Beweis führt dieser Autor den Umstand an, wenn es denn stimmt, was er sagt, dass das Assad-Regime angeblich dem regimenahen Nachrichtensender „al-Jadeed“ gesteckt habe, dass mit einer hochrangigen Militärdelegation die Eröffnung eines Übergangs nach Israel besprochen worden sein soll. Und das Letztere wäre ja dann wohl schon so in etwa das Gegenteil von dem, was Herr Nasrallah, Kopf der Hisbollah, meist als Worte oder Strategie aus seinem Munde entlässt.

Wie? Ja, genau!

Alles schreit neuerdings „Versöhnung“ in und um Syrien, anscheinend. So auch die Hayat Tahrir asch-Scham-Kämpfer, die nun inzwischen ebenfalls wieder Händchen halten mit Assad. Sie sind nicht die Einzigen. Auch das Rebellenbündnis „Nationale Befreiungsfront“ scheint ganz angetan zu sein von dieser Vision. In diesem Zusammenhang mag noch kurz etwas zu den Totenscheinen gesagt werden, die das Regime neuerdings ‚netterweise‘ ausstellt (siehe auch den Artikel davor).
Ja, unglücklicherweise sind auch die Namen von Kindern auf den Todesscheinen zu finden, die wahrscheinlich auch teils zu Tode gefoltert wurden etc. So zum Beispiel jemand namens Wael, der 2013 verhaftet worden ist und gerademal 12 Jahre alt gewesen sein soll. Weitere Folteropfer sind der Sohn und Vater aus der französischen Schule, die Dabbagh’s. Beide waren anscheinend sehr beliebt, und so geschah auch etwas wie ein kleiner Aufschrei, als nun bekannt wurde, dass die vor etwa 2 Jahren Verschwundenen die ganze Zeit über in den Kerkern Assads gefoltert wurden, und letztlich zu Tode kamen. Ihr Todesschein wurde ebenfalls ausgestellt. Sie hatten an friedlichen Demonstrationen im Jahr 2013 teilgenommen.
Und wen beeindruckt all dies temporäre Demonstrieren der in Syrien Lebenden noch, Assad etwa, die EU?
Massenverhaftungen in Ost-Ghouta wurden anstatt vorgenommen vor Kurzem. An die 100 Männer, die das „Versöhnungsabkommen“ mit dem Regime unterzeichnet hatten, wurden in Arbien verhaftet und anscheinend danach zwangsrekrutiert. Gleiches geschah in der Ortschaft Dael, südwestlich von Daraa. Es ist also die Rede von Massenverhaftungen.
Eigentlich geht es ja NUR um das Beseitigen der IS-Kämpfer, wird immer wieder gern behauptet. Dieses Argument scheint zu DER Rechtfertigung für Alles und für jeden zu verkommen – auch für jene, die sich 1.000 km und weiter weg von diesen Geschehen in Syrien wähnen. Nach CIA-Info soll es derzeit noch so an die 15.000 IS-Kämpfer auf syrischem Territorium geben.
Zur Mitte des Monats August 18 wurde gemeldet, dass Artillerie und Raketen von Seiten des Regimes südlich von Idlib abgefeuert wurden. Bekanntlich steht dort ja vielleicht noch immer die so genannte Großoffensive aus – wir werden es bereits in ein paar Tagen wissen, ob sie schon begonnen hat. Das zuvor Gesagte, also die paar abgefeuerten Raketen etc., darf dann wohl als Art psychologisch erster Schlag gewertet werden, als Vorgeplänkel, den/welches das Regime vorsorglich schon mal ‚inszenieren‘ lässt. Fassbomben sollen Tage danach in einer Ortschaft namens at-Timani’a ‚runtergepurzelt‘ sein (Idlib). Der Bild-Journalist Röpcke berichtet, es gebe in Idlib ungefähr eine Million Kinder. Die ersten hätten Assad und die Russen bereits begonnen zu killen. Kinder machten 30% der Bevölkerung vor Ort aus.
Ob sich die Türkei gegen die sich aufbauende Großoffensive in Idlib stellen wird, ist eher nicht zu erwarten, weil Russland dabei ja dicke im ‚Spiel‘ ist/sein dürfte. Wenn die Leute aus Idlib flüchten, dann wird es wohl in Richtung Türkei sein – auch wenn die ihre Grenzen eventuell geschlossen hält.
Letztere ist derzeit sehr angeschlagen, finanziell und überhaupt! Die syrische Nachrichtenagentur SANA berichtet, Sergej Lawrow, der russische Außenminister, habe bei einer Pressekonferenz wissen lassen, dass die Deeskalationsvereinbarung für Idlib „Terroristen“ nicht einschließe. Assad könne daher Terroristen in ganz Syrien jagen, so Lawrow.
Aber: Wer ist alles ein Terrorist in einem Land wie Syrien und wann und wie sowie für wie lange?

Geht es noch zynischer?

Um es nochmals vor Augen zu führen, über wen hier vor allem geschrieben wird – und wie mies und verlogen der Westen vor diesem Hintergrund dasteht, der voraussichtlich auch noch das böse Spiel mitzuspielen gedenkt, nämlich, die Normalisierung der Beziehungen zu einem Regime namens Assad in Syrien.
Also: 2017 endeten um die 100.000 Menschen, das wurde vom Regime höchstpersönlich bekanntgegeben kürzlich, in den Kerkern der Assads – wir alle ahnen bei den meisten wie sie ihr Leben ließen. Eine spezifische Todesursache wurde meist nicht angegeben, obgleich woanders (wie auch hier) vermeldet wurde, dass „Herzversagen“ usw. meistens angegeben worden sein soll.
Eigentlich auch egal, ob Herzversagen oder Lungenembolie, wenn die Haftumstände vorrangig die Todesursache sind/sein dürften (Folter).

