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Urlaub?

Kreuz und quer!

Es war denn auch mal wieder genug des Guten – Regen, Sonne, Grau-in-Grau, Regen, kühler Wind, Sonne – und das im Sommer. Also wirklich! An einen Sommer haben viele unter uns andere Ansprüche – so auch ich!

Man steigt aus dem schön hellblauen Baggerseewasser, rein ins Auto und dann? Autoheizung an!

Geht’s noch?

Im Auto fahrend gibt’s so ungefähr 15 Minuten leichtes Schlottern der Kälte wegen mit aufgedrehter Heizung, bis der Körper sich wieder einigermaßen wohl fühlt, so, als wäre er in einem richtig schönen Sommer.

Vermutlich werden diese eben geschilderten Eindrücke oder Empfindungen schon sehr schnell aus meinem Gedächtnis gewichen sein, zurück auf Zypern – was am 22. August abends um 19 Uhr 25 der Fall sein müsste, wenn Easyjet und der liebe Gott und andere mitspielen. Sitze gerade im Café Beschle gegenüber vom SBB und schreibe das hier.

Kann natürlich sein, dass ausgerechnet dann, wenn ich in Larnaka eintrudel, die Temperaturen fallen.

Sollen sie doch!

Tiefer als 26 oder 27 Grad wird der Fall gewiss nicht werden, vorerst. Solch Aussicht ist nach so viel temperaturtechnischem Auf-und-Ab in der Rheinebene und dem angrenzenden Schwarzwald durchaus sehr erträglich, denke ich.

Sie, verehrte Leser, wird gewiss wenig verwundern, was als Nächstes hier geschrieben stehen wird:

Aus nicht weiter im Detail anführungswerten Gründen hat Zypernundmehr-News mir und Ihnen eine kleine Auszeit auf ihrer Seite verschrieben. Genauer: mir eine Zeit der Recherche. Letzteres dergestalt, dass die nächsten 2 Monate endlich wahrgemacht wird, was schon lange vor Augen schwebte: mit dem Auto kreuz und quer über die Insel streifen, schon fast ziellos mit einem griechischen Roman oder Sachbuch ausgestattet, sodann kleinste und unscheinbarste Dörfer, Täler und Hügel abklappern – oder aber vielleicht per Zufall irgendwo hängen bleiben, wo folgende Voraussetzung gegeben ist: ein total zyprisches Umfeld. Das soll bedeuten: Menschen, die in dieser Sprache hauptsächlich verkehren – möglichst auch mit mir.

Ja, jetzt will ich ES endlich herausfordern und wissen! Griechisch sprechen mit einfachen Leuten auf Zypern, für die Pafos, Nikosia, Limassol oder gar Larnaka Orte sind, die sie alle Schaltjahre mal besuchen – oder so ähnlich.

Sie ahnen es bereits: Griechisch und Zyprisch sind zweierlei Stiefel. Doch genau deswegen gilt es erst recht, sich in diese Art abgeschlossenen sprachlichen Zirkel zu begeben. Letztere, kommt es einem vor, schaffen es nicht nur bei mir, über viele Jahre hinweg davon abzuhalten, sich Zyperns Landleben zu geben – also nicht allein die Klöster und Kirchen, sondern vor allem die Menschen. Gewiss spielen da noch andere Faktoren mit als lediglich der zyprische Dialekt, der schon irgendwie einer eigenen Sprache nahekommt.

Den Norden werde ich auf Grund der Politiken der Türkei nicht miteinschließen. Keine Lust auf Yücel zu machen! Dem Despoten in Ankara muss inzwischen das Seltsamste zugetraut werden. Und dass der Einfluss seines Regimes im Norden Zyperns um sich greift, darauf braucht noch nicht mal gewettet werden – dem ist so!

Anfang November 2017 wird Zypernundmehr-News dann aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und Ihnen, verehrte Leserschaft, berichten, zum Beispiel davon, wo die sogenannten Wiedervereinigungsverhandlungen der Zyprer inzwischen gelandet sind (sein sollen) und welches Thema die Insulaner gerade am meisten bewegt – aus meiner Sicht.

