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51er US-Bundesstaat Zypern?

Ja, gewiss!
Auch der Herr Professor hat seine Mängel und politischen et cetera Interessen.
Doch den Herren Ata Atun vorerst noch etwas anzuführen und daher zu übersetzen, macht durchaus Sinn, weil er immer interessanter wird in der MillȋGazete schreibend.
In die türkisch-zyprischen Blätter könnte sehr wohl auch mal wieder ein Blick geworfen werden, um das, was Herr Professor von sich gibt, zu überprüfen. Da haben Sie recht, sollten Sie so etwas Ähnliches gerade gedacht haben.
Was in den südzyprischen Blättern zu den Entwicklungen in Sachen Wiedervereinigung steht, dazu ist zu sagen: Viele haben bereits den Glauben an ALLES verloren, dass sich Wille zur Vereinigung mit dem anderen Inselteil nennen könnte.
Doch nun, man höre, lese und staune:

‚Schlimmste‘ Befürchtungen, die hier vor Monaten bereits geäußert wurden, könnten gar wahr werden!?
Prof. Dr. Ata Atun schreibt dazu:

„Seitens der USA neue Initiativen

Bezüglich der Lösung des Zypernproblems, richtiger: wegen der Gier der Griechen finden die Extratouren der EU und der USA auf Zypern kein Ende, es kommt und geht [, gemeint ist], „die Herrschaft des Westens erneut zu gründen.
Was geht gerade ab?
Die vorübergehende Sonderbeauftragte der UN für Zypern, Jane Holl Lute, hat, um die Wiedervereinigungsverhandlung erneut beginnen zu können, Schritte unternommen, [die da sind,] dass die USA im Süden Zyperns einen neuen Militärstützpunkt errichten – so viel zu den Treffen [Lute‘s] mit der Regierung aus dem zyprischen Süden. Die USA beabsichtigt einerseits Boden-, Luft- und Marinekräfte vertraglich gestützt zu stationieren auf südzyprischer Seite, andererseits einen unitären griechisch-zyprischen Staat zu gründen [ – hat irgendwie Parallelen mit den Dingen, die zwischen Israel und den Palästinensern anzustehen scheinen]. Den Südzyprern wird [sodann] die Vollmacht erteilt und sich selbst bestellt die USA zum unsichtbaren Teil, der die Insel [aber] führt [, führen wird].
Wirklich sehr klug und genial.
Frau Lute wird vor [der zyprischen] Weihnacht, am 24ten oder 25ten Dezember höchstwahrscheinlich in Zypern eintreffen. Sicher ist, dass die Dame es eilig hat, für Zypern eine Lösung nach dem Gusto der US-Amerikaner zu finden. Wenn sie die Insel betreten wird haben, fehlen noch 15 Monate, bis die Präsidentschaftswahlen im Norden Zyperns sein werden. Es wird wenigsten 3 Monate vor den Wahlen geworben werden. Das heißt, es bleiben ihr noch 12 Monate. In diesen [eben genannten] 3 Monaten können noch heftige Vorfälle passieren oder wichtige Themen aufgeworfen werden, sodass Wiedervereinigungsverhandlungen zu führen, als nutzlos betrachtet werden könnte. Und damit Lute die Hände nicht gebunden sein werden, wird sie aus ihrem Portefeuille Dinge aufziehen, die die Verhandlungen fruchtbar nutzen lassen [werden].
Sie hat 2 wichtige Themen vor sich, die Frau Lute. Eines hat quasi nichts mit ihr zu tun. Sie ist [dennoch] sehr interessiert. Auf ihrer Agenda ist zuvorderst die Errichtung erwähnter Militärbasis und die US-Soldaten juristisch einwandfrei zu stationieren. Das Andere ist, sich Extratouren und Verschleierungstaktiken zu bedienen, bei Bedarf zu drohen und zu erpressen, um die 1960 vereinbarte Garantiemachtstellung der Türkei für Zypern aufzuheben, die in der Verfassung [damals] stand – siehe Vertragsvereinbarung. Das Garantie-Abkommen EKI, Paragraph 4, in dem steht, dass die Türkische Befreiungsarmee legal sich auf Zypern befindet, soll aufgehoben werden und die Armee soll sich zurück in die Türkei ziehen. Dem Letzteren zuzustimmen, dazu sollen die beiden zyprischen Verhandlungspartner geneigt gemacht werden. Sodann werden Verhandlungen erneut ausgemacht, und zwar ohne ein vorgesehenes Ende, ohne kalendarischen Ablauf. Wer auch immer die Wahlen gewinnt [im Norden], wird sie gewinnen – doch wird er/sie gezwungen sein, weiterzumachen, wie es erwartet wird.
Und genau so definiert Frau Lute auch ihren Job hier auf der Insel. Das ist Teil ihrer Mission und Ziele. Sie hat alles bereits Millimeter genau austariert.
Andererseits:
Es widerspricht der Verfassung aus dem Jahr 1960, dass zum Einen neben den Briten nun eine weitere Macht sich eine Basis schafft auf Zypern; und zum Anderen, dass die türkische Freiheitsarmee die Insel zu verlassen haben soll, die hier legal sich aufhält. Bekanntlich sind die Britin in Akrotiri und Dikelya.
Es ist folgendes klar:
Die Südzyprer nutzen ihren Vorteil, in der EU zu sein. Und bevor sie der Türkei einen diplomatischen, dann einen offen Krieg erklären, lehnen sie sich an die USA an [- und schon seit Längerem für alle gut sichtbar an Israel]. Sie beabsichtigen, unter den Fittichen der USA und der EU die Türkei zu attackieren.

