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Posts Tagged ‘eu-präsidentschaft’

Die erste wichtige Nachricht des Tages steht heute in der türkischen Radikal Tageszeitung. Die freudige Nachricht, die ganz gewiss zutreffend ist: Männer, die im Haushalt helfen oder arbeiten, schrubben, putzen, waschen und so, die tun eventuell etwas gegen aufkommenden Prostatakrebs. Das sei von Wissenschaftlern herausgefunden worden.

 

Weniger erfreulich als Nachricht ist allerdings das Schreddern von Akten beim deutschen Geheimdienst. Akten sind das, die das Verhältnis von Staat und Terroristen aus der rechten Szene hätten besser sichtbar machen können für die interessierte Öffentlichkeit.

Es ist, denken wir, vergebliches Weißwaschen, wenn nun zur Beruhigung der Öffentlichkeit der Verantwortliche für den Befehl zu schredden befragt wird vor einer Komission.  Und dann bitte sehr, wer sitzt in dieser Komission? Gibt es da mindestens eine Person drin, die nicht zum Staatsapparat zählt – zum Beispiel jemand einigermaßen Unabhängiges wie ein Vertreter von einer Migrantenorganisation, welche sich möglichst bereits durch anti-etatistische Aktionen zum Beispiel einen Namen gemacht hat? Wenig anders kann bei dem Schlammassel, der bereits angerichtet wurde, noch eine glaubwürdige Untersuchung dieses Vorfalls der kritischen Öffentlichkeit verkauft werden. Es wird doch nicht wirklich jemand so naiv sein zu glauben, diese Person, die den Befehl gab – oder eine andere – wird jemals die Wahrheit sagen! Diese Person wird ziemlich sicher die Wahrheit derart schildern, dass ihre Interessen und die ihrer Auftraggeber gewahrt bleiben. Punkt.

 Es ist ein Trauerspiel. 

                                                                                                                                   (picture taken from http://www.cy2012.eu)

So auch das Lamentieren in Sachen Eurokrise. Seit Wochen wird auf Griechenland und denen aus dem Süden, die angeblich deutsches Geld mit vollen Händen ausgeben, herumgepickt. Dass Deutschland aber eine Geschichte hat, die ein solches Verhalten eventuell fördert, wird nicht genügend oft erwähnt.

 Es fing damit an, als der Euro Euro werden sollte. Damals wurde Italien auf Drängen Frankreichs, obgleich Rom die Kriterien nicht erfüllte, dennoch in den Euroraum aufgenommen. Kohl hatte durchgewunken, wollte unbedingt einen Erfolg verbuchen, der auf lange Sicht vielleicht kein Erfolg bleibt. Jahre später dann die Deutschen gemeinsam mit den Franzosen, die ihre hohen Limits selbst reißen. Es waren diese beiden Nationen, die die selbstauferlegte 3% Hürde in Sachen Schuldenmachen kurz mal außer Kraft setzen und für sich eine Art Ausnahmeregel schufen. Ja, warum sollten Athen und andere sich an Regeln halten, die von denen, die sie hauptsächlich verteidigen und als unumstößlich bezeichnen, selbst nicht eingehalten werden, bzw. nach Belieben geändert werden können?

 

Vor diesem Hintergrund macht die Herangehensweise der Republik Zypern durchaus Sinn. Die Xristofias-Regierung sagte nämlich noch, als inzwischen sogar dem einfachen Bürger längst klar geworden war, dass die Krise im Land einschlagen wird, dass man sich keine Sorgen zu machen brauche, man habe alles im Griff.  Wie zu sehen ist, ist dem so. Zypern kam seinerzeit in die EU, ohne die Kriterien wirklich zu erfüllen, weil ein Land, welches Trouble mit dem Nachbarn hat, kann nicht aufgenommen werden – schon gar keines, welches dieser Schwierigkeiten wegen geteilt ist. Nun wird die Republik Zypern die EU-Präsidentschaft versuchen durchzuziehen und die Türkei wird diese Präsidentschaft nicht direkt anerkennender Weise zwischenzeitlich über die EU-Kommission mit der EU kommunizieren, wie heute im EuroNews zu hören ist. Das heißt, die viel Beschworene Einheit der EU und so weiter wird – mal wieder – den Interessen geopfert. Zyperns Präsidentschaft ist somit eine Farse. Es ist eine Unternehmung ohne relevante Kompetenzen geworden, wie sich zeigt. Ein Schmuckstückchen ist es, welches bei all dem Gejammer ums Geld und die so genannte Krise, vielleicht abgeschafft gehört, bedenkt man die anfallenden Kosten.

