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Vorerst, und Zypern!

Es scheint, solche Vorfälle sind heutzutage nicht mehr größer erwähnenswert. Doch erwähnt sei der folgende hier dennoch:
Griechenland hat den Botschafter Libyens vorerst vor die Tür gesetzt – vorerst!
Nun, dieses Ereignis regt, wenn überhaupt, die Medienlandschaft der Türkei etwas auf, ist anzunehmen. Letzteres, zumal Ankara ja um die Vorrechte der Türkei draußen auf See vor dem Land und darüber hinaus reichend vorrangig ringt. Und im Ringen, griechisch-römischer Stil, sind die Türken ebenfalls eine Macht, um die man nicht herumkommt im internationalen Wettbewerb. Doch das ist hier Thema vielleicht ein anderes Mal.
Ja, die Türken scheinen nun endgültig das Meer, welches an ihr Land oben und unten, sozusagen, grenzt, so richtig wahrgenommen zu haben, wollen wir dazu mal sagen. Ein weiterer Beweis dessen, dass sie mental, und überhaupt, endlich und zuletzt in ihrer anatolischen Heimat aus den Tiefen Asiens einst heranstürmend angekommen sind. Und ob dieser Befund nun für die Anrainer ans Mittel- und Schwarzmeer gut so ist, bleibt zumindest hier auf der Webseite unserer Zypernundmehr-Nachrichten vorerst weiterhin nur als eine Frage formuliert in unserer Menschengeschichte stehen.
Denn mit dem eben getroffenen Befund einher gehen ganz offensichtlich neue/alte Vorstellungen darüber seitens Ankara, wem was wo seit wann und wie gehört im süd-östlichen Mittelmeer gelegen. Der türkische Außenminister, Çavuşoğlu, die Strategie Südzyperns offensichtlich kopierend, meinte:
„Wir sind bereit, mit allen Ländern in der Region bilaterale Verträge abzuschließen, Südzypern ausgenommen!“

