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Posts Tagged ‘Außenminister’

Was liegt näher, als einen Artikel zu schreiben an einem Samstag Morgen nach ausgedehntem Schwimmen in einem See, in dem wahrscheinlich niemand schwimmen darf und doch gehen dort alle schwimmen – kein anderer See ansonsten weit und breit verfügbar in dieser Qualität.
Da das Verbot eventuell kein so wirklich richtiges Verbot war bislang und nun womöglich langsam eines werden soll, sind dort auch alle Parkmöglichkeiten mit Parkverboten verstellt worden, sodass die Freunde des Schwimmens und Badens am Rand der Straße parken dürfen, was wahrscheinlich auch verboten ist.
Mit dieser Maßnahme der Gemeinde Zienken werden fahrlässig Menschenleben riskiert, nur weil jemand glaubt, die Leute vom Schwimmengehen abhalten zu müssen?
Ein schlechter und gefährlicher Witz.
Der Tag möge nie kommen, wo jemand von einem LKW oder einem PKW mitgerissen wird an der Straßenseite aus einem Auto aus- oder einsteigend.

Jetzt regnet es gerade im Südwesten Deutschlands – etwas. Angenehm! Bei so einem klimatisch tollen Sommer, zumindest für all diejenigen, die keine Bauern sind, die auf Regen warten, besteht eigentlich wenig Grund, die Ferien nach Griechenland oder Zypern zu verlegen – außer man will endlich mal in Ruhe schwimmen können, nämlich, ohne sich dabei Gedanken zu machen, ob das Auto bereits abgeschleppt wurde oder ein Strafzettel an der Windschutzscheibe klebt.

Leider kann so ein Strafding nicht weggestreichelt werden. Es konnte kürzlich allerdings sogar in der Schweiz beobachtet werden, wie ein Parksünder die bereits ans Auto geheftete „Buße“ offenbar durch zufriedenstellendere Wortwahl als die Bundeskanzlerin gegenüber Reem, dem palästinensischen Mädchen, wegreden konnte – und das bitte sehr in der Schweiz! Nun ja, der hatte ja auch kein deutsches Nummernzeichen am Auto.

Nun, wenn Sie schon nicht nach Zypern verreisen, andere tun es – siehe weiter unten.
Doch bevor damit angefangen wird, muss jetzt doch noch das Folgende kurz raus: Schön und gut, die Griechen haben die Kröte geschluckt und entsprechend abgestimmt, wie es die Geldgeber gern haben wollen. Was allerdings gar nicht geht, und deswegen Tsipras mit neuen Augen gesehen werden muss, ist, dass er sich eine Treuhand hat aufschwatzen lassen – siehe einst Ostdeutschland, wo ‚lustiger Weise‘ damals auch eine Treuhand vom damaligen Innenminister namens Schäuble forciert und gutgeheißen worden war. Diese Gesellschaft namens treuhand hätte Tsipras auf Biegen und Brechen aus Griechenland fernhalten müssen – eben vor dem Hintergrund dessen, was der Ausverkauf Ostdeutschlands uns lehrte.
Und warum wird eigentlich anstatt noch immer die Kirche ausgelassen beim Geldeintreiben in Griechenland? Die sitzen doch geradezu auf dem Geld, welches angeblich den Gläubigen Schäfchen gehören soll, wenn das richtig verstanden wurde.

Nun, lassen wir die Kirche im Dorf und berichten von dem, was die Zyprer und die Briten uns gerade so wissen lassen über ihre neuesten kooperativen, wie soll man sagen, historischen Geschichten?

„Der Außenminister Zyperns, Herr Ioannis Kasoulides, hat heute (gestern, den 17.07.2015) den Staatssekretär für Äußere Angelegenheiten und dem Commonwealth, Herrn Philip Hammond, getroffen, der Zypern besucht“, schreibt das Press and Information Office Zyperns. Des Weiteren:

„Kasoulides hatte ein 4-Augengespräch mit seinem Amtskollegen im Außenministerium. Dem folgten offizielle Gespräche der beiden Delegationen der beiden Länder, eine Pressekonferenz und ein Arbeitsessen. Unter anderem beinhalteten die Gespräche als Thema die bilateralen Beziehungen und die Suche nach einer Bekräftigung derselben, die Zypernfrage, die Position Großbritanniens bezüglich der Notwendigkeit einer Reform der EU sowie auch regionale Themen, die für beide Seiten von Belang sind.

Nach dem Herr Kasoulides seinen britischen Gast willkommen geheißen hatte, wendete man sich also an die Presse, und er sagte: „Sekretär Hammond traf den Präsidenten und dann mich. Gesprochen wurde über die letzten Entwicklungen und Fortschritte bei den Gesprächen zur Lösung der Zypernfrage und darüber, wie die Aussichten stehen, in diesem Prozess sich weiter voran zu bewegen. Wie Sie wissen, ist Großbritannien ein permanentes Mitglied des UN-Sicherheitsrates, Schriftführer der Lösungsvorschläge auf Zypern, was die Resolution 541 und 550 beinhaltet – ganz abgesehen von den historischen Links, die Zypern mit Großbritannien haben.

