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Posts Tagged ‘Erdogan’

https://t24.com.tr/yazarlar/hasan-cemal/cumhurbaskani-ni-herkesin-icinde-ulu-orta-elestirmek-hatta-hakaret-etmek,26674

C. Hasan registriert, dass eine Krankenschwester Macron kritisiert, der dem Krankenhaus, in dem sie arbeitet, einen Besuch abstattet:“ wir haben hier nicht genug Material, um uns oder andere effektiv zu schützen!“ In Belgien dreht das Krankenhaus-Personal der Regierungschefin den Rücken zu, als die ein Spital besuchen kommt. Hasan stellt fest: in der Türkei sind inzwischen über 100 000 Menschen wegen Präsidentenbeleidigung angeklagt worden und 30 000 inhaftiert (hoffe, dass die oben gemachten Angaben richtig erinnert werden, ansonsten: sorry!)

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https://t24.com.tr/haber/kayyim-atanan-igdir-belediyesi-es-baskanlarinin-sorusturmasina-gizlilik-karari-getirildi,879054

Was in der Türkei derzeit passiert, grenzt gewiss an Staatsterror. In den meisten Provinzen im Osten des Landes ließ die Regierungsparteien-Koalition AKP/MHP die vom Volk gewählten Bürgermeister durch einen Gounereur ersetzen – weil Ankara ein offenbar vor allem rassisches und/oder religiöses Problem mit den Gewählten hat: sie sind entweder eher Kurden oder Aleviten. Letzteres ist eine der Schia angehörige Glaubensgemeinschaft. Erdogan lediglich wegen der Bohrungen im südöstlichen Mittelmeer vor Zypern wiederholt zu ermahnen seitens Brüssel, verfängt wohl auch deshalb nicht, weil die EU andere, wirklich schwerwiegende Missstände in der Türkei nicht öffentlich anprangert. Die Führungskrise in Westeuropa nimmt immer mehr Opfer mit sich, so auch Erdogans Diktatur, die die ersteren gewollt oder ungewollt mitdurchziehen und mit ihrer Schwäche mitstärkt.

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https://t24.com.tr/haber/wall-street-journal-turkiye-doviz-krizini-savusturmaya-calisiyor,878156

Ankara pfeift in Sachen Finanzen offenbar wirklich auf dem letzten Loch. Vom IMF will Erdogan kein Geld und die USA tun sich äußerst schwer damit, an den Bosporus Geld zu überweisen, zumal die Türkei ja jene S400-Raketen von Russland vor Kurzem gekauft hat – gegen den Willen Washingtons. Nun etwas Geld wird der Zentralbank wohl doch für die Türken abzuzweigen sein, was aber ausdrücklich nicht politisch zu verstehen sei, wird geschrieben. Das heißt, das bedeutet nicht, dass Trump und Erdogsn nun wieder okay miteinand wären – auch wenn Erdogan Masken und dergleichen wegen Corona nach Washington schickte mit einem Anschreiben versehen, in dem stand, dass man ja auch in dieser Angelegenheit – sagen wir hier salopp – gemeinsam die Welt rettengehen könnte. Wir fragen uns, wo Erdogan glaubt, seine Truppen et ceteta noch hinschicken zu können in dieser Welt. Ankara soll das 17te bestbewaffnete Land in der Welt derzeit sein. Dennoch: Harte Zeiten erwarten die Türken im Ökonomischen, wenn der große Führer, Erdogan, nicht noch ein Schlupfloch findet, welches, wie aufgezeigt wurde weiter oben, junge türkische Männer und zunehmend auch Frauen an irgendeiner Front außerhalb der Türkei eventuell ‚heldenhaft‘ ausfüllen gehen dürfen!

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https://t24.com.tr/haber/karar-yazari-taha-akyol-chp-yi-darbeci-hatta-ezana-bayraga-mesafeli-parti-gibi-gostermek-gundem-degistiriyor,878187

Unter anderem schreibt der Autor, dass es in der Türkei zu KEINEM Putsch mehr kommen wird, wie gehabt. Die Regierung verliere sichtbar ihren Halt in der Bevölkerung. Und sollte Erdogans AKP die nächsten Wahlen verlieren und Erdogan dsnn noch immer gesundheitlich einigermaßen fit genug sein, könnten wir hier bei Zypernundmehr uns durchaus vorstellen, dass die AKP sich gegen derartigen ‚Wahlbetrug‘ zu wehren wissen wird!

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Sie werden es nicht glauben, doch es ist wahrhaft gewissermaßen befreiend zu wissen, dass man es sich auch nach der Corona-Sperre leisten kann, einen Artikel um genau einen Tag zu spät ins Netz zu stellen!
Dennoch:

Hurra, hurra, heute, den 04. Mai schon werden wir wieder als nahezu Freie über die Insel Afrodites schreiten, und brav darauf achten, dass von uns bloß nicht mehr als 20 oder 30 Personen mit Corona an die Behörde als Neuangesteckte gemeldet werden – weil sonst, wurde von der südzyprischen Regierung schon mal großzügig in Aussicht gestellt, ist gleich fertig mit lustig. Und das hieße, man müsste im Home Office und entweder ums oder im Haus tätig bleiben, was eigentlich gar nicht so unangenehm ist oder war.
Vielen scheint es beim angeordneten Wegschluss ähnlich ergangen zu sein, nämlich, dass sie endlich mal all den Schrott erledigt bekommen, den sie schon seit grauen Urzeiten mit sich und anderen herumtragen.
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Was Zypern und seine Problemchen mit Herrn Erdogan angeht, kann man sagen, dem ist dort ebenso, wie eben geschildert – man schleppt die Last vor sich hin, NOCH.
Man kann allerdings auch behaupten, dass dem so überhaupt nicht ist.

Wie immer, stehen die Insulaner an einer Wegesscheide. Wohin wird sie ihr bislang ‚heldenhaft‘ begangener Weg wohl führen?

Vor ein paar Tagen verkündeten wir auf Zypernundmehr noch, dass Griechenland und die Republik Zypern im Tourismus sich zusammenwerfen wollen. Davon ist inzwischen nichts mehr zu vernehmen. So viel schon mal dazu.

Dass die Türkei nun deswegen oder aus einem anderen Grund Abstand nähme und aufhörte, in dem von Südzypern proklammierten Bereich im Meer nach Erdöl oder Erdgas zu bohren, hat Herr Erdogan angeblich im Telefonat mit Frau Merkel sozusagen kategorisch abgelehnt. Er hat es sich und anderen verboten, wird geschrieben, diese Angelegenheit überhaupt zur Diskussion zu stellen.
Leider ist nicht zu erfahren, noch nicht, welche Vorstellungen MAN (Berlin, Ankara) in Sachen Waroscha hat – letzteres ist jene abgeschlossene Stadt, die vor Famagusta/Nordzypern liegt.
Die Türkei will diesem kleinen Juwel offenbar wieder etwas Glanz einverleiben und dort Geldverdienen lassen.

Wie dem auch sei:
Vielmehr soll Erdogan von freiem Zugang seiner Bürger nach dem Norden Europas schwadroniert haben am Hörer mit der Kanzlerin beim Tete-a-tete.
Vielen wäre dieser Gedanke gar nicht so abwegig. Schließlich haben sich Türken im Großen und Ganzen als ziemlich kapitalmehrender Faktor in dem einen oder anderen Staat der EU über die Jahre erwiesen (Türken, die bekanntlich auch Kurden teils sind und waren, Lazen, Armenier, Tscherkesen usw. mit türkischem Pass).
Und wenn man diese Arbeiter so billig haben könnte, also als Touristen auf Zeit, als Erntehelfer oder als illegale Arbeiter, als Arbeiter mit beschränktem Aufenthalt, dann juckt es gewiss so manchem Unternehmer im Norden Europas in den Fingern – aufs Neue.

Herr Erdogan hat also durchaus einen Standpunkt, könnte gesagt werden!

Ja, okay, man hat nun seit 2015 wirklich einige Menschen aufs Mal aus vordringlich dem Nahen Osten aufgenommen.
Doch warum nicht noch mehr davon?

Jedenfalls ist es ein Unding, dass man mit Ankara schon über Jahrzehnte herumeiert in Sachen EU-Beitritt JA oder Visa für türkische Bürger NEIN etc.
Und nun sieht es wirklich so langsam danach aus, als könnte man diesen strategischen Partner am Bosporus und in den Weiten Anatoliens sich noch zum Feind machen, mittelfristig.

