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Zeichen der Zeit

oder:

Die da oben

Dass die Ereignisse in der Türkei spurlos an Zypern vorbeigingen, kann so nicht gesagt werden. Sie schreiben und reden auf Zypern von der sogenannten Praxikomita, der Besetzung des Nordens von Zypern durch die Türkei 1974. Der Putsch, der in der Türkei vor kurzem misslang, erinnert die Insulaner offenbar an jene Ereignisse von 1974 sehr stark in diesen Tagen.

Anscheinend hat es keiner der türkischen Putschisten im Jahr 2016 versucht, sich auf die zyprische Insel zu retten. Offensichtlich sind die – nicht gerade von der Anzahl her wenigen – türkischen Armeeeinheiten in Nordzypern nicht in den Putschversuch involviert gewesen. Daraus kann geschlossen werden, dass die türkische Armee im Norden Zyperns inzwischen bereits mit Erdogan-treuen Obristen und Generälen bestückt ist mehrheitlich. Folglich darf es bereits als gewagt gelten, wenn der jetzige Präsident im Norden, Mustafa Akinci, öffentlich davon spricht, wie letztens, es mögen in der Türkei anstatt einer Islamisierung der Gesellschaft, das Besinnen auf die Grundprinzipien Atatürks beim politischen Handeln und Entscheiden voranstehen.

Bekanntlich haben acht türkische Piloten mit Hubschraubern die Flucht ins griechische Alexandropoulos unternommen, als klar wurde, dass ihr Putsch scheitert. Versteht sich, dass die Türkei deren Auslieferung fordert und versteht sich, dass die Flüchtenden einen Asylantrag in Griechenland stellten. Mal sehen, welchen Strick Herr Erdogan daraus drehen wird, wenn Griechenland sich weigert, die Flüchtenden auszuliefern oder gar die Hubschrauber zurückzugeben. Die Geflüchteten können ihrerseits eventuell heikle Details aus dem türkischen Armee-Innenleben berichten, welche Herrn Erdogan womöglich doch noch das Genick politisch, versteht sich, brechen könnten. Wir werden also gespannt abwarten, ob die EU mit derartig heiklen Informationen ausgestattet, gleich an die Öffentlichkeit geht, oder aber dem türkischen Präsidenten solche Details auf die Brust setzt, damit der endlich einlenkt, um an der Macht zu bleiben.

Vielen ist ja so ein Alfatierchen, wie es Herr Erdogan versucht darzustellen, eigentlich auch in Teilen Europas oder den USA gerade recht. Vor allen Dingen ist dem so, wenn dieses Tierchen so in etwa tut, was den Interessen dienlich ist. Es fällt einem dann auch leichter, das eine oder andere Auge mal zuzudrücken. Doch so?

Ob, also, die Türkei in der Folge dieser Ereignisse um den missglückten Putsch eher geneigt sein wird, die Forderungen der EU umzusetzen, zum Beispiel bezüglich der effektiven Anerkennung der Republik Zypern, ist zwar weiterhin fraglich, doch nicht ganz ausgeschlossen ist, dass Ankara sich etwas bewegen könnte. Wie sich nämlich zeigt, braucht die türkische Regierung offenbar einen gehörigen Druck zum Sich-Bewegen auf politischem Terrain – und schon scheinen sich sogenannt Rote Linien Ankaras sogar in Luft auflösen zu können. Die verwunderliche Annäherung der Türkei mit Israel vor kurzem, soll ja aufgrund des us-amerikanischen Drucks geschehen sein und ist durchaus ein Beispiel für eben Gesagtes. Und der Druck, der sich innerhalb des Landes aufgebaut hat/te, weil die russischen Touristen fernblieben – und noch immer mehrheitlich bleiben, ließ den türkischen Präsidenten sich mit Herrn Putin wieder annähern. Das ist ein weiteres Beispiel für Druck, der etwas bewegt in der Türkei. Plötzlich kann man wieder miteinander. Putin und Erdogan, wird ja gesagt, seien Seelenverwandte.

Seltsam eigentlich, dass Brüssel sich eines effektiven Druckmittels nicht endlich ersichtlich bedient. Schließlich ist die türkische Industrie nicht unwesentlich von den Kontakten zur EU abhängig. Ähnliches kann am 20. Juli 2016 sogar in der konservativen Badischen Zeitung gelesen weden.

Reiseverbote in die Türkei gehörten vor dem Hintergrund der derzeitigen Gefahrenlage und wegen dem verstörenden Verhalten Erdogans ausgesprochen, finden viele. Das Geschrei wird nämlich groß sein, wenn zig Nordeuropäer irgendwo an einem türkischen Strand oder in einer türksichen Stadt ihre Leben lassen wegen eines Terroranschlags. Vor allem das Geschrei nach den Verantwortlichen wird erneut ertönen. Und dass die sogenannte Parlamentsarmee der Deutschen in Incirlik nicht von Mitgliedern des deutschen Parlaments besucht werden darf, weil Erdogan dagegen ist, ist nicht zuletzt ein weiterer Indiz dafür, dass die Zeit des Herumkasperns nach Erdogans Maßgaben vorüber sein sollte in Brüssel. Und ist Notstandsgesetze zu erlassen, nicht das Machtmittel gewesen, welches Adolf an die Macht brachte. Erdogan greift gerade darauf zurück. Die Verantwortung für verunfallte Terroropfer und zu langes Zusehen beim eindeutigen Formen einer Diktatur, die man sogar noch protegiert durch zögerliches Verhalten etc., dürfen sich, was Deutschland angeht, die Koalitionsregierung im Bundestag jetzt schon ans Revier heften. Ohne Wenn und Aber!

Reicht doch wohl, dass die Briten ausgeschert sind und allen vormachen, und weiterhin vormachen werden, wie man Brüssel am Gängelband hält? Das zu befürchtende Szenarium ist nämlich das Folgende: Das britische Parlament könnte, zu einer Abstimmung – angeblich oder wirklich – getrieben, plötzlich befinden, dass Großbritannien doch nicht aus der EU austritt.

Was dann?

Schätzungsweise wird das gesteigerte Chaos, welches danach entstehen wird, von einigen, die britische Regierung inbegriffen, genutzt, nach Manier des Teile und Herrsche-Systems, welches die Briten bekanntlich seit Jahrhunderten verfeinern, erst Mal die Positionen auf Gewinn, was auch sonst, für die Briten zu stellen – und für all jene gleich mit, denen das britische Establishment wirklich am Herzen liegt.

Jedenfalls hat die Türkei bislang wenig Engagement gezeigt, ihre Verpflichtungen gegenüber der EU und somit auch Zyperns einzugehen. Manche sprechen ja von folgendem Kalkül, welches vorliege: Erdogan und seine Leute treiben es jetzt, nachdem verunglückten Putschversuch, auf die Spitze mit ihren undemokratischen Politiken, so lange das halt noch geht. Es geht ihnen ja schließlich darum, die türkische Verfassung zu ändern – komme, was wolle -, und zwar im Sinne Erdogans. Dafür könnte Zypern eine Teilvereinigung erhalten, also eine zyprische Lösung der über 40 Jahre bestehenden Teilung der Insel stünde demnach bevor, bei der ein Abzug der türkischen Soldaten auf Zypern in Gänze zwar nicht zu erwarten ist, doch dass Ankara Nikosia anerkennt und man zukünftig versucht, sich irgendwie kooperativer zu begegnen, könnte drin liegen. Wie ja auch in der Republik Zypern seit Jahren beteuert wird, dürfte eine Wiedervereinigung – auch unter den eben aufgezeichneten Bedingungen – sehr wohl noch mehr Reichtum und Wachstum generieren; und vor allem mehr Sicherheit in einer geostrategisch schwierigen Lage.

Wohl auch daher besteht die Türkei neuerdings bei der Uno seit 2014 (Turkuno DT/4513427) ausdrücklich darauf, dass doch mal bitte sehr klar gestellt gehört, dass die Republik Zypern sich in der See vor Zypern ein Gebiet anzueignen sucht, welches sie “AOZ” nennt, das zu einem großen Teil in den See-Bereich der Türkei und somit auch und vor allem den Bereich Nordzyperns fällt. Das Gebiet, welches der Republik Zypern zustehe als AOZ, liege aber eher irgendwo zwischen Griechenland und der Insel und nicht so nahe an dem der Bereich der Ägypter, die zufällig auf richtig große Mengen Erdöl/Erdgas vor noch nicht all zu langer Zeit gestoßen sind.

Als Laie in diesen Dingen kann beim Betracht der Karten nicht gesagt werden, diese Feststellungen der Türken sind völlig aus der Luft gegriffen. Letzteres trifft insbesondere auch dann zu, wenn eine Art Wiedervereinigung Zyperns kommt, die von einem Staat bestehend aus zwei föderativen Teilgebieten ausgeht; wo jeder Teil seinen Bereich verwaltet und man versucht, in einer gemeinsamen Regierung die politischen, ökonomischen und anderen Geschäfte zu koordinieren – gerecht und gleich.

Doch dass es in absehbarer Zeit zu so etwas kommt, kann bei dem herrschenden Nationalismus unter den Griechischzyprern wirklich nicht erwartet werden. Die Türkischzyprer dürfte noch immer das Wahlverhalten der Griechischzyprer beim Annanplan 2004 daran hindern, und auch daran, an einen mentalen Umschwung der griechischzyprischen Brüder und Schwester wirklich und ganz fest zu glauben, sodass man entsprechend wiedervereinigungsfreundlich sich geben würde oder gar abstimmte. Eine Blamage in 30 Jahren, oder so, genügt, dürften nicht wenige unter den Nordzyprern denken. Denn ihr Abstimmungsverhalten beim Annanplan wird von vielen als schämenswert erachtet. Als wolle man sich wie eine Klette an die Griechischzyprer hängen. Diesen Eindruck möchten viele nicht ein weiteres Mal von sich in die Welt gestreut sehen. Dann lieber mit den Türken weiterhin im Boot bleiben. Es kann unter Griechischzyprern ja noch nicht mal laut ausgesprochen werden, dass in diesem neuen Staatsgebilde ein Türkischzyprer für eine vereinbarte Zeit als Präsident vorstehen könnte. Griechischzyprische Nachrichtensender schreiben und sprechen noch immer vom “Attila”, wenn sie die Türken meinen. Nordzypern wird als Pseudostaat bezeichnet und seine politischen Vertreter, beispielsweise der Präsident, als Führer der Türkischzyprer: “Sogenannte …”.

