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Zypern und MEHR

Mittelost

Jemand namens Colonel John Hughes-Wilson schrieb in der englischsprachigen Cyprus Today aus dem Norden Zyperns am 7. Februar 2015 in Auszügen folgendes:

„Während Sie das hier lesen, ist es gewiss hart zu verstehen, sich in der Mitte eines großen unerklärten Krieges zu befinden. Es ist hauptsächlich ein internationaler Konflikt, der Politik, Öl, Wirtschaft und Religion angeht – und er hat bereits über 250.000 Menschen getötet, 3 Millionen wohnungslos gemacht und Milliarden von Dollars verschlungen, und er gebiert Terrorismus auf den Straßen von Paris, London und einem Dutzend anderen Städten.
Die Hauptkombatanten sind Syrien, Iran, Irak, Saudi Arabien, Russland und die USA. Am Rande machen die Türkei, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Venezuela, Nigeria, Israel, Zypern, Großbritannien und das kleine Schottland ihre Aufwartung.
Es geht um viel. Wenn alles schief geht, könnte der heutige Wirtschaftskrieg in eine noch weiter gefächerte Angelegenheit sich ausweiten, wie zum Beispiel im Fall der Ukraine. Sogar wenn der Kampf auf Ökonomie limitiert bleibt, bezahlt jemand irgendwo dafür einen hohen Preis. Fragen Sie da nur die durch Shell geschockten Arbeiter in Aberdeen, die ihre Arbeitsplätze verloren an Weihnachten, oder den unglücklichen griechisch-zyprischen Erdölminister, der reuevoll die verebbenden Träume Südzyperns in Sachen Reichtum durch Erdgas einzugestehen hatte.
Das vorrangige Krebsgeschwür, welches diesen Erdball überzieht, ist das Blutbad, welches der syrische Bürgerkrieg darstellt, wo Rebellen sunnitisch-islamischer Provenienz die schiitische Führung in Syrien zu zerstören suchen. [Der Autor lässt hier allerdings unerwähnt, dass die alevitisch geprägte Assad-Regierung die sunnitische Mehrheit der Bevölkerung mehr als nur gängelte die letzten 30 und mehr Jahre]. In diesem Prozess bringen sie einen neuen Mittleren Osten hervor; wohingegen Irak und Iran verzweifelt kämpfen, die blutrünstigen sunnitischen Fanatiker, die sich Islamischer Staat nennen, in ihre Schranken zu verweisen.
Ein mit Furcht erfülltes Saudi Arabien wurde nun aber in den Krieg gezogen. Letzten Monat haben IS-Kämpfer einen saudischen Grenzposten gemeuchelt. Nun bilden die Saudis eine neue Maginot Linie an ihrer Nordgrenze der Wüste, um die IS fernzuhalten. Das mesopotamische Blutbad breitet sich aus… .“

Griechenland

„Die Probleme Griechenlands drohen, das gesamte Flickwerk des Eurozone Projekts zu sprengen – und mit ihm die EU in ihrer jetzigen Form. Das ist wiederum an weitere Angelegenheiten gekoppelt: vom türkischen Gaspipelines bis zur russischen Absicht bezüglich Athen, Zypern und der Ukraine. [Bekanntlich wurde gestern eine Art Umgangsmodus gefunden in Minsk, sodass Krieg im größeren Maßstab vielleicht doch noch verhindert werden kann, der ansonsten den Ukrainekonflikt zum Ausgangspunkt haben könnte – oder gehabt hätte]. Nochmals: Es geht um viel.
Der britische Premier hat gewarnt, dass das unaufhörliche Verurteilen Griechenlands als der Böse Bube in der EU, „das größte Risiko für die globale Wirtschaft“ ist.
Übertreibung?
Er hat da jedenfalls irgendwo Recht. Als NATO-Mitglied am Frontverlauf Europas „Bogen der Instabilität“ zählt Griechenland [und ist nicht so einfach wegzustecken] in Anbetracht des heutigen Konfliktrings, der Bürgerkriege und Failed States, die von der Levante bis nach Libyen reichen.
Letzteres[, also dass Griechenland zählt] auch dann, wenn Brüssel und Berlin murmeln, dass die Angelegenheit beherrschbar ist, sollte Griechenland [aus der EU und/oder €] ausscheren. Finanzexperten sind da nicht so optimistisch. Sie warnen, dass ein Grexit ein Erdbeben innerhalb der Eurozone nach sich ziehen wird. „Sie alle halten den Ball flach, doch wenn Griechenland rausgeworfen würde, wird auch ein Präzedenzfall geschaffen … Wie könnte da Zypern beim Euro bleiben, wo es doch so von den griechischen Banken abhängig ist? Sollte das System einknicken, werden die Haie auf dem Finanzmarkt der Sache so lange nachgehen, bis das nächste Opfer fällt….“ .

