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Pokern in Crans-Montana

Polit-Poker-und-mehr!

Der Sommer kann nun langsam ein solcher genannt werden – auch im sonnenverwöhnten Zypern. Das soll heißen, er war dieses Jahr wirklich spät dran. Zwar ist das Meerwasser noch etwas kalt gewesen am 18.06.17, aber nur noch etwas. Einmal drin, löste sich das Alles in Wohlgefallen auf – „und das ist gut so (Wowereit)!“

Sonntag war mal wieder, die Kathemerini-Sonntagsausgabe noch nicht gelesen, aber immerhin gekauft worden. Klar, wir hatten nach dem Frühstück erstmal Lust auf Schwimmen, unweit von dem Dorf Maroni, welches zwischen Limassol und Larnaka, bei Zyggi, gelegen ist. Der Beach dort hat neuerdings sogar einen Namen: „Maἴa Beach“. Viele Sonnenschirme, die da wieder aufgereiht sind, alle gelb, außer 2en oder 3en, die in einem sonderbar wie abgewaschen wirkenden Beige das Auge erfreuen sollen. Der Betreiber und sein Sohn werden wohl einen guten Schnitt machen, heute, und wie es aussieht auch in diesen Sommer. Wir gehen dort lediglich schwimmen seit Jahren, liegen also nicht unter Schirmen und konsumieren keine gesüßten Getränke oder gar Alkohol, die dort gern gereicht werden gegen Geld. Obwohl wir nichts kaufen, grüßt der Vater dennoch stets freundlich. Der Sohn indes nie, der vielleicht in England länger lebte – seiner Sprachkenntnis und Akzent zufolge. In der Sonne liegen an diesem von Menschen gut besuchten Beach – und das womöglich noch unter dem unvergleichlichen Geruch all der Sonnencremes in Gebrauch – schenken wir uns also gewöhnlich. Es gibt dort allerdings auch noch einen Teil vom Beach, wo man sich in den weichen, schönen Sand des recht attraktiven Beachstreifens legen kann – wo auch auffällig weniger von erwähntem Gebrauch des Hilfsmittels gegen die Sonne mitgekriegt wird im Allgemeinen. Weiter hinten, also weiter Weg von der Treppe, die nach unten führt, befindet sich dieser liege-sonnenschirmlose Bereich, wo die Ruhe eigentlich nur noch aus einer der beiden Villen schallend zersägt oder von Laubstaubsaugern oder Ähnlichem im Gebrauch von den Besitzern dort in Schach gehalten werden kann. Nichts drin mit Nacktbaden, was allerdings schon längst nicht mehr überall gilt in Zypern. Es gibt Orte, wo Hüllen fallengelassen werden, so zum Beispiel an Teilen des so genannten „Governor Beaches!“ Wie oft solch Lärm verursachendes Werkzeug in den beiden Villen im Sommer angeworfen wird, um den Garten auf ‚Schön‘ zu trimmen, weiß ich nicht, da wir in dieser Jahreszeit stets sehr früh unterwegs sind, als wollten wir der aufgehenden Sonne unseren Gruß darbringen – aber nicht unbedingt, um den Leuten zu entgehen. Letzteres daher nicht, weil man halt doch immer mal wieder auf jemanden trifft, die oder den man schon länger nicht mehr gesehen hat. Jemand neu kennenzulernen, ist auch nicht völlig ausgeschlossen. Na ja, so ungefähr. Meist ist die Sonne dann doch schon im Osten über dem Meer stehend zu sehen, wenn wir ankommen, und zwar über dem teils verbombten Syrien, dem zu oft mit Füßen getretenen Kurdistan, dem nahezu im Dauerkonflikt liegenden religiös schieden gesplitterten Libanon, Palästina und Israel, die mit ihrem Strahlenkranz aber noch nicht stechend zurückgrüßt. Diesen recht einfach wirkenden Strand, der uns auch daher im Herbst, Frühling und Winter erfreut, haben wir also wie jedes Jahr und einsichtiger Weise an die Gemeinschaft der Badefreudigen abgegeben. Alles zu seiner Zeit! Vor und nach der Sommersaison finden wir uns dort ziemlich regelmäßig ein, um Morgensport zu treiben: Laufen, Springen, Spurten, Rückwärtsgehen, Kniebeugen, Atemübungen und natürlich Schwimmen usw. Ja, man kann das ganze Jahr über schwimmen, wenn man sich innerlich auf die Begegnung mit kälterem Wasser eicht, so etwas zu einem höchst erfrischenden Erlebnis umzumünzen versteht. Ist wirklich nicht allzu schwer, weil das H2O nicht allzu kalt ist im Winter, schätzungsweise so um die 10 Grad. Nachts sind wir komischerweise nie am Strand, wahrscheinlich, weil die Aussicht vom Balkon suggeriert, man könne sich das sparen – was natürlich Blödsinn ist. Der Sand ist einfach so herrlich kniefreundlich weich, auch an diesem Beach. In den Büschen zwitschert es unentwegt. Welch Wunder, dass uns darin noch keine Leimruten oder Vogelfallen aufgefallen sind. Allerdings gucken wir auch nicht konsequent nach, ob dem so sein könnte. Man will sich ja schließlich den Morgen nicht verderben. Ganz schön egoistisch denken Sie? Jedenfalls ist es kein großes Vergnügen, mit der Singvogel-Jagd-Lobby Zyperns im Clinch zu liegen oder zu geraten – und die ist auf der Insel Afrodites recht ausgeprägt und kennt wenig Spaß, wenn es um das Einhalten ihrer Traditionen geht.

Apropos Traditionen: Seit Freitagnachmittag, den 23. Juni, haben zyprische Eltern und Kinder wieder Schulferien.

Die Politiker Zyperns, also jene an der Spitze der jeweiligen Parteien im griechisch-zyprischen Teil der Insel, werden demnächst wie Schulkinder des geteilten Landes auch in die Ferien gehen, und zwar in das mondäne Örtchen „Crans-Montana“ (C-M). Das ist am 27. Juni 2017 doch wirklich Realität geworden. Ja, das Örtchen liegt in den Schweizer Bergen. Ja, soll dort teuer sein, und, versteht sich, es ist angesagt, sich an jenem Ort ein Stelldichein zu geben als jemand von Welt. Ja, es lässt sich gut essen und trinken in C-M (also „Si-Äm“ gesprochen). Nebenbei kann dort oben auch etwas Politik betrieben werden. Denn je höher ein Ort in den Bergen oder im Ansehen der Leute, man höre, desto seriöser und authentischer das Tagwerk, welches dort vollbracht wird!?

Die jeweiligen Außenminister, jener aus dem Norden Zyperns und der aus dem Süden sind gemeint, werden dann – gewiss – auch noch in C-M vorbeischauen und noch andere Protagonisten, zum Beispiel einige andere noch der britischen Garantiemacht oder von der UN und der EU sowieso – „full house“, wie man beim Poker sagt. Das tun die Außenminister dann, bevor es den zuvor es den davor erwähnten Beteiligten und jenen, die effektiv etwas mehr tun werden als nur Leckerli zu stopfen, Reden und Interviews zu halten sowie Massagen zu genießen oder den Zahnarzt aufzusuchen, zu langweilig wird während der politisch angehauchten Ferienfahrt in Richtung Wiedervereinigung Zyperns im „schweizerischen Schicksal der Zyprer“, wie die Kathemerini Zyperns den bergigen Ort in der Schweiz auf Griechisch einmal umschrieb.

Zwar sollen die jeweiligen Außenminister in der Schweiz nur eintreffen, wenn in den politischen Treffen, die wie am Rande laufen dürften, ETWAS herausgekommen ist. Nur gut, dass das Wort „etwas“ ein sehr dehnbarer Begriff ist, etwa so, wie: Präsident Etwas zu Etwas hat von etwas eine etwaige Ahnung, lässt daher etwas ganz anders tun als Edward – oder so.

Der Sommer kann also kommen, ist inzwischen angekommen, wie bereits weiter oben festgestellt wurde. Keine Angst, die Herren Politiker aus Zypern kriegen ihre Sitzplätze auch kurzfristig in Fliegern gebucht – oder flogen womöglich gleich selber alle im präsidialen Flieger in die Schweiz. Ja, es werden mal wieder nur, wahrscheinlich nur, Männer unterwegs sein, von denen berichtet werden wird als Verhandelnde. Inzwischen weiß ich: Es sind alles nur Männer, zumindest auf griechisch-zyprischer Seite. Schon allein das ist ein Skandal! Frauen sitzen, sozusagen, brav in zweiter oder gar dritter Reihe und machen den Herren einen Großteil der Arbeit. Wo sind wir eigentlich? Das Vorhaben kann schon allein auf Grund dieser Schräglage nicht gelingen?! Ein Männerurlaub wie in den 50er Jahren?! Ich warte nur noch auf das Bild eines Politikers in einer der Medien, der auf einem großen Balkon einer Villa stehend in Grans-Montana seine kubanische Zigarre schmökt.