Des Weitern gibt es noch ein Abkommen zwischen Nordzypern und der Türkei, seit 2011, welches Erdogan mit dem damaligen Präsidenten Nordzyperns, Eroglu, festsurrte. Es besagt, dass die Türkei im Falle der Fälle des Erdgas- oder Erdölreichtums, um es mal so zu bezeichnen, mehrheitlich an der türkischzyprischen AOZ beteiligt sein wird.

Vor dem Hintergrund, dass Eroglu eh türkeifreundlich ist und war, und aufgrund der Tatsache, dass die Türkei seit Jahrzehnten Milliarden Dollar zum Überleben der türkischen Zyprer aufwendet, ist diese Handlungsweise Eroglus durchaus nachvollziehbar. Sisi in Ägypten hat Saudi Arabien vor kurzem schließlich auch ein-zwei Inselchen im Roten Meer aus ähnlichen Beweggründen hinterlassen. Und amerikanische Militärbasen sind auch noch immer irgendwo in der BRD anzutreffen. Aus Dankbarkeit. Dankbarkeit kann nicht selten auch mit Geld oder/und politischem Einfluss beziffert werden.

Am 15. Juli vor einigen hundert Jahren soll das erste Papiergeld in Umlauf gekommen sein. Und am selben Datum im Jahr 2016 hatten die Türken eben ihren misslungenen Putsch, der ihnen allerdings 42 Jahre davor in Zypern zu ungefähr dem selben Tag gelungen ist.

Am 16. Juli 2016 dachte ich mir, ach gehst mal schwimmen, und zwar dort, wo es erlaubt ist und das Wasser ersichtlich rein: zwischen Sasbach und Wyhl. In Zienken, kann ja jetzt anscheinend niemand mehr schwimmen gehen, weil es keine Parkplätze mehr gibt, die wurden kurzerhand entfernt. Diese Gemeinde ist offensichtlich nicht in der Lage, sich mit dem Kiesgrubenbesitzer so zu einigen, dass man auch dort, wie zwischen Sasbach und Wyhl, einen Teil des Sees als Badesee ausrichtet. Andernorts nennt man das Bürgernähe.

Kalt war das Wasser, aber dennoch gut. War letzten Sonntag früh morgens um 08 Uhr bereits dort, so auch heute wieder. Im Wasser schön gemächlich schwimmend kam mir in den Sinn, einen alten Schulfreund nach dem Schwimmen mit meinem Besuch zu überraschen. Den habe ich seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen. Er wohnt dort in der Gegend, wie ich von seiner Mutter schon vor Monaten erfahren habe. Kaum an seinem Haus vorüber gefahren, stand er wie bestellt am Tor seines Vorhofes zum Angesprochen-werden bereit. Er spielte gerade mit seinem kleinen Hund. Zwei Kaffee getrunken, gute alte Zeiten aufleben lassen im Gespräch, kurz die Etappen seines und meines Wertegangs uns vorgetragen – und wir vermieden mit Bravur, dass er mir bei unserem letzten Treffen meine Framus-halbelektrische Guitarre, die ich ihm zum Aufbewahren gelassen hatte, nicht mehr zurückgeben wollte, und auch nicht zurück gegeben hat. Bis zum heutigen Tag.

Zur Strafe, sozusagen, habe ich mir danach am Auto die rechte Seite aufgerissen, nur, weil ich möglichst korrekt im Parkbereich einer Straße in Freiburg einparken wollte. Da war nämlich noch dieser Pfosten und obwohl ich gehörig aufpasste, ging das Einparken schief – schief wie der Putsch in der Türkei.

Vor knapp zwei Wochen dachte ich noch so bei mir: Ist doch eigentlich mal wieder Zeit zu einem kleinen Putsch am Bosporus. Dass man diesen dann gleich so diletantisch umsetzt, erinnert schon stark an meine Vorgehensweise, die Guitarre wieder zurückzuerhalten. Zugegeben, die waren bei ihrem Putschversuch nicht ganz so zurückhaltend wie ich, doch wahrscheinlich mindestens genau so doof?

Kann gut sein.

Kann aber auch sein, und irgend etwas will mich das einfach glauben lassen, mehr, als all die anderen Begründungen, dass der Putschversuch sehr wohl von Erdogan und seinen Gesellen ferngesteuert passiert ist. Schließlich bin ich ja auch, trotz besseren Wissens und nur wegen der Aussicht, einen Strafzettel zu erhalten, weil der hintere Reifen 10 cm über den auf dem Boden gezogenen weißen Strich ragte, sozusagen ferngesteuert in die Falle gefahren, also, mit der rechten Seite des Autos schön am Pfosten entlang geschrammt.

Obristen der türksichen Armee sollen den Putsch verschrammt haben, vielleicht auch einige Generälchen, ja, und natürlich der Herr Gülen im fernen US-Amerika, der sich gleich verdächtig laut von einer Mittäterschaft distanzierte. An seiner Stelle hätte ich gar keine Stellung bezogen. ‘Auf so etwas antworte ich nicht mehr’, hätte ich gesagt und gelangweilt weg vom Objektiv der Kamera geschaut. Bekanntlich wohnt der Gute in den USA.

Nun, unser guter Herr Receb Tayyip Erdogan hat nicht versäumt, dennoch gleich volle Kanne auszuholen nach dem angeblichen oder wirklichen Putschversuch: Die USA stecken hinter dem Putschversuch, sagt er. In dem man mit der großen Keule auf diese Weise verbal ausholt, kann man die kleineren Übel zwischenzeitig real wegräumen: unliebsame Richter, Staatsanwälte, natürlich Anwälte und, wie immer, noch schnell ein Paar Journalisten plus Notverordnung.

Bravo!

Doch Herr Obama wird sich mit Herrn Erdogan treffen, morgen oder übermorgen soll es so weit sein. Dass die beiden sich nicht grün sind, dürfte allen Beteiligten schon längst aufgefallen sein. Versteckt, wie alle seine Vorgänger, wird auch Erdogan unterm Tisch mit einem Abrücken der Türkei in Richtung Russland drohen. Insofern ist seine Annäherung mit Putin schon fast verdächtig gut in der Zeit gelegen. Es lässt vermuten, dass der Putsch, der so diletantisch ablief, die Annäherung an Russland und Israel davor bedingte und daher das Werk gewisser Thinktanks der besonderen Art ist.

Erdogan wird wohl Federn lassen müssen, um sein Ziel, Alleinherrscher, zu erreichen. Die Frage ist, wird er sie beim Kurden-, Israel-, Armenien-, Irak-, Iran- oder aber beim Zypernproblem lassen?

Was bleibt da noch zu hoffen, folglich? Dass Griechenland – nicht schon wieder – als ein weiteres Problem der Türkei in den Vordergrund gerät. Dass das Pro und Contra Erdogan zu sein, den Frieden in nordeuropäischen Ländern, in denen viele türkischstämmige Menschen leben, durch kluge Politiken im europäischen Inneren abgefedert werden kann. Und da habe ich so meine Zweifel, wenn zum Beispiel das sogenannte Weißpapier der deutschen Verteidigungsministerin inhaltlich angesehen wird. Es liest sich eher wie ein recht plumper Aufruf zur endgültigen Militarisierung – in letzter Konsequenz – des zivilen Lebens und/oder Bereichs. Nach dem Motto: Kontrolle ist gut, mehr Konrolle ist noch besser! Wer sich und anderen vertraut, scheint wohl selbst schuld zu sein. Das scheint die Denke dahinter zu sein.

Ja, die Schuldfrage ist wahrhaft kein Grund, die Schuldigen an der Misere auf die leyensche Weise noch mehr abzudecken. Die Regierungen Europas sind gut beraten, den Obersuperreichen Europas für den Zeitraum von 5 Jahren, beispielsweise, einen Schnitt von 50% der Einnahmen zuzumuten. Damit die Löcher in den Straßen endlich gestopft werden europaweit. Damit den Frauen ein gleichwertiges Gehalt für gleiche Arbeit bezahlt wird europaweit. Damit vor allem jungen Flüchtlingen eine ganz intensive Betreuung zugute kommt europaweit, gern mit der Perspektive, danach in der einstigen Heimat als Spezialisten und dergleichen zurückkehren zu können.

Ohne diese Kohle der Superoberreichen Europas darf man sich nicht groß wundern, wenn einige am anderen Ende der sozialen Hühnerleiter sich ähnlich radikalisieren Wie Die Da Oben!