Anastasiadis [Präsident Südzyperns] vergaß, richtiger: Seine Stoßgebete wegen der Reaktion Russlands wird er nicht vergessen haben. Dass Moskau diesen militärischen Plänen etwas entgegensetzen wird, ist offensichtlich. Russland wird Zypern destabilisieren, wenn so etwas[, wie das oben Dargelegte,] aufgezogen wird. Es wird sich negativ auswirken, dass die Insel noch mehr Soldaten beheimaten wird. Urheber solcher Pläne sind die USA, wie auch die Nato [Israel dürfte da genauso wie Tsipras in Athen ebenfalls die Hände im Spiel haben]. Unsichere Zeiten stehen an.

Wir erinnern:
Das letzte Wort hatte 1974 nicht etwa Washington, sondern die Sowjetunion – was der Türkei zugutekam. Vor dem Hintergrund, dass sich Geschichte wiederholt, sollte dieser Spruch noch gelten, dann werden die Türkei und Russland am Ende wieder das letzte Wort haben … .“
Hurra, die Amis kommen!
Oder:
Hilfe, die Amis kommen!
Die Russen sind jedenfalls bereits in großer Anzahl auf Zypern: als Geschäftsleute, Reisende etc. Die Israelis auch, nicht nur die Briten. Wenn von Zypern davor die Rede ist, dann sei gesagt, das bezieht sich im gegebenen Kontext auf beide Teile der Insel – Norden, Süden.

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Die Türkische Republik Nordzypern 3

Premierminister Erhürman der Türkischen Republik Nordzypern beklagt, es existierten keine Statistiken, auch keine Studien, die belegten, dass der Norden einen wirklichen Bedarf an 16 Universitäten habe. Auch bezweifelt er die kursierende Zahl Studierender im Norden von in etwa 100.000 für das Semester 2017 – 2018.
In den Universitäten des Nordens von Zypern arbeiten gewissen Angaben zufolge in etwa 4.529 Lehrer und 101.000 Studenten studierten; 55.000 davon sollen aus der Türkei kommen und rund 13.000 Studenten seien Türkischzyprioten.

Die genannten Werte verraten uns schon mal eine zahlenmäßige Dominanz von sogenannten Festlandtürken, die in türkisch-zyprischen Universitäten eingeschrieben sind.

