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Was geht denn eigentlich in Syrien voran?

Hier wird nun in der Folge der Versuch unternommen, möglichst nicht auf Tote und Morde, Verbrechen, im Detail einzugehen, sondern jenes zu erwähnen, welches sich womöglich noch als POSITIV herausstellen könnte – oder in diese Richtung geneigt zu sein scheint.

 

Nun, die Kurdenpolitikerin Ilham Ahmed (SDF/SDC) sagte in einem Gastvortrag beim Middle East Institute in Washington: Eine Sicherheitszone der Türken lehnen wir ab. Die Türkei habe in Afrin bewiesen, dass sie unfähig für so etwas sei. Anstatt werde Schutz benötigt. Waffen von den USA brauche man weiterhin. Verbindungen zur PKK bestünden keine. Selbstautonomie für die Kurden forderte Frau Ahmet ebenso.

Ja, die Kurden spielen ja den westlichen Sheriff gegen die IS in Syrien und dem Irak, kann noch immer gesagt werden. Diese Islamisten der IS gibt es in Syrien trotzdem noch immer, wenn auch nicht mehr so viele und in so vielen Gebieten ansässig wie einst. Ein verbliebener Rest der IS-Kämpfer – der selbsternannte Khalife könnte womöglich darunter sein, der offenbar doch nicht getötet wurde, wie vor ein paar Jahren groß verkündet worden war – ist also derzeit in Idlib dabei, eventuell den sogenannten Endkampf vorzubereiten.

Währenddessen empfing der türkische Außenminister in Ankara den UN-Sondergesandten für Syrien Herrn Geir O. Petersen. Anscheinend wurde vor allem die Bedeutung des syrischen Verfassungskomitees für eine politische Lösung et cetera als Hauptthema aufgegriffen. Am selben Tag, vorigen Dienstag also, erreichte den Sprecher des türkischen Präsidenten ein Telefonanruf aus Washington, und zwar von John Bolton, dem nationalen Sicherheitsberater. Darin ist offenbar vereinbart worden, die Zusammenarbeit im Hinblick auf den Truppenabzug der Amerikaner und der zuvor erwähnten Sicherheitszone fortzusetzen sowie der anstehende Besuch von Donald Trump höchstpersönlich etc.

In Damaskus war man indessen auch nicht allzu untätig. Man unterzeichnete nach Abhaltung einer Sitzung des Hohen Syrisch-Iranischen Komitees eine weitere Verständigungsnote mit dem Iran (Wirtschaft, Investitionen, Wohnungsbau, Eisenbahnwesen, Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Bankwesen etc.). Und bemerkenswert war die folgende Aussage des Vize-Außenministers Russlands auf die Frage bei CNN, ob Moskau mit Teheran in Syrien Alliierte seien: „Ich würde diese Art von Worten nicht verwenden, um zu beschreiben, wo wir mit dem Iran stehen!“ Vielleicht wäre ja Waffenbrüder trefflicher als Begriff?

Und geradezu schon traditionell ist zu nennen, was Frankreich glaubt in der Region vom Stapel lassen zu müssen. Gerade vor Kurzem hat Macron in Kairo verweilend dem Despoten Sisi dort wie erwünscht all die Waffen, die es so braucht, wahrscheinlich, zugesteckt und/oder versprochen. Mit im Boot sitzen dabei selbstverständlich auch wir, ja, Sie und ich. Auch wenn Sie in Spanien, Griechenland oder eben Deutschland leben. EU ist nun mal EU! OK, Macron hat Onkel Sisi noch eine kleine Standpauke gehalten, wurde vermeldet. Wenn es denn eine war. Denn Sisi ist gewiss eher geschmeichelt worden, als Macron ihm seine Vergehen, einige, aufzeigte vor der Presse. Nach dem Motto: Seht, wie sie vor mir zittern! Also kuscht, sonst greif ich noch härter durch! So in etwa dürfte Sisi die Rede des Franzosen verstehen und verwerten.

Ansonsten findet der Franzose es offenbar nicht sonderlich lustig, dass Kairo und Damaskus sich annähern. Wie man sieht: auch DIE haben ihre Lektion im Umgang mit Europäern gelernt. Weil solch Annäherung (Damaskus-Kairo) bedeutet NATÜRLICH bares Geld für Sisi oder Assad – das letztendlich vor allem aus unseren Bürgertaschen stammen wird!

Apropos: Knapp über 130 IS-Kämpfer mit französischem Pass könnten demnächst aus Syrien nach Frankreich überführt werden.

Gewiss will auch Frankreich, und mit ihr Deutschland & Co, in Syrien gute Werke verrichten gehen. Aufbau heißt da selbstverständlich das Stichwort, eben gute Werke verrichten wie es einst oder immer noch die Kirche tut oder tat und Mönche etc. Darauf kommt man, weil nämlich die libanesische Al Akhbar Tageszeitung der Schiiten Frankreich vor Kurzem warnte, mit Israel in Syrien zusammenzuarbeiten.

Angeblich wollten „die Araber“ sich am Aufbau in Syrien nicht beteiligen, ist immer wieder zu lesen – was einen doch schon verwundert oder stutzig macht. Jedenfalls der emiratische Herrscher ließ anscheinend schon mal verlautbaren, dass man sich im Irak damals am Aufbau nicht beteiligte und dies nun so auch in Syrien zu tun gedenke. Es gehe nicht an, über den Umweg Syrien, derart, den Iran zu stärken.

Nach Angaben der türkischen Regierung seien bereits über 300.000 syrische Flüchtlinge aus der Türkei zurück nach Syrien gezogen. Es ist auch darüber zu lesen, dass diese Rückführungen nicht immer ihren freiwilligen Charakter beibehielten, den das Regime in Ankara betontermaßen von sich gibt. Und: die Vorbereitungen für einen Angriff auf Manbitsch in Nordsyrien sowie den Osten des Euphrats seien abgeschlossen, verkündeten die türkischen Streitkräfte.

Des Weiteren: Noch tönt Erdogan so, als wolle er keine Beziehungen mit Assad aufbauen, auch nicht zukünftig. Letzterer habe über eine Million Muslime auf dem Gewissen.

Die USA sollen weitere 600 Soldaten nach Syrien eingeflogen haben, um den vorgeblichen Abzug besser koordinieren zu können. Ein hoher Militär der Israelis (Aluf Amos Yadlin) stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die USA sowieso nichts gegen die Anwesenheit des Irans in Syrien gemacht hätten. Dafür sei ja wohl Israel da!

Ja, die Russen haben sich vor ungefähr einer Woche in Israel eingefunden, genauer der stellvertretende Außenminister Vershinin sowie der russische Sondergesandte für Syrien. Offenbar wurden die beiden bis zu Netanjahu durchgereicht. Wahrscheinlich will man neu ‚auswürfeln‘, wer was wie tut und erhält, nachdem die US-Amerikaner wirklich die Koffer gepackt haben. Klar doch, die iranische Anwesenheit war gewiss ein Thema – und wir dürfen hoffen, dass die beiden Russen so viel Eier in den Hosen hatten, um das Thema Golan anzusprechen. Bekanntlich okkupiert Israel dieses syrische Gebiet schon seit viel zu lange – verhält sich dort in etwa so okkupant wie in größten Teilen Palästinas!

Jedenfalls hatte der israelische Migrationsminister J. Gallant vorab schon mal erklärt, dass es ja einen gemeinsamen Plan und Interessen mit Russland gäbe, um Teheran endgültig von der syrischen Bühne zu fegen. Daran zu glauben, fällt uns hier allerdings schwer, auch wenn vermeldet wurde, dass der Vorsitzende des iranischen Parlamentskomitees für nationale Sicherheit und Außenpolitik, Herr Heschmatollah Falahapescheh, Russland vorgeworfen haben soll vor knapp einer Woche, bei israelischen Angriffen auf iranische Stellungen in Syrien das Luftabwehrsystem S-300 absichtlich abgestellt zu haben.

Ansonsten: Die Iraner sollen Angaben zufolge noch immer damit beschäftigt sein im Osten Syriens, genauer in der Provinz Deir az Zor, ausgerechnet Namen von Moscheen zu ändern. Auch hat der russische Außenminister S. Lawrow Tunesien, Algerien und Marokko aufgefordert, sich für eine Wiederaufnahme Syriens in der Arabischen Liga einzusetzen.

Und zuletzt:

Das Außenministerium des Assad-Regimes erklärte, dass die Vereinbarung von Adana aktiviert werden könnte, wenn die Türkei damit aufhört, den islamistischen Terrorismus zu unterstützen und ihre Truppen aus Syrien endlich abzöge. Der Sprecher Putins erklärte, dass die Präsenz der türkischen Truppen in Syrien im Rahmen der 1998 unterzeichneten Vereinbarung von Adana legitim ist. Die Gewährung territorialer Autonomie für Kurden werde darin abgelehnt. Die territoriale Integrität Syriens dürfe indes nicht gefährdet werden!

