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Wahlen

Wahlen-Märchen!

Ja, es war einmal zur Wahl gestand – ?dähmlich?
Doch, doch, die Sonne, die scheint dennoch täglich hier auf Zypern. Jeden Tag recht heiß und das Ende September. Wie? Sätze ohne Verb sind keine Sätze? Nun, das ist der davor mit dem Wort „Tag“ darin, welcher „recht heiß“ sein soll, nun ausgewählter Weise doch!
Unvollkommen-vollkommen.
So, mit solch einer Art Formel, ließe sich Zypern eigentlich kürzest in Worte fassen. Und wem die nicht passt, der könnte oder kann ja von
vollkommen-unvollkommen
reden – oder so.

So ungefähr sind auch die anstehenden Wahlen auf Zypern einzustufen, oder aber: zur anstehenden Wahl steht den Wählern nichts wirklich Auswählbares zur Wahl.
Ach, was heißt hier: „anstehenden Wahl“ sowieso. Die heiße Wahlperiode ist auf Zypern ja bekanntlich schon seit knapp 2 Monaten unterwegs, also gelebte Wirklichkeit, obgleich die nun wirklich alle Welt bewegende Wahl der Insulaner anscheinend erst im Februar 2018 stattfinden soll – wenn nichts dazwischengerät, was eigentlich selten, wenn nicht gar nie, der Fall ist und war.
Sie, verehrte Leser, haben es bereits gewittert:
Der sogenannte Wahlkampf auf Zypern geht nicht nur MIR, wie man sagt, bereits kräftig auf den Sack. Nur gut, dass niemand dazu gezwungen ist, Zeitungen zu öffnen, Fernsehprogramme sich anzusehen, Wahlveranstaltungen zu besuchen usw. Und all jene, die sich das antun müssen auf dieser Insel, weil sie damit ihr Geld verdienen (wollen), die tun mir hiermit aufrichtig leid. Apropos: Die Inhalte der Wahlkampfreden sind, wie oben bereits getan, leicht mit ein paar Worten ins Bild gesetzt: Schuld sind IMMER die anderen!
Letzteres vereinfacht dem eventuell engagierteren Beobachter seine Beobachtung. Soll heißen: Man muss eigentlich nicht andauernd Zeitung lesen, Veranstaltungen besuchen, Nachrichten im Fernseher sich fortlaufend reinziehen auf Zypern und zum Stand der Dinge, eben, weil ziemlich klar ist, egal was war oder sein wird im griechisch-zyprischen Insulanerdasein: Die Türken sind schuld, und wenn nicht die, was eigentlich gar nicht sein kann, dann eben doch mal die Türkischzyprer, also die echten Türkischzyprer, versteht sich, sind gemeint, also diejenigen, so könnte jemand vermuten oder gar irgendwo gelesen haben, die nur zufällig Türkisch sprechen und eigentlich Griechischzyprer ursprünglich sind oder sein dürften – ganz tief und im Grunde, aber aus historischen und anderen Zusammenhängen die Sprache des Nachbarn, des, ja sagen wir es doch, des Feindes sprechen: Attilanisch, also Türkisch.
Sehen Sie, so einfach kann die Welt sein. Warum die Dinge verkomplizieren? Dieser gewisse „Volksgruppen-Führer“ im Norden, der Herr Akinci genannt wird, stellen Sie sich vor, was der sich einbildet, ja getraut, mit Worten und manches Mal auch mit Seufzern begleitet, in Mikrofone zu entlassen, die bis in den letzten Winkel der Welt zu tönen versuchen. Der Herr Mustafa Akinci, also, der will die schönen Reisen der Verhandlungsführenden in Sachen Wiedervereinigung der zyprischen Insulaner nach Nordamerika und in die Schweiz gefährden. Sagt, er sehe derzeit keinen Handlungsbedarf, die Wiedervereinigungsverhandlungen der Zyprer im UN-Rahmen oder anders weiter zu betreiben.
Na, das werden DIE dem schon noch ausreden können! Schließlich ist ja auch er nicht unbedingt abgeneigt, wird hier zugegebenermaßen nur vermutet, der Weltbühne den wichtigsten Teil der Weltpolitik in all seiner Dramatik abzuspulen: die Zypern-Tragik-Komödie. Der Mustafa ziert sich wohl nur deswegen diese Ausflüge weiterhin mit gespielter Zuversicht vor den staunenden Massen anzupeilen, weil der Herr Erdogan in der Türkei anscheinend die Schnauze von all dem zyprischen Gemache voll hat – und dem Akinci das wohl auch so ähnlich kürzlich bei dessen Rapport in Istanbul gesteckt haben dürfte.
Also nichts mit historischer Größe und schönem Einkaufsbummel 2018.
Die TROIKA, die sich, glaube ich, längst nicht mehr so nennt oder nennen lässt, ist derzeit wieder auf der Insel. Ja, mal wieder! Checken, wo doch nur Erfolgsmeldungen zu hören sind übers zyprische Ökonomische.
Das Bilanzwunder!
Und der Tourismus boomt. So auch der Verkauf von angeblich mit der Hand gehäkelten Tischdeckchen. Aus den Bergen, noch vor dem Troodos-Gebirge, wo die Touristenbusse auf ihrer Tour durchs Inselreich meist auch noch vorbeikutschieren, dorther stammen diese nur auf Zypern so und nicht anders anzutreffenden liebevoll gehäkelten Unikate.
Nun: Wer also welchen Kandidaten bei den Wahlen unterstützt oder unterhakelt, warum und wieso, das kaspern die griechisch-zyprischen Parteien in langen, ganz langen Gesprächsrunden tagtäglich auf allen erdenklichen Kanälen aus, länger als 6 Monate vor dem Wahltermin, der, so scheint es, die Hauptlegitimation ihres Treibens, oder wie man es besser nennen sollte, zu sein scheint, ist.
Da auch ich neuerdings eine Art Fan des griechischen Fernsehsenders „Vouli“ geworden bin, weil zyprische Nachrichten etc. kann mein Geduldsfaden einfach nur noch schwer ertragen, der direkt und stundenlang LIVE aus dem Parlament in Athen ausstrahlt, die tollsten Debatten sage ich Ihnen, schwante mir kürzlich den Letzteren zusehend und hörend, dass Parlamentarier in Zypern solche Auftritte in ihrem Parlament, wo sie ja eigentlich hauptsächlich hingehörten, gar nicht abziehen können, weil sie anscheinend andauernd auf RIK1 oder 2 oder sonst wo mediale Auftritte absolvieren, ja, sogar schon morgens um 07 Uhr sitzen die da gestriegelt und geschniegelt.
Soll also keiner sagen, die würden sich nicht bemühen!
Und ehrlich gesagt verwundert genau das. Also dass es keine Live-Übertragungen aus dem zyprischen Parlament gibt. Die machen doch sonst – mit Verlaub – jeden modischen Schnickschnack gleich mit. Fast jeden. Wahrscheinlich haben die Herr- und Frauschaften des Parlaments zu Nikosia im Vorfeld schon eingesehen, dass der Unmut der Leute durch Direktübertragungen der erwähnten Art nur noch gesteigert werden könnte. Dumm sind sie also nicht!
Summasummarum. Es erhärtet sich folgender Eindruck: Egal, wer das Rennen bei den Wahlen im mehrheitlich griechisch-sprachigen Teil der Insel Zypern machen wird im Februar 2018, ändern wird sich wenig bis gar nichts in Sachen Zypernfrage. Und zuletzt genanntes Phänomen, der Zypernkonflikt, hat man mir und anderen so oft als das aller wichtigste Etwas auf Zypern ins Hirn gemeißelt, ohne dessen Lösung letztlich gar nichts wirklich geht, dass daher in finaler Konsequenz und mit der zuvor getroffenen Einschätzung, es eigentlich wenig Sinn macht, – man höre! – noch näher auf das Gequake im zyprischen Parlament, in den zyprischen Zeitungen oder Fernsehstationen etc., HIER, einzugehen – Komödienstadel plus Trauerspiel plus Minus usw.!
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Da sieht es im Norden des Irak schon etwas anders aus. Überhaupt ein Wunder, dass das Referendum abgehalten werden konnte letzten Sonntag. Ein Staat Kurdistan müsste der Internationalen Gemeinschaft eigentlich wichtig sein. Doch dieser Gemeinschaft fehlt die Weitsicht und der Wille, den kurdischen Konflikt – so wie andere – zu lösen. Letzteres kann nur so verstanden werden, dass derart seit Jahrzehnten dahinschwelende Konflikte (siehe Zypern) geradezu künstlich aufrechterhalten und als politisches Tool gebraucht und missbraucht werden – nicht immer, aber gern immer wieder!
Damit muss sich also auch in der sogenannten Kurdenfrage abgefunden werden.
Bei letzterer ist es allerdings etwas anders gelagert als in der Zypernfrage: Da den Kurden keine Staatlichkeit zuerkannt wird, die ihnen allein schon aus überall im Westen so hoch gehaltenen humanistischen Gründen zustünde, haben sie auch kein wirkliches Recht oder eine juristische Handhabe mit Erfolgsaussicht oder beides, sich und ihre Anliegen in sogenannt internationalen Abkommen etc. genügend abgesichert aufbewahrt zu sehen. Und so können Staaten wie jene, in denen Kurden mehrheitlich leben seit ewigen Gedenken, mit ihnen – mehr oder minder – umspringen wie es gerade passt. Notfalls vergast man einige, massakriert weitere, wirft nicht wenige von ihnen aus ihren angestammten Gebieten etc.
Und die Internationale Gemeinschaft guckt angeblich schockiert zu – und das schon seit Jahrzehnten, länger als ein Jahrhundert.
Humanistisches Schmierentheater der besonderen Art.
Das Geschrei um die Rohinjas in Myanmar wird also bald wieder verstummen, genauso, wie es auch wegen der Kurden schon einige Male in den letzten hundert und mehr Jahren aufkam und wieder verstummte etc. Stichwort Jemen etc.
Was die Kurden also angeht, profitieren ihre Nachbarn davon, dass diese Volksgruppe noch immer nicht genügend Cleverness, scheinbar, entwickelt hat, um sich geeinter auf dem politischen Parkett international darzubieten. Wenig geschickt, stufen viele gewiss auch ein, dass kurdische Führungen sich ausgerechnet, längst nicht alle unter ihnen, Israel als eine Art geheimen Helfer auserkoren haben. Die meisten Syrer, Palästinenser, Iraner, Afghanen, Pakistaner und Iraker dürfte diese nicht geheime-geheime Allianz mehrheitlich wohl nicht begeistern. Und so rührt sich auch selten ein Fingerchen, wenn es mal wieder in Kurdistan rumst.
Kurz: Trotz der Aussicht, dass Kurden sich eventuell viele Jahre gegenseitig die Köpfe einschlagen, wenn ein Staat Kurdistan bestünde, was zwar bedrückend irgendwie ist, gehörte ihnen dennoch die ersehnte Staatlichkeit verpasst. Viele Millionen Euro könnte die Türkei, beispielsweise, dort gewinnbringend investieren und Tausende Tote vermeiden – ihren Ruf in der Welt aufpolieren. Ähnlich sieht es natürlich auch mit dem Iran oder dem Irak aus etc. Man müsste den Kurden ja nicht unbedingt all das Land geben, welches sie einfordern, doch ein Großteil dessen schon. Kerkuk könnte gemeinsam betrieben werden mit den irakischen Arabern – weiterhin. Das kurdische Kirmanschah im Iran eignete sich hervorragend, als landwirtschaftliches Zentrum, welches gemeinsam betrieben werden könnte mit den Mullahs.