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Erster Januar News-Mix

Zimbabwe übernimmt den chinesischen Yuan. Und die Belgier versammeln sich nicht zu Neujahr auf ihrem Festplatz – wegen Bombengefahr. München erhält Bombendrohungen ausgerechnet zu Sylvester. Russland verhängt weitreichende Sanktionen gegen die Türkei. Die Türkei verstärkt ihre Kontakte – unter anderem – mit Südafrika. Die Hotelerie in Antalya stöhnt. Was solls, bis Sommer ist noch etwas Zeit, um die russischen Touristen, die nun fehlen werden, zu ersetzen – rund 4 Millione russische Touristen. Auch Russen, die in der Türkei leben, werden Jobs verlieren. Nach Deutschland ist Russland der zweitwichtigste Exportmarkt der Türken. In Istanbul hat der Winter eingesetzt. Was machen all die obdachllosen Flüchtlinge und Türken in solch einem Wetter? Die Türkei muss sich nun bemühen, wegen den Scherereien mit Moskau, noch mehr mit der EU ins Geschäft zu kommen.
Den Regierenden in Polen scheint der wirtschaftliche Erfolg in den Kopf zu steigen. Breslau wird neben San Sebastian im Baskenland Kulturhauptstadt dieses Jahr sein. Nicht nur dass die Medien der Regierung in Warschau unterstellt werden sollen – mehr oder minder. Nein, die Regierenden in Polen legen sich so auch mit der EU an, indem sie also die Verfassung ändern. Und der Druck aus dem Osten, Russland, ist noch längst nicht eingeschränkt worden. Im Gegenteil. Man könnte fast glauben, Polen sehnen sich nach ‚helfenden ‚brüderlichen‘ Händen zurück. Vorerst sind die Medien der Polen jetzt also nationale Kulturinstitute. HURRA.
Die Flüchtlingsströme sind bekanntlich nicht abgebrochen. Viele Helfer haben sich formiert. So mancher von ihnen kann dieses Jahr – womöglich guten Gewissens – keinen Urlaub buchen. Hier die Lösung dieser Klemme: Warum nicht ein paar Wochen Lesbos machen? Viele Menschen gehen dort bereits hin, um zu helfen. Zum einen würde derart den Griechen jener Insel, zum anderen den Flüchtlingen und irgendwie auch sich selbst geholfen. Die Strände dürften von weiteren, sozusagen normalen Touristen, relativ leer sein, das Meerwasser klar und … .
In der Schweiz wurde im Parlament jedenfalls vorgeschlagen, Flüchtlinge in die Berge zu schicken, um auf Schafe aufzupassen. Könnte das nicht noch mit Betreuen von Touristen irgendwie verbunden werden? Immerhin kämpft das Land, der NZZ zufolge, mit der Krise im alpinen Tourismus. Neuerdings werden von ausländischen Schweiz-Touristen nämlich vermehrt die Städte des Landes gebucht. Das hat auch mit dem Ausbau der Straßen und Tunnel zu tun, aber auch damit, dass viele Touristen die Schweiz sozusagen für ganze zwei Tage auf ihrem Reiseziel-Zettel haben. Man staune: ganze zwei Tage. Außer Einkaufengehen, wird dann vielleicht doch noch das Jungfraujoch vor Interlaken für die eiligen Touristen drin sein?
Ja klar doch, Mein Kampf vom Adolf kommt in wissenschaftlicher Edition auf den Markt. Irgendwie passt dieser angebliche Millionen-Seller in die heutige Zeit?
Wussten Sie, dass so um die 10.000 marokkanische Kinder ausgesetzt werden, vor allem, weil sie unehelich geboren sind? Das weiter Verletzende daran: Nur weil die Kinder in solch missliche Lage geboren werden, erkennt sie der Staat gar nicht als existent an. Somit ist auch nichts drin mit Impfungen, weil diese Kinder ja keine Papiere haben. Und die haben sie nicht, weil das Krankenhaus, in dem die Mutter entbinden ließ, keine umgerechnet 70 € zahlen konnte und folglich kein Schreiben vom Krankenhaus ausgehändigt bekommt, mit dem sie eine Geburtsurkunde ausstellen lassen könnte. Wir schlagen den Frauen vor, weil Marokko soll ja ein islamisches Land sein, mindestens 4 Zeugen aufzutreiben, die bezeugen, dass die Mutter so-und-so heißt und das Kind da-oder-dort zur Welt kam. Das Bildmaterial dann einfach auf eine Webseite stellen, plus der Aussage der Zeugen. So was wird man doch wohl noch organisieren können. Schließlich sind Organisation wie die von Herrn Huber, die Dar Bouidar, oder eine weitere Schweizer Organisation namens Drosos-Stiftung vor Ort, die in diesem Bereich engagiert sind. Der Segen – oder dergleichen – des Königs wird dann schon irgendwann angeflogen kommen. Dem mit dem Propheten der Muslime in Verwandtschaft stehenden König sollte mal etwas mehr Zivilcourage von seinen westlichen ‚Freunden‘ auferlegt werden. Er ist schließlich der König – ALLER Marokkaner. Und waren da nicht mal gewisse Versprechen, die 2011 in die marokkanische Verfassung aufgenommen wurden? Alles Schall und Rauch? Lesen Sie ausführlicher dazu http://www.nzz.ch/feuilleton/wo-traditionen-staerker-als-gesetze-sind-1.18664728.

Ja, Autoren oponnieren neuerdings gegen das erneuerte Urheberrecht. „Gestörte Vertragsparität“. Das sagt Ihnen nichts? Die NZZ vom 1. Januar 2016 erklärt: „Sie mache, «dass sich Kreative in vielen Fällen noch immer auf Vertragsbedingungen einlassen müssen, mit denen sie alle Rechte am Werk beziehungsweise an ihren Leistungen gegen eine unangemessene Einmalzahlung aus der Hand geben (‹Total Buy-outs›)». Zudem würden jene, die auf «angemessene Vergütung» drängten, auf schwarze Listen gesetzt und boykottiert.“ Dazu fällt Ihnen gewiss Selbstpublishing ein? Vielleicht sollten Autoren sich noch öfters an kleine Verlage wenden, anstatt mit den großen Blutsaugern unbedingt die Buchseiten der Welt bespielen wollen?! Ich persönlich finde die Copyright-Lösung unangebracht. Die Letztere besagt, dass das Werk eines Autors erst nach 70 Jahren ohne Stress mit Verlegern und dergleichen übersetzt, weitervertrieben oder gar umgeschrieben werden kann etc. Ja, Sie haben es erkannt. Das Problem an dieser Posse ist nämlich, wie die NZZ des Weiteren weise feststellt, dass die Autoren sich nicht etwa gegen, sondern für die Verleger bei der Bundesregierung Deutschlands ins Zeug legen. Die etablierten Schreiberlinge sind das wohl größtenteils, die das tun. und die Underdogs in diesem Gewerbe haben ja eh wenig bis gar nichts zu sagen, darf vermutet werden. Deren Meinung wird ja bekanntlich nicht all zu oft in Zeitungen kolportiert.

Einer der besten Kalauer ist jedenfalls, dass Saudi Arabien eine Koalition gegen den Islamischen Staat schmiedet. In der Region Jawf des Jemen scheint man dieser Tage erfolgreich gegen die Huthis zu bomben. Mal sehen, wo das hinführt. Besorgte Stimmen sprechen von einer bevorstehenden Teilung des Landes – womöglich in mehr als 2 Teile.

Seitdem mit Russland von Seiten der EU nicht mehr gut Kirschen essen ist, denkt Brüssel wieder verstärkt darüber nach, ihre Europäische Nachbarschaftspolitik zu überdenken. Man hat offenbar erkannt, dass die Politiken, die bislang betrieben werden, zweifelhafter Natur stellenweise sind. Die EU ist zudem wesentlich konkreter aufgetreten in der Region als jemals davor. Und dabei erwuchsen eben gewisse Zweifel. Ist das, was man tut angebracht? Ja, schadet es dem neuen, geradezu imperialen Auftreten der Union womöglich geopolitisch? „Die Besessenheit der EU mit Konvergenz verhindert die Implementation und Wahrnehmung einer effizienten Nachbarschaftspolitik. Diese war ehemals dazu entworfen worden, die eigenen strategischen Interessen der EU zu befördern. Der recht lose Link zwischen der imperialen Natur und der oberflächlichen Dominanz von normativen Programmierungen in den bilateralen Agendas der Europäischen Nachbarschaftspolitik bringt ans Licht, dass es erforderlich ist, die Wichtigkeit dieser Angelegenheit zu begreifen. Um die geopolitisch-normative Ambiguität zu überkommen, ist eine bewusste Rebalancierung beider Komponenten nötig, und zwar hinsichtlich der Befürwortung realistischer kurz- und mittelfristiger Maßnahmen, die zu den wachsenden Herausforderungen in der Nachbarschaft korellieren.“ Sehen Sie hierzu ausführlicher und auf Englisch: http://iep-berlin.de/wp-content/uploads/2014/08/Moving-Beyond_Paenke.pdf.

„Die imperiale Natur der EU ist auf drei essentiellen Elementen basierend: Zuerst, ist es, ein gewisses System zu regieren. Sich überlappende Zonen verschiedenster Ebenen der Integration in Europa und in seiner Nachbarschaft ebenso. Solche flexiblen Mittel des Regierens haben ihre Vorzüge, vor allem in ethnischen, konfessionellen und unter anderem in geteilten Regionen, die in der europäischen Peripherie vorkommen [wie auch in der EU selbst, siehe Zypern]. Zweitens ist es ein geopolitisches Denken – basierend auf einer asymmetrischen Verteilung der Macht – die als Hauptpunkt darauf aus ist, die Peripherie zu stabilisieren. Drittens ist da noch die zivilisierende Mission europäischer Normen, die streut. Diese haben zum Ziel, ein günstiges „externes Umfeld zu kreieren, indem Drittstaaten so sozialisiert werden, dass sie tun, was die EU tut – das „normative Projekt des Westens voraussetzend.“

Die Ambiguität ist eben, dass die EU zwischen Stabilitätssuche und Konvergenz irgendwie feststeckt. Meisten ist den Europäern die Konvergenz etwas wichtiger gewesen als Stabilität. Und daher verwundert nicht, dass in einem Bericht der EU alljährlich festgehalten wird, inwieweit die Nachbarn der EU diese denn nun inzwischen auch widerspiegeln. Leider wird bei diesem Kopievorgang auch die eine oder andere ungleiche Verfahrensweise der EU kopiert – also vervielfältigt. Es ist außerdem ein „Aktionsplan“ in Anwendung, wie er zum Beispiel gerade vor kurzem in den trilateralen Treffen von Zypern, Griechenland und Ägypten unter dem Namen „Athens Actionplan“ in Umlauf gekommen ist.

