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AUSBLENDEND GEBLENDET!

Den ersten Advent haben wir nun also auch überstanden. Ein Kerzlein aber dennoch angezündet. Es blendet halt nicht so. Bald wird Neujahr sein und Feuerwerk wird kurzzeitig den Himmel verblenden; und danach werden wohl die Paar Milliarden Euro an die Türkei überwiesen.

Geht‘s noch?
Das fragen sich zurecht viele hier in Deutschland.

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Wer sich den Wertegang der Türkei unter Tayyip Erdogan ansieht, wird unausweichlich verstehen, dass es nicht sein kann, sich von der türkischen Erpressung (Flüchtlingsstrom) erdrücken zu lassen. Außerdem ist absehbar, dass Ankara sein Versprechen nicht halten wird, Flüchtlinge im Land aufzuhalten und ausreichend genug zu versorgen. Außerdem gibt es noch andere Wege nach Europa zu kommen, zum Beispiel über Russland oder von Libanon, Ägypten und Syrien nach Zypern oder Kreta.

Tayyip Erdogan, in anderen Worten, kommt der gestern abgefasste Deal mit der EU, mehr als gelegen. Denn die ungeliebten Flüchtlinge werden zukünftig andere Routen einschlagen, wenn die Türkei anfängt, ihren Job zu machen, und folglich werden die Paar Milliarden Euro aus Brüssel und andere Zugeständnisse der EU an Ankara sich mehr als auszahlen für die Türkei: ungestraft Querdenker im Lande einbuchten, Kurden im eigenen Land und über die Grenzen hinaus zu bekämpfen, mit dem sogenannten Islamischen Staat Schmuddel-Kuddel-Geschäftchen machen, Zypern unter der Fuchtel halten, Russland dazu benutzen, den Westen dazu zu bringen, nach Ankaras Pfeife zu tanzen, Iran aus vordringlich ideologischen, also religiösen Gründen so zu schneiden, dass das Saudi Arabien weiterhin am Leben hält. Die Saudis sind einer der despotischen Staaten, die eigentlich ganz gut finden, was Erdogan in der Türkei als Demokratie seit geraumer Zeit auflegt.

Und dann ist da noch dieser Einsatz der BRD in Syrien, der demnächst erfolgen soll. Was hier noch nicht ganz begriffen wird, ist, warum bombardiert man IS-Stellungen sonst wo, wenn deren Führung wo anders sitzt. Der Fisch stinkt doch vom Kopf her zuerst?
Und dann die gleichen Ziele, die die Beteiligten beim Bombardieren Syriens verfolgen. Die erinnern sehr an die Strategie, die in Sachen Umgang mit der Türkei im Schwung ist – nicht durchdacht. Das einzige Ding, was einigermaßen verträglich rüber kommt am geschlossenen Deal mit der Türkei, ist, dass Türken ab Oktober 2016 erheblich leichter ein Visa zum Besuch oder Aufenthalt der EU-Staaten erhalten sollen können.

Bis dahin fließt aber bekanntlich noch viel Wasser den Rhein herunter – vor dem Hintergrund der kurzsichtig gefällten Entscheide in Brüssel alle Male.

So wie die Dinge zu laufen scheinen, man weiß ja nie, wird eine Wiedervereinigung Zyperns in weite Ferne gerückt. Niemand in Brüssel sagt hörbar, dass die Zypernfrage zu lösen ist, bevor der Türkei solche Zugeständnisse gemacht werden. Sogar Anastasiadis, der zyprische Präsident, scheint zu verstummen, nur weil er nicht erkennt, dass eigentlich seine Chance gekommen war gestern, genau dagegen hörbar in ganz Europa zu rebellieren. Warum tut er das nicht?