Sie werden im November gewiss mehrheitlich schon in Winterstimmung sein und von Weihnachten träumen. Ich werde wahrscheinlich noch gelegentlich im Meer Schwimmen gehen und langsam registrieren, dass der Sommer 2017 zu Ende geht.

Des Weiteren und abschließend wird darauf hingeweisen, dass Kommentierungen der Geschehnisse weiterhin – zu verschiedensten Themen, hauptsächlich aber zu Zypern – dennoch erfolgen werden, und zwar sporadisch. Um diese Beiträge zu lesen, bedarf es lediglich auf die Webseite von Zypernundmehr-News bei Facebook zu begeben und schon werden Sie mit Beiträgen und Kommentaren weiterhin, so gut es geht, versorgt.

Kandernundmehr-News wird sich auch Ende Oktober, Anfang November wieder zurückmelden!

Ihnen, verehrte Leser, 2 wunderbare Monate, die bevorstehen:

Gia sas (tschüss)!

 

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Mal wieder im Südwesten Deutschlands, in der Stadt Lörrach. Dem sogenannten „Budenfest“ in Kandern erfolgreich ausgewichen. Irgendwie schaffen die es aber immer wieder in dieser Kleinstadt, schönes Wetter zu haben. Ich war im angrenzenden Wald anstatt. Vielleicht geh ich da nächstes Jahr mal hin. Habe alle drei Budenfeste bislang verpasst, seit ich mich hier in der Gegend aufhalte. Mir wird schon ganz anders, wenn ich an all die Fressstände denke, die Leute, die sich durch die Straßen drängen auf der Suche nach bekannten Gesichtern und dann die Reden, die, wie am Waldrand zu hören war, geschwungen werden. Eröffnet wird das Ereignis stets mit dem sogenannten „Rossmarkt“, wurde mir gesagt. Ich geh davon aus, dass Dressurreiter ihre Kunststückchen aufführen. Da steh ich nicht so drauf, weil mich die Vorstellung plagt, die Tiere könnten unnötig getrietzt werden von ihren Reitern, anstatt adäquat unterhalten. So etwas ist mir wenig anschauenswert.
Hoffen wir also, dass die Vereine von Kandern wieder ihre Kassen aufbessern konnten und alle einen großen Spaß hatten.

Im Landeskreiskrankenhaus von Lörrach gibt es ja schon seit Längerem Chinesische Medizin, Massage, Qo Qong etc. Da war ich jetzt schon über 3 Monate nicht mehr, weil im Ausland und verhindert, und keiner hielt es für notwendig, per Email mal kurz durchzugeben, dass das Ding heute ausfällt. Darüber verwundert bin ich allerdings wenig. Weil: Ich hatte gewagt – wiederholt – darum zu bitten, doch diese laute, gleichförmig tickende Uhr von der Wand im Übungsraum zu nehmen, weil die tickt bei mir bis ins Mark, wenn ich da auf Ruhe machen soll. Ging nicht, erfuhr ich in einer Mail – das Ding „bleibt“ an der Wand.

Wahnsinn tobt also überall auf seine Weise, werden Sie denken. Und wenn Sie nicht so denken, dann verehrte Leser, spätestens dann eventuell, nachdem Sie „Aghia Napa“ gelesen haben, den folgenden Beitrag.
Ist Aghia Napa in Zypern etwa ihre nächste, gewünschte Urlaubsdestination, oder gar die ihrer Tochter oder ihres Sohnes? Wenn ja, dann sollten Sie Folgendes unbedingt lesen. Es wurde der griechischsprachigen zyprischen Politis-Tageseitung bereits am 15. August 2015 entnommen, von Sofi Orfanidou und Mirinda Lizandou verfasst und für Sie von mir übersetzt:

„Als wir durch Aghia Napa gingen, um diese Reportage zu machen, versuchten wir, uns in die Lage der Touristen zu versetzen und darüber nachzudenken, warum wir diesen Ort aufsuchen sollten, um unsere Sommerferien hier zu verbringen. Wir fanden 100 und 1en Grund Aghia Napa zu wählen: des klaren Meerwasser wegen, der weiße Sandstrand, der kleinen Reeden und Meerbusen wegen, die zum Tauchen ideal sind sowie für andere sommerliche Aktivitäten, wegen dem Service, den es dort gibt, wie an jedem geschäftsmäßig betriebenen Strand, der romantischen Atmosphäre wegen, die beinahe überall versteckt aufzufinden ist, bis hin zu den Hotels, die zumindest scheinbar so aussehen, als würden sie sich nicht von Hotels anderer touristischer Gegenden unterscheiden.
Sondergleichen sind die Strände von Greko und Kermia, wo die Wellen die Felsen wirklich zu Statuen geformt haben, wo an die 36 Orchideen-Arten gedeihen, einzigartig sind auch die Pflanzen an der Küste dieser Gegend, wunderschön die Landkappelen und die Klöster, beeindruckend die Gräben der Großen Insel [Zypern wird so im Griechischen genannt] und romantisch der Hafen. Außergewöhnlich ist auch der Park mit den Kakteen, der gerade vor kurzem angelegt worden ist, wie auch der mit den Skulpturen und noch einige andere Dinge, die in Aghia Napa angetroffen werden können. Es wäre eine Auslassung, wenn nicht die zig Restaurants, Schenken, Tavernen, Cafeterien und Nachtclubs erwähnt würden. Die gibt es in jeder kleinen Straße wegen des Nachtlebens, die sie ja [im Prinzip] erschuf.

Tourismus der Minderjährigen

Obgleich, die Art Nachtleben sowie das Niveau der Touristen, die das anzieht in Zusammenhang mit der akustischen Verschmutzung, sind wohl die Dinge, die Aghia Napa von der Landkarte für guten Tourismus nehmen (lassen). Vom Ruhm der vergangenen Jahrzehnte als Restaurants und Tavernen von Leben pulsierten, als Touristen kamen, die bereit waren Geld auszugeben, von diesem Ruhm jener Jahre, wo jedenfalls Familien angetroffen werden konnten, die spazieren gingen, ist als einziges in Aghia Napa „Ramsch-Touristen“ als Überbleibsel unterwegs – so drückte es der Bürgermeister der Stadt aus, als er kürzlich auf die KYPE??? traf, die der Stadt gewiss den letzten Schlag versetzen wird.

Hauptsächlich gleicht der Weg zur Plateia, wie auch der Platz selbst, etwas Menschenleerem, zumal von überall her verschiedenartigste Musik ertönt, was dir den Eindruck vermittelt, die Läden, die eigentlich in der Nacht aufhaben, seien voll mit Kundschaft, wo ihr Inneres doch gähnend leer ist. Die Touristen treiben sich draußen herum, haben Flaschen mit hochprozentigem Alkohol in den Händen, die, wie wir beobachten konnten, an den Kiosken gekauft werden; offensichtlich wird einem, dass du Rauschgift überall bekommen kannst, reichlich. Nur wenige widerstehen diesem Erlebnis. Außerdem, damit diese Musik überhaupt ausgehalten werden kann, die unglaublich abnervt, sind die Drogen wohl von Nöten.
Von welchen Touristen sprechen wir?
Eigentlich sind die meisten Minderjährige, die dich wundern lassen, ob ihre Eltern wissen, wo sie da hinfahren und wie sie sich amüsieren. Die älteren unter ihnen, die dort gewiss nicht hingehen, um lediglich zu essen und zu trinken, die trinken offensichtlich in Maßen und verhalten sich zivilisiert. … Das, was [den Minderjährigen] von anderen gesagt wird, die schon hier waren, ist, dass Aghia Napa für jeden Geschmack was zu bieten hat – jede Schande: von Halbnackten und Sex in der Straße, bis Raufereien, die die, die daran beteiligt sind selbst nicht verstehen, warum und wie diese anfingen – eben wegen der riesigen Mengen von Alkohol, hochprozentig, die in sich geschüttet werden (einige Geschäftsleute geben offen zu, den Alkohol mit Spiritus zu vermischen: das heißt, die anderen tun das, nicht sie selbst). Pinkelnde kann man überall sehen, Betäubte auf den Fußgängerwegen und Schlafende auf den Straßen, die offensichtlich nicht mehr den Weg zurück zu ihrer Bleibe finden können. Nicht zufällig werden nahezu täglich in der Provinz Famagusta (Ammochostos) Vergewaltigungen angezeigt, doch was beweisen, wenn ein junges Mädchen mit einer Horde von Männern schlafen kann, ohne sich erinnern zu können, wie die aussahen?