Griechenland und Zypern

Auf einer weiteren Seite der erwähnten Ausgabe der Cyprus Today aus dem türkisch-zyprischen Norden schreibt Tom Roche folgendes:

„Einige jener auf der anderen Seite [Zyperns] erregen sich sehr wegen der Wahl des neuen linken Ministerpräsidenten von Griechenland. Sie bezeichnen Alexis Tsipras als Helden, der seine Leute aus der ökonomischen Wildnis führen kann.
Zusammen mit allen neugewählten türkischen Führern, machte auch er seinen ersten Amtsantrittsbesuch hier auf Zypern. Diejenigen, die nach neuen Visionen für Zypern Ausschau hielten, wurden aber enttäuscht. Nichts weiter als Gemeinplätze hatte Tsipras anzubieten bezüglich lokalen Themen, und trottete die wenig fruchtbare Formel von der bizonalen, bikommunalen Föderation [in seinen Reden] ab.
Herr Tsipras ist zweifellos jünger und charismatischer als die alten Hyänen, die sehr lange an der Macht sind in Nikosia. Seine ersichtliche Absicht, Deutschland an den Karren fahren zu wollen – wie auch dem Rest des Machtzirkels in der EU -, während er versucht, etwas Stolz in sein Land zurückzutragen, muss applaudiert werden – doch er bringt nichts Neues nach Zypern.
Er und Finanzminister Yanis Varoufakis versprachen, endemische Vetternwirtschaft und Korruption anzugehen, und was das angeht, könnten sie ein Beispiel für Zypern eventuell werden oder sein.
Gerade in dieser Woche sahen wir Korruption im Bürgermeisteramt von Paphos, welche von dem griechisch-zyrischen Kontrolleur [der Angelegenheit] als „eine ausgedehnte Party“ bezeichnet wurde. Er legte einen Bestechungsskandal trocken, wo es um mehr als 1,7 Mill. € Schmiergeld ging, um das Abwassersystem machen zu können. Es gibt keinen Grund, sich zu entrüsten – hier [im Norden] ist es kein bisschen anders.

Die Wahrheit ist einfach: Tsipras hat einen größeren Fisch zu braten, als sich um den flegelhaftesten Mitgliedsstaat (Südzypern) der EU Sorgen zu machen und seinen lärmigen Nachbarn (Nordzpern). Sein Kampfgebiet liegt woanders.
Unter denen, die Tsipras sich herausgepickt hat, ist unter anderen Deutschlands Finanzminister Wofgang Schäuble. Dessen Anmerkung zum Wahlsieg der Syriza seinerzeit: „Neue Wahlen ändern nichts!“
Kein Zweifel, er meint, dass alle Regierungen aller rechtstreuen Länder die Abkommen einhalten müssen, welche von ihren Vorgängern abgeschlossen wurden. Man kann sich da nicht helfen, als zu denken, dass dieser Hochmut alles beinhaltet, was es braucht, um die Verachtung der EU gegenüber der Ansicht ihrer Bürger ins Bild zu fassen.
Die Summen, um die es geht in der Schuldenkrise Griechenlands, sind schwindelerregend und das Loch, welches sich auftut zwischen den Forderungen der Kreditgeber und der Fähigkeit Griechenlands zu bezahlen, erscheinen nicht überbrückbar. Das erinnert mich an den alten Spruch: Wenn du der Bank 10 Mill. schuldest, dann bist du in Schwierigkeiten; schuldest du ihr indes 100 Mill., ist sie in Schwierigkeiten.“

Zypern

Zuletzt ein Auszug eines Beitrags aus der Cyprus Mail vom 12. Februar 2015 mit dem Titel: „Banken von Politikern zu separieren, ist eine gute Sache.

Vor einer Woche verursachte eine interne Email, die ans Tageslicht kam, einen politischen Aufschrei aller Parteien, in welcher der Vorsitzende der Bank of Cyprus, John Hourican, offen nach den Motiven der politischen Parteien fragt, die die Gesetze zur Zwangsvollstreckung blockieren. Hourican sagte darin, es sei ein Skandal, dass einige Politiker „vorgeben, die Schwachen in der Gesellschaft gegen die bösen Banken zu beschützen, wo sie doch in Wirklichkeit die großen Geschäfte in Zypern lediglich beschützen“.
Obgleich diese Ansicht in den Medien schon in der Vergangenheit kundgetan worden war, hatten es die Parteien nicht für nötig gehalten, bislang darauf zu antworten. Doch als ihre Motivation von einem Top-Banker in Frage gestellt wurde, dessen gute Arbeit in der Bank of Cyprus von vielen registriert wird in schwierigen Zeiten, fühlten sich die Parteien ermuntert, in die Offensive zu gehen. Alle ließen verlautbaren, dass es die Banken waren, die das Land in den Ruin getrieben haben, dass ihnen nicht vertraut werden könne und kein Interesse zeigten, den kleinen Geldleiher zu schützen. Einige formulierten persönlich werdend, und zweifelten, dass Hourican überhaupt in der Lage sei, das Wirtschaftsproblem zu verstehen, wegen der Zeit, die er im Ausland verbracht habe.