Zum Gegner scheint man ihn sich ja ganz offenkundig bereits gemacht zu haben in Brüssel.

Das kann doch nicht im Interesse eines Europas sein, welches im Nach-Corona-Modus, oder wie Sie es nennen wollen, verehrte Leserschaft, wahrscheinlich geneigt sein könnte, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und nicht etwa, wie es die Grünen in Deutschland fordern, mehr Umweltbewusstsein in Betrieben und sonstwo einfahren zu lassen, sondern die bereits immer mal wieder diskutierte Variante des „Europas der zwei Geschwindigkeiten!“ anzugehen.
Frau von der Leyen, wird hier lediglich nur vermutet – dieser Artikel scheint ja größtenteils eine einzige große Vermutung zu werden; lesen Sie dennoch weiter -, ist gewiss eine Befürworterin eines zukünftig derart strukturierten Europas.
Und wenn Sie sich fragen sollten, was hier bei Zypernundmehr darüber gedacht wird, dann sollen Sie hiermit wissen, dass die große Wende eh, was immer die denn wäre, voraussichtlich nicht passieren wird, und die alten Macher mehrheitlich die neuen Macher bleiben oder sein werden; das heißt jene, die hinter Vorhängen und in Hinterzimmern Regierungen ‚beraten‘, sodass ein Europa der zwei- oder womöglich gar drei Geschwindigkeiten entsteht, können uns hier nicht abschrecken damit, im Gegenteil, wir jubeln diesem Instrumentarium schon fast zu.
Jetzt, wo so etwas niedergeschrieben wurde, kann man es ja schreiben:
die Schweiz sollte dann gleich als Handelspartner beworben werden seitens derer, die in erster Geschwindigkeit unterwegs sein werden innerhalb der neuen EU; und den Polen gehörte in Aussicht gestellt, wie auch den Italienern und Spaniern, bei weniger Querschießerei vielleicht aufrücken zu dürfen.
Und bitte, ja!, bitte nicht die Briten ins Boot holen, also nicht diejenigen Briten, die in London herumkaspern. Die Schotten wären geeigneter, der ersten, wie soll man sagen, Auswahl der dann noch immer geeinten EU, angeschlossen zu werden – denken Sie an Grönland, Island usw.
Die Briten müssten die Schotten gefälligst aus ihren Fängen entlassen! Dafür sollte man die Iren vielleicht opfern, da die ja vielleicht eh die EU lieber verlassen wollen.
Man muss auch mal Rechnungen bezahlen und kann nicht Jahrhunderte lang nur absahnen, also fast nur absahnen, auch wenn man einen royalen Clan mitdurchziehen will oder muss.

Na ja, was soll hier dieses Was-wäre-Wenn noch länger?
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Ömer Celik von der AKP, der Regierungssprecher der Türkei, lässt jedenfalls seinen Unmut darüber hören, dass die EU zu verhindern suche, dass die Republik Türkei in einigen Staaten des Balkans ihrer Verpflichtung zur Genüge nachkommen könne. Und diese Verpflichtung liegt in erster Linie, versteht sich, darin, – wir sind gerade im Ramadan – muslimischen Schwestern und Brüdern in schwierigen Zeiten wie diesen mit Material und dergleichen unter die Arme zu greifen, versteht sich, um den unsichtbaren Feind – Covid19 – zu besiegen.
Überhaupt engagiert sich Ankara in angeblich über 50 Ländern in der Welt, Italien, die USA und so weiter nicht ausgeschlossen. Wie auch China, hat Erdogan eine Art Charme-Offensive losgetreten, die sich auszahlen soll, was auch sonst. Denn es gibt schließlich, demnächst wahrscheinlich, eine Post-Corona-Ära; und dann will auch Meister Erdogan und sein Großmut ‚positiv‘ erinnert werden. Er denkt da nicht an lediglich Applaus, den die Merkel-Regierung anfänglich glaubte, den „Helden des Alltags“ lediglich nur zukommen lassen zu können. Nein, er will, das ETWAS läuft: money, para!

Letzeres, wird hier lediglich mal wieder eher vermutet und auch, dass dieses Engagement Ankaras in der Welt in so mancher Region der Türkei Nöte aller Art hervorrufen könnte, weil die Mittel fehlen, der eigenen Bevölkerung ausreichend zu helfen, nur weil Ankara die außenpolitische Karte, sagen wir mal, zu heftig bedient. Das wird hier also vermutet, weil es der Republik Türkei nicht allzu gut geht finanziell. Und dass Ankara nun seitens ihres Presseverbands RTüK, ’netterweise‘ den Verband der Presse in Nordzypern zu dominieren begonnen hat, muss nun wirklich nicht unbedingt zur Genesung der wirtschaftlichen Lage auf dem türkischen Festland beisteuern.
Was den Norden Zyperns angeht, so war auch diese Entwicklung im Medienwald der Türkischsprecher am oder im Mittelmeer absehbar. Leute wie der südzyprische Präsident Anastasiadis, könnte geschimpft werden, haben dieses medientechnische Geschehen (oder Evolution) im türkischen Norden Zyperns sozusagen stillschweigend befördert.
Na ja, so ganz still war es denn doch auch wieder nicht getan worden, weil Anastasiadis und die Seinen ja so ‚klug‘ waren, wegen der anstehenden Corona-Epidemie gleich mal schnell 4 oder 5 Grenzübergänge in den Norden der Insel schließen zu lassen – die sind noch immer zu.

Ja, wir von Zypernundmehr wissen, im offiziellen Sprech Nikosia-Süds handelt es sich zwischen Nord- und Südzypern um keine Grenze.

Doch dann bitte sehr um was?

Weil es stehen derzeit an die 1. 500 Arbeitswillige aus dem Norden in den Startlöchern, endlich wieder im ‚goldenen‘ Süden ihre Euros verdienen zu gehen – zumal die Türkische Lira, die sie bei sich als Währung haben, voraussichtlich eh nicht in absehbarer Zeit an Wert gewinnen dürfte. Nikos Anastasiadis, der Präsident der Republik Zypern, ist also auch verantwortlich dafür, dass sein Amtskollege im Norden, Mustafa Akinci, nun seinerseit bockt und sagt:
Wer die Grenze einseitig schließen kann – weil Akinci wurde von der Maßnahme seitens Anastasiadis seinerzeit nicht in Kenntnis gesetzt -, der kann gewiss auch damit leben, dass wir uns nun dagegenstellen als Republik Nordzypern, die Grenze ohne unser Dazutun in Bewegung geraten zu lassen, nämlich in dem sie sich wieder einseitig öffnet.

Und schon hat man sich eventuell eingefahren auf griechischzyprischer Seite, was man vorgeblich andauernd vermeiden wollte, nämlich, dass Ankara die Ignoranz und Arroganz der südzyprischen politischen Führung mit Aktionen oder Reaktionen, wie der eben geschilderten, ausnutzt – zumal man in Ankara gewiss eh bereits seit Längerem darauf gewartet hat, es den „RUM“ heimzuzahlen, den Südzyprern, die die Türkei als Staat eh nicht anerkennt, zumal die Südzyprer ihrerseits nicht gewillt sind Nordzypern als einen Staat anzuerkennen.
Doch vor allen Dingen wird Ankara seine Revanche, wollen wir es mal milde nennen, an der Republik Zypern begehen wollen, weil die letztere bei den Verhandlungen zur Wiedervereinigung der Insel – wie eigentlich fast immer bei solchen Treffen – faul spielte. Sie erinnern gewiss, das Verhandeln in dieser Sache geschah zuletzt in Crans Montana, Schweiz – davor beim Ablehnen des Annanplans -, was wohl den meisten Türken durchaus noch Jahre lang danach der Hut hochgehen lässt.

Außerdem sieht es derzeit zumindest noch so aus, als würde die von der Türkei unterstützte Fraktion, die als Libyer in Libyen sich mit libyschen Landsmännern herumschlägt, die Oberhand gewinnen.
Kriegserprobter Rat von einem Land wie der Türkei scheint also doch seine Wirkung zu haben. Das sollte Nikosia-Süd durchaus zu denken geben, sollte man meinen!

Auch daher ist verständlich, finden Sie nicht, dass Erdogan alles, bloß keinen Rückzieher in der Zypernfrage macht – eher im Gegenteil!