Nun, im obigen Zusammenhang trifft es sich eventuell ‚gut‘, dass in einem Teil der vor Zypern gelegenen Gegend im Meer, die von der Republik Zypern (Südzypern) als zu ihr gehörig identifiziert wurde vor einigen Jahren mit Unterstützung ‚gewisser Kreise‘, von der französischen TOTAL eigentlich in Angriff genommen werden soll, nach den wirklichen oder vermeintlichen Schätzen dort im Meeresboden zu suchen und sie möglichst bald in großer Menge zu finden. Mal davon abgesehen, dass man anscheinend immer noch nicht so wirklich ganz genau weiß, was da unter’m Meeresboden so herumliegt und wie viel davon, verwundert uns nun wiederum nicht, die wir die nächste Krise in der Region seit Jahren langsam heranschleichen sehen, dass am Nikolaustag des Jahres 2019 in der türkischen Hürriyet-Tageszeitung unter anderem geschrieben steht, die Franzosen hätten nordsyrischen Kurden in der Provinz Deir ez Zor, sowie auch Kurden der PKK aus der Türkei, an Waffen in der genannten Region Syriens ausgebildet. Anwohner seien nämlich kürzlich vom Lärm der Waffen, die beim Ausbilden abgeschossen wurden in später Nacht, aufgeweckt worden. Panik war die Folge, schreibt die Hürriyet.
Bekanntlich ist das Ölfeld namens „Omar“ noch in der Hand jener in der syrisch-kurdischen Provinz Deir ez Zor, die Ankara wiederum als kurdische „Terroristen“ labelt und äußerst aktiv und eigentlich illegetim, nicht nur derzeit, bekämpft. Und dort in der Provinz Deir ez Zor soll dieser Vorfall mit den Franzosen als Ausbilder also auch vorgefallen sein.
Es geht – wir alle sehen oder ahnen auf einen Blick – auch ums Erdöl, ’natürlich‘, könnte man da noch anhängen. Das erwähnte Geballer der Auszubildenden soll jedenfalls 5 Stunden gedauert haben. 2 Teams spezieller Einsatztruppen der Franzosen seien Kurden an Waffen ausbildend am Werk, laut Hürriyet. Was aber vor allem noch gesagt werden soll in diesem Zusammenhang, zumal die Türkei ja in letzter Zeit kriegerischer als jemals davor um sich schlägt in Teilen Kurdistans, die nicht zur Türkei zählen; aber dennoch auch im Süd-Osten der Türkei selbst:
Herr Anastasiadis und sein Beraterstab im Süden Zyperns ließen am 06. 12. 2019 verlautbaren, dass sie nicht davon ausgehen, mit der Türkei in bewaffnete Auseinandersetzungen zu geraten, vorerst.
Man macht also auf cool in Nikosia-Süd. Ob man sich indes so sicher fühlt wie man vorgibt zu sein, ist eine weitere Frage, die hier leider unbeantwortet bleiben muss, vorerst.
Der Meinung des südzyprischen Präsidenten Anastasiadis‘ schließt sich offenbar auch Griechenland an und der neue Regierungssprecher Zyperns, der Herr Kyriakos Kousios. Letzterer meinte, was die genannte Angelegenheit der Türkei bezüglich der von Süd-Zypern abgesteckten territorialen Ansprüche im südöstlichen Mittelmeer, man werde diesen Disput oder territoriale Verletzung seitens der Türkei nach Den Haag zur Klärung tragen, wo die Akte wohl erst mal vor sich hindämmern wird, und zwar mit zweifelhaftem Ausgang. Letzteres soll heißen, im Laufe der Zeit könnte dieser Schritt Süd-Zyperns – mal wieder – ein Schuss ins eigene Bein werden.
Herr Kousios, werden Sie sich eventuell fragen, wer ist denn das? Nun, er ist der neue Regierungssprecher. Ein beinah Nobody, vorerst. Den hat sich der Präsident der Republik Zypern, Anastasiadis, offenbar bestellt oder ausgesucht, weil Kousios nicht vom Fach ist, also nicht mit sachgerechtem Wissen vorerst aufschneiden kann, welches womöglich den präsidialen Glanz Herrn Anastasidis‘ schmälern könnte.
Überhaupt wurde einiges umgebaut auf Zypern in letzter Zeit. Posten wurden innerhalb der Regierung verschoben. Das große Stühlerücken scheint nun aber abgeschlossen worden zu sein. Genauer: Posten wurden mit alten Gesichtern, meist, besetzt.
Noch signifikanter war und ist allerdings, dass man es doch wirklich bewerkstelligte, aus 30 Munizipalitäten 17 zu zaubern. Natürlich war das Geschrei groß bei dieser vorgenommenen Kürzung, und natürlich geschah diese nicht immer gerecht, ja, die eine oder andere kleine Gemeinde konnte ihren Status gar halten, obwohl kaum mehr als 5.000 Einwohner dort leben und wurde nicht mit einer Nachbargemeinde zusammengeworfen. Doch, es ist endlich was in die richtige Richtung geschehen!
Allerdings wurde vergessen, die Frauen mit ins Boot zu nehmen an anderem Ort. Deren Anzahl wurde nämlich im Rat der Minister Südzyperns auf 1e reduziert, Frau Zeta Emilianidou. Peinlich, äußerst peinlich darf da wohl gedacht werden, wo die Regierenden sich doch so frauenfreundlich geben, so aufgeschlossen. Brüssel ließ mit seiner Kritik an dem vermännlichten Zustand auf Zypern auch nicht lange warten. Anastasiadis steuerte gleich dagegen an, und wies darauf hin, dass man doch 50% “Commissioners” als Frauen abgestellt habe. Dass Herr Präsident glaubt, mit dieser Begründung durchzukommen, müsste eigentlich einmal mehr ein Grund für Zypriotinnen sein, die Kochlöffel für eine Woche niederzulegen, die Kinder ihren Männern umzuschnallen und den Beischlaf zu verweigern (ja, ich weiß, da sind ja noch die Hausangestelltinnen aus Sri Lanka und so). Warum dieses Aufbegehren? Weil, es ist nun mal so, dass ein Commissioner im Rang unter einer Ministerin steht, darum!

