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Südosteuropa!

Gibt es das überhaupt!

Und wo endet es, wo fängt Südosteuropa an?

Zypern liegt im südöstlichen Europa, so weit südlich sogar, dass eigentlich von einem Teil Asiens gesprochen werden müsste. Afrikas?

Nordwesteuropa ist streng genommen der geografische Gegenpart zu Zypern in Europa. Und dass Briten, Bretonen und Schotten nicht in Europa leben, davon wüssten wir. Stimmt’s?

Also liegt Zypern in Europa!?

In westlichen Augen war Zypern gewiss lange Zeit ganz klar ein Teil des Ostens, des Nahen Ostens, der Türkei. Auch wenn die Venezianer, Engländer und andere westliche Mächte zeitweise die Insel unter ihrer Kontrolle hatten. Manche befürchten noch immer, dass Putin seine Fühler gen Zypern ausstrecken könnte, so wie er es kürzlich auf der Krim getan hat. Noch gibt es meist nur russische, türkische und persische Touristen aus dem Osten. Rumänen und Bulgaren, Moldavier und Ukrainer, die kommen eher zum arbeiten.

Bekanntlich waren die Perser und Türken für Länger im Besitz der Insel und überzeichneten das vormals afrikanische und nahöstliche Erbe mit ihrer östlich geprägten Anwesenheit, die eher etwas orientalisch zuweilen in die Herzen der Zyprer gelangte.

„Südosteuropa“ suggeriert irgendwie unweigerlich, keine feststehende Größe zu sein, wie es der „Osten“ oder der „Westen“ für uns tun. Es ist uns ein Mix, obgleich der Westen beispielsweise auch ein gemixtes Wesen aus vielen Ländern ist. Würde das Osmanische Reich offiziell nie untergegangen sein, wer weiß, dann wäre der Südosten Europas wahrscheinlich als große Einheit, als ein Block in unseren Köpfen verortet.

Vielleicht ist es gar nicht so unangebracht, davon auszugehen, dass die Briten und Osmanen die Insel eigentlich nie verlassen haben. Obgleich, die Briten unserer Zeitrechnung ließen über ihren Botschafter in Nikosia vor ein paar Tagen verlautbaren, dass im Fall einer zukünftigen Lösung der Zypernfrage, sie einen Teil ihrer Militärbasen bereitwillig zurückgeben werden. Allerdings bedeute das nicht, sagte der Botschafter, dass die Basen ganz aufgegeben würden. Und das wird neuerdings wieder von einigen griechischzyprischen Politikern vernehmlich gefordert. Zypern sei strategisch einfach zu günstig gelegen und, man höre, für Europa von Wichtigkeit.

Na ja, und als Überbleibsel des Osmanischen Reichs, erlaube ich mir ganz keck die Republik Nordzypern zu nennen. Zwar ritten die Türken dort unter Ecevit 1974 ein, doch das taten er und seine Mitstreiter auch, um diesen Teil des osmanischen Erbes zu ‚retten‘ – kompromisslos.

Apropos, es ist noch längst nicht ausgemacht, dass es zu der lang versprochenen Wiedervereinigung der Inselteile Zyperns dieses Jahr kommt. Zwar hat der Parteivorsitzende der DISY vor kurzem mit einem Politiker aus dem türkischzyprischen Norden geradezu feierlich die Grenze in Richtung Norden überschritten, um „drüben“ vor der alten Karavansaray Musik, Reden und dergleichen mehr in die laufenden Kameras zu entlassen. Ein paar Tage danach sah ich ihn in gewohnter Umgebung sitzend, und er sprach mal wieder von der Wiedervereinigung. Zu meiner Überraschung sprach er in diesem Zusammenhang davon, dass aber die Stadt „Morfu“ zurück gegeben werden müsste von den Türkischzyprern, ansonsten wäre nichts drin mit Wiedervereinigung.

Diese Argumentation ist schon etwas schräg vor dem Hintergrund der tollen Worte und Absichtserklärungen an der erwähnten Feier, wenn man zudem bedenkt, dass es ja nicht die Türkischzyprer waren, die den Annanplan im Jahr 2004 ablehnten. Außerdem sind es die Nordzyprer ausgerechnet, die mit dem inselweit knapper werdenden Gut Frischwasser aus der Türkei versorgt werden und bei Bedarf gewiss auch schon bald mit Strom.

Die Russen haben ihre Arbeiten am Atommeiler gegenüber Zypern auf dem Boden der Türkei gerade eingestellt, weil die Türkei und Russland bekanntlich dabei sind, eventuell einen Nebenkriegsschauplatz aufzubauen oder sich offen zu halten. Diese unerfreuliche Tatsache steht wahrscheinlich auch nur hier geschrieben. Die wird seit je her beflissentlich verschwiegen.

Die Trümpfe sind längst noch nicht ausgespielt im Südosteuropa-Poker. Keiner lässt sich in die Karten sehen und niemand kann abschließend sagen, welche Richtung dieser Poker inmitten der anderen Konflikte, die über und an Zypern vorbei laufen, letztlich nehmen wird.

Erdogan hat sich derzeit auf die Kurden im eigenen Land eingeschossen. Angela Merkel wird Erdogan demnächst aufsuchen und daran erinnern, dass die Türkei nun endlich mal beginnen müsste, den Flüchtlingsstrom einzudämmen. Das fordern ausgerechnet diejenigen, die bei 1,5 Millionen Flüchtlingen im Land laut zu stöhnen beginnen und die Säcke voller Geld haben. So weit hier bekannt ist, haben die Europäer die 3 Milliarden Euro an Ankara noch nicht überwiesen, um den Job, Flüchtlinge von der Flucht nach Nordeuropa abzuhalten, für sie auszuführen.

Gerade stehen zigtausende Flüchtlinge auf der syrischen Seite des Grenzverlaufs zur Türkei und Ankara meint, die könnten nun nicht mehr in die Türkei einreisen. Ankara wolle ihre ‚Betreuung‘ in Syrien selbst vornehmen. Wir alle vernehmen dazu staunend: Die EU fordert die Türkei auf, die 60.000 oder mehr Flüchtlinge umgehend in die Türke einreisen zu lassen!

Ich sehe im Geiste bereits das lächelnde Gesicht von Herrn Davutoglu und das etwas zerstreut und getrieben wirkende mit nach unten hängenden Backen von Frau Merkel, wenn sie sich vor den TV-Kameras demnächst wieder zeigen werden und sich „Kooperation“ versprechen.

Es sei daran erinnert, dass in der Türkei über 3 Millionen Syrer sein sollen. Die meisten Syrer sind zwar Muslime, wie die meisten Türken auch, und waren mal ein Teil des Osmanischen Reiches und daher auch mental etwas vertraut mit türkisch geprägten Kulturkreisen. Letztendlich sind den meisten Türken die Syrer aber in etwa so fremd wie den meisten Deutschen Türken.

Arabisch und Türkisch haben nichts gemeinsam außer einigen Worten, die im schlechtesten Fall noch nicht mal mehr das selbe bedeuten oder bezeichnen.

Ist die Rede von Südosteuropa, denkt man vordringlich an Bulgarien, Rumänien, Moldavien, Griechenland und auch Teile der Türkei (Trakien). Der „Balkan“ ist sonderbarer Weise eine Dimension für sich, was wohl damit zusammenhängt, dass ab 1991 sich die ehemaligen Teilstaaten Jugoslawiens vehement daran störten, mit dem östlich von ihnen gelegenen Russland in einen Topf geworfen zu werden. Im Zeitalter des Nationalen wird halt das Imperiale gering geschätzt. Und das ist womöglich so seit dem Aufkommen des ersten Nationalstaates in Frankreich nach der berühmten Revolution.

Die türkische Cumhüriyet Tageszeitung berichtete 2015 über die Lieferung von Waffen an islamistische Extremisten in Syrien. Diesen Job hatte der sagenumwobene türkische Geheimdienst „MIT“ übernommen gehabt. Ein recht guter Verbündeter des deutschen Geheimdienstes BND, wird gesagt. Die Journalisten, die das aufgedeckt haben wollen, woran eigentlich nur noch wenig bis gar kein Zweifel besteht, wurden von Erdogan selbst angezeigt und braten seither hinter Gittern. Es gibt da noch andere, die Erdogan gern zur Haft mit etwas Folter eventuell haben mag. Gülen.

Dass die USA den Prediger und Gründer der „Hizmet“-Bewegung an Ankara ausliefert, den Herrn Gülen, ist Erdogan noch nicht gelungen. Im Gegenteil. Die USA beschuldigen die Türkei derzeit sogar, alles andere als eine Rechtsstaatlichkeit im Lande walten zu lassen.

Die Hizmet-Bewegung ist in der Welt gut verlinkt. Zum Beispiel betrieben sie noch bis vor kurzem eine Schule im Jemen/Sanaa. Herr Gülen wohnt seit dem Jahr 1999 in Pennsylvania/USA. Mit seinem einstigen Spießgenossen Erdogan überwarf er sich im Jahr 2013 – wegen irgendeinem Kuddel-Muddel in Geldangelegenheiten, versteht sich.

