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Zu NOrdzypern

Es ist bereits etwas her, als dieser Artikel erschien in einer türkischen Tageszeitung.
Auf den Artikel bin ich zufällig gestoßen, wie auch auf den Ort, an dem ich ihn auffand.

Eigentlich gehe ich ansonsten immer ins gleiche türkische Restaurant-Café in Lahr Mitte, welches schon etwas preislich gehoben genannt werden darf. Die “Gözleme” schmecken dort auch wirklich gut.

Von Offenburg zurück nach Lahr kommend, entschied ich mich vor einigen Tagen spontan an jenem türkischen Restaurant mal anzuhalten zur Abwechslung, welches ich auf dem Weg nach Offenburg links von mir an der B3 liegend überraschender Weise ausmachte, gucken, wie dort die Linsensuppe schmeckt.
Prächtig war die Suppe, kann ich nur sagen. Bin seither schon 3 Mal wieder dort gewesen. Sogar einen vegetarischen Teller gibt es zu unschlagbaren 5 Euro, der richtig gut gefüllt ist mit richtig viel Salat – und man kann sogar wählen zwischen Reis und Bulgur. Sogar 2 weiße Käsestückchen liegen auf dem Teller, eventuell vom Schaf.
Der türkische Tee schmeckt einfach fantastisch. Und kostet hier, im Gegensatz zu dem Türken in Stadtmitte, knapp 1/3 weniger.
Der etwa 40-jährige Mann, der dort arbeitet mit seinem Sohn und das Restaurant füht, ist äußerst kommunikativ. Spricht recht gut Deutsch, scheint schon länger in Lahr oder Deutschland zu leben.
Eine Entdeckung der angenehmen Art hier in Lahr, das ISTANBUL.
So heißt dieser Ort.
Wunderschön sauber ist der Geschäftsraum und herrlich geräumig, so richtig geräumig und keinesfalls vollgestellt mit Tischen und Stühlen, wie es so oft der Fall ist.
Leute kommen und gehen ins/aus dem Istanbul. Abends scheint auch die Frau des Restaurantbetreibers anwesend zu sein. Sie ist gekleidet wie eine Frau, die schiitischen Glaubens sein könnte. Kann ich mir aber nicht vorstellen, dass diese Familie schiitischen Glaubens ist, weil mir gesagt wurde, man käme ursprünglich vom Schwarzen Meer, lebte aber in Istanbul.
Ist ja auch egal.
Bislang habe ich das Restaurant noch nicht sehr gut besucht gesehen, wie man sagt. Ein Kleinod also, wo trotz B3 vor dem Haus komischer Weise Ruhe herrscht. Man kann sogar seinen Laptop aufbauen und dann in seiner Arbeit, beispielsweise, versinken. Ob es Internet gibt, wurde noch nicht abgecheckt. Es muss nicht sein, dachte ich, auch noch hier im Netz zu sein. Meine Einschätzung: Es gibt kein WLAN. Kann aber durchaus sein, dass man sich da täuscht.
Allzu verwundert sollte man allerdings nicht sein, wenn der Wirt plötzlich vor einem steht oder von Weitem sich an einen wendet und das Gespräch sucht. Keine Sorge, er hält sich kurz, wenn man ihn nicht mit den ‘richtigen’ Themen füttert oder merken lässt, dass man JETZT gerade keine Zeit zum Reden zu haben glaubt.
Anscheinend rechnet sich das Alles dennoch. Das Restaurant wird ja schließlich betrieben. Die Preise sind dort äußerst erträglich und das Essen schmeckt wunderbar. Fast glaubt man, zurück irgendwo in einem Berliner Bezirk zu sein, ja, in Istanbul selbst.

Nun:
Der Artikel, der in der Folge übersetzt wird, wurde von Prof. Dr. Ata Atun verfasst und erschien in der türkischsprachigen, islam-national angehauchten Millî Gazete vom 13. November 2018.

“Dem Mutterland sind wir unsere Republik schuldig!

Die Gründung der nordzyprischen Republik war nicht leicht, die sich heute zum 35ten Mal jährt. Diese Republik kam zustande durch Massaker, die an den Türkischzyprern (TZ) verübt wurden, durch Tränen, Flucht, Verlust einer Zukunftsperspektive, Verlassen des großväterlichen Bodens, jedwede Angriffe abwehrend und mit Märtyrern.

Die Gründungsangelegenheit begann in den 1950er Jahren und nicht, wie die Griechischzyprer (GZ) sagen, 1974 oder 1963. Beschlossene Sache wurde Letzteres am 15. Januar 1950, als die GZ plebiszitär ihren Wunsch nach einem Anschluss mit Griechenland (Enosis) kundtaten.

Makarios, der die ganze Welt bereiste, vor allem Hauptstädte im Westen, Rom, Paris, Frankfurt, Berlin, London, New York, sagte und bemühte sich, dass Zypern eine griechisch-zyprische Insel ist, Enosis stattzufinden habe, von den Engländern zurückgenommen und Giechenland übergeben werden müsse.

Der Wahrheit entspricht, dass das Zypernproblem nicht in der Nacht vom 21. Dezember 1963 mit den begangenen Massakern seinen Anfang nahm und, wie die GZ behaupten, [auch nicht] mit der Befreiungsbewegung 1974. Genauer: Die ersten Schritte der TZ in Richtung Verstaatlichung begannen im November 1957 mit der “Türkische Bewegung Organisation” (TMT). Was die TZ im Gepäck hatten, waren engagierte, auserlesene und vertrauenswürdige Leute, die die TMT gründeten, welche im Zentrum das ‘Bayraktarlik’-Prinzip hatte und das in den [vormals osmanischen] Provinzen angewandte ‘Sancak’-Prinzip; also Anwendungen, die die ersten Kettenglieder des [entstehenden Nordzyperns] darstellten.