Auch derjenige Aktionsplan, den die EU mit dem Libanon abgeschlossen hat [2006], „ kann mit Standards zur Zivilisierung aus dem 19. Jahrhundert verglichen werden, die einst von europäischen Staaten entwickelt worden waren; wohingegen die Stabilitätspolitiken geopolitische Projektionen zu Zeiten des Imperialismus gleichen. Untersucht wird […] die Rolle der EU im Libanon seit 2011, besonders vor dem Hintergrund der drei M: Moneten, Märkte und Mobilität.“

Es scheint also dringlich geboten, die Herren und Damen in Brüssel von ihrem hohen Ross sanft herunter zu holen, bevor sie noch auf ihre Füsschen fallen. Ein zyprischer Abgeordneter wurde vor kurzem mit 170 km/h auf der Autobahn angehalten. Ja, ob man denn nicht wisse, wer er sei! Was man von ihm überhaupt wolle, wo er doch Immunität habe! Er werde sie noch in Schwierigkeiten bringen, wenn sie ihn nicht umgehend … .
Sie verstehen, verehrte Leser, manche haben die Hosen gestrichen voll mit dicken Eiern. Die denken wirklich: Mir gehört die Welt! Kusch gefälligst!
Besieht man sich also den ganzen Laden namens EU, wie in der vorliegenden Studie, siehe den obigen Link, kann erahnt werden, auf welcher Wolke 17 viele unserer Volksvertreter dahinschweben.
Das Imperium EU wurde eigentlich gleich nach dem Ende des Kalten Krieges errichtet. Mit dem Aufkommen des Arabischen Frühlings hat sich das Augenmerk der EU dann aber auf Stabilität, anstatt wie bislang auf Konvergenz gerichtet in der Region südöstliches Mittelmeer, Naher Osten und Mittlerer Osten. Plötzlich, mit der einsetzenden Flucht vieler Syrier – beispielsweise nach dem Libanon – nahm dieser Wechsel hin zu mehr Stabilität seinen Anfang. Libanon war nun sogar zu einem stabilen Land geworden. Keine Kritik diesbezüglich seither von Seiten der EU, vorerst.
Im Jahr 2012 erhielt der Libanon immerhin 12 Millionen € von der EU, um mit den syrischen Flüchtlingen zurecht zu kommen, vor allem aber war das Geld, welches in Rüstung und Sicherheit gesteckt werden sollte. Irgendwie scheint die Rechnung bislang aufgegangen zu sein. Noch steht der Libanon, noch wird Zypern von Asylsuchenden nicht überrannt. Noch feuert die Hizbullah und andere nicht in Richtung Zypern. Noch werden auf Zypern keine Anschläge der IS gemeldet, die verhindert wurden. Noch tut man so, als würden die Verhandlungen zwischen dem türkisch- und griechischsprachigen Teil Zyperns womöglich wirklich noch zu einer Vereinigung finden.

Nun, hier zu Beginn des Jahres 2016 wollen wir mal eine Ausnahme machen und wie viele andere, die glauben, es besser zu wissen, darauf vertrauen, dass man sich täuscht. Das heißt, dass den Zyprern die Wiedervereinigung, die angeblich von den meisten gewollt sein soll, dann auch geschieht dieses Jahr.

Dieser Link muss es einfach noch sein, zur Bundeswehr und ihren Aktivitäten: http://www.jungewelt.de/2016/01-02/016.php

Willkommen in 2016!

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AUSBLENDEND GEBLENDET!

Den ersten Advent haben wir nun also auch überstanden. Ein Kerzlein aber dennoch angezündet. Es blendet halt nicht so. Bald wird Neujahr sein und Feuerwerk wird kurzzeitig den Himmel verblenden; und danach werden wohl die Paar Milliarden Euro an die Türkei überwiesen.

Geht‘s noch?
Das fragen sich zurecht viele hier in Deutschland.

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Wer sich den Wertegang der Türkei unter Tayyip Erdogan ansieht, wird unausweichlich verstehen, dass es nicht sein kann, sich von der türkischen Erpressung (Flüchtlingsstrom) erdrücken zu lassen. Außerdem ist absehbar, dass Ankara sein Versprechen nicht halten wird, Flüchtlinge im Land aufzuhalten und ausreichend genug zu versorgen. Außerdem gibt es noch andere Wege nach Europa zu kommen, zum Beispiel über Russland oder von Libanon, Ägypten und Syrien nach Zypern oder Kreta.

Tayyip Erdogan, in anderen Worten, kommt der gestern abgefasste Deal mit der EU, mehr als gelegen. Denn die ungeliebten Flüchtlinge werden zukünftig andere Routen einschlagen, wenn die Türkei anfängt, ihren Job zu machen, und folglich werden die Paar Milliarden Euro aus Brüssel und andere Zugeständnisse der EU an Ankara sich mehr als auszahlen für die Türkei: ungestraft Querdenker im Lande einbuchten, Kurden im eigenen Land und über die Grenzen hinaus zu bekämpfen, mit dem sogenannten Islamischen Staat Schmuddel-Kuddel-Geschäftchen machen, Zypern unter der Fuchtel halten, Russland dazu benutzen, den Westen dazu zu bringen, nach Ankaras Pfeife zu tanzen, Iran aus vordringlich ideologischen, also religiösen Gründen so zu schneiden, dass das Saudi Arabien weiterhin am Leben hält. Die Saudis sind einer der despotischen Staaten, die eigentlich ganz gut finden, was Erdogan in der Türkei als Demokratie seit geraumer Zeit auflegt.

Und dann ist da noch dieser Einsatz der BRD in Syrien, der demnächst erfolgen soll. Was hier noch nicht ganz begriffen wird, ist, warum bombardiert man IS-Stellungen sonst wo, wenn deren Führung wo anders sitzt. Der Fisch stinkt doch vom Kopf her zuerst?
Und dann die gleichen Ziele, die die Beteiligten beim Bombardieren Syriens verfolgen. Die erinnern sehr an die Strategie, die in Sachen Umgang mit der Türkei im Schwung ist – nicht durchdacht. Das einzige Ding, was einigermaßen verträglich rüber kommt am geschlossenen Deal mit der Türkei, ist, dass Türken ab Oktober 2016 erheblich leichter ein Visa zum Besuch oder Aufenthalt der EU-Staaten erhalten sollen können.

Bis dahin fließt aber bekanntlich noch viel Wasser den Rhein herunter – vor dem Hintergrund der kurzsichtig gefällten Entscheide in Brüssel alle Male.

So wie die Dinge zu laufen scheinen, man weiß ja nie, wird eine Wiedervereinigung Zyperns in weite Ferne gerückt. Niemand in Brüssel sagt hörbar, dass die Zypernfrage zu lösen ist, bevor der Türkei solche Zugeständnisse gemacht werden. Sogar Anastasiadis, der zyprische Präsident, scheint zu verstummen, nur weil er nicht erkennt, dass eigentlich seine Chance gekommen war gestern, genau dagegen hörbar in ganz Europa zu rebellieren. Warum tut er das nicht?

Hier wollen wir uns daher erlauben, in die Welt der Spekulationen uns vorzuwagen. Und da diese Welt unglaublich groß und weit ist, besehen wir uns die Dinge mal etwas aus russischer Sicht:

Der Türkei hat Russland nun Sanktionen erteilt, wegen dem Abschuss des russischen Kampfjets über dem syrisch-türkischen Grenzverlauf. Dass die Türkei sich einen solchen Akt überhaupt herausnimmt, kann nur unter Anweisung der USA erfolgt sein oder aus Größenwahn. Wir gehen hier mal von Zweiterem aus. Zufällig gibt es Krimtartaren und andere aus dem ehemaligen Sowjetreich, die in Syrien gegen Assad und die Kurden kämpfen und vor allem gegen Russland. Kann gut sein, dass deren Anzahl groß ist, doch nicht so hoch, dass nun die Gefahr bestünde, sie könnten in Zentralrussland zukünftig großen Schaden anrichten. Doch: Wehret den Anfängen! Diese Lektion scheint der ehemalige Geheimdienstler Putin scheinbar gelernt zu haben.

Und auch daher engagiert sich Moskau nun prononciert in Syrien. Zwar wird im Westen von erfolgreicher Isolation Russlands gesprochen wegen der Vorfälle auf der Krim, doch die Angelegenheit hat sich vielen Beobachtern schon längst anders erschlossen: Der Westen, voran die EU, sind bis über die Ohren von den Politiken des Kremel abhängig. Putin hat zu viele Handlungsoptionen und die EU ist zu uneins und zu träge, sodass die Politik der kleinen russischen Stiche wirklich Früchte trägt – wie die bevorstehende Schein-Aufnahme der Türkei in die EU bestätigt, die gestern scheinbar ausgehandelt wurde.

Niemand als Putin weiß besser, dass mit Erdogan nicht gut Kirschen zu essen ist – eben weil sich beide in gewissen Charakterzügen gleichen. Sie unterscheidet, dass ein Großteil der Russen zum einen an Demokratie nach Maßgabe Putins schon seit langer Zeit gewöhnt ist und vermehrt sieht, dass der Wirrwarr in der EU weltpolitisch wenig Überlebenschancen haben dürfte; wohingegen in der Türkei die Hoffnung, der EU doch noch angehören zu können, nagt. Letzteres Sentiment bediente gestern Davutoglu, der Ministerpräsident der Türkei, als er in Brüssel vorgab, wie der Hase zu laufen hat. Verhandelt haben die da eher nicht. Alle Beteiligten wissen jedoch, dass diese angeblich ausgehandelte Annäherung in Zukunft noch viel Kopfzerbrechen bereiten wird. Und Erdogan ist klug genug, zwischenzeitlich sein merkwürdiges Imperium aufzubauen.
Dieses Imperium zu zerschlagen, dürfte sich irgendwann schwierig gestalten – je länger man es stützt und beim Wachsen zuguckt. Kann aber gut sein, dass die Spitzen der EU über Informationen verfügen, die beispielsweise besagen, dass Erdogan eh aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht mehr all zu lange herumkaspern wird. Dumm nur, dass er sich einen Stab erschaffen hat, der gerade Unterricht in Sachen politischem Poker erhält und nach seinem Ableben so oder ähnlich weitermachen könnten. Erdogan pokert hoch und bislang kommt er damit durch. Auch weil Russland ihn gewähren lässt. Weil Russland weiß, dass dieser Nato-Bündnispartner nicht nur Zypern der EU noch immer vorenthalten kann, sondern sogar die Werfe hat, in Brüssel Geld einzusammeln, und zwar dafür, dass er, der Beitrittskandidat zur EU, sich absolut unsolidar verhält und Flüchtlinge massenhaft in Richtung Norden mehr oder minder durchwinkt. Das nennen wir Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für die vielen türksichen Arbeitslosen – vielleicht nach türkischer Art?

Immerhin bleibt den Zyprern vorerst erspart, wenn es richtig verstanden wird, dass das Atomkraftwerk, welches die Russen in der Türkei unweit der Küsten Zyperns errichten sollen, vorerst auf Eis gelegt wurde. Auch die Zahl der Touristen aus Russland und derer, die sich auf der zyprischen Insel niederlassen von ihnen, wird wahrscheinlich zunehmen. Der Rubel rollt also. Und wie in der gesamten EU werden auch in Nikosia kurzfristige oder kurzsichtige Brötchen gebacken. Vielleicht ist diese Art Politik in einer anscheinend beschleunigten Welt wirklich die bessere Wahl?!