Es war einfach der Mix aus Einschüchterung und Moralisieren, zu dem die Parteien immer zuück greifen, wenn sie ihre Ansichten wem aufdrücken wollen. Hourican demzufolge hatte nicht das Recht, solche Ansichten zu verbreiten, da er ein Banker ist und es nicht seine Aufgabe sei, die Menschen zu beschützen – in starkem Kontrast zu den Parteien.
Das ist also der gewöhnliche Blödsinn, den Politiker von sich geben, die noch nie daran gedacht haben, Leute zu schützen, auch nicht, als Andreas Vgenopoulos die Laiki Bank ausplünderte, während er großzügige Bargeldzahlungen an die [zyprischen] Parteien machte. Sie waren ihm alle wohl gesonnen, wie sie es auch zum damaligen Vorsitzenden der Bank of Cyprus waren, zu Herrn Andreas Eliades.
Diese ungesunde, wohlige Beziehung zwischen Bankern und der Politik hat [nun endlich] aufgehört. Die zwei größten zyprischen Banken sind inzwischen unter der Kontrolle ausländischer Anteilseigner und werden von ausländischen Haupt-Geschäftsführern geleitet, die nicht – und sie scheinen es auch nicht anzustreben – ein Teil der herrschenden heimischen Clique sind, so wie deren Vorgänger. Als die neue Geschäftsführung im November gewählt wurde, waren die letzten Platzierungen von Parteien darin ersetzt worden, wodurch alle Links zwischen Banken und den Parteien durchschnitten wurden – und die Kontrolle der Letzteren unterbrochen.
Das war das Beste, was den Banken passieren konnte, auch wenn es bedeutet, dass sie gelegentlich unter Feuer geraten, wie Hourican letzte Woche herausfinden durfte.
Zypern leidet noch immer unter den Konsequenzen der Allianz von Politik und Bankenwelt. Daher ist es eine positive Entwicklung, sie in Camps eingeteilt zu sehen, die sich opponieren.“

Das lustigste Bild, verherte Leser, war letzter Woche im Reigen der Bilder, denen man ausgesetzt sein darf, für viele gewiss auch der Anblick von Sultan Erdogan BAY auf der Treppe in seinem Palast, nicht dem des Volkes, zu Ankara inmitten im Spalier stehenden türkischen Untertanen, die in seltsamen Uniformen an 1000 und 1e Nacht oder an das Osmanische Reich und eine weitere verschrobene Regierungszeit Erdogans erinnerten. Nicos A. Rolandis titelt in der erwähnten Cyprus Mail trefflich im Artikel, der diese Treppenszene zeigt: „Lost in space!“

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Ta Lefta

Geld

Griechenland hat eine neue Regierung. Die Regierungssprecherin Sofias Woultepsi verkündete die Namen der 18 neuen Minister. „Die Zügel des Wirtschaftsministeriums, nimmt anstatt Giannis Stournara nun Gikas Chadouwelis in die Hand“, schreibt die griechischsprachige Zougla am 10. Juni 14. Interessant zu wissen dürfte sein, dass Argiris Dinopoulos neuer Innenminister wird. Versteht sich schon fast von selbst bei dem Wahlergebnis, dass der Premierminister Antonis Samaras heißt und sein Stellvertreter wird Evangelos Weniselos sein. Außenminister ist Dimitris Kourkoulas.

Vor kurzem das Buch von Wassilis Awestopoulos gelesen, „Griechenland, Eine europäische Tragödie“. Das Buch kam 2014 heraus und erhebt den Anspruch, bis ins Jahr 2014
thematisch zu reichen.Das stimmt bei Weitem nicht. Sehr gut abgedeckt wird dafür aber das Jahr 2012 – und das äußerst detaillreich. Wer allerdings etwas in Bezug auf Zypern in diesem Buch zu finden hofft, wird enttäuscht werden. Die Zusammenhänge der griechischen und zyprischen Bankenkrise, zum Beispiel, sind für Awestopoulos nahezu kein Thema.

Jedenfalls ist seit heute, dem 11.06. 2014, die ehemalige Laiki Bank Zyperns endgültig Vergangenheit. Die letzte Phase der Vereinigung der Laiki Bank mit der Cyprus Bank ist
abgeschlossen worden, schreibt die griechischsprachige Sigmalive. Die Vereinbarungen der Laiki Bank mit Filialen der Cyprus Bank gelten ab heute für abgeschafft.
Bekanntlich hat Zypern von Standard & Poor eine weitere Aufbesserung am Kapitalmarkt letztens erhalten, auf Caa3 (positiv) zu B- (stabil) bei Fitch. Die Deutsche Bank wurde beauftragt, zusammen mit Goldman Sachs International, der HSBC, UBS Investment Bank und VTB Capital, eine Serie von Fixed Income Investoren Treffen innerhalb Europas umgehend zu organisieren. Es geht, wie Präsident Anastasiadis versprach, anscheinend wirklich voran im Land?!

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Ganz so rosig scheint es dann aber im Detail offenbar doch nicht zu laufen auf Zypern. Es gibt Ärger, wie ja auch in Deutschland, in Bezug auf die Erneuerbaren Energien, die im Griechischen und hier mit APE abgekürzt werden (ανανεώσιμες πηγές ενέργειας). Denn dem Energieminister ist, ebenfalls ähnlich wie in Deutschland, nichts Besseres eingefallen, als den Haushaltsfond der APE für das Jahr 2014 erheblich zu reduzieren, berichtet die griechischsprachige newzup. „Die Behörde hat Studien in Auftrag gegeben, die die Nachhaltigkeit überprüften, welche auf den schlechtesten Szenarien für die APE basieren, das heißt, die Kostenvermeidung, welche die Energiebehörde (AHK) für Kraftstoff hat liegt demnach bei 10,5 Cent“. Desweiteren wurde ermittelt in dieser Studie, dass ein Nachhaltigkeitsproblem der Energiebehörde eh nicht vor 2017 zu erwarten sei. Und daher läge die Kostenvermeidung real bei 11,8 Cent.

Nun liegt die Studie also im Parlament und will besprochen und beurteilt sein. Die Abgeordneten, schreibt die newzup, scheinen wenig gewillt, die Nachhaltigkeitsergebnisse der Studie „überzeugend“ zu finden. Nikolas Papadopolous, Vorsitzender des Ministerrats, befürchtet indes, dass in 2 Jahren die Kasse eventuell keine Reserven für so etwas haben könnte. Die Befürchtungen scheinen berechtigt, findet die newzup, beim Blick in die Vergangenheit, wo Gelder für ähnliche Projekte verschleudert wurden. Andrea Riri von der newzup endet den Artikel sinngemäß mit: traurig, aber wahr.

Die philnews schreibt Folgendes am 10.06.14: „In den kommenden Tagen wird erwartet, dass vom Wirtschaftsministerium beschlossen wird, letztendlich, bezüglich der Anleihen auf
dem internationalen Markt, die inländischen Schulden grundlegend zu decken, deren Zeitraum demnächst endet, und von den neuen Anleihen ersetzt werden können. 2014 endet die Laufzeit inländischer Wertpapiere in Höhe von 2,3 Milliarden Euro und ausländischer Wertpapiere von 585 Millionen. Einer der Kopfschmerzen des Ministeriums ist die Anleihe in Höhe von 1,9 Milliarden Euro für die Rekapitalisierung der Laiki Bank, ein Betrag, welcher in den Rechnungen der Troika gar nicht vorkommt…. . Dieser Betrag verursacht hohe Kosten, 5, 15%, und hat eine kurze Laufzeit von 1 Jahr.“

Endlich ist es so weit: Weltmeisterschaft beim Fußball in Brasilien. Die FIFA hat nun auch für die griechische Mannschaft den ungefähr 12 minütigen Video herausgegeben, der die Mannschaft und alles, ist anzunehmen, was man wissen muss zum griechischen Fußball, in Szene setzt. Drei Tage also noch, dann geht der Spektakel los in Brasilien. Die Schweizer und Franzosen haben sich auch qualifiziert. Ach ja, ich vergaß, dem Video zum griechischen Fußball geht bezeichnender Weise eine Allianzwerbung voraus, auf der ausgerechnet der deutsche Torwart, Neuner, der deutschen Fußball-Nationalelf zu sehen und zu hören ist auf Deutsch. Ob diese Einlage den griechischen Fans gefallen wird http://www.cytoday.eu/index.php?id=357&nid=2827406 ?

Das, und ähnliche Sonderbarkeiten, ist gewiss ein weiterer Punkt, den die mit Geld gut ausgestatteten FIFA-Bosse überarbeiten sollten zukünftig – also diejenigen, die Abermillionen für Spieler ausgeben, nicht auch noch überall und immer herumwuchern zu lassen nur weil sie viel Geld haben!

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Der gute Wolf und die böse Hirtenkrise!

Der Süd-Zyprer Jorgos Dionisiu schrieb bereits am 1. August 2013, dass es an der Zeit ist, die allgemein vorherrschende Einstellung der Süd-Zyprer gegenüber dem Norden Zyperns zu ändern. Bekanntlich gehen die meisten Süd-Zyprer nicht in den Norden, weil türkische Streitkräfte dort stationiert sind – und weil sie an der Grenze, die sie nicht anerkennen, ihren Ausweis vorzeigen müssen.

Dionisiu befindet, dass nun etwas mehr als eine Generation von Griechisch- oder Süd-Zyprern den zyprischen Norden nicht besucht hat, diesen boykottiert. Schön und gut, meint er, doch wenn der Kontakt zu dem Land im Norden unterbrochen ist und diejenigen, die dort jetzt wohnen, nicht mit den alten Besitzern, also den Griechisch-Zyprern, konfrontiert werden, wie sollen dann junge Menschen, die niemals im Norden waren und diesen nur vom Hören-Sagen kennen, für diesen Teil der Insel mit voller Überzeugung eintreten zukünftig?

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Voller Überzeugung schien der Verteidigungsminister gestern im Interview in der täglichen zyprischen Polit-Sendung namens “von Tag zu Tag” nicht gewesen zu sein, als er meinte, die Briten und Amerikaner würden die zyprische Regierung über jeden Schritt im Vorfeld unterrichten, den sie von zyprischem Boden aus gen Syrien und in kriegerischer Absicht unternehmen.

Was kann er schon anderes sagen, um sein Gesicht nicht zu verlieren, der Verteidigungsminister Zyperns. Doch er sprach auch davon, man solle sich schon mal bereitmachen – gemeint ist, so verstanden wir es, für kriegerische Handlungen, auch auf der Insel.

Es dürfte doch wohl klar sein, dass die Regierenden der Republik Zypern wahrscheinlich mit die Letzten in der Kette derer sein werden, die mit brisanter Info bezüglich strategischem und tatsächlichem Vorgehen im Syrienkrieg versorgt werden – wenn es dann so weit sein wird. Klar, schreiben wir, wie auch der Verteidigungsminister andeutete im Interview in der Sendung von Tag zu Tag, der international abgeschlossenen Verträge und Abmachungen wegen, denen Nikosia verpflichtet ist.