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Lavrov und die OSZE

KLEINBASEL IM AUSNAHMEZUSTAND

So, die OSZE in Basel ist zu Ende. Herr Burkhalter, das ist die Schweiz, wurde von wahrscheinlich allen Beteiligten in den Himmel gelobt. Dennoch war es ziemlich nervig, dass die Ukraine derart massiv im Mittelpunkt stand. Wo die Türkei ja doch auch einiges zu bieten hätte. Eine türkische Journalistin fand das dem jedenfalls so sei. Das Essen im japanischen Restaurant war auch nicht empfehlenswert: jeden Tag Nudeln. Das Rivella hat es vielleicht herausgerissen, die Enttäuschung. Weil das wurde bislang immer abgelehnt, da davon ausgegangen wurde, dass es so süßes Zeug ist. Doch war gar nicht so schlecht.

Die Tonaufnahmen sind nicht so besonders. Doch Herr Lavrov soll wiedergegeben werden, da ja eh alle die Positionen Steinmeiers kennen – dessen Rede gar nicht so schlimm war. Wer wirklich gut war, war der bosnische Botschafter, der aber leider nicht aufgezeichnet wurde – weil so etwas hatte man dann doch nicht erwartet. Mal sehen, ob der rumänische Beitrag noch hochgeladen werden kann. Herr Burkhalter ist leider auch durch die Lappen gegangen und viele andere.

Was die OSZE-Ministerkonferenz gebracht haben soll, kann vielleicht so abgerundet werden: alle beschwören, die Verträge von Minsk müssten endlich umgesetzt werden. Warum es dann nicht getan wird? Diese Antwort bleiben wir schuldig.

Der erste Link soll also dem rumänischen Beitrag gegeben werden. Das ist im Groben und Ganzen die westliche Argumentation. Sie hat aber etwas mehr Info, als die Rede von Außenminister Steinmeier. Der Link danach ist dann der zu Herrn Lavrov, dem russischen Außenminister, der am letzten Tag Rede und Antwort stand, was hier allerdings nicht zu hören sein wird. Es geht um seine Rede vom 4. Dezember, von gestern.

Verzeihen Sie die Tonqualität – die Nebengeräusche etc. Danke!

der Rumäne: https://myspace.com/webskip/music/songs?sid=96454187

der Russe: https://myspace.com/webskip/music/songs?sid=96454179

Wundern Sie sich nicht. Doch es ist Ende Jahr. Und immer dann ändert sich das Bild der Webseite. So auch dieses Mal.

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Syrien Mitte Januar 2012

In der Region Homs kam es zum Einsatz schwerer Waffen, und zwar in der Stadt Qusair. Die Sichheitsoperationen der Regierung werden auch in Dair az Zur weiterverfolgt. Schade ist, finden wir, was Fuad Aliko, ein Mitglied der kurdischen Yetiki-Partei Syriens schildert, nämlich, dass der so genannte Nationale Widerstand den Kurden in einer eventuell neu-ausgearbeiteten Verfassung, die anstehen dürfte wenn Assad gefallen ist, nicht eingestehen will, darin als ein (wesentlicher) Bestandteil der syrischen Nation aufgeführt zu werden. Wenn dem so ist, kann das angeblich angestrebte Konzept des Nationalen Widerstands, ein pluralistisch parlamentarisch demokratischer Staat, der gegründet werden soll, bereits jetzt schon eine Fars genannt werden. Wenn den Kurden nämlich erneut keine nationalen Rechte garantiert werden, dürfte darüber hinausgehend die Frage der Stellung der christlichen und anderen Minderheiten durchaus als zukünftig fraglich beantwortet werden müssen, finden wir. Das wäre somit die schlechte Nachricht, die wir hätten, bezüglich dem Widerstand in Syrien als Regierende in Zukunft.

 

Regierungssoldaten sollen sich indes an der libanesischen Grenze nach heftigen Gefechten mit den Aufständischen auf eine Art Waffenstillstand geeinigt haben, sagt Kamal Labwani. Die Hisbullah war so frei, Bomben per Rakete aus dem Libanon ins Gefecht zu schicken. Von den Minaretten der umkämpften und derart beschossenen Stadt Zabadani kann diese Waffenstillstands-Nachricht offenbar auch gehört werden. Die Aufständischen haben es eventuell erstmalig geschafft, dass die Assad-Regierung mit ihnen in Verhandlungen treten musste.