Und ja, das Dominieren einer Sache, wie Sie wahrscheinlich schon ahnten, ist offenbar eines der Themen oder Dinge, die Türken im Allgemeinen und derzeit ganz besonders anscheinend sehr interessieren.
Şener Elcil von der Gewerkschaft KTO hat – vielleicht auch dieses Dominanz-Phänomens wegen – gleich 24 Fragen an das türkische Außenministerium gerichtet, und zwar klugerweise bezüglich Afrin in Syrien – aber gewiss spricht er derart, unausgesprochen sozusagen, die Verhältnisse in Nordzypern an, vermuten wohl nicht wenige.
„Werdet ihr keine türkischen Staatsangehörigkeiten in Afrin verteilen? Werdet ihr keine Bevölkerungsgruppen dorthin oder von dort weg transferieren? Werdet ihr den Plätzen und Straßen von Afrin keine türkischen Namen verpassen? Werdet ihr keine Komitees einrichten, welche das Land der Leute [an andere] verteilt? Werdet ihr Afrin nicht plündern? Werdet ihr die Währung nicht außer Kraft setzen und die Türkische Lira einführen? Werdet ihr keinen Kommandanten berufen, der aus der Türkei kommt und dafür sorgt, dass lokale Polizisten in der Hierarchie nicht aufsteigen? Werdet ihr nicht die schönsten Plätze Afrins euren Unterstützern anbieten?“
Kann also gut sein, dass Herr Elcil das Zitierte so geschrieben oder formuliert hat. Der Zweifel, den Sie hier bereits heraushören, ist darin begründet, dass das obige Zitat Beiträgen dem Press and Information Office des Südens entnommen ist. Weil, hier wird angenommen, dass Herr Elcil wahrscheinlich eine Familie hat. Und sollte er obige Fragen so formuliert und in die Öffentlichkeit entlassen haben, ist nach einer weiteren Bleibe für sich und die Seinigen sich vorsichtshalber schon mal umzusehen, bestens im Süden, wahrscheinlich die Pflicht eines jeden verantwortlich handelnden Familienvaters. Vielleicht gehen ja auch seine Kinder bereits, so er denn welche hat, im Süden zur Schule. Letzteres, dass Kinder aus dem Norden im Süden Schulen besuchen, ist ein gängiges Phänomen unter sogenannt echten Türkischzyprern, vor allen unter jenen, die nicht allzu entfernt von der Grenze in den Süden leben. Das ist dort wirklich sehr populär, wahrscheinlich chic. Politisch eher links zu verortende Türkischzyprer lassen sich vor allem auf diese Möglichkeit ein, auch, um ihre Kinder im international akzeptierten europäischen Teil der Insel europäischen Standards zu unterziehen – und derart wird auch Sorge getragen, dass die Kleinen mehrsprachig aufwachsen, wie es sich heutzutage für weltoffene Menschen gehört, und um Karriere machen zu können etc.

Apropos KTO: Die demonstrierten mal wieder. Diesmal war es vor der Türkischen Botschaft im Norden Zyperns, also in Nord-Nikosia, und das geschah noch Anfang-Mitte des Monats Juli 2018. Demonstrierten, weil Erdogan, wie bereits in Part 1 und 2 dieses Berichts berichtet wurde, ja die Insel besuchen kam. Die fanden es überhaupt nicht amüsant, dass er auch noch – und ausgerechnet – eine Moschee einweihen ging, die wiederum ausgerechnet ebenfalls „Hala Sultan“ getauft wurde, und zwar in einer Gemeinde namens Haspolat. Das Original mit diesem Namen steht nämlich im Süden und ist so etwas wie ein Pilgerort für nicht wenige Muslime in der Welt, da die Tante des Propheten Muhammad sich dort mal temporär aufhielt. Die Moschee in Haspolat/Nordzypern ist immerhin der berühmten Selmiye Moschee der Stadt Edirne/Türkei unweit der griechischen Grenze, genauer in der Region Trakien, nachgebaut worden. 4 Minarette hat sie, 37.000 qm Fläche nimmt sie ein und 6.000 Betende könnten dort gemeinsam beten, wird berichtet. Kostenpunkt: 33 Millionen US-$.
Nicht wenige Gewerkschafter der KTOS finden, von diesem Geld hätten lässig 33 Schulen oder 3 supermoderne Krankenhäuser, wie es das „Famagusta Hospital“ im Norden ist, errichtet werden können.