Der Stand der Dinge bei den Gesprächen mit dem Norden befeuert uns. Insbesondere nach der Signatur des Joint Communique in der Downing Street 10, wurde diese ‚Befeuerung‘ bestärkt. Was Fragen der Sicherheit angeht, wurde ein bislang nicht dagewesenes Niveau an Kooperation erreicht bei unseren gemeinsamen Bemühungen, asymmetrische Bedrohungen zu handhaben und dabei humanitäre Krisen vorrangig anzugehen in diesem verletzlichen Teil des Östlichen Mittelmeers. Sekretär Hammond ließ ich außerdem noch wissen, dass die terroristische Attacke in Tunesien auch für uns ein tiefer Schock war, der das Leben vieler Briten kostete. Ich sprach ihm unser Beileid aus.

In der Tat, die Entwicklungen in unserer südlichen Nachbarschaft sind gekoppelt an komplexe Dinge: Terrorismus und irreguläre Migration. Das sind Fragen, die uns gemeinsam angehen. In diesem Zusammenhang tauschten wir unsere Analysen zu Syrien, Irak und Libyen aus. Wir befürworteten den Deal, der mit Iran wegen dem Nuklearprogramm geschlossen wurde; folgerichtig erwarten wir, dass Iran ein konstruktiver und verantwortlicher regionaler Player sein wird, um dergestalt Sorgen anderer befreundeter Nationen unsererseits zu dämpfen.

Was die EU-Reformen angeht, berührten wir ein weit gefasstes Feld an Fragen thematisch, die Großbritannien und Zypern angehen und wo man übereinstimmt. Ich mag nun wiederholen, was ich am Tag des Geburtstags ihrer Majestät der Königin im Haus des Bevollmächtigten [für Zypern?] sagte, als ich König Alfred zitierte, der vor vielen Jahrhunderten gesagt hatte: „Wenn die Britischen Inseln und der Kontinent sich trennen, wird die Situation bei beiden prekär.“ Daher müssen wir alle zusammenarbeiten, damit so etwas nicht passiert, vor allem dann, wenn wir mit den Bedenken der Briten umgehen bezüglich einer Reform der EU.“

Herr Hammond danke seinerseits Kasoulides für den warmherzigen Empfang und sagte, dass sie sich regelmäßig treffen und so auch nächsten Montag in Brüssel. „Nichtsdestotrotz, ist es eine große Freud hier zu sein und ich bin Präsident Anastasiadis und dem Außenminister Kasoulides extrem dankbar für das Hallo, welches ich heute empfing hier in Nikosia.
Die beiden Staaten haben viele Dinge gemeinsam, eine gemeinsame Geschichte, ein Erbe, das heißt, wir in Großbritannien haben ein besonderes Interesse an den Schritten, welche Sie in Richtung einer Lösung dieser lang anhaltenden Angelegenheit bezüglich der Zukunft dieser Insel setzen. Die Tatsache, dass wir in London große türkisch- und griechischzyprische Gemeinschaften leben haben, verleiht uns ein besonderes Interesse für einen positiven Abschluss der Wiedervereinigungsgespräche.

Wir haben viele gemeinsam geteilte Punkte, was die Reform der EU angeht und deren zukünftige Ausrichtung. Und während wir bereits daran arbeiten, die Agenda zur Reform zu promoten – noch bevor unser Referendum über unseren Verbleib in der EU abgehalten wird -, haben Länder wie Zypern, die unsere Werte teilen, die gleichen Bedenken wie wir und teilen unsere Vision einer Zukunft der EU, die angetrieben wird von ökonomischer Wettbewerbsfähigkeit, vom Nutzen, Wachstum zu erzielen und Jobs zu kreieren, um den Lebensstandard unserer Bürger zu gewährleisten; eben indem die Realität unserer Bedürfnisse erkannt wird, also wettbewerbsfähig zu sein auf dem globalen Markt, um den Lebensstandard zu halten, auch um sicherzustellen, dass Regulierungen aus Brüssel verhältnismäßig sind und nicht schädlich für unsere Firmen werden, wo die sich doch mühen, Reichtum und Jobs zu kreieren, die wir brauchen.

Zu den interkommunalen Gesprächen auf Zypern ist zu sagen, dass Großbritannien die Initiative von Präsident Anastasiadis und Herrn Akinci sehr unterstützt. Wir werden alles tun, das wir können, um einen erfolgreichen Abschluss dieser Gespräche zu stützen.Wir sind der Meinung, dass es vor allem zum Nutzen der Zyprer sein wird, diese Angelegenheit zu beenden, so auch zum Nutzen der Region, damit diese spezielle Angelegenheit endlich gelöst wird in einer Region, die nicht gerade für ihre Stabilität bekannt ist.
Zypern ist eine Burg der Stabilität und ein Ort, wo investiert werden kann, wo man sich niederlassen kann, um seine Aktivitäten zu entfalten. In Zukunft werden wir sehr davon profitieren. Ich möchte beiden, Präsident Anastasiades und Mustafa Akinci, meine Anerkennung für ihr Engagement aussprechen, wie auch für ihre Art und Weise diesen Prozess fortzuführen.

