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oder

Ein bisschen Schleichwerbung der sympatischen Art!?

Dass in den USA die Rassengleichheit – auch vor dem Gesetz – leider nicht gegeben ist, bekräftigt einmal mehr das Verhalten der Partei der US-Republikaner und ist wohl eine Art Schleichwerbung für all diejenigen, die ähnlicher oder gar gleicher Gesinnung sind. Das, was die da abziehen derzeit, ist offener Rassismus, und zwar gegen den Präsidenten des Landes, Obama! Nach der Devise scheinbar: Den Schwarzen müssen ihre Schranken aufgezeigt werden, indem bislang gültige Verhaltensschranken für Politiker im Umgang mit dem Träger des höchsten Amtes im Lande überschritten werden, versteht sich von eben diesen zuvor genannten Verfechtern der Vorherrschaft der Weißen in den USA – und wahrscheinlich auch in der Welt. Derartiges Gedankengut kann hierzulande ja nicht all zu fremd sein, zumal auch hier Menschen überdeckt mit weißer Robe, einem Hühnerei gleich, Kukluksklan mimen und beruflich womöglich noch bei der Polizei oder anderen Staatsorganen beschäftigt sind.
Dass der israelische Premier Netanjahu eine gewisse Vorreiterrolle zu diesen Angriffen auf Obama und seine Crew spielt, indem er seinen seltsamen Besuch bei den US-Republikanern vor kurzem lancierte, will hier wenig verwundern im Angesicht der Politiken Israels gegen die palästinensische Bevölkerung Palästinas. Ach ja, genau: es soll ja kein Palästina geben. Kurdistan sollte es ja auch nie geben. Ja, sogar Israel selbst sollte es einst nie wieder geben und nun ist es dennoch da. Dürfen wir alle also hoffen, dass dann auch demnächst Palästina und Kurdistan sein werden, wo schließlich auch bewerkstelligt werden konnte vor langer, langer Zeit, dass Weihnachten eben im Dezember sein soll und Ostern im Frühjahr.

Und was steht in der Badischen Zeitung vom 11. März 2015 u.a.: „Man möchte meinen, eine Regierung, die sich in einer so verzweifelten Lage befindet [wie die griechische], würde sich bemühen, Freunde und Verbündete zu gewinnen. Stattdessen vergiften griechische Regierungspolitiker jetzt die ohnehin aufgeladene Atmosphäre auch noch mit Drohungen gegen die europäischen Partner.“
Wenn Letzteres kein merkwürdig übermaltes Osterei ist, dann was bitte? Sogar die ARD strahlte am Sonntagabend aus, wie das Spiel um Griechenland eigentlich und vielleicht wirklich zu verstehen und zu sehen ist: Dass die mächtigen Nordeuropäer mit den eventuell noch mächtigeren Banken Länder wie das kleine Griechenland gnadenlos in den Schwitzkasten nehmen und nahmen und sich dabei ungesetzlichen, ja unmenschlichen Methoden am laufenden Band geradezu bedienen. Folglich dürfte dann wohl ein weiteres seltsam buntes Osterei sein, dass Baden-Württemberg netterweise beabsichtigt, Syrer, die bereits eine gute Ausbildung genossen haben oder aber eben sogenanntes Potenzial zeigen, Stipendien vom DAAD erhalten sollen. Und was ist mit Afrikanern, Asiaten etc? Letzteres ist dann offensichtlich nicht Selektion von potentiellen Einwanderern anhand ihrer religiösen Zugehörigkeit, wenn Afrikanern diese Möglichkeit nicht auch gewährt oder angeboten wird. Übrig bleibt denn doch nur Selektion nach rassischen Kriterien als Erklärung, oder? Da hilft auch nicht, dass an Ostern braune sowie weiße Eier übermalt werden. Immerhin: Tidjane Thiam leitet von nun an die Credit Suisse. Er ist ein an der Elfenbeinküste geborener Schwarzer, der allerdings in Frankreich aufwuchs. Ja, stimmt. Die Schweiz ist nicht in der EU – aber dennoch sei das Farbspezifikum des Herrn Thiam erwähnt.
Jedenfalls haben die Schoko-Osterhasen ihre Position in den Regalen wieder erfolgreich eingenommen. Und weil die Schweiz nun schon erwähnt wurde und heute ja mal Schleichwerbung betrieben wird: Ja, nur die kleinen goldenen Hasen von Lindt, und sonst keine anderen kommen mir in den Schlund!