Wie sagte Herr Demirtas, Parteivorsitzender der mehrheitlich kurdischstämmigen, türkischen HD-Partei, die kürzlich erneut ins türkische Parlament gewählt wurde zum Missfallen Erdogans und seinen Parteigängern der AKP, indem er die Ausdrucksweise Erdogans aufgriff:

„Es wird hier kein Krieg im „Osten“ geführt, sondern ein Krieg gegen die Kurden.“

Leider ist die Rolle, die Erdogan im Syrienkonflikt einnimmt, eine eher seltsame. Bei den Friedensverhandlungen in Genf spricht er sich vehement dagegen aus, dass die syrischen Kurden (YDG-H) am Verhandlungstisch sitzen. Seine Begründung: die sind Terroristen wie die PKK in der Türkei, deren Erfüllungsgehilfen, deren rechte Hand. PUNKT.

Sonderbar daran ist, dass die USA und die EU diese Argumentation Erdogans und seiner AKP schlucken, also zumindest so schlucken, dass Erdogan weiterhin diejenigen bombardieren und/oder ausschließen kann an Verhandlungstischen, die zum einen auf dem Boden gegen den Islamischen Staat kämpfen, und zum anderen schon längst einen zumindest autonomen Status verpasst bekommen hätten müssen – auch in Syrien.

Nun, Erdogan hat ein ‚gutes‘ Vorbild: die Israelis. Die vorenthalten den Palästinensern schließlich schon seit der Existenz des Staates Israel das Recht, einen eigenen Staat zu haben.

Israel ist wesentlich daran beteiligt,dass der Islamismus um uns herum sich im Laufe der Zeit aufgetürmt hat und wächst und wächst bis sogar in manche Kirche, die notfalls mit muslimischen Flüchtlingen temporär angefüllt wird.

Bevor es den Islamischen Staat gab, gab es bereits al-Qaida und noch ganz andere islamistische Organisationen. Die erstere ist jedenfalls noch immer herum. Die hatten und haben in ihrer Argumentationskette vor allem diese Israel-Palästina-Ungerechtigkeit als einen der Hauptgründe für ihre unüberhörbaren Attacken gegen den Westen im Portefeuille – und ihre Radikalisierung.

Angeblich, sagt Ankara, erhielt die YDG-H direkt Befehle von der PKK und außerdem würden Teile der syrischen Kurden mit dem Assad Regime zusammenarbeiten. Mal ganz zu schweigen davon, arbeitet Erdogan schon längst wieder dicke mit Israel zusammen. Das ist außerdem bislang auch unausweichlich. Und daher hätte er sich und uns sein Geschreie und Protest sparen können, als die Israelis taten, was sie gegen Palästinenser zu oft tun: Sie töteten einige Aktivisten der türkischen Mavi Marmara, die Hilfsgüter nach Palästina bringen wollten.

Außer Erdogan hat eigentlich niemand dagegen angeschrien. Jetzt klüngeln sie wieder im Geheimen und wir dürfen uns fragen, welche Angelegenheit wird gerade besonders beklüngelt und wer wird dann als Ergebnis eins auf die Mütze kriegen, wer daran ganz besonders sein Süppchen kochen?

Ach ja, 1999 wurde außerdem auch Abdullah Öcalan (PKK) verhaftet, und zwar ist das auch das Jahr, in dem Fethullah Gülen die Türkei verließ. Öcalan kam in Haft auf ziemlich sonderbarer Weise: über Moskau, Rom und irgendwo in Ostafrika und Gülen weniger spektakulär, doch nichts desto trotz merkwürd genug, dass er nach Pennsylvania/USA floh, wo man so einen Mann einer muslimischen Bruderschaft zuletzt hin flüchtend gedacht hätte. OK, das stimmt. Er ist wie Erdogan sehr auf Geld und Reichtum fixiert. Das ist ja erst mal nichts Verwerfliches.

Ein seltsames Phänomen soll den YDG-H-Kämpfern neuerdings eigen geworden sein: Sie spielen sich sozialistisch atypisch plötzlich als Sittenwächter auf. Nichts mehr drin mit Kartenspielen gegen Geld, ‚leichten‘ Mädchen oder Jungs, kein Alkohol in ihrem Machtgebiet etc. Volkstribunale anstatt.

Sollten diese Informationen über die neue Moral der YDG-H-Kämpfer zutreffen, so darf davon ausgegangen werden, dass dieser Ruck ins moralistische, pseudo-islamistische Lager auch die PKK erfasst oder bereits teils erfasst hat. Das wäre dann wohl ein Kollateralschaden sondergleichen, den die Regierenden in Ankara mit verantworten. Denn sie und ihre Vorgänger der damaligen, türkischen Wohlfahrtspartei unter Erbakan, Ziehvater Erdogans und sein späterer Feind, haben das Land kräftig in diese Richtung gezogen.

Uns allen ist noch der ägyptische Präsident Mursi vor Sisi in Erinnerung, der im Lande eine ähnliche Islamisierung bewerkstelligt hatte und an die Macht gekommen, sein wahres Gesicht viel zu flott offenbarte.

In der Türkei unter Erdogan machen es islamistische Kreise zeitlich etwas in die Länge gestreckter. Was durchaus als klug bezeichnet werden darf. Mal sehen, ob Erdogan endlich seine Verfassungsänderung demnächst erhält, weil eigentlich ist die etwas zu eilig angebahnt, um als Präsident nach dem Vorbild des US-Präsidenten, beispielsweise, alleine herrschen zu können – wie ein Sultan.

Wo diese Entwicklung noch landen wird, ist im Bezug auf Zypern klar, wenn sie denn so verläuft: Sie wird in Zypern landen. Nicht allein, dass die vielen Festlandtürken in Nordzypern bereits nachweislich gläubiger wurden und weiterhin werden, die inzwischen mehrheitlich mit türkischzyprischen Pässen ausgestattet sind. Nein, nun scheint im Lichte dieser aufgezeigten Entwicklung, wenn sie denn eintritt, auch eher gegeben, dass die vielen Nordzyprer, die kurdischer Herkunft sind und bislang eher als säkular Denkende eingestuft werden konnten, allmählich in diese islamistischere Richtung sich bewegen werden.

Auf Gesamtzypern bezogen dürfte das unweigerlich dazu führen, dass die ziemlich sperrige griechisch-orthodoxe Geistlichkeit Zyperns sich dadurch gern verleiten lassen könnte und entsprechend aufdrehen wird, um „das Christentum zu retten“. Schließlich sieht man sich im südöstlichen Mittelmeer auch als eine Art Speerspitze des Christentums im, mit Verlaub, islamischen Sumpf.

Angenommen all das zuvor Erwähnte kommt so ähnlich zur Wirkung 1 – 2 Jahre nach Wiedervereinigung Zyperns, denn etwas Zeit braucht es gewiss schon, bis diese Welle merklich auf Zypern ankommen wird, dann guten Nacht, wenn keine Vorkehrungen getroffen wurden.

Ansonsten wäre die von vielen erwünschte Wiedervereinigung vor dem gezeichneten Hintergrund eher der Grundstein dafür, dass sich die Volksgruppen auf der Insel – wie beinah im gesamten Nahen Osten – an die Gurgel springen. Einer der Gründe dürfte die durchaus herrschende Neigung sein, sich als Märtyrer zu begreifen. Dass die religiöse Obrigkeit den Zeitpunkt gekommen sieht, seine Auslegung der Wahrheit auf Biegen und Brechen ‚verteidigen‘ zu müssen. PROST, MAHLZEIT!

Die schweizerische Tageszeitung NZZ zeichnet ein Szenarium andernorts, das vor dem oben gezeichneten Verlauf die Zyprer wirklich endlich sich schnell vereinigen lassen sollte, und das kann aber eigentlich nur von Erfolg gekrönt sein, wenn der Orthodoxie davor ihr zukünftiger gesellschaftlicher Platz zugewiesen wird, und zwar mit aller Härte: in der Kirche und in den Klöstern und raus aus der Innen- und Außenpolitik! Ansonsten ist das (alte) Debakel vorprogrammiert.

Nun zum Szenarium als ‚Vorkoster‘ des Debakels, welches die NZZ in anderem Zusammenhang wiedergibt:

„In Cizre [Türkei], wo seit Dezember eine umfassende Ausgangssperre gilt, harren seit neun Tagen mehr als zwanzig Verwundete in einem einsturzgefährdeten Gebäude aus. Laut Berichten von Nachrichtenagenturen sind inzwischen sechs Personen ihren Verletzungen erlegen. Ambulanzen hatten vergeblich versucht, die Verwundeten zu bergen. Die prokurdische Demokratische Partei der Völker (HDP) wirft der [türkischen] Regierung vor, den Rettungseinsatz zu behindern und sogar Helfer ins Visier zu nehmen. … Aus Protest gegen die dramatische Lage in Cizre befinden sich drei Parlamentsabgeordnete der Oppositionspartei seit letztem Mittwoch im Hungerstreik.“

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Die Hitze der letzten Tage ist gerade etwas gedämpft. Mag sein, dass das auch im Politischen zutrifft. Was die Türkei indes angeht, scheint die Politik der AKP unter Erdogan gerade an die Wand gefahren – das Vehikel brennt lichterloh.
Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, was so in etwa gerade abgeht in der Türkei, wurde ein Artikel vom 24.07.2015 in der Sözcü von dem ‚guten‘ alten Herrn Cölasan für Sie herausgefischt – weil der konnte schon damals, als er noch für die Hürriyet schrieb, die Regierenden unmissverständlich bekritteln.

