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Nun ist also eingetreten, was ja geradezu eintreten musste.

Man fragt sich da schon, wer den Auftrag dazu erteilt haben könnte – Putin, Peking?

Und natürlich ist das große Geschrei zumindest wird so etwas in diese Richtung Weisendes auf der politischen Bühne der Griechischzyprer aufgeführt , wie zu erwarten war ausgebrochen.

Nach Paris ist der griechisch-zyprische Außenminister schon unterwegs gewesen, und die Franzosen sollen den bösen Buben in Ankara gesteckt haben, es sei besser, mit den Bohrungen vor Zypern in der abgesteckten Zone der Südzyprer ihre Aktivitäten UMGEHEND einzustellen nach südzyprischer Sprech.

So etwas Ähnliches ist jedenfalls in einer griechisch-zyprischen Zeitung zu lesen. Ich glaube, es war die Fileleftheros, die mir da in die Hände geriet an der Zyggi-Crossing einen Tee trinkend seit Längerem mal wieder.

Nein, wie schön einfach kann doch das Leben sein.

Irgendwie muss zukünftig an dieser Erkenntnis noch demonstrativer festgehalten werden. Das dürfte zu weniger Beiträgen, hier, führen. Seien Sie aber dessen gewiss, dass in Stellung gesprungen wird, wenn denn mal etwas Vermeldenswertes, aus hiesiger Sicht, in Sachen Zypernfrage vom Stapel läuft.

Nun, das weiter oben erwähnte Husarenstück Ankaras scheint das Potential dafür zu haben, hier mal kurz ein paar Einschätzungen von sich zu geben.

Die EU müsse notfalls mit der NATO sich auf Eis legen wegen dem Vorfall, falls die NATO nicht pfeift wie die Griechischzyprer es gerne hätten, nämlich Ankara zu schimpfen und zu blockieren etc.

Interessant ist, dass des Weiteren zu lesen und zu hören ist, Ägypten und Griechenland müssten sich einbringen, ja, Athen solle bestens gleich ein Schiff an jene Stelle ausschicken, wo die türkische Fatih nach Erdgas drillen wird, um den Türken dergestalt zu zeigen, konfrontativ sozusagen, dass man es ernster als sonst meint.

Aber, natürlich, soll bloß nicht geschossen werden bei dieser Aktion, sondern nur Steuergelder verbratend dort aufgelaufen werden seitens Athens, um Ankara zu beeindrucken, und zwar so, dass die Türken sich gleich hinter den Altai, wo sie herstammen sollen, zurückziehen.

Ja, das ist etwas übertrieben, aber die Zielrichtung stimmt.

Gewiss gibt es noch weitere seltsame Vorschläge, die die Runde machen.

Erdogan & Co lassen dennoch nicht von ihrem Vorhaben ab, sich am kleinen Reichtum, der eventuell vor Zypern im Meeresboden liegt, zu beteiligen.

Das haben sie nun davon, die Anastasiadis, die Christofias und wie sie alle heißen, die es nicht zustande gebracht haben an der Regierung in Südzypern, sich mit Ankara endlich zu einigen.

Weiter oben das mag nun erst gesagt sein ist Ihnen gewiss aufgefallen, dass niemand von Israel redet, welches doch intervenieren solle.

Also, hier herrscht die Meinung, dass wenn jemand die Türken zum Halt bringen kann bei ihrem oben erwähnten Vorhaben, dann gewiss Tel Aviv aber nicht Kairo oder Athen – oder aber alle Dreie gemeinsam.

Interessant ist natürlich, dass Ankara diesen längst erwarteten Schachzug nun gerade, also zu diesem Zeitpunkt macht. Das dürfte nicht mit Ramadan zusammenhängen. Vielleicht schon eher mit den Kommunal-Wahlen, die in Istanbul schon bald wiederholt werden.

Und noch etwas präziser als weiter oben soll hier doch noch mal eindeutiger erwähnt sein, dass vor allen anderen Nikosia-Süd verantwortlich zu machen ist, wenn sich dieser Vorfall zu einer größeren Sache ausweiten sollte.

Seit der Vorlage des Annanplans hatten die Griechischzyprer genügend Gelegenheiten, mit ein bisschen mehr Vaterlandsliebe zu glänzen, zumal sie von solch einer existierenden Liebe nahezu jeden Tag mindestens einmal in einer ihrer Reden im Parlament hören lassen. Präsident Anastasiadis scheint diese Vokabel besonders oft, wie soll man sagen, anzustimmen – „patrida“.

Dann wären die Griechischzyprer halt ein paar unliebsame Kompromisse eingegangen für die Einheit der Insel. Dafür hätten sie sie nun wieder vereint und endlich mal Nennenswerteres zu tun. Haben sie aber nicht getan.