Ja, es gehört nochmals erwähnt, auch, zumal es so und nicht anders in der Fileleftheros vom 03. Mai steht:
Ankara darf sich durchaus rühmen, Menschlichkeit als nahezu einziges Land in einigen Regionen des Balkans in Form von Hilfslieferungen derzeit zu gewährleisten. Erdogan war gleich so klug, und hat, wenn man schon mal in solch erlauchtem Club ist, die Nato-Karte herausgeholt, um im Balkan gönnerhaft aufzutreten.
Was bei der Bevölkerung vor Ort gewiss letztlich vor allem hängen bleiben wird, ist:
Wieder mal waren es die Türken, die uns eine rettende Hand boten!
Keine Ahnung, was sich Deutschland in dieser Region einfallen ließ, um den Folgen des Virus ein Bein dort zu stellen. In Berlin ist man ja eh eher mit anderen Dingen beschäftigt. Schließlich gilt es tagtäglich, den mehr und mehr ansteigenden Protest und Zweifel sogenannt verschwörerischer Kreise möglichst im Keim zu ersticken, also den Protest gegen die getroffenen Maßnahmen.

Hier auf Zypern gibt es bei den getroffenen Maßnahmen in Sachen Corona auch so seine Ungereimtheiten.
3 Erlaubnis-SMS darf man sich pro Tag einholen. Im Sunday-Mail macht sich Petroclos NATÜRLICH bereits lustig darüber.
Weil es ist doch so:
Wer um alles in der Welt soll so etwas noch kontrollieren können?
Die Bevölkerung Nikosias darf, beispielsweise, auch ans Meer fahren. Andererseits soll man aber seine Provinz nicht verlassen dürfen. Das heißt, es wird eine Art Bevorzugung der Hauptstädter geben, denn deren Provinz grenzt nicht ans Meer.
Nirgends steht in den neuen Anordnungen, ob beispielsweise jemand, der in der Provinz Larnaka wohnt, die bekanntlich ans Meer grenzt, ins Troodos-Gebirge fahren darf oder nach Nikosia!
Oder:
Ein Hauptstädter, also jemand aus Nikosia, die oder der von der Polizei irgendwo im Troodos aufgegriffen wird, könnte wegen der neuen Anordnung einfach auf seine Badehose und das Badetuch mit bloßem Finger zeigen und sagen:
„Aber wieso, ich bin doch auf dem Weg zum Meer bei Pafos oder in der Akamas.“

Wer will und kann ihm das verbieten oder dafür einen Strafzettel anhängen?

Es wird also noch lustig werden, vor allem dann, ist zu vermuten, wenn die Notverordnungen erneut ausgerufen werden sollten, weil zu viele Neuansteckungen passierten. Dann wird sich wohl zeigen, wie „artig und zivilisiert“ die griechischsprachigen Zyprer und ihre vielen Ausländer, die hier leben, sein werden. Noch verkündet Nikosia jedenfalls, dass die Bevölkerung, wie ja angeblich auch jene in Griechenland, sich „vorbildlich“ verhalten habe in der Sperrzeit.
Zusatz:
Einige Hinter- oder Vorderbänkler im südzyprischen Parlament forderten mal wieder, dass die EU die Beziehungen zur Türkei vollkommen abbricht!!
Radiomeldungen zufolge vom 5. Mai soll die Bevölkerung in den „befreiten Gebieten“ Zyperns sich brav und zivilisiert verhalten haben nach erster Lockerung des Zwangsregimes!

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https://t24.com.tr/yazarlar/atilla-dorsay/tek-adam-rejimi-ve-din-laiklik-catismasi,26415

Erdogan äußert sich bedrohlich abfällig über Frauen, die fremdgehen sowie Homosexuelle! Dumm daran ist für die Betroffenen (oder vermeintlich Betroffenen, dass ihr Lebensstil mit der Ausbreitung von Covid19 in Verbindung gebracht wird – ebenfalls seitens des türkischen Präsidenten!

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Kurden, Erdogan und Zypern

oder:

Erdogan verstehen!?

Heute Morgen ist über dem Meer bei Mari hier auf Zypern nicht die Sonne, sondern zuerst ein Wolkenmeer beherrschend am Himmel zu sehen gewesen. Nach Monaten mal wieder zum ersten Mal. Jetzt, nach dem das Frühstück gegessen und die Katzen gefüttert sind, holt sich die Sonne allerdings, was ihr gebührt – die Weite des Himmels, doch nur ganz unüblich für ein-zwei Stunden. Es donnert und blitzt gerade!

Man sollte gar nicht glauben, dass keine Flugstunde von hier weggelegen, der Himmel von weitaus bedrohlicheren Dingen als ein paar Wölkchen, die den Herbst verkünden, bevölkert wird. Eigentlich fängt das Ding mit der Bedrohung, wie zu lesen ist in zyprischen Tageszeitungen seit einigen Monaten, unmittelbar vor Limassol im Meer bereits an. Die Rede ist allerdings nicht davon, dass Zypern das EU-Land mit der höchsten Auslandsverschuldung ist. Sondern: Bekanntlich erkunden die Türken in der angeblichen Zone der Republik Zypern vor Limassol, ob aus dem Meeresboden noch schnell ein paar Reichtümer zu zerren sind. Solche, die man für allfällige Kriegseinsätze gebrauchen könnte, versteht sich, haben eine gewisse Priorität oder erhöhtes Interesse.

Und genau dieser Punkt ist derjenige, den die Südzyprer Jahre lang zu sehr außer Acht gelassen haben – sagen wir aus Überheblichkeit, vorrangig. Sie wollten nämlich nicht wahrhaben, dass ihr unangenehmer Nachbar wahr macht, von was er da so redete: ein Player in der Region südöstliches Mittelmeer zu werden oder zu sein. Der ist er nun, vorerst jedenfalls. Und dass dem so ist, unterstreichen Erdogan & Co. deftig, damit es auch niemand einfalle, diese Tatsache weiterhin in Abrede zu stellen.

Die Republik Zypern hat sich also verzockt. Denn die Türken werden wohl schon demnächst auch dazu übergehen, das Gas oder Erdöl usw. zu fördern, welches sich die Zyprer zugeteilt hatten, indem sie das Meer vor ihnen gelegen mal kurz aufteilten nach Gusto und wie sie glaubten, es tun zu können, ohne Backing der Türkei. Warum sollte das derzeit wie entfesselt agierende Ankara bei derzeit solch günstiger weltpolitischer Konstellation nicht – gerade nochmals – va banque spielen?

Als jemand, der Jahre in der Türkei verbrachte und Türkisch liest und spricht, mag in diesem eben genannten Zusammenhang ganz unwissenschaftlich darauf verwiesen werden, dass Türken im Allgemeinen eine Neigung zum Spielen haben. Dass wie im Spiel auch in der Politik ein gewisses Risiko zu fahren ist, um zu überleben, um besser zu existieren, diese Einsicht scheint allgemein usos zu sein unter Türken: wer nichts riskiert, der nichts gewinnt! Da passt es außerdem ganz gut, dass in der Türkei en gros sich Männlein und Weiblein in dieser Ansicht einig sind.

Erdogan hat länger geplant und vorbereitet im Politischen und wird nun, da das Schicksal ihn gerade 4 Asse haben lässt, nicht noch in Abwägen und parlamentarische Debatten womöglich schalten, sondern, wie wir sehen, tat er, was von einem Führer der, sagen wir es doch, traditionellen Schule verlangt und erwartet wird: Schicksale und Historie bestimmen!

Hier war niemand überrascht, dass die Kurden mal wieder Eins übergezogen bekommen. Wir haben diese Entwicklung schon gefühlt ein-zwei Jahr vorher kommen gesehen und in einem oder mehreren Artikeln erwähnt. Die in sich verstrittenen Kurden machen es jenen, die von außen kommend in guter Absicht sich ihnen anschließen wollen, offenbar immer noch schwer. Gemeint sind vor allem jene Kurden, die in Europa leben und organisiert sich oft, wahrscheinlich zu oft, unter sich die Hölle heiß machen, wie man sagt. Die Kurden allgemein haben es zweifellos noch immer nicht kapiert, dass man sich international Freunde schaffen muss, Partner! Keine Stammtischrevoluzer gilt es zu aktivieren, sondern mit Menschen zu kooperieren, die dann, wenn es so weit sein sollte, für sie einstehen, und nicht nur Verlautbarungen von sich geben! Bestes Beispiel ist jene Regierung für eben Gesagtes, die nachweislich seit ihrer Gründung anscheinend lediglich 24 Jahre ohne einen Krieg zu führen existiert in über 200 Jahren Existenz, also solche Politiken umsetzt – die USA. Mit solch einem Partner ist man einerseits gut bestückt, ja, das stimmt, andererseits darf man sich dann aber nicht wundern als Volk, welches noch nicht mal einen Nationalstaat zugesprochen bekommen hat und in den USA keine Lobby-Maschine aufgebaut hat, wenn man – irgendwann – beiläufig wie eine heiße Kartoffel gefallen lassen wird.

