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Posts Tagged ‘geldwäsche’

Aus der MilliyetGazetesi von 04. Februar 2019, Prof. Dr. Ata Atun!

„Die EU und die USA beklagen sich sehr über die Geldwäsche in der Republik Zypern (Cyp) und Malta. Aus diesem Grund senden sie Kontrolleur über Kontrolleur in diese beiden kleinen Inselstaaten.
Die Anti-Geldwäsche Sektion der US-Regierung stattete letztes Jahr im Mai den beiden Ländern einen Besuch ab und sah Unterlagen in deren Finanzbehörden, wie auch in den Banken durch, ohne Rücksicht auf eventuelle Empfindlichkeiten.
Das Resultat war verheerend. Sogar noch schlimmer als das – ein Desaster.
Der untersuchenden Kommission war dabei klargeworden, dass die meisten Einkünfte in beiden Ländern mit Geldwäsche realisiert wurden.
Die US-Anti-Geldwäsche-Behörde stellte fest, dass in der litauischen Bankengruppe namens ABLV russisches Geld gewaschen worden ist und da sich in der Kasse kein ausreichender Betrag an US-Dollars befand, wurde gefordert, diese Bank zu schließen. Danach war schon bald von einem Bankrott der ABLV-Bank zu hören – und seitdem gilt sie als bankrott.
Das heute seitens der US-KPAMB [Federal Reserve System] der südzyprischen Regierung gestellte Ultimatum ist äußerst hart. Letzterer wurde unverhohlen gesagt: „Entweder ihr säubert eure Bankgeschäfte oder eure Banken sind an der Reihe, um ebenfalls geschlossen zu werden.“

Selbige Unzufriedenheit ist auch bei der EZB vorhanden, die nun eine Kontrollmaßnahme veranlasste, die in der Folge einige Köpfe rasseln lassen dürfte [in den Banksystemen der beiden Inseln].
Die Lokomotive der EU, Deutschland, fordert, dass südzyprische Banken tiefgehend nach Schwarzgeld zu durchsuchen sind. Die Deutschen bestehen auf Transparenz der in der Cyp operierenden Banken. Deutschland sagt den Südzyprern derart indirekt: „Ihr macht eure Geschäfte von nun an nicht mehr weiter so, wie es euch gefällt! Wir werden jeden eurer Schritte kontrollieren!“

Die EZB hat auf Malta letzten Sommer vor allem zuletzt die Pilatus Bank gecheckt. Das geschah im Zusammenhang mit der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia, die im dortigen Bankenbereich recherchiert hatte und kaltblütig ermordet wurde. Aufgrund ihrer Recherchen wurde der Pilatus die Lizenz entzogen. Die Bank war 4 Jahre davor von einem Iraner, Ali Sadr Hascheminedschad, eröffnet worden, der in den USA der Geldwäsche beschuldigt wurde und die dort vor 4 Jahren bereits geschlossen worden war.
Die US-Amis sind derzeit hinter der Geldwäsche eh vehementer her als sonst. Wer sich verdächtig macht, läuft neuerdings Gefahr, von der US-Behörde schneller als sonst geschlossen zu werden.
Bekanntermaßen hat die EU das letzte Jahr ein Geldwäscheskandal nach dem anderen durchgerüttelt. Aus diesem Grund haben EZB und die US-KPAMB angefangen gemeinsam zu arbeiten. Nun gerade checken sie alle Banken in der EU – eine nach der anderen.
Die Filiale in Estland der dänischen Danske Bank wurde ausgehoben. Der bislang größte Fall von Geldwäsche in dieser Bank wurde [nämlich] aufgedeckt. Daraufhin wurde europaweit ein Ultimatum seitens der EU an alle EU-Mitgliedsstaaten ausgegeben, damit sie entsprechende Maßnahmen [im Bankensektor gegen Geldwäsche] ergreifen. Insbesondere trifft Letzteres für Malta und Cyp zu.

Die EU-Kommission veröffentlichte am 23. Januar die Angelegenheit, dass an Investoren Passporte in Cyp und Malta verkauft werden: „Gold-Pässe!“ Die beiden Länder verkaufen Pässe an Leute, die vorrangig EU-Bürger werden wollen – doch nahmen und nehmen nicht die Risiken in Sachen Schwarz Geld ins Visier, die dabei entstehen können – nicht nur in den beiden Ländern, sondern europaweit.
Und weil die Ökonomie in Cyp größtenteils auf Schwarz Geld- Einkünfte basiert, ist ziemlich sicher, dass die Wirtschaft in beiden Ländern – sei es aus Sicht der EU oder der der USA – den Bach herunter gehen wird. Als Resultat dürfte in der Folge der Kontrollen und sich ergebenden Einschränkungen des Weiteren herauskommen, dass die Gold-Pässe wesentlich seltener vergeben werden [müssen]. Zudem laufen die Investoren in der Republik Zypern ernsthaft Gefahr, von der Insel [trotz zyprischem Pass im Sack???] verwiesen zu werden.“

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Geldwäsche & mehr

Wie in der Financial Times von heute zu lesen ist (http://www.telegraph.co.uk/finance/2893513/Banks-laundered-Iraq-oil-for-food-payments.html) hat die First Merchant Bank of Cyprus mal wieder kuddel-muddel gemacht, der nun erwiesen zu sein scheint. Beim Skandal um die Veruntreung von Geldern des money for food programs seinerzeit durch Saddam Hussein insziniert, spielt diese nordzyprische Bank eine tragende Rolle, wird berichtet. Interessant ist, dass die First Merchant Bank of Cyprus immer noch international operiert, zumal sie bereits 2004 Art geblacklisted wurde wegen Geldwäscherei und dergleichen. Im vorherigen Kontext soll auch die Info Bank aus Belarus eine tragende Rolle spielen.

Nordzypern ist ja ein Spielerparadies, Wildwest! Die Gewinne werden nicht etwa in Nordzypern auf eine Bank getragen, sondern das Geld strömt direkt zurück in die Türkei. Wer am Check Point oder sonst wo auf der Insel Geld umtauscht, darf offensichtlich ziemlich sicher sein, der Geldwäsche unter die Arme gegriffen zu haben. Es gibt da nämlich nicht wirklich jemand, der international abgemachte Kontrollmechanismen kontrolliert und einhaltet – einhalten will. Bei einem Besuch Nordzyperns wird gewiss – wie in Neukölln Berlin etwa – sofort auffallen, dass Spielhöllen das Straßenbild dominieren. Eine Lizens zu erhalten, soll anscheinend nicht all zu schwer sein. Pikant daran ist, finde nicht nur ich, dass ausgerechnet das Ministerium für Jugend und Sport diese Lizensen vergibt.

Südzypern hat anscheinend die Convention for the Suppression of the Financing of Terrorism bereits 2001 unterschrieben. Inwieweit diese effektiv umgesetzt wird, muss noch analysiert werden.  Die Schalt- und Waltstelle zur Kontrolle der Geldströme in der Republik Zypern ist ein Organismus namens MOKAS. Dieser steht mit der Zentralbank Zyperns in engem Kontakt bei der Kontrolle des Betruges via Off Shorefirma oder anderen Finanz-Instrumenten.

Inzwischen wurde ein neuer Mann beim Militär installiert in höchster Funktion, der die Südzyprer vor den ‚bösen‘ verhandlungsresistenten Türken und anderen beschützen wird. Der neue Mann versprach Wachsamkeit und die Explosion in Mari schien bei der Feier kein Thema zu sein.

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