Die Zyprer haben es eigentlich einfacher, sich in Sachen Osterfreuden zu entscheiden, weil da stehen an nahezu jedem Ortseingang – und in den Ortschaften sowieso – riesengroße bunte Ostereier, die wahrscheinlich noch größer sind als die Eier eines Emu oder eines Strauß. Ihre Größe symbolisiert geradezu automatisch Auferstehung. Weil das Wort Auferstehung impliziert ja schon ein Nach-Oben. Größe. Eigentlich nicht Existentes auf der Welt.

Nun, die gute CBS Kultur Info aus Basel am Spalentorweg 14 in der Schweiz, die der Fremdenverkehrszentrale Zyperns nahe steht, erinnert freundlicher Weise an das göttliche Auferstehungsereignis namens Ostern in einer Mail, und auch daran, dass insbesondere in Zypern diese Feiertage einen erhöhten Status haben, anstatt zum Beispiel wie bei den Deutschen oder Schweizern. Zugegeben: das trifft nicht auf alle Schweizer oder Deutsche zu, doch das zu bestimmen, soll nun wirklich nicht hier geschehen.
nov12 184
Herr Christian Schäffler vom CBS Kultur Info schreibt u.a.: „Stolz ist die Kirche von Zypern darauf, dass ihre Gründung bereits in der Bibel Erwähnung findet, nämlich in Apostelgeschichte 13,4-123; in dieser Perikope wird geschildert, wie Paulus und Barnabas nach Zypern kommen und das Evangelium verkündigen. Barnabas, ein gebürtiger Zypriot, wird der Tradition nach im Jahr 45 erster Bischof der Insel bis zu seinem Tod durch Steinigung im Jahr 61 unter Kaiser Nero in Salamis. … In dem von der Republik Zypern kontrollierten Gebiet leben 80 Prozent mit einer orthodoxen Glaubensorientierung. … Zypern hat … christliche Minderheiten vorzuweisen. Der römisch-katholischen Kirche gehören 1,7 Prozent der Bevölkerung an, 1,2 Prozent sind Anglikaner, 0,7 Prozent Maroniten, 0,3 Prozent armenische Christen. Ferner sind auch kleine Gemeinden protestantischer Kirchen (Adventisten, Lutheraner, Reformierte) vertreten. [Kann gut sein, dass in diesen Prozentzahlen andere Europäer und Christen aus dem Rest der Welt, die sich in Zypern niedergelassen haben, drin sind, was ich aber nicht denke].
Auch der Ostersonntag steht ganz im Zeichen alter Traditionen. Dazu gehören auch bestimmte Speisen wie die Ostersuppe Magiritsa aus Lamminnereien sowie das Schenken von gekochten Eiern. Die Ostereier sind fast ausschliesslich Rot bemalt, weil sie das vergossene Blut Christi symbolisieren sollen. Kinder schlagen die Eier gegeneinander, wessen Ei unbeschädigt bleibt, erlebt ein besonders glückliches Jahr und darf auch das Ei seines Gegners behalten.

Selten kommt man den Zyprioten so nahe wie an ihrem wichtigsten und fröhlichsten Fest. …
Für Kulturinteressierte bietet die Insel sechs grosse und elf kleine Routen, um das religiöse Zypern mit seinen über 60 Andachtsstätten und zehn byzantinischen Kirchen, die dem UNESCO-Weltkulturerbe angehören, kennenzulernen. …
Die Kirche von Zypern … ist die orthodoxe Kirche in Zypern und gilt als eine der Kirchen der sieben Konzilien der orthodoxen Kirche, eine autokephale (rechtlich selbständige), aber in voller Kirchengemeinschaft stehende Kirche.
Sie gliedert sich in ein Erzbistum, fünf Metropolien und 11 Klöster. Der Hauptsitz der Kirchenverwaltung befindet sich in Nikosia. Derzeitiger Metropolit ist Seine Seligkeit Chrysostomos II. (Englistriotis) (geb. 1941), der seit November 2006 als Erzbischof von Nea Justinianopolis und ganz Zypern amtiert. …