Schonungsloser Lärm

Wie gesagt, der Reportage wegen waren wir zum ersten Mal nach Aghia Napa gekommen vor ein paar Wochen. Uns beeindruckte, dass im Monat August auf leere Restaurants zu treffen war, auch Tavernen. Die waren im Großen und Ganzen leer. Uns wiesen die Leute jedoch darauf hin, dass wir an einem Tag gekommen seien, an dem die meisten abreisen oder ankommen. Wir saßen in einem der besten Restaurants, um uns zu unterhalten mit den Besitzern. Allerdings war es unmöglich zu verstehen, was wir selbst von uns gaben, so laut war es. 4-rädrigen Quad-Maschinen und Motorräder fuhren hin und her geradezu wie Dämonen, und das mit Bikern darauf, die 18 Jahre alt waren und besoffen sowie gewöhnlich ohne Helm unterwegs; Fußgänger liefen nahezu nackt herum – meistens Minderjährige – und schwankten, auch sie gefährlich besoffen, in Richtung Straße, wo Autos und Motorräder aus jeder Ecke hervorquellen von Kindern gefahren – ein einziges Chaos und ein Lärm, der seinesgleichen sucht. Die ganze Szene gleicht etwas Komischem, um nicht zu sagen Erschreckendem bezüglich Sicherheit eines jeden. Uns kam es so vor, als seien wir gerade mal 2 Stunden da gewesen, in denen wir nicht einen einzigen Streifenwagen oder Polizisten sahen.

Geschäftsleute sagten uns: „Sehen Sie, wir reden vom Niveau der Touristen. Sagen Sie uns, ob diese Leute kommen, um kulturelle Ferien zu verbringen und Geld auszugeben?“ Sie erzählten uns danach von den Beach- und Straßenparties der Touristen, die ab 18 oder 19 Uhr bis Mitternacht abgehalten werden, von den „Bar Crawls“, was das Sich-Bewegen von Bar zu Bar bedeutet, von Pub zu Pub, um abzusaufen. Wie sie uns sagten, sind all diese Aktivitäten mit Vorausbezahlung, da sie im Ferienpaket inbegriffen sind, die die Touristen in ihren Ländern gekauft haben; wie auch immer, im Zusammenhang steht all das jedenfalls mit dem Fernbleiben des gehobenen Tourismus, der einfach keinen Sinn darin sieht, den ‚Negertanz‘ in Aghia Napas aufzusuchen; das Verpflegungs-Zentrum der Stadt ist tot, der gehobene Tourismus weg.
Die Geschäftsleute machten uns des Weiteren darauf aufmerksam, dass es keinen Sinn macht, vordringlich für die Besitzer von den Appartements sowie kleinen Hotels, sie in Stand zu halten wegen der Schäden, die ihre besoffenen Mieter anrichten, zumal sie wissen, dass die Qualität des Tourismus für die nächsten paar Jahre eh gleich sein wird – und wahrscheinlich noch fürchterlicher wird.

Teufelsdreieck
Um 11Uhr30 steigen wir zum Zentrum der Stadt hoch, zur Plateia. Ab hier hörst du zu sprechen auf, weil auch derjenige neben dir dich nicht verstehen wird. Es ist gerade der Zeitpunkt, wo die Busse aussteigen lassen, die die Jugendlichen vom Strand geholt haben, von der Beach-Partie, und irgendwie weißt du nicht, vor welcher Gefahr dich zuerst in Sicherheit zu bringen. Aus den Bussen fallen Jugendliche – die meisten minderjährig sind, wiederhole ich -, die in ihren Händen noch Flaschen voll mit Alkohol halten, welchen der eine dem anderen hinter die Binde kippt; die meisten sind beinahe nackt [in der Gegend des einstigen phönizischen Astarte-Kults, wen wundert es?] und zur Genüge angesoffen. Wir gehen in einer Wolke aus Rauch, die aus den Kneipen herausquillt und die Musik dröhnt erbarmungslos, die sich mit der Wolke [irgendwie] vermischt. Der Lärm führt dich zu diesem Ball aus Rauch, zumal sie dich von überall her umkreisen und locken in einen der Läden zu gehen, in [das Innere der] Rauchblase, die aus irgendeinem Rauschmittel besteht, welches hier überall unverhohlen und geschäftsmäßig auf der Plateia vertrieben wird. Du fliehst, um was anderes zu sehen, denn du befürchtest, dass etwas Unvorhersehbares passieren könnte, dass dich etwas angreifen könnte. Die 4-rädrigen Maschinen und die Motorräder kommen und gehen währenddessen wie Dämonen und du wartest geradezu drauf, dass jemand umgefahren wird. Zu den Drogen wurde uns gesagt, dass durchaus sein kann, dass kein Ecstasy zu haben ist wie andernorts [auf der Welt an solchen Orten], welches Aghia Napa in der Welt der Jugend ja einst berühmt und berüchtigt gemacht hat, sondern dass dort [inzwischen] anderes zu haben ist, wesentlich schlimmeres.