Ein präsidialer Jet, nur dergleichen kommt eigentlich in Frage, passte schon zum nötigen Wind, den man zu verursachen hat, wenn man sich nach einem Ort wie Crans-Montana begibt und, bitte sehr, dies als Staatsmann und mindestens genauso wichtig wie Churchill. Sie verstehen? Solch ‚wichtige‘ Gespräche in Nikosias neutraler Zone durchzuziehen, hat einfach nicht den nötigen kulturpolitischen Aufwind, würde nicht genügend Steuergelder verbraten – auch wenn die Verhandlungen am Schluss – wieder oder fast – zum Absturz zwischen Norden und Süden führen könnten.

Obgleich, es muss schon gesagt werden, dass ein bisschen Pokerface auch in mir schlummert. Und dieser Umstand lässt auch vermuten, dass Astrologie eigentlich die richtige Instanz wäre, um all die Faktoren, die in Erwägung zu ziehen sind, um den Ausgang der inner-zyprischen Bemühungen im schweizerischen Urlaub ermitteln zu können – aufgrund ihres außer-irdischen Überblicks. Der Verdacht liegt also in der Luft, dass durchaus auch andere Pokerfaces derartig spekulieren, nämlich, dass sich in Crans-Montana womöglich wirklich geeinigt werden könnte dieses Mal.

Na dann wäre was los. Hilfe! Wer sollte denn bitte sehr so etwas Vereinigtes ertragen? Die Zyprer etwa? Dagegen sind oder wären die Schwierigkeiten nach der Vereinigung von BRD und DDR geradezu ein Sonntagsspaziergang, oder so. Den zyprischen ‚Spaziergang‘ dieser vereinigten Art könnte dann womöglich jemand ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt als passend befunden haben?

Denn: Haben Sie auch schon davon gehört, dass die Israelis – bei dem trilateralen Treffen mit Griechenland und Zypern letztens – vorgeschlagen haben sollen: Ach, lasst uns doch die ganze Ölförderung im südöstlichen Mittelmeer zusammenlegen!

Bumms, dieser Vorschlag hatte gesessen!

Was tun?

Sonst heißt es ja immer: diversifizieren!

Wir schrieben es bereits: Das, was manche insgeheim denken und vielleicht auch schon als Plan in ihren Schubladen bereit zum-damit-in-die-Öffentlichkeit-treten liegen haben, scheint immer näher zu rücken. Und das ist: Den Israelis eine Perspektive zum Beitritt in die EU zu eröffnen.

Was halten Sie davon?

Bedenken Sie, die australischen UNFIcyp-Truppen haben gerade vor ein paar Tagen erst ihre Koffer gepackt auf Zypern.

Guter Entscheid!

Andere Länder, die m Rahmen der UN als Friedensvermittler auf Zypern tätig (sein sollen) sind, dürften diesem Beispiel folgen. Und auch daher gewinnt die erwähnte israelische Perspektive doch wohl an Gewicht in der Region.

Davon mehr, sagen sich eventuell nicht wenige, nach den Wahlen in Deutschlands September. Bis zu diesem Zeitpunkt könnten sich auch Griechen und Mazedonier endlich geeinigt haben wegen der Namensangelegenheit. Die Mazedonier wollen ja von ihrem Landesnamen nun Abstand nehmen und endlich gehorchen wollen, wie es Athen gern hätte – erstere haben ihren Preis dafür bereits benannt, versteht sich. Machen Sie sich da keine Sorgen, verehrte Leser. Die Mazedonier stellten im Gegenzug auch noch in Aussicht, etwas EU-licher zu werden; und die EU plus Griechenland, dass dieses Land dann wohl doch noch schnell unter den EU-Schirm kommt – bevor der russische Winter dort einbricht. Das ist doch schon mal was, oder?

An anderem Ort im Netz (Facebook: Zypernundmehr) wurde bereits vorgeschlagen, dass Mazedonien zukünftig „Mazi“ genannt gehört. Das ist zwar auch Griechisch und bedeutet „zusammen“. Das Wort scheint aber niemandem auf den Schlips ideologisch, oder wie auch immer geartet, zu treten. Scheint also allseits einigermaßen gut verdaubar zu sein. Außerdem ist MAZI doch so schön unserer Zeit gerecht kurz und schnell ausgesprochen und von seiner Wortbedeutung her einfach überwiegend positiv besetzt: gemeinsam in den Krieg, gemeinsam gegen Die anderen, gemeinsam in den Tod für die EU etc. Verzeihen Sie, dass dem Gemeinsamen so viele Gemeinsamkeiten zu entlocken sind, die, je nach Blickwinkel, halt doch zuweilen positiv rüberkommen – sozusagen zwangsweise. Hoffe, auch Sie können das so erkennen!

Nee, jetzt mal ehrlich: Mazedonien muss noch unter den EU-Deckmantel. Alles andere wäre Putin nicht nur den roten Teppich vor dem EU-Haus auszurollen, sondern auch den Hebel für fortdauerndes Chaos und Kuddel-Muddel an der „Süd-Ostflanke“ der EU in die Hand zu spielen – und an die langen, schlanken Greifer aus Peking wollen wir da gar nicht erst erinnern. Allerdings auch daran nicht, was die Welt am 27. Juni 2017 auf Seite 7 unter anderem schreibt: „… Österreichs Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil hat vor einem wachsenden Einfluss des Islam in Südosteuropa gewarnt. „Wir sehen auf dem Balkan eine schleichende Islamisierung!“ … . Ankara werde im Kosovo, Albanien und auch in Serbien immer einflussreicher: „Es wäre aus meiner Sicht nicht vertretbar, dass die Türkei im Rahmen von Nato-Einsätzen demnächst möglicherweise immer mehr Truppen am Balkan stellen wird“, sagte der Minister. Ein solches Übergewicht könne nicht im Interesse der Europäer liegen. Doskozil: „Deutschland und andere Staaten dürfen in ihrem Engagement am Balkan nicht nachlassen, damit das Gleichgewicht der Kräfte und die Stabilisierung der Demokratie in der Region nicht gestört werden.“ … So versucht die Türkei mit der großzügigen Renovierung zum Teil kriegszerstörter Moscheen in den Städten Banja Luka und Sarajevo (Bosnien), Priren und Pristina (Kosovo) oder als Großinvestor in verarmten Landstrichen Bosniens und Südserbiens, die Herzen der Menschen zu gewinnen. Im Kosovo sind türkische Unternehmen im Nahrungsmittelbereich, beim Straßenbau und im Energiesektor stark vertreten. In Albanien weitet sich der türkische Einfluss ebenfalls aus.“

Auch daher erscheint es einem schon als Art Wohltat, in den Nachrichten vom 29. 06. 17 zu erfahren, dass man beim G 20-Treffen in Hamburg Erdoĝan ENDLICH verbietet, bei seinen fanatisierten und teils auf Trotz gegenüber der Gesellschaft in der sie leben eingestellten Deutschen mit türkischem Hintergrund solches Sentiment auf- oder anzurühren. Vielen dieser Leute gilt es endlich ihre Attitüde oder verstiegene Hoffnung anzukratzen, die den Autokraten mit Sultan-Ambition vom Bosporus bereits wie einen muslimischen Heilsbringer zuweilen ansehen. Letzteres ist deR ganz gewiss nicht. Ein Blick auf seine Bankkonten, in die Knäste der Türkei, wo wieder verstärkt gefoltert wird etc. reicht eigentlich, um das zu verstehen. In diesem Zusammenhang muss einfach noch schnell das Erstaunen darüber ausgedrückt werden, dass für die kommende Wintersaison 2017 anscheinend Ägypten von sonnenhungrigen Urlaubern schon gut gebucht worden sein soll. Dass Ähnliches dann im Sommer 2018 für die Türkei ansteht, würde vor diesem Hintergrund nicht mehr verwundern. Und hier wäre die Politik gefragt, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken. Denn anscheinend halten Reisewarnungen Touristen nicht mehr davon ab, dennoch nach Orten wie Ägypten zu fahren. Frau Merkel & Co. müssten sich noch eindeutiger positionieren, damit dann keine Berichte eingehen über so-und-so-viel Touristen, die im Tempel von X oder Y gefangen, gefoltert oder abgeschlachtet wurden. Insofern ist es auch nicht klug von ihr, sich am 29. Juni 2017 im Parlament nicht zu dem Redeverbot des türkischen Präsidenten außerhalb der G20 (oder in der türkischen Botschaft) geäußert zu haben. Manche Leute brauchen klare Zeichen, vor allem in Zeiten wie diesen, wo offenbar schnell mal jemand glaubt, seinen Frust andere mit dem Leben bezahlen zu lassen und dann noch irgendwas von ISLAM quasselt danach.

Gelänge die Beilegung dieses dummen Streits der Mazedonier mit den Griechen, könnte eine gewisse EU-isierende Ausstrahlung den Kosovo und Serbien zu befrieden helfen. Sie werden es nicht wahrhaben wollen, doch irgendwie müssen diese ‚offenen Rechnungen‘ in und auch um das Gebiet der EU durchaus auch im Zusammenhang mit den Entwicklungen in Zypern gesehen und gesichtet werden.

In knapp 8 Monaten sollen Wahlen auf Zypern sein, auf der griechisch-sprachigen Seite. Ehrlich gesagt: Das Wahlgeblöke überall klingt bereits als seien die Wahlen nächste Woche. Das heißt: Wir werden 8 lange Monate mit dem Thema genervt und beschossen. Scheinbar scheint nichts Wichtigeres mehr zu bestehen in ‚dieser‘ zyprischen Welt – und schon allein daher sind die Verhandlungen vonseiten der griechisch-zyprischen Seite in Crans-Montana mehr als fragwürdig. Wahlen auf Zypern sind wie bei Darwin oder Shakespeares die Frage nach „sein oder nicht sein!“ Nun, hoffen wir, dass dabei nicht ein Ende herauskommt, dass dem aus der Haft entlassenen chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo gleicht: „Zum Sterben entlassen! (Welt)“.

Diese Frage nach dem Sein, auch wenn ein Ausrufezeichen dahinter angebracht wurde, hängt irgendwie immer über dem zyprischen Parteien-Himmel – 365 Tage im Jahr ist dort Wahl, irgendwie. Das Schachern innerhalb und zwischen den Parteien Zyperns mag manchen ein interessantes Thema sein, gewiss ist es aber ein akademischer Zeitvertreib, dessen vielleicht interessanteste Frage derzeit ist: Na, welche Ausrede oder Grund wird von der griechisch-zyprischen Seite wohl letztlich angeführt werden, den, wie immer, in Aussicht gestellten Erfolg der Verhandlungen doch nicht auf großer internationaler Bühne verkünden zu können? Welche Dramatik im 3. Akt des Theaterstücks namens Wiedervereinigungsverhandlungen auf Zypern ließ das Stück zum Drama werden und nicht zur Geschichte mit Happy End? Die Zuschauer schmachten jetzt schon danach, den Ausgang dieser hochinteressanten Aufführung miterleben zu dürfen. Die meisten schnarchen, nicht applaudieren, schon recht laut.

Wollen wir besser nicht so etwas wie eine Nutzen-Kostenrechnung erstellen. Es kann hier allerdings vorerst nur darauf verwiesen werden, dass die Cyprus Mail über das stets veranstaltete Wahlgetöse jahrein – jahraus näher Auskunft gibt auf Englisch und wahrscheinlich auch die Cyprus Weekly – und ganz gewiss alle griechisch-sprachigen Zeitungen Zyperns.

Ehrlich gesagt: Das Thema ist wirklich mindestens so ermüdend, wie die sogenannten Bemühungen in Sachen Wiedervereinigung des Landes sich andauernd anhören zu sollen, welche also zu oft ein Auftritt in New York oder in der Schweiz gewisser „Spitzenpolitiker“ der Insel begleitet.

Dennoch werden wir Sie über aller Wichtigstes, sogar scheinbar Wichtiges, auf dem Laufenden halten – sporadisch und mit dem anerbotenen Ernst sowie Distanz. Zum Beispiel ist die bereits erwähnte und zitierte Kathimerini am Sonntag, dem 18. Juni 2017, seitenweise voll mit dem zyprischen Wahl-Thema, und zwar, dass der Parteiunabhängige Mike Spanos nun doch nicht die (schein)kommunistische AKEL im Rennen um den Präsidentensitz auf Zypern vertreten wird.

Wahrscheinlich war das ein kluger Entschluss dieses Herren. Tagtäglich sieht man in den Nachrichten AKEL-Leute wie Malos, Kasamias, Kyprianou und wie sie alle noch heißen in ihren Startlöchern sitzend. Wer hat da eigentlich geglaubt, er könne an diesen Alfa-Tierchen der Partei vorbei einen von DRAUßEN an der Spitze positionieren?

Möglich wäre es zwar, aber nicht wirklich vorstellbar. Derjenige, der oder die das schafft, muss wahrscheinlich „das Kapital“, „mein Kampf“ sowie „Tom Sawyers“ wahlweise, aber im gleichen Zeitraum gelesen haben: einmal da ein Kapitelchen, einmal dort ein Kapitel usw.

Doch, ich bin jetzt mal der Meinung, dass solch Vorgehen eines zyprischen Politikers die Lösung der Zypernfrage durchaus auch bringen könnte, also, diese Klassiker so zu lesen. Welche, das Inselchen wiedervereinigende, Eingebungen ein solcher Mensch bei solch Lektüre erhält, behaupte ich kühn, kann, was die Zypernfrage angeht, eigentlich nur noch eine Erfolgsstory werden – zumal ja all das andere Geplänkel seit über 40 Jahren bislang nicht oder zu wenig geholfen hat. Jedenfalls, wenn es diesmal nicht klappt, dann bitte sehr all die Verhandlungsführenden und andere wichtige Protagonisten mit der RICHTIGEN Lektüre ausstatten – siehe oben!

Sie haben mich ertappt: Es fehlt mal wieder eine Frau, die als Autorin den Herren in Zypern noch hineingereicht gehörte zwecks Erlangen des immer wieder proklamierten obersten Ziels der zyprischen Politiker. Weil mir nichts Besseres einfällt auf die Schnelle und in der Not, wird empfohlen: Greift doch bitte noch zu Alice Schwarzer, irgendwas von dieser Frau Geschriebenes, am Geeignetsten erscheint aber: „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen.“ Dieses Standardwerk des Feminismus sodann mit den zuvor erwähnten Büchern in vorgegebener Weise – ein Kapitel hier, ein anderes dort – lesen und die zyprische Welt wird gewiss afrodisierender!

Der griechisch-zyprische Präsident Anastasiadis gibt sich derzeit noch siegessicherer als sonst. Die zyprische Presse titelt dazu so schön: „Und jetzt liegt der Ball bei den Türken!“ Mal wieder, könnte man sagen, soll der dort liegen. Praktisch nichts getan vonseiten der Griechischzyprer, und dennoch soll der Ball bei den Türken liegen. Bravo! Das grenzt wirklich schon an Hexerei. Dass die Griechischzyprer sich nun offenbar doch mit den Türkischzyprern in der Schweiz – steuergelderverbratenderweise – treffen, ist vielen ein Ärgernis sondergleichen, mag ich Sie noch wissen lassen! Wer stoppt diesen Wahnsinn endlich? Das fragen sich nicht wenige.

Eine, der vielen Wahnsinnigkeiten, scheint man nach Jahren anscheinend aus der Welt geschafft zu haben, demnächst. Ein Wunder, wenn da nicht noch was verzögernd dazwischen kommt bei der sogenannten GeSY – Gesundheitsreform und so. Angelos Anastasiou schreibt in der Sunday Mail vom 18. Juni 17:

Die im Parlament angenommene Entscheidung, eine nationale Gesundheitsfürsorge nach jahrzehntelangem fruchtlosen Diskussionen einzurichten, war ein monumentaler Schritt vorwärts, obwohl es noch viele weitere Schritte braucht, bis diese Reform umgesetzt werden kann. Die Hauptsäule, die dieses System für alle Lohnempfänger, Angestellte und Beamte stützen soll, die einen Teil ihres Einkommens zum Gelingen beitragen, ist: weltweite Deckung gleichwertiger Gesundheitsfürsorge und freie Arztwahl der Patienten. Jedermann hat die Freiheit, die Grunddeckung bei privaten Gesundheitsversicherungen aufzustocken: entweder, um spezialisierte Serviceleistungen abzudecken, die nicht durch GeSY gedeckt sind, wie zum Beispiel der Erhalt von Markenmedizin oder um sich im Spital bei der Wahl eines Krankenzimmers abzugraden; oder es besteht sogar die Möglichkeit, die Bestimmungen von GeSY abzulehnen und irgendeinen Arzt, und dies jederzeit, konsultieren zu können, egal, ob dieser bei der GeSY registriert ist oder nicht.

