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Posts Tagged ‘tempel der afrodite’

Egal wie?

Lasst die SAU raus!

Keine tierische Sau tut das, was Die tun, auch kein Eber.

Es reicht dann mal, kann man da eigentlich nur noch sagen. Ja, kann sein, dass es in den Puffs in Deutschland nicht viel besser aussieht und zugeht als in den zyprischen. Bekanntlich haben deutsche Ermittlungsbehörden ihre Schwächen und Pannen, siehe das Schredern von Akten im NSU-Fall etc.

In Zypern hat die Polizei Ende September 2014 einen Puff namens “Tempel der Afrodite” gestürmt. Wenn von Larnaka kommend nach Limassol reingefahren wird, kann das protzige Exterieur dieses Gebäudes zur rechten Hand gesehen werden – das, wie sich herausstellte, gar keine Genehmigung hat, dort so zu existieren, bzw. betrieben zu werden.
Es stinkt also mal wieder nach Mafia-Geschäftchen.
Problematisch an der Angelegenheit ist auch, dass dieser Ort für betuchte Kundschaft aufgemotzt und betrieben wurde, in dem offenbar die Ärmsten der Armen zu Diensten sein ‚durften‘: Frauen aus Moldavien, die der Minderheit der Roma angehören und sogar eine Marokkanerin war darunter.

Vor dem Hintergrund, dass die Marokkanerin gewiss Muslima ist, ist das nicht das Schrägste an der Verhaftung der Prostituierten, sondern, dass die Marokkanerin den Tag, an dem die Polizei 16 ihrer Kolleginnen dort mit einsammelte, ihren ersten Arbeitstag gehabt haben soll.

Und jetzt geht es in die Abteilung detektivischer Hypothesenbildung, verehrte Leser.

Nun, diese Marokkanerin dürfte also geringe Kenntnisse darüber haben, wer als Kunde dort ein- und ausgegangen ist, wenn es stimmt, dass sie an jenem Tag neu eingestellt wurde. Insofern macht es durchaus Sinn von Seiten der Puffbetreiber und derjenigen, die diese decken, die Marokkanerin als eine der beiden gegenüber der untersuchenden Staatsanwaltschaft auszuweisen, die dort auch sexuell verkehrt haben sollen. Die andere Frau, die sich dort, wie man vornehm sagt “sexuell ausbeuten ließ”, ist eben jene Frau aus Moldavien den Berichten der griechischsprachigen News Up und der englischsprachigen Cyprus Mail zufolge, die mehr oder minder identisch sind inhaltlich. Die restlichen 15 Frauen, die vorübergehend festgenommen wurden, hätten ausgesagt, lediglich animiert zu haben – folglich ließ man sie gehen. Doch nicht nur das. Man war so frei, sie gleich zu deportieren – weil was weg ist, ist weg.

Es geht also unter anderem darum, dem Betreiber nachzuweisen, dass er Menschenhandel und illegale Prostitution betrieben hat, die in Zypern (Nord wie auch Süd) noch immer florieren sollen, und daher ist es sehr anrüchig, wenn man 15 Zeuginnen ins Ausland deportiert, sodass von den Frauen, die dort arbeiteten, die Moldawierin und die Marokkanerin übrigblieben – vorerst.

Gut könnte man sagen, immerhin eine, die Moldawierin nämlich, die als Zeugin dienlich sein könnte. Warum sie überhaupt zugegeben hat, mit ihrer Kundschaft geschlafen zu haben, kann vielleicht darauf zurückgeführt werden, dass diese Frau im Unklaren darüber belassen wurde von ihren ‚Arbeitgebern‘, wie die Gesetzeslage ist. Vielleicht gehört das aber auch zur Strategie, die Hintermänner rauszuhalten. Wahrscheinlich hat man die Frau aus Moldawien belogen, und wahrscheinlich ist das nicht der erste Ort, wo sie “ausgebeutet” wurde – wo Jungfrauen doch höhere Preise erzielen sollen. Das wirkliche Alter der Frauen, soll damit gesagt worden sein, wäre gewiss auch noch mal gesondert eine Überprüfung wert gewesen. Wahrscheinlich war es so, dass als sich die Roma-Frau aus Moldawien dessen bewusst geworden ist, dass sie im Knast vorerst sitzt und darin womöglich für all die anderen, die wie sie anschafften, dass ihr vielleicht jemand ‚Kluges‘ gesteckt hat, doch einfach damit zu drohen, sich das Leben zu nehmen – und dass sie unbedingt nach Moldawien zurück müsse, um ihr Leben zu retten.