Andernorts auf ‚syrischem‘ Terrain passiert ungefähr so ein ähnlicher Wahnsinn wie der eben geschilderte. Diesmal muss der Blick dazu nur in den Norden des Landes etwas genauer gerichtet werden, denn dort wurde in der Stadt Afrin begonnen, wie hier bereits berichtet wurde, weitere Plätze in dieser mehrheitlich kurdisch besiedelten Stadt umzubenennen. Jetzt gibt es in Afrin ENDLICH einen „Recep Tayyip Erdoğan-Platz“. Früher hieß dieser Ort „Narus“. Drei weitere Straßen wurden des Weiteren umbenannt, und weil es nicht reicht offenbar, heißt eine dieser Straßen nun „Erdoğan-Straße“, eine weitere soll den Namen „Olivenzweig“ erhalten haben. Wie Sie erinnern, verehrte Leser, heißt eine der Offensiven der Türkei in Syrien so, „Zeytun Dalı“. Die andere heißt martialisch „Euphrat Abschirmung“ (fırat kalkanı).

Erdogan am 12. August 2018:
„Die Türkische Republik wird neue Gebiete in Syrien befreien. Unsere Erneuerungsarbeiten in Manbitsch und die Wiederansiedlung seiner ursprünglichen Bewohner wird weiterverfolgt! Militärische, wie auch diplomatische Unterfangen in Idlib werden beschleunigt, damit eine Katastrophe verhindert wird.“

Und noch erfreulicher:

Der syrische Außenminister, Herr Walid al- Mou’allem, hatte etwa Mitte August 2018 den tschechischen Außenminister Jan Hamacek zu Besuch – bilaterale Gespräche und so. Nebenbei hat Letzterer offenbar erwirkt, dass 2 Menschen, darunter ein Deutscher, freigelassen wurden. Sie waren nahe der Grenze (Irak-Syrien) wegen unerlaubtem Grenzübertritt vor Monaten bereits in syrische Haft gelangt. Leider konnte der Name des Deutschen unsererseits noch nicht ermittelt werden – oder was ihn in jene Region führte.
Dank dieser Freilassung, wer weiß, darf das Regime vielleicht weiterhin und insgeheim via der Spezialeinheit „Tiger-Kräfte“, die bekannt ist für Enthauptungen und Massaker etc., Handel mit dem IS treiben – und alle tun brav so, als würde es niemand mitkriegen. Dieser Handel umfasst unter anderem auch den mit Frauen, mit Rauschgift und Gütern, die geplündert wurden etc.

 

Doch ganz rund scheint es für das Assad-Regime im ‚eigenen‘ Land dann dennoch nicht zu laufen. So musste es die Kontrolle am Übergang bei Morek, Provinz Hama, räumen, da die Russen offensichtlich dafür mehr Verwendung haben – oder so. Ein Militärexperte namens Navvar Saban soll geschrieben haben, die Iraner seien über den eben genannten Vorfall äußerst verärgert worden. Ein weiterer Übergang in der Region Hama sei indes geschlossen worden, nämlich jener bei Qalaat al-Madiq.
Ungefähr genau so forsch wie die Russen vorgehen, scheint auch der stellvertretende Außenminister des Assad-Regimes, Herr Faisal Mekdad, so in etwa unterwegs zu sein. Der stellt sich hin und sagt, die Sanktionen der Europäer gegen sein Land sind auf der Stelle aufzugeben! Schließlich bemühe sich Damaskus, Geflüchtete zurück ins Land zu holen (in die Mausefalle, wie gesagt). Hilfe sei willkommen aus dem Ausland, allerdings ohne Bedingungen. Angeblich hätte man 250 Krankenhäuser wiederaufgebaut und 5.000 Schulen wiedereröffnet. 3,5 Millionen Syrer seien bereits in ihre Häuser zurückgekehrt. Ein Ende des Embargos von Seiten der Europäer würde die Wirtschaft ankurbeln; und dann wäre eigentlich alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen – oder so ähnlich, ließ auch Hussein Machluf, der Minister für Öffentliche Verwaltung Syriens wissen.
Wir befürchten gemeinsam mit Charles Lister, der als Nahostexperte firmiert, dass die Aufhebung der Sanktionen lediglich die Massenmordstrategie des Regimes anzukurbeln hilft. Die „Vernichtungspolitik gegen die syrische Bevölkerung“ würde eine intensivierte Fortsetzung erfahren.

 

Hurra, freuen Sie sich auch einmal all dies hier lesend, denn die Ahrar Hayan Brigade wurde im Norden Syriens gegründet, genauer in Aleppo. Das ist ein Zusammenschluss vieler böser Jungs, wie der „Gaisch al-Ahrar“ mit „Suqor asch-Scham“ mit „Tadschamu Dimaschq“ mit „Ahrar asch-Scham“ und mit „Nur Eldin Zenki“. Falls jemand vergessen wurde, bitten wir, deshalb nicht gleich Feuer auf uns zu richten.
„Die Türkei versucht schon seit Monaten, die Rebellen in Idlib, Hama und im Süden und Westen von Aleppo zu vereinen“, meinte Elizabeth Tsurkov, eine israelische Syrienkennerin in der Qassioun News.

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