Wie von der politischen Führung einstimmig vereinbart wurde, sollen am 01. März 2019 die Beitragszahlungen bei Rentnern, Lohnempfängern und Staatsangestellten mit 1,7% ihres Einkommens beginnen, der Arbeitgeberanteil liegt bei 1,85%, der Staatsbeitrag für seine Lohnsummen beträgt 1,65% – und Selbstständige berappen 2,55%. Am 1. März 2020 werden definitive Beitragszahlungen festgelegt für all die zuvor erwähnten Angestellten mit 2,65%, wobei die Arbeitgeber zusätzlich 2,9% beitragen und der Staat für seine Angestellten/Beamten 4,7% – sowie Selbständige mit 4%“ usw.

Summasummarum: Man wird dann hoffentlich ab dem Jahr 2020 über eine umfassende Gesundheitsversicherung aller Zyprer (Süden) verfügen. Das ist gar nicht so selbstverständlich, wenn in Betracht gezogen wird, dass es immer noch kein Lärmschutzgesetz gibt, welches regelt, dass Veranstalter jedweder Art ihre Musik, Lärm – nennen Sie es, wie sie wollen – ab 22 Uhr, beispielsweise, nicht mehr haben dürfen, dass dieser oder jener Schallpegel nicht überschritten werden darf etc.

Es sieht bislang nicht so aus, als würden die Damen und Herren vom griechisch-zyprischen Parlament sich nun doch schon demnächst einig werden in dieser Lärm-Angelegenheit. Angeblich soll das im Oktober 2017 dann aber der Fall sein.

Bis dahin können Sie, verehrte Leser, als Kneipenbesitzer oder dergleichen aufdrehen, bis die Nachbarschaft auswandert – aber gewiss, bis die Touristensaison 2017 vorbei sein wird und alle Touris, hoffentlich beschwingt dadurch, an ihre Arbeit zurückgekehrt sein werden.

Warum Menschen neuerdings anscheinend andauernd mit Musik berieselt werden müssen, ist hier jedenfalls unverständlich. Ich versteige mich sogar zu der Behauptung ohne statistische Belege, dass das Gequake aus Lautsprecherboxen an Stränden letztlich den erwünschten Effekt – entspannt und mit Energie aufgefüllt zurück in die Heimat zu kommen – bekämpft oder schmälert. Es ist der CTO Zyperns, der Tourismusbehörde, dringend anzuraten, solche lärmfreien Orte an Stränden zu kreieren.

Da bietet sich schon an, wären Sie vorsorglich zu den 3.en internationalen Yoga-Tagen gegangen hier auf Zypern. Sind jetzt leider schon wieder vorbei. Fanden dieses Jahr am 21. Juni statt. Der High Commissionar Indiens in Nikosia hat den Event besorgt – ein Highlight. In Platres traf man sich dazu. Das ist ein Ort im Troodos Gebirge, wo die Luft nach Pinien und nochmals nach Pinien riecht. Schön schattig dort und gute Aussicht – sonntags im Sommer allerdings überrannt mit vorwiegend einheimischen Besuchern, die meist nicht gerade leise miteinander reden.

Immerhin, die Polizei Zyperns ist aktiv, und zwar dort, wo man es gar nicht so aktiv erwarten würde auf Zypern. Ganz körpernah sogar. Um Zuhältern auf die Schliche zu kommen, sollen Beamte sich als Freier engagiert haben. Und klar, da blieb wohl nicht aus, dass der fleißige Beamte sich eine volle Dose Hurenliebe abholen ging, um die Gute dann für ihre Dienste mit gezinktem Geld zu bezahlen, ja, und um sie dem Gesetz umgehend danach zuführen zu können. Eine 72-Jährige wurde sogar festgenommen. Vielleicht hätte die Dame bei Bedarf die mit Zuhälter verbotene, horizontale Arbeit auch ohne einen Zuhälter erledigt, wer weiß. Doch sie soll ja ‚nur‘ eine Hurenhalterin, also Zuhälterin gewesen sein.

Wie hier auf Zypernundmehr mehrfach berichtet wurde, ist das Problem sexueller Ausbeutung von Frauen, vor allem aus der Dritten Welt und möglichst jungen, durchaus gegeben und vom Ausmaß her als problematisch einzustufen – wenn der Norden dabei miteinbezogen wird.

Nun von Ausbeute, oder dergleichen, kann im Folgenden in gewisser Weise auch gesprochen werden.

Die Co-Op Zentral-Bank Zyperns fordert nämlich Lohnerhöhung; und wenn dem Wunsch nicht nachgegeben wird, dann … . Diese guten Forderungenstellenden der Co-Op haben anscheinend vergessen, dass sie ihr Hinterteil im Trockenen halten können, weil der zyprische Staat 1,7 Milliarden Euro von internationalen Kreditgebern ausgeliehen hatte. Machen Sie sich nicht weitere Sorgen, verehrte Leser: Das Sümmchen zahlt selbstverständlich der zyprische Steuerzahler ab, nicht etwa die Damen und Herren von der Co-Op, also die Arbeiter derselben, die an der Finanzkrise durchaus einen erwähnenswerten Anteil nahmen vor dem Jahr 2013 durch ihre Geschäftspraktiken etc. Dreist lebt offenbar länger und besser!

Nur für all jene, die es noch interessieren sollte: Die Co-Op ist noch längst nicht aus dem Schneider, was ihre Finanzen, Geschäftchen und die angeblich überwundene Krise angeht. In diesem Zusammenhang ist umso ‚lustiger‘, dass die zyprische Regierung danach schielt, diese Bank dennoch an der Börse gelistet zu sehen. Das soll im September 2017 möglichst der Fall werden. 25% der Anteile der Regierung an der Co-Op werden zu diesem Zwecke – hui, wie spendabel – an die Co-Op-Kunden vermacht, sozusagen.

Natürlich nörgelt nun der Oberstaatsanwalt, der Hauptprüfer solcher Dinge. Mal sehen, ob er den erwähnten Börsengang – noch – verhindern wird können, verhindern will.

Zur Info: Die Co-Op wurde ja zur Hightime der Krise zur Co-Op Zentral Bank. Und die Gewerkschaft hätte nun gern, dass alle Beschäftigten gleiche Löhne erhalten – also, dass diejenigen Mitarbeiter aus der Co-Op (vor 2013) nicht weiterhin ‚übervorteilt‘ werden. Es riecht ansonsten, Sie ahnen es schon, nach Streik. Der Haken daran: Die ‚sehr‘ realistischen Gewerkschafter wollen natürlich eine Lohnangleichung auf höchstem Niveau erreichen, also, dass alle den Lohn erhalten, den die bislang am meisten Verdienenden in der ehemaligen Co-Op erhielten. Wenn schon, denn schon!

Kurz: Die Forderungen der Gewerkschaft eignen sich eigentlich gut, die mentale Verfasstheit vieler Zyprer zu begreifen – immer schön übern Rand hinausschießen oder -schwappen! Es herrscht offenbar geradezu ein Drang zur Exklusivität bei vielen, längst nicht allen Zyprern, kommt es so manchem Beobachter der Lage vor. In eben aufgezeigter Richtung läuft auf Zypern der Hase, also, öfters davon, auch im Norden der Insel. Nichts, was Sie allzu sehr beunruhigen sollte!

Falls Sie noch nie was von einer „Maroni News“ hörten, braucht Sie auch das, eigentlich, nicht weiter zu beunruhigen. Ein kleines lokales Nachrichten-Blättle, welches wöchentlich oder monatlich herauskommt.

Wir haben es auch abonniert und irgendwie kam ich darauf, letztens mal wieder reinzuschauen. Wenig scheint sich geändert zu haben – Werbung, Werbung und nochmals Werbung. Ob dieses Zeitungsprojekt weiterhin finanziell unterstützt gehört, gehörte wahrhaft ernsthaft diskutiert. Was unseren Haushalt betrifft, hat es schon den Touch einer Art Solidaritätsbeitrag – denn wirklich lesen, tut das Ding meist niemand wirklich.

In der letzten Ausgabe, die mir in die Hände geriet, konnte was zu „Netflix“ erfahren werden. Scheint eine Plattform zu sein, auf der Filme usw. heruntergeladen werden können, wie “Game of Thrones“. Doch letzteres sei nicht zu haben, steht geschrieben, dafür aber im „exklusiven“ Angebot bei Netflix „The Crown!“ Sagen mir beide herzlich wenig. Diese Welle seine Freizeit zu gestalten, ging bislang an mir vorüber – die Welle der Internetspiele.