Indem Erzbischof Makarios die Schlagkraft der Türkei unterschätzte, die Türkei die Verfassungsänderung ablehnte, glaubte Makarios in einer organisierten Art und Weise mit Waffengewalt den Paragraphen 13 der Verfassung morgens am 21. Dezember 1963 ändern zu können – Türken wurden angegriffen, ein Blutbad angerichtet.

Wenn wir nun die Staatswerdung der zyprischen Türken seit 1963 betrachten, [sehen wir], Fazıl Küçük und Rauf Denktaş errichteten am 23. Dezember nach dem Angriff der GZ vom 21. Dezember ein Komitee.
Dieses Haptkomitee war die Miniaturausgabe der Staatswerdung. In jenem Hauptkomitee waren die Mitglieder im Rang eines Ministers, nannten sich aber “Mitglied”. … An der Spitze des Hauptkomitees stand Dr. Fazıl Küçük. Seine rechte Hand war Herr (bey) Rauf Denktaş. Gleichzeitig war Rauf Bey der Vorsitzende der “Vereinigung der Türken”. Dergestalt entstand das Skelett der ersten Staatswerdung am 23. Dezember.

Nachdem die GZ 4 Jahre später, 1967, Dörfer wie Geçitköy oder Boğazıçı angegriffen hatten, gab die Türkei ein hartes Statement ab, was dazu führte, dass das Hauptkomitee sich in eine “Vorübergehende Türkische Führung” wandelte. Am 27. Dezember 1967 wurde die Vorübergehende Türkische Führung offiziell bekanntgemacht. Ab 1968 begannen Treffen [der beiden Volksgruppen]. Als 1970 diese Treffen sich einstellten, wurde das Wort “Vorübergehend” gestrichen und übrig blieb “Zyprische Türkische Führung”. Bis zur Befreiungsbewegung [1974] lief die türkisch-zyprische Regierung unter diesem Namen.

Am 20. Juli begann diese Bewegung und endete am 16. August 1974. Gleich danach wurde Mitte September die “Autonome Zyprische Türkische Führung” ausgerufen. Diesmal hatte das Gebilde ein bisschen mehr Profil, und das auch politisch. Danach begann man, die Verfassung aufzusetzen und am 13. Februar 1975 wurde die “Türkische Zyprische Föderation” ausgerufen. Das heißt: die am 23. Dezember 1963 gesetzten Schritte hatten sich am 13. Februar 1975 in eine Türkische Zyprische Föderation gewandelt. Bis 1983 wurde das Föderale beibehalten, und nachdem im Mai jenes Jahres sich Rauf Denktaş mit dem griechisch-zyprischen Führer Spiros Kiprianu getroffen hatte, wurde dieses Treffen seitens Spiros überhaupt nicht ernst genommen.

Die Treffen wurden erstmals zu Gipfeltreffen 1970, als sich Makarios und Denktaş trafen und die heutige Föderationthese wurde damals erstmals in den Ring der Verhandelnden geworfen.
1983, nachdem Makarios gestorben war, wurde Kiprianu zum Präsidenten gewählt; und just, als die Verhandlungen fortgesetzt wurden – man über föderale Strukturen sprach -, wendete sich Spiros plötzlich an die Vereinten Nationen:

“Die türkische Armee hat von der Insel zu verschwinden, die Besatzung hat aufzuhören und die einzige Regierung der Insel ist die der GZ. Das ist so zu akzeptieren!”

Und dergestalt sah dann die Entscheidung der Vereinten Nationen aus. Doch: Dass die TZ ihre föderale Struktur selbst verwalten können, war auch gesagt worden [seitens der Vereinten Nationen]. Wie Sie wissen, das wird “Self-Determination” genannt.

Von den GZ wartete man auf eine Reaktion, wie:

OK, wenn ihr ein Selbstbestimmungsrecht habt, dann setzen wir uns halt mal zusammen.

Allerdings nichts dergleichen kam von den GZ rüber. Im Gegenteil. Sie seien die Besitzer der Insel, meinten sie.

Zu jenem Zeitpunkt versammelte sich das nordzyprische Parlament der Türkischen Republik, und heute vor 35 Jahren wurde die Entscheidung getroffen, unabhängig zu sein.

Heute leben die TZ auf ihrem Boden frei, in Ruhe und Wohlstand, vermittels [der Hilfe] des Mutterlands, der Türkei.

Letzteren Wert, den gilt es, nie zu vergessen!