Der Außenminister Zyperns, Herr Niko Christodoulidis, verspricht jedenfalls, sich ins Zeug zu legen in Den Haag für die Belange Zyperns und die Reichtümer im Meer, die man teils schon verhökert hat, obwohl sie noch gar nicht so recht als in erwünschter Menge vorhanden bestätigt wurden von den ausländischen Firmen, die den Bergungs-Job für die Insulaner erledigen sollen. Und was Den Haag angeht – wie Sie wahrscheinlich wissen, erkennt die Türkei Südzypern als legitimen Staat nicht an -, haben unsere Freunde aus Nikosia-Süd ihre Beschwerde an Ankara – ganz geschickt – in Athen an die türkische Regierung übergeben. Genauer, sie wiesen in diesem Brief darauf hin, dass man der oben bezeichneten Angelegenheit wegen sich an Den Haag gewendet habe. Punkt! Doch, welch Schreck, die Botschaft der Türkei in Athen nahm das Schreiben der Süd-Zyprer nicht entgegen. Also wurde das Schreiben kurzerhand zugefaxt. Signifikant daran ist jedoch, dass in Den Haag bei jeder Streitigkeit, die beigelegt werden soll, die Bedingung besteht, dass beide am Streit beteiligten Parteien einverstanden sein müssen, dass der Streit in Den Haag beigelegt wird. Danach sieht es offenbar nicht aus, vorerst.
Diese Regelung in Den Haag erscheint zumindest auf den ersten Blick sonderbar. Das stimmt! Aber …
Und so kommt es, beispielsweise, das Griechenland schon seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts darauf wartet, dass Ankara sich in Sachen „kontinentaler Platte“ im östlichen Mittelmeer auf diplomatischem Terrain nicht bewegt, also in Sachen, wem von beiden Streithähnen welcher Teil der Platte zusteht etc. Folglich dürfte Nikosia-Süd, welches einen kleinen Medienspektakel aus der Einreichung der Angelegenheit in Den Haag derzeit dreht, sich ganz offensichtlich einen weiteren Dämpfer einfahren, sollte man denken, da die Türkei eventuell nicht reagieren wird. Doch wer die Damen und Herren im südzyprischen Parlament kennt, oder zu denken glaubt, sie zu kennen, wird wissen, dass dem ziemlich sicher so nicht sein wird. Warum? Weil wohl die meisten Abgeordneten darüber sich einig sein dürften unweit der Mauer in Nikosia, wo das „Haus der Repräsentanten des Volkes“ angesiedelt ist nahe des wieder Instand gesetzten Stadttheaters: Hauptsache, der böse, zu große türkische Nachbar wurde zumindest mal wieder auf der einen Seite der Insel derart angegnurrt, dass die auf der anderen Seite einigermaßen vernehmlich davon etwas mitbekommen – darüber hinaus könnte die entstehende Entfernung das Gegnurre in so etwas wie ein Wimmern, eventuell, verzerren oder entfremden!
Die südzyprischen Edek und Diko-Parteien behaupten, diese tolle Idee nach Den Haag zu gehen, als erste ausgegeben zu haben. Welch bravuröse Leistung! Und, eigentlich wollte man diese Angelegenheit ja nicht in die Öffentlichkeit tragen. Aber was tut Mensch nicht alles, um sich Pluspunkte einzufahren, vermeintliche Pluspunkte, sagen wir hier dazu. Letzteres, da nicht nur aus unserer Sicht die Türkei im Laufe der Zeit durchaus gute Aussichten hat, zu ihrem ‚Recht‘ im südöstlichen Mittelmeer zu kommen, weil die territorialen Ansprüche Südzyperns nun mal angreifbar erscheinen. Doch, wie ja in anderen Bereichen oder an anderen Orten ersichtlich wird, kann bei solchen und ähnlich gelagerten Dingen nie gesagt werden, welches Urteil gerade herauskommt. Ergebnisse sind das, die besorgniserregender Weise zu oft von dem, was allgemein als gerecht empfunden wird, abweichen: siehe Palästina, siehe-siehe!

Welch Segen, eben Gesagtem entgegnend: Noch scheint der Außenminister Christodoulidis ’seinen‘ Süd-Zyprern beliebtester Minister im Kabinett zu Nikosia zu sein. Wo man sich allerdings schon fragen muss, wieso eigentlich? Denn in gewisser Weise erinnert Herr Christodoulidis einen frappant an den deutschen Außenminister Maaß: ähnlich unscheinbar, ähnlich wirkungslos, weil unbestimmt in dem, was er sagt und so weiter: glatt und glitschig wie ein diplomierter Aal. Was Christodoulidis angeht, hat eine Meinungsumfrage allerdings das Gegenteil von eben Gesagtem festgestellt!