Die Oppositionellen Syriens fordern neuerdings vom UN-Sicherheitsrat eine Resolution, welche zum Einsatz militärischer Gewalt gegen das Assad-Regime ermächtigt (§7). Nahe der Grenze zur Türkei ist ein Hoher Militärrat angedacht, um auf politischer Ebene und vor Ort besser operieren zu können. Nichtsdestotrotz hat das Assad-Regime inzwischen sogar eine zweite Oppositionspartei zugelassen – versteht sich, von Assads Gnaden. Sie nennt sich Syrische Demokratische Partei. Die andere, die vor kurzem ins Leben gerufen wurde, heißt Solidaritätspartei.

Brigadegeneral Mustafa asch-Scheich hehauptet in der ägyptischen Presse, es gäbe inzwischen über 3000 desertierte Militäroffiziere, die im Sednaya-Gefängnis festgehalten würden. Sie weigerten sich auf Zivilisten zu schießen. Auch asch-Scheich ist ein Deserteur aus der syrischen Armee. Er sagt, das Regime und seine Armee führten den Vorwand zu Felde, dass all Das zum Schutz des Widerstands für Palästina geschehe. Eine sofortige miitärische Intervention der internationalen Gemeinschaft sei von Nöten, sagt asch Scheich – und zwar sofort. Asch-Scheich verweist hier auf den Einsatz der internationalen Gemeinschaft damals im Kosovo. Auch König Abdullah II von Jordanien ist der Meinung, dass es ohne eine Intervention nicht gehen wird, Assad los zu werden. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, wie auch der ehemalige Ministerpräsident des Libanon, Saad Hariri, finden, dass eine Militärintervention geradezu zwingend sei.

Scheich Nawaf Baschir, Führer des Baqqara-Stammes von Dair az Zur soll in die Türkei geflüchtet sein (über 1 Million Anhänger). Der syrische Parlamentarier Imad Ghaliun unterrichtete den Fernsehsender Al Arabiya darüber, dass er sich der Oppositionsbewegung angeschlossen habe. Er habe Beweise für massive Korruption im Staate. Viele Parlamentarier Syriens sympatisierten mit dem Aufstand, ließ er wissen. Alle Parlamentarier Syriens haben ein Ausreiseverbot erhalten von Assad. Auch Muhammad Habasch, ein weiterer Paralamentarier, soll sich abgesetzt haben, und zwar nach Dubai. Der Büroleiter des Großmufti, as Said, sagte Al Jazeera, er habe sich von Assad getrennt. Er beschimpft den Großmufti, ein Mörder zu sein. Noch mehr Leute in dessen Umkreis, sagt as Said, werden dem Regime demnächst den Rücken kehren. Der Großmufti indessen dementiert, dass as Said je für ihn gearbeitet habe.

Der russische Außenminister Lawrow ließ bereits verlautbaren, dass er einen militärischen Einsatz der internationalen Gemeinschaft in Syrien von Grund auf ablehne, wie auch etwaige Sanktionen. Er fordert statt dessen, dass Waffenlieferungen an die Aufständischen unverzüglich eingestellt werden. Verwundern tut uns hier, dass die Waffenlieferung (60 Tonnen), die kürzlich von Südzypern nach Syrien, Tartus, gelangte (siehe unseren Artikel vor diesem), nirgends in der Presse thematisiert wird und nicht vom Bruch des verhängten Waffenembargos durch Nikosia nirgendwo im Norden Europas die Rede ist. Hingegen wird der Iran beschuldigt, dieses Embarge gebrochen zu haben. Der Verstoß sei dem Sicherheitsrat gemeldet worden, wie ein Sprecher des fränzösischen Außenministeriums wissen ließ. Jedenfalls ist sich Hugo Chavez mit Moskau darüber einig, dass die Souveränitat und territoriale Integrität Syriens gewahrt werden müsse – wie auch die des Irans. Ein Sprecher des syrischen Außenministerium hat verkündet, es wäre bedauerlich, wenn arabisches Blut in Syrien geopfert werden müsse. Diese Stellungnahme bezieht sich allerdings auf den Vorschlag Qatars, Kampf-Truppen nach Syrien zu versenden. Unterdessen werden innerhalb Syriens Stromkraftwerke, Pipelines und Eisnbahnstrecken demoliert, beklagt Imad Khumais, der Energie-Minister Syriens.