Es ist vor dem vorherig skizzierten Hintergrund auch verständlich, dass die Griechen weiterhin vor sich hinwursteln, als sei wenig passiert, weil Brüssel, wie sich immer deutlicher zeigt, wenig besser organisiert und regiert ist als „DIE aus dem Süden“. Weil alle mit gezinkten Karten spielen. Weil keiner wirklich meint, was er sagt. Das ist auf jeden Fall eine Gemeinsamkeit, die man in Europa miteinander teilt. Ob sich darauf aufbauen lässt, um doch noch eine politische Einheit Europa zu erreichen, ist fraglich. Man nähert sich diesem heheren Ziel etwas zu langsam eventuell, und viele tragen bereits ihre Gelder und Besitztümer vorsichtshalber schon mal Richtung Singapur und kaufen alles Mögliche auf in Afrika: Land, Mineralien, Wasser, Holz, Öl etc.

An global herrschende Verhältnisse erscheint mir die geschilderte europäische Verfahrensweise  aber einigermaßen gut angepasst zu sein. Ein Blick nach China, Russland den USA und sagen wir mal Indien genügt, um das einzusehen.

 

                                                                                                                                       (picture taken from http://www.cy2012.eu)

Es läuft gerade ein Seminar hier in Nikosia zu Verteidigung in und um Europa. Der Ort, wo das geschieht, ist das Filoxenia in Nikosia. Ein guter Engel war wohl anfänglich über mir, weil ich habe diesen Ort auf Anhieb gefunden. Ausgeschildert ist aber auch gar nichts auf der Straße gewesen. Kein Schild, welches dieses Konferenzzentrum anzeigte. Man muss eben Glück haben.

Um meine Marke zu erhalten, musste leider knapp 30 Minuten vor der Tür geduldig gewartet werden und das Auto im Staub abgestellt werden. Habe jetzt schon Angst, dass wenn ich raus komme, mein Auto dann von vielen, vielen Autos umringt sein wird, die ein Davonfahren verunmöglichen werden. Zu meinem Unglück erfuhr ich dann, Journalisten haben angeblich keinen Zutritt zu diesem Seminar. Ich frage mich, warum dann überhaupt der ganze Aufwand im Internet betrieben werden muss, um sich dafür zu akkreditieren, wenn eh nicht daran teilgenommen werden kann?

Ich habe vorhin allerdings andere Journalisten – die immer gleichen, bekannten Gesichter hier von der Insel – gesehen, die dort reinkamen. Wie die das wohl geschafft haben? Wahrscheinlich haben die getan, was in Europa halt so getan wird mit gutem Gewissen – beschissen.

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Gestern war es endlich so weit – die EU-Präsidentschaft der Republik Zypern war, was uns Journalisten angeht, eröffnet worden. Die dazugehörige Webseite www.cy2012.eu wurde vorgestellt.

Da saß ich nun in der Rikstrasse 12 von Nikosia, die nicht unbedingt leicht zu finden ist. Das Problem beginnt für jemand ohne Beifahrer schon damit, dass nirgends ein Schild zu sein scheint in der Rikstrasse, welches einem sagt, du bist in der Rikstrasse. Nachdem die Strasse, welche nach Limassol führt, verlassen worden ist, die Verlängerung der Makarious, sagt auch Nichts: so, und jetzt mein Freund befindest du dich in der Rik Nummer 12 oder 24. RIK ist bekanntlich der Name des staatlichen Fernsehsenders der Republik Zypren. Und da in etwa 400m oder etwas mehr auf der linken Straßenseite nach der Kreuzung oder am Anfang der Rikstrasse eine große eindrückliche Antenne zu sehen ist, steuerte ich darauf zu und vermutete in der Rikstrasse zu sein. Ja, ich fuhr sogar am Pförtner am Eingangstor des RIK-Senders vorbei ohne Kontrolle, und ihn ansprechen wollte ich nicht, weil in dem Moment war mir gerade entfallen, nach was ich denn eigentlich hätte fragen sollen. Veranstaltung um 11.30h hätte wahrscheinlich nicht viel weiter gebracht. Also fuhr ich in den Hof und durfte feststellen, dass Gäste sich ganz willkommen weit hinten im Gelände und ohne Überdachung abstellen dürfen. Das tat ich und begab mich zu Fuß in Richtung Pförtner. Auf dem Weg dorthin gab es zwar auf der linken Seite Gebäude, die aber irgendwie nicht so richtig einladend aussahen. Nichts, welches mir irgend etwas gesagt hätte, war daran geschrieben, und ins Cafe kam ich dann schon nicht mehr unweit des Pförtners, weil der war inzwischen aus seinem Kabuff herausgetreten und rief mir etwas zu mit unüberhörbar herrschaftlichem Ton. Es klang jedenfalls so, dass ich besser auf ihn zugehe als es wage, anstatt ins Cafe abzubiegen. Nicht etwa, dass mir der hohe Herr entgegengekommen wäre. Mit Händen in der Hüfte und auf seinem Podest entsprechend erhoben, blickte er auf mich hinieder. Immerhin hatte der Weg zum Pförtner bewirkt, dass zwischenzeitlich aus den Tiefen meines Kurzzeitgedächtnisses “to spiti tou dimosiografou” hervorgequolen war als an ihn zu richtende Frage. Leider verhaspelte ich mich schon beim ersten Versuch. Denn Griechisch sprechen, nein, das geht nicht wirklich. Also sagte ich es auf Englisch. Das verstand der Pförtner aber nicht. So riss ich mich zusammen und sagte es nochmals, diesmal langsamer und erneut auf Griechisch. Das Wort Journalist (dimosiografos) wollte einfach nicht rauskommen. Zuvor, auf dem Weg zum Pförtner, war das Thema meines Selbstgespräches, ob der Genitiv denn wohl so, wie ich dachte, richtig gebildet wird von mir oder nicht. Immerhin, der Pförtner verstand mich endlich, nachdem ich alle genitivistischen Schnörkel wegließ und drei Mal mich in “dimosiografou” vor seinem gestrengen Blick übte. Dann sagte ich nochmals „spiti“, was Haus bedeutet, und er sagte zu meiner Freude “estia”, also: Sitz der Journalisten oder so.