Ja, das weiter oben Dargelegte klingt schon fast wie eine Kriegserklärung, also, was die Franzosen da getan haben sollen als Ausbilder von Kurden in Syrien, die Erdoğan ja als kurdische Terroristen bezeichnet, andere allerdings als Freiheitskämpfer, und zwar dann klingt das so, wenn wir bereit wären, der vermeintlichen Wichtigkeit Rechnung zu tragen, die die genannte Meldung eigentlich in Ankara verursachen müsste. Wir müssen vorerst wohl noch etwas abwarten, um zu sehen, ob es sich dabei um eine Ente handelt oder ob dieses Zeug doch dafür taugt, damit politisch in irgendeine Richtung zielend, sagen wir, Profit schlagen zu können.
Ja, alle scheinen in dieser Welt inzwischen am Profitieren bei irgendwas, irgendwo interessiert zu sein, so, dass sie sich dabei sogar mit Gegnern verbünden hie und da, wir erinnern: die USA, die islamistische Extremisten unterstützt haben sollen; oder Deutsche, die einst Giftgas im Irak an Saddam Hussein & Co. vertickten, um Iraner zu töten und sich dann darüber freuten in Bagdad in einem 5-Sterne Hotel den Event abfeiernd, wie ein ehemaliger Journalist der Frankfurter Zeitung noch heute reumütig zu berichten weiß etc. – und so etwas, bitte sehr, nur wenige Jahrzehnte nach Auschwitz!
Eine mildere Auflage des eben genannten ‚lustigen‘ Verquer-Spiels ist in diesen Tagen offenbar, dass jene in den USA, die D. Trump aus dem Amt fegen wollen, dies deswegen so vehemment versuchen, da ihnen Trump ansonsten nachweisen könnte, dass sie selbst an Verfehlungen nicht gerade gespart haben (weil Herr Biden und Sohn in der Ukraine sich unrechtmäßig bereicherten usw.).

Ach, bleiben wir doch noch etwas bei unseren zyprischen Freunden.
Die Politis vom 07. Dezember 19 lässt wissen:
„Die Verfassungsänderung erreichte gestern lediglich marginal ihr Ziel …. Herr Anastasiadis würde zwar gern, obgleich, er sagt aber, es ginge nicht an, Anspruch auf eine dritte Amtszeit zu erheben, das könne nicht sein. [Wir haben also Grund uns zu freuen!?] Insbesondere im Plenum vom 06. Dezember 2019 wurde nämlich ein Gesetz verabschiedet, welches den Rahmen der Maßnahmen setzt, welche die Regierung zur Stärkung politischer Rechenschaftspflicht ergreift, und die nicht erlaubten, einen Kandidaten zur Wahl des Präsidenten der Republik aufzustellen, der bereits 2 Mal in Folge dieses Amt innehatte. Eine angestrebte Relativierung der angesprochenen gesetzlichen Änderung seitens der AKEL wurde abgelehnt im Parlament. Die kommunistische Partei, also die AKEL, würde es nämlich gern gesehen haben, dass die beiden aufeinanderfolgenden Amtszeiten eines Präsidenten zu einer Amtszeit zusammengezogen bewertet werden.“
Herr Anastasiadis, schreibt die zyprische Ausgabe der Fileleftheros, habe bemerkt, dass er, der Präsident höchstselbst, solch ein Verfahren schon vor seiner erstmaligen Wahl zum Präsidenten der Republik einst angesprochen habe – keine dritte Amtszeit.