 

Syrische Oppositionelle unter Bourhan Ghaliun sind in Holland zu Gesprächen mit Uri Rosenthal, dem Außenminister der Niederlande, eingetroffen. Dass angeblich Millionen von Syrern die Rede Assads an der Omayyaden Moschee am 11.01.12 verfolgt haben sollen, wie in den offiziellen syrischen Medien berichtet wurde, widerlegt ein Video, welches ein syrischer Journalist von einem benachbarten Dach gedreht hatte und ins Internet stellte. Said ad Dairki ist dafür nun im Knast gelandet und wir wissen dank seines Videos, dass es wohl nur ein paar Tausend waren, die Assad an der Omayyaden Moschee zuhörten.

In Aussicht steht, der inhaftierte Journalist Dairki möge sich noch etwas gedulden, dass Beobachter der Arabischen Liga zukünfitg vom Hochkommisariat für Menschenrechte ausgebildet werden sollen für derartige Aktionen, wie sie sie gerade in Syrien durchführen. Demonstranten im syrischen Kurdistan, in Qamischli, beschwerten sich indes, dass die Beobachter der Arabischen Liga in ihren Hotels geblieben seien und sich den Protest der Bevölkerung vor Ort gar nicht angesehen haben. Es wird vermutet, dass sie mit Geschenken von Seiten der Regierung zufrieden gestellt wurden.

Währenddessen kreuzt anscheinend ein deutsches Spionageschiff vor der syrischen Küste. So geheim geschieht dass, das sogar der Bundestag davon nicht Kenntnis haben soll, schreibt die regierungsnahe Vatan am 17.03. auf Seite 3.

Assad kündigte kürzlich gleich 3 stellvertretenden Verteidigungsministern, und zwar per Gesetzerlass Nr. 513 vom 29.12.2011. Desweiteren erließ er bereits am 15.01.12 eine Generalamnestie. Alle Aufständischen sollen demnach straffrei ausgehen. Die Amnestie gilt für Vergehen im Zeitraum vom 15.03.11 bis zum 15.01.12. Ganz still und heimlich wurden 15 Kinder verhaftet währenddessen, die anti-Assad-Parolen in der Stadt Idlib riefen. Beruhigend ist da wohl, dass Assad vor hat, ein neues Kabinett zu bilden. Er sagt, er reagiere derart auf neue politische Strömungen im Lande. Die Sprecherin des oppositionellen syrischen Nationalrats, Qadmani, sagte in Istanbul, dass Assad.Regime brökle inzwischen dort, wo es am Schwächsten sei und das sei die Baath-Partei. Sie begründet ihre Stellungnahme damit, dass die Baath-Partei von Assad entmachtet worden sei. Sodann stellt Qadmani in Aussicht, dass nach dem die Baath-Partei weggebrökelt sein wird, die Regierung Syriens selbst an der Reihe sei. Ganz zum Schluss, vermutet sie, wird es den vielen syrischen Geheimdiensten an den Kragen gehen. Der russische Sicherheitsratschef warf der NATO und einigen arabischen Regierungen vor, auf einen Militärkonflikt in Syrien mutwillig zuzusteuern. Patruschew zufolge habe die Türkei im Verbund mit den USA bereits einige Szenarien durchgespielt – siehe Flugverbotszone damals in Libyien. China lehnt eine so genante Internationalisierung des Konflikts strikt ab.

Der französiche Journalist, Gilles Jacquier, der in Syrien, Homs, umgekommen ist, scheint gezielt ermordert worden zu sein von syrischen Sicherheitskräften, wie in der schwezerischen Sendung “Rundschau” zu vernehmen war.