Bei solch einer Entwicklung, wie sie im Absatz davor entworfen wird – wenn wir schon von Islam und seinem Wesen und Geist die ganze Zeit hören dürfen in den Medien und als angeführtes Argument –, könnte islamisch orientierten Gesellschaften ihr religiöses Ding besser abgenommen werden, siehe hierzu Erdogan und Co., die Mullahs im Iran, und zwar vor allem von ihren Gesellschaften selbst. Doch auch die christlich-jüdisch verbrämten Europäer und andere gilt es hier kurz zu erwähnen mit ihrem hohen moralischen Anspruch, der zu vielen nur noch als Fassade erscheint – als Werkzeug, um das Gegenteil zu tun.
Eine solche Entwicklung, wie sie oben grob angerissen wurde, machte es dann auch geradezu schon fast unausweichlich, dass auch Tel Aviv reformierter auftritt – schon allein, weil israelisches Knowhow dann um so mehr gefragt sein wird, welches zweifelsohne auf vielen Gebieten besteht. Dass des Weiteren und im Zuge solch einer Entwicklung in Israel selbst ein Verständnis dafür um sich greifen dürfte, dass, beispielsweise, der Bereich zwischen der Westbank und dem Gazastreifen zusammen mit den Palästinensern betrieben werden sollte – on same footage – und dass Palästina, trotz dieses gemeinsam betriebenen Zwischenbereiches, ebenfalls eine Staatlichkeit haben sollte, ist machbar. Man muss es nur wollen. Des Weiteren könnte vereinbart werden, nach dem diese Schritte gesetzt wurden, innerhalb der kommenden 10 Jahre oder so darauf hinzuarbeiten, Palästina und Israel mittelfristig zu einen.
Dass in der Folge auch Zypern zu einer Einigung – endlich – käme, muss hier nicht weiter ausgeführt werden, auch wenn viele Griechischzyprer weiterhin engagiert sein dürften, solch eine Entwicklung zu hintertreiben. Auch nicht gerade wenige Türkischzyprer sind da schwer am Agieren. LEIDER.
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Dass die EU in Katalonien endlich die Klappe aufmachte, noch im Jahr 2017, und Madrid mal gehörig dreinredete, könnte durchaus helfen, die oben beschriebenen Prozesse ETWAS anzustoßen, bestens schon in allernächster Zukunft. Bei der Gelegenheit ist noch zu überlegen, ob denn die Neuerungen in der EU, welche Macron letztlich verlautbarte, gutgeheißen gehören im Sinne des kurzfristigen EU-Gemeinwohles; oder aber ob sie einen EU-Senkflug beförderten, der als Ausweg ein Engagement in Belangen wie jenen in Katalonien etc. unausweichlich machte – und die EU so auf längere Sicht aufmöbelte.
Kurz: Dass die katalonische Erfahrung der EU helfen könnte, eine Richtlinie vorzugeben international, eingesackten Völkern wie den Kurden ENDLICH ihre Staatlichkeit zu verleihen, so, dass dieses Unrecht weltweit aus der Welt geschafft wird; so, dass ALLE mit am Tisch sitzen können, und zwar mit erhobenem Haupt. Und das heißt, dass die UN-Regularien, wie von der Türkei richtigerweise eingefordert, wirklich und endlich geändert gehören. Es kann nicht sein, dass an zuvor erwähntem Tisch lediglich 5 Kasperle sitzen, wo es doch hunderte in dieser Welt sind. Ein neuer, wahrscheinlich mathematischer Modus muss her. Ja, das Zufallsprinzip gehört eingebaut. Zu warten, bis alle Kasperle mal in der UN führend drankommen, ist Hokuspokus. Die erwähnten Fünfe müssen auf 15 weitere Ständige UN-Kasperle erweitert werden und Sechse werden ausgelost, sagen wir, so alle 7 Jahre, so dass es insgesamt 21 Kasperle sind, die alle 7 Jahre ihren Senf abgeben, der möglichst umzusetzen und zu befolgen ist.
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Wahlen in Deutschland 2017 brachten also Nazis im alten und neuen Gewandt hervor, genauer: ins Parlament. Die ersteren, die im alten Gewandt, wird man wohl strafrechtlich verfolgen müssen. Die im neuen Nazi-Look gilt es zu zivilisieren – einzulullen.
Sogar Leuten, von denen man es gar nicht dachte, können der AfD im Parlament zu Berlin etwas abgewinnen, stell ich eher amüsiert fest. Zum Beispiel gibt es aufregende Debatten zu erwarten wegen der AfDler, argumentieren diese Leute, wie jene, die zuweilen in Athens Vouli geführt werden. Somit ist doch schon mal etwas gewonnen! Der Abschied von ARD und ZDF etc. wird wahrscheinlich somit noch mehreren Leuten leichter fallen, eben, da im Reichstag mehr Unterhaltung geboten werden wird.
Viele denken also auch, dass die AfD auch ansonsten eine Chance ist, nötigste Korrekturen im Parlament und im Lande anzubringen – zum Beispiel sollte als erste Maßnahme dringend verhindert werden, dass die Sitze im Parlament zahlenmäßig erweitert werden. Wer braucht mehr, mit Verlaub, Bundestagsabgeornete? Die sollen sich gefälligst strecken oder sonst wie einpassen, und zwar so, wie die Gegebenheiten vor Ort nun mal der vorhandenen Sitze wegen sind. PUNKT. Auch so könnte, beispielsweise, die alteingesessene Garde im Reichstag sich gezwungen sehen, bei all dem Druck von rechts, die Frauen-Karte endlich profunder auszuspielen. Die Flüchtlingskarte anstatt STRAIGHT zu spielen in Parlamentsdebatten, wem es noch nicht aufgefallen sein sollte, erscheint eher als etwas Einfallsloses. Doch! Über die Frauenfrage kann so mancher gemeinsamer Nenner und neue Horizonte im Parlament etc. gewiss gefunden werden – und Beschlüsse müssen nun halt auch mal gefasst werden. Und warum nicht auf diesem Nenner basierend – oder ähnlich? Das Parlament ist ja schließlich nicht nur da, die Belange der gut Betuchten und gut Ausgebildeten im Lande vorrangig zu bedienen – oder der besten Heuchler und Lügner. Die gute Frau der Mittel- und Unterschicht als eine der sozusagen gemeinsamen Ausgangspunkte und Projektionsflächen wünschen wir!
Klasse.
Da kann man sich dann recht gut auf spannende Wendungen und thematische Windungen der Vortragenden im Reichstag Zuhause vor der Kiste sitzend gefreut werden. Umwelt ist natürlich auch ein Thema. Doch es ist viel zu weit, zu ausgefranzt. Schränken wir es daher gleich mal ein: Stromversorgung. Ungefähr so integrativ ist Letzteres als Thema wie das Thema Frauen. Die Stromversorgung und ihre billige und möglichst unproblematische Bereitstellung und Produktion für ALLE ist wirklich ein Fundus, ein Aufhänger, der was bewegen kann. Es darf gespannt gewartet werden, welche Lösungen auf den Tisch kommen, beziehungsweise, angewendet oder umgesetzt werden.
Das Thema Integration von Flüchtlingen ist den Streitenden im Parlament natürlich auch ein Hausgemachtes. Doch bevor die sich darauf festbeißen, empfiehlt sich, dass erneut eine Art Schulreform in Germany durchgezogen und vorher durchdacht wird. Und spätestens hier freut man sich schon richtig, dass die FDP sich ja noch irgendwie profilieren muss – wenn sie denn in Regierung gerät, wovon hier mal ausgegangen wird. Allerdings wäre wenig Verwunderung zu erwarten, wenn Frau Merkel auf Neuwahlen setzt. Sie kann schließlich rechnen. Und dann würde sie ihre nötige Mehrheit ziemlich sicher erhalten, wenn die Türkei zwischenzeitlich keine Flüchtlingsmassen gen Norden wandern lässt oder oder.
Ja, Folgegenerationen mit computertechnischem Sachverstand gehören herangezüchtet in beiden Teilen Deutschlands, die geeint sein sollen. Ja, Generationen von Deutschen gilt es zu bilden, die vermehrt auch über den Erdball hinaus ihre Gedankenwelten und Berechnungen etc. anstellen und/oder fixieren. Denn es ist klarer denn je inzwischen absehbar, dass diese Dimension, angestoßen einst symbolisch mit Sputnik im All herumkurvend, gerade sozusagen jetzt durchbrochen wird – und die EU und ihre Bürger sollten bei dieser Entwicklung UNBEDINGT mit an vorderster Front sein, wenn man schon den Wasserstoff- oder sonst wie umweltfreundlich betriebenen Motor für Verkehrsmittel dabei war und ist zu verpennen.
Von daher ist die FDP wahrscheinlich wirklich erforderlich. So auch in etwa die Linken. Hoffen wir, dass Letztere sich nach Ansicht aller möglichen und unmöglichen Themen in der sich ausbreitenden Wirklichkeit als jene politische Kraft erweisen, die vor allem das Arbeitsrecht menschlich hält – auch das Recht für Tiere etc.
Bei aller Phantasie, die man so braucht, sind die Grünen, Ur-Mütter und Väter des grünen Gedankengutes, nun noch zu erwähnen, doch: Braucht man die noch? Die sind doch so überflüssig, eventuell, wie der Schwanzfortsatz beim Menschen – das Steißbein. Soll heißen: Alle Parteien im deutschen Parlament, doch vor allem ihre Wähler, haben sich schon seit Längerem eine gewisse Greenness oder grünes Profil zu eigen gemacht. So auch die CDU.
Apropos Christenpartei: Mag sich die CDU nicht wirklich mal so wirklich mehr um Moral, Gesetz und dergleichen kümmern in der Republik – Religion? Im Verbund mit Wirtschaft, sollte man meinen, wären die da gut thematisch aufgehoben. Ja genau. Und hier schließt sich, Sie werden verwundert Äuglein reiben, der Kreidekreis. Soll heißen: Die CDU, die braucht das Frauenthema wie der Teufel arme Seelen.
Falls da jemand im Parteienspektrum vergessen wurde, die Piraten und andere und so, macht nichts.
Thematisch sind die Leitlinien nun für die Gewählten, auch hier, klar ausgelegt worden. Die Wahl 2017 war ein Erfolg, eben weil endlich mehr oder minder die meisten Farben im Parlament vertreten sind, die so auf der Straße rumhüpfen!
Also gilt es diesen Schwung nach Brüssel zu tragen und seinen Einfluss dort irgendwie geschickt und nicht allzu plump geltend zu machen, geeignete Partner an Land zu ziehen. Viel Zeit bleibt nicht.
Und einen Fehler sollte man gleich anfänglich schon mal gar nicht tun, Frau Merkel: Den Briten zu viel Zeit, Aufmerksamkeit und Einfluss zu verschaffen. Den Polen, Ungarn und Slowenen etc. ruhig die Option eröffnen, doch aus der Union auszutreten, wenn es ihnen nicht passt. Letzteres, so sieht es nämlich aus, dürfte vielleicht der einzige Hebel sein, der diese Leute zur (kantschen) Vernunft bringt.
Klar doch: Griechenland braucht seine nächste Finanzspritze, so auch bald wieder Zypern, nehmen viele an. Die beiden letzteren Kandidaten gehörten vielleicht wirklich und hoffentlich, auch um das Zusammenwachsen der EU konkreter zu gestalten, schon bald mit einem kleinen Heer von Verwaltern, Beamten, Experten, Beobachtern und Beratern aus Brüssel und von andernorts in der EU entsandt ausgestattet, auch, doch nicht nur, damit sie der anfänglich vorgestellten Entwicklung im benachbarten Kurdistan und vor allem auch in Israel etc. auf ihre Weise stützend beistehen können.
So, das ist das vorläufige Ende dieser Geschicht. Und wenn die Beteiligten dieser Geschicht nicht gestorben sind, dann tun sie gewiss besser jetzt, was hier angedacht – nämlich, dies Politimärchen vollbringen! Und wer nämlich mit „h“ schreibt, ist …, wenn er das so tut, also so, wie EU-Politiken noch zu oft betrieben werden.