Hier wollen wir uns daher erlauben, in die Welt der Spekulationen uns vorzuwagen. Und da diese Welt unglaublich groß und weit ist, besehen wir uns die Dinge mal etwas aus russischer Sicht:

Der Türkei hat Russland nun Sanktionen erteilt, wegen dem Abschuss des russischen Kampfjets über dem syrisch-türkischen Grenzverlauf. Dass die Türkei sich einen solchen Akt überhaupt herausnimmt, kann nur unter Anweisung der USA erfolgt sein oder aus Größenwahn. Wir gehen hier mal von Zweiterem aus. Zufällig gibt es Krimtartaren und andere aus dem ehemaligen Sowjetreich, die in Syrien gegen Assad und die Kurden kämpfen und vor allem gegen Russland. Kann gut sein, dass deren Anzahl groß ist, doch nicht so hoch, dass nun die Gefahr bestünde, sie könnten in Zentralrussland zukünftig großen Schaden anrichten. Doch: Wehret den Anfängen! Diese Lektion scheint der ehemalige Geheimdienstler Putin scheinbar gelernt zu haben.

Und auch daher engagiert sich Moskau nun prononciert in Syrien. Zwar wird im Westen von erfolgreicher Isolation Russlands gesprochen wegen der Vorfälle auf der Krim, doch die Angelegenheit hat sich vielen Beobachtern schon längst anders erschlossen: Der Westen, voran die EU, sind bis über die Ohren von den Politiken des Kremel abhängig. Putin hat zu viele Handlungsoptionen und die EU ist zu uneins und zu träge, sodass die Politik der kleinen russischen Stiche wirklich Früchte trägt – wie die bevorstehende Schein-Aufnahme der Türkei in die EU bestätigt, die gestern scheinbar ausgehandelt wurde.

Niemand als Putin weiß besser, dass mit Erdogan nicht gut Kirschen zu essen ist – eben weil sich beide in gewissen Charakterzügen gleichen. Sie unterscheidet, dass ein Großteil der Russen zum einen an Demokratie nach Maßgabe Putins schon seit langer Zeit gewöhnt ist und vermehrt sieht, dass der Wirrwarr in der EU weltpolitisch wenig Überlebenschancen haben dürfte; wohingegen in der Türkei die Hoffnung, der EU doch noch angehören zu können, nagt. Letzteres Sentiment bediente gestern Davutoglu, der Ministerpräsident der Türkei, als er in Brüssel vorgab, wie der Hase zu laufen hat. Verhandelt haben die da eher nicht. Alle Beteiligten wissen jedoch, dass diese angeblich ausgehandelte Annäherung in Zukunft noch viel Kopfzerbrechen bereiten wird. Und Erdogan ist klug genug, zwischenzeitlich sein merkwürdiges Imperium aufzubauen.
Dieses Imperium zu zerschlagen, dürfte sich irgendwann schwierig gestalten – je länger man es stützt und beim Wachsen zuguckt. Kann aber gut sein, dass die Spitzen der EU über Informationen verfügen, die beispielsweise besagen, dass Erdogan eh aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht mehr all zu lange herumkaspern wird. Dumm nur, dass er sich einen Stab erschaffen hat, der gerade Unterricht in Sachen politischem Poker erhält und nach seinem Ableben so oder ähnlich weitermachen könnten. Erdogan pokert hoch und bislang kommt er damit durch. Auch weil Russland ihn gewähren lässt. Weil Russland weiß, dass dieser Nato-Bündnispartner nicht nur Zypern der EU noch immer vorenthalten kann, sondern sogar die Werfe hat, in Brüssel Geld einzusammeln, und zwar dafür, dass er, der Beitrittskandidat zur EU, sich absolut unsolidar verhält und Flüchtlinge massenhaft in Richtung Norden mehr oder minder durchwinkt. Das nennen wir Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für die vielen türksichen Arbeitslosen – vielleicht nach türkischer Art?

Immerhin bleibt den Zyprern vorerst erspart, wenn es richtig verstanden wird, dass das Atomkraftwerk, welches die Russen in der Türkei unweit der Küsten Zyperns errichten sollen, vorerst auf Eis gelegt wurde. Auch die Zahl der Touristen aus Russland und derer, die sich auf der zyprischen Insel niederlassen von ihnen, wird wahrscheinlich zunehmen. Der Rubel rollt also. Und wie in der gesamten EU werden auch in Nikosia kurzfristige oder kurzsichtige Brötchen gebacken. Vielleicht ist diese Art Politik in einer anscheinend beschleunigten Welt wirklich die bessere Wahl?!

