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Posts Tagged ‘schwul’

Bezüglich der Kandidatur Zyperns, die Präsidentschaft der 71. UN-Hauptversammlung durch Herrn Andreas Mavrogiannis zu bekleiden, sprach Herr Asselborn, der Außenminister Luxemburgers, der Zypern besuchte, seine volle Unterstützung dieser Kandidatur gegenüber dem Außenminister Zyperns, Herrn Kasoulidis, aus.

Die ziemlich rechtsgerichtete zyprische Tageszeitung Simerini will bei einer Umfrage am 16. und 17. Dezember ermittelt haben, dass drei Viertel der Zyprer eine Art Militärbasis der Russen auf Zypern durchaus beführworteten. Die Regierung solle daher besser noch engere Beziehungen zu Moskau anstreben. Bekanntlich ist Russland im Monat November 2015 Hilfe für den Fall angeboten worden, dass beispielsweise in Syrien ein Kampfjet in Not gerät. Zwei Fünftel der Zyprer sollen in der Umfrage geantwortet haben, sie fühlten sich nicht mehr sicher, seit die Briten begonnen haben, von ihrem zyprischen RAF-Basispunkt aus, in Syrien Bombenangriffe zu fliegen.
Die obigen Umfrageergebnisse müssen allerdings mit Vorsicht zur Kenntnis genommen werden, raten wir.

Angeblich soll der prozentuale Anteil von Ausländern im Vergleich zur Bevölkerung in Zypern nach Luxemburg in der EU am höchsten sein. Eurostat hat das der Cyprus Mail zufolge in einer Statistik herausgegeben. Die meisten Ausländer auf Zypern kommen aus dem „Bruderstaat“, also Griechenland. Bekanntlich wollten Zypern und Griechenland mal zusammen gehen, was die Türkei zu verhindern wusste 1974.
Knapp 30 % der Ausländer in Zypern stammen aus Griechenland, knapp 24% aus Großbritannien, 14 % aus Rumänien, 11% kommen aus Bulgarien und knapp 5% sind Philippinos etc.

Kann gut sein, dass das sogenannte Asien-Inter-Connector-Kabel schon bald Israel mit Zypern verbinden wird. Das Kabel soll die Insel mit dem europäischen Festland verbinden, indem es von Kreta nach Zypern unter Wasser verlegt wird und davor vom griechischen Pelepones nach Kreta, davor wiederum von Serbien in den Pelepones etc. 2017 soll das Kabel dann so weit sein, dass die Verbindung bis nach Israel steht. Das Projekt wird vor allem dazu dienlich sein, die Versorgung mit Elektrizität zukünftig noch besser gewährleisten zu können in den angesprochenen Ländern und Regionen.

Den Chinesen wurde in Nikosia gerade der Rote Teppich ausgerollt – dem Außenminister Wang Yi. Interesse zeigte er jedoch ’nur‘ an den Häfen. Eine Hochrechnung soll zeigen, dass im Jahr so um die 120 Millionen chinesischen Touristen unterwegs sein sollen. Wang Yi ließ mit seiner Rechnung Hoffnung aufkommen, dass wenn lediglich 1% (1,2 Millionen) dieser Touristen nach Zypern käme, dann doch so mancher Wunsch der Zyprer erfüllt wäre.
Wie zu erfahren ist in der Cyrus Mail, soll der erste Präsident der Insel, Erzbischof Makarios, im Jahr 1970 China besucht haben. Das heißt, er ist somit auf Mao Tse-tung gestoßen. Was die beiden sich wohl zu sagen hatten?

Immer mehr kommt ans Tageslicht, dass die zyprischen Verhandlungen mit der Türkei und Nordzypern demnächst schon auf altbekannte Hindernisse stoßen – die Starrheit und die Kurzsichtigkeit. Dass es zu einer Vereinigung der Inselteile im Jahr 2016 kommen wird, wird wohl eher nicht der Fall sein, wenn Ankara (oder andere) nicht gezwungen sein werden, einen sogenannten U-Turn zu machen. Bekanntlich nähert sich Erdogan Israel gerade an. Israel, welches noch vor nicht all zu langer Zeit mit schlimmsten Worten von der türkischen Administration belegt wurde wegen den Toten, die es gegeben hatte, als nach Gaza Hilfsgüter gebracht werden sollten von einer türkischen Hilfsorganisation. Ankara spricht nun wieder von Freundschaft.
Die Opposition in der Türkei hat sich in diesen Tagen speziell auch auf diesen Widerspruch eingeschossen, wie in den türkischen Medien verfolgt werden kann. Dass in den von Kurden mehrheitlich bewohnten Gebieten der Türkei eine Art Bürgerkrieg tobt, scheint noch niemand so benennen zu wollen. Doch das ist nach allen dafür gängigen Kriterien der Fall.
Es gibt eben Unterschiede, doch vor allem Interessen.