Vielmehr scheinen und schienen die Südzyprer ganz offensichtlich darauf zu bauen, dass Brüssel, bestenfalls Israel, sie in schwierigen Konstellationen rausbuttern wird – mit ihnen womöglich gemeinsame Sache macht, die unliebsamen Türken aus dem Norden zu vertreiben. Und Frankreich scheint diese Träume mit seiner militärischen Gegenwart, neuerdings, zu befeuern.

Wir dürfen also gespannt sein, wie in den nächsten Wochen der Butterhandel ausgefochten wird und wer wen einbuttert im südöstlichen Mittelmeer.

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Warum sollte Ankara auf das Erdgas oder Öl vor Zypern verzichten in einer Gegend im Meer, die von den Griechischzyprern einseitig als ihre Zone deklariert wird?

Ja, die Letzteren bemühten sich auf diplomatischer Ebene über die Jahre alle, die davon hören sollten, von ihrer Version der Realität zu überzeugen, doch, was die USA angeht und andere, scheint ihnen das nicht gelungen zu sein.

Dass Moskau die Interessen Südzyperns stützen könnte zukünftig, ist zwar möglich, wird hier aber in Frage gestellt, als unwahrscheinlich angenommen. Auch zumal Brüssel in der Ukraine via oder mit Israel verdeckt Putin ihr unschönes Gesicht derzeit zeigen. Der Komiker neuerdings an der Macht in der Ukraine ist dem Vernehmen nach eher ein Mann Tel Avivs als ein Fan der EU. Beides dürfte Putin wenig gefallen. Was allerdings nicht bedeuten soll, Putin sei Anti-Israel eingestellt.

Wie hier schon mal geschrieben wurde, ist zu vermuten man kann sich täuschen , dass Erdogan Putin eröffnet haben könnte, seinerseits auf Zypern eine russische Militär-Basis zu errichten, und zwar im Norden der Insel.

Schaden kann es nicht, könnte Erdogan sich gedacht haben, zumal auf Zypern langfristig sowieso kein Verhandlungserfolg in Sachen Wiedervereinigung zu erwarten ist, eben weil die Südzyprer nicht im Stande sind, über ihren eigenen orthodoxen Schatten zu springen – und vom großen Geld träumen, vom Nabel-der-Welt-Sein. Solch Schritt würde Moskau zwangsläufig näher an Ankara binden – und da sich die nächsten 50 Jahre ganz gewiss in den Weiten Asiens dem Schicksal dieser Welt verschreiben werden, ist es ganz gut, sich über Russland diesem Trend mitanzuhängen für die Türkei, aber nicht nur. Erdogan hat auch Afrika als Anknüpfungspunkt zu Fernost im Auge.

Zudem haben die Ereignisse in Venezuela derzeit noch den Nebeneffekt, dass Erdogan und Putin sich auf der ‚richtigen‘ Seite, der Maduros, verortet sehen. Ja sogar sich von der Vorherrschaft des Dollars zu lösen, verfechten beide, der Türke und der Russe, vernehmlich öfters.

Bei dem Deal, den Erdogan mit Putin geschlossen haben könnte, darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass ein Stützpunkt im Norden Zyperns für Putin wie ein Sechser im Lotto ist oder wäre, weil er ja bekanntlich im syrischen Latakia, sozusagen gegenüber davon, sich gerade am Einrichten ist mit allem drum und dran.

Nordzypern ist also zu viel Wert, offenbar, um es den Südzyprern, die es dummerweise sogar noch immer und andauernd von sich stoßen, weiterhin zum Aushungern oder Austrocknen zu überlassen. Das dürften die Israelis und die USA schon länger ebenfalls so einschätzen.

Vielleicht ist vorherige Spekulation ja der andere Weg, die andere Lösung, um die Insel wirtschaftlich erblühen zu lassen. Schließlich schafft man es seit Jahrzehnten ja auch, die beiden britischen Basen auf der Insel in Vergessenheit geraten zu lassen bei Touristen, warum sollte das daher nicht weiterhin möglich sein, wenn beispielsweise russische Truppenverbände hier stationiert sind.

Ja, dass die USA sich noch ein ähnliches Stück auf der Insel Zypern ausgucken könnten, ist hier auch schon geschrieben worden; und diese Hypothese bleibt vorerst auch noch im Raum stehen. Frieden fördernd wäre die Existenz solcher Basen in der Region höchstwahrscheinlich schon, ist anzunehmen, bis es eben knallt.

Zumindest könnten so die Zyprer und all jene Mitbürger, die hier bereits ihre Zelte aufgeschlagen haben, egal ob hüben oder drüben, mit einem blauen Auge davon kommen die kommenden 20-30 Jahre.

Das sind in unseren schnell-lebigen Zeiten doch gar nicht so schlechte Aussichten!?