„Liebe Leser! In der Türkei ist nirgendwo Sicherheit übriggeblieben. Den Platz des Staates haben Terrororganisationen eingenommen. Die sind jetzt für Sicherheit zuständig. Jede dieser Organisationen hat ihre eigene Sicherheit. Ein Abgeordneter der AKP hat vor ein paar Tagen die Lage in seiner Region beschrieben: „Wir werden hier von der PKK regiert. Es gibt hier Gerichte der PKK. Zum Beispiel ist deren normales Gericht in Van und das der Ebene darüber in Diyarbakir. Die Urteile, die die fällen sind zulässig. Berufung gibt es nicht … . Nur weil die Urteile schnell gefällt werden, ist die Bevölkerung zufrieden!“

In der Region nimmt der Terror zu und die Polizei kreuzt lediglich auf, wenn etwas passiert ist. Die Soldaten sind in den Kasernen. An der Grenze nach Syrien laufen die lediglich auf. An der Grenze hören Sie, [verehrte Leser], täglich von schwerem Kriegsgerät, Konvois, Rotmützen, Schützengräben, die ausgehoben werden. Dass etwas getan wird, doch was, das weiß niemand.

Nicht nur im Osten und dem Südosten der Türkei herrscht Unsicherheit. Das ist auch der Fall in Istanbul. Null-Sicherheit! Die Grenzen gleichen einem Sieb.

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Nun werde ich die Darstellungen eines Kollegen von gestern wiedergeben. Er berichtet von der Lage im Land. Die Sabah-Tageszeitung berichtet also folgendermaßen: „ … Seltsame Gestalten sind den Mord in Suruc ausnutzend wieder aufs Trapez gekommen. Von Istanbul nach Mersin, von Diyarbakir nach Van haben dunkle Mächte die Straßen in ein Schlachtfeld verwandelt. Vermummte haben bis in den Morgen um sich geschossen, Bomben platzen lassen, Parteibüros und -häuser in Brand gesteckt. Provokative Kräfte haben sich mit der Polizei ein Shoot-Out geliefert. Molotof-Cocktails, Feuerwerkskörper und Steine flogen. Genau so sieht Vandalismus aus, den sie darstellten.“

Die geschilderte Sachlage der Kollegen der anderen Zeitung ist zwar unvollständig, aber sie stimmt. Was halt stimmt, das stimmt! Und wer verantwortet das?
Wo ist der Staat, wo die Regierung?

Gewiss haben Sie diejenigen im TV gesehen, die wegen der Angelegenheit in Suruc auf die Straßen in Istanbul gingen, um zu protestieren: im Parka, vermummt… . Und in ihren Händen halten sie automatische Schusswaffen. Die marschierten so durch Stadtmitte.

Nun, wo war die Polizei?
Die war nirgends!

Offensichtlich wurde ihnen angeordnet, sich dort nicht blicken zu lassen, damit nicht noch Schlimmeres passiert.

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Wegen dem Vorfall in Suruc wurden in Ceylanpinar, Provinz Urfa, aus Rache 2 Polizisten zu Märthyrern. Im Osten, Südosten und verschiedenen anderen Regionen gibt es einen großen Tumult. Ein Terroranschlag nach dem anderen. Nun gerade noch einen Beitrag eines Kollegen von gestern, aus der Yeni Safak der Titelseite entnommen, wo auch ein Foto zu sehen ist: „Der Bandit wurde rasend. 13 Vehikel setzten sie in Brand. In Kagizman, Provinz Kars, haben so um die 30 bewaffnete Terroristen 8 LKW, einen LPG-Tanker, 2 Pick-Up und 2 PKW angesteckt. Die Busse, die gerade vorbeikamen, wurden angehalten und den Insassen die Handys abgenommen … .“

Fahrzeuge wurden also angezündet. Bis ins kleinste Detail gibt es Fotos davon.

Nun, wo ist die Polizei, wo der Staat?
Gibt’s nirgends!

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass das lediglich von Kollegen Berichtetes ist [, was er wohl besser dazu sagt, wo die Erdogan Administration immer rigoroser Journalisten und andere missliebige ‚Nörgler‘ wegstecken lässt. Die zitierten Kollegen sind eigentlich als AKP-nah verschrien].

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Überall Terror in der Türkei. Was in der Presse darüber erscheint, macht vielleicht 1% aus – solange es nicht um Verbrechen geht. Die IS-Islamisten arbeiten verdeckt und geräuschlos. Erst wenn eine Bombe hochgeht, machen sie ein Geräusch. Die PKK hingegen operiert hörbar. Die haben sogar noch nicht mal mehr ein Problem damit zuzugeben, dass sie das Verbrechen in Ceylanpinar begangen haben. Die IS-Milizen sind bislang noch nicht auf den Straßen [offen] anzutreffen. Die PKK aber überall. Zusammen mit den beiden Terrororganisationen sind wir Nachbarn an der syrischen Grenze und begnügen uns damit, deren Künste zu begucken. Was anderes fällt [niemand offensichtlich] ein. Unsere großen Herren haben scheinbar einen leichteren Weg gefunden. Sie halten Reden gegen den Terror. Wir werden die Rechnung verlangen! Unser Land ist sehr stark usw.

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Die PKK hat in Istanbul einen von der IS umgebracht. Hat niemanden interessiert. Die PKK ist mit langläufigen Waffen auf den Straßen … . Die Polizei in Istanbul ist abgetaucht [wahrscheinlich dorthin, wo sie aus den Huren, Zuhältern und anderen noch ein paar Lira rausschlagen kann, sagen wir, als Trostpflaster]. Wenn die nicht angegriffen werden, sind sie nirgends zu sehen.

Als ein Teil derjenigen, die in Suruc starben, in Istanbul beerdigt wurden, hat der Gouverneur von Istanbul eine Rede gehalten, die wahrhaft gehört werden muss:
„Die Bewegung, die dem Gesetz nach ungesetzlich ist, gegen die wird im Rahmen der geltenden Gesetze entsprechende Maßnahmen unternommen sowie Bestrafungen. Daran soll niemand zweifeln.“

Bravo! Solche Verlautbarungen werden wahrhaft prächtig werden… . Der Terrorist, der davon erfährt, wird auch sofort seine Waffe fallen lassen und sich verstecken, sich danach ergeben. Also, das bedeutet: Nirgends herrscht so was wie Sicherheit in der Türkei.

Die Aussichten sind düster, und der Staat und die Regierung, die gerade dran sind, haben nichts Wichtigeres zu tun, als sich um das Aufkommen von Neuwahlen zu kümmern.

Allah gebe uns Ruhe. Amen!“

K. Gürsel von der Milliyet wurde entlassen. Er hatte Erdogan kritisiert. Auf Twitter meinte er: „Das Erdogan-Davutoglu-Gespann hat die Sicherheit der Türkei durch ihre Syrienpolitik gefährdet. Und das habe ich schon immer gesagt. In Suruc wurde diese Bedrohung nun zur Tat. Der Verantwortliche für die Toten in Suruc ist die Syrienpolitik der AKP … Die ausländischen Führer, die aufgrund der Angelegenheit in Suruc mit der IS anrufen, um ihr Beileid bei dem auszudrücken, der dafür verantwortlich ist, ist eine Schande.“

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Die Türkei und die Kurden

Endlich die ersehnte Waffenbrüderschaft?

So langsam fügt sich das Bild in Sachen Türkei mit ihren Kurden, Türken, Arabern und anderen Volksgruppen in diesem Land etwas verständlicher im Hinblick auf die bevorstehende Zukunft zusammen. In wie weit sich das auf Zypern auswirkt, wird vorerst und weiterhin Objekt von Spekulationen sein und bleiben. Doch unberührt bleibt die Insel davon keinesfalls. Bevor also zum eigentlichen Thema gekommen wird, dem scheinbar seltsamen Einsatz der türkischen Armee kürzlich, als die Gebeine des Großvaters von Osman, dem Begründer des Osmanischen Reichs, geborgen wurden und das Gebäude, in dem diese ruhten, zerstört zurückgelassen wurde, wobei mindestens ein türkischer Soldat gefallen ist, sollen zuerst geschwind noch einige weitere Informationen zur Türkei durchgegeben werden, die interessieren dürften.

Würde sich die Türkei unter Erdogans AKP nicht so deutlich in Richtung islamischer Staat, also einem Kalifat, entwickeln, könnte die Nachricht, dass in der Stadt Ercis, welche in der Provinz Van liegt, wo sich der erste Scharia-Verein gründet hat, nicht all zu sehr aufhören lassen. Der Verein gibt vor, religiöse Studien zu betreiben. Recep Caliskan ist der Initiator und Vorsitzende dieses Vereins. Er spricht davon, schon bald in der gesamten Türkei Ableger des Vereins einrichten zu wollen. Seltsam daran ist schon mal, dass ihn niemand daran zu hindern gedenkt von Seiten der Regierenden, und zwar vor dem Hintergrund, dass Caliskan die französichen Terroristen verteidigt, nach Darstellungen der türkischsprachigen Aydinlik-Tageszeitung vom 26. Februar 2015, die die Journalisten von der Charlie Hebdo mordeten. Das tut er u.a. folgendermaßen: „Wenn der Staat nicht gegen Personen eintritt, die den Propheten der Muslime angreifen, dann hat diese Arbeit die Bevölkerung zu tun“.
Außerdem würden die Türken das Gebet nicht mehr richtig verrichten, findet Caliskan. Sein Familienname bedeutet übersetzt „fleißig“ und hat ihn vielleicht auch deswegen, wer weiß, dazu gebracht, sich für die Scharia breit machen zu wollen in der noch kemalistisch laizistisch geprägten Türkei. In der Scharia wird dem Cihad (das fleißige Arbeiten am inneren Schweinehund eines jeden u.a.) ja bekanntlich eine wichtige Rolle zugewiesen. Jedenfalls findet Caliskan, dass die Muslime zersplittert seien, womit er wohl die verschiedenen Strömungen dieser Religion meint. Und es ist zu vermuten, dass neue Ansichten, die vor allem im Westen entwickelt werden unter Muslimen und andernorts da auch darunter fallen. Caliskan: „Früher wurden Kinder in Europa mit Folgendem Angst gemacht, die zu Bett gebracht wurden und nicht schlafen wollten: „Schlaf, sonst kommen die Türken dich holen“!
Die Europäer hatten die Türken also als diejenigen ausgemacht, die Köpfe abschneiden. Und auf gleiche Weise wird heutzutage die Scharia bekanntgemacht, sagt Caliskan. „Wir werden alles tun, um den Menschen die Scharia beizubringen“.