Es darf also mit Spannung erwartet werden, wo Putin den nächsten Nadelstich anbringt. Man hat ihn schließlich dazu herausgefordert, als man einen Raketenabschirmgürtel, oder was genau es ist, unbedingt um Teile des Territorium Russlands glaubte legen zu müssen. Und dabei war gerade alles auf einem guten Weg zwischen Ost und West. Wer den Europäern diesen Blödsinn eingegeben hat, wird vielleicht nie so wirklich in der Öffentlichkeit ausgeplaudert werden.

Um die Spekulationen zu komplementieren: Wundern würde hier niemanden, wenn das von Minderwertigkeitskomplexen getriebene Frankreich beim Abnicken dieses Gürtels vordringlich die treibende Kraft gewesen ist. Überhaupt hat Frankreich eine noch wankelmütigere Rolle in der Außenpolitik angenommen, nämlich die derjenigen Macht, die plus zu minus und minus zu plus oder ja zu nein und nein zu ja in allen erdenklichen Situationen ad hoc sozusagen dreht – und drehen kann. Für Putin und seine Crew sind die Franzosen auch daher ein wunderbar geeignetes Tool, mit dem so ganz im Verborgenen und super geheimen, global versteht sich, Supermacht gespielt werden kann.

Machiavelli lässt grüßen beim Spiel: Wer ist der größte Blender?

Leider gibt es bei diesem durchaus unterhaltsamen Spiel oder Zeitvertreib die sogenannten Kollateralschäden. Einer wird gerade heute in Paris voraussichtlich legalisiert werden: 2,7 Grad Erderwärmung. Juckt niemand, außer diejenigen, die einen Wert unter 2,0 Grad bräuchten, weil sie ansonsten kläglich absaufen oder ausdörren und dergleichen. Die nächste Flüchtlingswelle steht also an – doch die wird vorerst ausgeblendet!

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English: Mehmet Ali Talat, the second presiden...

English: Mehmet Ali Talat, the second president of Northern Cyprus. Deutsch: Mehmet Ali Talât, der zweite Präsident Nordzyperns. Español: Mehmet Ali Talat, el segundo presidente de Chipre del Norte. Français : Mehmet Ali Talat, le deuxième président de Chypre du Nord. Русский: Мехмет_Али Талат, второй президент Северного Кипра. Suomi: Mehmet Ali Talat, toinen Pohjois-Kyproksen presidentti. (Photo credit: Wikipedia)

Inzwischen fordern sogar bereits vermehrt die Lazen von der türkischen  Schwarzmeerküste ihr Recht ein, vor allem die in der Diaspora lebenden.  Ähnliches war zu erwarten. An die 60 religiöse und ethnische  Minderheiten der Türkei trafen sich vor ein Paar Tagen erstmals auf einer  Konferenz in Brüssel – der Friedens- und Demokratiekonferenz.

Es darf davon ausgegangen werden, dass auch Vertreter der christlichen  Ostkirche anwesend waren, die bekanntlich mit der Orthodoxie auf Zypern  direkt in Verbindung stehen. In Verbindung stehen derzeit angeblich auch  die beiden Inselhälften, allerdings auf einem Terrain, von welchem hier  bislang wenig berichtetet wurde. Auf Zypern geht nämlich das Gerücht  um, dass die Fußballclubs Nord- und Südzyperns sich zusammenlegen  wollen. Es fällt uns allerdings schwer, an dessen Verwirklichung zu glauben, nachdem,  was in den letzten Jahrzehnten in puncto Wiedervereinigung geschah. Bislang  wurden Wiedervereinigungsbemühungen mit an Perfektion grenzender  Sicherheit an die trennende Mauer Nikosia‘ s Mitte gefahren, welche die  Trennung der Insel noch immer unrühmlich markiert.

In der türkischen Milliyet-Tageszeitung schreibt Sefa Karahasan seit geraumer Zeit zu Zypern fortlaufend Artikel unter der Überschrift: „Inselperspektive (ada’dan bakis)“.