Ich war selbstverständlich daran vorbeigefahren. Das Örtchen kann nicht so ohne Weiteres gefunden werden, weil miserabel ausgeschildert. Straßennummernschilder an Häusern sind nun mal nicht die Regel auf Zypern. Und wenn es die gibt, kann es durchaus sein, dass sie so angebracht sind, dass dieselben eigentlich nur ein Insider oder der wahre Zufall entdecken kann.

 

Der Erste in den heiligen Räumen der Journalie in der Rikstrasse 12 war ich, 15 Minuten zu früh. Angekündigt wurde allerdings bereits kurz danach, und zwar einem Herrn in Schlips und Kragen links hinter mir in der Reihe sitzend, dass die letzte Fassung der Rede von Stefanos Stefanou leider nicht die Ausgedruckte, die ihm vorliege sei – wir hatten nämlich einen Reader erhalten und sogar ein Schlagwortheft, welches Fachtermina auf Griechisch wie auch Türkisch erklärte. Mir diese Nachricht ebenfalls netterweise zu übermitteln, blieb aus – ich hatte halt keinen schönen Anzug an. Die aktuelle Version könne, sagte sie ihm, aber von der Webseite, die gleich vorgestellt werde, heruntergezogen werden.

Kaum war die nette Dame verschwunden, baute sich ein Kameramann zwischen mir und der Leinwand auf, auf der ganz gewiss die Webseite der Präsidntschaft Zyperns vorgestellt werden sollte. Noch bevor er sich ganz entpackt hatte, sein Stativ stand bereits groß und mächtig vor meiner Linse, musste ich einfach irgendeine Bemerkung loswerden. Es trieb mich innerlich dazu, weil ich diese Unhöflichkeit – leider gleich wieder – mit dem eventuell vorhandenen Dienstpersonal-Ding verknüpfte. Letzteres soll besagen, dass Kinderlein von Dienstpersonal herangezogen – oder in einer Gesellschaft, wo es dieselben zuhauf überall gibt – eventuell ihr Leben lang glauben, dass alles, was etwas dünkler im Aussehen ist, übersehen werden könne, beziehungsweise zu Diensten steht und sich konform der Bedürfnisse eines solchen Kindes verhält. Es galt also die richtige Wortwahl zu finden. Ich entschloss mich für: “do you really think that…” und den Rest sagte ich nicht, sondern fuchtelte mit den Händen kurz zur Leinwand deutend. Stoisch und nicht sehr begeistert, packte der Herr Kameramann sein Stativ ohne eine Art Entschuldigung oder so was von sich zu geben und positionierte es 2 Reihen hinter mir. Na, geht doch, dachte ich mir.

 

Der schmucklose Raum, indem ich saß, besteht aus 13 Reihen und in jeder Reihe, sollte ich mich nicht verzählt haben, sind 13 Sitzmöglichkeiten angebracht. Inzwischen war her Stefanou mit geschwollener Brust angekommen. Er hatte, nun, da ich ihn zum ersten Mal live sah, die Aura eines Dorffußballstars, der sonntags auch der Pfarrrer der Gemeinde ist und von beiden sozialen Quellen der allgemeinen Anerkennung in vollen Zügen zu zehren scheint. Als erste Tat hielt er, gerade Platz genommen auf dem Podium, sein Handy in der Hand und die eine Hand vor dem Mund, damit ihm niemand aus der Zuschauerschaft, vermute ich, von den Lippen abliest. Zwei Frauen umgaben ihn. Eine hatte sich mir als die Mutti für Alles vorgestellt, als ich reingekommen war und sie fragte, ob sie den Laden heute schmeißen wird.

Dann recht pünktlich, manch böse Zunge würde sagen unzyprisch, war der kleine Saal im Haus der Journalisten zu einem Drittel, schätzte ich, mit Journalie gefüllt. Einige bekannte Fernsehgesichter waren sogar zu sehen. Zwei Deutsche konnte ich vernehmen. Ein Engländer schien auch unterwegs zu sein. Türkische Zyprer waren ebenfalls anwesend, die ohne Übersetzung auskamen, wie ich sehen konnte. Der Raum hat durchaus eine Art heimelige Ostalgie versprüht, könnte aus Ostberlin stammen. Die Wände sind in goldenem Farbton gehalten. Fenster kann ich gar keine erinnern, waren aber bestimmt vorhanden.