Es bedürfte anstatt schon seit Längerem, wir wiederholen uns hier eigentlich, dass diese eingeigelten Kurden ‚Fremde‘ endlich in ihre Reihen aufnehmen, und noch wichtiger, und zwar so, dass denselben auch die Möglichkeit gegeben ist, wirksam Einfluss auf Entscheide nehmen zu können mittles ihrer (externen) Expertise usw. Mal abgesehen davon, dass sich Kurden eh erst einmal untereinander Grün sein müssten, wie man sagt.

Beides ist eben nicht der Fall.

Man muss nur Medya TV irgendwo aus Belgien ausgestrahlt sehen und hören, und dann weiß oder ahnt man, dass Erdogan, irgendwo und irgendwie, womöglich einen Punkt anrührt, der nicht so ohne Weiteres übersehen werden kann in seinen Verlautbarungen.

Kurden sind keine Terroristen, natürlich.

Doch viele Kurden haben sich in ein derartiges Verhaltenskonstrukt, wollen wir es mal nennen, pressen lassen oder ergeben, sodass unumwunden gesagt werden kann: Ja, es gibt auffallend viele Leute unter Kurden mit tendenziell terroristisch einzustufendem Gedankengut etc. Jetzt könnte argumentiert werden: Aber das alles hat ja auch einen Grund. Stimmt. Den hat es. Nur darf dieser Grund Teile eines Volkes, welches, wie bereits gesagt, untereinander verstritten ist und räumlich eh bereits geteilt irgendwie sich zusammengehörig denkt oder fühlt, nicht zu der Annahme verleiten, nun aktiv terroristisch agieren zu können, und den Rest mit seinen Taten ins Unheil mit hinabzuziehen. Ja, Letzteres, der terroristische Weg ist gemeint, ist nämlich auch, den leichteren Weg zu gehen, den der groben Gewalt, eben des Terrors. Anstatt gelte, dass genau diese Teile der kurdischen Existenz vernehmlicher kooperierten, und zwar untereinander und dann in und mit den Staaten, in denen gelebt wird.

Im Prinzip ist unter Kurden allgemein das entstanden, welches die meisten Kurden zermürbt, spaltet und auch extrem werden lässt – scheinbar selbstverständliche Selbstbestimmtheit anderer oder eine eher unappettitliche Variante des Chauvinismus‘, die auf Schritt und Tritt begegnet – den Kurden aber nicht gewährt wird, weil sie offenbar von Anfang an, sozusagen, nicht verstanden haben, dass solch ein Auftreten EINHEIT braucht.

Als Volk ohne einen Staat gehört zur Analyse dieses staatenlosen Zustands halt nicht nur: Wie komme ich zu einem Nationalstaat? Sondern auch: Wieso haben wir eigentlich keinen Nationalstaat? Könnten wir womöglich wirklich in der Geschichte Fehler begangen haben? Müssen wir wirklich einen eigenen Staat haben? Haben wir nicht vielleicht doch genügend Möglichkeiten, in einem der uns ‚besetzenden‘ 4 Staaten unser Leben zu leben? Und was, bitte sehr, ist unsere Identität, wenn nicht auch der Umstand, dass wir von je her staatenlos als Kurden in Staaten leben?

Wo also ist das Problem nach über 100 und mehr Jahren Kampf, den eh nur eine Minderheit der Kurden kämpft. Die meisten Kurden sind integriert, irgendwo. Die meisten haben vom Sonderstatus „Kurde“ die Nase gestrichen voll. Und das Beispiel Israel, welches es schaffte, aus der Asche aufzuerstehen, ist für Kurden, behaupte ich hier, keine gute Leitlinie.

Ja, die Kurden hätten ein Recht auf einen eigenen Staat, wenn man es theoretisch betrachtet. Doch darf ganz stark bezweifelt werden, dass sie im Stande sind, ohne sich darin selbst zu zerfleischen, diesen so zu führen, dass, sagen wir es mal so, die üblichen Standards eingehalten werden – angefangen bei der Umwelt und ihrem Schutz, zu dem der Menschenrechte und, nicht vergessen, der Demokratie. Zwar soll es in dem angeblich selbstverwalteten Teil namens „Rojava“ so etwas wie Frauenrechte geben. Wir zweifeln aber daran, dass es wirklich selbstverwaltet war oder ist und auch, dass diese Frauenrechte in Rede von Bestand wären, würde schon morgen ein „Kurdistan“ (Teile der Türkei, Irans, Iraks, Syriens und Armeniens) existent sein dürfen. Kurdische Frauen würden wahrscheinlich schneller als der IS gucken kann, in den jeweiligen für Frauen traditionell gedachten Bereichen und Aufgaben verschwinden – ganz progressiv, sozusagen. Und jede Jean d’Arc oder Aktivistin der „me too“ a la Kurdistan würde sich eventuell wundern, wo denn nun ihre davor propagandistisch ausgeschlachteten Rechte abgeblieben sind. Hier täuschen wir uns gern mit unserer Einschätzung, aber … .

Ja, und das ist also vielleicht der Knackpunkt! Das lässt nämlich fragen, ob Erdogan nicht vielleicht doch einen Punkt hat, wenn er sagt: aber ich will keine Terroristen andauernd an meiner Grenze haben. Des Weiteren dürfte Erdogan argumentieren: Weil diese Leute unseren Kurden nicht nur das Leben erschweren, nein, sie wiegeln sie auch noch auf gegen uns, letztlich gegen sich selbst, indem tausende Situationen erschaffen werden, wo unser Staat, die Republik Türkei, einfach gewaltsam einrücken muss, um Frieden und erreichten Wohlstand zu sichern, nur um dann ein mal mehr als der BÖSE ausgemacht zu werden. Wir könnten den Osten der Türkei nämlich schon längst zu einem lukrativen Ort gewandelt haben, nur, diese Kurdistan-Steinzeitler sind uns dabei im Weg! Weil sie auf ihren Kurdenstaat pochen.

Was soll das!

Ihr seid Menschen, reicht doch, Türken mit kurdischer Herkunft. Und wie gesagt: man kann seine Identität sehr wohl leben in der Türkei, solange man nicht um sich schießt, nur weil man glaubt oder befürchtet, nicht genug vom Kuchen abzubekommen.

Und ja, da ist etwas dran an der Benachteiligung, die es durchaus auch gibt, aber nicht nur. Doch wenn der bewaffnete Konflikt mit der PKK nie ausgebrochen wäre Mitte der 1980er Jahre, hätten wir im Jahr 2019 schon längst den Zustand erreicht, wo es jedermann piep egal wäre in unserer schönen Türkei, ob du Laze, Tscherkese, Deutscher oder eben Kurde als Türke bist – Grieche, weil es uns wirklich gut ginge ökonomisch. Warum kapiert das keiner von denen! In den USA wurden in der Geschichte schließlich auch ähnliche Kompromisse eingegangen. Wenn man sich umguckt, war das eigentlich überall von Nöten.

Warum, also, sollte die Republik Türkei sich endlos mit diesem Thema herumschlagen? Ja, die Invasion in Nordsyrien ist vor allem in diesem Zusammenhang zu sehen. Außerdem gibt es dort auch bestimmt Bodenschätze, die sich anzueignen kein allzu großer Fehler sein kann, vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Gebiet im Grunde eh einst Teil der osmanischen Masse war, also zu uns gehörte, erschlossen werden muss. So ähnlich klingt Genosse Erdogan durchaus auch, zuweilen!

Die Kurden haben gewiss Recht, wenn sie die humanitäre Verletzungen anprangern, die seitens der Türkei und ihrer Unterstützer begangen werden. Aber sie hätten es wissen müssen!!! Sie hätten auf Grund ihrer historischen Erfahrungen wissen müssen, dass auch die USA sie irgendwann hängen lassen wird, und dass man gegen Teile der Kurden, die diesen Kampf seit Jahrzehnten führen, sich als träge Masse ENDLICH hörbarer zu erheben hat!