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Armağan Candan von der Republikanischen Türkischen Partei (CTP) sowie Ersan Şaner von der Nationalen Einheitspartei (UBP) Nordzyperns kamen Ende Juni nach Straßburg, um an der Generalversammlung der Parlamentarier des Europäischen Rats (Pace) teilzunehmen. Es existiert in Straßburg sogar ein Büro Nordzyperns, zwecks Repräsentation etc. Unter anderen Themen war bei der Generalversammlung die Zerstörung kulturellen Erbes auf der Tagesordnung gewesen in Straßburg. Candan hielt eine Rede, und sagte so in etwa unter anderem: Das kulturelle Erbe gehört allen. Es ist unsere Pflicht, es zu bewahren. Und das kulturelle Erbe der zyprischen Insel gehört nicht allein den Süd- oder Nordzyprern, sondern der Menschheit allgemein. Candan wies darauf hin, dass das bi-kommunale Technische Komitee am 21. 03. 08 zwecks vertrauensbildenden Maßnahmen gegründet worden ist, ebenso als Schutz des kulturellen Erbes. Das Technische Komitee ist seines Dafürhaltens jenes Komitee, welches am besten von all den anderen arbeitet auf Zypern. Es sei am „effizientesten“. Auch daher, findet Candan, sollte der Europarat demselben eine finanzielle Unterstützung geben.
Seltsam ist dann aber doch für manchen Beobachter, zu sehen, in welchem Zustand die meisten Friedhöfe hüben, wie auch drüben in Zypern sind. Nach vorliegenden Angaben ergibt sich das Bild, dass die bi-kommunalen Kulturerbe-Komitees auf diesem Sektor versagt haben müssen (03. 07. 18 Cypriot Daily News). Und daher soll – mal wieder – ein „Pilotprojekt“ gestartet werden.
Wenn also bedacht wird, dass nahezu alle paar Wochen, und dies seit Jahren, irgendwo auf der Insel eine nachträgliche Beerdigung von jemandem stattfindet, dessen Leichnam identifiziert werden konnte nach den Auseinandersetzungen von 1974, muss man über den erwähnten Mangel schon etwas staunen. So viel Tra-Ra in Form von Bestattungen und Extra-Gottesdiensten, die regelmäßig im Fernseher zu sehen sind etc. und dann liegen diese Toten auf nicht umsorgten Friedhöfen?

