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061212-N-3642E-151 Washington, D.C. - Australi...

061212-N-3642E-151 Washington, D.C. – Australian Minister for Foreign Affairs Alexander Downer listens to a reporter’s question. The media availability, held at the State Department’s Franklin Room, wrapped up daylong U.S.-Australian bilateral ministerial meetings. During the meetings, Secretary England and Minister Nelson signed a Memorandum of Understanding on the production of the F-35 Joint Strike Fighter program. (Photo credit: Wikipedia)

 

Ein Brief ging ein, gesandt von Präsident Anastasiadis an den Generalsekretär der UNO, Ban-Ki-Moon, in dem steht, es sei beobachtet worden, dass der Abgesandte der UNO für Zypern, Alexander Downer, am 29. Mai 2013 beabsichtige, politische Inhalte an Eroglu (Nordzypern) zu übergeben, die Anastiadis mit demselben durchgehen werde. Diese Info habe Anastasiadis der Präsident des Parlaments der Republik Zypern zugespielt, Herr Omirou. Downer unterminiere auf diese Art das Ansehen von Präsident Anastasiadis. Gleichzeitig wurde der Generalsekretär Ban-Ki-Moon aufgerufen, das zu unterbinden (siehe Kypros.com).

Bei dem zweiten ‚Verhör‘ des ehemaligen Wirtschaftsministers der Republik Zypern, Shiarly, ist aufgedeckt worden, dass die damalige Regierung offenbar doch bereits von dem bevorstehenden potentiellen finanziellen Risiko (Haircut) wusste, sich der Gefahr bewusst war. Ein Dokument vom 01. Februar 2013, welches verlesen wurde, scheint das zu bestätigen. Shiarly war darob, wird in der Sigmalive geschrieben, sichtlich erstaunt. Verwunderlicherweise wurde gleich anschließend bei der Befragung durch die Untersuchungskommission eine Pause eingelegt. Als die Befragung fortgesetz wurde, war dieser Punkt allerdings nicht wieder angesprochen worden. Man hat derart schon etwas den Eindruck kreiert, den ehemaligen Wirtschaftsminister nicht in Nöte bringen zu wollen. Auf die Frage, ob das Memorandum, welches mit der Troika abgefasst wurde, eine mögliche Auflösung der Banken vorsah, wie auch den Fall eines sogenannten Bail-In, antwortete Shiarly in etwa, dass, was die Stütze für die Laiki Bank angehe vonseiten des Europäischen Mechanismus zur Liquidität in Not Geratener in Höhe von 1 Milliarde 800 Millionen € nicht für Wahlvorbereitungen verwendet worden sei; und wies anstatt auf die Gefahr eines Staatsbankrottes seinerzeit hin. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass anscheinend der Direktor der Zyprischen Zentralbank offenbar bereits am 11. Dezember 2012 in New York den Vorschlag gemacht haben soll, einen Haircut durchzuführen, um das Finanzproblem zu lösen (siehe Sigmalive, Aliki Stilianou). Es geht hier also bereits auch u.a. um die Frage, letztlich, wer veranlasste, Spareinlagen unter 100.000€ mit einzubeziehen, um zukünftige Forderungen als Art Eigeneinlage zur Deckung der Hilfe aus Brüssel zu einzusetzen. Die Herren und Damen in der Zentralbank Zyperns hatten also ein ziemlich klares Bild darüber, was passiert, wenn sie diesen Schritt, Haircut, ausgesetzt sein werden. Der ehemalige Chef der Zyprischen Zentralbank sprach in diesem Zusammenhang angeblich auch davon, dass die zyprische Finanzwelt „Spielcasino“ ‚gespielt‘ habe, was dann auch von Schäuble, dem Finanzminister der BRD, entsprechend bestraft worden wäre.
Gefragt vom Untersuchenden der Untersuchungskommission, Piki, ob die Europäische Zentralbank Zypern gewarnt habe bezüglich der fiskalen Defizite, antwortete Shiarly, dass aufgrund der Info, die er gehabt habe, die aus 2010 stammte, die besser ausgewertet hätte werden müssen, dann gewiss ein besseres Ergebnis herausgekommen wäre. Was den aufgenommenen Kredit bei Russland angeht, musste Shiarly eingestehen, dass diese Maßnahme nicht geholfen habe, das finanzielle Problem zu lösen. Es sei lediglich eine temporäre Lösung des Problems daraus erwachsen – „um den Staat am Leben zu halten“. Seit dem Tag, an dem er in Amt und würden gekommen sei, habe es die Gefahr eines finanziellen Absturz praktisch täglich gegeben.
Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kommitees für Institutionen, Herr Dimitris Sillouri, wird kommenden Montag vor dem Untersuchungsausschuss aussagen (siehe Ant1-News).