Des Weiteren wird berichtet, dass die AKP-Regierung mit der neuen Änderung der Strafgesetzgebung der Türkei eindeutig die Verfassung des Landes aushebeln wird. Prof. Dr. Adem Sözüer von der Istanbul Universität (Rechtswissenschaften) sagt, dass die Polizei mit diesem neuen Erlass praktisch von jedermann grundlos verlangen kann, die Hose runter zu lassen, egal, wo das ist und wer dabei steht. Und wer der Aufforderung nicht folgt, darf sich nicht wundern, wenn er danach als Leiche daliegt. Inzwischen bereut der Professor offenbar, an der Ausarbeitung des sogenannten „Inneren Sicherheits-Paketes“ als der „Regierung nahe stehende Person“ mitgewirkt zu haben. Denn die Vollmachten, die der Polizei mit diesem Gesetz eingeräumt würden, bedeuteten im Grunde die Einführung der „Todesstrafe“ durch die Hintertür.

Die Aydinlik Tageszeitung der Türkei fragt in ihrer gestrigen Ausgabe auch nach Belegen, die belegen, dass der ehemalige Präsident der Republik, Gül, den HUBER aus eigener Tasche bezahlt habe. Ein Huber ist zu vermuten, ist ein Hover Craft Boot, die in der Türkei als öffentliche Transportmittel im Einsatz sind. Die Aydinlik mag auch wissen, was denn nun mit den 55 Polizisten ist, also den insgesamt 100 Personen und deren Gehalt, die Herrn Gül noch immer umgeben? Und wer bezahlt die 18 Autos, die zu seiner Verfügung stehen und deren Spritverbrauch? Die Aydinlik erinnert auch daran, dass die Kosten, die entstehen beim Warmhalten und Führen des Hauses des Präsidenten, in dem er noch immer lebt, dem Kösk, ebenfalls auflaufen. Wer soll das bezahlen?
Zwei Dinge würden daher von Gül jetzt endlich erwartet: Dass er aus der Kösk ausziehe, wo er doch bereits geäußert habe, ausziehen zu wollen. Und dass er die Belege vorlegt, die belegen, dass er für die entstandenen Kosten bezahlt hat.

Irgendwie soll es Tayyip Erdogan in letzter Zeit immer öfters so drehen, dass ausgerechnet dann, wenn eine Übertragung einer Rede des Oppositionsführers Kilicdaroglu vorgesehen ist, just zu diesem Zeitpunkt auch Erdogan irgendwo eine Rede hält, die dann – selbstverständlich – von den Sendern übertragen wird, anstatt der von Kilicdaroglu.

Ansonsten gibt es noch etwas Streit mit den USA und den NATO-Partnern, da die AKP-Regierung erneut Waffen aus Russland (zuvor S 300) orderte. Es wurde ihr bereits nahegelegt, den Deal zurückzuziehen und dass diese Waffen auf keinen Fall in die bereits vorhandenen Waffensysteme der NATO eingebunden werden könnten – was auch für die aus China stammenden Waffen (davor CPMIEC) gelte.

Doch nun zu dem Artikel in der Aydinlik, der in Auszügen übersetzt wird für Sie:

2014-10-11 15.10.56

„Die PKK-Kanton Anerkennungsoperation

Die Diskussion darüber, ob die Schah Firat Operation erfolgreich war oder nicht, wird weiterhin von Beobachtern dieser Operation fern gehalten. Also die politische Dimension der Angelegenheit… .

Die Operation, bei der das Mausoleum aus 37 km Entfernung an unsere Grenze gezogen wurde, ist keine Sache. Die Schah Firat Operation ist:

1) ein Glied innerhalb der Strategie der USA

2) ein Anzeichen dafür, dass eine Zusammenarbeit mit der PKK-PYD (syrischer Ableger der PKK) bevorsteht

3) dass der kurdische Korridor der Peschmerga aus Kobane einen größeren Einflussbereich erhalten soll

4) dass anstelle des syrischen Staates ein PYD-Staat errichtet wird

1.1) Die Unterzeichnung des Ausbildungs-Ausstattungsprogramms bedeutet, dass die AKP-Regierung die Strategie der USA übernimmt und an der Front umsetzt.

1.2) Dass die Strategie der USA in Sachen IS die ist, dass in den Gegenden, in denen die IS im Irak und Syrien geräumt wird, die PKK und die KDP ihre Herrschaftsgebiet errichten werden. Von Basra bis zum östlichen Mittelmeer wird ein kurdischer Korridor errichtet auf Wunsch der USA, und um das zu erreichen, wird das Gebilde namens Nordirak mit dem syrischen Norden an den Hafen von Iskenderun/Türkei angeschlossen.

1.3) Die USA-Strategie sieht vor, dass die Koalitions-Mächte aus der Luft, und die Terroristen, welche die USA und die Türkei ausgebildet haben, auf dem Boden Operationen ausführen werden. Daher wurde das Ausbildungs-Ausstattungsprogramm ja unterzeichnet.

2.1) Bei dieser Strategie kommt letztlich heraus, dass die PKK und die Türkei an gleicher Front miteinander kämpfen (via den syrischen Arm der PKK, der PYD und deren Kampfeinheiten namens YPG). Zu guter letzt wird der türkische Generalstab nicht etwa von der PYD sein Einverständnis (für Operationen) erhalten, sondern die PYD lediglich (davon) unterrichten; was in den AKP-Medien als „passive Kooperation“ bezeichnet wird… .

2.2) Am 21. März soll von der kurdischer Seite das, was bis dahin zustande gekommen ist, veröffentlicht werden. Das heißt, die Partnerschaft der AKP mit der PKK ist im Grunde eine Vereinbarung, nach der die PKK an Stelle der Türkei in Syrien Waffen gebrauchen wird. Es sieht also rein gar nicht nach Entwaffnung (der PKK) aus, sondern nach Aufrüstung.

3.1) Das Ergebnis dessen, dass die USA in Kobane einen Peschmerga-Korridor öffnete, dient seither der USA auf diesen kurdischen Korridor Einfluss zu nehmen. Die AKP-Regierung hat dergestalt nicht nur der PYD in diesem Korridor militärische Hilfe geleistet, sondern zwischen den kurdischen Korridoren eine wichtige Verbindung kreiert. – Die Korridore sind noch offen -. Dass das Mausoleum nach Esme gebracht wurde, hat somit im Grunde eine ganz spezielle Note.

3.2) Seit also mit dem Ausbildungs-Ausstattungsprogramm die Bewaffnung der Terroristen angefangen hat, ist die Erbauung einer Mausoleums-Polizeistation in Esme, deren Errichten 3 Jahre dauern wird, auch Anzeichen dafür, dass dieser Ort an der Front einen Sicherheitsstreifen markieren wird.

4.1) Als das Mausoleum an seinem alten Ort stand, war unser Ansprechpartner Syrien. Indem das Mausoleum nach Esme gebracht wurde, also in dem nach internationalem Recht Land eines souveränen Staates okkupiert wurde und wird, hat Syrien aufgehört, dieser Ansprechpartner zu sein. Doch wer ist der neue Ansprechpartner? Das ist die YPG, die Esme unter ihrer Kontrolle hat. Das bedeutet praktisch, dass Ankara die YPG an Stelle von Damaskus als Ansprechpartner gewählt hat. Auf diese Weise hat der syrische Arm der PKK, die PYD, Legalität erreicht, was so viel bedeutet wie, dass eine Art Kantons-Status erreicht wurde.

4.2) Die Kampagne der Kurden, die gegen die IS einen Freiheitskampf ausfechten, hat nicht nur der KDP, sondern auch der PKK dazu verholfen, mit Waffen versorgt zu werden. Gleichzeitig müht sich die Erstere, die PKK von den Terrorlisten (international) entfernt zu sehen. Ankara hat mit der Schah Firat Operation gezeigt, dass es diese Bemühungen nicht zu blockieren beabsichtigt und so international der PKK unter die Arme gegriffen.

Das heißt, diese Entwicklungen werden die Türkei und die Region in naher Zukunft beeinflussen. „Ob die Türkei erfolgreich oder erfolglos ist, hängt am Faden. Wir müssen das Ausbildungs-Ausstattungsprogramm in eine passende politische Mobilisierung kleiden.

Regional sieht die Lage noch so aus, dass diese zu unseren Gunsten stehend zu bewerten ist“!