Allerdings findet im orthodoxen Zypern das Osterfest nicht am selben Termin statt wie in der Schweiz. Das orthodox geprägte Land richtet sich nach dem julianischen Kalender. … Vor dem Osterfest fasten die meisten Gläubigen. Die große Fastenzeit beginnt mit dem „grünen Montag“ nach dem Karneval und dauert fünfzig Tage bis Ostern. Viele Gläubige beschränken ihr Fasten jedoch auf die Karwoche, wenn auch die feierlichen Prozessionen stattfinden.
Am Gründonnerstag werden die Ikonen mit schwarzen Tüchern verhüllt und am Karfreitag schmücken Frauen in allen zypriotischen Dörfern und Städten ein besticktes Tuch, den Epitaph mit Blumen. Er stellt symbolisch das Grab Christi dar. Beim Gottesdienst küssen die Gläubigen diesen liturgischen Gegenstand [wo einem Gedanken an Herpes-Übertragung und dergleichen Erfreulichem unweigerlich durch den Kopf gehen beim Hinsehen], bevor er am Abend in einer feierlichen Prozession durch die Ortschaften getragen wird. Das Fest der Auferstehung Christi wird am Ostersamstag häufig mit einem Feuerwerk begangen, [welches nicht mit dem Geballer in der zeitlich viel zu langgezogenen Jagdzeit der Jäger an Sonntagen und Mittwochs verwechselt werden sollte] oder es werden Osterfeuer entzündet.

Während der Mitternachtsmesse in der Nacht vom Samstag auf Sonntag erschallt in allen Kirchen der Ruf „Christos anesti – Christus ist auferstanden“. [Auf den Straßen hört man immer wieder, wie sich Leute mit dieser Formel begrüßen]. Besonders eindrucksvoll zelebrieren die Zyprioten die Auferstehungsmesse im Kloster Agios Neophytos bei Pafos. Nach alter Tradition darf nach der Zeremonie jeder Besucher sein Osterlicht mit nach Hause tragen. …

Ein schöner Start in den Frühling sind für Einheimische und Touristen die Ostertage auf Zypern, denn Ostern ist … für die Zyprioten das Familienfest des Jahres.“

Das roteste Osterei des Jahres 2015: Reparationszahlungen der BRD an Griechenland in von Griechenland geforderter Höhe!

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Kali Anastasi

So was gab es in 8.000 Jahren nicht!
So in etwa klang ein Politiker der Grünenpartei in Zypern, der die Zusage der zyprischen Regieurung unter Anastasiadis zum Bail-Out mit der EU kommentierte vor ein paar Tagen.
Überhaupt, viele OXI-(Nein)-Schreier waren unterwegs an jenem Tag und vor dem Parlament, wo demonstriert wurde. Junge Männer und einige Frauen mit schwarzen T-Shirts waren zu sichten, Rasta-Look hatten einige und schienen die zyprische Variante eines schwarzen Blocks darstellen zu wollen – die standen links vom Parlamentsgebäude. Dazwischen waren die Kameras der Fernsehstationen und Polizisten platziert. Auf der rechten Seite des Gebäudes war ein nicht wirklich idealistisch durchsichtiges Gewimmel von Menschen, die vielleicht eher Akel-Linke waren oder aber doch eher Rechtsausleger. Wahrscheinlicher aber ist, dass es OXI Schreier aller politischen Couleur waren.
Vom Band spielte in ‚bekannter‘ Lautstärke, wie es sich offenbar gehört, Musik, die schon zum Aufstand gegen die Chunta in Griechenland seinerzeit zu Ruhm und Ehren gelangt war – ist wahrscheinlich so, wie andernorts, wenn die Internationale anklingt.
Der Menschenauflauf war ein wirklich bemerkenswertes Bühnenbild, hätte von Miki Theodorakis entworfen sein können. Der soll sich, nach einem Bericht der Simerini, vor kurzem darin verlaufen haben thematisch, die Finanzkrise als das größte Unglück seit Gedenken für Zypern zu bezeichnen – und hat somit, ungeschickter Weise, die Teilung der Insel 1974 nicht gebührlich beachtet.