Wie dem auch sei: Derweil konnte anstatt die „TCG Barbaros“ Fregatte der türkischen Marine im Hafen von Girne bestaunt werden – ziemlich sicher nur von Türkischzyprioten oder Festlandtürken. Nun dann!
Falls Sie nun, verehrte Leserschaft, aus Verlegenheit nicht wissen sollten, was denn sonst noch so im Norden getan werden könnte, zumal sie sich schon auf den Weg begeben haben, die Fregatte zu begutachten, kehren Sie einfach, bestens umgehend, auf ihren Fersen um, bevor man Ihnen sagt, dass Sie den falschen Ausweis besitzen und gehen Sie geradewegs ins neu eröffnete „Limak Cyprus Deluxe Hotel“ in Bafra – welches irgendwo draußen in Karpaz angesiedelt wurde. Schlappe 200 Millionen US-$ hat es gekostet, den Kasten in das schöne Gelände zu stellen. Auch dieses Gelände müsste eigentlich naturgeschützt werden. Ein Teil von Karpaz ist es jedenfalls, oder soll es sein, muss hier fairer Weise gesagt werden, wenn man den Pflanzen und Tieren gerecht werden will. 1.300 Betten und 598 Zimmer warten auf Sie als Tourist. Die „Limak Holding“ hat in der Türkei weitere 8 Hotels in den letzten 23 Jahren errichtet.
Vielleicht wäre diese Verschandelung der Insel, manche finden, es sei Entwicklung, andere es handle sich um eine Verschönerung, ja doch auch ein Thema, welches die neue Zypernbeauftragte der UN, Frau Lute, aufgreifen sollte zur Abwechslung, auch, um ihren Fingerprint derart zu hinterlassen. Wird sie wohl nicht tun, keine Sorge. Die haben in diesen Positionen anscheinend nur Platz für Leute, die genau das tun, was von ihnen erwartet wird irgendwo. Jedenfalls scheint die angesprochene Erwartungshaltung, wenig bis gar nichts mit der zu tun zu haben, die die Leute hier auf Zypern haben – oder haben dürften. Letztere werden noch nicht mal danach gefragt, gilt es zu erkennen.
Vielen Zyprern geht Frau Lute jedenfalls jetzt schon auf den Nerv. Sie sei Geld- und Zeitverschwendung. Denn die Bedingungen, Wiedervereinigungsverhandlungen schon wieder anzufangen, sind ja noch gar nicht, auch nicht annähernd, erfüllt vonseiten des Nordens oder des Südens, wird gemurrt.
Dennoch werden die Verhandlungsführer demnächst wieder auf Einkaufstour geschickt. So, wie vermeldet wird, werden zuerst die Läden in Manhattan gestürmt und dann, nicht vergessen, die Amüsierbuden in Brooklyn, nein, nicht in der Bronx. Guterres hat die Damen und Herren dazu eingeladen, der UN-Präsident. Kurz davor hatte Akıncı noch recht laut vernehmen lassen über die Medien, für ihn habe NICHTS begonnen, als Lute in ihr Amt gehoben wurde und angefangen hatte, beide Seiten vor Kurzem höchst persönlich aufzusuchen.


Welch Überfluss! Insofern ist Überfluss dann vielleicht doch der angebrachteste Terminus zur Beschreibung der Lage. Nicht allein, dass in der UN anscheinend Kohle ohne Ende in Koffern darauf wartet, Politikern und anderen Interessierten hinter her geschmissen zu werden, nein, überflüssig erscheint vor dem Hintergrund dessen, was Akıncı die ganze Zeit über von sich gegeben hat, auch zu sein, dass er die Einladung nach New York – zum Einkaufen – angenommen hat. Weil somit signalisiert er ja, ob er es will oder nicht, dass die Verhandlungen sehr wohl auch für ihn wieder in der üblichen Art und Weise ihren Anfang genommen haben, und hoffentlich nicht genau so üblich enden. Zwar stirbt die Hoffnung meist zuletzt, doch manches Mal, offensichtlich, stirbt sie auch zuerst. Auch Hoffnung bedarf also eines tragbaren Fundaments!
Akıncı indes: „Lute ist nicht als ein Ersatz für den vorherigen Speziellen Abgesandten des UN-Sekretärs Espen Barth Eiden in ihrer jetzigen Position!“ Sie sei nur eine vorübergehende Abgesandte oder Beauftragte, die sich mit den beiden Zyprern, Akıncı und Anastasiadis, getroffen hat, um auszuloten, ob sich da in Sachen Wiedervereinigungsverhandlungen was drehen lässt.
Wir wünschen also erfreuliches Weihnachts-Shopping, gern auch in den bizarrsten Ecken des Central Parks. Jedem das Ihrige, oder jeder das Seinige! Spitzendiplomatie eben.
Zwar haben die Nordzyprer angeblich keine Lust mehr auf „Endlosschleife“ in Sachen Wiedervereinigungsverhandlungen, aber auf Shopping zu verzichten, und dann noch so günstig, verstehen Sie doch, das kann und darf nicht ausgelassen sein!

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