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Posts Tagged ‘interdisziplinäre studien zu zypern’

Am 25. Juni 2016, einigermaßen pünktlich und bevor der Präsident der Republik Zypern nach Brüssel fliegen wird, wird Anastasiadis das Fundament des Deutschen Onkologischen Zentrums in Aghios Athanasios/Lemesos legen.

All diejenigen, die sich gerade in der deutschen Stadt Münster aufhalten und sich für Themen, die mit Zypern zu tun haben interessieren, sind geradezu dazu aufgefordert, das dortige Museum zu besuchen.

Bereits am 17. Juni war eine Ausstellung namens „Zypern – drei Ausschnitte“ eröffnet worden, die das 20-jährige Bestehen des Instituts Interdisziplinärer Studien zu Zypern der Universität von Münster zeigt. Das Institut ist eine Art Joint Venture zwischen dem Zyprischen Erziehungs- und Kulturministerium und der Universität Münster. Versteht sich, dass das Institut das Thema Zypern vor allem wissenschaftlich bearbeitet. Doch auch wissenschaftliche Zusammenarbeit wird durch dieses Institut befördert, also der Wissenschaft zwischen Zypern und der BRD.

Folgende Namen von Seiten der Universität Münster sind hauptsächlich involviert und verantwortlich bei der Ausstellung: Professor Dieter Salzmann, der Museumsdirektor, Professor Peter Funke, der Institutsdirektor, Dr Marianne Ravenstein, Stellvertretende Rektorin der Universität Münster und Frau Marianna Charalambous, Konsulin der Zyprischen Botschaft in Berlin.

Die Ausstellung führt die Managing Direktorin des Instituts durch, Frau Dr Sabine Rogge, und zwar in naher Zusammenarbeit mit dem Kurator des Archäologischen Museums der Universität von Münster, Dr Helge Nieswandt und seinem Team.

Großzügigen finanziellen Zuspruch oder Zuwendung erhielten die Veranstalter vom Föderalen Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Rektorat der Universität Münster.

Die Kultur Fundation der Bank Zyperns in Nikosia (Cultural Foundation) reichte 50 groß-flächige schwarz-weiß Fotos ein, die die Sektion 2 der Ausstellung ausgestalten. Die Bank kam großzügiger Weise auch für die Transportkosten auf.

Die Fotos, geschossen von verschiedenen Fotografen, zeigen Städte, Dörfer, Landschaften und Menschen Zyperns um das Jahr 1900. Die Originale dieser Fotos werden allerdings vom Nationalen Historischen Museum in Athen besessen, welches aber so frei war und ist, digitale Kopien bereitzustellen, um das Ganze medialer gestalten zu können.

Die Ausstellung wird vom 17. Juni bis zum 21 August 2016 geöffnet sein und das von Dienstags bis Sonntags jeweils von 14 Uhr bis 16 Uhr.

Zum Austritt der Briten aus der EU ließ der zyprische Regierungssprechen schon mal verlautbaren, dass die Republik Zypern mit dem Vereinigten Königreich gute Beziehungen habe und weiterhin haben wird, und man ja zudem auch im noch immer seit Langem bestehenden Commonwealth an einem Strang ziehe.

In einer Diskussionsrunde von Journalisten und anderen war gestern auf dem zyprischen Fernsehsender RIK1 bereits zu vernehmen – unter anderem -, dass einer der Vorteile des BREXIT für Zypern sein dürfte, dass all die vielen zyprischen Studenten, die zwecks Weiterbildung oder Höherer Bildung ins Königreich abwandern, nun zwei Mal überlegen werden, ob sie das so weiterhin tun werden. Genauer: ihre Eltern werden sich das überlegen, die ja zumeist die Kosten tragen. Denn die Schul- und Universitätsgebühren dürften vermutlich noch teurer werden, wurde gesagt, und auch andere, eventuell nicht unwesentliche Dinge, wie beispielsweise die Anerkennung der Diplome etc., könnte dazu verleiten, anstatt sein Heil in Großbritannien – traditionell geradezu – zu suchen, nun doch in Zypern sein Ausbildungs-Glück zu suchen.

Und das ist genau das, wovon die Regierung eh neuerdings lauter denn jemals zuvor zu träumen begonnen hat, noch vor dem BREXIT. Dass Zypern ein Zentrum der Lehre wird in Europa. Die Studenten, die sich zukünftig entscheiden, auf Zypern ihre berufliche Karriere anzutreten, werden dann – so ist die Hoffnung – das marode Bildungssystem entsprechend fordern, auf Reform drängen, Geld liegen lassen und nach praktikableren Lösungen suchen lassen.