Sefa Karahasan schreibt, dass die Blicke sich umgehend nach Ankara  wenden, sollten am letzten Freitag die Gehälter der Beamten Nordzyperns  – wieder mal – nicht bezahlt werden. Es darf davon ausgegangen werden,  dass Ankara gemäß des „Wirtschaftsprogramms“, welches mit Nikosia- Nord abgeschlossen wurde, handeln wird – also den finanziell entstandenen Engpass beheben wird. Doch noch lässt Ankara den Norden  zappeln, wohl auch um zu zeigen, dass es mit dem Fall der Regierung  Kücük nicht einverstanden ist und erwartet, dass diese Scharte zuerst
ausgewetzt wird.

Der türkische Politiker Erhurman kommentiert diesen Sachverhalt, Karahasan’s zufolge, derart: „Ja, ihr sagt, ich regiere mich selbst und  gleichzeitig wollt ihr, dass Ankara sein Geld weiterhin an euch schickt. Auf  diese Weise kommt ihr aus den Schwierigkeiten nicht raus. Imgrunde ist  es eine Frage der Würde! Es ist an der Zeit, dass ihr uns eine würdige  Politik und politische Führung des Landes (Nordzyperns) versprecht…. Dass ihr  nicht weiterhin eine Ökonomie zu betreiben gedenkt, die von einer Hilfe, die  von außen kommt, abhängt. Dass so eine Politik von euch gemacht wird,  die Schritte in diese Richtung gesetzt werden… . Und dann, was will die Türkei  eigentlich von den zyprischen Politikern? Dieser Umstand, von dem ich sprach, hält schließlich seit Jahren unverändert an. Das muss im Detail  nicht nochmal erwähnt werden. “ Es gelte, das zuvor erwähnte
Wirtschaftsprogramm zwischen Nikosia-Nord und Ankara endlich
umzusetzen und die kriminellen Banden und Cliquen auf Nordzypern zu  zerschlagen, die sich dem erfolgreichen Vollzug des Programms
entgegenstellten. Erhurman findet des Weiteren, dass es nicht all zu
schwer sein kann, das zu bewerkstelligen. Er ist der Ansicht, dass
spätestens zum 28. Juli 2013 sich herausgestellt haben wird, ob sich was  in die richtige Richtung bewegt. An diesem Tag finden voraussichtlich die  Wahlen im Norden Zyperns statt.

Der Akademiker Yusuf Suicmez bringt das allgemeine Geschäftsgebahren  der Nordzyprer auf seine Art auf einen Nenner: „In Nordzypern wird  Politik betrieben mit dem Bewusstsein, dass ohne Bestechungsgeld  (rüschvet) zu bezahlen gar nichts geht. Vor den Wahlen versprechen sie  stets, all die Sünden der Vorgängerregierung zu ahnden. Und wenn sie  dann an der Macht sind, passiert gar nichts. Das ist immer so, meint  Suicmez, egal, welche Partei an die Macht kommt. Um etwas bewegen zu  können im Lande als Privatperson, ist das Parteibuch, welches man  vorzeigen kann, entscheidend. Seines Wissens sei bislang noch kein  türkisch-zypriotischer Politiker von einem Gericht Nordzyperns zu einer  Strafe verurteilt worden, wegen Bestechlichkeit, Betrug etc.