Der Yachthafen in Larnaka ist beinahe ausgelastet. 350 Boote sollen dort vor Anker liegen. In der kleinen Stadt Zygi, unweit von Larnaka, hinterm Internationalen Airport auf dem Weg nach Limassol gelegen, gibt es einen noch wesentlich kleineren Hafen, der vor ein Paar Jahren erst fertiggestellt wurde. Wirklich schön gemacht, dachte ich die ganze Zeit. Vor kurzem war ich wieder mal dort, weil sich der Ort wunderbar eignet, um einen Spaziergang raus ins Meer zu machen – zum Leuchtturm. Leider bewahrheitet sich allmählich, was man sich vor ein Paar Jahren schon dachte, als die Hafenanlage erstmals begutachtet wurde: Da es keinen Abfluss zu geben scheint in der rechteckigen Konstruktion des Hafenbeckens zum Meer, schwimmt nun, wie befürchtet, vermehrt eine bislang noch nicht stinkende Ölschicht in den Ecken der Anlage und zwischen den vor Anker liegenden Schiffen. Leider schwimmt dort auch bereits sehr viel Plastik-Müll, der eigentlich untypisch ist für die reinlichen Zyprer.

Auffällig ist nämlich, dass beispielsweise öffentliche Toiletten strikt sauber gehalten sind im griechischsprachigen Teil – auch wenn einem wie in Limassol ein Polizist neuerdings begegnen kann im Auto sitzend auf einem Parkplatz nahe einer öffentlichen Toilette, der dann Ausweis kontrolliert und Autonummer aufschreibt, Fragen stellt, die Daten sofort per Handy durchgibt und dann sagt: Hier sind nämlich GAY (Homosexuelle). Auf die Frage, was das mit einem zu tun hat, und auf die Feststellung, dass hier ein öffentlicher Parkplatz ist, wo alle möglichen Leute parken, wie zu sehen ist, die wie man selbst Zeitung lesen oder sich unterhalten, berichtet ein Kollege, wird einem mit strenger Mine bedeutet, den Ort umgehend verlassen zu müssen.
Wäre dem Kollegen das dort nach vielen Monaten nun nicht bereits zum zweiten Mal passiert, auch noch mit dem selben Polizisten (mein Kollege war dort, wie auch schon beim ersten Mal, gerade angekommen und wollte das Auto verlassen, um so wie meist bei Kostas einen Kaffee trinken zu gehen), würde das Geschriebene hier nicht stehen.
Die Germaseio-Polizeistation muss also einen Polizisten abgestellt haben, der Ausländer und/oder „Gay“ jagt. Die anderen Leute in Autos dort, die kamen und gingen und offenbar Zyprer waren, wurden nicht behelligt, beklagt er sich.

Man kommt nicht umhin, wieder an das Buch von Kaisar V. Mawratsas (zu haben bei Amazon) erinnert zu werden, der darin beklagt, dass die Homophobie in Zypern ihre ganz eigenen Blüten treibt. Und der Hass gegen Ausländer sowieso. Es sind aber glücklicherweise nicht alle Zyprer so drauf, nur ist es schon sehr bedenklich, wenn auf gewisse Bevölkerungsgruppen offensichtlich verdeckt Jagd gemacht wird. Und mein Kollege ist dessen in Germaseio/Limassol nun zufällig bereits zum zweiten Mal Zeuge geworden.

Er sagt: „Eine Woche, nachdem ich dort das erste Mal so unschön aus heiterem Himmel kontrolliert worden bin, parkte ich das Auto woanders, wesentlich weiter weg vom Kostas. Diesmal [2015] hatte ich den Vorfall schon längst vergessen und dort, wie alle anderen auch, aus Gewohnheit das Auto erneut geparkt.
Jedenfalls musste ich an jenem Tag vor ein Paar Monaten des neu gewählten Parkplatz wegen dennoch an dem Parkplatz mit Toilette vorbei vom Weitem, um zu Kostas zu gelangen. Geschockt sah ich aus sicherem Abstand, wie zwei Polizeiautos vor der Toilette plötzlich hielten, drei Beamte in das Toilettengebäude stürmten und einen Mann mittleren Alters herausholten, den sie ohrfeigten sowie mittlerweile 3-4 weitere Jugendliche, die vor ihren Autos stehend, sich unterhalten hatten.
Inweiweit die Betroffenen mit den unflätigen Beschimpfungen der Polizisten („Puschti“, „Malaka“) zu tun hatten, kann nicht gesagt werden. Sie hatten ihre Autos jedenfalls nicht in unmittelbarer Nähe zur Toilette geparkt. Überhaupt ist dieser mit Bäumen umsäumte Ort vor allem im Sommer eine Wohltat. Schatten ist dann ein kostbares Gut. Ruhig ist es dort auch, nicht all zu viel Lärm und praktisch kein Verkehr, sodass nicht wenig Leute dort mit WauWau Gassi gehen oder ihre Zeitung lesen.
Kurz: Der Verdacht scheint sich zu verhärten, dass Schwule und Ausländer, die arabisch, afrikanisch oder asiatisch aussehen, Gefahr laufen, von Seiten der Polizei ganz offen diskriminiert zu werden.“

Das Geschilderte ist also eindeutig ein Fall für unsere Zypernundmehr-News!