Ansonsten ist des Weiteren zu erfahren, dass im diesjährigen November im Vergleich zum November des Jahres 2018 erfreulicher Weise ungefähr um die Hälfte weniger Krankschreibungen im Süden Zyperns verzeichnet wurden.
Und da wir schon bei positiver News sind:
„Zum Erhalt der Biodiversität Zyperns und zur Erstellung des Rahmens eines Aktionsplanes für die geschützten Gebiete des Netzwerks „Natura 2000“ wird erwartet, dass 17 Millionen Euro für dieses europäische Projekt bereitgestellt werden, die unser Umweltamt für die Republik Zypern ‚gewonnen‘ hat, und zwar in Kooperation mit 14 Trägern. Gemäß des Landwirtschaftsministeriums geht’s um das Projekt namens „LIFE IP Physis“, gemanaged von der Natura 2000 in Zypern, welches eine lebensfähige Zukunft ermöglichen soll. Es gilt als das ehrgeizigste Projekt, dass die genannten Gelder erhält. Das Programm LIFE ist bereits seit 27 Jahren existent. Insgesamt 15 Träger (öffentliche und private) widmen sich allein dem Ziel, das Netzwerk der Natura 2000 fertigzustellen und eine lebensfähige Zukunft zu kreieren (Politis 07.12.19).“
Man kann Letzteres allerdings auch etwas weniger positiv beleuchten.
Der Vorwurf lautet nämlich, dass Zypern vor allem auf dem Papier 63 geschützte Gebiete als Zierde auswies und entsprechend zwecks Imagepflege lediglich benutzt. Dass aber effektiv fiel weniger Gebiete als wirklich geschützt auszuweisen wären im Natura 2000 Netzwerk. Von herrschender Schizophrenie der Regierung in Nikosia-Süd soll gar die Rede hie und da sein. Weil die als zu schützen ausgewiesenen Gebiete ‚dürfen‘ leider zu oft dem sogenannten „öffentlichen Interesse“ weichen.
Brüssel ist darüber nicht amused. Weil die Regierung hebelt derart eigene, bestehende Gesetze ‚lustig‘ vor sich hinbauend aus. Und dieser Zustand hält an. Wenig hat sich seit dem Beitritt zur EU diesbezüglich geändert. Nikosia ist scheinbar unverbesserlich in Sachen Umweltschutz. Da wird einfach in zu als schützend ausgewiesene Gebiete hineingebaut, immer wieder, ohne irgendwelche statistische Erhebungen im Vorfeld getätigt zu haben. Und das nervt!
Allerdings kann hier auch niemand nachvollziehen, warum Zypern dafür noch immer nicht abgebüst wurde seitens Brüssels, und zwar mit einer saftigen Geldstrafe, noch besser, mit Androhung eines Ausschlusses von Fördergeldern der EU, weil Geld ist die Sprache, die man in Nikosia-Süd besonders gut versteht.
Apropos: Natura 2000 ist ein Netzwerk für halb-natürliche Gegenden in der EU, die es zu schützen gilt. Das „halb“ weist uns bereits darauf hin, dass in solchen Gebieten durchaus gebaut werden kann, aber eben bestens kontrolliert und gut geplant – möglichst im ‚Verbund‘ mit den biologischen Erforderlichkeiten vor Ort. Manche Schlaumeier in Nikosia-Süd benutzen das Label „im öffentlichen Interesse“ offenbar, um mehrer Millionen schwere Projekte in geschützten Gebieten anzubringen, wie es gerade vor Pafos geschieht, das ist in Richtung Akamas, im Ezousa Tal.
Die Damen und Herren im Parlament, nichts anderes war zu erwarten, haben das fatale Projekt in der Akamas durchgewunken. Hurra, die Flora und Fauna vor Ort freut sich jetzt schon riesig darüber – und jene, die dort, ausgerechnet, reich werden wollen als Investoren ebenso!
Dass der Lebensraum für Vögel als offenbar nicht von Wichtigkeit angesehen wird auf Zypern, und dies vor allem von größten Teilen der Regierenden, lässt einen geradezu unweigerlich darauf schließen, dass DIE, die über solche Investitionen befinden, offenbar noch immer an der zyprischen, traditionellen Leibspeise, Singvögel, sich ‚verköstigen‘ könnten. Kurz: Singvögelverspeisern scheint das geltende Gesetz zum Schutz dieser trillernden und fliegenden Tiere, sowie anderer Tiere, offenbar scheißegal zu sein! Denn der beschriebene Wahnsinn spielt sich nicht nur in und/oder unmittelbar vor der Akamas gelegen ab. Leider. Noch andere von der Natura 2000 als schützenswert ausgewiesene Gegenden werden auf Zypern einfach wegbetoniert, sagen wir, sie sind hoch gefährdet, schon demnächst von dieser zukünftigen Realität eingeholt worden zu sein – siehe zum Beispiel auch die Gegend um den See bei Oroklini, die selbem Schicksal entgegensieht.


Außerdem, mag noch gesagt werden, schrecken Geldstrafen die Herren und Damen im Parlament in Nikosia-Süd wahrscheinlich gar nicht genügend ab, da sie ja nicht mit ihrem eigenen Kapital für angerichteten Schaden einstehen, eigentlich, aus ihrer Sicht, eventuell, nur gewinnen können. Das Einstehen dafür, das tut nämlich, wie auch in Deutschland beispielsweise, der Steuerzahler. Etwas anders als in Deutschland, finden nicht nur wir hier, scheint den Herrschaften im Parlament der Steuerzahler vor allem von Wichtigkeit zu sein, wenn Wahlen bevorstehen.
Da fragt man sich also, was denn nun eigentlich die neue Umweltministerin Südzyperns, Frau Klelia Vasiliou, zu all dem sagt? Vorerst nichts, wie zu hören war im Radio! Kaum im Amt, schon abgetaucht. Die Dame fängt ihren Dienst oder ihr Amt sozusagen ‚klassisch‘ an, vorerst!?

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Ein bisschen in Berlin verhandeln!

KaDeWe, die Tore weit auf, weil die Zyprer kommen!

Ach, wie ‚klug‘ gewisse Politiker doch sind!