Die Anti-Geldwäsche-Kommission soll jedenfalls festgestellt haben, dass in Zypern kein schmutziges Geld rein gewaschen wird und wurde. Der Wirtschaftsminister Georgiadis findet es offenbar nicht sonderbar in diesem Zusammenhang, dass dieser Bericht und seine Details nicht veröffentlicht werden. Am Werk bei der Erstellung desselben waren die Moneyval vom EU-Rat und Deloitte Finanzberartung. Die EU, also Brüssel, scheint offenbar bemüht, das Fass (Zypern) nicht nochmal aufzumachen – jedenfalls nicht zu diesem Zeitpunkt.

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Unumstritten ist, dass in Zypern gerade Ostern ist. Im zyprischen Fernsehen, auf RIK-1, gibt es stundenlang nichts anderes zu sehen, als goldene Wände in Kirchen, und Heiligenbilder und Blumenkränze auf Podesten, die abgeküsst werden von den Gläubigen, die sich in Schlange dazu anstellen; und hin und wieder sieht man auch, wie der Erzbischof, Chrisostomos (übersetzt: Goldmund), seine rechte Hand zum Kusse seinen Schäfchen hinhält. Gestern war er umringt von Soldaten mit Flinte in der Hand zu sehen, und das bitte sehr in einer Kirche. Die jungschen Soldaten, alle recht stramm und dünn, im Gegensatz zu seiner Durchlaucht, umstanden eine Art Heiligtum, eben erwähntes Podest, worauf die Gläubigen zugingen, Kreuze vor der Brust in der Luft schlagend mit der rechten Hand, um dann zum Kusse eines Heiligenbildnisses und der Mitte oder dem Rand eines Blumenkranzes ehrfürchtig anzusetzten, wozu sie sich vorbeugten, wie die Kamera, die das immer wieder vor Augen führte, weil dahinter angebracht, miterleben ließ.
Was die unbeweglich dastehenden jungen Soldaten um das Podestchen sollten auf dem Bildnis und Blumenkranz lagen, und dann an so einem Ort und zu so einem Anlass, hat sich mir noch nicht ganz erschlossen.

Und weil wir schon bei ausführenden Organen einer Staatsmacht sind: die zyprische Polizei hat wissen lassen, dass insbesondere bis Oster-Sonntag die Verkehrskontrollen auf den Straßen rigoroser sein werden als sonst. Man werde auf Alkohol und Angeschnalltsein mit Nachdruck achten. Ja, sogar der neue Gesundheitsminister hat sich in Kaufhäuser begeben mediengewandt und -wirksam, und hat Stichproben durchführen lassen. Es sei alles in bester Ordnung mit dem Fleisch, welches verkauft wird, außer ein paar Vorfällen.
Überhaupt, schreibt die Alitheia-Tageszeitung vom 02.05.13, sei der Preis für Lamm- oder Schaffleisch im Gegensatz zum Jahr davor erfreulicherweise um 50% gesunken. Man habe sogar armen Bevölkerungsteilen ermöglicht, an Fleisch über die Feiertage zu kommen. Dazu wurden, wenn es richtig erinnert wird, 3 Tonnen Schweinefleisch angekauft, welches fein-sauber abgepackt sein soll. Vor dem Erhalt müssten nur noch einige Formularien erfüllt werden – in Athen hat die rechtsradikale Xrisi Awgi dafür gesorgt auf dem Syndagma Square, dass bloß keine Ausländer etwas von den Lebensmitteln, die kostenlos verteilt wurden, abbekommen. Merkwürdig ist an der zyprischen Verteilaktion, dass in diesem Artikel etwas weiter oben davon die Rede war, dass Zyprer bevorzugt Lamm und Schaf essen würden. Nun, einer muss wohl die Schweinefleischberge irgendwann in sich schaufeln, jetzt halt die Verarmten, die gewiss ganz froh darob sind!?! So kriegen auch sie zumindest etwas vom herrschenden Billigsegen im Lande ab. Denn die Angebote in den Supermärkten und via TV unterbieten sich geradezu und angeblich, die scheint es neuerdings in Hülle und Fülle zu geben.