Und das Bestechlichkeit im Norden Zyperns wahrhaft ein Thema ist, zeigte  sich vor kurzem unter anderem bei einer Sitzung im Parlament des  Nordens, wo es um dieses Thema ging. Die erste Frau als Premierminister,  Sibel Siber, hatte bei ihrer ersten Vertrauensfrage im nordzyprischen Parlament  sogleich aufschlussreiche Offenbarungen zu durchstehen. Ejder Aslanbaba von der  Demokratie Partei behauptete frank und frei, dass der Vorsitzende seiner
Partei, Serdar Denktas, dem ehemaligen Gesundheitsminister Kasif
Bestechungsgelder bezahlt habe. 7.700 Dollars seien geflossen und CD’s,  die das belegen, hätte er auch gleich zur Hand. Es darf davon ausgegangen werden, dass eine sogenannte Säuberung des Parlaments, wie sie von einigen Abgeordneten gefordert wird, wahrscheinlich wenig bis nichts  ändern durfte. Der Meinung sind wir, weil so lange der Status des Landes nicht ändert, der der einer Art Piratenhochburg in der internationalen Community ist, wird das Gesetz des Schlüpfrigsten weiterhin seine Schleifspur ziehen können. Hasan Hasturer, ein erfolgreicher Journalist der Türkei, spricht von Morallosigkeit in der zyprischen Politik, die sich zu verewigen droht. Politiker würden sogar mit Huren beliefert.
Politik zu betreiben, sei etwas total Qualitätsloses geworden. Es ist an der Zeit, dass jemand die Politikerkaste in Nordzypern endlich zur Rechnung  bittet, findet er.

Leider sieht es weiterhin danach aus, dass große Teile der Bevölkerung an  diesem Verhalten seiner Politiker nicht ganz unschuldig sind. Denn es wird bereits jetzt schon darauf hingewiesen, dass viele Wähler ihre Stimme verkauft hätten. So war es immer, und so wird es wahrscheinlich vorerst bleiben. Das hat Tradition. Wurde so aus der Türkei sozusagen nahtlos übernommen, wo diese Stimmvergabepraxis bei Wahlen durchaus noch sehr verbreitet ist.

Die Rede ist derzeit vermehrt von einer Regierung der Technokraten, die  auf Grund der Probleme in nahezu jedem Bereich erstellt werden müsse  in Nordzypern. Bekanntlich war dieses Instrument – Regierung der  Technokraten – auch in Griechenland in der Diskussion, als die Krise ihren Anfang genommen hatte – ganz zu schweigen von Ägypten derzeit.

Der Präsident Nordzyperns wird voraussichtlich 2015 gewählt. Jemand von den Vereinten Nationen soll gesagt haben, dass dann durchaus passieren könnte, dass Mehmet Ali Talat zurück ins Amt kommt. Er ist der Präsident Nordzyperns vor Eroglu. Letzterer hat das Amt derzeit inne.

2.377 Staatsbürgerschaften sollen dieses Jahr bislang (01.07.13)
ausgegeben worden sein im Norden Zyperns. Diese Neubürger stammen größtenteils aus der Türkei. Die Mehrheit der Bevölkerung im Norden Zyperns wird inzwischen von dieser Bevölkerungsgruppe gestellt, was sich entsprechend im Wahlergebnis niederschlagen wird. Frühere Politiker der Türkei befinden sich sogar unter diesem Personenkreis, wie Sükrü Sina  Gürel, Zeki Celiker früherer MP der Gerechtigkeits und Fortschrittspartei  (AKP), Yalim Erez früherer Minister für Industrie der Türkei und der Sohn des verstorbenen Präsidenten Turgut Özal, Murat Mehmet Özal. Bekannte
Namen aus den Medien, die diese Liste mit anführen sind: Refik Erduran, Togay Bayatli, Mehmet Ugur Güneri and Reha Can Urus. Schließlich noch aus dem Bereich Sport: Alp Yalman, Güvenc Kurtlar und Rasim Kara (siehe PIO-Bericht Zyperns).

Zwischenzeitlich war zu vernehmen, dass der amerikanische Botschafter auf Zypern unterstreicht, dass eine Lösung des Zypernproblems gefunden werden kann und dass das Erdgas, welches vor Zypern liegt, dabei durchaus hilfreich sein dürfte. Gefragt sei vor allem guter Wille. Ein Teil der kommunistischen Bewegung der Republik Zypern wurde vor ein Paar Tagen demonstrierend vor der türkischen Botschaft in Nikosia angetroffen. Sie forderten die Einheit des Landes.