Lustig ist, dass kürzlich herausgekommen ist, dass die Regierenden Zyperns am 21. März 2013 darüber konferierten ‚untereinander‘, wie mit der Troika, der Eurogroup etc. zu verfahren sei. Dabei haben sie offensichtlich nicht mitbekommen, peinlicherweise, dass jemand von der Troika, genauer der Europäischen Zentralbank, bei diesem Treffen anwesend war – eine Griechin. Schon unangenehm, wenn ausgerechnet so jemand mit guten Griechischkenntnissen mitanhört, wie die Herren und Damen auf Zypern die Milliarden und Millionenbeträge, die im Raum stehen, verplanen und Möglichkeiten jedweder Art hinter verschlossenen Türen sondieren. Schifflein versenk dich, oder so!

 

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Die Livenews berichtet, dass noch immer Bemühungen von Bankkunden bestehen, verloren gegangene Gelder bei der Laiki Bank zurückzuholen; und auch, dass die Angestellten dieser Bank, die abgewickelt werden soll, ihre Arbeitsplätze mit allen Mitteln zu verteidigen trachten.

Die Alitheia Online vom 18. Mai 13 schreibt: „Neuer Streit brachte heute die Berufung von Spiros Stavrinakis, der entgegen des Entscheids des Präsidenten Zyperns, seine Anstellung als zweiter Mann in der Hierarchie der Zentralbank von Zypern antritt. Der Staatsanwalt Petros Kliridis verkündete heute durch seinen Vertreter beim höchsten Gericht, dass er in dieser Angelegenheit nicht erscheinen werde. Die Staatanwaltschaft gab den Fall daher zurück. Von der Regierung wird nun erwartet, sich einen (privaten) Anwalt zu nehmen in dieser Angelegenheit. Am 4. Februar 2013 war Stavrinakis von Ex-Präsident Xristofias zum Vize in der Zentralbank Zyperns berufen worden. Nikos Anastasiadis hatte am 9. April 13 beschieden: „die Berufung von Spirou Stavrinaki verstößt gegen die Verordnung 118(1) der Verfassung und wird daher aufgehoben und diese Ansicht ist sofort zu vollziehen… .“ Der Anwalt von Stavrinakis, Andreas Ladas, konnte diesem Entscheid von Anastasiadis jedoch erfolgreich begegnen, den auch die Zentralbank Zyperns selbst nicht unterstützt haben soll. Es darf davon ausgegangen werden, dass Anastasiadis die Berufung von Stavrinakis durch den vorherigen Präsidenten Xristofias als politisch motiviert einstuft. Wie dem auch sei, vorerst muss die Anastasiadis-Administration mit dem ‚roten Maulwurf‘ im zentralen Banksystem der Repüublik vorlieb nehmen (siehe Alitheia Online).