Die ersten Militärflugzeuge der Amerikaner haben die britische Basis auf Zypern bereits in Beschlag genommen, ein Paar Kriegsschiffchen folgen. Angeblich, wie beruhigend, kann auf Syrien auch von Schiffen geschossen werden, die im Arabischen Golf, irgendwo in der Nähe des Iraks, vor Anker liegen.

Da wollen wir doch mal hoffen, dass die Steuerungssysteme dieser Dinger aber auch nie fehlgehen, weil bekanntlich liegt – grob über den Daumen gepeilt – hinter Syrien vom Golf betrachtet Zypern. Es soll ja schon andernorts zu sogenannten Kollateralschäden gekommen sein.

In Zypern, so weit hier erkennbar, scheint dass Thema kriegerische Handlungen in Syrien demnächst, kein Thema zu sein. So sehr sind die Insulaner mit ihren Dauerbrennern beschäftigt. Da wäre zum Beispiel der Dauerbrenner Bankenkrise und die Bank of Cyprus.

Letztere Institution hatte gestern ins Gebäude der Zentralbank von Zypern geladen, wo der ehemalige Finanzminister Sarris – war nur knapp 3 Monate im Amt zum Ende der Xristofias Regierung – sich einige Gäste geladen hatte. Geladen war der Schwede Lars Nyberg und der Australier Mike Aynsley. Die beiden waren es auch, die den Besuch der Veranstaltung sozusagen lohnend machten. Sarris als Moderator machte auch recht gute Figur.

Aynsley war so frei, von seiner Erfahrung in Irland zu erzählen als Banker. Genauer: er, wie auch Nyberg, ist damit beschäftigt, Anlagevermögen zu managen. Viel wurde ja bereits über Bad-Banks und dergleichen gehört und geschrieben. Solche Dinge zu regeln, beschäftigt diese beiden, das ist und war ihre Aufgabe.

Ganz verständlich ist uns, trotz allem, noch immer nicht, warum auf Zypern  auf solchen Veranstaltungen mit ähnlicher Thematik andauernd das irische Beispiel herangezogen wird. Zwar handelt es sich auch hier um eine Insel, aber die Ausgangslagen scheinen uns doch sehr unterschiedlich. Vielleicht soll den Zyprern durch das irische Beispiel einfach immer wieder vor Augen geführt werden, dass es möglich ist, ein total außer Rand und Band geratenes, korruptes Finanz-System einigermaßen wieder in Schuss zu bringen – den Egoismus und die Gier dieser Kreise mit kleinen gut durchdachten Schritten in seine Schranken zu verweisen, möglich ist.

Interessanter war, was Nyberg der Schwede auf dem Podium zu berichten hatte, der schon einige Krisenstaaten beim managen von Anlagevermögen und dergleichen beriet. Er erzählte uns von seinem letzten Auftrag, der in Slowenien war.

Die Faktoren, die zu der Krise in Slowenien führten, scheinen denen in Zypern vergleichbarer zu sein als die in Irland. Jedenfalls konnte Nyberg das so vermitteln und konnte das eine nicht verstehen, was auch das Thema der Konferenz war (“the Pros and Cons of having a Seperate Independently Managed Asset Management + Development Bank”), warum eigentlich davon ausgegangen werde auf Zypern, unbedingt zwei Banken aus der Cyprus Bank machen zu müssen – eine für Anlagevermögen, die andere als Art Entwicklungsbank?

Es mache, sagte Nyberg, aus seiner Sicht wenig Sinn, da jemand, der investieren wolle, gewiss nicht in die Bank, in der all die sogenannten abgestoßenen oder ausgelagerten Werte gehortet werden, investieren wird. Klingt einfach und einleuchtend. Doch darauf muss man erstmal kommen.

Ein weiterer Redner war der Zypriote Theo Panayiotou, der, wie absehbar war (weil man ihn inzwischen kennt), es schaffte, das einigermaßen hohe Niveau der Veranstaltung auf seine Weise in den (zyprischen) Nullbereich zu ziehen. Keine Ahnung, warum die Veranstalter dieses Abends diesen Herren eingeladen haben als Sprecher, zumal Sarris ihn gleich im Vorfeld darum bat, nicht zu sehr auszuschweifen und dabei so seltsam lächelte, als wie wenn er den Stadtnarren auf uns sogleich loslässt. Panayiotou zu verstehen, bedarf eines 7. Sinnes oder so – ein Schachtelsatz ohne erkennbaren Anfang oder Ende jagt scheinbar den anderen.

Ein weiterer eigentlich bereits schon längst am Werk befindlicher thematischer Dauerbrenner auf Zypern, ist die Kirche und ihr Erzbischof. Doch niemand fasst das heiße Eisen, Kirche, wirklich oder gern an. Bekanntlich ist sie so etwas wie ein Staat im Staat auf Zypern – zahlt noch nicht mal Steuern. Dennoch scheint dieses mächtige Imperium weiße, keine schwarzen, Löcher zu haben.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass offenbar auch die AKEL-Partei so eine Art Sonderstellung in der Gesellschaft hat – sie war schließlich die erste Partei, die gegründet worden ist auf Zypern -, dies, weil ihr Mitglied Xristofias, der vorherige Präsident der Republik, weigert sich, auf Fragen im Untersuchungsausschuss zu antworten, der herausfinden will, wie es eigentlich zur Krise auf Zypern kam, gerät die Kirche langsam ins Schussfeld – wahrscheinlich je mehr Menschen verarmen.