Todesanzeigen sind als recht zahlreich vorhanden in der Maroni News. Es ist aber OK, diesen Leuten bei Bedarf zuweilen etwas Geld für diesen zweimonatigen Service zukommen zu lassen. Es kann diesmal in der Maroni News erfahren werden, dass Bewohner des Dorfes Maroni an einer Müllsammelaktion beteiligt waren. Der Müll entlang einiger Straßen wurde eingesammelt. In der DIN-A6 Zeitung kann ein Toyota gesehen werden, auf dessen Ladefläche mehrere beige, prallgefüllte Säcke gesehen werden können. Die Aktion wurde allerdings bereits am 02. 04. 17 durchgezogen. Ich glaube, das ist auch der Zeitraum gewesen, wo die Singvogeljagd auf Zypern wieder ihren Höhepunkt hatte. Die freiwilligen Müllsammler hätten daher bestens gleich die Vogelfallen und Leimruten mit eingepackt, die dort – wo sie sich bemühten, ihr Umweltgewissen aufzubessern – gewiss todbringend aktiviert waren. Womöglich wurde von einem Tonband, an den Bäumen oder in den Sträuchern angebracht, Singvogelgezwitscher abgespielt. Wenn schon Müll wegsoll, dann also bitte auch diesen totbringenden Müll!

Sie haben Recht, es ist nicht ungefährlich, solche Fallen zu entfernen. Man mag gar nicht darüber nachdenken, wie viele dieser Müllbeseitiger sich danach insgeheim ein Vogelschenkelchen gönnten.

Der Maroni News würde ein bisschen mehr Kritik an den Gegebenheiten in der Region Maroni recht guttun u.a.

Apropos kritisch: Es gilt hier, den ausgerufenen Lehrerstreik der Lehrergewerkschaft „Poed“ kritisch zu hinterfragen. Wen soll solch ein Streik mehr oder weniger zum Beginn der Sommerferien auf Zypern noch aus den Liegestühlen jagen Mitte des Monats Juni?

Und zwar ging es bei dem Streik um den Modus bei Neueinstellungen von Lehrern. Die Parlamentarier im Parlament haben kürzlich abgenickt, dass jene Lehrerschaft, die erstmals auf Schüler losgelassen wird, nicht mehr berufen, also ausgesucht wird, sondern, dass jene beruflichen Neulinge eine Prüfung zu durchgehen haben. Eigentlich findet man das aus Außenstehender auf den ersten Blick doch gar nicht so schlimm, wissend, dass auf der kleinen Insel Seilschaften jedweder Art oft bestehen und erbrachte Leistung nicht immer das Maß der Dinge zu sein scheint.

Allerdings haben die Parlamentarier in Nikosia-Süd für dieses neue Gesetz eine Übergangsperiode von 10 Jahren festgelegt. Das heißt, das Gesetz kommt nicht umgehend zur Anwendung und ist schon allein daher sehr gefährdet, jemals das Licht der Welt in Völle genießen zu dürfen. Denn: Bekanntlich sind die Abläufe in Zypern oft etwas schnelllebiger und vielleicht auch etwas leichtlebiger – vielleicht!

Anscheinend streikten mehr als 120 Grundschulen bei erwähntem Streik.

Bei dem Wort streiken, kommt einem unwillkürlich das englische Verb „to strike“ in Erinnerung. Bekanntlich sind die beiden Worte inhaltlich verwandt miteinander. Folter eher nicht. Und genau diese ist es, die ihre hässliche Fratze in der Türkei wieder verstärkt zu zeigen begonnen hat, wie bereits kurz erwähnt wurde – und das ist nicht nur in den sogenannt überwiegend kurdischen Gebieten der Republik Türkei der Fall. Nikosia-Süd, wie auch Brüssel, haben allen Grund, weiterhin, den Norden Zyperns aus der Umklammerung der Türkei unter jemand wie Erdoĝan zu befreien. Es könnten sich ansonsten im Norden Zyperns vermehrt Burschen und auch Mädels einschleichen, die man andernorts glaubt, nur noch durch das Abwerfen von Bomben und dergleichen loswerden zu können. Es ist also höchste Zeit, dass die Zyprer noch die Kurve kriegen bei ihren Verhandlungen, die sie hoffentlich diesmal mit mehr Ernst betreiben – Pokerface lässt ansonsten grüßen!

Das größte, tollste und natürlich Beste, was die Welt der Spieler je gesehen haben, soll nun – wo auch sonst – auf Zypern doch noch der Menschheit in Form eines Casinos – nein, gleich mehrerer – dargeboten werden. Das aller-umwerfendste soll die heimliche Hauptstadt Limassol abbekommen. Wir werden Ihnen darüber näher Berichten (Standort, Eigentümer, Dimensionen), wenn das Projekt wirklich auf den Beinen steht. Natürlich interessiert Sie, wie wir wissen, wie und in welchem Anteil die Orthodoxie sich mildtätig dabei einbringen wird. Es wird schon bald unter irgendeinem Teppich hervorgekehrt. Schließlich sind Geheimnisse dafür da, in der Öffentlichkeit Furore zu machen.

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Parteien – Zypern

Nasio Orinos erklärt Giorgos Chrisanthou in der Alitheia-Tageszeitung aus Zypern vom Samstag, dem 15. August 2015, Folgendes zu den Parteien des Landes und zur anstehenden Parlamentswahl 2016. Es ist eh an der Zeit, den Lesern von Zypernundmehr rechtzeitig die Wahl der Qual auf Zypern etwas durchsichtiger zu machen. Versuchen wir es also mal mit der Übersetzung des erwähnten Interviews.

„Nach den Ferien kommen die Parlamentarswahlen in die Gänge für die politischen Parteien. Diese werden 9 Monate lang Kämpfe ausfechten, um ihr Wahlziel zu erreichen. Es gibt Parteien, die nach oben wollen, dann gib es welche, die sich da halten wollen, wo sie sind und andere, die Mittel und Wege suchen, zum ersten Mal ins Parlament der Volksvertretung zu gelangen.
Im Zentrum dieser Wahlen steht die politische Mitte. Das ist ein Ort, der seit den vorherigen Jahrzehnten von zwei traditionellen Parteien geteilt wird – derzeit sind es mehrere [allerdings] … Mitbesitzer.
Der Wahlanalyst Nasios Orinos spricht mit der Alitheia über die neuen Gegebenheiten auf dem politischen Parkett und macht bezüglich der anstehenden Wahlen seine Einschätzungen. Er gibt seine Sicht zu allen Parteien von sich und erklärt die Szenarien, die auftreten könnten und anderes, dass seinen Weg sucht bei den Wahlen.

Wahlen sind also 2016. Was kommt ihnen zuerst ins Hirn, das die politische Landschaft Zyperns ändern könnte? Oder sind es etwa die traditionellen Parteien, die das Rennen machen werden?

Es ist eine Tatsache, dass die politische Landkarte sich ändern wird, da wir neue Parteien haben, die einen Sitz im Parlament einnehmen werden. Wenn wir genauer auf die Sitze dort gucken, sehen wir, dass die DHSY und die AKEL auf gleichem Niveau sind. Vielleicht gibt die AKEL einen Sitz ab. Von den Sitzen dieser beiden Parteien abgesehen, gibt es noch weitere 17, die von mehreren Parteien eingenommen werden. Wir haben die Simmachia Politon (Gemeinsamer Kampf der Bürger) und vielleicht auch noch die Minima Elpida (Hoffnungszeichen). Letztere schnitt bei den Europawahlen gut ab. Es gibt da auch noch die ELAM, die zum ersten Mal, denke ich, einen Sitz mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten wird. (Die ELAM, das sind die organisierten Nazis auf Griechischzyprisch).

Fangen wir bei den traditionellen Parteien an. Die DHSY, hat sie Aussicht auf eine leichte Wiederwahl beim nächsten Mal?

Bei den Eurowahlen hatte sich gezeigt, dass sie nahe von 3 Sitzen sich bewegt. Es zeigte sich abschließend, dass sie davon nicht weit entfernt lag. Ich denke, in diesen Tagen ist sie die stärkste politische Kraft und die AKEL kann sie nicht gefährden. Was wir nach dem Jahr 2004 sahen, ist, die DHSY hatte großen Anhang bei allen Messungen – und das ist aus unserer Sicht ein Phänomen. Die Wähler der DHSY nehmen auch viel reger Teil an Umfragen als die Wähler anderer Parteien.

Ist die AKEL in der Lage, den Kampf der Parlamentarier zu gewinnen oder hat sie noch Dallen die von ihrer Regierungszeit [Xristofias] herrühren?

Es gibt viele Wähler der AKEL, die mit der Xristofias-Regierung nicht einverstanden waren. Manche haben [inzwischen] aufgehört, sauer zu sein. Doch noch ist es zu früh, das einzuschätzen. Wie ich anfangs sagte: Vielleicht verliert die AKEL einen Sitz.

Wohin gehen die Wähler der AKEL, die sich entschließen, die Partei nicht zu unterstützen?