Die CYTA soll privatisiert werden, so auch die Elektriztiätsbehörde AEK. Die CYTA ist die zyprische Version der Telekom. Die Mitarbeiter demonstrieren. Sie bestehen auf Sicherheiten, von denen der Finanzminister sagt, sie seien veraltet, stammten aus einer Zeit, als man sich so etwas noch leisten konnte.

Was die Europa 2020 Strategie angeht, ist Zypern im Verzug, den Zeitplan einzuhalten. Die meisten Abgänger von Universitäten und anderen Schultypen, die danach keine Arbeitsstelle finden, gäbe es EU-weit in Zypern.
Die Europäische Kommission hat einen Plan ausgearbeitet, wie der Europäische Struktur und Investment Fond den Insulanern aus der Klemme helfen kann. 14.000 zyprischen Jugendlichen glaubt man so, helfen zu können. Die meisten derer, die davon profitieren (9.000), werden ‚wirklich‘ junge Menschen sein. Außerdem sollen ungefähr 600 kleine und mittelgroße Unternehmen Zuwendungen erhalten in diesem Zusammenhang. Das wird voraussichtlich 1.200 Arbeitsstellen kreieren. Allerdings wurden lediglich 15 Millionen Euro dafür bereitgestellt.

Wie sich herausstellt, tun sich zyprische Vereine und Unternehmen schwer, ihren Beitrag zur Sozialversicherung auch dieses Jahr wieder abzuführen. Mehr als 200 Millionen Euro will der zyprische Fiskus demnächst überwiesen sehen.

Der Prozess, der die Misshandlung eines Inhaftierten im Polizeigewahrsam von Chrysochous behandelt, hat begonnen. Mit Spannung wird das Urteil erwartet. Im TV war letzten Sommer über Tage hinweg zu sehen, wie zwei zyprische Beamte in einer kleinen Zelle unbarmherzig zuschlugen und zutraten. Der Inhaftierte hatte sich nicht gewehrt, darum gebettelt anstatt, man möge damit aufhören.
Fälle dieser Art kommen in Zypern leider noch immer zu häufig vor. Die Herrn in Uniform scheinen nicht genügend gut vorbereitet zu werden für ihren verantwortungsvollen Dienst. Die Knäste müssen – milde gesagt – ein Horror sein.
Gelegentlich kann Polizisten dabei zugesehen werden, wenn ohne Blaulicht an zu haben, riskante Fahrmanöver auf den Straßen oder der Autobahn unternommen werden. Die gebotene Höflichkeit im Umgang mit Bürgern ist auch sehr oft nicht gegeben. Gedutzt zu werden, scheint dabei noch das geringste Übel zu sein, wie zu hören ist.

Evgenios Hamboullas, der MP der Regierunspartei DYSI, soll nach Angaben der Cyprus Mail als Folge der Proteste gegen sein kriminelles Verhalten, noch mehr Bilder hochgeladen haben, die ihn vor einem Tisch sitzend zeigen, auf dem Singvögel darauf warten, gegessen zu werden. Die Unsitte, Vögel in mickrigen kleinen Käfigen zu halten, ist in Zypern auch sehr verbreitet. Ihr klägliches Piepsen ist ja so schön!?

Weihnachtszeit ist ausgebrochen. So ungefähr scheinen es die Inhaber der einst berühmtesten Shopping-Straße in Nikosia zu empfinden dem Vernehmen nach, der Makarios-Straße. Der Weihnachtsmarkt würde ihr Geschäft strangulieren, sagen sie. Der Markt soll vom 30. November bis zum 7. Januar 2016 andauern. Dass die Geschäftsinhaber noch dieses Jahr mit ihrem Protest vor Gericht durchkommen, erscheint fragwürdig. Dass das viele Beton, welches in unmittelbarer Nähe zur Makarios-Straße am Elefteria Platz Gestalt annimmt, den dort gefällten Bäumen einen Platz lässt, ist allerdings ebenso fragwürdig.

Die WHO und das Gesundheitsministerium Zyperns liegen im Clinch. Letztere hat entschieden, die Kooperation mit der WHO aufzukündigen. Angeblich sei die Kündigung dieser Kooperation in Absprache mit Brüssel erfolgt. Das Geld, welches die WHO bislang zuschoss, soll nun die EU schultern.

Ihnen eine frohe Weihnacht!

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