Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘lettland’

Business in Zypern

Zypern Limassol

Zypern Limassol (Photo credit: Alsterstar)

 

 

Wie
Lettland, Lidl & Co?

 

 

 

 

 

 

Es
gibt Dinge, an die darf gern – so ganz nebenbei – hin und wieder
erinnert werden. Dass Zypern die drittgrößte Insel im Mittelmeer
ist, ist eines dieser Dinge, die der Eine oder die Andere eventuell
bereits vergessen hat. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert,
dass Zypern Europas am weitesten östlich gelegener Ort ist – so
lange die Türkei nicht volles EU-Mitglied ist. Wir könnten nun
sogleich die Diskussion darüber eröffnen, ob die Türkei eigentlich
bereits ein Teil der EU ist, foglich die Stadt Kars in der Türkei
der östlichst gelegene Punkt der EU wäre. Diese Diskussion bleibt
heute aber geschlossen gehalten, soll seine tornadogleichen Energien
in diesem Beitrag nicht entfalten dürfen.

 

 

 

 

 

 

2012-10-19 14.17.29

 

 

 

Viele
von Ihnen haben gewiss schon von der CIPA, der Cyprus Investment
Promotion Agency
, gehört.
Das
sind die
jenigen, die ihr
Brot damit verdienen, Zypern
vorrangig
internationalen
Firmen
derart schmackhaft zu machen, dass sie sich hier niederlassen
und/oder Geld investieren.
Im
zyp
ischen
Fernsehen kommt einem
immer
mal wieder
ein Bericht
unter,
in dem
die einstige Größe
der
Insel
hervorgehoben wird
– als das Nadelöhr der Welt. Ja, und das war Zypern in gewisser
Weise
auch,
zum Beispiel, als Phönizer, Perser, Römer, Griechen, Engländer,
Venezier, Türken etc.
sich
die Insel zuschacherten oder wegen
ihr
die Köpfe einschlugen.
Das
s
ihre
geografische Lage
auch
heute noch gewisse Vorteile
birgt,
zeigt sich
beispielsweise
daran, dass Reedereien
wie
die Colombia,
die
Intership Navigation
oder
die Bernhardt Schulte Shipmanagement Ltd. ihren Hauptsitz hier schon
seit Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre des vergangenen
Jahrhunderts haben.
Dem
e
ntsprechend wurde
im Laufe der Zeit eine Arbeiterschaft herangezogen, die offenbar
zu
recht
als “gut ausgebildet” angepriesen
wird,
jedoch
auch andernorts
in der
Welt
so beurteilt wird.
Die Rede ist
also von
einer “sophisticated
infrastructure”, einer Infrastruktur, die den Erfordernissen der
hart umfochtenen Schiffahrtsbranche Stand hält und
die
Verlegungung des
Hauptsitzes einer Firma nach Zypern
plausibel
erscheinen lässt – vom
ökonomischen Standpunkt her.

 

 

 

 

 

 

Doch
längst nicht allein Schifffahrt, Banken, Versicherungen und
Off-shore-Firmen haben Zypern entdeckt. Es gibt hier durchaus
eventuell zukunftsweisendere
Entwicklungen,
wie die Amdocs eindrücklich aufzeigt, die sich darauf spezialisiert
hat, “Software und Kommunikationsdienste [bereitzustellen]. Die
Firna entwickelt, implementiert und managed Software und Dienste für
Betriebe (BBS), den Zahlungsverkehr und Kundenbeziehungsmanagement,
sowie für Systeme, die den Betriebsablauf (OSS) unterstützen.
Amdocs Kunden kommen traditionell aus dem Bereich der
Telekommunikationsdiensteanbie
ter
wie beispielsweise AT&T, T-Mobile, Voradfone, Telokom und
Mobilkom Austria.

 

 

 

Amdocs
hat etwa 17.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern weltweit. Die
wichtigsten Standorte befinden sich in Kanada, China, Zypern, Indien,
Irland, Israel und in den USA. Die Firmenzentrale befindet sich in
Chesterfield, Missouri, der offizielle Firmensitz liegt aber aus
steuerlichen Gründen auf der britischen Kanalinsel Guernsey”, wird
in Wikipedia geschrieben.

 

 

 

 

 

 

Versteht
sich
daher,
dass hier
sogleich
die Vorteilhaften Geschäftsbedungungen
Zyperns,
die
auch Banken
und Versicherungen
hier
bereithalten, als
Nächstes
Erwähnung
finde
n
und
selbstverständlich
die Doppelbesteuerung;
doch
auch,
dass die Bearbeitung von Anträgen und dergleichen verhältnismäßig
zügig, ohne all zu großen bürokratischen Aufwand, bewerkstelligt
werden k
ann.