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Obgleich Nikosia vor ein paar Tagen noch laut hören ließ, dass ein Treffen mit dem Norden der derzeitigen Krise wegen auf keinen Fall möglich sei und die Lösung der Zypernfrage verwunderlicherweise hinten an stehen müsse, treffen sich alle Beteiligten des Verhandlungskarussells nun doch, nachdem alle brav in den USA vorgetanzt haben. Das Treffen von Eroglu und Anastasiadis wird bereits am 29. Mai 13  stattfinden. Der Regierungssprecher Stilianidis der Republik Zypern bezeichnet das geplante treffen als „rein sozial είναι >καθαρά κοινωνικού χαρακτήρα<“ (siehe newsbomb.gr).
Xristos Stilianidis ist in anderem Zusammenhang auch der Meinung, dass mit den Erleichterungen im Finanzsektor, die nun mit der Minderung der Depositrate und den erwarteten Kreditraten im Raum stehen, die Bedingungen geschaffen worden seien, die Wirtschaft des Landes mit Geld versorgen zu können. Seine Zuversicht beruht anscheinend vor allem darauf, dass die Minderung der Raten seit Jahren kein Thema war – ein gutes Anzeichen. Die Regierung habe Stilianidis zufolge alles gut geplant und sei in ständigem Kontakt, „Konsultationen“, mit der Zentralbank, der Staatsanwaltschaft und der Troika. Die erwarteten Kreditraten bewegen sich nach jeweils erfolgter Einschätzung der Kreditwürdigkeit des Landes etc. Über die Höhe der geminderten Kreditrate könne daher keine Angabe gemacht werden, sagt der Regierungssprecher, da dieselbe der Markt bestimme. Eine weitere, als wesentlich höhere Minderung der Raten ist in der nahen Zukunft durchaus nicht auszuschließen.
Interessant ist, dass an dem Treffen mit der Troika etc. auch russische Banken teilnahmen. Stilianidis darauf angesprochen meinte, es seien jedoch nur ganz allgemeine Dinge mit den russischen Bankern zur Sprache gekommen. Jedenfalls sei eine Besserung der Lage angestrebt, und die stehe auch bevor. Es ist inzwischen beschlossene Sache nach Stilianidis zufolge, dass die Cyprus Bank sozusagen das Gesicht der zyprischen Bankenlandschaft bleibt bzw. werden soll. Dies, da sie halt doch eine systematische Bank sei, die den Staat und seine Politiken stütze. Daher sei allen daran gelegen, dass sie möglichst bald aus dem Aufbau-Modus herauskomme, in dem sie sich derzeit befinde.
Über die Neubesetzung des Chef-Sessels in der Bank of Cyprus sei intensiv gesprochen worden von Seiten des Präsidenten Anastasiadis, so auch über die neue Rolle des Direktorengremiums der Bank (Διοικητικού Συμβουλίου). Zuletzt ließ Stilianidis wissen, dass die Restrukturierung der Bank sich im dem gesetzten Zeitplan der Troika bewege, das heißt, keine Verspätungen oder dergleichen Thema ist (siehe Politis online).

Wirtschaftsminister Georgiadis spricht von einem Schrumpfen der zyprischen Wirtschaft innerhalb der nächsten zwei Jahren, welches prognostiziert werde, und zwar um 13% voraussichtlich. Die Arbeitslosigkeit werde wahrscheinlich auf den Wert von 14% steigen. Und obgleich große Erdgasvorräte voraussichtlich zukünftig geborgen werden, man rechnet mit 1,7 Milliarden kubikmeter, werde die Regierung und seine Behörde selbstverständlich alle Hebel weiterhin in Bewegung setzen, um die Kredite zurückzuzahlen. „Rosige Zeiten“, meinte er, stünden nicht an vorerst. Wir sind daher bereit und gezwungen, fügte er hinzu, auch unpopuläre Entscheide durchzusetzen. Anders ginge es nicht. Zum Beispiel müsste dem Weggang von Deposits, welches in Banken liegt, ein Riegel weiterhin vorgeschoben werden, was seit letztem März ja der Fall ist. Die Goldreserven des Landes müssten allerdings nicht verkauft werden, um die 10 Milliarden zu begleichen, die Brüssel als Hilfe gibt. Es gäbe schließlich Alternativen, sagt Georgiadis. Der Wirtschaftsminister scheint noch immer bestreiten zu wollen, zu unserer Überraschung, dass in Zypern Geld gewaschen wurde (siehe vorhergehenden Artikel auf Zypernundmehr-News dazu und livenews).