Apropos umsorgen: Huseyin Özürgün, Vorsitzender der UBP, sagte am 04. 07. 18, Griechischzyprer sollten Tayyip Erdogan mit Blumen in der Hand am Flughafen Ercan im Norden begrüßen kommen, der am 10. Juli ja ankam, um, wie es der Tradition entspricht, nach einem Wahlsieg oder Ernennung zum Präsidenten der Türkei seine Aufwartungen im „Bruderland“ Zypern zu machen. Allerdings hat sich im Vergleich zu davor im Prozedere etwas geändert, denn der türkische präsidiale Wahlsieger Erdogan besuchte zuerst einen weiteren Bruderstaat, Aserbaidschan, bevor er von dort aus, eventuell direkt nach Ercan flog. Die Quellenlage ist unklar, nämlich derart, ob er nun direkt nach Ercan geflogen ist oder ob das Flugzeug zuerst noch kurz in der Türkei landete. Bekanntlich sind Direktflüge nach Nordzypern untersagt. Und nur die Türkei allein fliegt auf diese Weise dorthin. Ja, Aserbaidschan ist zwar ein Bruderstaat, aber Geschäfte gehen nun mal vor. Baku will sich einer solchen diplomatischen Angelegenheit wegen nicht mit der internationalen Gemeinschaft in die Nesseln setzen. Das wird von Seiten der nordzyprischen Regierung anscheinend verstanden, denn niemand scheint dagegen einen Einwand hervorzubringen – zumindest nicht über die Medien hörbar, noch nicht.
Und dass die Südzyprer von „illegalem“ Besuch Erdogans schreiben und reden, schmettert Özgürgün einfach als „Blödsinn“ ab. Schließlich hätten Die aus dem Süden der Türkei ihre Existenz zu danken. Wäre letztere nicht gewesen, sähe das alles anders aus auf Zypern.
Erhan Arıklı, Vorsitzender der Wiederbelebungspartei (YDP) dazu: Erdogans Besuch ist eine Nachricht an die Welt, sagt er. Woraufhin wir fragen: nur welche?
Wie dem auch sei. Es gibt anscheinend auch Nordzyprer, die den Besuch Erdogans bereits im Vorfeld als nicht äußerst lustig, oder anders, deklarierten. Einer dieser Menschen ist beispielsweise Izzet Izcan von der Unionspartei (BKP) im Norden. Er war gegen Erdogans Visite und rief offen dazu auf, dass die an den Besuch angehängte Einweihungsfeier der „Hala Sultan Moschee“ boykottiert werde.
Hala Sultan, der Name sagt Ihnen was, verehrte Leser? Sie haben es also erinnert, nämlich, dass jene Moschee, die vor den Toren Larnakas liegt, am Salzseechen, wo die rosa Flamingos als im Winter sind, denselben Namen trägt. Der Unterschied, wenn Herr Erdogan so einen noch ausmachen kann in derartigen Belangen, ist, dass einst die Tante des muslimischen Propheten Muhammad, höchstpersönlich dort zu verweilen geruhte; und ja, auch Herr Erdogan war nun kurz auf Zypern, hätte aber vielleicht einen, sagen wir mal, weniger anmaßenden Namen für die Moschee auserkoren können, zum Beispiel: Amça Tayyip (Onkel Tayyip).
Nun ja, jedenfalls vermutet Izcan, dass solch Gebaren Erdogans klare Anzeichen, einen Islamischen Staat auf Nordzypern begründen zu wollen, tragen würde. Sollte an Letzterem etwas dran sein, hat sich wohl der derzeitige Präsident Nordzyperns, Mustafa Akıncı, gerade noch rechtzeitig seine Haut gerettet. Er war nämlich unmittelbar nach dem Wahlsieg Erdogans extra nach der Türkei geflogen, um Alleinherrscher Erdogan zu gratulieren.
Akıncı hat wahrhaft einen schweren Stand: auf der einen Seite den politisch glitschigen Anastasiadis, und auf der anderen den politisch erpresserischen Erdogan – und dann verdeckt operierend und doch sehr präsent, die Israelis und die Engländer. Er wohnte also bei, als Erdogan seinen Eid ablegte, der türkischen Nation dienen zu wollen.
Wie die Umstände Mitte August indes zeigen, scheint Erdogans Politik sich nicht allzu dienlich zu erweisen. In Nordzypern müssen auf Grund der verfehlten Geldpolitik Erdogans neuerdings sogar Casinos Steuern zahlen – und überhaupt werden die Steuersätze im Tourismus etc. erhöht. Und nicht nur dort. Sogar Kinder werden mit einer 5%igen Steuer belegt. Bitte fragen Sie mich nicht, wie das von statten geht. Das soll dem Vernehmen nach vorrangig jene Kinderlein treffen, die neu eingebürgert werden. Viel Geld ist damit also nicht zu machen. Zeigt aber, dass doch eine gewisse Not zu herrschen scheint, denn auch der Finanzminister, Serdar Denktaş, rühmt sich neuerdings, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Letzterer ist sich sicher, dass die Geldentwertung des Türkischen Lira, die sich derzeit vollzieht, überstanden werden kann, wenn die Bevölkerung Nordzyperns einfach etwas solidarischer unter- oder miteinander verfährt.
Dass ausgerechnet der von sich sehr eingenommen wirkende Finanzminister des Nordens von Zypern mit dem Fahrrad unterwegs sein soll täglich, also das zu glauben, fällt nun wirklich schwer – bei all seinen Feinden etc. und seiner mentalen Verfasstheit.
Um nochmals kurz auf die Pleite im Finanzsektor zurückzukommen, die Erdogan gern auf andere schiebt. Emin Çölaşan, der in der türkischen Sözçü schreibt, hat am 13. August 18 Erdogan frontal in einem seiner Artikel angegriffen, und ihn gebeten oder aufgefordert oder beides, von seinem Amt zurückzutreten. Und seinen Schwiegersohn, den jetzigen Finanzminister der Türkei, gleich mit zu nehmen.
Tufan Erhürman, derzeitiger Premierminister im Norden Zyperns, ist der Ansicht unter anderem, dass sich eine „gefährliche Diskrepanz“ zukünftig zwischen jenen Kindern und Jugendlichen ergibt im Norden Zyperns, die eine Privatschule oder eine öffentliche Schule besuchen. Denn sie würden längst keine gleichwertige Sozialisierung erfahren. Erhürman meinte noch: 100.000 Studenten studieren im Norden. Das ist ein Drittel unserer Bevölkerung. Die Zahl der Universitäten im Norden Zyperns hat stark zugenommen. Daher bedürfe es nun einer „geplanteren Struktur“, und zwar in allen Bereichen, doch vor allem dem der Bildung. Die Universitäten überziehen inzwischen den gesamten Norden. 19 davon operieren im Land, wovon 16 vom Staat anerkannt sind. Beispielsweise wird die Amerikanische Universität von Girne (GAU) voraussichtlich im Jahr 2020 auch in der Region Karpaz, im äußersten Südwesten Nordzyperns, ihre Pforten für Studierende öffnen.
Das ist in etwa so wichtig für den Norden wie die Tatsache, dass viele Türkischzyprer im Süden arbeiten gehen, beziehungsweise einen Pass der Republik Zypern im Süden in der Tasche haben. 5.233 Antragsteller gab es in den letzten 5 Monaten alleine. Und zwar ist hier lediglich die Rede von Kindern aus sogenannt gemischt türkisch-türkischzyprischen Ehen. Letzteres lassen uns die Gewerkschaften für Lehrer des Nordens (KTOS sowie KTOEOS) wissen.
Diese Gewerkschaften hatten am 12. 02. 18 eine Kampagne gestartet, die sich des zuvor erwähnten Themas widmet, und zwar dergestalt, dass der genannte Personenkreis aus gemischten Ehen möglichst einen Pass aus dem Süden erhält. Die Republik Zypern sträubt sich allerdings recht heftig dagegen, wenn ein Elternteil „Festlandtürke“ ist. Bislang werden die meisten Anträge negativ beschieden. Die genannten Gewerkschaften dürften mit diesem Anliegen schon bald beim Europäischen Menschenrechtsgericht vorstellig werden. Jedenfalls ist die Rede davon, dass dieser Weg beschritten wird, wenn Nikosia-Süd nicht bald eine andere Gangart einlegt, ist zu hören.
Die Anträge für einen südzyprischen Pass gehen bei einer der oben genannten Gewerkschaften ein, die diese dann in den Süden an entsprechende Stellen innerhalb des Regierungsapparates weiterleitet. Denn behördlicher Kontakt von Süden nach Norden wird im Allgemeinen nicht gepflegt, da der Süden den Norden als Ansprechpartner (eigentlich) nicht akzeptiert. Und daher müssen ja auch andauernd sogenannte Vermittler der UN und andere herum sein auf Zypern.
Jedenfalls traf Herr Şener Elcil, Generalsekretär der KTOS, den Innenminister des Südens, Konstantinos Patridis, am 03. August in dieser Angelegenheit – mal wieder. Interessant ist, zu erfahren, dass die Bearbeitung eines solchen Antrages in zyprischen Behörden in der Regel 1 bis 2 Jahre dauert. Und sollte diese Sache vor das Europäische Menschengericht dereinst kommen, so ist nochmals mit einer Wartezeit zu rechnen, die sich den Angaben zufolge auf 2 bis 3 Jahre belaufen dürfte.
Ein weiterer Streitpunkt auf Zypern, und es gibt derer viele, ist, dass als unfair angesehen wird vonseiten nordzyprischer Politiker, wie es beispielsweise Herr Zorlu Tore von der Partei „Demokratische Sicht“ ist – er ist Vize-Präsident der Nationalversammlung im Norden -, dass die von der Türkei ins Leben gerufene Kommission für Grund- und Bodeneigentum (IPC) an Griechischzyprer eingeforderten Eigentum zurückgibt. Solch Gesetz, findet er, gehöre schleunigst geändert. „Wenn Griechischzyprer türkischzyprisches Eigentum im Süden enteignen und Grund und Boden für sich behalten, der noch nicht mal enteignet wurde vonseiten der dortigen Verwaltung, ist es falsch, dass Türkischzyprer Eigentum an Griechischzyprer zurückgeben. Diese Praxis muss aufhören. Sie stigmatisiert die Türkische Republik Nordzypern (KKTC) als schuldige Okkupanten“, die sie ja nicht ist oder sein soll.