Es darf also mit Spannung erwartet werden, wo Putin den nächsten Nadelstich anbringt. Man hat ihn schließlich dazu herausgefordert, als man einen Raketenabschirmgürtel, oder was genau es ist, unbedingt um Teile des Territorium Russlands glaubte legen zu müssen. Und dabei war gerade alles auf einem guten Weg zwischen Ost und West. Wer den Europäern diesen Blödsinn eingegeben hat, wird vielleicht nie so wirklich in der Öffentlichkeit ausgeplaudert werden.

Um die Spekulationen zu komplementieren: Wundern würde hier niemanden, wenn das von Minderwertigkeitskomplexen getriebene Frankreich beim Abnicken dieses Gürtels vordringlich die treibende Kraft gewesen ist. Überhaupt hat Frankreich eine noch wankelmütigere Rolle in der Außenpolitik angenommen, nämlich die derjenigen Macht, die plus zu minus und minus zu plus oder ja zu nein und nein zu ja in allen erdenklichen Situationen ad hoc sozusagen dreht – und drehen kann. Für Putin und seine Crew sind die Franzosen auch daher ein wunderbar geeignetes Tool, mit dem so ganz im Verborgenen und super geheimen, global versteht sich, Supermacht gespielt werden kann.

Machiavelli lässt grüßen beim Spiel: Wer ist der größte Blender?

Leider gibt es bei diesem durchaus unterhaltsamen Spiel oder Zeitvertreib die sogenannten Kollateralschäden. Einer wird gerade heute in Paris voraussichtlich legalisiert werden: 2,7 Grad Erderwärmung. Juckt niemand, außer diejenigen, die einen Wert unter 2,0 Grad bräuchten, weil sie ansonsten kläglich absaufen oder ausdörren und dergleichen. Die nächste Flüchtlingswelle steht also an – doch die wird vorerst ausgeblendet!

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Sie haben das Witzlein, versteckt im Artikel vor diesem, bestimmt erkannt, als die Rede gestern davon war, dass sich die Abläufe im Falle Griechenland „heute“, also bereits gestern, klären werden. Damit sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass sich diese Angelegenheit wohl noch etwas zeitlich ziehen wird und auch kommenden Montag, wie allerorts schon fast freudig angekündigt wird, kein endgültiger Entschluss fallen wird. Es ist zu hoffen/befürchten, dass die Griechen ihre angeblichen oder wirklichen Schulden an die Geldgeber nicht bezahlen werden.
Nebenbei bemerkt: Bei dem allgemeinen Egoismus, der herrscht, ist durchaus damit zu rechnen, dass demnächst Großreine gemacht wird, wie man zuweilen sagt, und so etwas wie eine zweigleisige EU ausgerufen werden könnte im Rahmen dieses gut aufgebauten und vorbereiteten Konflikts mit Griechenland, zweigleisig also, mit den vermeintlich reichen EU-Ländern auf dem einen Gleis und dem Rest der Mitgliedsländer auf dem anderen.

Lesen wir doch, was Prof. Dr. Ata Atun (ata.atun@atun.com) zur EU zu sagen hat in der Kibris-Tageszeitung Nordzyperns vom 12.06.2015, was sich zugegebenermaßem vom Artikel davor wenig unterscheidet inhaltlich, jedoch nochmals zum Ausdruck bringt, wie die EU vielleicht schon von vielen, eventuell sogar zu vielen außerhalb Europas und auch darin, angesehen wird – und diese Sicht schlägt sich nun mal unweigerlich auch auf uns Bürger nieder, im Ausland als Touristen oder Geschäftsleute, wie auch auf die Fremden, die zu uns kommen als Touristen, Geschäftsleute oder aber sogenannte Asylsuchende:

„Wie weit es mit der Parteilosigkeit der EU ist, oder wie nah sie sich einer solchen annähern kann, um es anders auszudrücken, zeigt der kürzlich herausgegebene Türkei-Bericht des Europäischen Parlaments klar und deutlich. Kapiere nicht ganz, wo die EU parteilos ist und wie, wer was sagte und warum – auch wo was geschrieben wurde, konnte ich nicht ermitteln. Ohnehin gibt es hunderte von Gründen, der EU nicht zu glauben. … Die EU betrachtet die Zypernfrage mit den Augen eines Pferdes. Soll heißen: Ihre Augen sind nur auf die Bedürfnisse der Griechischzyprer (GZ) gerichtet. Und ihre Ohren hören nur, was die GZ von sich geben. Dass die Türkei ihre Soldaten abziehen soll, Marasch der UN unterstellt werden soll, steht in diesem das Gesicht vor Zorn errötenden Bericht. Wo haben die ihr Hirn gehabt vor 1974, wo ihre Augen, als an uns ein Massaker begangen wurde [von den GZ]? Damals hat die UN nicht ein Mal das Maul aufgemacht. Jetzt, wo die Dinge sich in ihr Gegenteil wenden, beginnen sie, sich für die GZ einzusetzen – und das auf jeder Ebene.

Wollte die EU wirklich eine gerechte Lösung der Zypernfrage haben, hätten sie die GZ dazu aufgefordert, sich an den Verhandlungstisch als Gleiche unter Gleichen zu setzen, anstatt Marasch zurückzufordern. … Seit hunderten von Jahren fangen sich die Türken von den Europäern einen Hieb nach dem anderen ein. Wir sind die Schutzmacht für Kreta sagten die Europäer, wobei die Insel einerseits aus unserem Besitz geriet, andererseits auf Kreta kein dort einst lebender Türke übrigblieb. Um ihr Leben zu retten, mussten die Türken auf Kreta ihren ganzen Besitz zurücklassen, flohen Hals über Kopf, und die unter ihnen, die es nicht schafften, wurden totgeschlagen. Dass das Osmanische Reich den Europäern vertraute, hatte Kreta zum Preis. … .

Dieser letzte Beschluss des Europäischen Parlaments zeigt klar, dass es gemeinsam mit der EU die GZ-Seite unterstützt. Da sie also nicht unparteiisch sind, haben sie auch nichts am Verhandlungstisch [auf Zypern] verloren, die können dort daher nichts vermitteln, solange sie sich nicht als gerechte Menschen aufführen. Die stehen doch mit den GZ auf und gehen mit ihnen schlafen, beten zusammen, und einigen wird der Traum versüßt mit „einer föderalen Republik Zypern“ wo die EU auch noch Schutzmacht sein soll – und die Türkei kann dann als Schutzmacht [der Türkischzyprer] abtreten.

Mag sein, einige vergaßen, wie die Europäer ohne mit der Wimper zu zucken mordeten. Ich habe es nicht vergessen! Die Franzosen haben, um den II. Weltkrieg zu gewinnen, den Algeriern ihre Unabhängigkeit versprochen, und nachdem sie diese sogar dazu gebracht hatten, an ihrer Seite zu kämpfen, haben sie ihr Versprechen nach dem Krieg nicht gehalten und 10.000e Algerier kaltblütig ermordet anstatt. Das vergesse ich nicht! Und das im Kongo begangene Morden, wo Patrice Lumumba auf gemeinste Weise kaltgestellt wurde in den Urwäldern, das habe ich auch nicht vergessen!

Dass uns Türkischzyprer da irgendwann mal nicht Ähnliches passiert, wer kann diese Garantie schon geben? Derjenige, der der EU und den Europäern traut ist auf türkisch Zypriotisch „softoroz“ zu nennen, also der DOOFE, der ALLES glaubt.“

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Schon früh morgens sind aus dem Garten die Zykaten zu hören, bis die Sonne wieder hinterm Meer verschwindet, wird dem wohl so sein. Kann sein, die lieben Tierchen bringen 3 Mal in der Sekunde ihren gleisenden Sound zum erklingen. Man hört es schon gar nicht mehr wie die vielen Beschlüsse, die in Brüssel gefällt werden, die meistens auch fast ungehört dahinprasseln.
Als müsste dem so sein, dass Die da die Ruhe bestimmen? Vielleicht sind sie ja so etwas wie ein Abbild der Ruhe, die vielleicht nur dann eintritt, wenn die Tierchen oder Volksvertreter wissen, fühlen, es folgt ein Sturm.
Dass Ruhe also ein schwingendes Etwas ist, sein dürfte, eben nicht ruht, soll hier mal so gemutmaßt sein. Womöglich ist sie so etwas wie das große Etwas, der EU schon sehr nah im Wesen, das möglichst überallhin schwingt, weil es schwingt und so wie es schwingt, schwingt es halt manche Beteiligte aus?, ein?, um?

Angeblich soll bereits heute das große Show-Down in Brüssel passieren – also dann, wenn die Griechen vor Brüssel einknicken oder umschwingen. Von großen Teilen der griechischen Bevölkerung ist die Auseinandersetzung ums Geld mit der EU schon längst auf der Ebene des Stolzes und der Ehre angelangt. „Wir Griechen sind ein stolzes Volk!“ Nun, das behaupten gewiss alle anderen Bewohner innerhalb der EU auch von sich – mal lauter, mal überzeugter, ja, sogar die Schweizer, die außerhalb der EU sich innerhalb von ihr tümmeln, sind stolz, und sei es auf ihre Schwingerkönige oder 700 Jahre Schlacht in Sowieso.
Viele Griechen meinen das Ding mit dem Stolz jedoch betont bezugnehmend auf ihre Vergangenheit – obgleich ja eigentlich noch immer nicht vollends geklärt zu sein scheint, ob die frühen Mazedonier (vor Philipp und früher) nun Griechen genannt werden können oder ob deren Helenisierung noch nicht einmal richtig unter Alexander dem Großen sich eingeschwungen hatte. Jedenfalls hat das griechische Kulturministerium diese Frage schon seit Längerem beantwortet: Die Mazedonier waren und sind Griechen – eigentlich. Wir finden, bei so viel Göttern, Halbgöttern und wundersamen Mythen der Griechen, sollte der Streit darum, ob die Mazedonier nun Griechen waren oder nicht, bei den Griechen nur noch ein müdes Lächeln die Mundwinkel umschwingen lassen als Antwort.
Diese Griechen also, eigentlich ein Völkergemisch wie überall vorhanden in Europa, sollen heute zeigen, dass sie nach Maßgabe der Europgroup kooperationsfreudig zukünftig sind – ihre archaisch anmutenden Eroberungszüge aufgeben beziehungsweise betonter in den Dienst des größeren Ganzen stellen, den der EU.