 

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His Highness Sheikh Hamid bin Khalifa Al-Thani...

His Highness Sheikh Hamid bin Khalifa Al-Thani, Emir of Qatar, during a visit to the Pentagon, June 11, 1997. (Photo credit: Wikipedia)

Ein Artikel über den bevorstehenden Reichtum und die Cleverness einiger Insulaner. Geschrieben wurde dieser Beitrag von Taki Agathocleous (agathocleous@alfamedia.press.cy) in der Alitheia-Tageszeitung Zyperns am 18. März 2012. Obwohl das Datum schon knapp einen Monat her ist, hat dieser Artikel gewiss noch seine Relevanz und Aktualität.

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Über den Absturz der Investitionen der Qataris!

Hunger, die meisten deiner Familienangehörigen sind arbeitslos, das Einkommen ist andauernd zu niedrig und die Ausgaben zu hoch. Und da, plötzlich ein guter Fang, der aus dem Ausland kommt und daher wie gerufen kommt – nachdem du geradezu Gott angebetet hast. Es ist jemand gekommen, dir zu helfen, ein Milliardär, der sein Geld scheinbar mit vollen Händen rauswirft. 

Den führst du herum, speist ihn mit dem besten Essen, welches die Frau zubereiten kann, lässt ihn fühlen, als sei er im Tour d’Argent oder im Ambroise von Paris. Dem öffnest du eine Flasche Wein, Chambolle Musigny, den du weggestellt hattest für ganz spezielle Anlässe. Im Zimmer mit Sicht auf den Garten bringst du ihn unter, zeigst ihm all die Sehenswürdigkeiten – betüdelst ihn so, dass er dir verfällt.

Und wenn du ihn dann komplett zufrieden siehst, aufgrund deiner erwiesenen Gastfreundschaft und er völlig beschwippst ist vom Chambolle Musigny und offenbar bereit, zu tun, was du willst – auch um eine Art Balance seinerseits dirgegenbüber wieder herzustellen – gehst du also ran: “Sag mal, wollen wir nicht zusammen in etwas investieren, und zwar in einen Platz in bester Lage? Wir werden dabei viel Geld verdienen!” Die Antwort, die du erhälst, ist ohne Umschweife positiv. “Ok, machen wir fifty-fifty”, antwortet er dir. Und obwohl du kein Geld hast, schlägst du vor: “Ich begleiche den Preis fürs Grundstück und du bezahlst dann das Selbe wie ich.” “Ok, lass uns den Wert des Grundstücks schätzen und so viel wie es geschätzt wird, so viel werd ich dann entsprechend unserer Abmachung hinlegen.”

… Du gehst daher sogleich zur Grundstücksbehörde und weist den Beamten dort in den anstehenden Betrug ein. “Mach mir eine Schätzung 3 Mal so hoch wie der eigentliche Wert, damit wir uns gesundstoßen!” Und der Beamte vom Grundstücksamt sagt im Nu: “Wert ist es 50 Millionen, doch ich werde 150 veranschlagen!” Dem drückst du die Hand vor Zufriedenheit. Zumal der Geldsack eh so viel hat, dass er über 150 nicht weiter beunruhigt sein wird. Sodann eröffnest du ihm und zeigst, was die Behörde dir ausgestellt hat: “Es macht 150 Millionen…” . Der Gast sagt nichts, lächelt dir zu und lässt dich denken, die Kröte geschluckt zu haben. 

Aber der Geldsack ist nicht irgendein Trottel. Er beauftragt seiner Behörde, um eine Bewertung des Grundstücks vorzunehmen. Die erhält er den folgenden Tag: “Hoch verehrter Emir, das Grundstück ist keine 50 wert!”