Und jetzt ist es eben 2019 passiert – mal wieder -, dass sie in der Falle hängen und sich auch noch mit ihrem weiteren Schlächter, Assad, freundlich stellen müssen. Geht es noch peinlicher? Da hätte ich mir mal vorher Gedanken gemacht, und zwar derart, dass mir ein Zusammengehen mit der Türkei vielleicht doch lieber gewesen wäre. Immerhin hat die Türkei einen gewissen Bonus – am Rande eines demokratischen Gemeinwesen stehend, Beitrittskandidat zur EU etc. Syrien dagegen hat nur eines zu bieten: Willkür und Diktatur.

Um dem Spuk ein Ende zu machen, und vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Welt, ist den Kurden einfach zu raten, auf ihr „Kurdistan“ endlich zu verzichten, und sich ENDLICH dort, wo sie leben, noch dienlicher einzubringen – auf ihre Rechte als dortige Mitbürger pochend usw. Aber dazu haben sie, zumindest, was die Kurden in der Türkei angeht, mit der Mehrheitsbevölkerung zusammen eventuell bereits zu viel Porzellan zerschlagen.

Kurden dürfen Einflüsterungen des Westens und Israels nicht länger Gehör schenken, denn am Schluss sind sie die Gearschten!!! Streckt die Waffen!!!!

Den Zyprern ist in diesem Zusammenhang zu raten: Schließt euch schnellstmöglich Israel an! Alle anderen Optionen scheinen vorerst einem Bewahren des südzyprischen Lebensstandards, des relativen Friedens, der herrscht, entgegen zu stehen!

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treli, meschnun, deli

Wahnsinn

Hallo, wie geht es Ihnen?

Gewiss haben Sie bereits davon gehört, dass Netanjahu bombend um sich beißt. Im Libanon lässt er immer noch geheime Interventionen durchführen. Nur dieses Mal hat sich der Führer der Schiiten Libanons in Europa und der Welt hörbarer zu Wort gemeldet. Es wird geschrieben, er habe gedroht, also müsse Israel daher sich wehren gehen. Man könnte aber auch schreiben, dass der Schiite sich wehrt und Israel mit seinen Aggressionen aufhören muss – seine Pläne, Israel zu erweitern vom Territorium her.

All das hält Israels Armee offenbar nicht ab, gleichzeitig hie und da auch noch ein paar Bomben irgendwo im Irak loszuwerden, das ist Tod bringend fallen zu lassen, als wollten es, wird geschrieben, den Iranern zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man den politischen und religiösen Gegner unmittelbar an ’seiner‘ Landesgrenze sich aufbauen sieht.

Bekanntlich haben die Iraner Militär in Syrien und dies möglichst nahe zu Palästina. Und bekanntlich hat sich Israel inzwischen auch, doch nicht nur, den syrischen Golan scheinbar so angeeignet, dass eine Rückgabe an Syrien nicht mehr zur Debatte stehen soll seitens Tel Aviv. Zumindest hört sich Netanjahu entsprechend an, wenn er dort in der Gegend unterwegs begleitet von schwerbewaffneten Militärs an Mikrofone tritt.

Menschenleben, die keine Israelis oder Westler sind? Offenbar Nebensache!

In Syrien tobt so ungefähr derselbe Wahnsinn wie in Palästina oder neuerdings wieder im Libanon, und wir gucken hier in Lahr oder Berlin etc. sitzend zu. Man fragt sich jetzt bereits, wie bei so viel Kriegslust, die seitens der USA und ihren Verbündeten besteht, jemand ernsthaft daran glauben kann, dass im nächsten Jahr die WM in Qatar durchgezogen werden kann – denn im Jemen sterben bekanntlich immer noch Menschen, weil unter anderen die Saudis und die Emiratis ihr ‚heilbringendes Werk‘ dort verrichten. Der Iran hat sich scheinbar auch tiefer in diese dumme, kriegerische Sache im Jemen ziehen lassen – und somit auch Russland. Letztere bekanntlich vor allem in Syrien.

Den Iran darf man also mit Kritik an dem zuvor bezeichnenden Wahnsinn auch nicht mehr aussparen – so auch die Türkei, die ihr Engagement bis nach Libyen und dem Sudan, Qatar etc. ausgeweitet hat – Aserbaidschan sowieso, Türkmenistan, ja, China gar – obgleich China ja äußerst unfreundlich, wollen wir es mal milde ausdrücken, mit seinen Türkvölkern im Westen des Landes umgeht derzeit.

Und was Syrien betrifft, kann man Dinge, wie die Folgenden beispielsweise lesen, während wir hier in Germany darüber diskutieren, ob dieser oder jener Fußgängerbereich nicht doch mit Pollern versehen gehört zwecks Schutz der Fußgänger, ob der Europa Park in der Gemeinde Rust und dessen Neuanbau „Rulantica“ (Wasser-‚Fun‘-Anlage) nun Segen oder Schrecken für die Bevölkerung von Rust und deren Wasserversorgung wird oder ist etc. Ob unsere Kinderlein denn dieses Jahr ENDLICH bundesweit ihren Computer im Unterricht haben werden können, damit sie entsprechend getrimmt den angeblichen Erfordernissen der Zeit sich entsprechend stellen können. Wir sollten das eben benutzte Wort „Zeit“ gleich besser mit ‚industriellen Bedarfen‘ auswechseln. Finden Sie nicht?

Also:

Die syrischen Rebellengruppen sollen erstmals seit Wochen wieder eine Gegenoffensive gegen das Assad-Regime im Südosten der Provinz Idlib gestartet und bisher drei Dörfer von den Regimekräften zurückerobert haben. Die allgemeine Lage ist jedoch laut Syrien-Expertin Elizabeth Tsurkov weiterhin stark zugunsten des Regimes und Russlands zu sehen.

 

Lokalen Bewohnern zufolge wurden in der Nacht zum Dienstag mehrere Luftangriffe auf Stellungen der vom Iran unterstützten schiitischen Milizen nahe Albu Kamal westlich des Eufrats durchgeführt. Der Nahostexperte Charles Lister vermutet Israel dahinter.

Al-Jazeera Journalistin Zeina Khodr twitterte am Montag, dass Russland Militärpolizei im Umkreis des türkischen Beobachtungsposten in Morek/Provinz Hama verlegt habe. Der Beobachtungsposten werde gegenwärtig von Regimetruppen umzingelt. Khodr vermutet, dass Russland kurz vor dem Zusammentreffen zwischen Erdogan und Putin Spannungen abbauen wolle.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sollen am Montag bei Luftangriffen des Regimes auf Idlib sechs Zivilisten getötet worden sein, darunter eine Frau und ein Kind im Dorf Baskala im Süden der Provinz Idlib.

Präsident Erdogan sagte am Montag in der Provinz Mus/Türkei laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, dass die Türkei zu einem baldigen Einsatz von Bodentruppen im Norden Syriens bereit sei. „Wir gehen davon aus, dass unsere Bodentruppen bald in die Region eindringen werden.“ Zwar hätten diplomatische Mittel Priorität. Aber sein Land sei auch zum Handeln bereit, sollte es sich dazu gezwungen sehen.

Der syrische Oppositionelle Asaad Hanna twitterte, dass seit Oktober 2018 mehr als eine Million Inlandsvertriebene nach Nordsyrien geströmt seien.

Den Weißhelmen zufolge seien Anfang August, seit dem Zusammenbruch des 4-tägigen Waffenstillstands, 130 Zivilisten bei russischen Bombardierungen in der Provinz Idlib getötet worden, schreibt Zeina Khodr.

Die politische Beraterin von Syriens Machthaber Bashar al-Assad, Boutheina Shabaan, soll überraschend in der kürzlich vom Regime zurückeroberten Stadt Khan Sheikhoun in der Provinz Idlib aufgetaucht sein und zu den Soldaten des Regimes gesagt haben, dass man für sie bete. [Nach dem Motto: Wie halte ich mir meine uniformierten und schulisch schlecht ausgebildeten Kampf-Sklaven treu].

Nordosten

Am Montag seien bei einem Autobombenanschlag in der Palästina-Straße im Zentrum der Stadt Tabaqa westlich von Raqqa ein Zivilist getötet und weitere, darunter eine Frau, verletzt worden, schreibt die Zeitung Zaman al-Wasl.