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Flucht-Ursache Nummer 1

Vor kurzem trafen sich die politischen Spitzen der Stadt Wien in den einst historischen Sophiensälen. Bekanntlich sind diese Säle vor ein paar Jahren abgebrannt. Solch einen Eindruck, abgebrannt, machten vor allem die Spitzenvertreter der Opposition in der Sendung zur Wahl am 11. Oktober 2015 – dem großen Schlagabtausch. Ihre Argumente gegen die SP geführte Regierung der Stadt waren ein merkwürdiges Gebelle: von politisch braun bis lila, oder so.

Ja, auch in Österreich ist das Thema Nummer eins „die Flüchtlinge“. Dass viele diesem Thema inzwischen überdrüssig sind, verwundert nicht. Die Medien schlagen es nämlich geradezu tot: Quatschen und quatschen und das immer mit den selben Argumenten. Auffällig ist, sei es in Deutschland oder in Wien, dass so gut wie nie das Mutterproblem des Nahen und Mittleren Ostens in diesem Zusammenhang genannt wird: Palästina – Israel.
Die sogenannte Freie Presse schreibt dazu wenig. So ungefähr sieht es auch bei ‚unseren‘ Vertretern ‚unserer‘ politischen Interessen aus. Sind das mehrheitlich überhaupt noch unsere Interessen, die da vertreten werden? Manchmal.
Die Politiker geben zusammen mit Kartellen und sogenannten wirtschaftlich großen Playern in der Welt in etwa vor, was beispielsweise Journalisten mehrheitlich niederschreiben. Im Zusammenhang mit den Flüchtlingen, die Europa derzeit mit meistens jungen, motivierten Menschen fluten, schreiben nur wenige davon, dass der Konflikt, den die Israelis mit ihrer Besatzungspolitik in Palästina betreiben, hauptsächlich für die Flüchtlingsströme letztlich verantwortlich ist. Man muss sich beispielsweise nur die Wasserverteilung in den sogenannten Besetzten Gebieten und dem West-Jordan-Land ansehen. Es geht nicht mehr verlogener als das, was sich Israel dort leistet. Das gute Wasser aus den palästinensischen Gebieten nach Israel und das mehrheitlich minderwertige Wasser limitiert den Palästinensern. Die Auseinandersetzungen am sogenannten Tempelberg in Ostjerusalem sind Ausfluss eben dieser diskriminierenden Politik, so auch neuerdings die palästinensischen Messerstecher, ganz zu schweigen von der frech und ganz offensichtlich betriebenen Ausbreitung von besetztem palästinensischen Land durch sogenannte israelische Siedler.
Die Europäer tragen an all dem eine Mitschuld, weil ihre Politiken gewisse unethische Politiken des Regimes in Tel Aviv stützen. Man ist sogar so dreist, eine (deutsche) Hilfsorganisation vor Ort „Hilfsorganisation“ zu nennen, die diese ungeheuerliche Politik der Israelis (in Sachen Wasserversorgung etc.) sogar stützt. Niemand da, der von Sanktionen gegen Israel auch deswegen spricht.

Die Saudis haben es beispielsweise vor kurzem geschafft, eine Untersuchung ihre eventuell begangenen Kriegsverbrechen im Jemen nicht von einer international besetzten Kommission untersucht zu sehen. Das ist ähnlich unverständlich wie das, was im besetzten Palästina abgeht. Die Außenpolitik der EU, so auch folglich Deutschlands, kann schlichtweg so charakterisiert werden: Sei immer mit dem vermeintlich Stärkeren!

Der BRD-Bevölkerung wird schon seit Längerem eingeredet: Politik kennt keine Freunde, sondern nur das Wahren von Interessen. Wenn dem so ist, darf dann davon ausgegangen werden, dass beispielsweise das Wüten Israels in Palästina ebenso gewünscht ist wie die Auswanderungswelle aus den Gebieten des Nahen und Mittleren Ostens plus der Türkei nach Europa zum Beispiel wegen der anstehenden Vergreisung der Gesellschaften Euopas? Letzteres würde die Aussagen Merkels, dass alle, die in Not sind, kommen können, irgendwie verständlicher machen.
Und jetzt soll es ausgerechnet die Türkei richten, weshalb Frau Merkel wohl dieses Wochenende dorthin fliegen wird. Ausgerechnet zu denjenigen macht sie sich auf den Weg, die einen Teil Zyperns besetzt halten, die einen zukünftigen Despoten auf dem Thron in seinem illegal erbauten Palast in Ankara haben werden, denn alle Zeichen weisen seit Langem darauf hin, dass Recep Tayyip Erdogan genau diese Zielrichtung hat. Mit ihm und seiner Regierungsclique wird bitte sehr was genau verhandelt an diesem Wochenende?
Die jetzige Regierung in Ankara ist eine Übergangsregierung. Nach den Wahlen am 01. November nach der Türkei zu fliegen, machte vielen Vertretern der kurdischen Minderheit in der Türkei mehr Sinn. So muss nämlich befürchtet werden, dass Frau Merkel in der Funktion einer Bundeskanzlerin auch dabei hilft, Erdogans AKP zum Wahlsieg zu verhelfen, die unbedingt alleine regieren soll, damit er endlich das Gesetz ändern kann, um dann als Autokrat seinem dafür gebauten Palast endlich den nötigen ‚Glanz‘ einzuverleiben.
Ankara signalisiert auch daher derzeit so etwas wie mehr Kooperationsbereitschaft, obgleich jeder weiß, dass sich das Blatt nach dem Erdogan als Autokrat inthronisiert wurde, in nahezu jede beliebige Richtung bewegen kann. Sogar in der Zypernfrage zeigt er sich neuerdings zugänglich. Er wird vor oder kurz nach dem Merkelbesuch mit seinem Ministerpräsidenten Davutoglu dort eintreffen. Wer daran glaubt, dass die Besetzung Zyperns demnächst ein Ende finden wird, sei daran erinnert, dass diese Schallplatte seit knapp 8 Jahren nahezu jedes Jahr aufgelegt wird.

Den Staat Israel, welchen die Bundesrepublik womöglich noch so bedingungslos unterstützen wird, wenn bereits der letzte Palästinenser aus Palästina und Israel in Serbien mit den dortigen Grenzern um Durchlass nach Deutschland kämpfen, um als Flüchtlinge hier zu leben, besetzen bekanntlich auch den Golan, der eigentlich zu Syrien gehört. Es wurde im sogenannten Westen fast schon schweigend in Kauf genommen all die Jahre, dass es unter anderem diese Besetzung ist, die das Assad-Regime über eine Generation an der Macht hält. Was Verbrechen an der Menschlichkeit angeht, können sich alle drei genannten Staaten (Türkei, Israel und Syrien) ‚rühmen‘, den Vogel seit den letzten 50 Jahren schon mehrmals abgeschossen zu haben. Der Abschuss erfolgt/e leider oft mit Unterstützung der USA, EU (Deutschland) und Russlands.

Im Verein mit einigen europäischen Staaten, vordringlich Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Russland, plus der transatlantischen USA selbstverständlich, wurde also die bereits zuvor erwähnte Mutter der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten geboren. Dass es zu dieser Geburt kam, hängt in erster Linie mit den Öl und Erdgasvorkommen in der Region zusammen.

Bekanntlich haben sich aus vielleicht so etwas wie Solidarität mit den Palästinensern, zuweilen auch als Art Ableitung dieser Problematik, im Nahen und dem Mittleren Osten und darüber hinaus viele seltsame Konflikte ergeben (Syrien, Irak, Iran und die Türkei gegen die Kurden, die wiederum teilweise mit Israel zusammenarbeiten. Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, Destabilisierung des Libanon und Syriens, Unterdrückung demokratischer Bewegungen in Ägypten, Bürgerkrieg im Jemen, IS und die al Schabab in Somalia und andernorts in Afrika, Bokoharam etc.). Seltsam sind diese Konflikte aufgrund ihrer Natur: Europa, die USA, Russland und China, besonders die drei Ersteren, hinterlassen und hinterließen irgendwie oft ihren Fingerabdruck dabei.

Dass die Kurden und Palästinenser noch immer keine anerkannten Staaten haben (Kurdistan, Palästina), zeigt unter anderem: Die mittelbar und unmittelbar involvierten Staaten der erwähnten Region plus der Türkei, Pakistan, Sudan, Libyen, Katar und Iran etc. spielen leider auch mit gezinkten Karten. Genauer: Für viele steht ihr Interesse an erster Stelle und dann kommt erst mal gar nichts und danach eventuell die Solidarität für Kurden oder Palästinenser. Die beiden zuletzt Genannten haben es sich nicht nehmen lassen in der Vergangenheit, einige taktische Fehler außen- und innenpolitisch zu bauen. Man darf indes nicht vergessen: Es handelt sich um Fehler, die eher in einer Art Verteidigungshaltung begangen wurden und werden. Die Kurden kämpften beispielsweise bitter und hart darum, überhaupt als existierendes Volk anerkannt zu werden und dürfen ihre Sprache neuerdings auf der Straße sprechen, ohne Angst haben zu müssen, deswegen hinter Gitter zu kommen. All das ist noch gar nicht so lange her in der Türkei. In Syrien sind und waren Kurden so was wie Staatenlose, so was wie Palästinenser im eigenen Land, welches Israel besetzt.
Ja, es gibt Israel, aber eben auf ehemalig palästinensischem Land. Um so mehr Frust kam auf, nachdem die palästinensische Führung Israel als Staat anerkannte, als im Gegenzug von Israel noch heute kein Palästina denkbar ist, was mit Einsatz von Waffen und Denkverboten untermauert wird – durchaus über seine Grenzen hinweg Wirkung zeigt.