Der Emir sagt nichts. Doch in ihm rumorts: “Ihr zyprischen Arschgeigen, ihr wollt mich reinlegen? Mich, der ich euch aushelfen wollte?

Er bleibt aber cooooool. Er verabschiedet sich mit Umarmung den nächsten Tag und Küsschen von seinen ‚guten‘ Freunden, bedankt sich erneut für die Gastfreundschaft, nimmt das Flugzeug und verspricht, was das Zeug hält, nämlich zuhause angekommen, umgehend das Geld zu schicken, zwecks Investition und so. 

Und du, freudig den Geldsegen erwartend, wartest noch immer auf ein Zeichen, ein Telefonanruf. Inzwischen sind bereits viele Monate vergangen. Du wartest noch immer.

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Das ist – meines Wissens – der Grund, warum der Emir von Qatar einen Rückzieher machte und nicht ins Märchenprojekt (nahe dem Hilton von Nikosia) investierte, was er uns schrieb ohne Nennung von Namen,“ schreibt Taki Agathocleus des Weiteren in der Alitheia.

„Jeder würde wohl handeln wie er. Egal wie reich … .

Alles andere, was erzählt wird als Grund für den Absturz der Investitionen des Qataris in Zypern, sind nichts als Schall und Rauch.“

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Doch die Zyprer ruhen selbstverständlich nicht. Häufig ist der Präsident der Republik mit einem kanadischen Geschäftsmann in den Zeitungen der Insel in letzter Zeit zu sehen, und zwar mit dem Besitzer des Konglomerates namens Triple Five, Herrn Nader Ghermezian. Vor Monaten, als sich Nikosia Süd sicher war, den Emir aus Qatar in der Tasche zu haben, hatte man Ghermezian mehr oder minder die Türe großspurig gewissen – er sei nirgends bekannt, nicht seriös genug, ließ man verlautbaren. Und nun plötzlich steht Xristofias und Ghermezian da, immer wieder zu sehen und publiziert auf dem selben Foto, Arm in Arm, Händchen haltend, ganz vertraut. 

Triple Five, geht die frohe Botschaft um, werde in die vom Pleitegeier bedrohte Cyprus Airways investieren, irgendwelche  Staatsanleihen kaufen und im Tourismus-Sektor sich mit seinem – angeblich – vielen Geld einsetzen. Anscheinend ist schon eine Delegation des Zyprischen Tourismusministeriums (CTO) nach den USA unterwegs, um klarzumachen, dass in der Mall of America und der Edmonton Mall Flüge und dergleichen nach Zypern verkauft werden – versteht sich, im großen Stil. Wie zu lesen ist, sollen anscheinend an die 100.000 Touristen aus den Staaten, Canada und anderswoher für die Freuden eines Aufenthalts in Zypern interessiert werden.

Mal gucken, wer hier wen reinlegen wird?

Herr Ghermezian ist Canadier mit armenisch-jüdischen Wurzeln, wenn das hier recht verstanden wurde.

In der Cyprus Weekly vom 19.April 2012 steht geschrieben, dass der Emir von Qatar inzwischen massiv in der Türkei zu investieren begonnen hat: EFG-Eurobank-Türkei, Tekfen Holding, Dexia’s Denizbanka, etc. 

Wer anderen eine Grbe gräbt, fällt eventuell selbst hinein!

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Die Empörten

Zypern, im Gegensatz zu Berlin, hat Sonne, Sonne, Sonne. Das Klima, die feuchte Luft und Hitze bringt vielleicht ein Vorteil, sagt ein Trainer ins Mikrofon. Eine Fußballmannschaft aus Polen ist hier. Die spielen anscheinend heute Abend gegen APOEL – ich glaube in der Champions League. Der Sprecher im Autoradio hat nur noch dieses eine Thema. Dass von Polen direkt in den Norden der Insel neuerdings geflogen wird, scheint bei dem Fußballfanatismus, den das Media aufbaut und mit verursacht erst Mal nebensächlich zu sein, empört gerade nicht.