Kann gut sein, dass die herzustellende Einheit Zyperns bereits demnächst an einer Registrierung scheitert, die angeblich vorgenommen wurde. Der türkisch-zypriotische Politiker Serdar Denktas verkündete kürzlich mit Stolz, man habe eine nationale Airline unter dem Namen Cyprus International Airline angemeldet. Wie Sie sich denken können, verehrte Leser, wird das die Politiker auf der griechisch-zyprischen Seite ziemlich sicher dazu reizen, ihre in Reden dargebotenen Wiedervereinigungs-Vorsätze gleich wieder über Bord zu werfen. Der Plan eine North Cyprus Airline auf den Markt zu bringen, war im Jahr 2011 gescheitert, da sich der private Sektor mit dem staatlichen nicht einig werden konnte – weder in der Türkei, noch in Nordzypern.

Die Türkei und Ukraine planen gemeinsam, einen neuen Flugzeugtyp zu konstruieren. Beide Staaten unterstützen darüber hinaus eine Ringstraße,  die das Schwarze Meer umspannen soll.

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Zyperns Sündenregister

Deutschland ist gestern ins Halbfinale bei der EM in Polen und der Ukraine vorgedrungen – nicht unbedingt durch überzeugende Leistung. Man bedenke, der Gegner namens Griechenland war doch ohne den Mittelfeldspieler Karougiannis angetreten. Das ist und war, als wäre Deutschlands Regierung ohne Merkel im ehemaligen Reichstag zur Abstimmung einer wichtigen Vorlage angetreten.Merkel, wie in den Zeitungen zu sehen war, genoss in Sieger-Prolo+Pose den Sieg der schwarz-weiß- gekleideten Nationalelf über die Lebenskünstler im helenistischen Blau sichtlich.

Ja, und da gäbe es ja noch diese Verwandten dieser Lebenskünstler vom südöstlichen Mittelmeer, die sich nicht in gleicher Art und Weise wie die Griechen in Philosophie und Medizin einen Namen einst machten. Die Rede ist von den Zyprern. Die letzteren scheinen irgendwie andere Befähigungen vermehrt zu pflegen. Ein Beispiel aus der Neuzeit: Der Handel mit getürkten Billets zur Olymiade in London diesen Sommer läuft unter anderen Destinationen auch über Zypern. 

Ungefähr um diese Zeit vor einem Jahr explodierte ja ein Munitionsdepot in der Ortschaft Mari auf Zypern. 13 Menschen kamen ums Leben. Ein Mitglied der griechischen Streitkräfte wird sich demnächst vor Gericht deswegen verantworten müssen vor Gericht. Griechenland konnte mit diesem Schritt eine Auslieferungen dieses Mitglieds des Militärs nach Zypern vermeiden. Doch dass nun zyprische Militärs und Andere, die ebenfalls Verantwortlichkeit bei dieser Schlamperei tragen und trugen, anscheinend straffrei ausgehen, ist ein Skandal zyprischer Sonderklasse. Die waren schließlich an dem Ereignis genau so verantwortlich beteiligt, wenn überhaupt, wie die Griechen. Sie haben offenbar das Glück, auf zyprischem Boden beheimatet zu sein, wo scheinbar eine etwas andere Rechtsansicht und – auslegung herrscht als andernorts. 

Dass dem so ist, zeigt sich auch an einigen anderen Stellen. 

Seit Jahren ist Zyperns Ruf lediert, um nicht zu sagen beschädigt. Denn auch die Republik Zypern, und nicht nur die bösen illegalen vom türkischen Teil (KKTC) der geteilten Insel, hat äußerst schlechte Noten bezüglich Frauen- und Menschenhandel. Nachlesbar sind diese Behauptungen in einem Gutachten des US State Departments, welches gerade raus kam. Es seien ungenügend wirksame Strafmaßnahmen für ein derartiges Delikt zur Abschreckung installiert auf der Insel  – noch immer! Das Ergebnis dieses Gutachtens findet durchaus Unterstützung, unter anderem durch die Zahl der Verhaftungen, die bislang auf diesem Feld erfolgten, obgleich das Problem ein ungeahntes Ausmaß haben dürfte, auch im griechischsprachigen Zypern und nicht nur im türkischen Teil. Es wurden lediglich 4 Personen verhaftet, 3e im Jahr 2010 und 1er 2011 – ein Witz! 12 Monate Knast wurden durchschnittlich verhängt. Derartig milde Strafen werden dieses kriminelle Klientel wahrscheinlich nicht sonderlich schrecken. Keine Kampagne sei bislang in die Wege geleitet worden von Seiten der Behörden, um bei zyprischen Männern mal so etwas wie ein Unrechtsgefühl beim Besuch unfreiwilliger Sexanbieterinnen oder -anbietern anzutrainieren, wird gerügt vom State Department. Nichts! Das ist wirklich wenig lustig, trotz des historisch-mythologischen Hintergrunds. Denn bekanntlich wurde Afrodite ja auf Geheiß von Zeus ins Bett anderer Männer befehligt, ja, auf dessen Geheiß sogar vermählt.