 

Als Stefanou fertig war, hat er zu meiner Verwunderung seiner Rede wegen, keinen Applaus erhalten. Niemand wollte sich dazu erniedrigen offensichtlich. Die Übersetzerin ins Englische, soll noch gesagt sein, hinkte verheerend hinterher. Der Herr, der nach Stefanou sprach und die Webseite der EU-Präsidentschaft der Republik Zypern der Journalie im Detail erklärte, hächelte in wahnsinnigem Tempo durchs Thema – ohne Rücksicht auf Verluste. Entsprechend abgehängt war die Übersetzerung, die eventuell von einem Blatt ablies in der Not. 2-3 Links konnte er zur Veranschaulichung, dessen, was er beabsichtigte zu sagen, allerdings nicht öffnen in seinem Vortrag, was er gut zu übergehen verstand. Er sprang thematisch einfach weiter. Bei dem Tempo war das denn eigentlich schon fast egal. Zuhause angekommen überprüfte ich die Links noch Mals. Die scheinen inzwischen zu funktionieren und brauchen auch nicht so zeitlich ewig lange, wie zum Zeitpunkt der Einführung, um sich zu öffnen. Es war zuweilen wie am Internet zuhause vor 15 Jahren: warten, warten, warten! Das gab der Präsentation ja durchaus auch was Sympathisches. Stefanou meinte, er sei stolz, die Präsidentschaft auszurichten und es werde alles ein Erfolg werden. Na, bei so viel Selbstsicherheit wünsche man auch noch viel Erfolg unterm lang und äußerst ‚klug‘ vor der Öffentlichkeit verneinten Gang unter den EU-Rettungsschirm. Ein geteiltes Land regiert nicht nur eine nordsüd-gesplittete EU, sondern ein finanziell Abhängiger regiert das System für den Zeitraum von 6 Monaten, welches ihn aushält. Yin-Yang auf Europäisch.

 

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Ja, wo ist er denn, der Aliiskenderr2 werden Sie sich vielleicht schon gedacht haben (die 2 hinter Aliiskenderr bezieht sich auf den Vorgänger der Nachrichten über Zypern und die Region http://kleinasien.blogg.de). Und da wollen wir Sie doch gleich darüber aufklären, verehrte Leser, dass http://www.zypernundmehr.wordpress.com in der Republik umgezogen ist. Wir haben die Hauptstadt Berlin verlassen, und dies aus mehreren Gründen. Der Hauptgrund war und ist, dass Berlin letztlich doch zu abgelegen liegt nach unserem Dafürhalten. In Zukunft sollen vermehrt Themen zur Schweiz und Frankreich erscheinen und, versteht sich, vorrangig deren Beziehungen zu Zypern und der Nah- Mittelost Region.

Was Herrn Bob de Walt angeht: der ist derzeit nicht in der EU, aber bereist dennoch einen Teil Europas. Er wird demnächst zurück auf der Insel sein. Und das ist wiederum, wo ich mich gerade befinde. Kaum in den Südwesten der BRD umgezogen, wurden die Koffer auch schon wieder gepackt, um Zypern bei seinem Debut in Sachen Präsidentschaft Europas von Nahem zuzusehen – eventuell auch beizustehen. Wir erhoffen uns tiefe Einblicke – Veranstaltungen zum Thema finden jetzt erfreulicher Weise endlich vermehrt statt!

 

 

Mancher Nordzyprer mag dieser Tage denken, tief gesunken ist das von einigen durchaus hochgehaltene Andenken des Begründers der Nordzyprisch Türkischen Republik (KKTC), nämlich die selbige. Kaum dass Herr Denktas tot ist, sein Sohn konnte nicht in seine Fußstapfen treten bislang, wird an seinem Vermächtnis geschraubt, was eigentlich nicht anders zu erwarten war. Der „Psefdokratos“ (griechisch zyprische Bezeichnung für den Norden und bedeutet in etwa Scheinstaat) soll nämlich geschmeidiger werden, und zwar fürs internationale Parkett. Er soll globalen Gepflogenheiten angepasst werden, las ich in einer nordzyprischen Zeitung vor ein paar Tagen, und daher soll ein Buchstabe im Namen KKTC gekappt werden müssen. Dies, weil alle Staaten hätten lediglich maximal 3, aber nicht 4 Buchstaben in ihrer abgekürzten Variante. Eine neue ISO-Nummer, würde man in der Computerwelt sagen, also Erkennungscode, wird dann auch noch nebenbei eingeholt, war zu lesen. Die KTC-Staatsbürger, ging es weiter, müssten sich aber nicht sorgen, dass der Name KKTC ganz unterginge. Er stünde weiterhin im inneren des Passes für alle sichtbar. Bloß nach Außen eben müsste diese Anpassung vorgenommen werden.