All das, was oben angeführt wurde, erklärt nun auch etwas besser, warum die Türkei trotz Abbruch der ehemals guten Beziehungen mit Syrien, im Jahre 2013 und 2014 dennoch „verwunderlicher Weise“ gute Exportbilanzen nach Syrien vorweisen kann. Schieber und ‚Schmuggler‘ haben auf beiden Seiten, wird geschrieben, das Geschäft in die Hand genommen, und zwar von der Türkei in die von den Kurden verwalteten Zonen Syriens. 2013 betrug dieser Export 1 Milliarde 24 Millionen TL und 2014 waren es bereits 1 Milliarde und 803 Millionen TL. Im Jahr 2012 zum Vergleich, also als die Beziehungen gerade schlecht geworden waren zwischen Ankara und Damaskus, belief sich dieser Export auf lediglich 498 Millionen TL.

Dennoch sind die Prognosen für die Wirtschaft der Türkei für die nähere Zukunft eher schlecht, schreibt die Aydinlik. Die türkische Lira werde weiterhin an Wert verlieren, Investitionen aus dem Ausland weniger stattfinden.

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Türkei

 

Stellen Sie sich vor, Sie hätten einst, als die Rote Armee Fraktion noch aktiv war in der BRD, gelesen, diese terroristische Organisation habe ihre Aktionen eingestellt, damit die Wiederwahl der Regierungspartei CDU nicht gefährdet ist.

So ungefähr ist es offenbar geschehen in der Türkei zu den Kommunalwahlen letztens, behauptet Melih Asik in der Milliyet Tageszeitung vom 08. April 2014.

Die Anschläge haben seit dem 01. April indes wieder angefangen…. . In Semdinli haben die letztens aus einem Hinterhalt gefeuert und am Abend in Sirnak drei Personen entführt. Gestern früh auf der Fernstraße Diyarbakir – Bingöl wurde zwischen dem Abali Militärpolizei Posten und der Tapan Tepe Basis auf zwei Lastwagen gefeuert. In der Provinz Mardin, in Kismetli-Dorf, wurden in einer nicht-staatlichen, oder nicht-militärischen, Petrolförderfirma von 5 PKK-Aktivisten (oder Terroristen) 5 Wächtern und 25 Arbeitern die Handys abgenommen, sodann wurden sie bewegungslos gemacht und ein Tank mit Brennstoff, ein Lastwagen und drei Lastautos wurden in Brand gesetzt.

 

Bei der Ansprache des Obergenerals (der türkischen Armee) fiel mir Folgendes ins Auge:

Die Mitglieder der seperatistischen Terroristen (der PKK) sind bei der Verfolgung wegen den Brandlegungen zu Fuß davon gekommen“.

Der KCK Führungsstab (PKK nah) hatte am Wochenende der AKP-Regierung (der Türkei) gedroht:

AKP, entweder geht ihr mit unserem Führer (Öcalan ist gemeint) einen rechtlich abgesicherten und fundierten Dialog ein, oder es wird eine Zeit beginnen, an der Keinem gelegen ist“.

Die kurdische Seite fährt also fort, mit der Waffe in der Hand zu feilschen. Sie versucht, vor der Wahl des türkischen Präsidenten, neue Zugeständnisse herauszuschlagen. Die AKP ist eh bereit, jedwede Zugeständnisse zu machen. Sie ist dem in Imrali einsitzenden Öcalan ausgeliefert… und die CHP-Oppositonspartei?

Ob die CHP-Führung die Position der PKK oder die der Türkischen Republik zu verteidigen oder einzunehmen gedenkt, darüber wurde schon seit Längerem nichts mehr vermeldet. Beide Parteien, die AKP wie auch die CHP, sind dabei der KCK und der BDP, beide verlängerte Arme der PKK im Südosten der Türkei, einen demokratischen Sonderweg zu erbauen. Dessen Name ist bekannt: Friedensverhandlungen…

In der ostanatolischen Stadt Agri wurden die Wahlzettel insgesamt 15 Mal gezählt (kurz nach den Kommunalwahlen letztens)… . Die AKP konnte die Wahl dort nicht gewinnen. Daher wurde einer der Säcke, in denen die Wahlzettel aufbewahrt waren, als aufgeschlitzt deklariert, und nun wird nochmals gewählt deswegen… . In Ankara wurden bei 6. 240 Wahlbögen Fehler festgestellt. Viele sind ohne Stempel. Dennoch hat die Hohe Wahlkommission in diesem Fall die Ohren geschlossen gehalten.

Hier, in dieser Kolumne, wurde wiederholt geschrieben: Wenn die Richterschaft nicht unabhängig ist, gibt es auch keine gerechten Wahlen.“

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Nihat Ali Özcan schreibt zum selben Thema in dieser Ausgabe der Milliyet, dass es ganz danach aussieht, dass nach den Kommunalwahlen die anstehenden Wahlen zum Präsidenten der Türkei in einen „blutigen“ Ablauf geraten. Das Gerangel um die Nachwahlen wegen Unregelmäßigkeiten in der einen oder anderen Provinz oder Stadt, seien eine Art Vorlauf dessen. Es erscheint derzeit völlig offen, was die „zu dem Anderen erklärte PKK“ während und nach den Wahlen tun wird, wie ihre Rolle in der Syrienfrage sich neu formen wird, meint der Autor.

Man darf also gespannt sein, was in der Türkei demnächst noch alles passieren wird. Mehmet Tezkan schreibt in dieser Ausgabe der Milliyet:

Was ist eigentlich los? Zu wundern braucht man sich nur… , ob Erdogan denn nun Anwärter auf das Präsidentenamt wird oder nicht. Wenn ja, dann ob Gül Ministerpräsident wird oder nicht. Wenn es Gül nicht macht, wer dann? Man wundert sich, wie die Türkei diese Zeitspanne meistern wird. Eine Menge offene Fragen. Suchen wir nach Antworten.

Die Wahlen, wären sie vorbei, gibt es dann eine Harmonisierung, also Beruhigung? Unwahrscheinlich… . Das Gespräch, welches Ministerpräsident Erdogan mit dem Vorsitzenden der CHP, Kilicdaroglu, führte nach den Kommunalwahlen, lässt erkennen, dass es keine Harmonisierung geben wird. Kilicdaroglus Behauptungen bezüglich Opposition, Schmiergeld und Betrug… . Die AKP demgegenüber lässt nicht locker und spricht von Parallel-Staat, den es weiterhin zu verfolgen gilt…

Das ist das Eine.

Das Andere: Erdogan wird alles daran setzen, seinen Wahlerfolg vom 30. März bis zum 10. August aufrecht zu erhalten. So, wie vor der Kommunalwahl, wird er die Opposition angehen, sowie seinen Kampf gegen den Parallel-Staat fortführen. Seinen Befreiungskrieg wird er also gewiss durchziehen… . Die Politik in der Türkei wird sich noch mehr verhärten.

Ob die Spannungen bis zum Volk sich erstrecken werden?

Vor uns ist ein schwieriges Arbeitsprogramm… Der 1. Mai kommt. Die Regierung wird den Maifeiern auf dem Taksim Platz keine Erlaubnis erteilen. Einen anderen Platz wird sie den Demonstranten zuweisen wollen… Sie könnte sagen, für eine Million Menschen haben wir einen Platz in Yenikapi gemacht, geht dort hin. Die Gewerkschaften werden sich weigern; und so wie letztes Jahr werden Straßen gesperrt, wahrscheinlich auch Brücken und noch mehr. Ein weiterer Tag unter TOMA-Gaswerfern wartet auf uns.

Dann jährt sich am 31. Mai der Vorfall am Gezipark. Ihr kommt hier (in den Park) rein, oder nicht – all das wird wieder aufleben. Die Polizei wir den Taksim wieder in Beschlag nehmen. Doch nicht nur in Istanbul, auch in Eskisehir, Ankara und Izmir, in vielen anderen Teilen der Türkei, wartet Aufruhr. Und das ist noch nicht alles.

Im Juni wird gewiss der Tod derer entsprechend gedacht, die bei den Gezipark-Unruhen ums Leben kamen. Daran zu glauben, dass diese Proteste ohne Gewaltausschreitungen ablaufen werden, ist blauäugig.

Wird der Ministerpräsident bei seiner ersten Tour, um 50% zu erreichen, das Reformpaket öffnen? Und dann, es wird der erste Monat sein, in dem das neue Parlament zu arbeiten begonnen haben wird… . Bedenkt man, dass der Kandidat für den Präsidentenposten dann noch bestimmt werden muss, und dann die Ausarbeitung des Wahlprogrammes, bleibt wirklich wenig Zeit. … .

Wird die BDP, die kurdische Stimmen einsammeln gehen wird, der politisierten kurdischen Bewegung schöne Augen machen? Dem gebe ich persönlich wenig Chancen. …. .

Wird in Richtung Demokratisierung ein Schritt gesetzt? Im Gegenteil. Es wird noch autoritärer, noch mehr Druck wird uns in dieser Zeit erwarten…. Der Ministerpräsident (Erdogan), der bei den Kommunalwahlen Kraft getankt hat, wird keine Zugeständnisse machen. Die, die ihn kritisieren, wird er nicht akzeptieren. Ausdruck seiner harten Linie wird zu aller erst das Gesetz zur MIT (türkischer Geheimdienst) sein. Erdogan, den ärgerte, dass sein Twitterverbot aufgehoben wurde, wird Erwartungen in Richtung Demokratisierung nicht einlösen.