Es bleibt: Die Ursache der Flucht der Syrer und anderer liegt vorrangig im israelisch – palästinensischen Konflikt, an der Weigerung Israels, den Palästinensern keinen Staat zu erlauben. Und daran ist vordringlich die sogenannte internationale Gemeinschaft mit schuld – noch vordringlicher hat das die USA verschuldet! Zwar ist die Besiedlung Amerikas ‚erfolgreich‘ gelungen, als man die Ureinwohner im wahrsten Sinne des Wortes in ihre Schranken verwies. Doch das ähnlich angelegte Konzept namens Israel greift im Nahen Osten jedoch nicht so, wie es wohl von einigen mal angedacht war. Letzteres, weil es nicht so brutal betrieben werden kann. Es galt nämlich, auf einen gewachsenen Humanismus in der sogenannten westlichen Welt Rücksicht zu nehmen. In wie weit sich diese Rücksichtnahme überlebt hat und ob Wildwest gerade ein Comeback feiert, kann hier nicht eingeschätzt werden.

Der Exodus der syrischen, irakischen, kurdischen etc. Flüchtlinge sollte all jene, die davon schwadronieren, dass sie ausgerechnet alle nach Deutschland kommen wollen, weil Deutschland ein Ort ihrer „Sehnsüchte“ ist, wie zum Beispiel für vielleicht die meisten Deutschen Neuseeland, nicht verwundert durch die Wäsche gucken lassen, wenn diese Flüchtlinge ihre politischen Forderungen für ein freies Palästina, für ein Syrien ohne Assad, für ein Ende der Aufrüstung solch ‚demokratischer‘ Regime wie Saudi Arabien, die Türkei (mit Erdogan als Autokrat) und natürlich Israel auf die Straße gehen werden. Sie könnten uns dann eine Kostprobe dessen abgeben, was die Folgen unserer Demokratien Europas in ihren nah und mittelöstlichen Demokratien bewirken – das Gegenteil von Demokratie nämlich.

Apropos: Wie sie es machen werden, weiß ich noch nicht, doch vor dem Hintergrund der betriebenen Außenpolitik des sogenannten Westens, vordringlich der USA und der BRD, dürfte schon bald die nächste Welle Flüchtlinge sich auf den Weg nach Europa, bevorzugt Deutschland, begeben: aus dem Jemen und Mali. In Mali sollen neuerdings BRD-Soldaten offiziell mitkämpfen.

Die Rede von der Bekämpfung der Fluchtursachen der Flüchtlinge aus Syrien und von andernorts wird so gut wie nie vom Ursprung her benannt – der Konflikt der Israelis mit den Palästinensern.
Dass Palästinenser nun sogar noch mit gezogenen Messern auf Israelis einstechen, wohl wissend, dass sie danach ziemlich sicher ihr Leben verlieren werden und der ‚Besitz‘ ihrer Angehörigen zerstört wird nach der Tat durch israelische Soldaten, müsste uns wirklich zu bedenken geben. In der Regel zerstören sie die Häuser der Eltern des Täters. Das ist eine Art Sippenhaft. Eine Bestrafung ist das, die in Deutschland zu recht als unzulässig angesehen wird, die aber im geschilderten Fall mit neuen U-Booten, noch mehr Waffen und Geschäftchen von der deutschen Regierung sozusagen mitbelohnt wird!?

Was glauben diese Leute im Bundestag eigentlich, warum Deutschland den meisten Flüchtlingen gegenüber nicht in der Schuld stünde, warum die Asylsuchenden aus Syrien nicht nach Deutschland kommen sollten? Wir haben an sie inzwischen ebenso eine Schuld zu zahlen wie einst an Israel. Weil wir den II. Weltkrieg verloren haben und die Konzentrationslager in (ehemalig) Deutschland standen, hatte Israel einen Anspruch. OK. Und was ist mit dem Anspruch der Flüchtlinge, die unserer Waffenexporte und verfehlten Außenpolitiken wegen hier ankommen?

Das Leben der Palästinenser in ihren abgeriegelten Territorien kommt dem in Konzentrationslager der Nationalsozialisten zwar nicht gleich, doch dieses Muster ist irgendwie erkennbar. Es erscheint ganz seltsam zeitlich und räumlich gestreckt. Zwar lässt man gnädiger Weise die Möglichkeit offen, so weit hier bekannt ist, sich für ein Leben im Ausland außerhalb Israels und Palästinas zu entscheiden oder aber still und ‚brav‘ alles zu erdulden. Doch was ist das für ein Leben. In unseren Breitengraden dürfte dieses Leben, welches die Palästinenser in Palästina führen, nur von sehr Wenigen als frei und selbstbestimmt bezeichnet werden!?

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Fragwürdig

oder:

Antwortwürdig?

Wieder zurück in Deutschland erscheint Griechenland, Zypern und wie sie noch alle heißen, doch recht weit entfernt gelegen – und doch so nah. Sogar die Sonne hatte gestern oder vorgestern geschienen im Badischen. Fast fühlte es sich an wie auf Zypern: genau so warm, genau so grün bewachsen, genau so friedvoll. Fehlte eigentlich nur noch das Meer, die zyprische Sprache und Leichtigkeit im Sein, Beton, der an den unglaublichsten Stellen hervorwachsen darf, Fisch, der immer mehr aus Fischfarmen stammt, die vor der Küste gelegen mit eventuell fragwürdigen Methoden geführt werden.

Mit fragwürdigen Methoden, behaupten nicht wenige, werden auch die Verhandlungen in Brüssel geführt, und zwar auch im Falle GRIECHENLAND. Auf Zypern kamen noch letzte Woche relativ viele Beiträge in Umlauf, die einforderten, dass Nikosia endlich aufhört, Liebkind in Berlin und Brüssel zu machen – und sich endlich seiner hellenistischen Stärke und Stolz erinnere anstatt. Letzteres ist allerdings recht fragwürdigen Bestands. Bekanntlich hat so manche historisch verbriefte Überlieferung dennoch ihre Märchenseite.

Nun, in Sachen Selbsterhöhung sind und waren nicht nur die Griechen oder Zyprer gut. Die Deutschen wissen und erinnern sogar noch, wo solche hohen Tiefen enden können. Insofern ist spannend, in der EU zu beobachten, wie diese unterschiedlichen Positionierungen in ihr aufeinander treffen. Ob diese Positions-Auseinandersetzung dem europäischen Projekt hilfreich ist, darf durchaus mit JA beantwortet werden. Es hat angeblich die Franzosen und Deutschen wieder zueinander getrieben und Angelikas Kopf an Francoise Schulter lehnen lassen. Ein Bild für polit-historische Ewigkeit – auch wegen der Ukraine, und natürlich wegen Griechenland, wegen dem Geld sowieso.
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Irgendwie fühlt es sich gut an zu wissen, dass Berlin und Paris wieder besser miteinander können – hier im Dreiländereck allemal. Es verleitet, trotz Terrorismus und eventuell unangenehmen Kontrollen, vielleicht doch mal wieder nach Mullhouse zu fahren, nach Colmar oder gar Straßburg. In Sachen erzeugter Unsicherheit, die durch die vielen Konflikte und Störfälle in der Welt schon fast unerträglich aufs Gemüt schlagen, birgt die zuvor erwähnte Versöhnung der Ehepartner Deutschland und Frankreich eine gewisse nervliche Entspannung, die der durch Nachrichten überfütterte Bürger dringend braucht. Insofern, ist zu vermuten, würde sich die von Konflikten gehetzte Psyche der Europäer wohl auch mit dem Geringsten abgeben bei den Verhandlungen mit den Griechen: der Gewissheit, letztendlich für Friede, Freude und Eierkuchen bezahlen zu dürfen.

Klar, die Frage, die wahrscheinlich meisten nicht gestellt wird im zuvor bezeichneten Fall, ist: wer bezahlt die Zeche auch noch? Unser Frieden in West-Europa, der kostet was? Man blicke nur Richtung Süden und neuerdings auch nach Osten: Ukraine, Syrien, Libyen, Mali, Libanon, Afghanistan etc. Dass das alles mit unserem Frieden zusammen hängen soll, erscheint vielen gewiss fragwürdig, weniger indes denjenigen, die sich mit der Materie wissenschaftlich auseinandersetzen.

Aus wissenschaftlichem Betracht wäre ein Grexit jedenfalls spannend. Gewiss liegen Studien auch den Regierenden dazu vor, in denen Vor- und Nachteile abgewogen werden. Dass Putin in Athen einreitet, die Türkei sich den griechischen Teil von Trakien nimmt, Kreta und Rhodos die Unabhängigkeit von Griechenland ausrufen, ebenso, dass Mazedonien, Albanien, Israel, Ägypten, Libanon, Zypern und Bulgarien vielleicht im nächsten Schritt nach dem Grexit eine Art Allianz schmieden könnten oder sollten. Vielleicht ist ja auch der Druck aus Fernost dann gleich so hoch auf diplomatischer Ebene nach dem Grexit, dass die in Brüssel, die die unabwendbare Zukunft eh vor Augen haben, nämlich, dass China, welches sich bereits im Hafen von Piräus und andernorts in Griechenland breit macht, halt als Standort Griechenland möglichst stillschweigend eingeräumt wird, sodass sich die EU gewissermaßen im Austausch dafür in Fernost weiterhin und verstärkt Märkte erschließen kann – und dergestalt auf weite Sicht und durch die Hintertür sozusagen der chinesische Drachen ‚öko-humanistisch‘ gezügelt wird.

Ein Grexit könnte also als Bauernopfer dienlich ALLEN sein, wobei der Bauer sich schließlich in gewisser Weise seine angebliche Opferrolle selbst ausgesucht hätte, nämlich Griechenland, als es wählte, wie es wählte. Dass zu diesem Opfer dann auch noch Zypern hinzuaddiert gedacht werden müsste, wäre vielleicht dann doch etwas zu viel des Guten, wie man sagt. Man stelle sich vor, es entstünde anstatt ein Ableger Moskaus im Süden der zyprischen Insel und einer Israels, der USA und der EU im Norden, wenn Zypern den Euro und womöglich noch die EU verließe.

Verkehrte Welt, äußerst fragwürdig?
Vielleicht, wer weiß, wird es so oder wenig anders deswegen in 10 Jahren oder so aussehen – in einer Welt voll von Fragwürdigkeiten, wie der, dass diese Entwicklung dann auch die Blockköpfe in Nikosia mit befördert haben würden. Und da die Zyprer schon ein-zwei Mal das Vorzeichen politischer Zugehörigkeit in der Geschichte wechselten (siehe Vorherrschaft der türkisch, dann griechischen Zyprer: Osmanen, Briten), könnte ihnen diese Richtungsänderung von allen Beteiligten vielleicht auch am leichtesten fallen.

Dann wäre mindestens endlich die starke ökonomische und politische Stellung der Orthodoxie in der Gesellschaft, Wirtschaft und der Politik im griechischen Teil Zyperns nachvollziehbarer. Letztere ist derzeit eher etwas sehr Fragwürdiges in Sachen Demokratie, Gerechtigkeit und dergleichen mehr!