 

Ein wirklich interessanter Schritt. Und das zu diesem Zeitpunkt, also vor der Übernahme der EU-Präsidentschaft des Südens der Insel. An anderer Stelle in der nordzyprischen Medienlandschaft ist zu lesen, dass diese Änderung ein erster formaljuristischer Schritt sei, um die eventuell anstehende Ausrufung des Staates KTC (erneut) vorzunehmen. Dieser formaljuristische Schritt könnte es Ländern, die bislang davon abgesehen haben, die KKTC zu akzeptieren, gewissermaßen erleichtern, diese Anerkennung nun zu tun. Es darf spekuliert werden, wer denn wohl den ersten Schritt in diese Richtung wagen wird. Indes, ein allzu großes Wagnis scheint das vielen längst nicht mehr zu sein. Zu viele sogenannte Rote Linien wurden in der Vergangenheit von den verschiedenartigsten Akteuren in der Region und andernorts überschritten oder untergraben, so dass nahezu alles dieser Tage möglich erscheint.

Eroglu, der Präsident des türkisch sprachigen Nordens der Insel, wird in der Kibris Gazetesi von heute berichtet, sagt, es gäbe keine Namensänderung. Er verweist darauf, dass aus seiner Warte es kein Thema gäbe in den Verhandlungen mit dem Süden, über welches mit den Griechischzyprern nicht gesprochen werden könne. Eigentlich, findet er, könne in den verbleibenden 30 Tagen bis zum Antritt der Präsidentschaft der EU durch die Republik Zypern noch alles geregelt werden. An ihm liege es nicht, wenn die ganze Sache doch noch den Bach runter ginge, sondern an den Griechischzyprern, die die ganze Insel unter ihre Vorherrschaft zu bringen beabsichtigten. Er konkretisiert dies folgendermaßen: „ Wenn wir in Zypern nebeneinander leben sollen, dann bedarf es eines Abkommens. Zur Diskussion steht: 2 Teile, 2 Gesellschaften, sich an 2 gleiche Garantie-Mächte anlehnen und eine föderale Republik. Wenn das sogar nicht geht, kann ein Abkommen darüber gemacht werden, über Nichts übereingekommen zu sein. Doch die Griechischzyprer sagen zu all dem Nein ( Kıbrıs’ta eğer yan yana yaşayacaksak, bir anlaşma olması gerekir. Anlaşma derken de gündemde, 2 bölgeli, 2 toplumlu, 2eşit kurucu devlete dayalı ve federal bir Cumhuriyet var. Eğer bu olmayacaksa bile, anlaşmama için de anlaşma olabilir. Ama Rumlar bunların hepsine hayır diyor).“

 

Etwas verstörend, wollen wir es mal nennen, sind derzeit noch die Nachrichten darüber, wie denn nun bitte nach dem 01. Juli 2012 mit der Türkei, die vorgibt, eine Präsidentschaft der Republik Zypern nicht anerkennen zu wollen, verfahren wird. Der oberste Europäer, van Rompuy, war kürzlich in Nikosia und ließ in seinen Verlautbarungen in der Gegenwart von Herrn Xristofias, dem zyprischen Präsidenten, hören, dass es nicht anginge, dass die Türkei bei ihrem Standpunkt bliebe. Es müsse das ganze EU-Gebilde von ihr akzeptiert werden. In der türkischen Presse ist indes bereits die Rede davon, dass in dem Zeitraum von 6 Monaten, in dem Zypern die Präsidentschaft innehat, Geschäftchen wie immer mit der EU gemacht werden, aber halt nicht, wie gehabt, mit Zypern.

Sollte letzteres der Fall sein, so ist das nicht nur eine Schwächung der südzyprischen Seite, sondern dann auch eine Frage des Selbstbildes der EU. Insofern könnte die Art und Weise, wie mit dieser heiklen Frage umgegangen wird von Seiten Brüssels, sich eine zukünftige Außenpolitik und innenpolitische Gratwanderung der EU ablesen lassen. Vor dem Hintergrund der Griechenlandkrise, der Spanienkrise, der Irlandkrise und der bevorstehenden Italien- und Frankreichkrise wäre das Verhalten der EU gegenüber der Türkei dann durchaus richtungsweisender als wenn es der EU gut ginge. Und dass Hollande, der neue Mann im Elysee von Paris in den Krieg ziehen will gegen Assad (& Co), ist gewiss auch richtungsweisend- Fragt sich nur, welche richtungsweisenden Auswüchse, Auswüchse können auch positiv besetzt gedacht werden, uns bei diesem letzteren Szenario dann noch bevorstehen, welche ziemlich sicher nicht isoliert von der anderen Chose gesehen und gedacht werden dürfen.