So sieht es in den nächsten 4 Monaten aus. Mal sehen, was noch ansteht.“

Erdogan habe bereits begonnen, die Massen vor einem anstehenden Chaos zu warnen, schreibt der Autor des Weiteren. Das wird er, findet der Autor, bis zumindest nach den Präsidentschaftswahlen so auch beibehalten. Er wird daher „die Vision 2023“ zum Thema machen. Bis dahin will die AKP, Erdogan zufolge, die Türkei nämlich zu einem sogenannten Global-Player entwickelt oder geformt haben, was wiederum anhaltende Stabilität bedeutet.

Sollte er und seine Mannen nicht gewählt werden, würde die Wirtschaft in einen nicht mehr zu kontrollierenden Strudel geraten, ist die simple Botschaft Erdogans – das Chaos wäre spätestens dann schon gegeben. Von daher gibt es keine Zukunft für die Türkei ohne die AKP und Erdogan an einer der Schaltstellen innerhalb dieser Partei und, versteht sich, der Regierung.

Unangenehm an diesen Darstellungen Erdogans ist, dass er teilweise Recht haben dürfte. Die Person/en in den Reihen der Opposition, die die Türkei einigermaßen krisenfest durch die nächsten 10 Jahre steuern kann/können, wurde/n der Öffentlichkeit, unseres Wissens, noch nicht überzeugend genug vorgestellt.

Die Würfel werden dieser Tage nahezu täglich neu geworfen auf der internationalen Bühne, doch vor allem auf der regionalen Ebene.

Ob Erdogan mit allen seinen Schwächen und Stärken letztlich nicht doch das geringere Übel bleibt, bzw. sein wird, für die türkische Bevölkerung in nächster Zukunft, bleibt abzuwarten. Abzuwarten bleibt auch, was die AKP infolge der ziemlich sicher anstehenden Beschwerden und Rechtsverletzungen einiger (oder aller?) Krimtartaren tun wird in ihrem Verhältnis zu Russland. Und dass Russland für die Türkei wichtig ist, ist bekannt. Ziemlich sicher wird in Ankara schon spekuliert, dass man aus dem Ost-West-Konflikt, wie einst in Zeiten des Kalten Krieges, wieder Profit wird schlagen können. Insofern wäre ein Beitritt zur EU für die Türkei wirklich nicht mit Vorteilen behaftet und von Zypern die Finger zu lassen ebenso wenig.

 

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English: Outside view of St. Lazarus Church in...

English: Outside view of St. Lazarus Church in Larnaka, Cyprus Deutsch: Außenansicht der Agios-Lazaros-Kirche in Larnaka (Zypern) im April 2010 (Photo credit: Wikipedia)

In Zypern werden zu Ostern auch Feuerwerkskörper entzündet. Ein 18-Jähriger wurde mit 50 Gramm Gewehrpulver erwischt. Montag war der letzte Ostertag.

Die Moschee in Denia/Südzypern soll nach langen Reperaturarbeiten endlich wiederhergestellt worden sein. Man erhofft sich einen Zuwachs an Touristen damit. Bei den Arbeiten waren dem Vernehmen nach auch Experten aus dem türkischzyprischen Teil der Insel beteiligt, und zwar via UN. Das Technische Kommittee für Kulturelles Erbe war am Werk.

In Larnaka wurden die Vorbereitungen zum Kataklysmos-Fest begonnen. Der Bürgermeister ließ bereits wissen, dass die Sicherheit der Bürger auf dem Fest verbessert werde, sodass im Notfall Rettungswagen – diesmal – sich Zutritt zum Gelände verschaffen könnten. Auch daher sollen einige Palmen umgepflanzt werden, die scheinbar ‚wild‘ wachsen und anstatt in Reih und Glied mit den anderen an der Seepromenade stehen sollen. Kataklysmos wird zu Ehren der Meeres-Flut, u.a., gefeiert in dieser Hafenstadt Zyperns.

Krankenhausaufenthalte werden teurer auf Zypern, und zwar demnächst. Die Troika soll das angefordert haben. Demnach ist nichts mehr drin für Unversicherte, also Menschen, die keine Sozialbeiträge bezahlt haben, weiterhin kostenlos behandelt zu werden. Es müssen mindestens 3 Jahre Einzahlen in die entsprechende Kasse nachgewiesen werden können. Diese Regelung ist schlechte Nachricht für die vielen Menschen aus dem Osten Europas, die hier illegal arbeiten und für zyprische Türken aus dem Norden, die bislang problemlos und kostenlos den Service der Krankenhäuser wahrnehmen konnten. Noch, allerdings, ist dieser Antrag noch nicht vollständig durchs Parlament geboxt. Die AKEL stellt sich dagegen auf.

Einigen scheint inzwischen das Nein-Sagen (oxi) der Zyprer zu Diesem und Jenem zu einer Art Mantra verkommen zu sein, steht in der Cyprus Mail vom 4. Mai. Das heißt, auch wenn die Beteiligten, die neinsagen einsehen und denken, es müsse „ja“ (nai) aus ihren Mündern kommen, sagen sie inzwischen geradezu reflexhaft erstmal „oxi“. Vielleicht hat das ja doch mit der Insellage zu tun, die eventuell bedingt, dass die Dinge, die im Zentrum, also woanders passieren und nicht an der Peripherie (auf der Insel) erstmal als abwegig eingestuft werden von den Insulanern. Vielleicht ist das in etwa so wie in Deutschland, wo oft zu hören ist: „ach, die da in Brüssel!“

Eine 10-Jährige Zyprerin wird zusammen mit ihrem kranken Opa und Oma ausgerechnet am Ostersonntag in der Kirche von dem Vermieter ihrer Wohnung aufgesucht und darauf hingewiesen, dass ihre Sachen auf die Straße gestellt wurden und dass die Wohnung, in der sie bislang gelebt hatten, für sie nicht mehr betretbar ist. Seither schlafen sie auf der Straße und ihr weiterer Verbleib scheint noch immer ungewiss. Ein Skandal, bedenkt man, dass Ostern war, der Vermieter die Fristlose in einer Kirche aussprach und ein 10-Jähriges Mädchen mit kranken, alten Großeltern involviert sind. Ein Skandal, weil trotz Krise noch immer genügend vermögende Menschen anzutreffen sind, wahrscheinlich auch dort in der Kirche, ja, die Kirche selbst ist vermögend, und es geht  dem Staat noch immer recht gut. Wie die EU befinden konnte vor ein-zwei Tagen, dass Zypern seine Pflichten erfüllt habe, um die 10 Milliarden Hilfe zu erhalten, erschließt sich uns eigentlich nicht. Im Gegenteil: Berichte über Staatsangestellte, die den Amtsschimmel noch lauter wiehern lassen als je zuvor, häufen sich.

Übers Wochenende wurde ein 5-Jähriger im Dorf namens Skarinu von einem Schlittenhund totgebissen. Ein tragischer Unfall. Er war mit seinen Eltern zu Besuch bei Freunden, kannte den Hund. Das tragische Geschehen geschah, obwohl die Kinder mit dem Hund bereits über Stunden gespielt hatten, als die große Halbschwester und der Junge mit dem Hund in einem Zimmer sich einfanden und die Tür schlossen biss das Tier aus nicht-geklärten Gründen zu. In den zyprischen TV-Nachrichten ist zu hören gewesen, dass diese Hunderasse in Großbritannien schon einige vergleichbare Vorfälle verursachte. Offenbar scheinen sie die relaltive Enge, in der sie sozusagen notgedrungen gehalten werden beim Leben mit Menschen in Städten, nicht zu vertragen. Ein Huskie braucht offenbar mehr Auslauf und Platz, und ist wohl auch kein Kuscheltierchen.

Der oberste Mann bei der Nato, Rasmussen, meinte gestern, die Republik Zypern könne erst dazu übergehen nach Erdgas und -öl zu drillen, wenn das Zypernproblem gelöst sei. Endlich mal jemand, der es ausspricht und den Lösungsweg aufzeigt. Versteht sich, dass die Zyprer, wahrscheinlich aller politischen Coleur, aus dem Häuschen über diese Aussage sind. Auch Cohn-Bendikt, der französische Grünenpolitiker, hat sich in dieser Angelegenheit genau so geäußert, schreibt die zyprische Haravgi vom 8.5.

Es läuft gerade eine Ausstellung im Leventis von Nikosia. Das ist ein Museum. Zu sehen gibt es ein großflächiges Bild ‚des‘ zyprischen Malers, Adamatiu Diamanti. Der Titel der Ausstellung ist: Welt Zyperns. Der Künstler hat seiner Zeit dieses monumentale Werk (17.5m x 1,75m)  von 1967 bis 1972 gemalt. Aufgrund der politisch unruhigen Zeit, und vielleicht auch, weil er Geld brauchte und sich einen Namen machen wollte und musste, verkaufte er sein Bild nach Thessaloniki. Dort ist es seither, wo es nun als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde. Was die Nofretete in Berlin für die Ägypter zu sein scheint, ist dieses Werk in etwa für die Zyprer, wird geschrieben. Die Journalie und einige Kunstschaffende und im Kunstgewerbe Tätige bemühen sich, dieses Werk möglichst hoch zu hängen, als ein Bildnis, welches die Nation geradezu repräsentiert, zusammenführt. Uns fiel auf, dass es wirklich recht nett anzusehen ist, sogar Türken waren darauf zu sehen, weil unter dem Bild entsprechend ausgewiesen. Indes war auffällig, dass praktisch keine Frauen zu sehen sind, außer 2-3. Ebenso auffällig ist, dass kein negroid aussehender Mensch abgebildet ist oder mit asiatischen Zügen. Bekanntlich ist Zypern ein Schmelztiegel und diese Letzteren gibt es hier seit gewiss ebenso lange anzutreffen, wie die vom Maler festgehaltenen. Insofern ist aus unserer Sicht das Bemühen, ausgerechnet dieses Bild so national auladen zu wollen, durchaus hinterfragbar. Die Leventis Foundation hat aber recht getan, dieses Werk sich auszuleihen, allerdings sollten die Diskussionen darüber das Werk wieder zurückzukaufen, eben um den aufkeimenden Nationalismus womöglich noch etwas zu befeuern, vorerst begraben werden, bestens so lange, bis die Zypernfrage gelöst ist.