Der Erzbischof Xrisostomos II muss sich also immer öfters kritische Fragen gefallen lassen. Zum Beispiel diejenige, ob er wirklich die richtige Person ist, die im Stande ist, das Vermögen der Kirche zu verwalten – es sei schließlich auch das Vermögen des Volkes größtenteils. Und dann werden da plötzlich Fragen lauter, wie die in der Politis vom Sonntag, wo Kritona Kapsali unter anderem fragt, inwieweit die Kirche eigentlich mitverantwortlich ist an der Krise, die das Land nun heimsucht?

Kapsali beziffert das Vermögen der Kirche auf ungefähr 25 Milliarden, wovon im letzten Jahr – leider – 17,5 Millionen verloren gingen, der Anteil des Vermögens der Kirche in der Bank of Cyprus sei von 4% auf 1% gesunken.

Kapsali lässt nicht aus, zu erwähnen, dass die großzügigen Spenden der Kirche, die der Erzbischof gern in seinen Reden und andernorts hervorhebt, nicht etwa aus seiner Tasche (der der Kirche) kommen, wie er es die Massen glauben lassen will, sondern es handle sich hierbei um Spenden und Gelder interessierter Organisationen, die ihre Gelder der Kirche übergeben, damit diese die gespendeten Gelder und Gegenstände dann an die Hilfsbedürftigen in Zypern weiterleitet.

Was, wenn der ‚gute Hirte‘ inzwischen so gut ist, dem Wolf die Jungen aufzuziehen?

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Arbeitslosigkeit
kann ein hartes Brot sein, das ist sie meistens auch. Menschen
aufgewachsen in einem System – Zypern -, wo es durchaus üblich
war, noch ein kleines Draufgeld zu bezahlen, für diese oder jene
Dienstleistung, haben es eventuell schwerer als andere, gewissen
gestellten Fallen auszuweichen, sie erfolgreich zu umgehen.

 

 

Unter
der Überschrift “kunstvolle Ausbeutung Arbeitsloser” kann in der
Philelefteros (
http://www.cytoday.eu/index.php?id=357&nid=2488490
)
erfahren werden, dass
sich gehäuft
geprellte Arbeitslose bei den zuständigen Ämtern zu Wort melden. Es
gibt da offensichtlich Scheinfirm
en
auf dem Markt – Name wird nicht genannt -, die in Aussicht stell
en,
Arbeit beschaffen zu können. Diejenigen, die sich auf das
Versprechen einlassen, zahlen 600€
.
Das tun sie
nicht etwa
für eine gefundene Arbeitsstelle, sondern lediglich dafür,
aktentechnisch erfasst
zu
werden.

 

Unseren
Lesern mag der genannte Betrag eventuell ziemlich hoch erscheinen. Zu
erklären ist er unter anderem damit, dass die Zyprer bislang, wie
man sagt, im Geld schwammen – die meisten jedenfalls. Und darauf
konditioniert, mit Geld sich mehr oder weniger jede Tür öffnen zu
können, bezahlen sie dann eben auch solche Beträge. Wahrscheinlich
unterscheidet sich das wenig von dem, was sonst all die Jahre
hindurch gelebte Praxis war und geschieht bei ihnen auch daher etwas
unreflektierter.

 

Pikant
an der unerfüllten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, von der berichtet
wird in der Philelefteros, ist, dass den Arbeitssuchenden des
Weiteren angeboten wird, eine Weiterbildungsmaßnahme antreten zu
können, wofür allerdings zuzüglich nochmals 170€ entrichtet
werden müssen.

 

 

Bei
der angeblich vorhandenen Neigung vieler Zyprer beruflich und
gesellschaftlich möglichst ‚oben‘ zu stehen, darf man sich ausmalen,
dass die Betrüger mit diesem ‚genialen‘ Einfall gute Extrakasse
machen.

 

 

 

Die
Dame vom Arbeitsamt, Sulla Alexandru, weiß auch nicht, woher diese
Betrüger plötzlich kommen. Ihre Behörde hätte denen jedenfalls
keine Genehmigung ausgestellt, sich auf dem Markt in diesem Segment
zu betätigen. Und selbst wenn so eine Genehmigung vorläge, fügt
sie vorsichtshalber hinzu, sei es ein Unding, für die Registrierung
oder andere Abläufe innerhalb einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
einen Geldbetrag zu verlangen. Die Polizei sei inzwischen
eingeschaltet.

 

Es
soll sich jedoch nicht ausschließlich um Scheinunternehmen handeln,
die auf diese Weise ihr Geld verdienen, sondern es handelt sich
offenbar auch um welche, die auf dem Markt seit Jahren in der einen
oder anderen Branche tätig sind.

 

Seit
sich der verkaufsoffene Sonntag neuerdings durchgesetzt hat auf
Zypern, kommt es immer häufiger zu arbeitsrechtlichen Verstößen
durch die Arbeitgeberschaft, was Überstunden- und
Wochendgeldregelungen angeht. Die Gewerkschaft (SEK) ist alarmiert.

 

 

Central bank of cyprus

Central bank of cyprus (Photo credit: Wikipedia)

 

Unzufriedenheit
tut sich also breit unter Zyprern. Der Führer der DISI-Partei,
Awerof Neofitu, ist unzufrieden damit, dass der Präsident des
Landes, Nikos Anastasiadis, noch immer vor hat, die Bank of Cyprus in
zwei Teile zu teilen: Handel und Immobilien.