Wären die Karten bloß nicht so gezinkt. Denn die Argumentation von Herrn Varoufakis bezüglich der Rolle der Banken und dem Finanzierungsmodell der EZB, als Griechenland noch von Samaras und Co regiert wurde und davor, ist leider mit dem Finger auf die richtige Stelle gedeutet von ihm. Ungereimtheiten entlässt also nicht nur die deutsche Große Koalition, sondern eben auch Brüssel. Und das zu Hauf. In der türkischsprachigen Kibris-Tageszeitung aus dem Norden Zyperns war zum Beispiel am 12. Juni 2015 dazu Folgendes zu lesen in der Kolumne von Akay Cemal (akaycemal@kibrisgazetesi.com) mit der Überschrift: „Die Lösung auf der Insel verhindern die europäischen Institutionen!“

Cemal schreibt:

„Das EU-Parlament hat wie man es inzwischen gewohnt ist, in seinem Türkei-Bericht als gut befunden, dass auf Zypern die Verhandlungen wieder angefangen wurden, doch ist es dabei seinen eigenen Prinzipien untreu geworden. Es will, dass die Türkei ihre Armee aus Zypern abzieht und die geschlossene Stadt Marasch (Varoscha) der UN unterstellt werde. Ich mag hier nicht auf die verwendete Sprache des Berichts eingehen, die in Bezug auf die Türkei in Anwendung ist. Sollte das Europäische Parlament bei den Verhandlungen auf Zypern wirklich positiv Einfluss nehmen wollen – so was kann ich nicht erkennen -, dann sollte den beiden am Verhandlungstisch Sitzenden auf gleicher Augenhöhe begegnet werden. Solange solch eine Politik nicht durchgeführt wird, kann das Europäische Parlament die Verhandlungen auch nicht befördern, sondern wird diese be- bzw. verhindern. Die weltfremden und willkürlichen Entscheide, wo dem einen am Verhandlungstisch der Rücken gestreichelt wird und dem anderen Druck gemacht wird, bringen das Ganze sehr unglücklich zum rotieren, und das sollte aufgegeben werden, um die Verhandlungen positiv von statten gehen zu lassen. Die Probleme der Welt können nicht mit einer parteiischen Sichtweise gelöst werden. Die werden dadurch nur noch verstärkt. Und auch daher hat der zuständige Minister der Türkei für EU-Angelegenheiten, Herr Volkan Bozkir, gesagt, dass der Beginn der Verhandlungen auf Zypern positiv bewertet worden ist im Bericht, sei eine einseitige Stellungsnahme. „Wäre die Lage derart, dass man sich bei den Verhandlungen mit großer Wahrscheinlichkeit einer Lösung annäherte, wie im Bericht angeführt, hätten den Verhandlungsprozess stützende und nicht verhindernde Aussagen getroffen werden müssen.“
Volkan Bozkir des Weiteren: „ Leider wurden in diesem Bericht bezüglich Zypern von gewissen Kreisen Vorschläge platziert, die ein zerstörendes Potential haben.“ Bozkir weist ebenso daraufhin, dass das Europäische Parlament von dem Tag, an dem es gewählt wurde, bis in die Gegenwart bereits viele gegen die Türkei gerichtete Entscheide gefällt hat, die die Beziehung EU-Türkei keinesfalls positiv beeinflussten. Wenn ich richtig erinnere, hat dasselbe Parlament einst, als Makrios in Zypern seinen Putsch durchzog und die damalige Verfassung außer Kraft setzte, der Türkei als Garantiemacht erlaubt, ihre legalen Rechte zu nutzen und entsprechend gegen Makarios vorzugehen, und die Handlungsweise Ankaras gelobt… .

Dasselbe Parlament erhebt sich nun und sagt, die türkische Armee soll die Insel verlassen. Hört sich an wie eine Schallplatte, die einen Sprung hat. Haben die Angehörigen der griechisch-zyprischen Nationalen Verteidigungsarmee vor 1974 innerhalb von 11 Jahren etwa nicht ihren Teil geklaut – ‚was du nicht weißt, macht dich nicht heiß-mäßig‘ –, nach dem Motto: „Mag die Moral der Türkischzyprer daran zugrunde gehen!“- und auch um zu zeigen, dass man Kampfes willig ist. Diese Tage werden wir NIE vergessen!

Das Europäische Parlament, das inzwischen dafür bekannt ist, stets Entscheide zu treffen, die die Griechischzyprer zufrieden stellen, hat es seit 50 Jahren nicht bewerkstelligt, 2 Plätze im Parlament den Tükischzyprern in seinen Reihen freizuräumen. Dort sollen 4 Sitze den Griechischzyprern und zweie den Türkischzyprern gehören, also insgesamt 6e. Doch weil die Griechischzyprer das blockieren, bleiben die Sitze der Türkischzyprer dort unbesetzt – und keiner kann sie offenbar vertreten. Ist so etwas etwa gerecht? Kann die türkisch-zyprische Öffentlichkeit etwa gegenüber einem solchen Parlament Achtung hervorbringen? Das Europäische Parlament misst mit zwei verschiedenen Maßen und daher ist sein Engagement bei den Wiedervereinigungsverhandlungen komplett verlogen, falsch. Kommt das nicht eher einer seltsamen Show gleich?

Hey! Die türkische Armee muss abziehen! Marasch ist zurückzugeben! Ist das etwa nicht direkteste Einmischung in den Verhandlungsprozess? Wer ist denn das Europäische Parlament, solche Wünsche zu äußern? Sollten die in Marasch die Grundstücksverhältnisse wirklich erfahren wollen, genügt es, wenn sie mal einen Blick ins Grundbuchregister werfen. Da könnten sie sehen, wessen Grundstück wem mit Hilfe welcher Intrigen übereignet worden ist damals. Die Öffentlichkeit fragt sich da schon, was das Europäische Parlament eigentlich denkt, die türkisch-zyprische Seite so bedrängend und merkwürdige Entscheide fassend, wer der Präsident Mustafa Akinci, daneben die Parlamentspräsidentin Sibel Siber, der Innenminister Teberrüken Ulucay sind und wen sie im Parlament vertreten – ganz zu schweigen von den Parteien und den Ansichten anderer Verantwortlicher?
Sich in die Verhandlungen so ungerecht einzumischen und einen der Verhandelnden unter Druck zu setzen, hat das Europäische Parlament etwa gar nichts zu diesem Verhalten seinerseits zu sagen?

Kurz: Solange das Europaische Parlament es nicht auf die Reihe bringt, den Türkischzyprern ihre 2 Sitze im Parlament zu geben, sollte es sich gefälligst aus den Verhandlungen heraushalten!“

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Vielleicht ist ja etwas an der Behauptung dran, jene US-Staatsanwältin unternehme ihren Vorstoß in Richtung Leute-von-der-FIFA-dinghaft-machen vor allem deswegen, weil sie als Afroamerikanerin und Frau insgeheim eingesehen hat, dass wahrscheinlich nur noch mit solch spektakulärem Antrieb oder Aktionen ein Aufstieg zur Bundesrichterin der USA geschafft werden kann von ihr.
Lustig ist an der ganzen Angelegenheit im Hinblick auf das Blatter-Imperium namens FIFA, ist, dass dessen Demokratie-Verständnis sich eigentlich gar nicht so sehr von dem der USA oder anderen unterscheidet.
Blatter hält ja schließlich auch Wahlen ab – und Gott, es kommt halt auch bei ihm zu Kollateralschäden, allerdings vorwiegend des lieben Geldes wegen. Bei Bush Jr. Zum Beispiel war es selbstverständlich auch das Geld, welches im Mittelpunkt des Interesses stand, doch bekanntlich ließen bei ihm darüberhinaus tausende von Menschen seiner Machtfülle und Macht-aus-nutzung leider immer noch ihr Leben – leben seither im Elend.

Signalwirkung könnte im vorherigen Zusammenhang, dem der FIFA-Merkwürdigkeiten, haben, dass der SPDler Gabriel, Deutschlands Vizekanzler also, nun plötzlich von einer EU mit zwei Geschwindigkeiten spricht, die zu errichten, es zu überlegen gelte. Soll für uns wohl auch heißen: Eine zweigeteilte FIFA könnte schon demnächst anstehen – zum Beispiel eine nördliche und eine südliche der Weltkugel. Schließlich haben viele europäische FIFA-Funktionäre gewiss die Nase voll von so viel Demokratie, wie zwischen den Zeilen leicht zu lesen ist in den Berichten vieler Medien, da stets anders abgestimmt wird, als man es sich – wirklich oder angeblich – wünscht. „Wirklich oder angeblich“, weil es gibt zum einen das, was man der politischen Korrektheit wegen öffentlich verkündet und das, was man wirklich tut und beabsichtigt zu tun.

Dass man die Nase voll hat kommt also daher, weil Afrikaner, Asiaten und Südamerikaner, zahlenmäßig andauernd in der Überzahl, nicht das abstimmen, was erwünscht ist. Da kommen der Einen oder dem Anderen gewiss schon Angstgefühle ins Hirn, wenn sich aus diesem Beweggrund vorgestellt wird, wie das in Europa noch aussehen wird, wenn all diese Asylanten, Fremdarbeiter und Menschen ohne Papiere in einer Generation mitabstimmen werden schlecht integrierter Weise sozusagen, wo die doch so viele Kinder haben, die dann womöglich auch noch mitabstimmen, und zwar eventuell nicht im Interesse der ehemaligen Einheimischen. Doch zurück zum Thema.

Letzteres, das demokratische Wahlverfahren bei der FIFA, zeichnet paradoxerweise eher nicht das westliche Demokratieverständnis aus, indem zuweilen und zu oft gewissermaßen blatteristisch verfahren wird: siehe Kosovo-Konflikt, Finanzkrise in Griechenland, die USA in Vietnam, Frankreich plus EU im Kongo, TITIP, Handelsbeschränkungen für Staaten Nordafrikas, Big Data, ja sogar die Sonderwürste der Briten sind darunter zu subsumieren, ganz zu schweigen von der unzureichenden Trennung von Staat und Kirche (ein eindeutiges Zeichen dafür in der BRD: die Homoehe, die Kirchensteuer) sowie den Privilegien der Monarchen und Superreichen etc.