Heute ist der Tag, an dem die kurdische PKK sich aus dem Süd-Osten der Türkei in den Norden des Iraks anfängt zurückzuziehen. Anastasiadis ist inzwischen wieder zurück aus Israel und spricht nun u.a. davon, dass die Depots, um das von Israel geförderte Erdgas in flüssiger Form zu lagern, auf Zypern gebaut würden in nächster Zukunft. Dass Anastasiadis mit der Art und Weise seines Besuches die letzten arabischen Freunde des Inselstaates vor den Kopf gestoßen habe und somit jahrelange Diplomatie Zyperns, die darauf zielte, Kontakte zu beiden Lagern zu pflegen, wird ihm in der Haravgi vom 8. Mai 13 zum Vorwurf gemacht. Er verfolge derart die Politik der USA zu einseitig und solle sich nicht wundern, wenn demnächst verlangt werde, Anakara gar noch zu zuspielen. Letzteres steht so, aus unserer Sicht, zwischen den Zeilen geschrieben.

Morgen, dem 09. Mai 13, wird eine Veranstaltung der zyprischen Volksvertreter bei der EU im Filoxenia stattfinden, welches ein Konferenzzentrum ist und sich in Nikosia befindet. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr. Zu erwarten sind Vorträge und Diskussionen der zyprischen Volksvertreter in der EU mit einigen Verbänden der hiesigen, zyprischen Jugend. Na dann bis morgen am Donnerstag.

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Wenn es hier richtig verstanden wurde, ist das, was im letzten Beitrag auf Zypernundmehr-News prognostiziert wurde, nun wirklich daran Realität zu werden – Zypern geht unter den Hilfeschirm der EU. Im Radio laufen bereits die interessantesten Diskussionen darüber, ob man nicht auch, so wie Spanien, behandelt werden müsste unterm Schirm – zuvorkommend wollen wir es mal nennen. Nicht so jedenfalls, wie die Griechen: bevormundet. Schließlich ist Zypern ja nicht Griechenland oder die Türkei, wird gesagt. Die letztere ist bekanntlich nicht in der EU, aber musste vor einigen Jahren dennoch durch den IWF aus der finanziellen Klemme geholt werden. Was unsere Einschätzungen hier auf Zypernundmehr betrifft, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass spätestens nachdem auch Holland und/oder Italien sich unter dem Hilfsschirm eingerichtet haben werden, die angeblich blühenden Landschaften, um mit Helmut Kohl zu sprechen, der Türkei, sich eventuell gezwungen sehen, wenn nicht die IWF, so dann jemand anderes, zum Beispiel die Republik China, um Geld anzufragen für die darniedergewirtschaftete Nation. Denn die Türkei, wie eigentlich jeder sehen kann, der sich die Bilanzen etc. anschaut, blüht auf Pump und auf Gnaden gewisser Blöcke: Europa, Russland, USA.

Die Skandale von Parteimitgliedern der führenden AK-Partei der Türkei summieren sich zusehends. Im noch als einigermaßen weltoffen zu nennenden Izmir wurde ein soeben innerparteilich gewählter Vorsitzender gestürzt, weil der eine Akte hat. In der Akte steht, er sei vorbestraft wegen Zollvergehen (1994). Und Vorbestrafte, heißt es im Gesetz, könnten in einer Partei nicht aktiv sein. Herr Akay (Saubermond) habe Tayyip Erdogan hereingelegt, wird behauptet. Dem soll er erzählt haben, dass seine Vorstrafe gelöscht worden sei und er umgerechnet knapp 16 Millionen Euro Strafe seinerzeit bezahlt habe. Das lässt uns jedenfalls verstehen, dass der feine Herr Akay der AK-Partei wahrscheinlich nicht einen einzigen Tag im Knast verbringen durfte – bislang.


Auf Zypernundmehr-News und dem Vorgänger http://Kleinasien.blogg.de konnte zum Beispiel am 27.09.04 unter dem Titel „Türkei trifft EU“ gelesen werden (siehe Archiv), dass die Türkei dringlichst die Kurdenfrage besser löste, ungefähr so dringlich ist dies nämlich, wie die Lösung der Zypernfrage. Leider hat Ankara sich in dieser ersteren Frage, finden wir, verkalkuliert. Ankara glaubt wirklich, so wie die Südzyprer, diese Frage aussitzen zu können. Eine Lösung wurde jedenfalls bislang weder hier noch dort wirklich angestrebt – so wirklich wirklich. Das könnte sich, vor dem Hintergrund der derzeitigen Kriege und Aufstände in der Region naher und mittlerer Osten plus Teile Afrikas, nun in der Türkei noch rächen – schon demnächst. Es war ja absehbar, dass so etwas ansteht, wie hier auf Zypernundmehr und dem Vorgänger wiederholt geschrieben wurde. Absehbar war, dass sich der Zorn der Kurden, der nicht ganz unberechtigt ist, zukünftig nicht vorrangig über die PKK artikuliert, sondern dass Formen des Widerstandes sich entwickeln werden, die wesentlich volksnaher sind. Die PKK mit ihrem verbrämten Sozialismus-Ding war nicht unbedingt jedermanns Sache. Und was an diesem Sozialismus öcalanscher Prägung schon immer gestört hat, war die Absenz von Religion und Gläubigkeit – wurde dann allerdings nachgebessert. Wie gesagt, man versuchte nachzubessern, doch überzeugend genug scheint das nicht gemacht worden zu sein innhalb der PKK. Kann ja auch nicht gelingen, wenn man Abdullah Öcalan, finden wir, etwas zu entrückt hoch, mögen wir es mal nennen, hängt, Art engelgleich.

Nun ist es also soweit. Die Islamisten, nicht etwa solche, die wie die AKP verdeckt operieren und vor allem ihr Schäfchen ins trockene bringen und dafür gerne etwas Demokratie einüben, formieren sich. Ja, gar formatiern tun sie die Köpfe im Südosten des Landes, und dies unerfreulich effektiv. Was hätte all die Zeit, wo man sich bereicherte in Ankara und die Kurden im Südosten weiterhin benachteiligte und mit Kleingeistigkeit abspeiste, alles geleistet werden können: Schulen, Krankenhäuser und nochmals Schulen hätten errichtet werden können – mächtige Sportvereine sogar, Kultur noch und nöcher. Man hat die Chance aber scheinbar lieber verpasst, um eine einigermaßen gut ausgebildete Jugend im Südosten heranwachsen zu lassen. Wahrscheinlich geschah das aus Angst davor, dann wahrhaft und wirklich in der nächsten Generation profunde Kritik und Einflussnahmen sich herangezogen zu haben. Das wollten und wollen einige Kreise in Ankara nicht, die ihre Rechnung jedoch nicht bis zu Ende gemacht haben.

Die Geburtenrate unter Kurden ist bekanntlich hoch. Der Analphabetismus ist ebenfalls sehr hoch. Die Frustration darüber, dass die aus dem Westen des Landes, gut ausgebildet und mit Taschen voll Geld in den Südosten und Osten des Landes kommen und dort eine Art Oberschicht aufziehen und alles aufkaufen, was nicht Nied und Nagel fest ist, ist indes besonders hoch. Und das braucht ein Ventil. Die AK-Partei, hat sich herausgestellt, kann dieses Ventil nicht sein, weil die ist der Steigbügelhalter dieser Eliten. Sie ist aber auch, ob sie es will oder nicht, der Steigbügelhalter für eine Entwicklung, die sich leider auch andernorts abzeichnet, in Ägypten, Lybien, Jemen, Sudan sowieso etc.

Die Azadi-Partei wird nun von den verarmten Massen im Südosten ins Rennen geschickt. Die PKK hat ausgedient. Sie konnte die Massen nie wirklich erreichen. Zu befürchten ist nun aber, dass die Azadi und andere Parteien, die im gleichen islamistischen Fahrwasser unterwegs sind, das ausdrücken, was die einfachen Leute dort unten als anständig und von Gott gegeben ansehen werden oder könnten. Sie haben den Kampf ums Recht schließlich in die Wiege gelegt bekommen und verstehen nun, seit dem Arabischen Frühling spätestens, dass das Heil wohl eine göttliche Wendung braucht. Die Azadi stützt sich auf einen in der Türkei vor Jahrzehnten verbotenen Vorläufer, nämlich der Bewegung des Scheich Sait. Eine weitere Linie der islamistischen Kämpfer ist die der Mustazaflar.