Die Assad-Rede brachte nicht viel Neues, fanden wir. Der Teil der Rede zum Arabismus indes, vermuten wir, wird Islamwissenschaftler und Orientalisten gewiss noch eine Weile beschäftigen. Hier ein Auszug dazu:

… Arab Countries Are Not the Same in Their Policies towards Syria Here comes the foreign role after they failed in all attempts; there was no choice but the foreign intervention. When we say foreign, it usually comes to our minds that it is the foreign outside. Unfortunately, this foreign outside has become a mix of Arab and foreign, and sometimes, in many cases, this Arab part is more hostile and worse than the foreign one. I do not want to generalize; the image is not that bleak because Arab countries are not the same in their policies. There are countries which tried during this stage to play a morally objective role towards what is happening in Syria. In contrast, there are countries that basically do not care about what is happening in general. I mean they stand on the fence in most cases, and there are countries that carry out what they are asked to do. What is strange is that some Arab officials are with us in heart and against us in politics. When we ask for clarifications, it is said or the official says I am with you, but there are external pressures. I mean this is a semi-official declaration of losing sovereignty. It is not a surprise that the countries will one day link their policies to the policies of foreign countries just like linking local currency to foreign currencies, and thus giving away sovereignty becomes a sovereign matter. The truth is that this is the peak of deterioration for the Arab situation, but any

deterioration always precedes a renaissance; when we move from the first independence which is the first liberation of land from occupation to the second independence which is the independence of the will. We will reach this independence when Arab peoples take the lead in the Arab world in general. This is because the official policies we see do not utterly reflect what we see on the public arenas in the Arab world. We do not see this Arab role, which we have suddenly seen now, when there is a crisis or a dilemma in an Arab country. In contrast, we see it in its best forms when there is trouble in a foreign country or a superpower. Saving that state from its crisis is often at the expense of another state or at the expense of Arab states, and often through the destruction of an Arab country. This is what happened in Iraq and this is what happened in Libya, and this is what we see now in the Arab role towards Syria. After they failed in the Security Council when they could not convince the world of their lies, there was a need for an Arab cover and a need for having an Arab platform. Here comes this initiative. The truth of this initiative and the monitors‘ issue is that I am the one who proposed this issue in my meeting with the Arab League delegation a few months ago. We said since the international organizations came to Syria, reviewed the facts and they got a positive reaction at least through reviewing things – we do not say things are all positive; they see positive and negative things and we do not want more than knowing the truth as it is – it is more worthy of the Arabs to send a delegation to see what is happening in Syria. Of course, there was not any interest in this proposal put forward by Syria, but suddenly after several months, we see that this topic became the focus of global attention. It was not sudden attention towards what we put forward at all, but because the scheme has started from the outside under this title. In all cases we continued dialogue with various parties and the Foreign Minister spoke in his press conferences on details I will not repeat here. We were focusing on one thing only which is the sovereignty of Syria. We were considering that the Arab citizen, the Arab official or the Arab observer has feelings towards us; I mean we remain Arabs who sympathize with each other no matter how bad the Arab situation is. Why they started the Arab initiative? The same countries that claim concern for the Syrian people were initially advising us to reform. Of course, these countries do not have the least knowledge of democracy and have no heritage in this area, but they were thinking that we will not be moving towards reform and there will be a title for these countries to use internationally that there is a conflict inside Syria between a state that does not want reform and the people who want reform, freedom or the like. When we started reform, this thing was confusing for them, thus they shifted to the issue of the Arab League or the Arab initiative. The truth is that if we are to follow these countries, which give us advice, we have to go backward at least a century and a half. What happened a century and a half ago? We were part of the Ottoman Empire and we had the first parliament which we are concerned with in one way or another. The first parliament was opened in the year / 1877 / and if we put this aside, the first parliament in Syria was in 1919; this means less than a century ago. Therefore, imagine these countries that want to advise us about democracy! Where were these countries at that time? Their status is like the status of a smoking doctor who advises the patient to quit smoking while putting a cigarette in his mouth.

Eventually, outrage of the Arab or public reaction in Syria towards the issue of the Arab League was the result. In fact, I was not angry; why to get angry with someone who does not know his decision. If someone attacks us with a knife, we defend ourselves not by struggling with the knife but with the person. The knife is just a tool. Our struggle is not with these people but against those who stand behind them. The public reaction was outrage, indignation and surprise; why did not the Arabs stand with Syria rather than standing against Syria? I ask a question: when did they stand with Syria?! I will not go back far in the past, but let us just talk about the past few years. Let us start by the war on Iraq, after the invasion, when Syria was threatened with bombing and invasion. Who stood with Syria in 2005 when they exploited the assassination of Hariri? Who stood alongside Syria in 2006? Who supported our positions against the Israeli aggression on Lebanon in 2008? Who supported us in the IAEA in relation to the alleged nuclear file? Arab states vote against us. These facts may be unknown to many citizens. That is why we need to explain everything in these junctures and situations. Recently, Arab states voted against Syria with regard to the Human Rights issue. In contrast, some non-Arab countries stand with Syria. That is why we should not be surprised. I mean we should not be surprised with the Arab League status because it is just a reflection of the Arab situation. The Arab League is a mirror of our situation. The Arab League mirrors our current miserable situation. If it has failed in over six decades in taking a position in the Arab interest, why are we surprised today if the general context is the same and hasn’t changed except in the sense that it is pushing the Arab condition from bad to worse and in that what was happening in secret is now happening in public under the slogan of the nation’s interest. Has the Arab league actually gained independence for its states, and consequently for itself? Has it ever implemented its decisions and removed the dust off its files and achieved only a fragment of the aspirations of the Arab peoples? Or has it contributed directly to sowing the seeds of sedition and disunity? Has it respected its charter and