Die zyprische Politis-Tageszeitung schreibt am 14. November 19 vorsorglich schon mal, dass einige Politiker, die sich gestern auf den Weg nach Berlin gemacht haben zu den geplanten 3-tägigen Treffen mit Politikern aus dem zyprischen Norden, dass die „Erwartungen“ nicht sonderlich hoch seien – was den Ausgang des Treffens anbelangt.

Ja, warum fliegt ihr dann überhaupt noch nach Berlin?

Eine Mall zum Einkaufen gibt es beispielsweise auch in Nikosia oder Limassol. Die beiden zyprischen Seiten hätten in Berlin die Gelegenheit, über ihre Telefongespräche mit Frau Lut, die Dame ist die Sonderbeauftragte der UNO für Zypern, zu berichten. Weil, so steht in der Politis des Weiteren, Herr Mavrogiannis und Herr Ertsin hätten da Einiges zu berichten.

Frage: Warum ausgerechnet in Berlin?

Diese Angelegenheit kommt so seltsam daher wie die Brände im zyprischen Naturgebiet namens Akamas, die derzeit, wie soll man sagen, Furore machen in der südzyprischen Presselandschaft. Von außen betrachtet, kommt einem das allerdings eher recht abgekarrtet vor.

Wieso?

Es kann hier nämlich niemand verstehen, dass das Abbrennen eines Naturschutzgebietes – schließlich hat Zypern nicht den riesengroßen Amazonas in Brasilien zu verwalten – zur Folge haben muss auf einem relativ kleinen Inselchen, dass dann die Gangster, die so etwas veranlassen, die Möglichkeit danach gewonnen haben sollen, ihre Baupläne – welcher ‚Natur‘ auch immer – in die Realität umsetzen zu können. Da sagt man doch, würde Mensch denken, einfach: „Egal, wie viel und was ihr abfackelt oder abfackeln lasst, das Gebiet ist und bleibt Naturschutgebiet – und wird entsprechend wieder aufgeforstet!

Nein, anscheinend nicht so auf Zypern; und so offenbar auch nicht in Berlin.

Frau Lut würde eine „verschwommene Sicht“ präsentieren bezüglich der Fruchtbarkeit des 3-tägigen Treffens, schreibt die Politis.

Ja, dann lasst es doch sein!

Könnt ihr euch nicht in Nikosias Grünen Linie treffen, wie gehabt? Was müsst ihr schon wieder für NICHTS durch die Welt jetten und den Leuten das Geld aus den Taschen ziehen – und noch wichtiger, unsere Zeit verballern!

Man gehe davon aus, die Türkei werde „Hindernisse“ auffahren, wird geschrieben. Ja, was habt ihr denn gedacht. Soll die Türkei etwa noch eure Koffer und Einkaufstüten tragen? Das hättet ihr so wohl gern.

Pech gehabt.

Weil Herr Erdogan, wie zu verstehen und teils auch zu lesen ist, scheint dem Herrn Trump auf seine Weise offenbar zu imponieren. Insofern, ja, wenn Herr Trump seinen „impeachment“-Anwurf überstehen sollte und erneut zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird im nächsten Jahr, dann bitte sehr anschnallen in Südzypern!

Nun: Es scheint Südzypern, was die Verhandlungen angeht mit dem Norden der Insel, offenbar vermehrt und hoffentlich nicht nur, darum zu gehen, seine Position durchzubeißen, nämlich 5 Tage Ferien in Berlin, Washington, New York oder mal wieder in der Schweiz irgendwo anstatt 3 Tage machen zu können, wie es die Türkei und somit der Norden Zyperns offenbar als ausreichend genug vom zeitlichen Ablauf her ansehen, um dieses mit aller Regelmäßigkeit wiederkehrende ‚Polit‘-Theater abzuziehen – mal wieder abzuziehen.

Leider muss man da, was das zuletzt Gesagte angeht, den Damen und Herren in Nord-Nikosia sowie in Ankara beipflichten. 3 Tage sind mehr als genug. Und wie gesagt, warum nicht auf der Grünen Linie, am alten Flughafen oder meinetwegen in einem Ballon über Zypern. Überhaupt kommt man nicht umhin, sich vermehrt Gedanken dahingehend zu erlauben, ob nicht vielleicht doch die Position der Türkei, was beispielsweise auch Nordsyrien angeht, irgendwie überzeugender eine innere Logik aufweist, die letztlich sogar zum Wohle der involvierten Bevölkerungen, mehrheitlich, ausschlagen könnte. Dieser Gedanke blitzte gestern eine türkische Zeitung lesend kurz wieder auf, als davon die Rede war – was abends sich dann im deutschen Fernsehen in den Nachrichten bestätigte -, gewisse eventuell mit der IS verbandelte Deutsche werden von Ankara kurzerhand in einen Flieger gesetzt und nach Deutschland ausgeflogen: „hier nehmt euch eurer Bürger gefälligst an!“

