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Posts Tagged ‘republik zypern’

Man höre und staune: Präsident Anastasiadis, schreibt die Politis diesen Sonntag, hat alle auf Zypern befindlichen Botschaften aufgefordert, in Sachen Klima zusammenzuarbeiten, genauer, gegen die klimatischen Veränderungen. Der Landwirtschaftsminister Herr Georgias, der Außenminister Christodoulidis und der Minister für Umwelt Kostas Kadis sind selbstverständlich auch mit von der Partie – und dies eigentlich bereits seit März dieses Jahres. Anastasiadis hat diesen Vorschlag allerdings erst Ende September auf der 74ten Synode der UNO von sich gegeben. Er habe nun die nötigen Wissenschaftler und Experten zusammen, um diese Angelegenheit vor Ort, also im südöstlichen Mittelmeer, anzugehen, ließ der Präsident unter anderem noch wissen. Angesprochen fühlten sich offenbar folgende Länder: „Griechenland, Ägypten, Bahrain, Irak, Iran, Jordanien, Israel, Kuwait, Libanon, Oman, ‚Palästina‘, Katar, Saudi Arabien, Syrien, Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.“
Herr Kadis soll sich von Wissenschaftlern gesagt haben lassen, dass die Region „Mittelmeer“ jene in der Welt sei, die am meisten von den ‚menschgemachten‘ Veränderungen der Umwelt in Mitleidenschaft gezogen ist. Und daher müssten nun endlich mal Maßnahmen ergriffen werden, meinte Kadis. Natürlich habe das alles auf wissenschaftlicher Basis zu erfolgen.
Wenn man ihm zuhört oder liest, was Herr Kadis & Co. an Info an die Politis weitergeben, könnte man denken, dass Mensch auf Zypern weiterhin sein Leben so weiterleben kann, wie gehabt, weil, die Wissenschaftler und ihre Technik und Programme, die werden es wohl richten.
Jedenfalls werden die erwähnten Forscher mit dem „Institut Zypern“ zusammenarbeiten, sagt Kadis. Und diese beiden, eben erwähnten Standbeine werden sodann die Länder – siehe oben -, welche sich an der Initiative hinsichtlich Verbesserung der stetig verseuchter werdenden Umwelt beteiligen und mit entsprechender Info und Vorschlägen, Maßnahmen et cetera impfen. Schon im Dezember wird man sich festgelegt haben, wo man anzufangen gedenkt damit. Bis August 2020 soll dann alles vollumfänglich, sozusagen, bereit stehen, um den Kampf für bessere Luft, Wasser usw. aufzunehmen.
Man hat sich also etwas vorgenommen auf Zypern, allerdings scheint bis ins Jahr 2021, wie die Politis schreibt, vor allem eine Konferenz die nächste Veranstaltung oder Symposium zu jagen – das Übliche dürfte grob genommen also mal wieder geschehen! Konkretere Schritte kommen dann wohl erst im Jahr 2022?
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Am 25. November 2019 wird es zu einem 3-tägigen Treffen in Berlin kommen. ‚Natürlich‘ wird das Thema Zypernfrage im Zentrum dieses Treffens stehen. Im Interview mit der mazedonischen Nachrichtenagentur in Athen sagte Präsident Anastasiadis: „Die Herausforderungen dürfen durchaus als hoffnungsvoll eingestuft werden“, schreibt die Politis, und: „es geht ja nicht allein die griechischzyprische Seite an, sondern, wie die Türkischzyprioten das verarbeiten – und die Einflussnahmen Ankaras.“
Es wird in Berlin wohl eruiert werden, ob die Türkei die Absicht hat, vor oder gar auf Zypern sich, wie beispielsweise gerade in Nordsyrien, einzurichten. Da sollte man mal Herrn Putin zu fragen. Der kann darauf gewiss bereits eine Antwort geben. Und wie lautet die Devise der Griechischzyprer in diesem Belang, der Politis zufolge:
„Nüchternheit, richtige Unternehmungen machen auf der Grundlage des Internationalen Rechts!“
Wenn dem nur so wäre! Denn es ist unbestreitbar, dass Südzypern dem Internationalen Recht zu seinen Gunsten etwas unter die Arme griff, und zwar, als Territorien im Meer vor Zypern abgesteckt wurden. Die Türkei hatte nie eingewilligt dazu. Was Nikosia bislang nicht daran hinderte, sein Spiel aufzuziehen, das ist, italienische, amerikanische und französische Firmen zu beauftragen, die mal nachsehen gehen sollten, wieviel Reichtum denn unterm Meeresboden womöglich liegt. Erinnert irgendwie an diesen Minister in Deutschland, genauer aus Bayern, den Scheuer, der die tollsten Verkehrsprojekte beschließt, ohne grünes Licht vorab von ganz oben, sozusagen, bekommen zu haben. Die Steuerzahler werden das Milliardenloch schon begleichen, welches er (und andere andernorts) so mal schnell mir nichts, dir nichts verursachte, indem er Kaiser Wilhelm auf bescheuert spielte.
Kein Wunder also, dass die Politis schreibt: „Die Zyprische Demokratie ist gepanzert mit Vereinbarungen, welche“ die Traumwelten der Republik Zypern bezüglich ihres Territoriums im Meer absichern. Und zwar „mit Ägypten, Israel, Libanon auf der Grundlage des Internationalen Seerechts [von 1982], was die Türkei als nicht legal charakterisiert und entsprechend instrumentalisieren will.“
Südzypern gehen also die Muffen, dass Ankara vielleicht doch eine Art 1974-Revival einschlagen lässt. Anscheinend ist in Hinterzimmern sitzend aufgefallen, dass die Unterstützung Brüssels im Fall der Fälle womöglich ausbleiben könnte, also dann, wenn Erdogan sich nimmt, von dem er glaubt, dass es eigentlich der Türkei gehört.
Noch unklarer als unklar ist nämlich durchaus die Position, welche China zukünftig und in dieser Region einzunehmen gedenkt. Es nutzt Nikosia-Süd nicht allzu viel, wenn Israel, die UN und Russland, beispielsweise, das gleiche Liedchen singen, aber China etwas anderes gesungen haben will. Und was die USA wollen, das wissen vielleicht die Engländer, die Amis wissen es unter Trump wohl eher nicht. Großbritannien ist bekanntlich auf Zypern auch noch mit im Boot, ein nicht zu übersehender Player. Anastasiadis hat zwar letzte Woche mit Mitsotakis Gespräche geführt und sich dessen Unterstützung angeblich rückversichert, doch was bedeutet das schon? Griechenland ist nicht die Türkei von der militärischen Schlagkraft her betrachtet!
Apropos, da ist noch diese Studie der Universität Thessaloniki, auf die Anastasiadis angesprochen wurde. Dieser Studie zufolge kam heraus, dass die politische Führung die Akzente zu setzen habe und nicht das Volk. Dem pflichtete Anastasiadis vollumfänglich bei, wie zu lesen ist. Er meint, es brauche daher Entschlossenheit, die vielleicht nicht das Beste darstellt, aber zumindest nützlich oder dienlich ist. Interessante Einsichten, finden Sie nicht?

