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Posts Tagged ‘binali yildrim’

Ein „ökonomisches Protokoll“ wurde zwischen Nordzypern und der Türkei letztens unterzeichnet, als der neue Ministerpräsident der Türkei, Herr Yıldrım, seinen Amtantrittbesuch in Nikosia-Nord traditionellerweise machte. Das Protokoll beinhaltet eine Privatisierung des Yachthafens von Girne oder Kirenia. Wer das Objekt kennt, weiß, dass das nicht nur Griechischzyprer verärgern dürfte, wenn so ein Protokoll mal schnell unterzeichnet wird. Der Yachthafen ist in etwa vergleichbar mit dem Kudamm in Berlin, also einem Ort, der viel Identifikation stiftet und einen gewissen Charme und eine ‚ganz besondere‘ Geschichte hat.

Überhaupt ist es so, dass sich auch viele Türkischzyprer gegen die seit 1974 laufende verborgene Vereinnahmung des Nordens der Insel durch die Türkei wehren – und in der Ära Erdoğan geht diese Vereinnahmung inzwischen eindeutig zu weit. Denn sie – wie die Vorfälle in der Türkei zeigen, wo Erdoğan beginnt, Frauen öffentlich zu verunglimpfen, die keine Kinder gebären oder von der Anzahl her nicht genügend, nämlich mindestens drei – können sehen, dass sich am Bosporus unübersehbar und verborgen geradezu ein zweiter Ayatollah auftut, den jeder Lebensbereich seiner Untertanen zu interessieren scheint: Erdoğan Pascha, der Verborgene.

Sein zuvor geschilderter verborgener Griff in den Privatbereich der Türken, sollte man denken, müsste doch eigentlich genügen, um die meisten der türkischen Bevölkerung sich endgültig von Erdoğan und seinen Schergen offen abzuwenden.

Jedenfalls hat der türkische Ministerpräsident Binalı Yıldrım Dokumente unterzeichnet auf seiner Stippvisite in Nikosia-Nord, die bislang etwas verborgen auf Eis gelegt waren. Finanz- und stellvertretender Ministerpräsident Serdar Denktaş aus dem Norden Zyperns ist indes zuversichtlich, dass diese Sache vom Parlament durchgewunken wird – vielleicht gerade durchgewunken worden ist? Herr Denktaş ist wie sein seliger Herr Vater, Rauf, halt ein, wie soll ich ihn nennen, ein verborgener türkischzyprischer Platzhalter der Türkei in der Politik der türkischzyprischen Insulaner.

Der ehemalige Präsident des Nordens, Ali Talat von der CTP, zeigte sich offen empört darüber – nicht so Mustafa Akıncı, der jetzige Präsident auf Nordzypern, der verdeckt operiert. So soll der Hafen von Girne also bis 2018 vorerst, wie aufgezeigt, gemanaged werden; und weil man wohl gerade dabei war, hat man auch noch schnell die Angelegenheit mit der Wasserzufuhr aus der Türkei in Form einer Pipeline, die durchs Meer verlegt wurde, in das ‚ausgehandelte‘ Protokoll mit aufgenommen, damit nichts verborgen bleibt. Dem nicht genug, soll ab 2017 die nordzyprische Form der deutschen Telekom sowie das Elektrizitätswerk nach Maßgabe des genannten Protokolls ebenfalls privatisiert werden.

Also sind – mal wieder – die Gewerkschaften des Nordens auf der Palme, demnächst wahrscheinlich in etwa so, wie gerade die in Frankreich. Wahrscheinlich warten sie noch im Verborgenen einen geeigneten Zeitpunkt ab, um dann Müll und dergleichen nicht mehr wegräumen zu lassen: Streik!

Versteht sich, dass mit der Unterzeichnung des Protokolls auch die Fischer in Girne in Mitleidenschaft gezogen werden. Keiner weiß, was darin verborgen womöglich noch kommen wird. Unsicherheit greift um sich im Hafen. Die Fischer aus dem Norden rufen ihre Regierung eh schon seit Längerem dazu auf, endlich ihre Fischgründe besser abzusichern. Türkische Fischfangkutter würden immer wieder unter dem Vorwand, es sei eine Maßnahme um sich vor Unwetter und dergleichen zu schützen, in nordzyprischen Gewässern unterwegs sein – und zwar ganz verborgen zum Fischen.

Die sogenannte 12 Milen-Zone wird also mit aller Regelmäßigkeit von türksichen Fischern des Festlandes höchst unverborgen überschritten.

Überhaupt neigt die Türkei in letzter Zeit auffällig zu Überschreitungen: sei es die zuvor genannte des Präsidenten, der Frauen, die keine Kinder haben oder haben wollen zu halbwertigen Mitbürgerinnen disqualifiziert, oder sei es, dass Erdoğan, offensichtlich von seiner Mission als Obersupermuslim getrieben, nach den Vereinigten Staaten fliegt, um an der Beerdigung Muhammad Alis teilzunehmen und die Grenze des Anstandes ganz verborgen reißen will, nämlich Politik und islamistische Propaganda am Grab des ehemaligen Boxers zu machen; und als das nicht gelingt, bleibt er mickrig, ja auf lächerlicherweise der Beisetzung Alis fern und fliegt wie eine beleidigte Leberwurst ans östliche Mittelmeer zurück, ohne auch nur ein weiteres, einigermaßen wichtiges Gespräch geführt zu haben, ohne den Versuch zu unternehmen ’sein Ding‘ irgendwie gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

Der türkische Steuerzahler, der bezahlt es ja, die verursachten Spesen in den USA. Der ist anscheinend derart Führerhörig inzwischen, dass Kritik niemand mehr zu erheben wagt an solch königlich-gleichem Gebaren.