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entartende Bildnisse

Herr Fokaides, Verteidigungsminister der Republik Zypern, betont – anstatt mal dem neuen Verbündeten der Republik, nämlich Israel, gehörig ins Gewissen zu reden -, dass Bedarf bestünde, die ersichtliche Bedrohung, die sich gegen Europa und die gesamte Welt erhoben habe, anzugehen, welche die gewalttätige und niederträchtige ISIS darstelle. Aktionen müssten besser koordiniert werden gegen die Bedrohung, um zu verhindern, dass diese Krise nach der EU überspringt.
Fokaides erklärt seltsamer Weise des Weiteren, dass ausgerechnet der Libanon dazu aufgerufen werde, diese Bedrohung der Sicherheit zu unterbinden – und dass Zypern diesem Land dabei helfen werde. Das ist dann wohl wirklich das Pferdchen am einfachsten Ende aufgesäumt. Und das weiß Herr Fokaides auch. Dass es ihm hier in erster Linie nicht um die Begrenzung der Aktivtäten der ISIS geht, darf daher durchaus gemutmaßt werden.
Nikosia reitet sich mit seiner unkritischen Haltung gegenüber Tel Aviv geradezu sehenden Auges in den Konfliktherd namens Naher Osten hinein – und dessen Hauptproblem ist nun mal die ungelöste Palästinafrage, die immer wieder aufkommt und sich immer wieder aufs Neue stellt in verschiedensten ‚Farben‘, wie zum Beispiel der der ISIS.
Mit Netanjahu als Regierungschef ist allerdings nicht damit zu rechnen, wird auch in Nachrichten des deutschen SWR1 vermutet, dass die harte Linie Israels gegen die Palästinenser sich ändern wird. Hier darf leider hinzugesetzt werden: Und die vor einiger Zeit ausgerufene, geradezu dogmatische Haltung der Bundeskanzlerin und somit Deutschlands, zu Israel zu stehen, egal was da komme (oder wie genau der Wortlaut war) auch nicht.
Insofern ist das Rätselraten darüber, warum sich Menschen in Deutschland radikalisieren und vorerst mal für die ISIS kämpfen gehen (wollen), auch teilweise erklärt. Bei solch radikalen Positionen der deutschen Regierung ist mit wenig Anderem zu rechnen bei vielen, als eben dem. Schließlich hat man trotz Hartz IV und sinkenden Gehältern etc. das freiheitliche Denken, das angeblich in der BRD herrschen soll und gelehrt wird, sich irgendwie angeeignet – auch wenn man es vielleicht nicht wollte. Und so entscheiden sich offensichtlich gewisse Menschen dafür, freiheitlich, sich dem medialen und/oder instutitionalisierten Druck der aufgebaut wurde und wird, auf ihre Weise zu entziehen. Und dieser dahin wabernde Druck, den die Bundesrepublik durch ihre Institutionen und Politiken etc. seit Jahrzehnten mitgestaltet, hat u.a. folgende Erscheinungsformen: der Palästinakonflikt, der zu unkritisch unter den Teppich des Vergessens gekehrt wird, auch indem eine Seite stets zu eindeutig schwarzgewaschen (also weißgewaschen) wird, die Asylpolitik und ihre Drittstaatenregelung etc. (im Mitelmeer sterben mehr Menschen auf der Flucht als an der deutsch-deutschen Grenze einst) oder sei es demnächst in Form von TTIP, wo ein weiterer Schlag der Regierungen Europas gegen die eigenen Bevölkerungen organisiert wird – zum Wohle einiger Weniger (Konzerne, oligarche Strukturen etc.).
In Müllheim (Baden) mutet man zum Beispiel Asylanten zu, in einer Turnhalle einer Gewerbeschule zu leben. Die Bevölkerung wird ermuntert, zu helfen. Da erhebt sich halt schon die Frage bei einigen: ‚Hey, ihr da! Klar wollen wir Menschen in Not helfen. Doch für was bezahlen wir eigentlich Steuern? Damit Herr Bundespräsident von Berlin nach Prag fliegt, wo er durchaus auch mit dem Zug fahren könnte, wo er doch angeblich so volksnah ist? Damit in Behörden Milliardenbeträge, wie zu lesen war, sprichwörtlich an die Wand gefahren werden – und keiner verlautbaren lässt oder ernsthaft untersucht, ob das nicht vielleicht sogar System hat? Und dann die tollen Waffenverkäufe an Regime, bei denen angeblich nicht die gleichen Werte herrschen wie bei uns, und dennoch will die Verteidigungsministerin mehr Kohle für ihr miserabel organisiertes Ministerium, wo alles andere als Transparenz und Wirtschaftlichkeit regieren‘.
Ja, da fragt sich dann der eine oder die andere ganz einfach: ‚Sag mal, bin ich inzwischen wirklich so doof, jetzt auch noch hinzustehen und die Arbeit der Behörden zu machen, die vielleicht mal besser mehr Leute einstellten, um Asylanten einigermaßen gut unterzubringen – ganz zu schweigen von der Pleite, die im Pflegedienst landauf-landab herrscht, wo in Berlin in Saus und Braus auf der Überholspur gelebt wird‘.
Diese Leute da in Berlin im Parlament und an der Regierung sind anscheinend so abgehoben inzwischen, dass man nichts besseres zu tun zu haben scheint, als sich mit Russland in eine Art Kalten Krieg zu begeben. Es scheint wirklich Ignoranz und pures Dumpfbackentum zu herrschen!
Eigentlich erinnert der Zustand, in dem wir leben (dürfen) an den Niedergang des Römischen Reiches. Und genau so lesen sich auch die Verlautbarungen, die herausgegeben werden – der Tanz auf dem Vulkan. Noch einmal abgrabschen und dann bye-bye! Jungs, aber wir haben gelebt! Nach uns kommt gewiss wieder eine Zeit vor der Sintflut!
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Jedenfalls ist ja beruhigend zu erfahren, dass Herr Fokaides auf dem Rat der Außenminister (Foreign Affairs Council) den französischen Verteidigungsminister getroffen hat. Und die Ankündigungen, die der Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, von sich gibt derzeit, lassen ebenfalls nicht hoffen, dass das Beziehungen-an-die-Wand-fahren-mit-Russland demnächst aufhören wird. Es scheint wieder vermehrt – entgegen der öffentlichen Bekundungen, versteht sich – irgendwie die Denke in Umlauf geraten zu sein, dass wer frech und einigermaßen rücksichtslos in die Welt schreitet, letztlich auch zu seinem ‚Recht‘ kommt – jedenfalls zu einem größeren Teil davon, als wenn ‚auf versöhnlich gemacht‘ würde.
Letzteres jedoch beschreibt die Haltung trefflich, die Merkel & Co als ihre Vorgehensweise ihren Schäfchen, die sie wiederwählen sollen, anbieten – doch immer mehr wird allmählich sogar dem politisch Blindesten aus der Bevölkerung bewusst, dass diese Haltung wirklich nur eine weitere Art strategische Anwendung ist, die nebenbei auch noch den günstigen Effekt hat oder haben soll, das Andere (wer auch immer dazu gerade ‚auserkoren‘ wurde) ins ‚weißeste‘ Licht zu setzen.

Und vor solch Hintergrund, um nun wieder den Dreh zurück nach Zypern zu konstruieren, wo die derzeitige Regierung durchaus der Christdemokratie Deutschlands nahestehend genannt werden kann, verkündet der Regierungssprecher der Anastasiadis-Regierung der Republik Zypern, Nikos Christodoulides, das Folgende, welches nachdem, was Nikosia-Süd bislang sich geleistet hat bei den Verhandlungen mit dem türkischen Nikosia-Nord, eher wie eine Einladung zur – entschuldigen Sie die schlechte Ausdrucksweise – Selbstverarschung der Türkischzyprer erscheint. Christodoulides verkündete:

Erstens: „Der naturgegebene Reichtum der Republik Zypern gehört dem Staat. Es ist selbstredend, dass nach der Lösung des Zypernproblems, wie mehrmals verkündet wurde, die Türkischzyprer ebenfalls die Früchte aus der besten Nutzung und Förderung des naturgegebenen Reichtums erhalten werden“ [Blöd nur, dass niemand weiß, was sich hinter der Formulierung „beste Nutzung“ von Christodoulides verbirgt. Es muss dazu nicht unbedingt in die Türkei geguckt werden, wo die Regierung seit Jahren versäumt, im Süd-Osten des Landes sich ausreichend zu engagieren, um uns zu fragen, ob bei dieser Formulierung zum Beispiel vorwiegend Investitionen im griechisch-zyprischen Teil der Insel auch gemeint sein könnten, die dann gewiss auch, über zwei-drei Ecken, dem türkisch-zyprischen Teil zugute kämen].

Zweitens: „Die Interessen der Türkischzyprer sind in Völle geschützt durch die Republik Zypern. Es ist sehr eindeutig, dass die illegalen Aktionen der Türkei innerhalb der Exklusiven Ökonomischen Zone der Republik Zypern [EEZ] nicht dazu dienen, die Interessen der Türkischzyprer in irgendeiner Weise zu schützen“. [Und eben das Verlassen des Verhandlungstisches der Griechischzyprer vor kurzem muss den Türkischzyprern wieder einmal gezeigt haben, dass die Griechischzyprer offenbar noch eine ganz andere Agenda verfolgen als die, von der sie reden].

Drittens: „Es ist nicht akzeptabel, jedwede Anstrengung zu akzeptieren, die zum Ziel hat, die Angelegenheit des Erdgases zu diskutieren, weder im Rahmen der Verhandlungsgespräche zur Lösung des Zypernproblems, noch in irgendeinem anderen parallel dazu verlaufenden Prozess“. [Und genau dieser Punkt bestätigt den zuvor geäußerten Verdacht, nämlich, dass Nikosia-Süd ziemlich offensichtlich mit gezinkten Karten zu spielen gedenkt bzw. spielt].

Viertens: „Die griechisch-zyprische Seite kann, trotz ihres verkündeten politischen Willen das Zypernproblem zu lösen, nicht an den Verhandlungsgesprächen teilnehmen, während die illegalen türkischen Provokationen in der EEZ der Republik Zypern weitergehen. Daraus ist zu folgern, dass um dies zu ermöglichen, ein wirklicher Respekt Ankaras der souveränen Rechte der Republik Zypern zu erfolgen hat. Der Rat der Führer der politischen Parteien im Parlament wird sich am Dienstag, dem 25. November, wieder treffen“. [Indem die Republik Zypern sich so stark an Israel vor kurzem gebunden hat, wie leider auch schon seit Längerem die BRD, sind beide letztendlich als Broker für einen Frieden im Nahen Osten nicht mehr zu gebrauchen – auch wenn Steinmeier & Co das der deutschen Öffentlichkeit seit Jahren versuchen einzureden im letzteren Fall. Deutsche Waffen und Technologie, ja sogar eine gewisse, noch immer vorhandene Wertschätzung für den deutschen Weg, bedeutet noch lange, oder schon längst nicht mehr, dass die BRD eine Rolle, wie sie zum Beispiel die Schweiz bei Friedensverhandlungen (z.B. Israel/Palästina) einnehmen kann und sollte. Letzteres sind Hirngespinste, die an der real betriebenen Politik der BRD vorbeigehen – die die Bevölkerung beruhigen sollen etc.].