Vorerst zuletzt: Am 05. 07. 18 hat das Europäische Parlament eine Resolution verabschiedet, die besagt, dass die Republik Zypern (der Süden) vonseiten der Türkei anzuerkennen sei, weil es ansonsten zukünftig Schwierigkeiten für türkische Staatsbürger geben könnte, ein Visa in eines der EU-Länder zu erhalten. Dieser Entscheid beziehe sich auch auf zukünftigen Datenaustausch mit Ankara (Europol), der dann eventuell zum Erliegen kommen könnte.

 

Part 3 folgt demnächst!

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Im Interview mit der sonntags erscheinenden, kostenlosen griechischsprachigen „24h“-Zeitung Zyperns sagte Serdar Denktas, der Sohn des kürzlich verstorbenen Rauf Denktas, der jahrelang die Wiedervereinigungs-Verhandlungen in Zypern für die türkisch-zyprische Seite führte, Folgendes zur Journalistin der 24h, Maniama Kalogeraki (mkalogeraki@24.com.cy):

„Es gilt klarzustellen, was für jeden Einzelnen die Lösung des Zypernproblems bedeutet“, sagte [Denktas] in einem Exklusiv-Interview der 24h, Sohn des Rauf Denktas, namens Serdar.

Der Führer der Demokratischen Partei in den Besetzten Gebieten sprach von seiner Sicht der Dinge bezüglich der Lösung anlässlich der Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den griechischen (GZ) und den türkischen Zyprern (TZ). Des Weiteren sprach er darüber, wie er die Beziehung zwischen Anastasiadis und Akinci sieht, dies zu einem Zeitpunkt, an dem die Hoffnungen größer erscheinen und die Erwartungen höher.

„Die Erwartungen sind wirklich höher, das ist sicher. Doch ich bin mir nicht völlig sicher, ob unsere Hoffnungen und Erwartungen zu einem positiven Ende führen.
Andauernd spreche ich davon, dass für eine lebensfähige Lösung eine Seite die Anerkennung der anderen braucht (was für beide gilt). Doch genau das bleibt seit vielen Jahren aus. Sollten wir eine Lösung finden, müssen wir eindeutig klar gestellt haben zuvor, dass es nicht nochmals eine unschöne Periode der Auseinandersetzungen gibt. Es gilt zu sichern, dass der Frieden zwischen uns, der seit über 40 Jahren herrscht, weitergeht.
Ja, es gibt eine politische Auseinandersetzung, doch das bedeutet nicht, dass wir damit fortfahren müssen, einander zu ‚beschießen‘. Wir müssen also sicherstellen, dass der Bürger der einen Seite, wie auch der anderen, und vor allem die, die keine Lösung wollen, die Atmosphäre nicht zerstören können, die erneut erzeugt wird. Das genau ist, was ich zu sehen erwarte“, sagte Herr Denktas der 24.

Woher kommt ihre Zurückhaltung?

„Wir sind in eine neue Verhandlungsphase eingetreten. Doch andererseits, zur gleichen Zeit, blockiert die GZ-Seite fortwährend die Beziehung und den Kontakt der TZ-Seite mit irgendwelchen anderen Ländern und internationalen Organisationen. Das zeigt ihre unehrliche Absicht klar auf. Entweder wir finden eine Lösung oder wir wissen gleichzeitig infolge der Verhandlungen, dass weiter zu steckende Beziehungen der GZ und TZ einfach nicht bestehen können. Was uns angeht, uns die TZ, ist das keine richtig gute Ausgangsstellung. Wir wollen daher noch mehr guten Willen sehen von Seiten der GZ. Gleiches gilt auch für die GZ, die ebenfalls guten Willen von den TZ sehen wollen.“

Die GZ sagen auch immer das Selbe von den TZ: Letztere blockieren den Verhandlungsprozess auf Kosten der GZ.