OK, im Nahen Osten haben die Leute offensichtlich allgemein was in dieser Richtung zu laufen. Wie ja auch der englischsprachige Ecconomist Ende Mai 2016 schrieb. Doch die Türkei hatte immerhin Atatürk und eine Phase zwischen dem eben Genannten Präsidenten der Türkei und Erdoğan, in der doch eigentlich genügend Zivilcourage des gemeinen Bürgers hätte entstanden sein müssen, um sich derart feudales Gehabe eines osmanischen Träumers nicht noch einmal aufs Brot streichen zu lassen. Wahrscheinlich täuscht man sich da?!

Hurra, und da geht die zyprische Version des osmanischen Traums einiger Leute irgendwie gleich weiter im Norden Zyperns und deren Vorstellung von einer Moderne. Denn das vermeintlich „größte Projekt“ – was könnte es auch anderes sein als das größte – wird – mal wieder – entlang der Küste angefangen. Man hat sich dazu den „heiligen Monat des Ramadan“ auserwählt.

Wie schön. Ach, wie fromm.

Wir freuen uns jetzt schon auf noch mehr Beton und tolle, auf luxeriös machende oder getrimmte Gebäude und dergleichen, die möglichst nur von Menschen mit viel Geld in der Tasche betreten werden können und versteht sich, wo die Strände dann schon mal gar nicht mehr von Jedermann betretbar sein werden. Immer weg damit, also mit dem öffentlichen Raum und womöglich den Brutplätzen irgendwelcher Vögel und Schildkröten. Das Metall am Arm oder um den Hals einiger Leute will schließlich ALLEINE auf weiter Flur von der Sonne beschienen sein. Ganz nach dem griechischen Philosophen – dessen Name zu nennen oder zu wissen, ist doch eigentlich gar nicht mehr so wichtig bei so viel Glanz -, der sich auserbat gegenüber Alexander dem Großen: „Gehet mir aus der Sonne!“

Jedenfalls wird Geld in das zuvor genannte Projekt gepumpt, schätzungsweise von den immer selben Verdächtigen. In Çatalköy werden es angeblich über 4.5 Millionen TL sein. Ach ja, angeblich sollen Fahrradwege und viel Grün und dergleichen ausgebaut werden.

Hört sich gut an.

Wollen wir mal sehen, was am verborgenen Ende dabei herauskommt und wer ganz offen davon nutznießen darf oder soll. Involviert als Sponsor oder Finanzier ist die sogenannte „Türkische Hilfsdelegation“. Letztere wird so in der Cyprus Today Wochenzeitung aus dem Norden genannt. Diese Delegation ist so verborgen im Netz, ich kann die nirgends auffinden unter diesem Namen im Türkischen. Es wäre nämlich interessant, zu verstehen, ob eine Stiftung dahinter steckt und dann welche? Ist es womöglich eine gekoppelt mit einer religiösen Stiftung der Türkei oder ist diese anders geartet: ökologisch, unternehmerisch etc.

Das Festival in Lapta fällt dieses Wochenende aus. Der „Funfair!“ No money!

Die Öffentlichkeit im Norden ist gewarnt worden, Kinder und Tiere möglichst im Hause zu halten. Es wurde Gift gegen Ratten, Mäuse und andere Störenfriede ausgelegt auf den Feldern und in den Dörfern etc.

Das Internationale Esentepe Aprikosen-Festival hat aber erfolgreich stattgefunden.

Frauen des Nordens werden aufgerufen, sich unter der Telefonnummer 0533 842 0089 zu melden, auch ohne Vorkenntnisse und möglichst jung, um Fußball-Spielen zu lernen. Das Damenfußballtraining findet in Alsancak stets Dienstags ab 19 Uhr statt.

Irgendwie schafft man es nicht, die Wasserqualität des Wassers mit dem Wasser, welches aus der Türkei in Nordzypern ankommt, zu erhöhen. Es gibt anscheinend einen elektrischen, ganz verborgen operierenden Ausfall irgendwo in der Leitung, im System. Der müsste jetzt eigentlich schon behoben sein. Eine Woche ist inzwischen vergangen. Das Wasser aus der Türkei konnte daher nicht in das Wassersystems des Nordens aufgenommen werden.

Wie hier bereits berichtet wurde, wird der Bürger im Norden mit einer Erhöhung seiner Wasserrechnung rechnen müssen. Nicht alle sind begeistert von dem Umstand, dass das Wasser aus der Türkei in den Norden Zyperns fließt. Man sieht die verborgenen Abhängigkeiten, die sich da eventuell demnächst schon ganz offen mit auftun.

4 Männer wurden beim Fleischschmuggel aus dem Süden in den Norden erwischt. Sie zahlten 10.000 TL und waren dann wieder auf freiem Fuß.

Ein Student an der Near East University hielt die Polizei auf Trapp. Er hatte gedroht, sich von einem Gebäude herunterzuwerfen. 10. Stock. Er muss Probleme mit einem Gerichtsentscheid gehabt haben.

Immer wieder werden illegale Bauvorhaben gestoppt im Norden. So auch mal wieder in Alsancak und Çatalköy. Es bliebt – wie auch im Süden – nicht aus, dass mit aller Regelmäßigkeit jemand verhaftet wird, dem Schmuggel mit Antiquitäten nachgewiesen wird. Zypern ist voll mit dieser Ware. Man muss ’nur‘ zugreifen!

Und zuletzt: Der Lions Club hat dem Akçiçek Krankenhaus in Girne oder Kirenia ein Ultraschallgerät gespendet, welches einen Wert von 4.500 TL haben soll. Eine Euro steht derzeit so in etwa bei 3.3 TL.

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