Bei einigen Artikeln mag das zutreffen. So soll zum Beispiel auch der Kauf von Häusern und Wohnungen billiger geworden sein. Was die Preise in Cafes und so angeht, Orte, die von Touristen gern frequentiert werden, scheint sich wenig geändert zu haben an den Preisen. Zum Beispiel wird im neu eröffneten Cafe gegenüber dem Flo-Cafe in der Ledrastraße von Nikosia für einen Capuccino immerhin 3,80 € verlangt. Er schmeckt nicht schlecht.

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Ansonsten können noch so unterhaltende Dinge gelesen und gehört werden auf Zypern wie: der Bail-Out ist eine neue Form des Kolonialismus. Oder: Zypern muss aus dem Euro und der EU raus (das behauptet die von der Regierung gerade abgewählte AKEL). Schuld an Allem sind die Deutschen, Merkel!

Nur gut, könnte man da denken, dass der neue Präsident Anastasiadis glaubt, ausgerechnet zum Osterfest in Israel verweilen zu müssen. Auf diese Weise, war zu lesen in der Simerini, zeige er den Israelis seine Wertschätzung, und dass die angestrebten bilateralen Beziehungen für ihn und das Land – plötzlich – von enormer Wichtigkeit sind. So weit hier bekannt, hat Anastasiadis die palästinensischen Gebiete, Palästina, nicht auf dem Plan bei seiner Visite. Sogar Google führt neuerdings diesen Begriff, also Palästina, um dieses Gebiet so zu bezeichnen, wie es nach Meinung vieler bezeichnet gehört.
Anastasiadis ist scheinbar voll auf Kuscheltour mit Tel Aviv unterwegs. Schon am 28.05.13 soll die erste Delegation israelischer Unterhändler etc. in Nikosia oder Limassol eintreffen, um die Details der binationalen Deals fester zu surren. Das Spektrum dieser intensivierten Verbindung erstreckt sich vom leidigen Erdgas über die sogenannte Sicherheit bis hin zu Forschung und wahrscheinlich auch Tourismus. Tel Aviv lässt bereits verlautbaren, dass die neu in Schwung geratenen Beziehungen mit der Türkei (gern auch mit anderen in der Region) unter den intensivierten Kontakten mit Nikosia gewiss nicht leiden werden. Blöd nur, dass ausgerechnet zur Anwesenheit Anastasiadis in Israel Kampfjets der Israelis in Richtung Syrien abgeschickt werden, angeblich, um Raketentransporte nach dem Libanon oder dergleichen zu unterbinden. Wenn das mal kein Vorzeichen für … .

Dass Nikosia die Verhandlungen mit dem türkischen Norden gern etwas herauszögern würde, dürfte vielleicht schon durchgedrungen sein bis zu Ihnen. Doch vielleicht noch nicht, dass Eroglu, der türkischzyprische Präsident, darauf bestehen soll plus den Regierenden in Ankara, dass die Verhandlungen in Sachen Wiedervereinigung Zyperns und wann und wie diese geschehen sollen, sofort fortzusetzen seien. Die Entschuldigung der Republik Zypern, dass aufgrund der Finanzkrise die Verhandlungen mit dem Norden Zyperns zeitlich etwas später angesetzt werden müssten, will Ankara und Nord-Nikosia so nicht akzeptieren.
Nordzypern und die Republik Türkei werden ihre Gründe haben, ist zu vermuten. Der eine könnte sein, dass sie kalkulieren, der Welt derart gleich klar vor Augen führen zu müssen, wer denn nun wohl wirklich an einer Wiedervereinigung interessiert ist, nämlich die türkische Seite, weil sie darauf drängt, bei Verhandlungen zur Wiedervereinigung unverzüglich zusammen zu kommen.