 

Doch
auch der Erzbischof Zyperns, Xrisostomos, ist nicht amüsiert. So,
wie die Dinge derzeit liefen in der Cyprus Bank, sagte er im
Fernsehinterview auf RIK1, sähe er sich genötigt, womöglich schon
demnächst die neuen Aktionäre zu bitten, ihn dafür zu bestimmen,
in ihrem Interesse in der Aktionärsversammlung zu sprechen.
Bekanntlich hat die Kirche einen Anteil an der Cyprus Bank; und
bekanntlich muss die neue Aktionärsversammlung der Cyprus Bank noch
– erstmals – zusammentreffen. Der Erzbsichof spricht von einem
kleinen Aktienanteil, den die Kirche besitzt (nicht höher als 6%
können wir schwach erinnern).

 

 

Die
Proto Thema titelt in ihrer Internetausgabe: “Wir sind ein
Unternehmen, welches Geld verdient, wir brauchen keine
Privatisierung!” Das behauptet, trotz Troika und Krise, die
Elektrizitäts-Authorität Zyperns (EAZ), der Proto Thema zufolge.

 

 

Nicht
nur Arbeitslosigkeit ist offenbar ein hartes Brot, sondern auch die
Realitäten eines Staatssystem in Krise mitzuvollziehen als
halbstaatliches Unternehmen – und letzteres ist die EAZ.

 

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Ein
Deutscher, Dieter Rikinson, soll in Großbritannien einen britischen
Polizisten, Steven Konstantain, zyprischer Abstammung verbal
rassistisch beleidigt haben, schreibt die

 

Alitheia.
Mit knapp 300€ Strafe und dem Gang zum Gericht wurde der Deutsche
wieder auf freien Fuß gesetzt. 50€ des Betrages gingen als
Entschädigung an den Polizisten.

 

 

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Die griechischsprachige Sigmalive schreibt, wie die meisten anderen griechischsprachigen Zeitungen Zyperns zur Lage der Cyprus Bank, die gerade Besuch von der Troika hatte, in etwa auch: “In einer allgemeinen Stellungnahme verkünden die Zentralbank und das Wirtschaftsministerium, dass die Verfahrensweise bezüglich der Art und Weise, wie die Bank of Cyprus das Auflösungsregime, den Haircut und die allmähliche Freigabe unabgesicherter Deposits vornehmen wird, feststeht.”

Wie hier auf Zypernundmehr-News bereits berichtet wurde, hat man sich auf 47,5% geeinigt (siehe vorhergehenden Artikel). “Aus diesem Grunde sichert die Rekapitalisierung der Bank of Cyprus eine hohe Kapitalbasis, welche das Minimum von 9% überschreiten wird. Die Zentralbank (Zyperns) informiert die Bank of Cyprus darüber, dass ab heute das Auflösungsregime verlassen wird.”

Die neuen Aktionäre der Bank werden sich demnächst zusammensetzen, bis dahin wird eine Art Übergangsdrektorium die Dinge in die Hand nehmen.

Die Philelefteros titelt in ihrer Internetausgabe bezüglich dieses Themas, nämlich dem des Geldes: “Tiefe Rezession bis 2014 in Zypern!”

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Kann gut sein, dass ab September viele Lehrer nicht mehr eingestellt werden in Zypern. Die Rede ist von eventuell 250. Das scheint, schreibt die griechischsprachige Livenews, mit 2 Dingen vorwiegend zu tun zu haben: a) mit dem Sparregime, welches mit der Troika vereinbart wurde vonseiten der Regierung b) mit geringer werdender Anzahl von Kindern; in Gymnasien und Regelschulen sollen voraussichtlich 1.300 Schüler weniger antreten im Herbst. Zu der Minderung der Schülerzahl soll es nach Ansicht der Troika durch den vermehrten Wegzug von Ausländern kommen. Nach Ansicht der Troika sind die erwähnten Einsparungen auch im Bereich der Erwachsenenbildung umzusetzen. Das Ministerium, ist zu lesen, rechnet allerdings damit, dass wahrscheinlich lediglich 150 Lehrkräfte letztlich betroffen sein werden.

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Mal davon abgesehen, dass ein italienisches Schiff, beauftragt von der Republik Zypern in ihrem Territorium “AOZ” zu erkunden, wieviel Reichtümer unter dem Meeresboden liegen oder wie am besten eine Plattform installiert wird etc., und von der Türkei daran gehindert wird, seinen Auftrag zu erfüllen, wird andernorts davon berichtet, dass das Öl, welches letzte Woche vor der Region Karpaz/Nordzypern ins Meer entwich (100.000t) inzwischen die Strände bei Aghia Napa erreicht haben soll.

Aghia Napa ist bekanntlich ein prominentes touristisches Ziel, wenn nicht sogar die touristische Attraktion für insbesondere junge Reisende, die Beach, Party und Fun haben wollen – der Werbung mancher Reiseveranstalter zufolge.

In diesem Zusammenhang lässt uns hoffen, dass jemand in der Administration der Republik Zypern inzwischen dazu angesetzt hat, die angedrohte Strafe Brüssels wegen schlechtgeführten Mülldeponien landauf-landab doch noch abzuwenden. Das Thema scheint jedoch nirgends eines zu sein dieser Tage und daher ist wohl eher davon auszugehen, dass der verschuldete Staat, der angeblich kein Geld hat und davon träumt, schon bald Klein-Saudi-Arabien zu sein im südöstlichen Mittelmeer, sich erlauben könnte, die zu erwartende Strafe aus Brüssel dann halt aufgebrummt zu bekommen.