Weniger nebensächlich ist, dass es Ungereimtheiten gibt beim Ablauf der Geschehnisse um die Explosion in Mari bei Zygi, die 51% der Stromversorgung des Landes lahmlegte. Seltsamer Weise wurden Dokumente gefälscht bezüglich dieser Anlage, kurz bevor das Unglück, die Explosion, sich ereignet hatte. Ein 35 Megawatt Generator konnte trotzdem kürzlich gesichert werden und dem Netz offenbar erfolgreich wieder angeschlossen werden. 200.000 Euro sollen für Sicherheit ausgegeben worden sein, um die 98 Container, die explodierten, zu lagern. Jetzt wird nachgeforscht, wo die Kohle wirklich abgeblieben ist. Die 98 Container mit dem explosiven Material und Gerätschaften wurden ja von einem Schiff unter zyprischer Flagge beschlagnahmt, welches auf dem Weg vom Iran nach Syrien war. Pikant daran ist, dass Xristofias seinem guten Freund Baschar al Assad vielleicht einen Gefallen machen wollte, bzw. gemacht hat, der vom CIA und anderen aber nicht durchgewunken wurde. Und dann musste Zypern das Schiffchen auf deren Geheiß einholen, bevor die Fracht in Syrien Menschen töten geht. Es wird sogar gemunkelt, Xristofias habe Mari als Lagerort gewählt, um die Fracht von dort besser heimlich nach Syrien verschwinden lassen zu können. Desweiteren gibt es eine Whistleblowerin, die behauptet, am Tag der Explosion beauftragt worden zu sein, eine Textstelle derart zu ändern, dass im Treffen von Kypriannou und Papakostas drinsteht, Kypriannou habe dazu angehalten, die Sicherheit der zuvor bezeichneten Fracht zu überprüfen – und zwar kurz vor der Explosion.  Die Angehörigen der 13 Gestorbenen beklagen in der Alithia-Tageszeitung, dass niemand aus der Regierung oder vom Militär persönlich bei ihnen vorbeigekommen sei, um den Tod des jeweiligen Angehörigen zu melden. Einen Brief hätten sie lediglich erhalten, was sie empört. Und nicht nur diese Betroffenen des Unglücks fordern, dass Xristofias auf der Stelle zurückzutreten habe, auch die so genannten „Indignant“ (Empörten).

Dass die Regierung von ihrer einstigen Forderung, Morphou müsse bei einer Vereinigung zurückgegeben werden, zurückgetreten sein könnte, dieser Eindruck drängt sich manchem hierzulande anscheinend auf. Morphou liegt im Norden der Insel, wo die vielen Mandarinen und Orangen wachsen. Morphou müsse unter griechisch-zyprische Administration, sagen sie. Nach dem, was Tayyip Erdogan kürzlich verkündete, der gerade Somalia mit seinem Charisma blendet, sieht es nicht so aus, als würde Morphou in absehbarer Zeit dieses Ziel erreichen können. In einer türkischen Zeitung las ich neulich zudem, dass einer der großen Fußball-Clubs der Türkei beabsichtigt, in Morphou richtig viel Geld zu investieren, auch, um die Stadt zu erneuern. Nötig hätte sie es jedenfalls. Ich war vor nicht all zu langer Zeit erstmals länger in der Stadtmitte und war doch etwas überrascht, große Teile der Innenstadt ziemlich verwahrlost zu  sehen.  Überrascht war ich, weil mir Morphou stets als Perle der Insel verkauft wurde, wenn ich so sagen darf. Die Umgebung Morphous ist zugegebenermaßen recht grün, doch scheint sich auch dort die ‚Zivilisation der Betonfraktion‘ breit zu machen – an den schönsten Ecken sozusagen. Die so genannten griechisch zyprischen Flüchtlinge sollten sich schon mal und endlich mit dem Gedanken anfreunden, dass man nach 37 Jahren, in der zweiten oder gar dritten Generation als Flüchtling, das Mäntelchen „Flüchtling“ besser ablegte, weil es ein Fausthieb ins Gesicht derer ist, die im Allgemeinen so betitelt werden und meistens wirklich mit NICHTS dastehen – das empört nämlich nicht Wenige, wie zu hören ist. Und ungefähr so, wie Deutschland davon spricht, Syrien müssten die Mittel gestrichen werden, während einträglichst und noch immer Geschäftchen mit dem Mörder von Damaskus gemacht werden, so ungefähr hat die EU so genannte Entwicklungsprojekte im Norden der Insel zu laufen, vor allem auch in Morphou, die, versteht sich, mit EU-Geldern finanziert sind – wenn man so will, dann also auch anteilig von Nikosia-Süd, den Griechisch-Zyprern. Und wir wollen nicht vergessen zu sagen, dass die EU den Norden der Insel ja nicht anerkennt.