Ehrlich gesagt, diese Vorgehensweise der Türkei finde ich super mustergültig. Da wird nicht lange herumgealbert, wie es in Deutschlands Parlament usw. der Fall zu oft ist, sondern es wird gehandelt. Es ist dergestalt einfach eine Strategie erkennbar. Man nimmt einen Standpunkt ein in Ankara, zeigt Haltung – und nicht so wie in Berlin im Reichstag. Ja, sie haben die Grundrente dort durchgezwackt. Das stimmt. Doch guckt euch mal an, wie?

Ich glaube, das Folgende schon mal, und zwar wirklich öfters, gelesen zu haben in griechischzyprischen Zeitungen. Wahrscheinlich schreiben die ihre Artikel seit Jahren nur noch um, weil die armen Journalisten dort, haben ja im Grunde keine andere Wahl mehr, zumal seit Jahren nur noch derselbe, mit Verlaub, Stuss seitens der griechischzyprischen Politiker-Gilde produziert wird in Sachen Wiedervereinigungsverhandlungen mit dem Norden der Insel, also: „… abgesehen von dieser Tatsache“, schreibt die Politis vom 14. November 19, „müssen sich die beiden Seiten in den 3-tägigen Treffen annähern und bereit sein, ihre unterschiedlichen Positionen zu überbrücken, die sie trennen, um entweder möglicherweise die Pläne Ankaras darzulegen, oder sich [gleich] zu entscheiden, Hindernisse den Verhandlungen in den Weg zu stellen.“

Wie Sie unschwer lesen können, das Übliche, was Südzypern von sich gibt, wohl wissend, dass sie im Grunde vor allem die seit Jahren immer mal wieder geführten Verhandlungen an einem bestimmten Punkt angekommen, platzen lassen – wahrscheinlich, weil in die Einkaufstüten nichts mehr reingeht oder das Shoppen in dem Ort, an dem man sich zu Wiedervereinigungsverhandlungen trifft, inzwischen langweilig geworden ist. Mensch braucht doch etwas Zerstreuung, Sie verstehen?

Ja, natürlich ist das eben Gesagte buchstäblich so nicht zu sehen, aber die vorherrschende Einstellung der Herrschaften aus Nikosia Süd dürfte auf diese Weise in etwa durchaus getroffen worden sein – die Auserlesenen geben sich die Ehre, nach Berlin sich herabzulassen, um nun endlich den „Attila“, wie Nordzyprer noch immer gern in Südzypern genannt werden, vor sich in die Knie gehen zu sehen.

Diese Leute sind ja so weit weg von der Realität – oder aber wir hier haben es noch nicht ganz begriffen, dass dem wirklich so ist oder sein muss!?

Mustafa Akinci habe ja keine Marge, sich von den Ansichten oder Vorgaben Ankaras lösen zu können, schreibt die Politis. Wo wir alle doch wissen, dass Akinci das in der Vergangenheit schon oft das Gegenteil dessen bewiesen hat. Und es jetzt gewiss nicht mehr so leichtsinnig tun wird, sich so darzustellen, zumal ihn seine ‚Insel-Brüder‘ aus dem Süden ja schon zur Genüge an die Wand fahren ließen damit: gegenüber Ankara, der UNO und der Welt, sowieso. Er wäre also recht dümmlich, wenn der Herr Akinci sich erneut auf den zyprischen Pfad begeben würde, den es offenbar gar nicht mehr gibt, und zwar so lange nicht mehr, bis sich Südzypern mit gegebenem Siegel und Unterschrift darauf bewegt. Denn auf Versprechen und Anspielungen, die mündlich vorgetragen werden seitens der Republik Zypern, kann sich KEINER verlassen.

Die Republik Zypern, genauer ihre politische Führerschaft unter Nikos Anastasiadis, tritt schon seit Längerem, sinnbildlich gesprochen, ohne Rückgrat auf. Das ist nicht nur innenpolitisch zunehmend ein Problem! Keine Angst, so etwas steht in der Politis nicht geschrieben, die ja das Sprachrohr der DISY-Partei ist, der Anastasiadis angehört.