Das Kalkül scheint dabei zu sein, dass aufgrund der angespannten finanziellen und demnächst womöglich sozialen Lage, solche Strafen eh nicht bezahlt werden können.

In Zypern, muss man wissen, werden Strafzettel höchst unregelmäßig bis gar nicht bezahlt und Autoversicherungen, genauer Straßenbenutzungsgebühren für Autos, offensichtlich auch nicht. Das Ministerium hat vor ein paar Tagen daher angedroht, zumal soundsovieltausend Autos sich ihre Plakette noch immer nicht abgeholt hätten zum Ende der gesetzten Frist, dass der Arm des Gesetzes nun, nicht wie sonst, mit aller härte diese Gefährte aus dem Verkehr ziehen wird.

Nun, ganz so schlimm wie im Norden Zyperns ist es noch längst nicht im Süden, wo man den Politessen dabei zusehen kann, wie sie den einen Falschparker ermahnen oder aufschreiben und den anderen, der schon länger falsch parkt, einfach übersehen – weil es vielleicht ein Verwandter ist, ein Nordzyprer oder aber einfach nur der Besitzer des Geschäfts ist, vor dem der Fußgängerstreifen dreist im Angesicht des Gesetzes usurpiert wird?

Angeblich zahlen nur Fremde aus dem Süden im Norden Strafzettel, und zwar diejenigen, die daran interessiert sind, erneut mit dem Auto im Norden auf Tour zu gehen.

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Im Norden Zyperns hat die CTP die meisten Stimmen erhalten bei den Wahlen letztes Wochenende. Der Kandidat der UBP, Kücük, ist schmerzlich abgestürzt. Kücük soll der Kandidat Ankara’s gewesen sein als Ministerpräsident. Der Umstand, dass er sich das Haar zur Wahl färben ließ, soll die Wählerschaft letztlich dazu gebracht haben, sich nicht noch einmal für die UBP von Kücük zu entscheiden, schreibt die Afrika in etwa.

Kann gut sein, dass die CTP sich in der Folge mit der Partei des Denktas-Sohns Erdal zusammentut, um eine Regierungskoalition zu bilden. Denktas-Junior soll in einer Art Blitzaktion unmittelbar nachdem das Wahlergebnis einigermaßen absehbar war, welches ihn wider erwarten mit seiner DP eine Rolle spielen wird lassen in der Parteienlandschaft des Nordens, sogleich eine Maschine nach Ankara bestiegen haben, um Order von Erdogan zu erhalten.

Die Afrika-Tageszeitung aus dem Norden schreibt, dass es im Prinzip egal ist, wer die Wahl letztlich gewonnen hat, weil so oder anders wird Ankara diejenige sein und bleiben, die die Entscheidungen trifft im Norden.

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Kaum zu glauben, doch jemand von der Regierung hat nun doch noch festgestellt, dass in der Republik Zypern durchaus eine hohe Zahl von Stränden und strandnahem Wald von Kleinunternehmern genutzt wird, die sich erlauben seit Jahren, öffentliche Plätze in Beschlag zu nehmen mit ihren ‚Diensten‘ und dabei das für den Staat wohl Wichtigste vergessen, nämlich, Abgaben dafür zu berappen. Derjenige, der dem endlch auf die Schliche gekommen ist, heißt Jorgos Nikos Kugialis.

Das beschriebene Phänomen ist so verbreitet und so offensichtlich, dass es sich bei dem Vorstoß des Herrn Kugialis wohl eher um ein Ablenkungsmanöver handeln dürfte, der Marke: schimpft über die Kleinen, dann werden die Großen schon vergessen!

Kugialis schimpft, dass insbesondere in der Region Aghia Napa und Protaras es ganz schlimm damit geworden ist. Nach dem, was in der Internetausgabe der griechischsprachigen Alitheia zu lesen ist, scheinen Kugialis lediglich die verpassten Einnahmen des Staates zu interessieren, der Aspekt Umwelt ist offenbar kein Thema.

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Und zum Schluss aus der showbiz.com.cy das wirklich Allerneuste und wahrscheinlich aller Wichtigste: “ Janis Spaliaris verursachte ganz entschieden eine Elektrifizierung der weiblichen Anwesenden, als er vorüberging. Bei seinem gestrigen Erscheinen bei Niko Ikonomopolos im Summer Breeze (Limassol) am Beach und in Begleitung von 2 Mädchen, tanzte er in der Pause mit ihnen zur Musik vom DJ wie weggetreten, und das vor hunderten Bewunderern. Als er dann im Anschluss hoch auf die Bühne stieg, sang Nikos Ikonomopolos für sie und schaute dabei tief in die Augen, ja, tanzte ebenfalls mit den beiden. Auf diese Art und Weise machte er diejenigen zu Lügnern, die wollen, dass er Partner der Rosita Kentala ist.”

So viel zu dem, was im Artikel davor, als das bezeichnet wurde, was in den Beilagen der Zeitungen mit den vielen bunten Bildern so im Allgemeinen zu lesen ist.

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