Anastasiadis äußert in dem hier wiedergegebenen Interview vor allem seine Angst davor, dass Zypern inzwischen wirklich ein Kandidat ist, dem ganz ernsthaft eine vollständige Teilung bevorsteht! Ansonsten hat Herr Präsident Probleme wegen ein paar angeblicher Vergaben von zyprischen Pässen an, versteht sich, Superreiche. Anastasiadis bestreitet, dass etwas Ungesetzliches vorgefallen wäre, damals. Und wer ihm das Gegenteil beweisen könne, der könne dessen gewiss sein, dass er, der Präsident der Republik Zypern, daraufhin sofort das Präsidentenamt räumen werde.

Das Lustigste, was gerade in „Kyproulla“ passiert, wie Petrocles in der Sunday Mail von heute schreibt, ist, dass überall in der Welt Lehrer, also Staatsangestellte, länger arbeiten bis sie in Rente gehen. Doch nicht in Kyproulla. Hier erhalten Lehrer offenbar sogar noch eine Art Bonus, um sich früh verrenten zu lassen.
Wären wir doch nur Lehrer irgendwo auf Zypern geworden!!!
Apropos: Zypern nimmt wieder an der Rally von Dakar teil. Hurra! Jetzt wird verständlicher, wieso manche Autofahrer scheinbar kopflos durch die Gegend ballern mit ihren SUV’s. Die üben für Dakar, auch wenn sie dort nicht antreten werden. Zypern wird mit dem „Bumblebeast“ antreten. So heißt das Auto. Mit der Namensgebung ist eventuell alles gesagt über die, wie soll man sagen, mentale Verfasstheit. Ein Russisch-Zyprer schmeißt die Show in Dakar zu Ehren der Insulaner, versteht sich. Wir warten alle schon händeringend, dass Zypern endlich der nächste Austragungsort der Rally wird: von Akamas über die Berge und Täler an den Governors Beach – und zurück!

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