Die YPG-geführten SDF-Kräfte sollen Oppositionsquellen zufolge in der Ortschaft Maaizileh in der Provinz Deir Ezzor zwei Mitglieder der Hisbollah verhaftet haben. [Das müsste Erdogan eigentlich gefallen. Er wird demnächst aber dennoch, vorsichtshalber, auf die YPG verstärkter Jagd im Norden Syriens machen, in der sogenannten Sicherheitszone und gewiss, darf angenommen werden, auch darüber hinaus: siehe regelmäßige Attacken Ankaras in Teilen irakisch Kurdistans. Das vorher Gesagte hat Erdogan bereits mehrfach in Aussicht gestellt und offenbar auch mit Trump, der die YPG-ler fallen lassen wird voraussichtlich wie eine heiße Kartoffel, abgesprochen. Man wird sich überraschen lassen dürfen].

Regimegebiete

Der syrische Aktivist S. Rifai twitterte unter Berufung auf zuverlässige Quellen, dass es zu einem Bruch zwischen Syriens Machthaber Bashar al-Assad und seinem einflussreichen Cousin dem Geschäftsmann Rami Makhlouf gekommen sei. Assad habe am Sonntag bekanntgegeben, dass der Mobilfunkanbieter Syriatel nicht mehr in Besitz von Rami Makhlouf sei. Makhlouf soll als Eigentümer von Syriatel monatlich 20 Millionen Dollar verdient haben.

Das Assad-Regime soll laut des syrischen Aktivisten S. Rifai in den vergangenen zwei Wochen mehrere Maßnahmen gegen Rami Makhlouf ergriffen haben. Die Gier Makhloufs habe Assad verärgert. Zudem habe sich Assad ausgeschlossen gefühlt, weil er am Profit nicht beteiligt gewesen sei. Rami Makhlouf soll außerdem dem Iran sehr nahestehen und mehrere „Mega-Deals“ mit Iran abgeschlossen haben. Die Vereinbarung, die mit Iran zur Kontrolle über dem Latakia Hafen abgeschlossen wurde, sei bereits für ungültig erklärt worden. Zudem sei die „Al Bustan“ [Garten] Wohltätigkeitsorganisation von Rami Makhlouf geschlossen worden. „Al-Bustan“ war als Hilfsorganisation getarnt, soll jedoch tatsächlich iranische Milizen finanziert haben. Auch die Vereinten Nationen sollen die Organisation von Rami Makhlouf mit Geldern unterstützt haben.

Der regimenahe Aktivist EHSANI2 twitterte, dass die Büros von Rami Makhlouf in der Freihandelszone von der Kommission zur Bekämpfung der Geldwäsche gestürmt worden seien. Das Ausmaß der Ermittlungen habe Latakia erschrocken. Ermittlungen seien auch gegen den Geschäftsmann Hamsho in Zusammenhang mit Ausschreibungen des Erziehungsministeriums eingeleitet worden. Das Regime habe Ermittlungen gegen 29 wichtige Geschäftsmänner eingeleitet, darunter Dureid Assad, Jaber und Hamsho.

Der Nahostexperte Charles Lister twitterte unter Berufung auf loyale Kräfte des Assad-Regimes, dass das „korrupte“ Regime in den vergangenen zwei bis drei Wochen ein Korruptionsnetzwerk der Makhlouf Familie aufgedeckt habe. Das Regime, so schrieb Lister sarkastisch, arbeite nun sehr hart, um die Korruption auszurotten und Syrien ‚Gutes‘ zu tun.

Regional/International

Der einflussreiche irakisch-schiitische Geistliche Muktada al-Sadr soll nach den israelischen Angriffen auf Iran-treue Milizen im Irak die irakischen Milizen in Syrien zum sofortigen Abzug aufgefordert haben.

Das Mitglied des politischen Komitees der Nationalen Syrischen Koalition, Ahmad Ramadan, twitterte, dass unbedingt verhindert werden müsse, dass der iranische Öltanker „Adrian Darya1“ das Assad-Regime erreicht. Im Tanker befinden sich 2,1 Millionen Barrel Öl, welche die Tötungsmaschine des Regimes für weitere sechs Monate finanzieren würden, schreibt Ahmad Ramadan aus Syrien.

 

Ja, das, was mir da in die Hände geraten ist, und dessen Quelle nicht genannt werden mag, mag sich vielleicht harmlos lesen oder anhören. Ist es aber nicht. Syrien ist so etwas wie die Hölle geworden; und Zypern ist gar nicht so weit davon gelegen. Immer mehr Flüchtlinge erreichen die Insel, den ‚goldenen‘ Süden derselben. Die Türkei und die Republik Türkisch-Zypern scheinen zu dem naheliegenden Beschluss gekommen zu sein, die Last der Fluchtsuchenden nicht weiter ohne die Teilhabe der Republik Zypern im Süden der Insel auf sich nehmen zu wollen. Und warum sollten sich die Türkei und ihre ‚beschützten‘ Türkischzyprer solch ein Druckmittel auch weiterhin entgehen lassen. Folglich erhöht sich die Zahl der Flüchtenden. Nikosia-Süd macht bereits auf Alarm. Versteht sich, dass man Gelder aus Brüssel will. Dass man aus der Not anderer Profit schlagen will, vor allem in Sachen Zypernfrage. Zum einen hat die Türkei und ihre zyprischen Verbündeten eh Zoff mit Süd-Nikosia wegen den Bohrungen nach Erdgas und Erdöl vor Zypern, die Ankara bewaffnet durchführen lässt. Und zum anderen zeichnet sich ja eh schon wieder ab, dass die Verhandlungen in Sachen Wiedervereinigung der beiden zyprischen Teile der Insel bereits dazu verdammt sind, wieder einmal den Bach hinunter zu gehen, wie man sagt. Wir täuschen uns in diesem Punkt gerne, was aber leider nicht der Fall sein wird. Man wird sehen!

 

Über den innenpolitischen Wahnsinn, der sich auf Zypern selbst derzeit abspielt, wird in den nächsten Artikeln berichtet, die nun wieder regelmäßiger folgen werden. Wie soll man es sagen: Gelegentlich braucht man eine Art Auszeit von dem auf Zypern veranstalteten Polittheater. Auch wenn man die Ereignisse irgendwie noch verfolgt, will man sich manches Mal einfach nicht hinsetzen und diesen Wahnsinn nun auch noch zu Papier bringen – schon wieder. Und über diesen Berg, hoffe ich, hat das Schreiben und viel Schwimmen durchaus geholfen – ein etwas längerer Aufenthalt in der Schweiz und Deutschland.

Das Press und Information Büro in Nikosia, habe ich heute erst erkannt, wie peinlich, hat schon mal aufgehört, mir täglich die Presseberichte zuzusenden, wie es über Jahre der Fall war. Das wird wahrscheinlich eine meiner ersten Taten zurück auf der Insel sein, demnächst, nämlich, dort hinzugehen und diesen Leuten, die man ja über Email nicht erreichen kann, irgendwie, erneut zu bitten, mir die Presseberichte, wie gehabt, wieder automatisch zukommen zu lassen.

Kann gut sein, dass sich in der PIO etwas in deren Verfahrensweisen geändert hat, die sich irgendwie andauernd ändern.

Des Weiteren: Kann sein, dass es an meinem Browser liegt, was demnächst ebenfalls herausgefunden wird zurück in Nikosia, denn die Morning News Show, will ich es mal nennen, so auch meine ‚geliebte‘ Nachmittags-News-Show auf RIK1 können neuerdings nicht mehr On Demand abgespielt werden – weil gar keinen Button dafür mehr angezeigt wird. Man darf gespannt sein, welcher Wahnsinn da auf uns, Teil der Korrespondentenschaft, wartet.

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Was geht denn eigentlich in Syrien voran?

Hier wird nun in der Folge der Versuch unternommen, möglichst nicht auf Tote und Morde, Verbrechen, im Detail einzugehen, sondern jenes zu erwähnen, welches sich womöglich noch als POSITIV herausstellen könnte – oder in diese Richtung geneigt zu sein scheint.