In der Zwischenzeit wird scheinbar untersucht, warum die zyprische Regierung seinerzeit griechische Bonds aufkaufte, als bereits klar war, dass das Ding nur in die Hose gehen kann, falls gekauft wird. Der ehemalige Finanzminster Shiarly sagte vor einer Untersuchungskommission aus, dass sein Chef, Xristofias, mehr oder minder alles angeordnet habe, gesagt habe, er werde das schon lösen irgendwie – doch nun erstmal stillhalten oder so. Diese Aussage deckt sich mit der anderer Beteiligter. Einer davon und mit zuständig für den Kauf der Bonds, sagt, er habe Schiss davor gehabt, dem Regierenden Xristofias seinerzeit klaren Wein darüber einzuschenken, nämlich, dass das alles eher nicht ginge. Die Devise, die Xristofias ausgegeben hatte, sei gewesen: Ein Bail-Out vermeiden, keine Zugeständnisse gegenüber Brüssel!

Nepotismus ist bekanntlich auch in Bayern und dem Rest der BRD ein Problem. Da beschäftigt man als Bürgermeister oder Ministerin mal schnell den Cousin irgendwo , den Ehemann. So geschehen auch in Zypern, und Ähnliches geschieht hier seit mindestens 60 Jahren so. Dass Anastasiadis den praktizierten und allgemein geradezu anerkannten Nepotismus im Lande abschaffen will mit neu entworfenen Gesetzen, dürfte größtenteils Wunschdenken bleiben. Wer wird von den Delegierten im Parlament schon gegen seine jahrzentelang eingefahrenen Privilegien stimmen? ‚Nur‘ noch für 3 Legislaturperioden im Amt sein zu können votieren? Wie, seine Immunität im Falle einer Gesetzesüberschreitung verlieren?
Anastasiadis könnte, davon abgesehen, schon bald einfallen, dass auch ihm daran gelegen ist, das eine oder andere für Brüssel nicht nachvollziehbare spezielle Miteinander der Insulaner beibehalten zu wollen. Seine Anwaltskanzlei in Limassol, zum Beispiel, wäre da ein Thema, welches gewiss all zu viel Veränderung nach Richtlinien der Troika wenig gewinnbringend einstufen könnte. Bekanntlich beriet die Kanzlei von Anastasiadis, und tut es womöglich immer noch, wie Geld am besten so angelegt wird, dass der Fiskus in die Röhre guckt danach etc.

Für all diejenigen, die hofften, dass es in Sachen Bruttosozialprodukt demnächst wieder aufwärts geht in Zypern, die folgende Nachricht der Europäischen Kommission: Daraus wird zumindest die nächsten beiden Jahre nichts!
Desweiteren: Es wird nun wohl doch nichts mehr aus dem für unser eins bereits seit längerem als unrealistischen Traum eingeschätzten Sehnsucht der meisten Griechischzyprer, nämlich, ihre Besitztümer von einst im heutigen türkischen Teil der Insel zurückzuerhalten. Das Menschenrechtsgericht scheint da einen endgültigen Strich durchgezogen zu haben

(http://www.cyprus-mail.com/cyprus/echr-rules-out-right-return-greek-cypriots/20130504).

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Der letzte Präsident der Republik, also Dimitris Xristofias, der Kommunist, klebt offenbar so richtig fest an ‚Besitz‘. Er scheint nämlich hartnäckig seine Präsidenten-Limousine behalten zu wollen, die er sich weigert, an den jetzigen Präsidenten zu übergeben, ist zu lesen. Das versteht eben nur, wer verstehen kann, dass seine Partei, die AKEL, seit sie nicht mehr an der Macht ist, den Euro und die EU verlassen will. Angeblich würde es die EU in 5 Jahren eh nicht mehr geben, stand letztens in der Simerini zu lesen und irgendwie ähnlich ‚positivistisch‘ darf die herrschende Stimmung auf Zypern derzeit eingeschätzt werden. Nach dem Motto: Der beste Freund des Zyprers ist der Zyprer.

Dieser Spruch ist vielen unter Ihnen gewiss bekannt. Auf diesem Loch pfeifen nämlich noch immer gewisse Kemalisten und Nationalisten in der Türkei: Der beste Freund des Türken ist der Türke! Es gibt also durchaus Gemeinsamkeiten der Republik Zypern mit der Republik Türkei, könnte zynisch angemerkt werden.

Dass zukünftig Israel als Vermittler zwischen den beiden Seiten in die Presche springen könnte, scheint immer weniger abwegig zu sein.