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Es wird noch lustig werden, vermuten bereits einige hier auf der Insel und in Bezug auf die anstehende EU-Präsidentschaft der Republik Zypern. Die Spekulationen sind bereits so weit vorangeschritten, dass einige gar ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Amt von Herrn Xristofias, dem derzeitigen Präsidenten der Republik, sehen, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen.

Es laufen nämlich Diskussionen darüber, ob man ihm seine Immunität nicht teilweise oder gar ganz nehmen sollte, weil er müsste sich noch zu den Explosionen letzten Jahres in Mari äußern, wo einige Menschleben drauf gingen. Beharrlich hält sich zudem das Gerücht, dass er der Hauptverantwortliche für jenes Desaster ist und war, er, der Freund Moskaus und seltsamer Weise auch von Herrn Sarkozy aus Frankreich.

Zur Erinnerung in Sachen Mari: Munition, die auf dem Seeweg nach Syrien von der zyprischen Regierung, und zwar auf Betreiben der USA, aufgebracht wurde auf See, um sodann schlecht gelagert einige Zeit danach aus noch nicht genügend zufriedenstellenden Gründen hochgegangen ist.

Ja, und dann war da noch, ebenfalls letztes Jahr, jenes russische Schiff, welches auch Munition und dergleichen für Syrien an Bord hatte. Dieses Schiff ließ Nikosia auf Versprechen seines russischen Kapitäns, keinesfalls in Syrien, sondern in der Türkei mit der Fracht sich einzufinden, wieder weiterfahren, und zwar ohne diesen Entschluss mit Behörden in Brüssel kurzgeschlossen zu haben. Die Menschen, die derzeit in Syrien tagtäglich vom syrischen Militär abgeknallt werden, dürfen sich dafür u.a. in Nikosia bedanken. Inzwischen ist man immerhin in Brüssel so weit, wie vor kurzem zu lesen war, die Frage zu stellen, wie das eigentlich damals passieren konnte und wer dafür verantwortlich ist? Rauskommen wird vorerst sicher wenig, da die Republik Zypern ja am 01.07.12 die EU-Präsidentschaft erstmals antreten wird. Und wie es sich zu so einem Anlass standesgemäß gehört, wird ein Fest oder so etwas veranstaltet werden. Bloß wo?

Wie der Alitheia-Tageszeitung vom 22.04.12 zu entnehmen war, hat man sich ausgerechnet für eine Ortschaft namens Kourion entschieden. In Kourion gibt es bekanntlich ein altes Theater aus alten griechisch-römischen Zeiten. Der Ort dahinter ist nicht nennenswert groß, ein Dorf. Das Amphitheater von Kourion ist nicht ganz so groß wie jenes in Efesus oder Athen, aber immerhin. Gewöhnlich werden dort Konzerte gegeben, meistens klassische. Ich habe bereits das eine oder andere besucht, kenne die Örtlichkeit einigermaßen gut. Was mir dort sogleich auffiel, war, dass es doch recht wenig Möglichkeit gibt, mal schnell sein Geschäftchen zu erledigen. Es bedarf nur ein zwei Personen vor einem und schon steht man in einer Schlange, bis man dran kommt. Und dann stelle man sich die Damen in ihrer Abendgarderobe vor, die zum geplanten Fest wahrscheinlich hochhackig anstolziert kommen. Na die werden durch die Gegend wanken wahrscheinlich wie Pinguine. Denn der Boden von der Straße bis an den Ort selbst, ist nicht gerade der bestgeflasterte oder beleuchtete. Ich für meine Begriffe stehe auf solch ziemlich naturbelassenen Boden. Ob der Ort große Begeisterung allerseits ausbrechen lassen wird, ist zu bezweifeln, angesichts der Toiletten und der Frage nach, wie und wo man das Catering-Problem zu lösen gedenkt, ganz zu schweigen von der guten alten Sicherheit der geladenen Gäste.

Gewiss, gewiss. Sie mögen hier einwerfen wollen, dass das eben zyprische Gegebenheiten sind und ich solle mich nicht so haben. Da gebe ich Ihnen nun einfach mal recht. Hoffe aber, dass die Bilder im Fernsehen meine Erwartungen dann zumindest genügend sichtbar ausleuchten dürfen oder werden, um mich danach nicht eventuell zu dramatisch verfassten Szenarien bezichtigen zu können.

Das Allerlustigste habe ich aber noch gar nicht erzählt in diesem Zusammenhang. Das Gelände namens Kourion gehört nämlich den Briten, einer der so genannten 3 Garantiemächte der Insel also. Die Briten sind ja bekanntlich schon seit langer Zeit auf Zypern. Die haben hier noch immer 2 Basen. Es ist eine Art Hass-Liebe, die die Zyprer und die Engländer verbindet. Zum einen bringen und brachten die Briten Kultur, Geld und Moderne auf die Insel. Zum anderen befeuerten sie – und befeuern noch immer – ein Gefühl der Inferiosität der Insulaner mit ihrer Präsenz und diesem Anderssein.