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Bekanntlich gibt es in der republik Zypern halbstaatliche Unternehmen. Die dortige Telokom ist eines der Halbstaatlichen. Offiziell ist die

Regierung in Finanznöten. Was läge da näher, als beim Nächstbesten nochmals Geld zu leihen als Staat. Genau das ist geplant. Nun hat die

Geschäftsführung der zyprischen Telekom diese Anfrage zu beantworten. Der Vorsitzende Stathis Kittis scheint mit seiner Meinung dazu noch

nicht rausrücken zu wollen. Anstatt spricht er nebulös von einer Regierung, die noch nicht mal 13. Monatsgehälter bezahlen könne, dürfte

eventuell Schwierigkeiten haben, die angeforderte Unterstützung in der Höhe von 100 Mill. €, wie auch immer ausgehandelt,

zurückzubezahlen. Außerdem spreche sich die CYTA-Gewerkschaft gegen die Gewährung einer derartigen Anleihe an den Staat aus.

Vorsichtshalber hat die Regierung bereits bei der Hafenbehörde ungefähr denselben Geldbetrag angefordert. Ob das ein kluger Schachzug

war vom zeitlichen Ablauf her, ist fragwürdig.
Dort, wo die Wahl kluge Schachzüge des fehlenden Geldes wegen vielleicht nicht weiterhin gegeben ist auf Zypern, entdecken nach

Berichten der Cyprus Mail immer mehr Männer und Frauen „das älteste Gewerbe der Welt“ wieder. Leider werden im Zuge dieser

Entwicklung vermehrt vor allem Frauen aus rumänien, Blugarien und auch Griechenland nach zypern verschickt, um ihre Schulden

abzuarbeiten und/oder ihre Familie zu ernähren. Prostitution ist nicht illegal auf Zypern, solange dieselbe nicht unter Zwang geschieht, nicht

‚verkauft‘ wird (von Land zu land), man sich nicht als Zuhälter betätigt, ein Puff führt. doch wo fängt Zwang an, und wo hört dieser auf? Eine

schwere Abgrenzung. Um diese Frage u.a. herauszufinden, hat das Mediterranean Institute of Gender Studies (Mittelmeer Institut für

Geschlechterfrschung), die zyprische Frauenlobby und das Europäische Parlament im Zyprischen Haus/Nikosia einen öffentlichen Dialog ins

Leben gerufen: „Frauen im der Prostitution in Zypern“. 2011 sollen lediglich 18 Fälle der Polizei zu Ohren gekommen sein, die einen Verstoß

gegen das geltende Gesetz darstellten.

In Zusammenhang stehend mit der ökonomischen Krise und der zunehmenden Prostitution, steht auch das Phänomen zunehmnder

Bürgerwehren. Angeblich soll in Peyia, der Cyprus Mail (CM) vom 29.11.12 zufolge, eine solche organisierte Bürgertruppe erfolgreich in

Operation sein. In Pafos und vermutlich anderen Städten der Republik Zypern, ist zu befürchten, dürfte dieses Modell übernommen werden.

Wir schreiben „ist zu befürchten“, da absehbar ist, dass Ausländer mit afrikanischem Aussehen oder asiatischem in Orten, wo sie nicht

wohnen, in gewissen Gegenden bei Nacht eben vor diesen ‚Helfern‘ alles andere als sicher sein dürften. Die Hexenjagd scheint eröffnet.

Interessant wäre zu erfahren, wie weit die Kompetenzen dieser Bürgerwehren gehen. Dürfen dieselben Taschen durchsuchen, Menschen

festhalten, auf Menschen schießen?

Und wo, bitte sehr, hält man ein Meeting darüber ab, wie man am Besten aus der Krise kommt, wo doch „angeblich“ kein Geld mehr in den

Kassen ist? Sie haben es erraten. In einem der teuersten Plätze der Insel. Und das ist das Paphos-Afrodite Hotel. Ein Schwede namens Rosen

kam auf die tolle Idee, ein paar Professoren und Fachleute dorthin zu laden. Leider ist nicht zu erfahren, wieviel Geld dieselben für ihre

Vorträge erhalten werden. Es spiegelt aber den abgehobenen Anspruch der Leute wider, und dass jeder immer noch in seine eigene Tasche

scheffelt, diesmal eben unter dem Flackschiff: „es gibt eine unanagetastete Resource an Menschen, die auf diese liebliche Insel gezogen

sind (300-400) von Schweden … die sich gerne an einer eine besseren Zukunft Zyperns beteiligten“ (siehe CM 29.11.12). Wir wollen Herrn

Rosen hier allerdings keine unlauteren Absichten unterstellen, sondern lediglich unsere Zweifel anmelden, die aufgrund der gewählten

Lokalität einfach automatisch in einem aufkommen. Herr Rosen betreibt u.a. folgende Internetseite, wo illegale Müllhalden auf Zypern

eingetragen werden können http://www.dumpmap.org/.

Derweil scheint der Konflikt in der Türkei zwischen Türken und Kurden sich auch allmählich nach Nordzypern zu verlagern. Studenten der sogenannten Internationalen Universität im Norden der Insel sollen sich die Köpfe eingeschlagen haben. 2 kurdischstämmige Studenten wurden bei diesen Zusammenstößen unter Studenten verhaftet.

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