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Gestern grüßte man noch mit Kalo Pazcha (frohe Ostern). Ab Morgen wird es dann wieder heißen Kali Anastasi (gute Auferstehung). Die Alitheia-Tageszeitung von heute schreibt, dass das von äußeren und inneren Mächten gebeutelte Land, also Zypern, keinen besseren Gruß mit auf den Weg bekommen könnte, als diesen. In diesem Sinne wünschen wir eine frohe Ostern den orthodoxen Christen in der Welt!

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Der Ostergruß

Fortsetzung: alles verlogen?

 

Im Allgemeinen sollten politische Entscheidungsträger gezwungen sein, regelmäßig Rechenschaft abzulegen, vor uns, dem Volk. Schließlich ist ja jedes Jahr auch Ostern.

Behauptet wird: Selbstbestimmung und Selbstentfaltung setzen ökonomische Sicherheit, Bildungschancen und die viel beschworenen Zukunftsperspektiven „unserer Kinder“ voraus. Dem scheint zumindest bislang so in Gesellschaften zu sein, die von sich behaupten, modern zu sein – sich als Initiatoren und Verursacher der Moderne schlechthin verstehen und installier-t-en.

Die Moderne und was das denn wohl ist, soll hier aber nicht das Thema zu Ostern werden.

Wie dem auch sei: Es stellt sich weltweit im Laufe der Zeit offenbar immer mehr die Erkenntnis heraus, dass öffentliche Ressourcen allen irgendwie gehören, daher allen möglichst zugänglich sein sollten. Inwiefern das Militär eines Landes als öffentliche Ressource zu verstehen ist oder nicht oder irgendwie, überlasse ich ganz Ihren Einschätzungen, werte Leser. Zumeist ist dem aber so, dass das Militär in der Welt und in den ihr von Menschen eigenhändig aufgestülpten Staaten eine entscheidende Rolle innehat, die, ob man es will oder nicht, durchaus die Frage nach den Ressourcen und so aufkommen lässt – egal ob dieselben öffentlich, privat oder welcher Natur auch immer sind. Und die Ressource Osterei hat vielleicht manchen daran bereits im Stillen denken lassen, in Tschechien zu Ostern einzumaschieren, weil eben Knappheit an Eiern herrscht in der Republik.

Das Militär ist also schon eher unser Thema heute.

Nun, der Wandel, der sich z.B. in Tunesien vollzog, konnte vordringlich deswegen sich so und nicht anders vollziehen, da führende Militärs seiner Zeit zur Jasmin-Revolution 2011 sich weigerten, das eigene Volk unter Beschuss zu nehmen. Sie wechselten daraufhin die Seiten und schlossen sich den Aufständischen an. Das wiederum war der Anfang vom Ende eines der besten Freunde des Westens aus der Region, das Ende von Zine el-Abdine Ben Ali. Der Hebel in den Köpfen der Tunesier konnte dergestalt umgelegt gehalten werden. Man rannte nun nicht mehr länger vor der Regimegewalt davon. Ausnahmen in der Region bezüglich dieses Wandels sind Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und das etwas weiter gelegene Komoren-Inselchen. Nachahmer des Trends oder der ‚revolutionären‘ Welle – nennen Sie es, wie es Ihnen gefällt -, gab es sogar in Israel oder in China.

Den Forderungskatalog der Aufsässigen Araber und Nordafrikaner mit den Gründen des Zypernproblems seinerzeit in Vergleich zu setzen, soll hier gewagt werden, auch wenn das orthodoxe Ostern dieses Jahr nicht zum gleichen Zeitpunkt wie das in der BRD stattfindet. Nun: Diese eben erwähnten Aufständischen forderten unter anderem die Abschaffung ethno-konfessioneller Diskriminierung und das Ermöglichen eines Lebens in Würde für alle. Was den Punkt Erweiterung des parlamentarischen Mitspracherechts angeht, das auch noch gefordert wurde, mag ein Blick auf die langwierigen Verhandlungen zwischen Nord- und Südzypern genügen, um zu verstehen, dass die Aufnahme dieses Punktes durchaus nicht irrelevant ist im hiesigen diametralen Vergleich. Diese Forderung des parlamentarischen Mitspracherechts, nämlich, wird in den Verhandlungen auf Zypern zwischen dem Norden und dem Süden der Insel schon seit Langem diskutiert ohne konkretes Ergebnis bzw. Kompromiss. Und dass der Zypernkonflikt sehr wohl auch ethno-konfessionelle Züge hatte und hat, wird wohl niemand mehr von der Hand weisen – außer wahrscheinlich die ewig hartgesottenen Nationalisten auf der griechischen Hälfte der Insel. Ich mag nicht abstreiten, dass es solche Spezies auch im Norden gibt. Doch die sind gewiss nicht so einfach anzutreffen, wie im Süden.

