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Posts Tagged ‘bundespräsident gauck’

 

Demnächst, am 1. Juli 2013, wird der Traum wahr: Kroatien wird EU-Staat. Irgendwie rückt der Traum vom Abenteuer und Reisen vor der Haustür, anstatt in Asien, Afrika, Australien oder Südamerika unterwegs zu sein, bei vielen durch den Beitritt Kroatiens betonter ins Bewusstsein. Dank sei der weisen Umsicht, die in Brüssels Schaltzentrale der EU herrscht und uns Europäer geradezu einlädt, doch mal im Balkan ‚das Andere‘ aufzusuchen – schon allein aus Solidarität und als Anschubhilfe. Es wird spätestens nach dem 1. Juli 2013 Zeit, verehrte Leser, Slowenien, Tschechien oder wo genau Süd-Ost-Europa anfängt, ‚zu erschließen‘ und die EU-Neuankömmlinge zu inspizieren. Klar doch, Bulgarien, Rumänien und selbstverständlich Griechenland dürfen es auch sein.
Bei solch regenreichem Wetter, wie es diesen Sommer in Mitteleuropa herrscht, liegt doch eigentlich Nichts näher für all diejenigen unter Ihnen zum Beispiel, die Spanien, Italien, Frankreich etc. “eh schon gemacht” haben.

Den Anfang zu all dem, habe ich vorgestern und gestern auf meine Weise gemacht, auch wenn Kandern noch 1000 und 1-Ding gewiss verborgen hält. Plötzlich zog es mich über den Dunstkreis von Basel hinaus, gen Süden eben. Als Frühaufsteher und jemand, der Distanzen nicht abschätzen will und kann und irgendwie sich weit entfernt wähnt in Kandern, war ich recht überrascht, bereits um 07 Uhr morgens in St. Gallen anzukommen mit dem Auto nach vielleicht knapp 2 Stunden Fahrt. Über das schöne Appenzell mit den schönen bunten Häuschen kam ich nach ausgeprägtem Rundgang durch St. Gallen so um 14 Uhr in Chur an. Jetzt, wo ich den Tag danach von dort über Bern plus weiterer Übernachtung zurück in Freiburg im Breisgau/Deutschland bin, kapiere ich langsam, dass all das wirklich verhältnismäßig nahe zueinander liegt, vor der Haustür. Als Nächstes werden Teile von Lothringen erschlossen werden, die Gegend um den Titisee, um dann endlich den weiteren Umkreis von Kandern sozusagen ‚haptisch erfasst‘ zu haben, und um mich Kandern und seiner Umgebung langsam, aber stetig zu nähern.

Basel-Stadt soll bis 2050 den gesamten Energieverbrauch nur noch durch erneuerbare Energiequellen decken. Das Atomkraftwerk in Fessenheim/Elsass/Frankreich und die Paar Atomanlagen in der deutschsprachigen Schweiz werden bis dahin wohl auch abgeschaltet sein. Fehlt eigentlich nur noch, dass ich nach 2050 immer noch mitträumen werd können. Mal Scherz beiseite: Ich finde Fessenheim ist Russisches Roulette – ein Albtraum. Es tickt wie eine Zeitbombe. Ich sehe jetzt schon die Reden und Ansprachen von führenden Politikern wie Herrn Gauck, dann nachdem die Reaktorbodenplatten ihr Versprechen nicht gehalten haben, die mit die dünnsten sein sollen in den Atomkraftwerken der Welt, wenn sie wie in Fukushima das Kontaminieren des Grundwasser nicht verhindern konnten.
Es darf davon ausgegangen werden, dass Bundespräsident Gauck und seine 150 Diplomaten, die kommenden Montag die Freiburger Innenstadt einnehmen werden, das Thema Fessenheim diplomatisch aussparen werden und von anderem Zeug uns und sich erzählen werden. Es gilt also die Innenstadt von Freiburg so um die Mittagszeit möglichst zu meiden, denn die Herrschaften geruhen sich die Ehre dort zu geben. Früher, als Grafen, Könige und solche Leutchen am Münster vorbeikamen, haben die den Montagsmarkt der Bauern und Händler wahrscheinlich auch als vorzeitig abbrechen lassen, ihrer Aura den entsprechenden Rahmen setzend – man hat ja sonst keine Zeit für nichts im gutbezahlten Amt, nicht wahr?
Schön wäre, Gauck könnte beim Redeschwingen jetzt am Montag mal zurück auf die Straße finden thematisch, und die 16 Millionen ansprechen, die in Freiburg am Rotteckring bereits nachweislich in den Sand gesetzt worden sein sollen beim Erneuern. Florian Kechs aus der Badischen Zeitung vom 29.06.13 schreibt recht lustig darüber oder davon.
Letzteres sind die Themen, schwant mir, aus denen Träume gemacht sein könnten, wie sie in der Hörkassette von Heikko Deutschmann erzählt werden, der Roberto Saviano’s Gomorrha faktenreich liest und einem danach fragen lässt: Wenn Zement mehr oder minder die Hefe der italienischen Wirtschaft gewesen sein soll, was, welches Ding ist es dann wohl im deutschen Kontext – frömmelnde Worte? Welches Etwas setzt Deutschland zusammen und welche Vision hat Gauck kommenden Montag für den realen Traum Dreiländereck?