Ob Afrodite ein Opfer genannt werden kann, überlasse ich anderen zu beurteilen. Jedenfalls dürfte es einige geben, die wohl hoffen, nicht Opfer einer Rüge seitens des Europäischen Rats zu werden. Die Rede ist von denen, die in Zypern den Führerschein gemacht haben. Und die vermutlich ein Liedchen darüber singen können. Die Prüfungen, als markantestes Detail dieses unvergleichlich ungleichen Erlebnisses, werden so abgehalten, dass der Prüfling ganz alleine mit dem Prüfer im Auto fährt bei der Prüfung, somit auf Gedeih und Verderb dessen Willen und Beurteilung ausgesetzt ist. Doch das scheint es noch nicht einmal zu sein, was der Rat zu beklagen hat. Irgendeine Direktive des Europäischen Rats wurde nicht eingehalten, was es demnächst verunmöglichen könnte, in Zypern erworbene Führerscheine in der EU benutzen zu können so ohne Weiteres. Fahrprüfer und Berufsfahrer sollen nämlich endlich auf europäischen Standard gesetzt werden. Beim Augentest, ist zu erfahren von Betroffenen, liest der Prüfling mal schnell 2-3 Buchstaben oder Zahlen von einer Tafel ab, die in ungefähr 10m Entfernung hängt, und das wars. Erste Hilfekurs? Fehlanzeige!

Nicht viel besser sieht es für saisonale Arbeiter aus, die in Agenturen tätig sind, beklagt der Rat. Diese Menschen seien nicht ausreichend geschützt, deren Arbeiterrechte nicht annähernd zufriedenstellend gewährleistet – so auch in Schweden. Eigentlich hätte diese Direktive bereits zum 05.12.11 umgesetzt werden müssen. Und da wäre noch das Problem der Sklavenhaltung. Entschuldigung. Wir meinten selbstverständlich der Beschäftigung von Menschen, die nicht offiziell im Land leben, keine Papiere haben. Damit hat Zypern leider auch ein Problem, sonst hätte man, wie gefordert, die Direktive 2009/52/EC schon längst umgesetzt. Es ist halt nicht leicht, derartig leicht auszubeutende Arbeiter nicht auszubeuten. Die stehen doch eh an der Straße und bieten sich und ihre Dienste an. Die müssen doch froh sein, dass man sie überhaupt nimmt.

Doch nicht allein im Bausektor bedient man sich dieser Arbeitskraft, sondern gern auch in Haushalten. Zypern ist indes nicht allein bei dieser rühmlichen Behandlung von Menschen in Not und ohne Papiere. Dänemark, Irland und Großbritannien teilen die gleiche Schwäche. Es mangelt europaweit an entsprechend wirksamen Sanktionen beim Verstoß gegen europäische Richtlinien diesbezüglich. Auch bei diesem Punkt oder Thema steht eine Bestrafung Zyperns und der aufgeführten Länder bevor, sollten sie diese Direktive nicht umgehend umsetzen. Versteht sich, dass es noch 2-3 Zwischenschritte bedarf im Anklageverfahren, bis es dann endlich und wirklich zu einer Anklage kommt. Es verstreicht also viel Zeit und genau das dürfte auch der Grund sein, warum Länder wie Zypern es nicht eilig haben, Direktiven, die man als wenig genehm empfindet, gleich oder in unmittelbarer Zukunft umzusetzen. 