defended its member states whose land, or the rights of whose peoples, have been violated? Has it returned one olive tree uprooted by Israel or prevented the demolition of one Palestinian house in occupied Arab Palestine? Has it been able to prevent the partition of Sudan or prevent the killing of over a million Iraqis or feed a single starved Somali? Today, we are not in the process of attacking the Arab League because we are part of it, although we are in the age of decadence. Nor am I talking about the Arab league because it or the Arab states have taken a decision to suspend Syria’s membership in it. This does not concern us in the least. I am talking about it because I have noticed the extent of popular frustration which we need to put in its natural context. The Arab League has been doomed for a long time. When we used to sit in Arab summits listening to criticism and denunciation whose echo reverberated in conference halls, we used to talk about this candidly, as Arab officials; some felt ashamed and some behaved as if it was no concern of theirs. So, being out of the Arab League, or suspending Syria’s membership, and all this talk is not the issue. The issue is who wins and who loses. Does Syria or the Arab League lose? For us, we and the Arab states are losing as long as the Arab condition is bad. This is a chronic situation, nothing new in it, and there are no winners. We have been working for years to minimize the losses because it is not possible to win. But suspending Syria’s membership raises a question: can the body live without a heart? Who said that Syria is the throbbing heart of Arabism? It wasn’t a Syrian, it was President Abdul Naser, and this is still true. Many Arabs have the same conviction. For Syria Arabism is not a slogan, it is a practice. Who offered, more than Syria, and is still offering and paying the price? Who, more than Syria, has offered to the Palestinian cause in particular? Who, more than Syria, has given to the process of Arabizing culture and education everywhere, in the mass media? Syria is quite strict about Arabization, particularly in school curricula. Who has offered more to Arabism and to Arabization and insisted on Arab culture in their school curricula more than Syria does in its schools and universities. The issue for us is not a slogan. If some countries seek to suspend our Arabism in the League, we say to them that they are suspending the Arab identity of the League itself. They cannot suspend Syria’s Arab identity. On the contrary, the League without Syria suspends its own Arab identity. Arab League without Syria Means Suspending Arabism If some believe they can get us out of the League, they cannot get us out of our Arab identity, because the Arab identity is not a political decision. It is heritage and history. Those countries, which you know, have not acquired, and will not acquire, the Arab identity. If they believe that with money they can buy some geography and rent and import some history, we tell them that money does not make nations or create civilizations. Consequently, and as I heard from many Syrians, and I agree with them on this point, maybe in our present condition we are freer in exercising our real and pure Arabism which Syrians have been the best to express throughout history. That is why we say that with this attempt they don’t focus on getting Syria out of the League, but rather on suspending Arabism itself so that it becomes an Arab League only in name. It will no longer be a league – bringing people together – or Arab. It will be a mock-Arab body in order to be in line with their policies and the role they are playing