Und so verwundert uns auch nicht, dass Anastasiadis im Vorfeld der 3-Tägigen in den Himmel hinaus verkündet, dass ausgerechnet Herr Guterres von der UNO es richten müsse, dass man sich in Berlin irgendwie annäherte, zyprischerseits. „Ha-Ha“, wird der Generalsekretär der UNO in seinem Türmchen irgendwo in New York gleich gedacht haben, wenn er überhaupt davon erfahren hat. Der Portugiese Guterres scheint mir erfahren genug, kapiert zu haben, dass seine Sonderbeauftragte für Zypern Lut eine Art Existenzberechtigungsübung für ihr gutes Gehalt, welches ihr für nahezu Nichts bezahlt wird, notgedrungen zu veranstalten hat – doch allen Beteiligten ist natürlich, oder leider, mal wieder klar: „alles für die Katz!“

„Dass von der UNO [auf die Verhandelnden] Druck ausgeübt werden wird, ist nicht zu erwarten“, schreibt die Politits. Wie gesagt, die haben nicht Besseres, aber Wichtigeres zu tun in der UNO, als sich verkleidete Ferienaufenthalte reinzuziehen!

Und wie immer sah sich auch dieses Mal der arme Herr Guterres genötigt, dasselbe von sich geben zu dürfen – over and over again: „mit positiver Einstellung in die Verhandlungen zu gehen!“ Das, was der Generalsekretär damit meint, wird so, wie er es sagt, aber noch immer nicht verstanden in Südzypern. Wie gesagt, bei der Haltung – siehe oben den erwarteten Kniefall -, die in Nikosia-Süd offensichtlich an den Tag gelegt wird, weil man glaubt, die EU, Israel und wer weiß, wen noch, hinter sich zu haben, wird diese Republik, so wie es aussieht, ein weiteres Mal den uns allen bekannten Bock abschießen. Eine Hoffnung besteht allerdings noch, nämlich dann, wenn Anastasiadis demnächst und ENDLICH abtritt und ein neuer Wind dann eintreten könnte.

Leider kann von hier aus niemand gesichtet werden im südzyprischen Parlament sitzend, der oder die so etwas Frisches anrühren und dann auch noch durchziehen könnte. Das so genannte „Volk“ ist somit mehr als je gefragt, die Zivilgesellschaft schlechthin. Hier angekommen muss allerdings eingestanden werden, dass nicht eingeschätzt werden kann, ob solch ein Wechsel der Ansicht im Volk überhaupt von der Mehrheit der Griechischzyprer zum jetztigen Zeitpunkt realistisch eingenommen werden könnte. Wir tippen mal: eher nicht!

Und dass den Nordzyprern die Probleme über den Kopf wachsen, dürfte sich eventuell auch noch als Traumvision der Südzyprer herausstellen. Denn die haben sich in ihrer zwittrigen Welt inzwischen eingerichtet: sie sind Bürger der Republik Zypern, die mit nordzyprischem Pass in Nordzypern leben. Noch ist es ihnen also gegeben, aus 2 Futternäpfen sich zu bedienen. Denen geht es gut, mehrheitlich! Klar, ist da die Angst, dass aus der Türkei auf der Insel angesiedelte Menschen in wahrscheinlich naher Zukunft das Ruder, auch politisch, übernehmen könnten, weil, ökonomisch ist das ja im Grunde eh bereits der Fall – wie auch von der Zusammensetzung der Bevölkerung her.

Und sollte sich bewahrheiten, dass der politische Ansatz Erdogans in Zeiten wie diesen eine Art Erfolgskonzept ist, dann werden die ‚original‘ Nordzyprer, also jene, die mit südzyprischen Pässen ausgestattet sind, gewiss die letzten sein, die dagegen anstrampeln werden, wenn das angesprochene Konzept auch auf Nordzypern noch stärker durchschlägt. Dann werden voraussichtlich die Kinderlein nicht mehr bevorzugt nach England in weiterführende Schulen geschickt, sondern vermehrt in die Türkei – immer mit dem Strom schwimmen, sozusagen!

Und das Bla-Bla der Verlautbarungen südzyprischer Politiker, wie beispielsweise des Herrn Neofytou usw. im Vorfeld des 3-tägigen Berlin-Aufenthalts, erspare ich Ihnen, weil Sie das ja schon alles schon aus den Jahren davor kennen, sollten Sie regelmäßig nachlesen, was denn so in Zypern alles passiert. Es hat sich an ihren Sprüchen nichts geändert, aber auch GAR nichts!

 

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