Auch wenn Spanien wie Schweden jetzt anscheinend die Entstehung eines palästinensischen Staates sich vorstellen kann, ist es unerträglichst zu hören, wenn Netanjahu davon spricht, dass die palästinensichen Täter agiert hätten wie Tiere. Nichts gegen Tiere. Im Gegenteil. Doch wenn jemand wie Netanjahu jemand oder etwas in Zusammenhang mit Palästinensern entmenschlicht, kann man sich denken, wie er diese sprachlichen Entartungen wohl verstanden haben will, was seine (plus Liebermann etc.) betriebene Politik zur Genüge beweisen dürfte gegenüber den Palästinensern – Dorian Grey von Oscar Wild lässt grüßen!

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Merkiavelli

Schon länger nichts mehr zur Bundeskanzlerin gelesen?

Nun, „der bekannte (vermutlich griechische) Journalist und Dokumentarist Stelios Kouloglou (http://en.wikipedia.org/wiki/Stelios_Kouloglou) befand sich in Zypern… , um seinen neuen Film „Nona“ vorzustellen und er sprach zur Politis.“ Das heißt, für Sie, verehrte Leser, mal wieder ein Bericht aus der zyprischen Politis-Tageszeitung, der gleich folgen wird. Die Ausgaben dieser Zeitung sonntags haben wirklich einiges in sich thematisch, das einfach übersetzt gehört für Interessierte an Zypern. Hier nun also in Auszügen das Interview von Barbara Christoforou, der Autorin dieses Artikels, der bereits am 03. August 2014 in der Zeitung erschien. Obgleich, in diesem Interview geht es eigentlich überhaupt nicht um Zypern, aber um das Land, mit dessen Sprache wir hier sprechen, seiner ‚Führerin‘, wenn das so gesagt werden kann und darf:

„Angelika Merkel erscheint als „Nona“ im neuen Dokumentarfilm von Stelios Kouloglou, mit dem er eine Trilogie beendet, bestehend aus den Filmen „Geständnis eines ökonomischen Mordes“ und „Oligarchie“. Entliehen ist der Titel (Nona) dem gleichnamigen Buch der Gertrud Höhler (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-patin-gertrud-hoehler-stellt-ihr-buch-ueber-angela-merkel-vor-a-851709.html). Stelios Kouloglou erklärt, warum er den Mafia-Spitznamen (also Nono) der deutschen Kanzlerin gibt, aber auch, welche ihrer Politiken den denn verdienen. (Nach etwas googeln, stieß ich darauf, dass das Buch im Deutschen unter „die Patin“ erschien. Warum Kouloglou im Interview sagt, der Titel des Buches sei „Nona“ bleibt wohl vorerst sein Geheimnis).

Was ist die Idee hinter der Nona?

Die Idee, um die es in dem Film geht, ist, die Art, wie die Merkel Europa eroberte. Weil, es ist offensichtlich, dass die deutsche Politik sich geändert hat in den letzten Jahren; und von dort als es galt, man werde nie ein deutsches Europa machen, hat sich diese Strategie entfernt und es folgte die Politik der deutschen Hegomonie.

Was hat Sie veranlasst, speziell diesen Film zu drehen?

Zwei Dinge. Das erste ist mich beunruhigt der Eindruck, die Tatsache, dass eine unbedeutende Physikerin aus Ostdeutschland, die sich mit Politik gar nicht abgegeben hat – ein Beispiel in einem Part des Films ist, dass sie am Tag des Mauerfalls in Berlin zur Sauna gegangen ist – die mächtigste Frau der Welt ist und Europa beherrscht. Das zweite ist, dass es sich um ein Buch der Gertrud Höhler handelt… , in dem die Autorin unterstützt, dass die Merkel Mafia-Methoden benutzt, um ihre Politik durchzusetzen.

Diese Charakteristik jedoch, „Nona“, was auf die Mafia verweist und die Taktiken, die diese verfolgt, sind die nicht etwas überzogen? Wir reden ja von einer Politikerin – davon abgesehen, dass einige mit ihrer Politik nicht übereinstimmen -, die die gewählte Kanzlerin der Deutschen ist.

Die Höhler ist Christdemokratin und eine Führungskraft der Partei. Sie war zusammen mit der Merkel. Die haben viel miteinander diskutiert. Sie sagt das, nicht ich! Die Mafia benutzt unterschiedliche Taktiken, zum Beispiel des Tötens.. Wir haben zum Beispiel die politischen Morde der Merkel, die, wo immer sie auf ihrem Weg geht, ihn „säubert“: von Helmut Kohl bis Berlusconi und dem Jorgos Papandreu. Es herrscht das Gesetz des Stillschweigens, und das ist sehr beeindruckend. Weil gemäß all der Zeugenaussagen, die ich aus Deutschland habe, wissen die Deutschen nichts über das, was abläuft. Die Leute bleiben im Dunkel.

Das heißt, sie hat dieses Gesetz des Schweigens auch der deutschen Presse auferlegt?

Vollkommen! Ein deutscher Journalist sagt im Film, dass „wir in Deutschland glauben, wir geben das Geld, um Griechenland zu retten, Spanien und die anderen Länder; aber in Realität tun wir das nicht – und daher machen wir anstatt Rettung der deutschen Banken“. Mal abgesehen vom Gesetz des Schweigens, haben wir auch Erpressung. Es gibt das Beispiel Irland, welches ein Problem mit einer seiner Banken, die der Wirtschaftsminister des Landes Pleite gehen lassen wollte. Doch in dieser Bank steckt viel Interesse der Deutschen und der Franzosen. Triche, der im selben Machtzirkel sitzt (wie die Kanzlerin), sagt dem Minister, dass falls er die Bank Pleite gehen lässt, er ihm den Kapitalfluss abdreht, und (dann) wird die ganz Wirtschaft (des Landes) draufgehen. Und derart kam Irland zum Unterschreiben des Memorandums, ein Land, welches im Allgemeinen kein Problem oder Schuld hat, Das selbe geschah auch mit Spanien.

Wollen wir mal annehmen, es gäbe dieses Gesetz des Schweigens in der Tat. Warum widersetzt sich das restliche Europa angesichts solcher Taktiken nicht?

Weil es sich um ein internationales Machtsystem handelt, um eine Gruppe starker Banker und Bürokraten der Kommission, die sich um den umstrittenen Club in Frankfurt drehen, an dessen Spitze die Merkel sitzt. Dieses internationale Machtsystem hat ganz Europa eine Politk auferlegt, ohne großen Widerstand zu erfahren. Genau jetzt, in diesem Moment, hat die Sozialdemokratie all die Werte verraten, die nach dem Weltkrieg in Umlauf gerieten – und lässt sich auf die Politk der Merkel ein. Das ist etwas, was wir derzeit gerade bei den deutschen Sozialdemokraten sehen können.

Diese Taktiken sind ausschließlich personenbezogen und nicht Ergebnis einer umfassenden Politik, oder könnten die auch von jemand anders verfolgt werden, jemandem, dem es gelänge, sich auf Merkels Platz einzurichten?

Meines Wissens ist dem so: Wäre auf dem Stuhl der Merkel ein anderer christdemokratischer Politiker gesessen, der aus Westdeutschland stammt, hätte der die Krise komplett anders gehandhabt, die aufkam. Weil die Merkel ist aufgewachsen in einer Umwelt, wo die Werte Europas, das heißt, die relative Gleichheit zwischen den Staaten, die Solidarität, völlig unbekannt waren. Das kannten Die (da drüben) gar nicht. Die Merkel hat ihre Werte und ihre Persönlickeit in Ostdeutschland ausgeformt.

Daher konzentriert sich der Film so sehr auf die Jugend und Pubertät der Merkel in Ostdeutschland?

Genau! Als die Mauer fiel, ist die Merkel 35 Jahre alt. Sie, wie im Allgemeinen die Ostdeutschen, glaubt, keine Beziehung zum Faschismus zu haben und dem Nationalsozialsimus. Sie glaubten, für all das sei der Westen schuld. Sie hatten doch ihre Augen Richtung Moskau gerichtet. In einer Szene im Film befindet sich die Merkel in einer Schule, wo sie ihr sagen, sie möge auf einer Landkarte Berlin finden. Das kriegt sie nicht auf die Reihe und zeigt anstatt auf Moskau, wonach die Klasse sich schäpps lacht. Sie ist erzogen worden mit komplett unterschiedlicher Werteskala, auf der der Verrat ein prominenter Punkt ist. Deswegen füge ich in den Film ein Pärchen aus Ostdeutschland ein, von dem die Frau eine Oppositionelle ist. Nach einer Zeit wird sie verhaftet und ausgewiesen mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern. Als die Mauer fiel, wurde sie Abgeordnete bei den Grünen in Ostdeutschland und zu allererst ließ man sie in ihre Stasi-Akte schauen. Es kam heraus, es war ihr Ehemann, der sie bespitzelt hatte.
Meine Meinung ist, wenn ein anderer Christdemokrat an Merkels Platz gewesen wäre, einer aus dem Westen, hätte er die Krise völlig anders gehandhabt.

Könnten Sie mir sagen, welche Persönlichkeiten im Film vorkommen?

Natürlich die Gertrud Höhler, die Autorin der Nonas. Einen wichtigen Anteil hat auch die kanadische Autorin Naomi Klein, ebenso der Vorsitzende der Organisation der Weißen Wittwen in Italien, sowie Ulrich Beck, der als Soziologe eine Art Star in Deutschland ist und das Buch geschrieben hat: Von Machiavelli bis Merkiavelli… , Bebe Grilo, den ich als eine Folge der Politk von Merkel darstelle… .

Was ist das Ziel des Films… ?

Dieser Film ist der dritte Teil einer Trilogie… . Der erste Film beschaftigt sich mit der Praxis der Länder und dem, an dem sie leiden, ohne mit dem, was in Griechenland geschieht in Beziehung zu stehen. Der zweite Film, Oligarchie, war wegen der europäischen Krise und ihren Ursachen gedreht worden. Nona, nun, spricht über die europäische Krise, die griechische natürlich, und den Verantwortungen der Merkel. Und irgendwie schließt sich dergestalt der Kreis (der Trilogie). Ich möchte, dass die Leute kapieren, dass ihre Regierungen Fehler machen können, und die machen sie in der Tat, zum Beispiel mit der Überschuldung. Das Problem indes, welches Griechenland konfrontiert, ist kein Ergebnis der Überschuldung, sondern eines systematischer Schwächung innerhalb der Eurozone – und unter diesen Ideen oder ähnlichen Folgen leiden auch Länder mit einer starken Ökonomie und guten Indexen.

Und was ist die Lösung, irgendeine Bewegung auf nationaler Ebene durch die Länder des Südens?

Das schlägt Bebe Grilo vor im Film, dass sich die Länder im Süden koordinieren sollen. Das wäre das erste. Als zweites müsste diese (jetzige) Politik etwas geändert werden, weil, wenn sie sich nicht ändert, wird die Eurozone den Bach hinunter gehen – und auch Deutschland.“

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Kurz angefügt sei, dass das Interview mit Kouloglou es auf Zypernundmehr-News schaffte, weil es eine Sicht auf Deutschland und seine Kanzlerin vermittelt, welchem man so wahrscheinlich in den Mainstream-Medien Deutschlands nicht begegnet.