Recht gemein wird von eingigen empfunden in diesen Tagen, dass in manchen Medien davon andauernd berichtet wird, dass diese III. Welt-FIFAler für Blatter stimmten, da sie auf Visite in Zürich stets mit extravaganten Hotelunterkünften und Art rauschenden Festen entlohnt würden.
Wie den meisten unter Ihnen, verehrte Leser, gewiss bekannt ist, handelt es sich bei diesen Funktionären mehrheitlich um Mitglieder der jeweiligen Elite aus den Ländern dieser zuvor erwähnten Kontinente, die sich von so Firlefanz wie tollen Hotelaufenthalten etc. gewiss schmeicheln lassen, aber so einen Aufenthalt durchaus locker auch aus eigener Tasche bezahlen könnten. Soll sagen: Diesen Funktionären wird derart unerstellt, aus solch niedrigen Beweggründen, beziehungsweise wegen derart profanenen Anreizen und Gründen, ihre Entscheide im Interesse von Blatter bei der FIFA zu machen.
Zu Zeiten des Mauerfalls war von den Bananen die Rede, die man den Ostdeutschen hinhalten müsse, um ihnen die große Welt zu zeigen, sie in die gewünschte Richtung zu dirigieren. Soll untermauern: Die Arroganz von uns Westlern stinkt noch immer frappant zum Himmel, denn wenn demokratisch durchgeführte Entscheide nicht passen, wie die der FIFA, geraten die schnell in übelste Kritik. Vergessen wird dabei unter anderen die effiziente Arbeit von Lobbyisten in den europäischen oder US-amerikanischen Parlamenten und das Einflussnehmen der Geheimdienste auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft etc., die den sogenannt demokratisch geführten Diskurs in den jeweiligen Palamenten und scheinbar demokratisch durchgeführten Wahlen in den westlichen Demokratien durchaus manipulieren; eventuell sogar etwas mehr oder weniger entführen hie und da, was dem Demokratieverständnis von Blatter dann wieder sehr ähnelt.
Die Frage zu stellen, wer kopierte da wen, ist eigentlich hinfällig.

Des Weiteren: Schließlich sind es ja diese Eliten in Afrika, die mit dem sogenannten Westen die Geschäftchen machen und ihre Länder für Europa, die USA und neuerdings Indien und China geradezu ausverkaufen: Rohstoffe, Menschen, Wasser etc. „Menschen“ wird hier bewusst erwähnt, weil ja schon seit Längerem sogenannte Human-Ressourcen aus der III.Welt in Richtung Westen abgesaugt werden, also genauer diejenigen Menschen, die über Bildung und besondere Talente verfügen, die selbstverständlich in den gern in die westlichen Demokratien integriert werden, und zwar bestens so lange, wie diese Ressource als Ressource dienlich ist.

Kandertalbahn

Und da wären wir auch schon bei der Ressource Kandertalbahn. Dieses Bähnle ’stinkt‘ ja bekanntlich jedes Wochenende durchs Kandertal, weil, es handelt sich um eine Dampflock, die Wild-West-mäßig durchs Kandertal donnert als Touristenattraktion und eventuell jedwede zeitgemäße Entwicklung der Bahntechnologie vorort verstellt, da der Zweckverband Kandertalbahn davon zu profitieren scheint. Man sollte auch ein Bähnle betreiben – meinetwegen parallel zur Dampflock und um weiterhin Touristen zu binden, von sich Rede zu machen -, welches mit Strom gewonnen aus Solar- oder Bioanlagen etc. betrieben die selbe Strecke von Kandern bis nach Haltingen abfährt. Das wäre sehr zweckdienlich!

„Die Ansätze im Verwaltungshaushalt im Haushaltsjahr 2015 orientieren sich in erster Linie am Rechnungsergebnis des Jahres 2013 und dem vorläufigen Ergebnis des Jahres 2014. Im Haushalt 2015 ist eine Weichenerneuerung am Bahnhof Kandern eingeplant. Den allgemeinen Rücklagen werden 8.200,00 € entnommen.

Beschlussvorschlag:

Die Verbandsversamlung beschließt die nachfolgende Haushaltssatzung mit den beiliegenden Anlagen und beauftragt die Geschäftsführung, die Satzung nach öffentlicher Bekanntmachung an sieben Tagen öffentlich auszulegen.

Haushaltssatzung 2015:
§ 1

Der Haushaltsplan wird festgesetzt mit

1. den Einnahmen und Ausgaben von je 292.550,00 €

davon im Verwaltungshaushalt 255.850,00 €
im Vermögenshaushalt 36.700,00 €

2. dem Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahmen für Investitionen
und Investitionsförderungsmaßnahmen (Kreditermächigung) von 0,00 €

3. dem Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigung von 0,00 €

§ 2

Der Höchstbetrag der Kassenkredite wird festgesetzt auf 50.000,00 €

§ 3

Der dem Haushaltsplan beigefügte Stellenplan ist Bestandteil der Haushaltssatzung.

Kandern, 13. Oktober 2014

Dr. Renkert
Verbandsvorsitzender“
(Zitat wurde der Einladung des Gemeinderats Kandern zur öffentlichen Sitzung vom 06. Novembe 2014 entnommen)

Trinkwasser

Zuletzt noch ein Wort zur Trinkwasserversorgung in Kandern: „Es sollen außerplanmäßige Mittel in Höhe von netto 57.104,05 € über eine zusätzliche Kreditaufnahme bereitgestellt werden“, ließ Herr Albecht, der Bürgermeistervertreter Kanders, am 28. 10. 2014 über die Einladung zur öffentlichen Gemeindratssitzung der Stadt verkünden. Genaueres dazu aus der zuvor bereits genannten Quelle:

„Der Hochbehälter Wolfsheule in Kandern wird über eine 125 mm Druckleitung vom Hochbehälter Häßler mit Trinkwasser des Zweckverbandes Gruppenwasserversorgung Hohlebach-Kandertal befüllt. Der HB Wolfsheule wiederum ist mit dem HB Buchhole bei Egisholz verbunden, um daduch die Versorgung von Wollbach im Notfall oder bei Ausfall der Quellen zu gewähleisten. Vom HB Wolfsheule aus versorgt eine 200 mm Leitung diverse Stadtgebiete von Kandern mit Trinkwasser.

Im Frühjahr 2014 wurde im Bereich unter der Treppe die vom Vesteburgweg zur Wolfsheule führt eine Rohrundichtigkeit bei der 125 mm Druckleistung lokalisiert. Wegen der Tiefenlage der Leitung (über 4,00 m) und dem dadurch erforderlichen großen Aufwand … war es sinnvoll, dass nicht nur die undichte Stelle repariert, sondern dass die beiden alten, vorbeschriebenen Wasserleitungen im Treppen- und teils im Straßenbereich erneuert wurden…. . Die neuen Leitungen liegen jetzt wesentlich höher…. . Die Reparaturen waren weder vorhersehbar, bzw. planbar und mussten zur Sicherstellung der Wasserversorgung umgehend vorgenommen werden. Aufgrund der technisch anspruchsvollen Arbeiten wurde auch das Ingenieurbüro Ganz + Rutner beigezogen. Es wurden drei Firmen angefragt, nur die Firma Kern aus Kandern war in der Lage umgehend mit den Arbeiten zu beginnen.

Der Gesamtaufwand für die vorbeschriebenen, zwingenden und nicht aufschiebbaren Arbeiten beläuft sich auf netto 57.104, 05 €. Für diese außerplanmäßigen Ausgaben stehen keine Deckungsmittel zur Verfügung. Im Folgejahr wäre daher eine zusätzliche Kreditaufnahme erforderlich.“

Obiges Zitat ist der Einladung zur öffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses am 06.11. 2014 entnommen worden.

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Verpasste Chance

Heute, den 09.10.2014 ging via PIO (Press Information Office, Zypern) folgende Nachricht unter anderen ein bei Zypernundmehr-News:

„… Die Regierung Zyperns heißt die Annahme des Erweiterungsprogramms der Europäischen Kommission willkommen und nimmt den Inhalt des Textes zum Fortschrittsreport über die Türkei zur Kenntnis. In diesem besagten Dokument ist ein weiteres Mal das totale Versagen hinsichtlich eines Fortschritts der Türkei im Detail aufgenommen, [nämlich] bezüglich aller Obligationen [,die sie] hinsichtlich Zypern im Verhandlungsrahmen zum Beitritt [in die EU auferlegt bekommen hat]. Notiert wurde [vor allem von der
griechisch-zyprischen Regierung] die Referenz im Report, welche die Stellungsnahmen und provokativen Aktionen der Türkei bekritteln, die die souveränen Rechte der Republik Zypern, ihre natürlichen Ressourcen in ihrer exklusiven Zone EEZ auszuschöpfen und zu fördern, in Frage stellen; was den mehrfachen Aufforderungen des Rates der EU bezüglich der Respektierung der souveränen Rechte eines Mitgliedsstaates in ihrer jeweiligen EEZ zuwiderläuft.

Und zum ersten Mal wurde im Report des Weiteren erwähnt, dass die EU nach der Respektierung der Mitgliedsstaaten [der EU] ruft und ihren territorialen Gewässern. Des Weiteren und vor dem Hintergrund
der neulich geäußerten feindlichen Aussagen und Aktionen der Türkei, erwähnt die EU-Kommission, dass Aussagen und Aktionen, die nicht hilfreich und dienlich sind im Verhandlungsprozess vermieden werden sollten, während unterstrichen wird, dass die Türkei aktiv zur Lösung der Zypernfrage beizutragen habe, und dass ihre Rolle
entscheidend ist [darin].

