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Posts Tagged ‘andreas g mesarites’

Andreas G. Mesarites, den kennen Sie vielleicht auch noch nicht. Der wird in der Cyprus Mail befragt und wir schließen uns an, um zu erfahren, wer dieser Schreiber, öffentliche Redner und authentischer Erfolgs-Stratege, wie die Mail titelt, denn nun wohl ist. Offensichtlich ist er in Zypern den Griechischzyprern ein Begriff, sonst würde ihn die Cyprus Mail nicht zum Interview bitten. Das Internet spuckt allerdings nichts Näheres zu ihm bei oberflächlicher Recherche aus. Bei Linkedin ist er als Manager etc.: https://cy.linkedin.com/in/andreas-mesarites-7863529

„Wo leben Sie?

Ich lebe in Nikosia in einem hohen Haus im obersten Stock zusammen mit meinem beiden Freunden Aris und Olympia. Die haben mich vor 9 Jahren adoptiert.

Beste Kindheitserinnerung?

Als ich 4 oder 5 Jahre alt war, waren wir als Familie im Kykkos-Kloster. Zu sagen, unser Bergversteck war bescheiden, wäre schon luxeriös. Zu Essen gab es dort Gemüse. Jeden Tag! Und wir alle gingen zu Bett, wenn die Sonne untergeht. Ich liebte es. Wir alle liebten es. Die ganze Familie war da, alle Fünfe. Wir waren umher, kletterten herum, lachten, sprachen, wir waren zufrieden.

Das meist besuchte Restaurant und das Lieblingsessen? Was schmeckt denn gar nicht?

Wir lieben es, zum Sitio zu gehen. Es ist einfach, die Leute sind freundlich und herzlich. Das Essen ist gut – zu akzeptablen Preisen. Derzeit steh ich auf gegrillten Lachs mit einer gelblich cremigen Soße drauf. Auf Ladyfinger steh ich überhaupt nicht.

Was hatten Sie zum Frühstück?

Zwei Gläser lauwarmes Wasser mit Zitrone und eine Banane, einige Gewürze und Vitamine.

Sind Sie ein Tag- oder Nachtmensch? Was ist für Sie der perfekte Tag oder die perfekte Nacht draußen?

Ich war mal eine 24 Stunden Person. So viele Nachtaktive (meist wegen der Arbeit) gibt’s. Sie sind zu viele, um gezählt zu werden. Heutzutage achte ich darauf, genug Schlaf zu haben, mindestens fünf Stunden. Ansonsten könnte ich eigentlich eine Person für jede Tageszeit sein, wenn ich motiviert, neugierig, inspiriert und natürlich zufrieden bin. Ich mag es, mich mit Freunden zu Hause zu treffen, gutes Essen, noch besseren Wein, Geschichten, Witze, Gelächter, Anmache, Spiele, Lernen. Habe ich den Wein erwähnt?

Das beste Buch, welches Sie je lasen?

Nikos Kazantzakis: Die letzte Verführung.

Kazantzakis wagte eine undenkbare Häresie vorzuschlagen, nämlich, dass Jesu eine Wahl hatte. Sein Leben, so wie er es lebte, war seine Wahl. Er hat es sich ausgewählt, Christ zu werden und nicht der Zimmermann vom Dorf zu sein. Jesu war kein Märtyrer. Er war ein Held. Kazantzakis gelingt es, Jesu zu uns zurückzubringen, zu uns den einfachen Leuten. Er gibt uns Hoffnung. Wir können ebenso heldenhaft sein, indem wir unseren Weg wählen.

Bester Film, der je gedreht wurde?

Da sind so viele. Mir fällt keiner ein. Doch ich würde sagen Goldfinger, ein James Bond-Film.

Schönsten Ferien? Was ist ihre Traumreise?

Vor zwei Jahren im Sommerurlaub, in der Toskana, besonders im Dorf San Girmignano. Die Umgebung stimmte, die Bedingungen und natürlich die beiden richtigen Leute. Cuba hat mich schon immer begeistert. Es ist wie eine Zeitkapsel aus dem Jahrhundert der Unschuld im dunklen Jahrhundert des Neids und des Kampfs ums Überleben.

Welche Musik hören Sie sich im Auto derzeit an?

Zur Zeit Klassik. Manchmal erfreue ich mich auch an Jazz. Und dann wieder knall ich das Dach des Autos mit gutem klassischen Rock weg.

Was haben Sie immer in ihrem Kühlschrank?

Früchte, Limonen, Gemüse, Brot, Saft, Halloumi, Eier und einige undefinierbare Objekte.

Das Traumhaus, auf dem Land oder in der Stadt? Wo würde es stehen, wie wäre es gestaltet?

Harte Frage. Es ist eines zwischen dem bei Nikos Kazantzakis und dem von Despina Papayiannakis.

Kazantzakis ist mein Held. Ich mag seine kindliche Neugierde im Hirn eines weisen Mannes. Er hinterfragt alles. Sogar sich selbst. Ich würde ihn eine Million Fragen zum Leben, der Liebe, Freude, Gott, Männern, Frauen und dem guten Leben stellen. Andererseits würde ich mit der Despina mich selbst sein, nur mich, stark, verwundbar, genügsam, offen und sehr interessiert daran, sie mal kennen zu lernen.

Würde das Leben in 24 Stunden enden, was würden Sie tun?

In den ersten-letzten 12 Stunden (fragen Sie nicht wie) würde ich all die Leute küssen, die mein Leben berührten, und sei es nur mit ihrem Atem. Dann würde ich 3 Runden Bowling mit meinem Sohn Theo absolvieren. Und danach würde ich mit Despina mich umarmen. Aber wer weiß, vielleicht gelänge es uns ja, in eine andere Welt zu flüchten.

Was ist ihre größte Angst?

Kürzlich habe ich festgestellt, dass meine größte Angst darin liegt, außen vor zu bleiben.

Erzählen Sie mir einen Witz?

Ein Mann geht zu seinem Therapeuten und sagt:

Meine Frau sagt, und meine Freunde stimmen mit ihr überein, dass ich ein Sexmaniak bin. Der Therapeut greift sich eine Karte von einem Haufen, der bei ihm auf dem Tisch liegt. Die Karte zeigt einen Penguin. Er fragt: An was erinnert Sie das?“ Sex, antwortet der Mann. Und an was erinnert Sie das (ein Taxi)? Sex, antwortet er, so auch als er ein Geschichtsbuch sieht, welches die folgende Karte zeigt.

Nun, lange Geschichte kurz gehalten. Nach einer Stunde, in der der Therapeut Bilder zeigte, kommt dieser zu folgender Überzeugung:

Sie sind ein Sexmaniak!

Der Mann steht ärgerlich auf und sagt im gleichen Atemzug:

Ich etwa? Sie haben mir doch diese Pornos gezeigt.

Real ist, was man wahrnimmt!“

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