Gut für die Partei, die AKEL, ist eine Charakteristik ihrer Wählerschaft. Die gehen nirgendwo anders hin. Sie bleiben den Wahlen einfach fern. Wenn also eine andere Partei es schafft, einen kleinen Teil der AKEL-Wählerschaft abzufischen – vielleicht die Simmachia Polition – …, doch, wie gesagt, es ist noch zu früh, das zu sagen.

Das Bild, welches sich im Zentrum ergibt und der wahrscheinliche Abgang von Mario Karogian aus der DHKO, bezeichnet doch wohl das größte Problem zwischen den traditionellen Parteien?
Das Thema der DHKO ist ein Selbstläufer. Sie sind traditionell diejenigen, die ihr eigenes Süppchen kochten, [und zwar] vor dem Verlassen der traditionellen Parteien. Sie sind gescheitert. Und nicht nur in der DHKO, sondern allgemein. Das ist alles Theorie und besagt nicht, dass es so werden wird. Die Frage ist, wieviel Prozent wird Marios Karogian mit sich nehmen im Fall, dass er eine Partei gründet?
Der Vorteil für Herrn Papadopolous ist, dass wenn Karogian geht, wird die Partei die seine sein. Doch die Frage ist, wer sind die, die aus der DHKO gehen werden, um Mario Kariogan zu folgen.

Und wenn zum Schluss eine Partei mit Karogian entsteht, wird der Prozentsatz der DHKO dann sicher fallen?

Bei den vergangenen Parlamentswahlen hat die DHKO 12% gewonnen. Wenn Marios Karogian bleibt, wird er arbeiten [müssen], um [überhaupt] als Parlamentarier gewählt zu werden. Vor 5 Jahren hat Karogian den Nikolas Papadopolous auf die Wahlliste gesetzt [den Sohn des verstorbenen Thassos Papadopoulos]. Ich denke, wenn Karogian in der DHKO verbleibt, wird [für ihn nun] das Gegenteil geschehen [also dass er auf keiner Wahlliste erscheint].
Die Frage für Herrn Karogian ist [also vielmehr], ob er gewählt wird, nachdem er gegangen ist. Wenn er jetzt in der DHKO bleibt, würde er ungefähr seinen Prozentsatz halten. Es gilt auch zu sagen, dass bei den Präsidentschaftswahlen 7% der gesamten 12% der DHKO Georgos Lillkas unterstützte – oder, dieser hatte entschieden, die bleibenden 5% Niko Anastasiadis vorzuenthalten.

Der Führungswechsel in der EDEK und das neue Bild, welches die neue Führung vermittelt, hilft der Bewegung ihren Prozentsatz zu halten? Es wird gesagt, dass die traditionellen Parteien die meisten Abtrünnigen sehen werden [bei ihren Wählern].

Zum ersten Mal nach 15 Jahren führt die EDEK Wahlen mit neuer Führung durch. Giannakis Omirou war erfolgreich, zumal er aus den 6,5% im Jahr 2001 die EDEK auf 9% im Jahr 2006 brachte – und das hat er wiederholt im Jahr 2011. Er wurde zwei mal ins Europaparlament gewählt, nämlich 2009 und 2014. Er wurde auch einmal zum Parlamentspräsidenten gewählt. Politisch gesprochen wird der Abgang von Omirou der EDEK schaden bei den Wahlen. Wir gehen davon aus, dass die Dinge [eigentlich] noch viel komplizierter sind, und zwar seit der Gründung der Simmachias Politon. Das alles ist natürlich nur Theorie.
Wissenschaftlich betrachtet, kann ich überhaupt nicht ausschließen – wie auch in den Europawahlen, die sich weniger Interesse erfreuen und einer Wahlliste, auf welcher die „starken“ Vertreter der EDEK fehlen und mit hoher Enthaltung ihrer Wählerschaft (ungefähr 52%) – Führungskräfte der Partei sich zum Europolitiker wählen lassen. Um gerecht zu sein mit Marino Sisopoulo: Ich bin sicher, dass er bis zum Letzten kämpfen wird. Aber gehopst wie gesprungen, egal, ob er es schafft oder nicht.

Peilt Marino Sisopoulo nicht etwa in Richtung Wahlen? Ich erinnere, dass er in erster Reihe stand für die Wahl von Georgos Lillikas.

Das beeinflusst automatisch, da seit dem Moment, wo er ihn unterstützte, er jene nun versucht zurückzubringen von der EDEK, die bei der Simmachias landeten. Es wird nicht leicht sein für Sisoloulo, einen hohen prozentualen Wert zu erreichen, wie zum Beispiel 9%, doch als Wissenschftler kann ich das nicht ausschließen.

Von dem, was sie uns erzählen, schließe ich, dass die Simmachias Politon ins Parlament einzieht?

Ich denke, dem wird so sein. Was wir abwarten müssen, ist, mit wieviel Sitzen? Ich seh die bei 3 Sitzen. Ich sag hier nur was, was auch für die EDEK gilt. Wir müssen die Enthaltungen sehen und abwarten. Sollten die gewaltig groß sein, werden alle Parteien in Richtung nach oben schießen. Die Lösung ist jedoch nicht Prozente, sondern Wahlbeteiligung. Wie viele Wähler zum Beispiel darf eine Partei verlieren bei den nächsten Wahlen? Ich mag betonen, dass die Prozentzahlen manches mal irreführend sind. Die Parteien spielen mit den Prozenten. Doch das ist falsch.

Die EUROKO, wie sehen sie die vor dem neuen Hintergrund und der Tatsache, dass sie bei den Europawahlen eine gemeinsame Wahlliste mit der DHSY hatte?

Dimitris Silouris hat keine andere Wahl, weil wenn er sich nicht fügt, wird ihm die EUROKO dicht gemacht. Noch ist Zeit. Von den Umfragen her liegt er etwas unter dem Wert, dem es bedarf, um ins Parlament zu gelangen.

Und die Ökologen?

In den Umfragen kassieren sie in den letzten Jahren stets hohe Prozentzahlen, unverhältnismäßig zu ihrer wirklichen Macht. Das beweist, dass sie in einer guten Phase stecken.

Uns sagten Sie vorhin, dass die ELAM Aussicht hat, ins Parlament zu gelangen. Wo nehmen Sie das her?

In den Europawahlen von 2009 haben sie 693 Stimmen erhalten. Bei den Parlamentswahlen 2011 hatten sie ungefähr 4500 und bei den letzten Wahlen zum Europaparlament gingen sie auf 7000 hoch. 8500 ist nahe am Erhalt von einem Sitz der zweiten Zuteilung. Es gibt einen Teil Leute, die eine harte Ansicht vertreten hier auf Zypern. Im Zusammenhang mit der ökonomischen Krise sehen wir wahrscheinlich einen Zuwachs (bei der ELAM). Ich geh davon aus, dass die ELAM bei den Wahlen 7000 Stimmen erhält bei einer Enthaltung von 50%. Wenn wir in Betracht ziehen, dass die Enthaltungen weniger sein werden, wird sie größer, wenn sie ihre Stimmen erhält.

Das eine sind die Enthaltungen, wo werden die dieses Mal liegen?

Bei den vorherigen Wahlen lagen sie bei 21% zusammen mit 3% Fehlstimmen. Ich denke, das nächste mal wird die Zahl der Enthaltungen höher sein.“

Viel Geschrei in letzter Zeit in den zyprischen Medien wegen den Zuständen in Aghia Napa. Die Jugendlichen und Touristen sollen dort vor lauter Party und Übermut bereits nackt auf den Straßen herumlaufen, nicht genügend Geld ausgeben und nur noch abhängen – hört sich wohl ganz einladend an?
Weniger einladend ist allerdings, dass das Wasser von der Anlage in Mari bis hoch ans Aldiana Hotel anfängt dreckig zu sein – eben wegen der Anlage. Der Tourismus erscheint mir vor diesem Hintergrund erstmals ernsthaft gefährdet. Das Schlimme daran ist, niemand thematisiert das. So lange die Leute noch ins Wasser gehen … .

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Die Mailingliste

Da in der Gegend wo ich aufgewachsen bin, gab es einen Spruch, den alle sehr gut kannten und bei geeigneter Zeit gerne anwendeten: “Es gibt Blöde und Saublöde!” Diese Bemerkung oder Spruch fällt einem bei der letzten Panne, die im AKEL-Office passiert sein muss, ein. Es wurde nämlich eine Beurteilung von Angestellten in halbstaatlichen Organisationen des Landes in die falsche Mailinglist gegeben, sodass alle Welt nun weiß, wer von der Regierungspartei der Republik Zypern wie – siehe ehemalige DDR – beurteilt wird – bzw. zu ihr steht. Meistens wird mit + oder – opperiert dabei, doch es gibt auch nette kleine Anmerkungen zuweilen.