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Der Traum einer Schweiz, wie man sie aus Heidi, St. Moritz, Arosa oder Bildern aus Interlaken zu kennen glaubt, hat mit dem Gesetzentwurf des Schweizerischen Bundesrates einen weiteren Boxer in den Unterleib erhalten. Vera Weber, eine Schweizer Umweltschützerin, wird im Bündner Tagblatt genannt, sie sagt, der Bundesrat habe einen “Kniefall” gmacht, und zwar, schreibt Sophie Alix am 28. Juni 13, “vor der Bau- und Immobilien Lobby”. Die Nationalrätin Silva Semadeni zitiert das Tagesblatt folgendermaßen: “Die uneingeschränkte Umnutzungsfreiheit von Wohnungen, die bereits vor der Abstimmung bestanden oder bewilligt waren, und auch die Querfinanzierung von Hotels durch Zweitwohnungen ist sehr problematisch. Der Vorschlag des Bundesrates ist eine Aushöhlung des Bundesverfassungstexts.” Woanders in den Nachrichten der Schweiz wird zu diesem des Gesetzentwurfs wegen getitelt: “Zu viele Ausnahmen” und “der Bund setzt auf Pseudo-Lösung” (20MinutenCH).

Und eben in Graubünden, wo der Traum der grünen, schönen Schweiz noch immer sehr ersichtlich und reizvollst wirkt und ist, soll ausgerechnet ein Kohlekraftwerk für den nötigen Strom in den Haushalten in Zukunft sorgen. Am 22. September wird dazu abgestimmt. Ob sich der Volkswille gegen die Interessen der Axpo durchsetzen wird können, den zukünftigen Betreiber der erwähnten Anlage, steht noch in den Sternen.
Hier gilt es zu wissen, dass die Schweizer Tourismus-Industrie in den letzten Paar Jahren relativ kleine Einbußen erleiden musste – der stärke des Schweizer Franken wegen vor allem. Stefan Trachsel schreibt eingangs in seinem Artikel mit der Überschrift “200 Millionen aus der Regionalpolitik für Tourismus” Folgendes im Bündner Tagesblatt: “Die Schweizer Tourismusindustrie ist im internationalen Vergleich zu teuer und zu kleinräumig organisiert. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in seinem rund 100-seitigen Tourismusbericht. 90 Prozent der Hotels hätten weniger als 50 Betten, und um die Tourismusförderung kümmerten sich schweizweit 561 Organisationen, sagte Bundesrat Johann Schneider-Amann.”

Doch keine Angst, der Traum vom erfolgreichen Tourismus in der Schweiz ist längst noch nicht ausgeträumt. Langsam kommen die Touristen wieder zurück. Außerdem stellen Studien der Schweiz einen noch größeren zukünftigen Erfolg in Aussicht, weil das Schmelzen der Gletscher einerseits zwar bedauerlich sein wird, andererseits aber die Aussicht besteht, dass dadurch noch mehr Seen entstehen werden, die gewiss im Bereich Tourismus günstig zubuche schlagen und selbstverständlich auch von Nestle und Co als Trinkwasser-Reservoir genutzt werden können.
Derzeit liegen gerade riesige Decken über Teilen des Rhone-Gletschers ausgebreitet, um dessen Schmelze zu verhindern.
Es soll ja auch Leute geben, wie zu lesen ist, die gegen ihr Schwulsein beten. 20MinutenCH schreibt: “Die grösste christliche Ex-Gay-Organisation Exodus International liess eine rosarote Bombe platzen: Sie löste sich auf, weil es trotz Therapiearbeit nicht gelungen sei, dass der heterosexuelle Funke auch auf homosexuelle Gläubige übersprang.” Manche haben über 10 Jahre erfolglos gebetet. Das soll besagen: Beide Träume sind schon längst ausgeträumt, doch der Traum einer weiterhin schönen Schweiz noch nicht!

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