Es soll von Ihnen, verehrte Leser, nun aber nicht so verstanden werden, dass etwa als Grund für das Zypernproblem ein monarchisches System vorgelegen habe, wenn im Anschluss geschrieben wird, dass als weitere Forderung von den Aufständischen in Teilen der arabisch/nordafrikanischen Welt gefordert wurde: beschränken der konstitutionellen Monarchie – zumal es ja bekanntlich keine Monarchie auf Zypern gibt (wenn mal von den Engländern und ihrer sozio-politischen Involviertheit vor Ort abgesehen wird). Jedenfalls gibt’s in Marokko oder Saudi Arabien dieses monarchische Phänomen zu bewundern und in Syrien kann man durchaus sagen, herrscht eine Art Monarchie, Feudalsystem.

Daher: Im zyprischen Kontext darf von Ihnen ‚beschränken der Monarchie‘ bitte mit Beschränkung der monitären, ökonomischen und politischen Wirkkraft der so genannten „Off-Shore“ Gesellschaften in Zusammenhang gesetzt werden.

Ja! Versteht sich, dass die OFF-Shore Gesellschaften seinerzeit, als der Zypernkonflikt stattfand, ein anderes Äußeres hatten: die Kolonialmacht England, Großgrundbesitzer, die Kirche. Die letztere ist auch heute noch zu wirkmächtig im politischen Alltag der griechischen Zyprer.

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Es sollte also in gewissen Köpfen langsam die Einsicht reifen, dass der so genannte Wandel in Ägypten und anderswo in der Region durchaus klare und unvermeidlich verbindliche Signale ausgibt, nämlich: Herr und Frau 0815 haben dort verstanden, dass die Mächtigen nicht unantastbar sind. Dass dieselben international, wie auch national, sehr wohl zur Rechenschaft gezogen werden können. Daher dürfen sich Leute wie der regierende Xristofias nicht wundern, wenn sie womöglich nach ihrer Amtszeit doch noch für die eine oder andere krumme Sache geradestehen werden müssen.

Und Letzteres mögen sich nicht nur gewisse Kreise auf Zypern durch den Kopf gehen lassen, sondern auch in der BRD, dem drittgrößten Waffenhändler mit Anwärterschaft auf den ersten Platz beim Verkauf von Streuminen. Doch keine Panik: Noch schweben die Damen und Herren an der Macht auf irgendwelchen erfolgsbilanzierten Wolken. Die können sich sogar Vernunftsfeinde, wie die von der FDP oder CSU, leisten.

Dennoch: Der erneute Einzug der Piraten-Partei in ein Landesparlament, diesmal an der Saar, lässt erkennen, dass auch im Land mit den ‚tollen hohen‘ Löhnen, noch mächtig Zoff in naher Zukunft anstehen dürfte. Das Vorspiel sind wohl die Endlos-Debatten über den letzten Bundespräsidenten, der den Umbruch im südöstlichen Mittelmeer, versteht sich auf seine Weise und – diesmal – gesamtdeutsch, spiegelt,.

Der Friedenspräsident Gauck, der wahrscheinlich gerade aufgebaut werden soll, wird den Frieden derer, die Frieden wirklich wollen, noch auszustehen haben.

Bzirske von VERDI, oder wie man ihn schreibt, formulierte es bereits, und zwar ungefähr so: Ehrensold für die Leute von der Müllabfuhr! Und daher, nehmen wir an, streikt das Bodenpersonal an Flughäfen und im öffentlichen Dienst die unterschiedlichsten Leutchen.

Na dann dem Herrn Gauck & der Crew im Bundestag ein Friede, Freude, Eierkuchen und jedem noch ein Osterei – und ein einziges Ei den Piraten?

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