„Ich bin mir sicher, dass wir uns darüber einig sind.“

Wir ersuchten Herrn Denktas uns die Rede des TZ-Führers, M. Akinci, zu erläutern, die dieser kurz nach dem Treffen mit Ban Ki Moon gehalten hat, in der er abgesehen von der schweren Arbeit, die es noch zu machen gilt, auch davon sprach, ein Frieden innerhalb von Monaten, und nicht Jahren, sei möglich.
„Das Eine ist die Hoffnung, und das Andere ist, dass wir das alle hoffen. Was ich befürchte ist, dass vielleicht die beiden Seiten, von der UN zu sehr bedrängt werden, von den USA oder anderen Mächten, einen Vertrag zu unterschreiben.“

Warum sagen Sie das?

„Bei der Errichtung und Zusammenstellung des Staates Zypern wurden die GZ [damals] von den Briten dazu gedrängt – so auch die TZ, um eine neue Staatsform zu gründen. Das stellte also nicht allein ein Ziel der beiden Seiten dar. Jemand drängte uns. Wir akzeptierten und unterschrieben einen Vertrag, der nur 3 Jahre hielt, von 1960 bis 1963.
Ich möchte nicht, dass meine Kinder und Enkelkinder, ihre Jugend so durchleben wie ich nach 1974. Wir müssen sicher sein, dass die beiden Seiten nicht nochmals im gleichen Dilemma landen. Das ist etwas, was mich beunruhigt und drückt ausschließlich meine Befindlichkeit aus.“

Sie sind also sehr unzufrieden und hoffnungslos bezüglich einer möglichen Lösung…

„Im Falle einer Lösung, die nicht in den Herzen der Menschen verankert ist, ja. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Sprechen Sie mit GZ. Alle werden Ihnen sagen, dass sie eine Lösung wollen. Doch wie sich der Einzelne diese vorstellt, hat riesige Unterschiede von Mensch zu Mensch. Es ist nicht etwas, dem alle zustimmen.“

Das bezieht sich auf die Diskussionen ums Land, das Vermögen, die Rolle der Armee? Auf was genau?

„Auf alles. Auf die Ökonomie, die Kultur, die Frage der Vermögen, jeder kann alles Mögliche denken in Sachen Lösung. Danach fragen Sie die TZ. Alle werden Ihnen antworten, dass eine Lösung gewünscht wird. Doch wenn Sie fragen: „Was bedeutet eine Lösung für Sie?“, werden Sie alles Mögliche hören. Also auch die TZ differieren untereinander diesbezüglich. Denken Sie daran, dass diese Unterschiedlichkeiten auch innerhalb der GZ existieren. Jeder denkt an etwas Anderes beim Thema Lösung der Zypernfrage. Es ist schlicht katastrophal. Das Thema Zusammenleben, Zusammenwachsen, wie wird miteinander diskutiert, was wird aus den Vermögen, der Ökonomie, wie wird das Vermögen aufgeteilt, all das.“

Es sind jedenfalls bereits 5 Ausfertigungen zur Aufteilung der Vermögen durch die Presse gegangen

„Ich kann Ihnen 50 anbringen, nicht allein 5e. Was ist denn nun das, was allgemein von den beiden Seiten akzeptiert wird? Und wie wird diese Sache gehandhabt werden? Auch unsere Seite hat viele Fragen, die gelöst gehören. Wie zum Beispiel die der Siedler vom türkischen Festland. All das sind Fragen, die meine Hoffnung, mehr als bei anderen es der Fall sein mag, trüben. Ich verkaufe keine Hoffnung. Ich möchte auch nicht unzufrieden erscheinen. Ich bin schlichtweg Realist. Es gilt, einen Weg zu finden, unser Vermögen zu nutzen und danach fangen wir bestens erst an, Verhandlungen zu führen.“

Ihre Zurückhaltungen beruhen auch auf der Rolle der Türkei in Zypern?

„Nein, hat nichts damit zu tun. Ich kann Ihnen sagen, dass die Türkei weit aus geneigter ist, einer Lösung anzustreben als ich. Das ist auch etwas, was mich beunruhigt.“

Was den Hafen von Famagusta angeht sowie die Anerkennung des Flughafens Ercan, über die in letzter Zeit viel geredet wird, erklärt Herr Denktas, inwieweit er mit Herrn Akinci übereinstimmt:

„Die geschlossene Stadt vor Famagusta soll geöffnet werden und ihre rechtmäßigen Bewohner sollen zurückkehren, und zwar unter TZ-Führung, bis eine Lösung gefunden wurde. Eine reine, freie Zone! Mit Bewohnern, die dorthin zurückkehren können, um dort wieder zu leben. Es soll wie eine neue Art Wirtschaftsbereich funktionieren für die GZ und TZ. Wir sprechen da von von dem Zeitraum vor dem Finden einer Lösung. Danach werden wir sehen, wie was wem übergeben wird vom Vermögen.
Famagusta ist bereits jetzt für den Handel offen. Das Problem ist, falls irgendein Schiff dort einkehrt und danach zum Beispiel nach Larnaka fährt, wird der Kapitän verhaftet, und zwar wegen dem, was in der GZ-Gesetzgebung steht.
Im allgemeinen sind die Kosten [bei so etwas] viel höher als irgendeine Ansicht.

