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Am Sonntag dem 17. Februar fand der erste Wahlgang für den neuen Präsidenten statt. Leider schaffte es Nicos Anastasiades im 1, Wahlgang nicht, doch wird sein weit zurückliegender Konkurrent kaum aufholen können, wie sich am Sonntag bei der Stichwahl bewahrheitete.

Trotz Wahlkampf und Bankrott des Staates ging das kulturelle Leben weiter. Die Pharos Arts Foundation bringt auch in diesem Jahr großartige Künstler nach Nikosia. Als 2. Konzert dieser Wintersaison stand auf dem Programm das Flöten und Klavier Rezital mit der Australierin Ana de la Vega und dem Briten Robin Green. Beide Künstler haben bisher renommierte Preise eingeheimst und haben als Solisten mit bekannten Orchestern gespielt. Auf dem Programm standen Charles-Marie Widor (1844-1937), Camille Saint-Saens (1835ß1921), Francis Poulenc (1899-1963), sowie der 1916 geborene Henri Dutilleux, sowie J.S. Bach und Gabriel Fauré (1845-1924). Aus diesem klassischen Repertoire in die Moderne katapultiert war „Jabuzri“ von Nigel Edwards. Dieses Werk umfasst alle Gemütslagen vom Lyrischen zur Leidenschaft und zur romantischen und dramatischen Tongebung.

Wie aus dem Programm hervorgeht, stammte die Mehrheit der ausgewählten Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert, mit Ausnahme von Bach und Edwards. Suiten und Sonaten für Flöte und Klavier stehen in der allgemeinen Musikliteratur nicht im Überfluss zur Verfügung. Die noch jungen Solisten haben mit Virtuosität und der in der Gegenwart – leider im Trend liegenden Schnelligkeit – gespielt. Darunter litt besonders der runde Klang der Flöte. Die hohen Töne klangen schrill.

Fortgesetzt wurde die Reihe im Rialto Theater in Limassol mit der Live-Übertragung aus der Metropolitan Oper in New York. Dieses Mal ging Giuseppe Verdis „Rigoletto“ über die Bühne und zwar in einer modernen Version, die nach Las Vegas und in die zwanziger Jahre verlegt wurde. Die Begründung des Regisseurs Michael Mayer: „Geld regiert, bringt Macht und die Käuflichkeit der Menschen ist so geblieben, wie sie auch damals im 16. Jahrhundert sich ausgelebt hat.“

Im Großen Ganzen war diese moderne Art faszinierend, hat aber in vielen Details nicht überzeugt, fand ich. Der noch junge Dirigent Michele Mariotti hatte das Orchester voll im Griff. Gilda wurde von der deutschen Sopranistin Diana Damrau gesungen und Rigoletto von Zeljko Lucic, beide mit großartigen Stimmen und emotionaler Tiefe in der dramatischen wie auch in der lyrischen Rolle. Die wichtige Rolle, die des Herzogs von Mantua, wurde vom bekannten Tenor Piotr Beczala gesungen, der, meiner Meinung nach, in dieser Aufführung schlecht bei Stimme war. Er tönte unsicher, die Höhen waren forciert, gezwungen und off-tune. In den Nebenrollen als Sparafucile und Maddalena brillierten Stefan Kocán und Oksana Volkova. Leider wurde in dieser modernen Produktion das schrille Las Vegas überzeichnet.

Die nächste Aufführung wird Wagners „Parsifal“ sein aus der Metropolitan

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