Ein Witz.
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Kein Witz und deshalb wurde sie ausgeflogen. Huch, sagen Sie da eventuell, weil, wenn eine Angeklagte damit droht, sich umzubringen und nachweislich eine Straftat begangen hat, genauer: Opfer einer Straftat ist, dann deportiert man sie ja wohl nicht, zumal ihre Aussage sich umbringen zu wollen, nahe legt, dass ein gewisser Druck von Dritten auf sie ausgeübt wird eventuell – und/oder auf ihre Angehörigen.
Man hätte sie also unter Schutz stellen müssen anstatt.
Sie soll versprochen haben, bei Bedarf zum Gerichtsverfahren zurückzukommen, doch jetzt müsse sie erst mal weg, sonst… .

Das Gericht lasse sich nicht bedrohen, meinte der Staatsanwalt und sein Helfer nicht wirklich glaubhaft. “Das Gericht lässt sich nicht erpressen!” Letzteres auch, da der Anwalt des in Haft genommenen Betreibers sagte, dass wenn man diesen Fall nicht zu den Akten lege, er sich gezwungen sehe, Namen von Kunden preiszugeben, die betucht, in hoher gesellschaftlicher Position etc. sind.
Der Afrodite Tempel war also ein Ort, wo die Kundschaft gern Status und Geld heraushängen ließ – und je ärmer und ausgebeuteter die “sexuell Ausgebeuteten” sind, ist zu vermuten, desto höher und besser fühlen sich manche Herrn dann wohl. Kameras sollen in diesem Etablissement angeblich keine montiert gewesen sein. Wahrscheinlich wird sich dieser Befund noch in sein Gegenteil drehen – irgendwann, wenn irgendein Erpressungsskandal demnächst aufgedeckt wird, irgendwo eine Leiche oder mehrere ausgegraben oder angeschwemmt werden, Taschen voll Geld etc., beschlagnahmt oder nicht, den Besitzer wechseln etc. etc.

Ein großes Geschreie läuft nun also wegen diesem Fall auf der Insel. Doch, doch! Solche ‚Geschichtchen‘ scheinen pervertierte Hirne vermehrt aufzugeilen, denn wiederholt und immer wieder ist davon die Rede scheinbar überall. Dass Anhänger der ISIS Frauen vergewaltigen, Kinder, gehört zu dieser ‚Kost‘ leider dazu. Pervertierte Hirne werden ja seit Jahren geradezu herangezogen, in dem diese Bilder, dieser Gedanke scheins unausrottbar bebildert und mit Ton versetzt wird. Das beweist sich nahezu allabendlich in den Krimis, die das Thema Vergewaltigung von Mädchen, Jungen und Schutzbefohlenen voyeuristisch und vermehrt abhandeln.
Was kann man da noch erwarten, als dass zunehmend diejenigen, die sich mit dieser Kost über Monate, Jahre, gefüttert sehen, plötzlich in so einem Etablissement sich wiederfinden, wo Mädchen gegen ihren Willen gehalten werden, die ‚einwilligten‘, all das zu tun, was in ihre Hirne gepflanzt worden ist; dem Druck wegen willigten sie ein, dem sie ausgesetzt sind: erpresst, bedroht, geschlagen, beschissen ohne eine Perspektive.
Viele der Freier erkennen dort befindlich wahrscheinlich verwundert, dass, was gerade gestern noch das Unmögliche war für sie, jetzt auch ihre Realität ganz wirklich ist, dass es sie anzieht komischerweise, sonst wären sie wohl jetzt nicht da, wie ansonsten vor der Glotze, dem Bildschirm – und sie verstehen einfach nicht warum?!

Dass diese ‚Kost‘ verfügbar ist, gerade da vorne rechts um die Ecke, irgendwie wusste man es doch schon immer. Jeder weiß es irgendwie, alle gehen sie doch dort hin – und ja, es ist ein verlogenes Spiel auf Kosten derer unter anderen, die das ‚Opfer spielen dürfen‘. Und das dem so ist, liegt daran, dass all das ziemlich sicher auch systemimmanent ist!

Etwas wie Würde wird neuerdings vermehrt denen zugestanden, scheint es, die ‚es geschafft haben‘, die die Hühnerleiter ganz nach oben erklommen – egal wie!

Oder: Frei nach der Bundeswehrwerbung der Verteidigungsministerin, die gedacht war für Frauen: „So vielfältig wie Sie …, wisch und weg!“

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