Doch auch im Lande selbst, dem griechischen Teil der Insel, läuft einiges schief, geradezu komisch – und das unter einer kommunistischen Administration. Da gab es den Skandal um einen Vergewaltiger und Mörder, genannt Al Capone, der für 6 Monate aus dem Knast angekarrt zur medizinischen Untersuchungen in einer Klinik lag, wo er  nach Lust und Laune ein- und ausgehen konnte. Seine chinesische Freundin war ihm dabei stets dicht zur Seite. Dann gab es einen Email-Skandal, wo der Direktor des Präsidialbüros angefragt wurde, diesen und jenen Gefallen zu tun – dass ein paar Soldaten doch bitte sehr woanders untergebracht werden sollten im Heer.  Noch dreister war Akis Papasavva, der sich mal fix seine Beißerchen für 17.000 Euro richten ließ vom Steuerzahler. Als es darum ging, ihn zu schassen, hat er schnell aus eigener Tasche bezahlt und hängt noch immer an seinem Posten, was nicht nur mich empört.  Oder als der von den USA gesuchte russische Agent namens Christofer Metsos, sich abseilen konnte. Nikosia hatte den schon im Knast sitzen. Doch da Xristofias, der russisch spricht, seine Freunde in Russland unmöglich enttäuschen konnte, wird vermutet, ist einer der meistgesuchten Agenten spurlos verschwunden. Doch die ‚lustigste‘ Nummer ist die Pleite der Eurocypria-Airline gewesen. Der war nämlich kurz vorher bescheinigt worden von der Regierung, dass sie eine Zukunft auf dem Markt habe, denn ihr waren 35 Millionen Euro gegeben worden. Die sind wohl klammheimlich versickert, das triggert offensichtlich aber kein allgemeines Empören hierzulande (siehe Näheres dazu in der Cyprus Weekly No. 1645).

Selbstverständlich gibt es auch Positiva zu berichten. Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln hat die Xristofia-Administration es offensichtlich geschafft, viele der alten Busse auszurangieren. Desweiteren wurde endlich ein Airport-Shuttle eingerichtet. Ja, sogar mitten in der Stadt Nikosia wird gerade der Hauptbusbahnhof ausgebaut, wozu allerdings – wahrscheinlich als Vorwarnung – etwas weiter weg am Elefteria-Square unten im Park unverständlicher Weise 15-20 Bäume weggesägt wurden. Jetzt sieht es dort wirklich schlimm aus.  Kann mir nicht vorstellen, dass das den russischen Touristen gefällt. Bekanntlich hat deren Zahl geradezu sprunghaft zugenommen in letzter Zeit. Die brauchen ja auch keine Visa. Geschäftchen in Zyperns Off-shore-Paradise zu machen, scheint auch leicht für Russen zu sein, dank Xristofias und seiner Regierung. Ein Doppelbesteuerungsabkommen oder dergleichen gibt es nicht – zumindest nicht für 15 russische Unternehmen, schreibt die Weekly.

Gaddafi scheint schon bald den Löffel abzugeben. Ich warte gespannt darauf, dass Assad, meinetwegen empört, ihm folgt!

 

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