Wahrscheinlich ist der Zug inzwischen schon längst abgefahren, um die Türkei aus anstehenden Schwierigkeiten a la Lybien, Ägypten etc. vor allem aber wie im Yemen herauszuhalten. Dumm nur, dass Griechenland darniederliegt und Zypern auch. Inwieweit der türkische Südosten Europas demnächst in Flammen stehen könnte, Syrien hätte allen schon längst ein Signal sein sollen – und dann erst was in Israel seit Jahren abgeht -, hängt von vielen Faktoren ab, doch insbesondere davon, dass es der EU gelingt, Russland endlich ins Boot zu holen. Egal wie hoch die Konditionen sind, die Russland stellt, die EU muss darauf eingehen, wenn sie nicht vorzeitig untergehen will. Die zunehmende Anzahl der Übergriffe auf Flüchtlinge in verschiedensten Ländern der EU sind ein guter Barometer dafür, dass Europa von den Vorkommnissen in Nahost und Afrika keinesfalls ausgenommen ist. Jetzt muss die EU zeigen, dass sie das Geschehen, zusammen mit anderen Akteuren, so lenken kann, dass nicht alles den Bach herunter geht. Ende der kleinstaatlichen Gier – jetzt! Anfang einer weltumfassenden Verfassung, Regierung, Verbindlichkeit – besser noch gestern.

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Die Außenministerin der Republik Zypern, Frau Erato Markoully, warnt die Türkei mal wieder.  Sie sagte, wie auf der Webseite von RIK, der staatlichen TV-Gesellschaft Zyperns, zu lesen ist, so etwas
wie, wo gäbe es denn auch so was auf der Welt, wie das, was die Türkei in der Zypernfrage will: Zwei Staaten mit gemeinsamen föderalen Bundesländern. Ihre Warnung war: Wenn die Türkei etwa
beabsichtigt, Nordzypern zu annektieren, dann wird die EU und die UNO herbeizitiert.

Wahrscheinlich haben sich Erdogan und Ahmedinejad, die beiden trafen sich gerade in Tehran, köstlich über diesen Gefühlsausbruch amüsiert. Frau Markoully scheint noch zu sehr in alten Denkmustern verhaftet. Sie hat noch nicht ausreichend begriffen, dass die Welt inzwischen eine andere ist, wie die, als 9/11 die politische Diskussion und Alltag beherrschte.

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Dass sich Erdogan mit Ahmedinejad trifft, hat vor allem Bedeutung für die Kurden und in zweiter Linie erst für die so genannte Internationale Gemeinschaft – wie uns die Geschichte lehrt . Weil nicht die letzteren werden das Ergebnis dieses Treffens ausbaden, sondern schlechtestenfalls wieder einmal die Kurden. Und die
Kurden, schreibt die türkische Press inzwischen vermehrt, sind die, die versuchen, aus der Krise in Syrien Kapital zu schlagen. Bekanntlich leben viele Kurden (ca. 100.00) in Syrien, denen keine
Identität zugestanden wird seit Jahren – sie haben keine Ausweispapiere.
Südzypern wiederum betreibt und betrieb bislang eine eher Kurden freundliche Politik. Es gibt recht viel Kurden, die ihren Weg nach Südzypern gefunden haben. In letzter Zeit soll allerdings die,
wie auch immer geartete, Unterstützung der Republik Zypern gegenüber den Kurden nachgelassen haben.  Die Anerkennungsverfahren für Asylanten werden zum Beispiel, wie zu hören ist, nicht mehr so einfach durchgewunken, wie einst unter Papadoplous.

Noch gibt es politisch gewichtigere Freunde Südzyperns, als einen Teil der kurdischen Bevölkerung: Serbien, Frankreich, Israel etc. Es ist insofern durchaus etwas dran, wenn Frau Markoully sich auf
die EU und UNO glaubt verlassen zu können. Die Frage ist nur: Wie verlässlich ist dieses sich auf die EU, Israel und UNO verlassen können? Was muss erst passieren, bis die eingreifen? Das Syrien-Dilemma sollte Frau Markoully schon mal gründlich darüber nachdenken lassen. Weil, das eine ist, was in Verträgen steht. Das andere ist, was gerade opportun zu sein scheint.

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Nach einem Gespräch mit jemand aus der kurdischen Szene hier in Berlin, die haben gerade wieder ausgiebig Newroz, Neujahr, am Halleschen Tor gefeiert, ca. eine Woche, ist die „kurdische Front“ wie eh und je uneins. Auf die Frage, wie es mit dem Islam und den Kurden steht, wurde mir gegenüber sehr bedauert, dass eine fortschreitende Islamisierung die kurdische Bevölkerung der Region ergriffen hat. Es hörte sich so an, als fühlten sich die alten Revolutionäre der PKK im Stich gelassen. Sie hinken, offenbar wie Markoully, der Realität sehenden Auges hinter her – und feiern sich selbst offenbar gern, zumindest hier in Europa. Bei der Gelegenheit bekam ich auch mit, dass es eine Monde Diplomatique auf Kurdisch gibt. Die hat einen Ableger in Berlin hinterm Bahnhof Zoo. Nicht gerade preiswert die Lage.

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Was den Islam angeht, so hat kürzlich Erdogan sich offenbar verpflichtet gesehen, in einer Ansprache in der Kriegsakademie zu formulieren: “ Für eine Türkei gebunden an die Demokratie, das Recht, den Laizismus und den Sozialstaat, gibt es keinen anderen Ausweg (Demokrasiden, hukuktan, laiklikten ve sosyal devlet ilkesinden sapmış bir Türkiye’nin çıkışı yoktur).” Mit Hinblick auf die Vorgänge in Ägypten, wo derzeit eindeutig darauf hingearbeitet wird, einen Staat zu gründen, der dem Modell in Iran sehr ähneln könnte, sind derartige Ansprachen wahrscheinlich auch in Zukunft vermehrt von Nöten in der Türkei. Es wird nicht einfach sein für die AKP oder ihre Nachfolger an der Regierung, eine ausgewogene Balance zu erarbeiten zwischen der Vorstellung mancher, wie ein islamischer Staat zu führen sei, und der westlichen Vorgabe eines so genannt modernen demokratischen Staates westlicher Prägung.

Ankara hat indes auf der letzten Syrienkonferenz in Istanbul seine Position bestätigt, nämlich, dass der Druck auf Damaskus erhöht werden müsse. Für die Türkei ist eine Beendigung der Aufstände in
Syrien von entscheidender Wichtigkeit. Die Türkei fühlt sich dadurch zurecht indirekt angegriffen. Zum einen ist zu erwarten, dass vordringlich kurdischstämmige Menschen aus Syrien in die Türkei flüchten, da ihr Siedlungsgebiet in Syrien nah der Grenze zur Türkei liegt. Da ist es durchaus naheliegend, dass der eine oder die andere sich mit kurdischen Organisationen der Türkei anfreundet – oder aber arabischstämmigen. Bekanntlich leben in jener Region namens Hatay viele arabischsprachige Türken, von denen einige, wenn auch nicht viele, durchaus noch immer davon träumen, an Syrien angeschlossen zu werden – oder gar an den Libanon.

Ankara indes weiß, dass es seine Hausaufgaben – wie alle türkischen Regierungen seit dem Bestehen der Republik Türkei – im Osten und Südosten des Landes nicht ausreichend gemacht hat. Bislang konnte mit Hilfe der Armee und Geldgeschenken, wie auch einigen (zum Teil seit Anbeginn höchst umstrittenen) Investitionen, das Chaos a la Ägypten noch vermieden werden. Doch es brodelt in der Türkei, wie gehabt. Der ökonomische Aufschwung, der derzeit seine Kreise insbesonders im Westen des Landes zieht, gibt eine Atem- oder Bedenkpause. Die Akteure auf der Seite derer, die einen Umsturz des Regimes wünschen, wissen anscheinend, dass die AKP-Regierungspartei derzeit noch zu viel Kredit bei der Bevölkerung genießt – weil eben der Rubel rollt.
Die – kleinen – Vorfälle, die man sich leistet seitens der Regierung, über die scheint die türkische Öffentlichkeit noch hinwegsehen zu können: viele Journalisten in Gefängnissen, gelegentliche Folter, gelegentliches Verschwinden von Personen, Betrug, Korruption, Vetternwirtschaft – die ganze Bandbreite eben.    

Die Arroganz der Regierungspartei AKP spiegelt sich in gewisser Weise, indem eine Tradtion fortgeführt wird im Umgang mit den Kurden und der Kurdenfrage,  und dies gerade mal wieder dieser Tage. Erdogan, der Premier der Türkei, sagte an die BD-Partei gerichtet, die vor allem die Belange der Kurden vertritt: „mit Leuten, die Handlanger sind (also der PKK), setzten wir uns nicht an einen Tisch!“ Demirtas von der BDP entgegnete ihm daraufhin: „Wir sind bereit, uns mit euch hinzusetzen. 70 Projekte haben wir dazu schon erarbeitet.“ Demirtas des Weiteren: „Wir haben genug von euren Paketen (das sind Maßnahmen, die von der Regierung verkündet werden). Habt ihr vom Verkünden solcher Pakete noch immer nicht die Schnauze voll? Das Verhältnis der Regierungspartei zu Kurden ist das eines Psychopaten. Nimms, oder ins Grab mit dir! Diese Vorgehensweise löst die Kurdenfrage nicht und lässt uns Kurden auch nicht in Frieden leben. Das letzte verabschiedete Paket ist dessen Fortsetzung!“

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Die Milliyet von heute schreibt, dass der Leiter der bewaffneten Kommandos der PKK, Dr. Bahoz, zur Studienzeit ein enger Freund von Basar el Assad (Syrien) gewesen sein soll. Angeblich ist diese Information jetzt erst ans Tageslicht gekommen.

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