Was Ercan angeht, jetzt, also seit 1974, operiert Ercan als anerkannter Flughafen, seit der Ministerrat den [Staats]-Vertrag [mit den Süden] aufkündigte. Aber wer kann uns sagen, dass uns so etwas nicht noch einmal passiert? Sie sagen [eventuell], ja, OK, den Flughafen akzeptieren wir, und etwas später setzen sie sich an einen Tisch, und beurteilen die Gegend als nicht geeignet und akzeptieren den Flughafen nicht mehr – und wir [Tzler] dürfen dann von Pontius bis nach Pilatus rennen, um unser Recht zu erhalten.
Was ich will, ist, dass das Recht der TZ gesichert ist, und das so lange, bis wir zu einer gemeinsamen Grundlage gelangen und einander wirklich kennen, einer den anderen wirklich respektiert und wir beide gemeinsam profitieren. Bis dahin habe ich also meine Vorbehalte.“

Dieser Nutzen, von denen Sie sprechen, beinhaltet der auch das Erdgas etc.?

„Bis wir dazu kommen, über das Erdgas zu reden, haben wir viele andere Dinge anzugehen. Es gibt einen Markt von 78 Millionen, 40 Meilen unter unseren Füßen. Es ist ein riesiger Markt, von dem sicher beide Seiten profitieren könnten. Wenn wir von diesem Markt profitieren wollten, den hätten wir. Aber, wir müssen den GZ zeigen, dass die Türkei keine Bedrohung ist, sondern eine Chance für Zypern.
Zumal wir die geografische Lage Zyperns nicht ändern können, zumal Zypern von dort, wo es ist, nicht woanders installiert werden kann, warum profitieren wir da nicht von einer wirklich großen ökonomischen Macht wie der Türkei? Weil wir glauben, es ist eine Bedrohung? Es ist keine Bedrohung! Das weiß ich, die GZler werden sich [nun wohl] wundern über das, was ich sage. Es gilt zusammen zu arbeiten, die Rechte beider Seiten zu wahren.
Auch wir haben Verpflichtungen, aber wir haben auch Rechte. Und wie kam die UN hier auf die Insel? Wir brauchen Schutz, und wir, wie auch die Türkei, akzeptierten die Regierung Makarios als legale Regierung. Dergestalt ‚gelang‘ uns die Intervention der UN, die wir natürlich noch haben. Ich versteh die GZler völlig. Ich kann verstehen, dass sie ihre Häuser zurück haben wollen, weil die Junta in Griechenland den Einmarsch [in Zypern] durchzog. Im Laufe dieser Aktion hat die Türkei die Chance gefunden, den Begriff ‚Garantiemacht‘ zu nutzen. Andererseits sollten wir aber nicht vergessen, dass zwischen 1963 und 74 türkische Orte auf Zypern von TZlern verlassen werden mussten. Letztere lebten danach in den misslichsten Umständen für viele Jahre?
Sprechen wir darüber etwa nicht?

Was geschah, ist geschehen. Doch wir haben zu wissen, was wirklich abgeht. Und dass wir nicht an der Vergangenheit kleben. Lasst uns neue Herangehensweisen versuchen. Eine Lösung für eine bessere Zukunft, besseres Zusammenleben, eine bessere Wirklichkeit.“

Vor allem bezüglich der Vertrauensbildenden Maßnahmen:

„Wir haben das Thema Visa beendet und angeordnet, dass keine Zettel mehr an den Grenzübergängen auszufüllen sind; und im Gegenzug haben wir eine Karte erhalten, auf der 28 Orte aufgezeichnet sind, in denen Minen vergraben liegen in der Gegend des Pentadaktilo-Gebirges. Denken Sie, das Eine passt zum Anderen? Die Frage der Minen müsste hinter geschlossenen Türen diskutiert werden und nicht in der Öffentlichkeit. Und über welche Gegenden minenfrei sind, sollte nur die UN sprechen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ein Tourist mag in die Besetzten Gebiete kommen als Tourist. Er hört, es gibt dort Minen. Ist es dann noch möglich, dass er kommt? Das ist eine schwere, negative Entwicklung für unsere Wirtschaft. In der Vergangenheit hatten wir viele Stornierungen des Themas wegen – und die werden wir wohl weiterhin haben.“

Was die Rolle von Dervis Eroglu angeht, aber auch, warum der vorherige Führer zu keiner Lösung gelangen konnte, dazu spricht Herr Denktas von inneren Prozessen und Problemen, die das verhinderten.
Herr Denktas erwähnte auch die Pressemitteilungen und die Erwartungen, die man zu jenem Moment hatte, als Mehmet Ali Talat Führer der TZ geworden war.

„Bei Talat sagten wir, dass er und Xristofias das Problem lösen werden. Jetzt reden wir von Anastasiadis und Akinci. Aber beide müssten aufrichtig zusammen arbeiten, wahrer, um die Leute mitzunehmen.“

Das bedeutet…. sie arbeiten aufrichtig….

„Außenpolitisch ja. Die Frage ist, ob das auch in der Basis zutrifft. Wir müssen den nächsten Schritt abwarten. Soll ich Ihnen was sagen? Würde uns ein Ausländer besuchen kommen, der entweder Politiker oder Geschäftsmann ist, oder einfacher Bürger, und sähe, wie wir am selben Tisch zusammen sitzen, zusammen essen, lachen und eben zusammen sind wie wir nun mal zusammen sind, der würde sagen: Die verarschen uns!“

Es gilt nachvollziehbar zu handeln. Was die Rolle der USA angeht, Russlands, aber auch anderen Akteuren, die involviert sind war Denktas eindeutig:

„Ich bevorzugte, dass sie sich nicht einmischen. Oder dass sie sich möglichst nicht einmischten. Denken Sie etwa, all diese Länder sind daran interessiert, unseren inneren Konflikt zu lösen? Die schauen nach ihrem Vorteil und verhalten sich entsprechend.“

Bezüglich der Wahlen in der Türkei betont Herr Dentkas, es handle sich um eine klar innere Angelegenheit, zu der sich die TZler absolut herauszuhalten haben, wer auch immer die Regierung bilden wird in der Türkei, es wird die TZ beeinflussen.