Was ich sagen wollte: Da muss sich in Nikosia jemand entweder überhaupt nichts gedacht haben, was ziemlich wahrscheinlich ist, oder aber, dass die Präsidentschaft dazu genutzt werden soll, wenn man denn schon mal am Ruder ist in der EU, den Briten zu zeigen, wer der Herr im Hause Zypern ist – und deswegen die Wahl auf Kourion als gloreichen Beginn dieser Initiative oder dergleichen. Zu lesen ist in der Presse, dass selbstverständlich die große, mächtige Republik Zypern die polizeilichen Angelegenheiten bei dem anvisierten Fest, welches auf britischem Boden in Zypern vorgesehen ist, auszuführen gedenkt. Wenn es richtig verstanden wurde, hat noch niemand die Briten gefragt, ob sie zu so einem Anlass überhaupt ihre Zustimmung geben wollen, dass Kourion derart in Beschlag genommen wird. Geschrieben steht lediglich in der Alitheia, London habe bereits wissen lassen, dass das Polizeiliche selbstverständlich von England übernommen werde.

Ein wunderbares Gerangel und Geplänkel steht also zum Sommer ziemlich sicher bevor. Wir dürfen nun gespannt zusehen und warten, welchen weiteren Wahnsinn dieser Wahnsinn gebären wird.

Ich wäre dafür, dass Briten und Zyprer einfach mal gemeinsam mehr Toiletten in Kourion anbringen und Papierkörbe, doch bitte bloß keine griechischen Fahnen. Die nehmen nämlich in letzter Zeit auf der Insel sichtbar zu. Im Dorf namens Klaudia zum Beispiel hängt praktisch an jeder Ecke eine solche Fahne neuerdings. Am Eingang des neu gebauten kleinen Hafens im Dorf Ziggy ebenfalls. Ja, und dann sind dort in der Gegend von Ziggy dieser Tage mal wieder griechische Armeeeinheiten am Ballern, so dass einem das Schwimmen im kalten Wasser nicht zu langweilig wird: Mörsergeschieße. So hört sich das jedenfalls an, glaube ich. Es gibt in Griechenland zwar angeblich kein Geld, doch anscheinend für die Armee schon, die offenbar all monatlich im vermeintlichen Ausland ’sinnvoll‘ Geld verballert und die bis auf die Knochen gelangweilten Rekruten scheinbar derart am Leben hält und bei Laune.

Vielleicht üben die den Notfall gegen die Briten? Weil es gibt ja demnächst eine “Axe” Israel, Zypern, Bulgarien, Rumänien und Griechenland, wie zu lesen ist. Diese Axe, ich nenn sie nicht des Guten, sondern der christlich-jüdischen Gesinnung, soll die muslimische Türkei wohl in Schach halten, ja, und vielleicht auch die bösen Briten, die ja, obgleich auch sie mehrheitlich Christen sind und waren, seinerzeit und anscheinend immer noch eher die Position Ankaras vertreten oder unterstützten.

Wahlen sind in Zypern erst nächstes Jahr. Kann gut sein, dass die vorgezogen werden, weil Xristofias doch noch vorzeitig die Koffer packt. Wie zu lesen ist, soll er müde sein vom Amt und das sieht man ihm auch an. Sollte Sarkozy die Präsidentschaftswahlen in Frankreich an seinen Rivalen Holland verlieren in knapp 11 Tagen, so wird, wie bereits beklagt wird, der größte Freund der Republik Zypern in der EU in die Vergangenheit verschwinden – wie auch – unabhängig davon – die Lösung der Zypernfrage, die, hat es den Anschein, eh niemand an der Macht auf Zypern je wirklich zu diesem Zeitpunkt oder danach will oder wollte. Dennoch gibt es vermehrt Leute in der Republik Zypern, die den Vorstellungen und Inhalten des einstigen Ananplans von 2004 im Stillen nachweinen, den man seinerzeit aber ablehnte im griechischen Teil der Insel, weil Xristofias und Papadopolous genau dazu geraten hatten.

Auch daran waren bestimmt “die Engländer” oder eben Andere schuld!

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BB+Zypern

Was haben Sarkozy und Xristofias gemeinsam? Beide haben mit anzusehen, wie ihre Länder, gerade wars, heruntergestuft wurden von einer Rating Agentur. Und das Herunterstufen geht so, wie Xristofias vor macht, noch tiefer: BB+. Immerhin, ein Plus ist noch zu sehen im vermeintlichen Ramsch-Niveau.

Und dann wäre da noch die Angelegenheit mit der EU, Syrien plus Russland. Es gab da nämlich bis vor kurzem dieses russische Schiff, welches höflich gebeten wurde, doch erstmal Anker zu werfen vor Limassol. Dem Vernehmen nach war es Brüssel, welches Xristofias und seine Regierung darum bat, selbiges zu veranlassen, da das mit Totbringendem gutbepackte Schiff keinesfalls Explosiva nach Syrien bringen sollte. Hier auf Zypern schrien die Medien indes sogleich entsprechend laut: “Wiederholung der Hölle von Mari steht an!” Jedenfalls so ähnlich tönte es. Bekanntlich war im letzten Sommer explosive Fracht, die einige Zeit davor ebenfalls auf dem Weg nach Syrien war mit einem russischen Schiff, dann aber aufgebracht wurde von der zyprischen Regierung auf Betreiben der EU, in die Luft gegangen.