“3 Amtszeiten” steht zum Beispiel hinter Aspasia Sofokleous (KOB) und Stelios Drimiotis (EUROKO) im Bereich übertitelt mit “oben leer.” Im Bereich mit dem Titel “Entwicklung menschlicher Stärke in Zypern” steht von 13 aufgeführten Personen bei Giannis Kontos (von der DIKO-Partei) als Einzigem “hat zu gehen,” wovon lediglich weitere 4 in diesem Bereich mit einem + bewertet wurden, nämlich: Sotiris Fellas, Xristos Toubasos, Niki Matthäus und Elias Markatzis (alle von der KOB). Die anderen blieben ohne Vermerk.

Im Bereich übertitelt mit “staatliche Messen” werden 9 Personen beurteilt von der AKEL Administration. Antonis Perikleous (Linke) hat den Vermerk: “Hat er nicht verdient!” zu stehen. Bei Kostakis Konstantinidis (von der DISI) steht: “kooperativ – es gibt Meinungsverschiedenheiten.” Bei Andreas Mateos steht: “80% abwesend – viele Verpflichtungen.” Einfach aus Freude am Detail soll hier noch beigefügt werden, dass Loisos Konstantinou (EPALXI) Pantelis Paroutis (DIKO-PARTEI) und Ninos Frantzis eine + Bewertung in diesem Bereich abbekommen haben, wohingegen Elena Stawrou und Niki Lasaridou sich eine – Bewertung einhandelten.

Im Bereich übertitelt mit “Häfen Zyperns” werden erneut 9 Personen beurteilt. Savvas Karaviotis (KOB), Louis Loisou (KOB) und Thomas Mina (KOB) haben ein +. Hingegen müssen Kris Ioannou (ND) und Xristos Athinodrou (ND) mit einem – leben. Die anderen in diesem Bereich wurden nicht beurteilt.

Im aufschlussreichen Bereich namens “Telekommunikation Zypern” werden Nikolas Georrgiadis, Xristakis Attounnas und Xaralambos Tsouris (alle KOB) mit einem + beehrt. Hinter dem Namen von Stathis Kittis (Mittelinks) steht “gute Beziehungen.” Bei Antonis Antoniou (DIKO) glänzt der Vermerk “kooperativ” auf, wie auch bei Giorgos Xaris (EDEK). Die anderen der 9 Bewerteten in diesem Bereich gehen leer aus.

Der nächste Bereich heißt “Theaterorganisation Zypern” und beurteilt werden auch hier 9 Personen. Anscheinend haben die Theaterleute keinen guten Draht zur AKEL-Administration, denn es gibt keine + Bewertungen. Dimitris Karagiannis (KOB) und Lia Vissi (DISI) werden gar nicht bewertet, Neofitous Taliotis (EDEK) erhält ein “hat er nicht verdient” und der Rest, Rea Ioannidou (DIKO), Mixalis Georgiadis (EDEK), Maria Anthimou Ftanou (EDI) und Nikos Tamasios (EUROKO) erhalten wahrscheinlich ein dickes -.

 

Und so geht es weiter mit den Beurteilungen zum Beispiel der Kunst-Kommission der Theaterorganisation Zypern sowie der Zyprischen Sportorganisation, wo Agis Iakovidis (KOB) den Vermerk erhält “wenn er Zeit hat.” Danach folgt der Bereich Zyprische Organisation zur Entwicklung des Bodens, danach kommt in der versehentlich versandten Mailingliste der AKEL die Beurteilung der Tourismusorganisation, in der erneut 9 Personen beurteilt werden. 3 bekommen keinen Vermerk, nämlich Alekos Orountiotis (EDEK), Aleksis Saberiadis (DISI) und Giorgos Fokas (AKEL). Positiv bewertet werden: Giorgos Mintis (KOB), Giorgos Moisis (KOB), Adonis Velasis (DISI) und Andreas Filokiprou (EUROKO). Negativ erhalten: Kleopatra Milona (DIKO) und Xristos Tzimbasis (Vereinigten).

Im Anschluss wird der Bereich der Jugendorganisation beurteilt, danach folgt der Finanzdachverband wo Paris Konstantinidis (DIKO) mit “gute Zusammenarbeit, jetzt ist er in der Provinz Pafos” bewertet wird, sowie Giannakis Lazarou (DISI), der “wenig abwesend” war und Kostas Georgiadis (EDI), der sich kooperativ zeigte.

Anschließend wird der Rat der Baubehörde beurteilt und dann die Zyprische Radio-Institution, wo abermals 9 Personen beurteilt werden. Makis Simeou (KOB) bekommt als Einziger ein -. Ein + erhalten Maria Vasiliadou (EDEK), Giorgos Ari Georgou (KOB) und Giorgos Louka Georgiou (KOB). Andreas Xrisanthou muss damit leben, als “nicht sehr dienstbereit” eingestuft zu werden, doch dafür kann sich dann Periklihs Simeontidis (DIKO) über ein “positiv geneigt” freuen und Aleksandros Mixalidis (EUROKO) über ein klares “positiv”, wie auch Foivos Nikolaidis. “Negativ” hingegen steht hinter dem Namen Glakos Ioannidis.

Es gibt offenbar so etwas wie einen Rat der Wein-Waren als Bereich. Danach wird der Bereich Rat der Registrierung und Kontrolle der Arbeitgeber, Landbesitzer und Kunstgewerbe geführt. Anschließend kommen wir schließlich zum Rat der Zyprischen Nachrichtenagentur, wo von 7 Personen lediglich 3 beurteilt werden. Soulla Kiriakou (RIK) und Patrisia Sotiriou (RIO) kriegen ein + ab. Alle anderen gehen leer aus außer Herrn Kipros Kourtelaris (KOB), bei dem steht: “er wird versuchen, wieder vom Verband vorgeschlagen zu werden.”

Danach kommen noch 2 eher bizarre Bereiche, nämlich der Rat der Mitglieder der Kapelle und zuletzt der Rat entlassener Gefangener in Urlaub. Beim letzteren gibt es einen Andreas Dimitriou (KOB) bei dem angefügt wurde: “Größtenteils zeigt er kein Interesse und kommt nicht, aber wenn nötig, steht er für die Partei zur Verfügung.”

 

 

Kurzinfos Zypern!

 

Ryanair wird im Winter den Flughafen von Larnaka nicht anfliegen, aber wieterhin den von Pafos.

 

Es ist ein neues iPhone-app heraus, mit dem die Insel und ihre Sehenswürdigkeiten etc. angeblich besser besichtigt werden können. Der Name der app: “treasure hunt”

 

Durch den Flughafen von Larnaka gingen allein im Juli 2012 über eine Million Menschen

 

Nikosia: Verhaftungen mehrerer Personen wegen Wucher plus Androhung von Gewalt. Zwei Polizisten sind in die Angelegenheit verwickelt und bis auf Weiteres vom Dienst suspendiert

 

Türkisch Zyprioten haben in der Enklave namens Tylliria (Kokkina-Akamas) die Bombardierung des Ortes vor 48 Jahren erinnert. Mehmet Ali Talat, der vorherige Präsident Nordzyperns, war auch anwesend

 

Die Republik Zypern ist in Sachen Abfallbeseitigung zusammen mit Rumänien, Malta, Bulgarien, Griechenland und Litauen das Schlimmste, was wir in Europa haben. Österreich und die Niederlande sind die Besten diesbezüglich. Das stellte ein kürzlich herausgegebener Report der EU-Kommission fest

 

Angeblich ist Zypern jetzt ein Himmel für Meerschildkröten der Rasse Caretta-Caretta, schreibt die Cyprus Mail am 07.08.2012. Das Schutzprogramm läuft seit 34 Jahren

 

Silbermedalliengewinner in London beo der Olympiade Herr Kontides (Segeln- Laser Klasse) wird bei seiner Rückkehr mit dem großen Kreuz der “Order of Merit” ausgezeichnet, und zwar persönlich vom Staatspräsidenten Xristofias

 

Indischer Landarbeiter, der in sklavenähnlichen Zuständen gehalten wurde in Pera Xorio wurde von der Polizei festgenommen, als er dort hinging, um eine Anzeige gegen seinen Peiniger zu machen – er sei illegal im Land, hieß es. Sein Arbeitgeber soll ihm den Pass abgenommen haben und die gesetzlichen Auflagen fürs Visa nicht erfüllt haben. Er hat den Inder auch wiederholt geschlagen und diesem keinen Lohn bezahlt

 

Sarris, der Vorsitzende der Laiki Bank wurde aus seinem Job geekelt. Er kündigte daraufhin. Er habe zu viel Details an die Medien weitergegeben. Er sei kein Patriot. In der türkischzyprischen Presse konnte gelesen werden, dass seine Teilnahme bei einer Veranstaltung der Occupy-Bewegung der Regierung, vor allem dem Präsidenten Xristofias, ein Dorn im Auge gewesen sein soll

 

Die Strompreise sollen erneut heruntergesetzt werden im Lande. Das Benzin fürs Auto ist bereits einige Groschen billiger

 

Die nordzyprische Cyprus Today schreibt am 11.08.2012, dass im Norden demnächst wirkliches Ale-Bier hergestellt werde und zwar von Mustafa Seyfi in Gecitköy, spätestens Weihnachten soll es so weit sein

 

Die nordzyprische Iktisad-Bank (Wirtschaftsbank) weitet ihren Aktionsradius in die Türkei aus. 6 Filialen sind dort geplant

 

Ozay Mehmet hat in 2. Auflage sein Werk “Uzun Ali” erneut herausgegeben. Es soll sich wie eine amerikanische Soap lesen und handelt von einem türkisch-zyprischen Familienschicksal. Es wurde bei Wisdom House Publications, Leed, UK 2011 in englischer Sprache verlegt. Der Untertitle lautet “Shame and Salvation”.