 

Nun, die Kurdenpolitikerin Ilham Ahmed (SDF/SDC) sagte in einem Gastvortrag beim Middle East Institute in Washington: Eine Sicherheitszone der Türken lehnen wir ab. Die Türkei habe in Afrin bewiesen, dass sie unfähig für so etwas sei. Anstatt werde Schutz benötigt. Waffen von den USA brauche man weiterhin. Verbindungen zur PKK bestünden keine. Selbstautonomie für die Kurden forderte Frau Ahmet ebenso.

Ja, die Kurden spielen ja den westlichen Sheriff gegen die IS in Syrien und dem Irak, kann noch immer gesagt werden. Diese Islamisten der IS gibt es in Syrien trotzdem noch immer, wenn auch nicht mehr so viele und in so vielen Gebieten ansässig wie einst. Ein verbliebener Rest der IS-Kämpfer – der selbsternannte Khalife könnte womöglich darunter sein, der offenbar doch nicht getötet wurde, wie vor ein paar Jahren groß verkündet worden war – ist also derzeit in Idlib dabei, eventuell den sogenannten Endkampf vorzubereiten.

Währenddessen empfing der türkische Außenminister in Ankara den UN-Sondergesandten für Syrien Herrn Geir O. Petersen. Anscheinend wurde vor allem die Bedeutung des syrischen Verfassungskomitees für eine politische Lösung et cetera als Hauptthema aufgegriffen. Am selben Tag, vorigen Dienstag also, erreichte den Sprecher des türkischen Präsidenten ein Telefonanruf aus Washington, und zwar von John Bolton, dem nationalen Sicherheitsberater. Darin ist offenbar vereinbart worden, die Zusammenarbeit im Hinblick auf den Truppenabzug der Amerikaner und der zuvor erwähnten Sicherheitszone fortzusetzen sowie der anstehende Besuch von Donald Trump höchstpersönlich etc.

In Damaskus war man indessen auch nicht allzu untätig. Man unterzeichnete nach Abhaltung einer Sitzung des Hohen Syrisch-Iranischen Komitees eine weitere Verständigungsnote mit dem Iran (Wirtschaft, Investitionen, Wohnungsbau, Eisenbahnwesen, Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Bankwesen etc.). Und bemerkenswert war die folgende Aussage des Vize-Außenministers Russlands auf die Frage bei CNN, ob Moskau mit Teheran in Syrien Alliierte seien: „Ich würde diese Art von Worten nicht verwenden, um zu beschreiben, wo wir mit dem Iran stehen!“ Vielleicht wäre ja Waffenbrüder trefflicher als Begriff?

Und geradezu schon traditionell ist zu nennen, was Frankreich glaubt in der Region vom Stapel lassen zu müssen. Gerade vor Kurzem hat Macron in Kairo verweilend dem Despoten Sisi dort wie erwünscht all die Waffen, die es so braucht, wahrscheinlich, zugesteckt und/oder versprochen. Mit im Boot sitzen dabei selbstverständlich auch wir, ja, Sie und ich. Auch wenn Sie in Spanien, Griechenland oder eben Deutschland leben. EU ist nun mal EU! OK, Macron hat Onkel Sisi noch eine kleine Standpauke gehalten, wurde vermeldet. Wenn es denn eine war. Denn Sisi ist gewiss eher geschmeichelt worden, als Macron ihm seine Vergehen, einige, aufzeigte vor der Presse. Nach dem Motto: Seht, wie sie vor mir zittern! Also kuscht, sonst greif ich noch härter durch! So in etwa dürfte Sisi die Rede des Franzosen verstehen und verwerten.

Ansonsten findet der Franzose es offenbar nicht sonderlich lustig, dass Kairo und Damaskus sich annähern. Wie man sieht: auch DIE haben ihre Lektion im Umgang mit Europäern gelernt. Weil solch Annäherung (Damaskus-Kairo) bedeutet NATÜRLICH bares Geld für Sisi oder Assad – das letztendlich vor allem aus unseren Bürgertaschen stammen wird!

Apropos: Knapp über 130 IS-Kämpfer mit französischem Pass könnten demnächst aus Syrien nach Frankreich überführt werden.

Gewiss will auch Frankreich, und mit ihr Deutschland & Co, in Syrien gute Werke verrichten gehen. Aufbau heißt da selbstverständlich das Stichwort, eben gute Werke verrichten wie es einst oder immer noch die Kirche tut oder tat und Mönche etc. Darauf kommt man, weil nämlich die libanesische Al Akhbar Tageszeitung der Schiiten Frankreich vor Kurzem warnte, mit Israel in Syrien zusammenzuarbeiten.

Angeblich wollten „die Araber“ sich am Aufbau in Syrien nicht beteiligen, ist immer wieder zu lesen – was einen doch schon verwundert oder stutzig macht. Jedenfalls der emiratische Herrscher ließ anscheinend schon mal verlautbaren, dass man sich im Irak damals am Aufbau nicht beteiligte und dies nun so auch in Syrien zu tun gedenke. Es gehe nicht an, über den Umweg Syrien, derart, den Iran zu stärken.

Nach Angaben der türkischen Regierung seien bereits über 300.000 syrische Flüchtlinge aus der Türkei zurück nach Syrien gezogen. Es ist auch darüber zu lesen, dass diese Rückführungen nicht immer ihren freiwilligen Charakter beibehielten, den das Regime in Ankara betontermaßen von sich gibt. Und: die Vorbereitungen für einen Angriff auf Manbitsch in Nordsyrien sowie den Osten des Euphrats seien abgeschlossen, verkündeten die türkischen Streitkräfte.

Des Weiteren: Noch tönt Erdogan so, als wolle er keine Beziehungen mit Assad aufbauen, auch nicht zukünftig. Letzterer habe über eine Million Muslime auf dem Gewissen.

Die USA sollen weitere 600 Soldaten nach Syrien eingeflogen haben, um den vorgeblichen Abzug besser koordinieren zu können. Ein hoher Militär der Israelis (Aluf Amos Yadlin) stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die USA sowieso nichts gegen die Anwesenheit des Irans in Syrien gemacht hätten. Dafür sei ja wohl Israel da!

Ja, die Russen haben sich vor ungefähr einer Woche in Israel eingefunden, genauer der stellvertretende Außenminister Vershinin sowie der russische Sondergesandte für Syrien. Offenbar wurden die beiden bis zu Netanjahu durchgereicht. Wahrscheinlich will man neu ‚auswürfeln‘, wer was wie tut und erhält, nachdem die US-Amerikaner wirklich die Koffer gepackt haben. Klar doch, die iranische Anwesenheit war gewiss ein Thema – und wir dürfen hoffen, dass die beiden Russen so viel Eier in den Hosen hatten, um das Thema Golan anzusprechen. Bekanntlich okkupiert Israel dieses syrische Gebiet schon seit viel zu lange – verhält sich dort in etwa so okkupant wie in größten Teilen Palästinas!

Jedenfalls hatte der israelische Migrationsminister J. Gallant vorab schon mal erklärt, dass es ja einen gemeinsamen Plan und Interessen mit Russland gäbe, um Teheran endgültig von der syrischen Bühne zu fegen. Daran zu glauben, fällt uns hier allerdings schwer, auch wenn vermeldet wurde, dass der Vorsitzende des iranischen Parlamentskomitees für nationale Sicherheit und Außenpolitik, Herr Heschmatollah Falahapescheh, Russland vorgeworfen haben soll vor knapp einer Woche, bei israelischen Angriffen auf iranische Stellungen in Syrien das Luftabwehrsystem S-300 absichtlich abgestellt zu haben.

Ansonsten: Die Iraner sollen Angaben zufolge noch immer damit beschäftigt sein im Osten Syriens, genauer in der Provinz Deir az Zor, ausgerechnet Namen von Moscheen zu ändern. Auch hat der russische Außenminister S. Lawrow Tunesien, Algerien und Marokko aufgefordert, sich für eine Wiederaufnahme Syriens in der Arabischen Liga einzusetzen.

Und zuletzt:

Das Außenministerium des Assad-Regimes erklärte, dass die Vereinbarung von Adana aktiviert werden könnte, wenn die Türkei damit aufhört, den islamistischen Terrorismus zu unterstützen und ihre Truppen aus Syrien endlich abzöge. Der Sprecher Putins erklärte, dass die Präsenz der türkischen Truppen in Syrien im Rahmen der 1998 unterzeichneten Vereinbarung von Adana legitim ist. Die Gewährung territorialer Autonomie für Kurden werde darin abgelehnt. Die territoriale Integrität Syriens dürfe indes nicht gefährdet werden!