… Eine weitere, neue Referenz [im Report] ist die, die mit dem Kommission der Vermissten zu tun hat, genauer, die Notwendigkeit den Prozess [der Identifikation der Vermissten etc.] zu beschleunigen, vollen Eintritt zu den Archiven zu erhalten und zu den militärischen Gebieten [auf Zypern], um das Schicksal der Vermissten nachverfolgen zu können [seit 1974] – ein Gegenstand, bei dem die Türkei Hindernisse aufwirft. Wir lesen mit Satisfaktion [zitiert die PIO] ebenso die Referenz im Report zu den provokativen Aktionen der Türkei, wie unter anderen die des fortgesetzten und vermehrten Verletzens des Luftraums, wie auch des Seeraums von Griechenland und Zypern.“

Letzteres ist ja derzeit mal wieder Thema und Vorwand vom Verhandlungstisch aufzustehen. Und genau das hat sich Nikosia gerade wieder geleistet. Im griechisch-zyprischen Radio Rik3 sind nun so kluge Fragen im Umlauf früh morgens um 06 Uhr bereits, wie: ‚Wie können wir mit erhobenem Haupt wieder zurück an den Verhandlungstisch?‘
Das Verlassen des Verhandlungstischs wird also – man könnte sagen typisch macho -Gehabe – als eine Frage der Ehre inszeniert von den Politikern der Republik Zypern, weil die Türkei letztens mal wieder etwas bohren ging in der See vor Nordzypern, um herauszufinden, ob es sich lohnt, dort zu investieren. Als Israel derartige Schritte machte, hat Nikosia nicht geschrien: ‚Nicht so weit hier rüber, ihr seid doch schon auf unserem Gebiet dort vorne rechts!‘ Auf
den Karten, die das angebliche Besitzrecht ausweisen, – weil das Mittelmeer dort ist in Zonen aufgeteilt – verwundert immer wieder, dass zwar der Libanon neuerdings ein Fleckchen zugewiesen bekam darin und sogar Ägypten, doch Syrien – ganz zu schweigen von Palästina – oder der Türkei, die werden auf diesen Karten der griechisch-zyprischen Regierung, die im Fernseher andauernd gezeigt werden, jedenfalls noch nicht mit einer eigenen Zone ausgewiesen.

Da die Situation in der Region Süd-Östliches Mittelmeer eh sehr verfahren ist, kann schlecht eingeschätzt werden, ob dieses Manöver Nikosias angebracht und klug ist. Bislang scheint jedoch kein Grund zu bestehen, die Ansicht zu ändern, die bislang in unseren Zeilen zu entnehmen war, und daher wird eigentlich immer noch davon
ausgegangen, dass das Verlassen des Verhandlungstisches – wie immer – eine Taktik Nikosias ist, die betont dazu führt, dass die Verhandlungen zwischen Nord- und Südzypern Schiffbruch erleiden werden – und auch daher halten wir uns nun schnell wieder mit der Berichterstattung dazu zurück – wie gehabt.

Es wird einfach eine große Chance vertan, für das, dass eine kleine Elite in der Republik Zypern sich Geld und Ämter etc. in die Taschen stopft, sichert, wo es schon längst um MEHR geht, als deren Brillies und teure Hotelaufenthalte etc. Daher sollte die UNO endlich aus den sogenannten Wiedervereinigung-Verhandlungen der Zyprer aussteigen, und schon gar keinen Sonderberater oder sonst so was für Zypern installieren für oder mit der jeweiligen Seite, wie
sie schon wieder anvisiert werden – auf Kosten der Steuerzahler unter anderen. Denn es wird ganz gewiss nichts dabei herauskommen, außer tollen Aufenthalten der Verhandelnden und ihre Freunde, Freundinnen und Familienangehörigen in Genf, New York und sonstwo, versteht sich, First Class mit dem ganzen Sicherheitsapparat
etc., den ein Hofstaat schließlich braucht, oder?

Einfach aussteigen, sollten diese Organisationen wie die UNO und endlich sagen:- „schaut, wie ihr zu Recht kommt!“ Und die UNCR und wie sie alle heißen, die müssten bestens auch noch mit abgezogen werden und alle Gelder, die irgendwie fließen zwecks Wiedervereinigung, gehören gekappt – weg mit den Soldaten. Diese Grenze braucht keine Bewachung mehr von Seiten der UNO! Und ja, die Mitgliedschaft Zyperns in der EU gehört vor einem Gericht angefochten, weil sie eine der wichtigsten Regeln verletzte – ein EU-Beitrittskandidat darf mit seinen Nachbar nicht im Unfrieden liegen oder gar gespalten sein . All diese Organisationen, die ihr helfendes Händchen ausstrecken, und der Umstand, dass man auf zyprischer Seite mit seinem Ego-Trip auch noch andauernd belohnt
wird, muss die ja denken lassen, eigentlich das Richtige zu tun mit ihrer Politik der Nicht-Politik. Insofern sind Brüssel und die UNO die durchaus mitverantwortlich, dass bei den Wiedervereinigungsverhandlungen ‚außer Spesen nichts gewesen‘ läuft.

Anders, da sind sich viele sicher, kommt man bei diesen selbstsüchtigen Politikern Zyperns nicht weiter. Die ziehen
ihr Ding so lange durch, bis es kracht und dann fliegen sie, ist anzunehmen, nach England, wo ein Teil ihres ‚angesparten‘ Geldes liegt. Versteht sich, wenn die Wogen geglättet sind, dann sind sie wahrscheinlich wieder die Ersten, die tolle Reden schwingen und auf verwunderliche Weise womöglich erneut in Amt und Würden gehievt
werden wollen – ‚demokratisch‘ notfalls.

Wenn in Zeiten wie diesen ein popeliges Problem wie Zypern endlich gelöst würde, könnte man auch endlich mehr Druck auf Israel ausüben, um die Palästinenser ihren Staat haben zu lassen, dass Westbank und Gaza zusammen wieder wachsen – und schon würden sich so seltsame Entwicklungen, wie die IS wahrscheinlicher auflösen lassen – da die Zivilbevölkerung im Nahen und Mittleren Osten, wie auch andernorts, anhand dieser Beispiele so etwas wie Zutrauen fassen könnte, nämlich darin, dass ihr Einsatz am Ende nicht mit dem Tod notgedrungener Weise bezahlt werden muss (siehe Syrien).

Der zyprische Irrationalismus und Egoismus toben aber leider auf anderer Ebene – wie zuvor aufgezeigt wurde in Israel zum Beispiel. Und dann ist Libyen noch längst nicht befriedet und der Balkan bräuchte auch dringend solch ein Zeichen – ganz abgesehen von Moldawien und Regionen da hinten irgendwo an der russischen Grenze noch hinter Rumänien gelegen, schon bald im Kaukasus, wo die fantastischsten Szenarien sich abspielen, nur weil der Egoismus und das irrationale Gehabe nicht enden aus Macht- Profitgier und Selbstherrlichkeit. Ägypten und Libanon könnten von dieser ‚Welle‘ – oder Frühling – profitieren, die Türkei sowieso. Die Realität wird uns aber leider eines ‚Besseren‘ belehren!
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Doch was macht die EU-Kommission anstatt Atomkraftwerke endlich abzustellen? Mal davon abgesehen, dass in Deutschland gerade der Vogel abgeschossen wurde, wie jedes Jahr, indem einige Milliarden Euro Geldverschwendung in den deutschen Amtsstuben und nstitutionen nachgerechnet wurden. Genau: 26 Milliarden Euro Subvention, die der britische Staat geleistet hatte für Atom-Dreckschleudern, wurde als legal durchgewunken.

Das heißt, demnächst wird gewiss noch andernorts in der EU mit Steuergeldern vermehrt die Atomkraftwirtschaft mit zusätzlicher Kohle versorgt werden – und das vor dem Hintergrund, dass die meisten Leute eigentlich dagegen sind, dass diese Industrie beibehalten wird.
Von der Leyen muss man ja wohl nichts mehr sagen. Die kauft ihre Rüstung jetzt schlechtestenfalls andernorts, als ihren Laden endlich mal aufzuräumen. Letzteres finge bei der sogenannten Afghanistan-Connection in ihrem Ministerium an und hörte gewiss beim Neubilanzieren all dessen, was man besitzt, wie man es effektiver einsetzte etc. und dergleichen nicht auf. Immerhin, sie hat es geschafft, dass die Rüstungsindustrie auf ihr neuerdings etwas herumhackt, weil Rüstung nun auch vermehrt im Ausland geordert werden soll von der Bundeswehr, wie sie verlautbarte.
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Weniger dramatisch, sollte man meinen, ist, dass eine kanadische Firma angeblich „riesig“ im Hafen von Larnaka, dem süd-östlichen Teil davon, investieren soll. Die Firma verschifft Zucker aus Santos/Brasilien vor allem in die Arabische Welt, doch auch Frankreich und Spanien sollen angeblich auf der Empfängerliste stehen. Anscheinend eignet sich der Hafen von Larnaka für so eine Unternehmung und um Millionen zu investieren. Und niemand wird
es wahrscheinlich wundern, wenn die wunderliche Blase voll Hoffnung aus Kanada Anfang nächsten Jahres dann doch wieder – weil es gab derartiger Hoffnungsblasen schon der vielen – im Nichts verloren geht. Die Medien werden das Ding aber gewiss die nächsten Monate am Leben halten.

Doch eine Hoffnungsblase scheint vorerst nicht zu platzen: Das oberste Gericht der Republik Zypern scheint beschlossen zu haben, dass diejenigen, die jahrelang doppelt- und/oder dreifach Gehälter kassiert haben, dies nicht mehr tun können, ja, sogar dazu aufgefordert werden, zurückzuzahlen. Sollte diese Nachricht wirklich stimmen, dann bedeutet das für viele Regierungsbeamte und andere Beamte in zum Beispiel halbstaatlichen Firmen einen
finanziellen Einschnitt – den die meisten aber gewiss verkraften werden können.
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Wussten Sie, dass die Dokumenta in Kassel erstmals aufgeteilt wird. Sie wird nämlich in Athen beginnen diesmal. Das Motto scheint zu lauten: Von Griechenland lernen! „Von der Schweiz lernen“, hat man auch schon hie und da mal gehört, aber noch nie, wenn nicht getäuscht wird: von Zypern lernen!

In diesem Sinne wollen wir hoffen, dass sich das politische Establishment auf der Insel diesen Vorsatz zur Überraschung aller demnächst nimmt! Die meisten Kurden in Kobane hätten schließlich auch nicht gedacht, dass sie je Hilfe von ihrem Feind, der Türkei, mal erbitten bzw. erwarten würden.

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