Was er tun würde, käme es zu einer Art marginalen Lösung?

„Ich habe meine Begrifflichkeit, bezüglich dem, was eine Lösung der Zypernfrage ist, und die umfasst eine Änderung der Grenzen; also, wir verhandelten besser auf einer anderen Basis zum Beispiel das Territorium; aber ich glaube, um eine gerechte Lösung für den Bundesstaat bestehend aus zwei Staaten zu erhalten, muss noch viel getan werden. Zum Beispiel Frankreich und Deutschland durchtrennten ihre persönlichen Zielsetzungen, vieles, was sie voneinander trennte, doch dann konnten sie letztlich auf allen Ebenen zusammen wirken, und zwar unter den Bedingungen, welche die EU auferlegt, ohne große Schwierigkeiten. Die EU muss noch mehr Druck ausüben auf die TZ und GZ, damit jeder von den beiden weiß, wo seine Rolle beginnt und wo sie endet.

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Wein und Koalitionen

Der Außenminister Zyperns, Kasulidis, will seiner Bevölkerung einreden, dass eine Stationierung von militärischem Gerät wie Flugzeugen und dergleichen im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung der USA, EU und den Briten in Syrien, lediglich präventiven Charakter habe und Zypern sei auch dann noch ein Land der Stabilität, des Friedens und der Sicherheit in der Region. Dass Zypern eine offensichtlich erkennbare Nähe zu Frankreich hat innerhalb der Staatengemeinschaft der EU lässt verstehen, warum der Außenminister Kontakt insbesondere mit Frankreich, Großbritannien und den USA pflegt – und zum Beispiel nicht mit Berlin.

Da trifft es sich ja ganz gut, könnten Sie eventuell denken, dass der Präsident der Republik, Anastasiadis, gestern die Pfadfinder Zyperns (Σώμα Προσκόπων Κύπρου) zu ihrer 100-jährigen Existenz beglückwünschte.

Und sollten Sie nun in Feierlaune geraten sein, so wird hiermit sogleich darauf verwiesen, dass der Bürgermeister, Andreas Christos, von Limassol das Weinfest feierlich eröffnet hat, welches seit 1961 jeden Sommer aufs Neue sozusagen abgehalten wird in Limassol.

Limassol, war vor kurzem zu lesen, soll mit die teuerste Stadt der Städte, die am Mittelmeer gelegen sind, sein.

Wie bekannt wurde und nicht anders zu erwarten war, sprach Bürgermeister Christos bei der Eröffnung des Weinfests in seiner Rede selbstverständlich von Dionysis und der guten Afrodite aus der griechischen Mythologie, doch auch davon, dass Limassol einst das Zentrum des Weinexportes der Insel gewesen ist.

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Jedenfalls diskutieren die Ministerin für Arbeit und Sicherheit der Gesellschaft, Zeta Aimilainidis, und der Landwirtschaftsminister mit einem Abgeordneten der süd-zyprischen Regierungspartei DISI über Probleme im Agrarbereich – und die Probleme von Rentnern, die beschränkt bewegungsfähig sind.

Das Letztere wird hier auch erwähnt, weil gestern in Larnaka am Strand befindlich aufgeschnappt wurde, dass jemand witzelnd danach fragte von den Badenden, als eine Touristengruppe aus Israel vorbeigegangen war, wo denn eigentlich die Sicherheitsbunker sind?

Und diese Frage scheint vor dem Hintergrund der Syrienkrise wirklich fragen zu lassen: gibt es eigentlich Sicherheitsbunker für die Bevölkerung in den Städten Zyperns, und wenn ja, wo sind die?

Was den zyprischen Bürger auf dem Lande angeht, der zufällig kein Auto zur Verfügung hat – schwer vorstellbar – und derart auf den Busverkehr angewiesen wäre im Fall des Falles, um sich ebenfalls in einem Luftschutzbunker oder dergleichen in Sicherheit zu bringen, wären seine Aussichten irgendwie gering, dort anzukommen, außer er bringt viel Geduld mit, weil im Allgemeinen die Ab- und Anfahrtszeiten der Busse auf Zypern im ländlichen Raum nirgends angebracht sind. Die werden einfach nicht angezeigt. Punkt.

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Herr Westerwelle ließ klarstellen, dass die Patriots-Raketen, die man in der Türkei aufgestellt hat nahe der syrischen Grenze, aber keinesfalls in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Syrien in Anwendung kommen sollen. Warum hat man sie dort dann aufgestellt, zur Besichtigung für die Schafe der Schäfer vor Ort?

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In einer gemeinsamen Aktion soll ein Feuerlöschhubschrauber extra für die sogenannte Todeszone in Nikosia gekauft werden.

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Berichten zufolge soll die CT-Partei beschlossen haben im Norden von Zypern, mit der DP von Denktas eine Regierungskoalition einzugehen. Dem Bündnis wurde bereits in der nordzyprischen Afrika-Tageszeitung eine kurze Lebensdauer vorausgesagt, und dass es nicht all zu viel Arbeit bewerkstelligen wird!

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