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Erdogan: Ziel erreicht?

Einmal mehr ein Bericht zum Demokratie-Abbau in der Türkei, aber auch zu unterschwelligem Zorn, ja Aufmüpfigkeit.
Von zumindest Ersterem weiß man in Brüssel und in all den Hauptstädten der EU sehr wohl. Dennoch hat offensichtlich niemand den Mut, Erdogan und seinen Gesandten öffentlich ins Gesicht zu sagen: „Diktator!“, „Diktatur!“ „Folterstaat!“

Apropos: Herr Erdogan wollte kürzlich, dass man sein so fortschrittlich geführtes Land als Entwicklungsland einstufe, damit auch er/es Geld kriegt wie ein Entwicklungsland. Man hatte sich ja gerade getroffen, um die Welt zu einem saubereren Ort zu machen, angeblich. Keine Ahnung, ob Sie dieses ‚Gipfeltreffen‘ vor lauter Gipfeln, die sich treffen, noch erinnern können. Alle haben sie dort jedenfalls wieder gute Hoffnung verstrahlt.

Nun!

Herr Necmettin Çalışkan schreibt am 14. Dezember 2018 auf Seite 12 in der erbakanischen, oder zeitgemäßer sprechen wir ab jetzt besser, wenn überhaupt, von karamollaoğluschen Tageszeitung „MillȋGazete“:

 

Sollten Koalitionen nicht der Ruin der Republik Türkei sein?

Wir bewegen uns in der Neuzeit, das heißt, nach dem Beginn des neuen Präsidentschaftssystems [in der Türkei], seither geschwind auf die ersten Bürgermeisterwahlen zu.
Nach dem 24. Juni 2018, als der Präsident und die Parlamentarier gewählt waren, sollte in der Türkei ja eine neue Ära beginnen. Gesagt wurde, dass zwei Männer an der Spitze, genauer ein Präsident und ein Ministerpräsident, dem Lande nichts nutzten. Letzteres würde das Land dazu verdammen, durch Koalitionen regiert werden zu müssen. Danach werde solch Regieren nicht mehr von Nöten sein. Einer wird dann die Entscheidungen treffen, und in der Staatsführung wird Stabilität daraufhin einsetzen. Entscheide würden gefällt, die von Bestand seien etc.

Welch große Träume haben DIE [für uns derart] errichtet.

Komm, und seh dir an, was beim neuen System über das zu Erwartende hinausgehend, wenn so gesagt werden kann, die Politik versperrt – es hat nämlich jeden von jedem abhängig gemacht. Alle [Nichtregierungs-]Parteien bewegen sich [neuerdings] zusammen, stimmen sich ab, bilden Koalitionen, weil sie das so tun müssen. Unter einem Dach sind sie [derart] unfreiwillig vereint, schon bald werden sie sogar nicht mehr bereit sein, gegensätzliche Positionen voneinander sich anzuhören, belegen sich bereits mit Worten, die sogar ihre Feinde rot anlaufen lassen: „abnormal“, „Pest infiziert“, „Vaterlandsverräter“, „Separatist!“ Das sind mit die härtesten [rhetorischen] Ausfälle.

Mit der neuen Verfassung hat sich der Name ‚Koalition‘ geändert, so auch deren Timing, die Berichterstattung [darüber], ihr Inneres. Aber [, man gucke und staune], zu koalieren ist verbindlich und dauerhaft geworden, geschweige denn zu Ende.

Ist es nicht so:
Zu koalieren wie die Regierung ist in den Rathäusern [anstatt] als etwas Notwendiges auf den Plan gekommen. Sogar, wenn du 49,9% Stimmen hast, sagt dieses Ergebnis nichts. Denn wenn du 50 + 1% nicht erreichst, bist du gezwungen, dich mit jedem zu verbünden, als [Art] Minderheiten-Bund.
Zeitlich vor [diesem eben dargestellten Zustand] wurden Koalitionen nach den Resultaten der Auszählungen [nach den Wahlen] geschlossen. Jetzt wurde geboren, dass Koalitionen bereits schon vor den Wahlen geschlossen werden müssen. Früher wurden Koalitionen nur zum Zweck, ein Regierungsprogramm zu erstellen geschmiedet. Jetzt werden sie über Parteien und Parteimitglieder gemacht. Früher schlossen Koalitionen nur jene, die eine Regierung bildeten. Heute ist die Opposition dazu gezwungen. Früher einigten sich die Koalitionäre auf einen Mittleren Weg [durch Koalitionsverhandlungen]. Heute bedrohen sie sich schon fast beim Schließen einer [solchen] Vereinbarung. Früher war das Zustandekommen einer Koalition eine Frage der Geneigtheit oder Bevorzugung – wurde eingegangen, um einen Zweck zu verfolgen. Heute müssen die politischen Parteien eine eingehen, um am Leben bleiben zu können.
Ein Ergebnis all dessen ist [eben] die Notwendigkeit, Bündnisse oder Koalitionen eingehen zu müssen. Heute ist jener, der eine Koalition eingeht, ein Vaterlandsliebhaber. Der das anders sieht oder macht, ein Landesverräter.
Sich selbst gönnen sie[, die Herren und Damen von der AKP sind gemeint,] kein „Schlamm-Bündnis“, aber anderen [gern] ein „Demütigungsbündnis“. Was sie tun ist heilbringend, was andere tun eine Sünde.

Inzwischen ist es in unserem Land wie in den USA, wo die Republikaner versus Demokraten und die Rechten versus Linke sind – also eine duale Struktur herrscht. Hoffen wir, dass der Fehler an diesem System schon bald erkannt wird und ohne es bereuen zu müssen zu einem angemessenen System übergegangen wird.

Bis hierhin kommt jemandem das Alles vielleicht angemessen vor. Doch das grundlegend größere Problem von hier ausgehend, ist dieses:

Wie wir kapiert haben, haben die AKP und die MHP sich bei den Wahlen [vor ein paar Monaten] angegangen, dann kam es zum Stillstand ihrer Regierungskoalition, dann riegelten sich voneinander ab und noch während dessen gewann ihr Zusammenkommen wieder an Geschwindigkeit. Wie hier verstanden wurde, wurden [ dabei gleichzeitig] neue Schritte gesetzt, indem Provinzen aufgeteilt wurden, als man sich im SARAY-Komplex traf[Letzteres ist der riesen Präsidentenpalast, welchen Erdogan in Ankara in einer ‚Umweltzone‘ widerrechtlich erbauen ließ].

Unser Land ist nun [also] in eine neue Phase eingetreten und am 31. März 2019 wird mittels der Bürgermeisterwahlen das neue Präsidialsystem integriert und derart [wird dieser Integrationsprozess sodann] vollends vollzogen sein. Von Freunden aus der AKP ist in letzter Zeit zu hören: „Allen Kadros werden Einheiten einverleibt.“ Danach ist diese Phase vollendet. Unterschiedliche Institutionen, Gewerkschaften, Ämter und so weiter werden [also] übernommen.
Ihr kümmert euch dann besser ums weinerliche Klagen[, wird uns gesagt]. Gemeint ist: Die anstehende Wahl wird die Änderungen der Verfassung nach dem 15. Juli 2019 mit sich bringen. Das letzte Glied des Präsidentschaftssystems wird dann vollendet worden sein. Danach werden alle Kadro kampflos der MHP unterliegen – und diese Phase, die wird dann beginnen.

Mit Bedauern werden wir[, gemeint sind vor allem diejenigen von der Saadet Partisi,] dann unsere alten Freunde sehen, jene, die der Zugkraft der AKP gefolgt sind, und deren allerletzte Liquidation.
Wir hoffen, [diese Erfahrung] wird ihnen ein Instrument, um [endlich] aufzuwachen.

Wie weit auch immer die Türkei in die Ein-Mann-Phase [der Regierung] sich begeben wird, wird sie nun [gewiss] ihre ewigen Werte verlassen, sich verschließen, nationalistische Reden aufhören zu äußern.
Ihr fahrt [daher besser ruhig] fort, Nationaler Wille, Demokratie, Widerstand zu schreien. Doch jener, der das Pferd gestohlen hat, ist schon [drüben] in Üsküdar!
Wie auch immer:
Wir, nachdem das Gemeinwesen [jahrelang] geschützt wurde, können [auch] alles verschwenden.

Der Logik [etwa] ein Opfer bringen, da es keinen Souverän gibt?“

 

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