In diesem Jungle von Clubs, die meisten sind menschenleer, trinken, tanzen und essen nahezu alle auf der Plateia. Einige Clubs, die ‚Geschichte‘ gemacht haben, haben inzwischen geschlossen und einige weitere ‚quälen‘ keine Kundschaft mehr. Was die herrschende Anarchie angeht, die gibt es auch bezüglich der Angestellten in diesen Läden. Entweder sind die Lockvögel oder sie bedienen oder aber sie sind Tänzerinnen, die um Kunden anzuziehen, halbnackt tanzen. Es ist offensichtlich, dass es Touristinnen sind, die kamen, um Ferien mit Arbeit zu verbinden; kamen, um auch ihren Schnitt zu machen, zumal bekannt ist, dass niemand kontrolliert, so auch nicht ihre Arbeitgeber.

Mafia und Kabarett

Aufs Mal machen wir zwei Limousinen aus, die die Gegend abfahren und Werbung machen für gewisse Kabaretts (scheint so zu sein, dass sie so auch ihre Kunden sich holen, sie dort hinbringen). Auch das scheint niemanden zu stören, wo doch die Kabaretts verboten worden sind. Beeindruckend sind die gepanzerten Autos, die vor den Clubs herumfahren und stilecht die Mafia wiedergeben, die ihrerseits ungehindert ihre Runden dreht. Schade, dass wir die Folgenden nicht fotografiert haben, 4-sitzige Taxis, die bis zu 8 Personen befördern …, etwas, dass offensichtlich alle Taxis tun. Daraufhin fragten wir einen der Fahrer, den wir antrafen, ob ihn diese Gesetzeswidrigkeiten denn nicht störten. Nicht nur er, auch andere antworteten, dass die Saison ja schließlich nur drei Monate andauert.

Welche Polizei?

Was uns am meisten beeindruckte, ist die nahezu völlige Abwesenheit der Polizei in der Zeit, in der wir dort anwesend waren. Die Leute sagten uns, dass Polizei in ziviler Kleidung unterwegs sei und einige sind auf Motorrädern auf Streife. Geradezu einen Schock erlitten wir, als wir dann zwei Uniformierte antrafen, die wir [sogleich] fragten, wie sie all diese Gesetzesbrüche angehen, und die antworteten: „Aber welche Straftaten denn?“ Wir gehen davon aus, dass die jedwede Diskussion darüber meiden wollten mit uns, da wir von der Presse sind (es ist einfachen Polizisten untersagt, sich öffentlich zu äußern); doch mit eigenen Augen sahen wir, dass kein Polizist vorhanden war, die außergewöhnlichen Vergehen zu unterbinden. Und wenn so was mal vorkommt, dann nur zum Wahren des Anscheins. Der allgemeine Eindruck ist, dass alle sich darauf verabredet haben, die Dinge so zu betreiben, [nämlich] „wegzugucken“, zumal die Zeit begrenzt ist, in der in Aghia Napa ‚Leben‘ ist.

Auf dem Plateia beobachten wir einen medizinischen Helfer, der dort Stellung bezogen hat. Ein Zeichen dafür, dass man verstanden hat, dass so einer [hier] gebraucht wird; doch unser Taxifahrer erzählte uns: stets am Morgen kommen viele [auf der Plateia] an, um erste Hilfe zu erhalten.“

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