Ja, und der Tourismus, wurde von Xristofias und den seinen von der AKEL an der Regierung vor kurzem verkündet, müsse nun wirklich nochmals gepuscht werden, und zwar Richtung Wachstum. Andernfalls könne man im hart umkämpften Markt nicht bestehen, auch wenn das Vaterland selbstverständlich ein schönes, ja, unvergleichlich schönes touristisches Ziel ist – und es den Kampf um Touristen eigentlich mit all den anderen Destinationen von Natur aus locker aufnehmen kann. So wurde es nicht gesagt, aber so könnte es verstanden werden, was gesagt wird. Und jetzt hat doch dieser Europäische Rat sich schon wieder eingemischt. Unglaublich, wo die Weste doch so weiß ist und die EU-Präsidentschaft Zyperns die zivilisatiorische Größe der Insulaner demnächst für alle, die es noch nicht wussten, gewiss unterstreichen wird. Obgleich, gestern war im türkischen Fernseher zu vernehmen, die Zyprer übernehmen die Präsidentschaft nicht in Völle. Gibt es so etwas denn? Offensichtlich ja, wahrscheinlich mit der Präsidentschaft Zyperns wird das gerade eingeführt – könnte mich hier aber täuschen. In Sachen Umweltschutz bezüglich der Mülldeponien scheint der Rat aber keine zyprischen Sonderwürste durchgehen lassen zu wollen. Ja. Die Saubermänner und -frauen aus Nikosia wurden ob ihrer ferkeligen Entsorgung ihres Mülls gerügt und eine Klage steht ins Haus. Kann denn so etwas sein, wo doch die schönsten Strände und das sauberste Meerwasser im ganzen Mittelmeer Zypern besitzt? Der Europarat sorgt sich offenbar, dass das bisschen Süßwasser, welches auf der Insel noch zu haben ist, verseucht werden könnte, wegen kursierender Ignoranz und Selbstüberhöhung derer an der Macht. Malta, Slowenien und Irland teilen dieses Mülldeponie-Manko mit Zypern. 

Es gibt eigentlich noch viel mehr zu tun in Zypern. So müssten die Zyprer wegen ihrer Lust am Essen von Singvögeln noch gerügt werden und der Art und Weise, wie sie diese Wesen ins Jenseits befördern (auffällig viele totgefahrene Igel liegen schon seit Längerem auf den Straßen überfahren und verquetscht. Ob das eine Art Zeitvertreib hier ist, Sport? Schlangen liegen leider auch oft rum, aber längst nicht so viele). Der Bau von Häusern und der Verkauf von Land muss dringend eingeschränkt werden. Raser auf den Straßen müssten konsequent und wirklich hart bestraft werden. Die Polizei müsste vor allem in den Städten die Raserei unterbinden. Motorradfahrer scheinen einen Freischein zu besitzen. Zypern müsste davon abgehalten werden, Geld in Russland aufzunehmen. Denn es ist ja für alle Beteiligten absehbar, dass die Schuld gegenüber Russland ins Unermessliche steigt und Moskau dafür gewiss ganz abmessbare Dinge will – zum Beispiel einen Hafen, wo man tun und lassen kann, was man will. Das Gespräch darüber läuft bereits. Doch wird es sich darauf beschränken lassen? 

Zuletzt: Dass die Führung der Republik Zypern in der Lage sein wird, die Präsidentschaft der EU für sechs lange Monate zu führen demnäcsht, wird anscheinend immer deutlicher in Frage gestellt unter Experten. In Brüssel auf Pressekonferenzen tauchen neuerdings Fragen, die in diese Richtung weisen vermehrt auf – zu spät finden wir. Derweil machen sich einige türkische Zyprioten auf den Weg nach Brüssel, um einige Tage vor der Übernahme der EU-Präsidentschaft durch die Republik Zypern gegen diese Präsidentschaft zu demonstrieren. Hühner werden noch immer in unzureichenden Gehegen  zum Eierlegen genötigt, beklagt der Europäische Rat und droht vor Gericht zu gehen. 

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