Man hatte damals diese explosive Fracht ausgerechnet in Mari unweit des größten Kraftwerks des Landes gebunkert – aus angeblich unerklärlichen Gründen sei das Material, welches dort gebunkert worden war auf dilettantische Weise, damals zu einer Explosion gekommen. Niemand, verständlich, wollte und will, dass sich Mari wiederholt.

Und dann, was liest der interessierte Zeitungs-Leser gestern? Das russische Schiff, welches nicht in See stechen durfte wegen seiner tödlichen Fracht, hat genau das getan, es stach in See mit seiner Fracht. Dem russischen Kapitän, war zu lesen, muss plötzlich eingefallen sein, dass er auch in einem Hafen der Türkei einlaufen könne, wird geschrieben. Also hat jemand von der Xristofias-Regierung schleunigst grünes Licht gegeben und weg war der Bombenfrachter – allerdings nicht hin zur Türkei. Irgendwie scheint der Kapitän vielleicht den türkischen Hafen mit einem syrischen verhängnisvoller Weise verwechselt zu haben. Oder aber er wird sich, sollte man denselben je befragen können, darauf berufen, dass kurz vor dem türkischen Hafen eine Anordnung von ganz oben erfolgte, der er sich einfach nicht entziehen konnte. Gut gelöst, die Klemme, in der man steckte in Nikosia, Damaskus und Moskau. Bravo, werden einige höhnen oder denken.

Doof daran ist nur Folgendes: Xristofias hätte die EU von seinem Entscheid im Vorfeld informieren müssen – oder von jemand Verantwortlichem in seiner Regierung informieren lassen. Wenn man bedenkt, dass ja noch immer damit gerechnet werden darf, dass Zypern im Juli dieses Jahres wirklich die Präsidentschaft der EU zu übernehmen gewillt zu sein scheint, ist diese zuvor geschilderte Aktion mit dem Schiff und den Bomben in eine Krisenregion wohl mehr als nur ein kleiner Patzer.

 

Bekanntlich werden noch Vorkehrungen von Seiten der zyprischen Regierung getroffen für die Übernahme der EU-Präsidentschaft, die, nach Ansicht von Experten, bereits als mangelhaft bewertet werden hinter vorgehaltener Hand. Und man bedenke, dieses EU-Land verstößt bereits drastisch, zumindest aus unserer Sicht, gegen Anordnungen aus Brüssel im Vorfeld – leistet Waffenschieberei geradezu Vorschub. Dann sei noch gesagt. dass im Syrienkonflikt meistens nicht von Bürgerkrieg gesprochen wird, ist wohl Ansichtssache oder eben wie meistens der Interessenlage der Berichterstattenden und ihren Finanzierern zu schulden.

Und Zypern Süd ist offenbar wirklich miserabel vorbereitet für die Übernahme der Präsidentschaft, und scheint aus eher seltsamen ideologischen Beweggründen zu Moskau mindestens ebenso viel Nähe zu pflegen, wie zu der EU. Dass an Letzterem etwas dran sein könnte, bestätigt spätestens dieser geschilderte Vorfall. Das sollte überall in Europa die Alarmanlagen in den Köpfen angehen lassen – mal ganz abgesehen von der Runterstufung Zyperns auf BB+ durch eine Rating Agentur.

Desweiteren scheinen die Verhandlungen der Republik Zypern mit dem Norden der Insel, demnächst in New York, ziemlich sicher – eigentlich wie immer – zu nichts Weiterem zu führen, als hoffentlich endlich dazu, dass jemand mal frank und frei ausspricht, dass mehr als genügend Zeit, Geld und Müh verplembert werden und wurden.

Und nicht nur die türkische Seite ist uneinsichtig beim Verhandeln mit der anderen Seite. Es zeigt sich, wie jemand in der griechisch-zyprischen Alitheia Tageszeitung kürzlich kritisiert, dass die türkische Seite Zyperns viel standhafter zu sein scheint beim Verhandeln. Letzteres ist eine Ansicht, die durch Xristofias gestreute Äußerungen im Vorfeld von New York, es habe doch gar keinen Sinn dorthin zum Greentree Treffen zu fahren, belegt werde. Xristofias und somit die griechischzyprische Seite, wird gemunkelt, scheint sich – mal wieder – herauswinden zu wollen. Es scheint dem so zu sein, dass die griechischzyprische Seite auf diplomatischem Terrain inzwischen eine geschwächte Position inne hat gegenüber der türkischen, wegen der Unfähigkeit der Xristofias-Diplomatie, die der türkischzyprischen Seite nicht gewachsen zu sein scheint.

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