Wir sprachen ebenso über unsere bilateralen Beziehungen, die sehr starke Partnerschaft, die zwischen dem Präsidenten und Premierminister Cameron entstand, und zwar auch persönlich, dabei in vielen Bereichen arbeitend, was unsere bilateralen Beziehungen stärkt.
Wir arbeiten eng zusammen, um die IS-Plage zu bekämpfen. eine ganz spezielle Bedrohung im Östlichen Mittelmeer. Mit dieser Bedrohung umzugehen, braucht Zeit und Geduld – und wir sind genau dabei, das zu tun. Wir haben auch eine enge Beziehung in Sachen Sicherheit und Abwehr. Und wir sehen beide den Fleiß, den es braucht, um zusammenzuarbeiten. Auch im Bereich Finanzen und dem Öffentlichen Sektor arbeiten wir mit Zypern zusammen.

Wir sind natürlich Mitglieder des Commonwealth. Wir haben ein Interesse daran, dass der Commonwealth fortbesteht, dass er die Reformen durchgeht, die er braucht, um ihn zu einem relevanten und erfolgreichen Player zu machen in der Zukunft. Wir werden mit Zypern und Malta zusammenarbeiten, die beiden anderen Mitglieder der EU, die im Commonwealth sind, um die eben genannte Agenda auch zu erreichen. …

Fragen beantwortend bezüglich der Kooperation der beiden Länder und der Sicherheit sowie der Abwehr, antwortete Hammond: „Ich kann nur ganz allgemein antworten. Klar, wenn wir über Sicherheit reden und die der Bürger, sind das keine Themen, die unbedingt überall hörbar behandelt gehören. Es geht dabei also auch um Leute, die uns Böses wollen, die sich bewegen. Es ist wichtig zu wissen, wo die gerade sind, die eine Bedrohung für Zypern, wie auch für Großbritannien darstellen könnten, wenn sie sich in unseren Ländern bewegen. Wir halten uns daher gegenseitig informiert über diese potentiellen Bedroher. Ein höheres Niveau an Zusammenarbeit brachte uns auch eine größere Sicherheit. Zypern liegt in einer Region, wo ganz aggressiv destabilisierender Druck ausgeübt wird. Es ist uns daran gelegen, mit Ihnen zu kooperieren, zumal wir unseren Beitrag leisten, die Herausforderung namens IS zu überkommen, die durch Kämpfer aus dem Ausland entsteht, die nach Syrien, dem Irak etc. gehen wollen.“

Zur Frage bezüglich der Garantien der britischen Basis auf Zypern, antwortete Hammond: „Was die Garantiemächte angeht (das sind für Zypern Großbritannien, Türkei, Griechenland) und die Rolle Großbritanniens ist es, wie ich zuvor sagte. Wir unterstützen den Wiedervereinigungsprozess sehr und wollen nach besten Kräften dabei helfen. Wir wissen nicht und haben auch kein Konzept dazu, ob und welche Rolle wir in Zukunft spielen werden. Doch wenn man uns fragt, eine Rolle zu übernehmen, dann werden wir das natürlich in einer Art und Weise tun, die der Lösung der Zypernfrage nützt und diese unterstützt. Jedenfalls, wir suchen nicht nach einer speziellen Rolle in dieser Angelegenheit. …

Was unsere souveränen Militärbasen auf Zypern angeht, die uns außerdem erlauben, die Herausforderung namens Da’isch im Irak anzugehen, haben wir klargestellt, dass im Kontext einer Wiedervereinigungsübereinkunft auf Zypern, Großbritannien bereit ist, einen signifikanten Anteil des Landes, welche die Basen jetzt einnehmen, aufzugeben, um Entwicklung auf Zypern passieren zu lassen – und dieses Angebot bleibt auf dem Tisch. Wir hoffen, dieses Angebot wird zum ökonomischen Aufschwung in Zypern beitragen, den eine Übereinkunft mit dem Norden bringen wird – dass Zypern in Zukunft ökonomisch prosperiert.

Zur selben Frage unterstrich Außenminister Kasoulides Folgendes: „Der erste Schritt der beiden Führer ist, dieses Thema zu diskutieren. Aber so weit sind die noch gar nicht. Lassen Sie die die Angelegenheit [in Ruhe] durchgehen, ohne es in der Presse breitzutreten, und wenn die Zeit reif ist, werden wir es mit den Briten besprechen, und zwar angemessen.“
Der Artikel ist der Press und Informations Office Zyperns entnommen und wurde hier übersetzt.

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