Rita Severy und ihr Mann haben zyprische Kunst zusammen getragen, so richtig viel davon, wie zu lesen und zu hören ist. Ab dem 15. September 2014 kann das Zentrum für bildende Kunst und der Forschungseinrichtung des Kostas und der Rita Severy besucht werden. Die Adresse des neuen Zentrums (Κέντρο Εικαστικών Τεχνών και Έρευνας Ιδρύματος Κώστα και Ρίτας Σεβέρη) ist die Straße namens Ermou 285 (οδός Ερμού) in Nikosia. Der Präsident der Republik wird das neue Zentrum am 15. September um 19 Uhr eröffnen. Für mehr Info: 00357-22300999; http://www.severis.org

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Nix mit Sommerloch 2014

Was tun Journalisten als erstes, wenn sie nach Berlin kommen? Genau, sie mieten sich in einem Hotel ein, welches sie per Internet gebucht haben, weil sie jedwede Einladung ausgeschlagen haben, bei jemand Bekanntem anstatt unterzukommen. Sie genießen nämlich, das Spektrum ihrer Hotelerfahrungen in der Hauptstadt zu erweitern – auch wenn es dazu per Zufall kam. Der Preis des Hotels, indem sonst als abgestiegen wird, war irgendwie zu schwindelerregend hoch geschnellt – darum. Es war wohl Zeit geworden, endlich mal andere Ecken von Neukölln, als alteingesessener Ex-Neuköllner sowieso, endlich mal zu probieren – und nicht immer wieder um den Hermannplatz herum Stellung zu beziehen.
Eine gute Wahl.
Kann gut sein, dass das hier schon Britz ist. Es ist jedenfalls vom Hermannplatz kommend hinter dem Teltowkanal gelegen, der, wie heute morgen gesehen werden konnte, als ich glaubte, von hier aus vielleicht doch bis zur Gropiusstadt zufuß gehen zu können, nicht zum Schwimmen einlädt. Bevor ich das täte, würde ich doch lieber im Rhein in Basel schwimmen gehen, was ich sonst keinesfalls tu, meinetwegen dabei in Kauf nehmend, den einen oder anderen Schluck Rheinwasser unfreiwillig abzukriegen.

Der Teltowkanal sieht so aus, als sei er so etwas, wie die Schande oder das schlechte Gewissen der Stadt – ein braune Brühe, die allerdings nicht gestunken hat. Als hätte jemand Kupfer oder viel Erde in den Kanal gekippt. Zur Farbe der Bäume passte das dunkle Braun dann aber wieder.

Ja, hinter dem Hotel kann man nämlich am Kanal entlang gehen. Vorgewarnt war ich ja, es sei viel zu weit, um von hier bis in die Gropiuspassage zu gelangen. Doch ich wollte gucken, ob meine schlechten Ortskenntnisse zufuß aufgebessert werden könnten – denn bislang hörte Neukölln für mich vor dem Teltowkanal auf vom Hermannplatz kommend. Das da hinten in Neukölln, das durchfuhr ich lediglich, zum Beispiel, wenn es mit dem 171er Bus zum Flughafen ging oder wenn eine Behörde unbedingt verlangte, dass man ihr seine Aufwartung machte – komischerweise hat sich auch beruflich in der Gegend nie groß etwas abgespielt.

Und so gelangt ich heute also nach etwas Grün entlang dem Teltowkanal früh morgens um 6.30, weil es soll ja Frühaufsteher geben, zu meiner Verwunderung in Britz, einem Teil von Neukölln.
Mit Zeitungen und Laptop bepackt, Laptop hätte ich auch im Hotel lassen können, weil ich eh nicht dazu kam ihn zu öffnen, wie ich mir schon gedacht hatte, wurde zur Ausnahme mal ein Kaffee und so süßes Zeug, Aufgebackenes, bestellt. Also alles Dinge, die ich mir schon seit einiger Zeit verboten habe, genauer: sie regelmäßig zu mir zu nehmen. Man gewöhnt sich nämlich als Alleinstehender, wie ich aus Erfahrung weiß, ziemlich schnell an so was, und vor allem in Berlin, wo auf jeder Ecke inzwischen 2 solche Läden sich gegenseitig das Leben streitig zu machen scheinen. Ähnlich sieht es wahrscheinlich auch woanders in der Republik aus. Aufs Frühstück zu Hause zu verzichten und um die Ecke beim nächsten Bäcker oder dergleichen das Übliche, nämlich Kaffee mit diesem Schlabberzeug zu sich zu nehmen, ist halt scheinbar einfach – und man sitzt dabei ja auch nicht unbedingt so alleine. Im Nachhinein muss ich allerdings eingestehen, war es ein Fehler, diese Ausnahme gemacht zu haben, weil die Straße weiter unten, was ich nicht wissen konnte, aber geahnt hätte es eigentlich werden müssen, gab es sogar eine Biobäckerei.
Nun, die junge Frau, die in der Bäckerei arbeitete, sah ziemlich sonnenstudiogeröstet aus und hatte eine Gesichtsbemalung, die mich an 1001 Nächte erinnerte. Doch auch Frühaufsteher stehen gelegentlich auf dem Schlauch früh morgens und da die Verkäuferin akzentfrei Deutsch sprach, wenig zwar, weil scheinbr unfreundlich, aber immerhin, vermutete ich, es mit einer Deutschdeutschen zu tun zu haben, die eben ihrerseits auch noch nicht so richtig aufgewacht war. Und siehe da, plötzlich sprach sie kurz in ihr Telefon in reinstem Palästinensisch.
Gut also, dass ich keine arabischsprachige Zeitung den Tag davor gekauft hatte, dachte ich, sondern eine türkische, eine griechische und die NZZ, die auf dem Tisch zum Lesen warteten. Die NZZ hatte ich mitnehmen dürfen im Historischen Museum. Dort war gestern nämlich eine Veranstaltung von der Neuen Züricher Zeitung ausgerichtet mit dem Titel: “Ist Neutralität ein Friedensbeitrag oder Trittbrettfahrerrei? Am Beispiel Schweiz”.
Angesetzt war das Ding laut Zeitungs-Programm-Teil des Tagesspiegels auf 19 Uhr. Doch als ich eine halbe Stunde zu früh hinkam, saßen dort schon alle. So wurden die Vorreden also ohne mich gehalten, und kaum dss ich saß, ging es dann auch schon los.

Egon Bahr war unter anderen anwesend. Der Stroebele von den Grünen fehlte, sagte der Moderator, weil er müsse Hausbesetzer retten. Bekanntlich wurde ein Kompromiss erzielt in Kreuzberg. Die zumeist afrikanischen Asylsuchenden erklärten sich bereit, nur einen Teil des Schulgebäudes weiterhin zu besetzen und dass keine neuen Flüchtlinge hinzukämen. Der Berliner Senat hat angeblich vor, das Gebäude auszubauen, sodass dort bis zu 70 Asylanten zukünftig unterkommen sollen können.
Bahr sprach davon, dass die BRD alles andere als Souverän oder frei wäre, sie sei, um es mit anderen Worten zu sagen, von den Gnaden Amerikas abhängig. Wenn man sich die Merkel-Handy-Affaire und dergleichen Geschichten aus der Neuzeit ansieht, NSA, dann versteht man schnell, dass Egon Bahr wohl Recht hat mit seinen Positionen. Er meinte unter anderem, dass die USA in Rammstein/BRD, wo sie eine Militärbasis unterhalten, Drohnen stationieren wollten. Die BRD habe, als ihr das zu Ohren kam, darauf hingewiesen, dass das ein Unding sei, zumal ihr nicht erlaubt sei, solche Flugobjekte zu unterhalten.
Es darf nun wohl davon ausgegangen werden, dass die Dinger dennoch in Rammstein rumschwirren, und dass dieser Nachdruck, mit dem die Kriegsministerin Frau Leiden die Dinger unbedingt haben muss, damit in Verbindung stehen dürfte. Weil wie Bahr sehr verständlich darlegte, habe die NATO schon vor Längerem ihre Konzeption geändert. Das soll heißen, man hat sich eindeutig von dem Konzept Verteidigungsorganisation, oder so etwas zu sein, verabschiedet. Man setzt inzwischen auf (zumindest) präventiv Schläge, was von anderen ziemlich sicher auch als Angriff verstanden wird – und vielleicht auch zu verstehen ist.
Die NATO ist also nicht mehr der Club mit dem scheinbar guten Auftrag, wenn man so sagen darf, sondern inzwischen so eine Art weißer Racheengel (müssen ja nicht immer als schwarzes etwas konnotiert werden, oder?), der vorsichtshalber im Voraus killt. Und das passt ja wiederum gut ins Bild, nämlich, dem der Ausspähung der kleinsten Fliege sonstwo auf der Scheiße der Welt, sprich: der Abhörmanie.

Das neue Kanzlertelefon soll jedenfalls nicht sicher vor Abhörattacken sein. Die Neutralität, wurde gestern im NZZ-Forum im Historischen Museum zu Berlin noch des Weiteren übereinstimmend gesagt auf dem Podium, ist tot.
Die Schweiz ist demzufolge anachronistisch unterwegs, weil sie an dem Konzept Neutralität vorgibt, noch immer sich anzulehnen. Ja, eine Welt, in der Neutralität noch nicht mal mehr bewaffnet umgesetzt werden kann, wie es die Schweiz im ersten Weltkrieg tat, als sie ihre Neutralität und Grenzen mit Waffen zu verteidigen bereit war, ist wohl eine Welt, in der Korruption und Schleimerei endgültig die Oberhand gewonnen haben.

Exkurs dazu:

Am 2. Juli 1993 wurden in der Stadt Sivas/Türkei 35 Intellektuelle getötet. Man hat sie in einem Haus verbrennen lassen. Die Anwälte der Täter, die so recht nie ermittelt werden konnten, geschweige denn einen Tag im Knast schmorten, diese Anwälte sind alle schon längst auf guten Posten, schreibt die Aydinlik vom 02. Juli 2014. Sie sitzen meistens für die AKP im Parlament oder an anderen Schaltstellen der Macht.
Ein 15 Jähriger hat 14 Jahre, 4 Monate und 15 Tage Haftstrafe erhalten im türkischen Diyarbakir, weil er letztes Jahr bei einer Veranstaltung am 30 November die türkische Flagge in einem Sportclub heruntergeholt hat.
Erdogan hat sich natürlich, wie konnte es anders kommen, nun doch noch als Präsidentschaftskandidat geoutet. Er werde ganz gewiss die Beziehungen zur EU verbessern und den EU-Beitritt forcieren etc. Immerhin, seine Gegner haben ihm auf die Schnelle eine weibliche Mitbewerberin vor die Nase gesetzt, Frau Tarhan. Sie scheint auf Initiative einiger Frauenbünde sich dazu entschlossen zu haben. Diese haben gleich nach dem Tarhan ihre Kandidatur veröffentlicht hatte, ihre Unterstützung des Kandidaten, Herrn Ihsanoglu, der CHP und der MHP (die beiden größten Oppositionsparteien der Türkei) zurückgezogen. Der Vorsitzende der CHP, Kilicdaroglu, meinte, das ginge nicht, dass einfach so jemand einen Kandidaten aufbringe und überhaupt. Doch die Frauen ließen sich nicht beirren.