Wie hier auf Zypernundmehr-News bereits berichtet wurde vor kurzem, ist der Stand der universitären Ausbildung im Norden der Insel gar nicht so schlecht und erfährt immer größeren Zuspruch weltweit, was die steigende Zahl der Einschreibungen belegt. Wenn das nun auch für den Süden der Insel der Fall sein wird, kann man sich durchaus vorstellen, dass beispielsweise das geplante Sportzentrum in Larnaka gar nicht mehr so abwegig erscheint – im Gegenteil. Dass der Traum vom Gesundheitszentrum Zypern für Europa und den Rest der Welt wirklich werden könnte, wäre zu schon und daher sollte man sich nicht den Wasserhahn selbst abdrehen. Denn erneut ist die Wasserqualität bedenklich schlecht an Stränden, wie dem von Zygi und Maroni beispielsweise. Der Umschwung geschah von einem auf den anderen Tag. Das Zeug, vermutlich Petrol, welches im Wasser oben auf schwimmt, soll aus den Badeanzügen nicht mehr richtig herauszuwaschen sein – auch nicht von Hand auswaschbar sein.

Bedenkt man, dass die neue, chice Marina in Lemesos (Limassol) recht ansprechend geworden ist, viele schöne Restaurants und eine große Flaniermeile, wie gestern gesehen werden konnte, ist es um so mehr schade, wenn wegen dem Ölgeschäft, welches man unbedingt glaubt, forcieren zu müssen, der Tourismus womöglich demnächst – in Folge eines Unfalls beispielsweise beim Verladen des Erdöls – auf der Strecke bleibt.

Die Rechnung, wie hier bereits wiederholt erwähnt wurde, kann nicht aufgehen auf lange Sicht: gleichzeitig nach Öl bohren und umschlagen und in den Tourismus investieren. Bezeichnend ist und war jedenfalls bei erstem eigenen Tauchversuch dieses Jahr am sogenannten Governors Beach und mit Tauchmaske, wie gehabt, dass der Fischbestand, der letztes Jahr noch zu bestaunen war (Fische aller möglichen Farbgebung etc.) erschreckend geschrumpft ist.

Warnung: Die Hitze soll ab heute extrem sein. Es wird davor gewarnt, sich im Freien zu lange aufzuhalten. 42 Grad. Eine Bekannte aus Berlin schrieb, in Neukölln/Berlin habe man gestern 41 Grad gemessen. Das ist wirklich sehr extrem. Hier auf Zypern ist es hingegen seit knapp einer Woche jeden Tag um die 40 Grad heiß. Es gibt also keine großen Temperaturschwankungen wie in Deutschland und der Schweiz etc., was Menschen mit respiratorischen Problemen auf lange Sicht das Leben erleichtern soll.

Die Brände bei Pafos scheinen vorerst unter Kontrolle zu sein. Das heißt: Sie sind gelegt worden. Über 60 Feuerwehrautos waren im Einsatz, auch Helikopter – viele Freiwillige, die, wird immer wieder in der zyprischen Presse geschrieben, vor allem dafür sorgten, dass die Brand-Katastrophe keine riesige Katastrophe wurde. Der Staat und seine Institutionen haben eher versagt, wird allgemein behauptet.

Zuletzt: Erdogan lässt demnächst womöglich ’seine‘ Staatsbürger fragen oder darüber abstimmen, ob sie überhaupt noch wollen, dass sich die Regierenden in Ankara anstrengen, in die EU aufgenommen zu werden. Erdogan findet, der BREXIT zeige, dass ein Volk die Dinge manchmal ganz anders sieht als die Regierenden.

Was sagt uns das bei genauerem Überlegen?

Erdogan, sollte er dieses Referendum wirklich geschehen lassen, könnte wie Cameron in England erfahren müssen, dass das Volk eben gegenteiliger Meinung ist, was im Fall der Türkei heißen dürfte, dass es Pro–EU abstimmt.

Ob die Verhandlungen des Südens mit dem Norden Zyperns ebenfalls einem Referendum zugeführt gehörten, macht, ehrlich gesagt, Sinn. Es scheint besser zu sein, die Leutchen jetzt bereits abstimmen zu lassen, als – wie geplant – dann, wenn die beiden Volksgruppenführer sich geeinigt haben, das Land zu einigen. Denn was ist, wenn beim Referendum das Volk mit OXI (Nein) stimmt? Dann würde sich nur einmal mehr bestätigen, dass das zeitlich lange und geldraubende Verhandeln der beiden Seiten besser gleich unterlassen worden wäre; oder man besser einen anderen Weg zueinander hätte auffinden müssen.

Zypern sollte diesen Schritt wagen, das heißt, das ausstehende Referendum vorziehen. Dann weiß man eventuell eher, wo man dran ist! Nur: Wer soll das initiieren und dann wie, wann und womöglich auch noch wo? Und welcher Dussel bezahlt das alles, Brüssel?

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