 

50 Jahre mussten offenbar vergehen, bis in der Türkei wieder ein zyprischer Verlag arbeitet. Dieser heißt Istos. Er nahm am 04.06.2012 seine Arbeit auf. Die Hauptakteure im Verlag sind: Yorgo Benlisoy, Ana Maria Aslanoglu, Marilena Leana, Stefo Benlisoy, Haris Theodorelis-Rigas und Seckin Erdi

 

Im Dorf Choirokoitia hat ein dümmlicher Bauer sein abgeerntetes Feld angezündet, um den Boden so zu düngen. Dummerweise ist Sommer und es windet. Als er die Flammen nicht unter Kontrolle kriegte, flüchtete er und baute einen Unfall. Auf diese Weise konnte er als Brandstifter von der Polizei dingbar gemacht werden. 13 qkm Landwirtschaftsfläche sollen gebrannt haben in der Nacht von Sonntag auf Montag. Auch bei Limassol und Larnaka waren Brandherde gemeldet worden.

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Dass Zypern eventuell lieber bei den Russen sich mit Geld eindeckt, versteht der derzeitige Besucher der Insel, Herr Swoboda, nicht, war in der Haravgi, dem regierungsnahen Tagesblatt Zyperns, zu lesen. Swoboda bediente sich des Bildes einer Familie, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen. Wenn in einer Familie jemand in Nöte gerate, sei es doch auch merkwürdig, meinte er, wenn der- oder diejenige sich dann an jemand außerhalb der Familie wenden würde, um Hilfe zu erhalten, anstatt ein Familienmitglied zu konsultieren oder eben die Familie.
Dieser Sachverhalt drücken einen gewissen Schmerz aus vor dem Hintergrund, dass Swoboda, Präsident der Sozial-Demokraten innnerhalb des Europäischen Parlaments, zuvor der Republik Zypern seine Unterstützung im Namen der EU ausgesprochen hat. Weil es ginge ja nicht, sagte er und dies wiederholt, dass die Türkei ein Land der EU (Zypern) nicht anerkenne; und schon gar nicht, dass es dessen Präsidentschaft nicht respektieren wolle. Die EU stehe bei diesem Thema ganz auf der Seite Zyperns, welches demnächst dieselbe repräsentiert.

Gewiss erinnern Sie noch den Artikel hier auf Zypernundmehr-News …. , indem Xristofias den Banker Orphanides gegenüber der Presse mit Worten klein macht. Orphanides hat sich nun in der Cyprus Mail vom 20.06. 12 endlich zu Wort gemeldet. Er beginnt mit der Aussage, dass Xristofias und die AKEL-Partei im letzten Jahr geradezu einen Krieg gegen den Bankensektor in Zypern geführt hätten. Als Ergebnis dessen sei eine Diffamierung des zprischen Bankensektors herausgekommen, die leider auch international wahrgenommen werde. Orphanides weist daraufhin, dass als er die Zentralbank verlassen hat, dort noch alles in Ordnung gewesen wäre. Jedenfalls sei es irreführend gewesen von Xristofias zu behaupten, dass Zyperns Ökonomie gesunken sei der Probleme der Banken wegen. Ebenso nicht zutreffend sei die Behauptung, dass der Rahmen, der zur Regulierung von der Zentralbank gesetzt worden war, inadequat gewesen wäre und dass er, Orphanides, derjenige sei, der den schlechten Zustand der Banken zu verantworten habe. Doch nicht alle in der AKEL seien der Meinung von Xristofias, wie zum Beispiel der Finanzminister Herr Kazmias.
Xristofias wisse doch, dass unter seiner Führung das Vertrauen der Investoren verloren gegangen sei. Und dass die Ökonomie bereits seit dem Mai 2011 am Schlauch hänge – lange vor der der Hair-cut-Entscheidung in Griechenland. “Indem”, greift Orphanides Xristofias des Weiteren an, “du die Korrekturmaßnahmen unserer europäischen Partner in den Wind geschlagen hast, blieb als einziges, was du erreichtest, vermehrter Zusammenbruch der Ökonomie, steigende Arbeitslosenzahlen in noch nie da gewesenem Niveau.

Deine Attacken gegen mich, wie auch von der Akel, haben mich nicht wirklich berührt. Mir lag daran, dem Land zu helfen.” Doch jetzt müsse er endlich reden, weil die Äußerungen von Xristofias wie auch der AKEL inzwischen dem Land großen Schaden brächten. Zu großes Misstrauen ist aufgekommen, welches die Arbeit aller davor an der Regierung Gewesenen zerstöre.

Orphanides ergänzt: Er sei jedenfalls bis in den April 2012 in der Zentralbank tätig gewesen und bis zu jenem Zeitpunkt sei eigentlich insoweit alles noch ok gewesen mit den Banken. Lediglich eine Bank war etwas am Wanken, nämlich die Volksbank, aber nicht das ganze System.  “Die hatten Probleme Geld sich zu besorgen in der Höhe, wie von der EU verlangt. Das hatte mit den griechischen Bonds zu tun”. Doch jetzt mag er Xristofias daran erinnern, dass die Führung der Volksbank doch bitte sehr Günstlinge von Xristofias gewesen seien, die die Zentralbank angriffen. Und Günstlinge von Xristofias, die in die Zentralbank gehievt wurden von Xristofias, wollten Sonderkonditionen für die Voksbank erhalten. Er, Xristofias, müsse sich daran ganz gewiss noch erinnern, sagte Orphanides. Wenn ich deren Ansinnen gefolgt wäre damals, erklärt er des Weiteren, wäre die Lage gerade nochmal so schlimm im Lande.  Er schreibt indes, dass er mit Xristofias nur in einem Punkt übereinstimme: “mit deiner Entscheidung am 26.10.2011, inbezug auf den griechischen Schulden-Hair-Cut , das bekannte PSI (Private Sector Involvment) kreierte einen Verlust von ungefähr 2,5 Milliarden der Volksbank und einen totalen Verlust über 4 Milliarden für das zyprische Bankensystem.  Die Volksbank hätte kein Kapital gebraucht, wenn du nicht mit den Europäern im Oktober jenen Entscheid getroffen hättest… .” Desweiteren: “Keine Ahnung, was dich dazu trieb, diesen Entscheid zum griechischen Hair-Cut mitzutragen. Doch klar ist: Hättest du diesen Entscheid nicht unterstützt, oder zumindest Schutz für die zyprischen Banken nachgefragt, was du sehr wohl hättest tun können, und auf das du bestehen hättest müssen, hätte die Volksbank keine nicht zu bewältigenden Probleme gehabt. Und Aktionäre von zyprischen Banken hätten keine 4 Milliarden ihrer Investitionen verloren. Du persönlich, Herr Dimitris Xristofias, als der Staatsführer hattest das Recht, Grund und Verpflichtung, dein Land zu verteidigen, als die Entscheidung für einen Hair-cut gefällt wurde in Brüssel.”
Orphanides ist der Meinung, dass diese Angelegenheit gerichtlich untersucht gehört. Doch es sollten unabhängige Untersuchungen sein. Wie der Vorfall in Mari gezeigt habe, resümiert Orphanides, wird in Zypern nicht unbedingt immer unabhängig und objektiv untersucht. Zuletzt stellt er Xristofias noch die Frage: “Was wird bezweckt damit … dem zyprischen Bankensystem noch mehr Schaden zuzufügen? Wessen Interessen werden da bedient? Gewiss nicht die von Zypern.”

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