Es kann nun also sein, dass Erdogan am 10. August 2014 nicht im ersten Durchgang der Präsident der Türkei wird. Die Art und Weise, wie er und andere in seinem Umfeld reden, klingt es allerdings gelegentlich schon so, als sei er bereits Präsident der Türkei. Kurz: In der Türkei, in Bulgarien, in Israel, Irak, Syrien sowieso, stehen wirklich ‚lustige‘ Zeiten an.

Immerhin, Gauck scheint den lustigen Selbstbedienungsladen der deutschen Parlamentarier vorerst gestoppt zu haben, denn er hätte gern, dass die sich selbst verordnete Diätenanhebung der Parlamentarier nachgebessert werde, schreibt die türkischsprachige Aydinlik. Reicht ja wohl, dass der Mindestlohn löchrig ist wie ein Schweizer Käse, was aber alle schon im Vorfeld wussten, nämlich, dass das so kommen wird – wie auch die Drohnenbeschaffung durch die Kriegsministerin.

Die Kurden werden diesen Sommer, wahrscheinlich nach der Präsidentenwahl in der Türkei, ihre Unabhängigkeit proklammieren – und das klingt nach Krieg, der bis nach Berlin, Zürich, Paris etc. sich erheben könnte, versteht sich, marginal, etwas, peripher. Der Kurdenführer Mesud Barzani aus dem Norden des Iraks hat so etwas jedenfalls schon mal angekündigt, wahrscheinlich im Zusammenspiel mit der AKP-Regierung der Türkei, denn die braucht für die anstehende Präsidentenwahl dringend kurdische Wählerstimmen, und zwar von den Kurden weiterhin, die schon längst sich vom PKK-Umfeld verabschiedet haben oder noch nie etwas damit zu tun hatten, aber halt doch sich ihrer Wurzeln noch irgendwie bewusst sind.
Die Kurden, ist zu befürchten, dürften, wie so oft in der Geschichte, am Schluss dann eventuell wieder die Dummen sein und bleiben, und nachdem sie die Kohlen auch noch aus dem Feuer geholt haben für das zuvor erwähnte hohe Ziel – Kurdistan. Denn da wären ja noch diese islamistischen ISIS-Kämfper und diese anderen islamistischen Verbände, die in absehbarer Zeit womöglich inflationär an der Idee, ein Kalifat auszurufen, gefallen finden könnten. Und die Kurden haben sich schon oft vor den ‚falschen‘ Karren spannen lassen. Vielleicht klappts ja diesmal (wieder)?

Ansonsten:
Immer schön zurücklehnen. Ist doch Sommer. In Zypern gibt es Hitzewellenwarnungen. Hitze, der Hitze wegen, also nicht zwingend politisch oder ökonomisch. Der Präsident Zyperns wird sich nicht nur mit dem Chef der Europäischen Zentralbank treffen (16.07.), sondern demnächst auch mal wieder mit seinem Gegenpart auf der Insel, dem Herr Eroglu, und zwar bei den sogenannten Wiedervereinigungsverhandlungen – zum 4. Mal.

Sollten Sie meine Meinung zu den Verhandlungen auf Zypern noch nicht kennen: so wie sie geführt werden, sind sie Verschwendung von Geld und Zeit. Und ich werde Ihnen, verehrte Leser, daher weiterhin all die Details dazu ersparen, die derartige Verhandlungen auf Zypern im Allgemeinen begleiten.

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Wei EU Yi

krumm, gerade oder grau?

Der sogenannte Knackpunkt könnte für viele Mitbürger demnächst ungefähr diese Frage werden: krumm oder gerade? Also, sind die Bananen, die in der EU verkauft werden, und teilweise wohl auch angebaut sind, weiterhin krumm oder sind sie besser gerade? Abhängig könnten die Leute das vom politisch-ökonomischen Hinter-den-Kulissen-Streit zwischen Top-Vertretern der EU-Organe und einzelnen Regierungsvertretern der EU-Mitgliedsstaaten machen.

Auf andere Ebene verlegt, soll das eben Gesagte bedeuten: Sind wir Europäer nun dabei, anfänglich nahezu unmerklich, doch vielleicht bereits merklicher, in eine Banenrepublik abzurutschen – oder kriegt man die so hoch gehaltene demokratische Kurve noch einigermaßen un-verbeult hin?

Ausgerechnet die Deutschen scheinen bei der Frage eher „gerade“ als „krumm“ (mal wieder) mit Eifer voranschreiten zu wollen – denn die wunderlichen Dinge, welche die NSA sich erlaubte und erlaubt, sollen noch nicht mal juristisch aufgearbeitet, geschweige denn belangt werden. Wenn diese Nachricht der Wahrheit entspricht und somit dann wohl auch das ganze westliche Welt-Ding sich als eher „gerade“ herausstellt, dann sind wir hier offenbar bereits auf dem geraden Weg in eine Bananenrepublik, die mal besser schnellsten aufhörte, Ländern wie China, der Türkei oder anderen Spezialisten in Sachen Begradigung der Denke seiner demokratisch sich gerierenden ‚Untertanen‘, irgendwelche Vorhaltungen zu machen – von Russland ganz zu schweigen.

Wei Ling Yi ist in der Region, heute in Basel. Morgen, wenn die Information stimmt, weilt er im elsässischen Mulhouse, danach in Badenweiler und zum Abschluss wird der Meister, der Qi Qong, den Lotusstil, als eine Art Tool verwendet, seine begeisterten Anhänger/innen in Freiburg besuchen und Gesundheit, Gleichmut und wahrscheinlich auch Liebe und natürlich Freude versprühen.

Manche Leute denken gewiss, beim Grad der Denk-Begradigungen, von ‚oben‘ verordnet, die inzwischen kursieren und wohl noch vermehrter bevorstehen, die Koffer zu packen – bestens geradewegs in irgendeine Bananenrepublik, um dort dann weiterhin, zumindest, krumme Bananen verzehren zu können, auch auf die Gefahr hin, dass eventuell bereits ein Qi-Mangel im Yang vorliegt. Sie wissen doch: Yin und Yang, die beiden energetischen Komponenten in uns und überhaupt überall, die daherkommen wie Gut und Böse, „krumm“ oder „gerade“, schwarz oder weiß, Junker oder Merkel, Freiheitsstatue oder Guantanamo, Putin oder Ukraine, Kerl oder Weib etc. Liegt nämlich ein solcher energetischer Mangel vor (Yang-Mangel) im Körper eines Menschen, dann sollten Speisen wie Bananen, die kühlen, gemäß der chinesischen Medizin, gemieden werden.

Sie empört, was hier in Europa abgeht? Dann überlegen Sie es sich gut, ob Sie nun noch weiterlesen. Denn Big Brother liest mit und vergisst, wie wir nun wissen, leider nichts – wir müssen ja inzwischen schon ums Vergessen-Dürfen gerichtlich streiten, siehe Google.
Sie könnten, verehrte Leser, das ist jetzt nur eine, wie soll man es nennen, Art Überlegung, sich ja doch jemand wie Wei Ling Yi anschließen zur Endlösung der Bananenfrage – zumindest mental. Obgleich, es wäre vielleicht doch besser, im Vorfeld zu eruieren, wie denn die Aussichten stehen für die Art Wei Ling Yi, der sie sich anzuschließen beabsichtigten. Also, ob dieser Meister oder Meisterin Ihrer Wahl auch in Zukunft geduldet sein wird von den noch Mächtigeren wie er in der sogenannt materialistischen, ganz plump, politisch-ökonomischen Welt? Und Herr Yi scheint auch in diese materialistisch, politisch-ökonomische Welt eine Art Draht zu haben.
Jedenfalls: Bekanntlich haben einige Qi Qong Stile bereits zu Zeiten Mao’s – und eventuell auch davor, doch gewiss noch heute – ein Verbot zu Praktizieren ausgesprochen gekriegt. Weil sie seien gefährlich und nicht begradigbar, zu krumm.

Denn wenn so etwas wie die Bananengemeinschaft EU demnächst ihr Haupt erhebt, zusammen mit dem großen, durchsichtsfreudigen Verbündeten überm Jordan, eh (auch) überm Atlantik, dann wäre es wahrscheinlich doch besser gewesen, sie hätten sich im Vorfeld gemäß deren Begradigungrichtlinien, die sie mit einigermaßen Intelligenz erahnen oder im Geist ableiten hätten können müssen aufgrund der Gegebenheiten in EU und USA, informiert bzw. eingerichtet. Vielleicht wandern Sie ja doch besser noch rechtzeitig in die Kap Verden aus, nach Ghana oder in einen dieser karibischen Inselstaaten, die ja immerhin den Vorteil haben, wenn es dann demächst noch ein Vorteil sein wird, zu Europa irgendwie zu gehören.
Verflixt und zugenäht, und das am Vatertag, der heute sein soll, drei Mal hoch in den Himmel und hinieden sei’s verflucht?
Was tun?

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Genau, im Vorfeld nach begradigten Bananen schreien, bestens in erster Reihe. Auf Facebook all Ihre kleinen Schweinereien, und die Geheimnisse anderer, von denen Sie wissen, verbreiten. Jeden Sans Papier (diejenigen, die ohne Aufenthaltsrecht hier leben) bei den Behörden melden; und gleichzeitig vielleicht doch noch intensiver, besser und weiterhin, vom demokratischen Wunderwerk des Westens und der EU schwadronieren. Sie sehen, noch gibt es den guten alten Lösungsweg – gleichschalten.

Vergessen wurde: Am Sonntag, dem 01. 06, geht Wei Ling Yi, kann aber sein, dass er höchstpersönlich doch nicht mitgeht, mit seiner Gemeinschaft auf den Belchen bei Freiburg. Mantras werden gesungen auf dem Weg dorthin – Prozession oder so. Es wird wohl eine neue Zeit anbrechen, ganz gewiss. Sie müssten nur daran glauben. Der Segen des Meisters, aber ich denke, Segen wird er das nicht nennen, was er versprüht, sondern wohl eher so in etwa etwas wie Lebensenergie, also „Qi“, wird dann gewiss einigen Fluchtort und/oder Entscheid darüber sein oder werden, ob die EU und ihre politische Gesinnung als eher „krumm“ oder „gerade“ angesehen wird, ob die Leute in der EU sich vermehrt Sekten zuwenden oder ungeliebte krumme Elemente in der Gesellschaft (wieder) klein schlagen gehen, und ob ‚krumme‘ Dinger zukünftig gedreht werden müssen, um als Mensch aufrecht durch’s Leben schreiten zu können oder eben ‚gerade‘ Dinger?

Doof, dass immer alle von Grautönen sprechen, so als hätten sie das Prinzip von Yin und Yang verstanden. Gut, dass Vatertag ist und Muttertag war. Doof nur, dass Kindertag kein Feiertag ist, der 01. Juni ist dieser Tag. Gut oder schlecht, krumm oder gerade, dass zumindest an diesem Tag Wei Ling Yi auf dem Belchen Mantras singen geht oder singen lässt?

Und wenn der Himmel grau ist am Sonntag, ist das dann ein gutes oder schlechtes Zeichen für die ‚Kinder‘ Wei Ling Yi’s am Kindertag und für Europa?

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