on the Arab arena. Otherwise, how can we explain this unprecedented and unreasonable tact with the Zionist enemy in everything it does and this decisiveness and toughness with Syria? We have been trying for years to activate the Israel-boycott office; and we have been receiving excuses of the type that this is no longer acceptable; but, within a few weeks, they activate a boycott against Syria. This means that their objective is replacing Syria with Israel. This is only a pattern; and we are not naïve. We have known this Arab condition for a very long time. We have not clung to illusions. By showing our patience regarding these practices, before and during this crisis, we wanted to prove to all those who have their doubts about the bad intentions, wrapped in beautiful and ornamented language, that their intentions are bad and their objectives are vile. I think now this has become abundantly clear to most people. We Shall Never Close the Door to Any Arab Endeavor As Long As It Respects Our Sovereignty, the Independence of Our Decision and the Unity of Our People We realize all that. But based on our genuine Arab character, and our desire to restore the original idea of the Arab League, in which we are supported by some sisterly countries keen on making the Arab League a truly collective and Arab body, we haven’t closed the doors to any solution or proposal; and we shall never close the door to any Arab endeavor as long as it respects our sovereignty, the independence of our decision and the unity of our people. All these negative accumulations on the Arab arena, throughout decades, in addition to the current situation, led some of our citizens to take their anger out on Arabism which has been wrongly confused with the Arab League or the performance of some pseudo-Arabs to the extent that they denounced it. Brothers and sisters, The social structure of the Arab world, with its large diversity, is based on two strong and integrated pillars: Arabism and Islam. Both of them are great, rich and vital. Consequently, we cannot blame them for the wrong human practices. Furthermore, the Muslim and Christian diversity in our country is a major pillar of our Arabism and a foundation of our strength. When we get angry with Arabism or abandon it because of what some have done on this wide Arab arena we commit a gross injustice. As we have refused to generalize the mistakes done by some officials to the whole country, we shouldn’t generalize the mistakes of some pseudo-Arabs to Arabism. What we are doing now is similar to what the west did against Islam in the wake of 9/11. We say that there is a great religion – Islam, and there are terrorists taking cover under Islam. Who should we banish: religion or terrorism? Do we denounce religion or terrorists? Do we fight those who trade in Islam or fight terrorism? The answer is clear: It is not the fault of Islam when there are terrorists who take cover under the mantle of Islam. Christianity is a religion of love and peace. What is the fault of Christianity in the wars waged under its name and in the crimes committed in the heart of America or in European countries by people who claim to be committed to Christian values? The same applies to Arabism. We should not link it to what some pseudo-Arabs are doing; otherwise we head towards the greatest sin. There are things which have existed through a historical process and we cannot respond to them by an act or a decision. These things didn’t take place through a decision. There is a historical context and there is a divine will behind religions and nationality which we cannot face through reaction. The first reaction was proposing the “Syria first” concept. It is natural to put Syria first. Every person belongs to his country first and foremost. One’s homeland cannot be in the second, third or fourth place; but the context in which this concept was made was isolationist – only Syria. Every person belongs first to his city more than to other cities. He is naturally connected to it. Everyone likes the village he grew up in more than other villages, but this doesn’t prevent one from being patriotic and like the whole of the homeland. Being Syrian doesn’t prevent us from being Arabs; and being Arab doesn’t create any contradiction between our Arab and Syrian identities. That is why we should stress that point, that the relationship between Arabism and patriotism is a close and vital one for the future, for our interests and for everything. It is not about romanticism or principles. It is about interests too. If we separate this fact from reaction, we should always know that Arabism is an identity not a membership. Arabism is an identity given by history not a certificate given by an organization. Arabism is an honor that characterizes Arab peoples not a stigma carried by some pseudo-Arabs on the Arab or world political stage. Some might wonder about all this talk about Arabism and Arabs while in Syria there are only Arabs. My response is: who said that we are talking about an Arab race? Had Arabism been only the Arab race, we wouldn’t have had much to be proud of. The last thing in Arabism is race. Arabism is a question of civilization, a question of common interests, common will and common religions. It is about the things which bring about all the different nationalities which live in this place. The strength of this Arabism lies in its diversity not in its isolation and not in its one colordness. Arabism hasn’t been built by the Arabs. Arabism has been built by all those non-Arabs who contributed to building it and those who belong to this rich society in which we live. Its strength lies in its diversity. Had there been a group of non-Arabs who wanted to change their traditions and customs and abandon them, we would oppose them on the grounds that they weaken Arabism. The strength of our Arabism lies in openness, diversity and in showing this diversity not integrating it to look like one component. Arabism has been accused for decades of chauvinism. This is not true. If there are chauvinistic individuals, this doesn’t mean that Arabism is chauvinistic. It is a condition of civilization. All the above will not affect our vision of the internal situation in Syria and how we deal with it. There is no doubt that the current events and their repercussions have posed a huge number of questions and ideas which aim at finding different solutions for the current situation Syria is going through. If it is natural and self evident, but it cannot be positive and effective except when it is based on the importance of facing the problem not running away from it, or when it is based on courage not panic and escaping forward…. .“

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