 

 

 

Unseres
Wissens divergieren die Daten
und
Einschätzungen
bei
L
etzterem
noch
erheblich. Soll
besagen, es ist nicht immer und für jeden zu erwarten,
seine
Formalitäten in den jeweiligen Behörden
der
Republik Zypern
zügig
erledigt
zu sehen.
Das
triff auch
leider noch
nach dem 27. Juni 2012 zu, wird gesagt,
dem
Tag,
als der Ministerrat
Zyperns den “Fast-Track” Mechanismus (Entscheid Nummer 751/2012)
verabschiedete.

 

 

 

Diesem
Mechanismus zufolge soll der bürokratische Ablauf zum Beispiel bei
Lizensierungen erleichtert und vereinfacht werden. Inwieweit d
as
Fast- Track-Ding
bereits
der herrschenden Krise entgegenwirkt, wird verlässlicher Anfang
nächste
n
Jahr
es
(2014) gesagt
werden können. Jetzt
ist
es noch zu früh,
darüber
Aussagen zu machen, da
die
Messinstrumente
dafür
noch geeicht bzw.
eingestellt werden.

 

 

 

Doch
soviel noch dazu:
Stichwort
beim Fast-Track Mechanismus (FTM) ist
das
“strategische
Investieren”. Drei Anforderungen gibt es für Investoren zu
erfüllen, um FTM-mäßig überhaupt in den B
lickpunkt
zu geraten, ist auf der Webseite der CIPA zu lesen
(http://www.cipa.org.cy/fast-track-mechanism/):
(a) Der
Wert der Investition überschreitet 50 Mill. €,
(b)
kreiert signifikant
permanente Arbeit und
(c)
steht in Verbindung mit
Forschung und Inovation.

 

 

 

 

 

 

Die
CIPA bezeichnet sich als Anlaufstelle für Investoren in Zypern. Die
Anmeldeformulare zum FTM können auf der Webseite der CIPA zwar nicht
ausgefüllt werden, zumindest nicht auf unseren Computern, dafür
aber in ihrer englischen und griechischen Version heruntergeladen
werden.

 

 

 

 

 

 

CIPA,
ist des Weiteren zu lesen, freut sich über “die kürzliche
Veröffentlichung detaillierter Nachforschungen bezüglich Geldwäsche
auf Zypern vonseiten der Firmen Deloitte (Italien) und Moneyval und
hofft, dass sie einen Schlussstrich unter schlechtinformierte
Spekulationen zu diesem Thema ziehen. … . Trotz der umfassenden
Inspektion schlagen beide Berichte vor, dass die standardisierten
Blöcke zum Abfangen von Betrugsdelikten in Zypern – sehr wohl –
funktionieren, und dass die (zyprischen) Banken in hohem Maß den
Erforderlichkeiten, den Regularien und Statuten entsprechen, und in
gewissen Bereichen sogar über das hinausgehen, was in der EU oder im
internationalen Kontext erforderlich wäre.”

 

 

 

2012-10-19 14.17.11

 

 

 

 

 

 

Unsere
Leser werden sich gewiss an den Bericht der Deloitte und Moneyval
erinnern, der in Zypernundmehr-News im Beitrag “die
Untersuchungskommission” am 18.05.13 herauskam. Wir hatten in
Anlehnung an den Bericht von Deloitte und Moneyval davon berichtet,
dass Bankangestellte der Cyprus Bank und der Laiki-Bank ihre Kunden
oft nicht gut genug gekannt haben bei Kreditvergaben – so wie von
anderen bei Banken eher unüblichen Praktiken.

 

 

 

 

 

 

CIPA
streicht auf seiner Webseite in diesen Tagen wohl auch daher
wiederholt heraus, dass Geldwäsche alle Länder betrifft und niemand
wirklich dagegen gefeit ist. Und dass CIPA “völlig bereit ist, ein
wahres Bild bezüglich der Geldwäsche (auf Zypern) zu
kommunizieren.”

 

 

 

 

 

 

Sollte
sich jemand unter unseren
Lesern
Zypern als Hauptsitz ihrer/seiner Firma vorstellen können, empfehlen
wir als Lektüre,
und um
den ersten konkreten Schritt in diese Richtung zu setzen, das
Companies Law (Firmengesetz)
Zyperns
unter folgendem
Link:
http://www.cipa.org.cy/images/media/assetfile/The%20Companies%20Law,%20Cap%20113.pdf.

 

 

 

 

 

 

Zuletzt:
Unter Erfolgsgeschichte (success stories) wird auf der Webseite der
CIPA das deutsche Unternehmen Lidl an oberster Stelle angeführt.

 

 

 

 

 

 

Lidl,
so viel dazu, verkauft Brezeln, überhaupt Brot, dass eigentlich
genau so schmeckt wie in Germany – haargenau!

 

 

 

 

Ist
Zypern auch daher auf dem Weg, ein zweites Lettland zu werden?

 

 

 

 

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: