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2019 ? !

2019,
das kommende Jahr also,
da werden die meisten Zyprer, die unbedingt in Spielcasinos spielen gehen wollen, mit Hilfe eines Artikels aus der Cyprus Mail (George Koumoullis) von heute die Möglichkeit haben,
zu wissen,
dass in diesen neueröffneten Orten hier auf Zypern internationale Standards in Sachen Auszahlung von ‚Gewinnen‘ an Maschinen nicht eingehalten werden,
vorerst.

Dass Spieler dieser Hinweis erreichen könnte,
für manche eventuell bereits etwas spät,
wer weiß,
ist lobenswert. Bleibt zu hoffen, dass sich die News,
dass Gewinnchancen in Casinos im Süden der Insel so in etwa 3 Mal geringer sind oder sein können,
dafür umso schneller herumspricht. Viel spricht dafür, dass Letzteres der Fall sein wird. Die Insel ist relativ klein. Sie kennen sich auf der einen oder der anderen Seite jeweils.

Man spricht im Allgemeinen miteinander.

Ob aus dem Ausland kommende Spieler von dem genannten Umstand erfahren werden, ist ebenfalls zu erwarten, wenn sie sich die Mühe machen, Informationen einzuholen oder aber mit Einheimischen sprechen.
Anscheinend stehen in den Casinos allen Spielern gängige Spiele zur Verfügung, die beispielsweise auch in bekannten Spielcasinos irgendwo in Mitteleuropa oder andernorts aufgefunden werden können.

Englisch ist Umgangssprache an oder in den Automaten, die bedient werden.

Ansonsten?

Wird schon gutgehen, 2019.

Guten Übergang!

 

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Tourismus – Zypern

Ihnen gefällt Zypern

 

95% der Touristen reisen mit positivem Eindruck ab!

Eine Umfrage bei Abreisenden der zyprischen Organisation für Tourismus [KOT] bringt Gewissheit über die Dynamik des zyprischen Tourismus‘.

Von: Giannis Seitanidis

 

 

Die Antworten der Reisenden bei der Umfrage, die am Flughafen von Larnaka und Pafos im Zeitraum von Juni bis September 2018 bei Abreisenden getätigt wurde für die Zyprische Tourismus Organisation, belegt die Dynamik des zyprischen Tourismus‘.

Eine überwältigende Mehrheit der Befragten drücken eine sehr hohe Zufriedenheit aus, beinahe alle geben an, eventuell zurückkehren zu wollen, und für 3 von 4 Befragten war Zypern Erste Wahl bezüglich der Frage: wo verbringen wir unseren Urlaub?

Und ja, Einer von Dreien hatte die Insel bereits davor schon mal besucht gehabt.

 

Es ist angebracht darauf zu verweisen, dass die Untersuchung folgendes zeigt: Es gibt eine begrenzte Anzahl von Touristen, die Flughäfen Südzyperns [της Δημοκρατίας] benutzen, um letztendlich in den Norden [die Besetzten (Gebiete): τα κατεχόμενα] zu gelangen – kostengünstiger Verbleib und Eindringen von Airbnb.

 

Die Ergebnisse

 

Insbesondere 2% der Reisenden sprechen bezüglich des gesamten Reiseaufenthalts von völliger Zufriedenheit (Bewertungsgrad: 5 von 5); und 35% sind zufrieden, das heißt 4 von 5.

Der Bereich, wo die gesamte Reise mit dem Grad 1 oder 2 von 5 bewertet wird, lag gerade so bei -0,2. Die Ergebnisse sind im Großen und Ganzen Vergleiche mit den entsprechend durchgeführten Untersuchungsergebnissen aus 2017.

Weitaus besser war die Bewertung der Gastfreundlichkeit, die den Reisenden zuteilwurde, wohingegen am schlechtesten die Bewertung der baulichen Struktur sowie der Unterhaltungsmöglichkeiten ausfiel.

Als Grund, Zypern als Reiseziel für die Sommerferien gewählt zu haben, gaben die Reisenden die Sonne, das Meer, die Ruhe und die attraktive Umwelt, die Gastfreundlichkeit der Zyprer, die Gastronomie und die Kultur als Grund an.

Auch interessant ist der Bereich, wo gesagt wird, man hat Zypern gewählt, weil man es bereits besucht hat (28%) oder weil Freunde es einem vorgeschlagen haben, Verwandte (24%).

 

85% der Befragten gaben an, Zypern sei Erste Wahl gewesen für die Ferien (im Vergleich zu 84% im Jahr 2017).

Die restlichen 15% äußerten, ein anderes Land sei Erste Wahl, besonders Griechenland (28%), Spanien (14%), die Türkei (10%) und Italien (9%).

Ein hoher Anteil sagte, er würde Zypern als Reiseziel anderen vorschlagen: 89% bewerteten mit 8 Punkten, 9 oder 10 auf einer Skala von 1 bis 10, dass sie solch Vorschlag machten. Größere Unterschiede bezüglich dessen, woher die Touristen stammen, fallen hier nicht ins Gewicht – allerdings mit der Ausnahme der Briten, wo dieser Wert gar auf 94% anstieg.

 

Zuletzt zur Wahrscheinlichkeit, dass zurückgekehrt wird, um auf Zypern Ferien zu machen in den folgenden 3 oder 4 Jahren. Hier antworteten 92% mit „wahrscheinlich/sicherlich Ja“. In diesem Bereich erbrachten Reisende aus Russland den höchsten Wert (96%). Der niedrigste kommt von Skandinaviern (83%).

 

Der Aufenthalt

 

95,8% der Reisenden blieben ausschließlich im Süden [befreiten Bereichen: ελεύθερες περιοχές]. 2,2% verbrachten ihre Zeit ausschließlich im Norden, wobei 2% sowohl Hüben, wie auch Drüben ihren Urlaub verbrachten. Setzt man diese Werte in Zahlen um, so sind 46.321 Reisende in den Norden rüber und 42.113 besuchten beide Inselteile. Die Zahlen sind wichtig. Sie geben Auskunft über die wirtschaftliche Aktivität im Norden.

Gemäß der Analyse der Organisation für Tourismus haben diese Werte sich nicht dramatisch geändert zu denen, die 2017 erhoben wurden. Im diesjährigen Sommer blieben 94,5% der Touristen ausschließlich im Süden, 3,5% im Norden und 1,9% in beiden Teilen.

Doch einen fühlbaren Unterschied gibt es bei dem Punkt Herkunft der Reisenden. Jene von ihnen, die ausschließlich im Norden sich aufhielten, stammten meist aus Deutschland (6,7% = 4.941). 2017 stellten die Israelis die meisten, die den Norden besuchten, nämlich 10%. Jedoch lediglich 5,8% der Briten hatten den Norden ausschließlich als Ziel.

 

 

Die Unterkunft

 

Was die Art der Unterkunft angeht, so wohnten 3 von 4 Besuchern in Ferienhotels und in organisierten Wohnungen (im Vergleich zu 7 von 10 im Jahr 2017). Der Teil der Reisenden, die in gemieteten Wohnungen oder Landhäusern waren, stieg um 9,9% an (14,6% in 2017). Und wie im Jahr 2017 gab es einen Teil Reisender, die mit Airbnb unterkamen (3,7% = 77.910).

Jene, die in Hotels wohnten sowie anderen organisierten Unterkünften, von ihnen wählten 25% das Angebot „All inclusive“ – so auch im Jahr 2017. Hier führten die Skandinavier die Liste an, und zwar mit 41%; die Griechen waren in den Hotels am wenigsten vertreten (2%).

 

Nach Angaben der Tourismus Organisation Zyperns wurden die ermittelten Werte passend geschichtet, auch stellvertretend zu genügen, um daraus wertvolle Schlüsse ziehen zu können seitens der touristischen Hauptorte und -quellen Zyperns. Die zentralen Ergebnisse der Studie stimmen überein mit den Orten, wo Touristen eben am häufigsten sich aufhalten und sind.“

Der Artikel erschien in der Politis vom 19. Dezember 2018.

Inzwischen scheint die Sonne wieder prächtig, auch an der Küste zwischen Larnaka und Limassol. Das war gestern und vorgestern nicht der Fall – in Nikosia allerdings schon. In Nikosia scheint der zentrale Platz namens Elefteria womöglich noch vor Weihnachten 2019 erkennbare Formen als Hauptplatz der Stadt annehmen zu wollen. Dieses Jahr ist er – im Gegensatz zu den Versprechen, die gegeben wurden seitens des Bürgermeisters etc. – mal wieder zu nichts Weiterem zu gebrauchen als dort seine Kracher und anderes Zeug reinzuhauen an Silvester.

Gewiss, gewiss!

Sie haben gewiss Besseres mit ihrem Geld vor, als es in der Luft krachen oder zischen zu hören und farbig funkelnd davon fliegen zu sehen?

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51er US-Bundesstaat Zypern?

Ja, gewiss!
Auch der Herr Professor hat seine Mängel und politischen et cetera Interessen.
Doch den Herren Ata Atun vorerst noch etwas anzuführen und daher zu übersetzen, macht durchaus Sinn, weil er immer interessanter wird in der MillȋGazete schreibend.
In die türkisch-zyprischen Blätter könnte sehr wohl auch mal wieder ein Blick geworfen werden, um das, was Herr Professor von sich gibt, zu überprüfen. Da haben Sie recht, sollten Sie so etwas Ähnliches gerade gedacht haben.
Was in den südzyprischen Blättern zu den Entwicklungen in Sachen Wiedervereinigung steht, dazu ist zu sagen: Viele haben bereits den Glauben an ALLES verloren, dass sich Wille zur Vereinigung mit dem anderen Inselteil nennen könnte.
Doch nun, man höre, lese und staune:

‚Schlimmste‘ Befürchtungen, die hier vor Monaten bereits geäußert wurden, könnten gar wahr werden!?
Prof. Dr. Ata Atun schreibt dazu:

„Seitens der USA neue Initiativen

Bezüglich der Lösung des Zypernproblems, richtiger: wegen der Gier der Griechen finden die Extratouren der EU und der USA auf Zypern kein Ende, es kommt und geht [, gemeint ist], „die Herrschaft des Westens erneut zu gründen.
Was geht gerade ab?
Die vorübergehende Sonderbeauftragte der UN für Zypern, Jane Holl Lute, hat, um die Wiedervereinigungsverhandlung erneut beginnen zu können, Schritte unternommen, [die da sind,] dass die USA im Süden Zyperns einen neuen Militärstützpunkt errichten – so viel zu den Treffen [Lute‘s] mit der Regierung aus dem zyprischen Süden. Die USA beabsichtigt einerseits Boden-, Luft- und Marinekräfte vertraglich gestützt zu stationieren auf südzyprischer Seite, andererseits einen unitären griechisch-zyprischen Staat zu gründen [ – hat irgendwie Parallelen mit den Dingen, die zwischen Israel und den Palästinensern anzustehen scheinen]. Den Südzyprern wird [sodann] die Vollmacht erteilt und sich selbst bestellt die USA zum unsichtbaren Teil, der die Insel [aber] führt [, führen wird].
Wirklich sehr klug und genial.
Frau Lute wird vor [der zyprischen] Weihnacht, am 24ten oder 25ten Dezember höchstwahrscheinlich in Zypern eintreffen. Sicher ist, dass die Dame es eilig hat, für Zypern eine Lösung nach dem Gusto der US-Amerikaner zu finden. Wenn sie die Insel betreten wird haben, fehlen noch 15 Monate, bis die Präsidentschaftswahlen im Norden Zyperns sein werden. Es wird wenigsten 3 Monate vor den Wahlen geworben werden. Das heißt, es bleiben ihr noch 12 Monate. In diesen [eben genannten] 3 Monaten können noch heftige Vorfälle passieren oder wichtige Themen aufgeworfen werden, sodass Wiedervereinigungsverhandlungen zu führen, als nutzlos betrachtet werden könnte. Und damit Lute die Hände nicht gebunden sein werden, wird sie aus ihrem Portefeuille Dinge aufziehen, die die Verhandlungen fruchtbar nutzen lassen [werden].
Sie hat 2 wichtige Themen vor sich, die Frau Lute. Eines hat quasi nichts mit ihr zu tun. Sie ist [dennoch] sehr interessiert. Auf ihrer Agenda ist zuvorderst die Errichtung erwähnter Militärbasis und die US-Soldaten juristisch einwandfrei zu stationieren. Das Andere ist, sich Extratouren und Verschleierungstaktiken zu bedienen, bei Bedarf zu drohen und zu erpressen, um die 1960 vereinbarte Garantiemachtstellung der Türkei für Zypern aufzuheben, die in der Verfassung [damals] stand – siehe Vertragsvereinbarung. Das Garantie-Abkommen EKI, Paragraph 4, in dem steht, dass die Türkische Befreiungsarmee legal sich auf Zypern befindet, soll aufgehoben werden und die Armee soll sich zurück in die Türkei ziehen. Dem Letzteren zuzustimmen, dazu sollen die beiden zyprischen Verhandlungspartner geneigt gemacht werden. Sodann werden Verhandlungen erneut ausgemacht, und zwar ohne ein vorgesehenes Ende, ohne kalendarischen Ablauf. Wer auch immer die Wahlen gewinnt [im Norden], wird sie gewinnen – doch wird er/sie gezwungen sein, weiterzumachen, wie es erwartet wird.
Und genau so definiert Frau Lute auch ihren Job hier auf der Insel. Das ist Teil ihrer Mission und Ziele. Sie hat alles bereits Millimeter genau austariert.
Andererseits:
Es widerspricht der Verfassung aus dem Jahr 1960, dass zum Einen neben den Briten nun eine weitere Macht sich eine Basis schafft auf Zypern; und zum Anderen, dass die türkische Freiheitsarmee die Insel zu verlassen haben soll, die hier legal sich aufhält. Bekanntlich sind die Britin in Akrotiri und Dikelya.
Es ist folgendes klar:
Die Südzyprer nutzen ihren Vorteil, in der EU zu sein. Und bevor sie der Türkei einen diplomatischen, dann einen offen Krieg erklären, lehnen sie sich an die USA an [- und schon seit Längerem für alle gut sichtbar an Israel]. Sie beabsichtigen, unter den Fittichen der USA und der EU die Türkei zu attackieren.

Anastasiadis [Präsident Südzyperns] vergaß, richtiger: Seine Stoßgebete wegen der Reaktion Russlands wird er nicht vergessen haben. Dass Moskau diesen militärischen Plänen etwas entgegensetzen wird, ist offensichtlich. Russland wird Zypern destabilisieren, wenn so etwas[, wie das oben Dargelegte,] aufgezogen wird. Es wird sich negativ auswirken, dass die Insel noch mehr Soldaten beheimaten wird. Urheber solcher Pläne sind die USA, wie auch die Nato [Israel dürfte da genauso wie Tsipras in Athen ebenfalls die Hände im Spiel haben]. Unsichere Zeiten stehen an.

Wir erinnern:
Das letzte Wort hatte 1974 nicht etwa Washington, sondern die Sowjetunion – was der Türkei zugutekam. Vor dem Hintergrund, dass sich Geschichte wiederholt, sollte dieser Spruch noch gelten, dann werden die Türkei und Russland am Ende wieder das letzte Wort haben … .“
Hurra, die Amis kommen!
Oder:
Hilfe, die Amis kommen!
Die Russen sind jedenfalls bereits in großer Anzahl auf Zypern: als Geschäftsleute, Reisende etc. Die Israelis auch, nicht nur die Briten. Wenn von Zypern davor die Rede ist, dann sei gesagt, das bezieht sich im gegebenen Kontext auf beide Teile der Insel – Norden, Süden.

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Erfreulicher Weise bringt die ‚erbakanistische‘ oder ‚milligörüşistische‘ türkischsprachige MillȋGazete öfters Mal einen Beitrag zu Zypern.
Heute wollen wir gleich 2e übersetzt unterbreiten. Der erste Beitrag stammt von Prof. Ata Atun. Der zweite von Herrn Adnan Öksüz.

 

 

„In der Türkischen Republik Nordzypern (KKTC) [herrscht] große Gefahr [durch eine] Offensive der Maroniten!

 

Seitens des Sitzes des Präsidenten Nordzyperns ist eine Aufforderung an einige Ämter [des Landes] ergangen, das Nötigste zwecks Rückkehr der Maroniten zu veranlassen. Die Beraterin [der Regierung] Gürdal Hüdaoğlu stellte klar, dass an das Bau- und Verkehrs, Landwirtschafts-, Umwelt- sowie an das Wirtschafts- und Energieministerium ihr Schreiben einzeln erging, worin für die Instanthaltungsarbeiten in den Dörfern Gürpinar, Karpaşa und Özhan ein Betrag von 9 Millionen 820.891 TL und 7 Kurus veranschlagt wird; also, dass [erwähnte] Instanthaltungsarbeiten im Vorkostenanschlag wie auch Karten, die entworfen wurden, enthalten sind – das Geld dafür zur Verfügung steht.

Kurzgefasst:

„Es wird als erforderlich erachtet, dass jene Beschlüsse seitens einer hochkarätig besetzten Sitzung – im Regierungssitz vom 26. Juli 2017 gefällt – verpflichtend sind, und der Öffentlichkeit zu erläutern ist, dass im Rahmen der oben genannten Offensive die Dörfer Karpaşa, Gürpinar und Özhan zwecks Ansiedlung vorbereitet zu werden haben, entsprechende Arbeiten [daher] zu Ende zu bringen sind. Um die Gelder dafür zu haben, ist erkannt worden, dass andere Projekte mit Hochdruck fertigzustellen sind. Letzteres hat große Wichtigkeit“, sagt Hüdaoğlu.
„Sollen die doch kommen, was kann schon passieren“, mit solchen Kommentaren [oder Haltung] kann diese maronitische Offensive nicht ausgesessen werden.
Bei den Südzyprern, die nicht ein einziges Mal gute Absichten mit einem kleinsten Entgegenkommen aufzeigen, ist solch ein Verhalten etwas mehr als nur eine Geste. Es ist gleichzeitig eine Verführung zu [ihren] Einheit[sbestrebungen] der Insel.

Bevor sich der Größe der Gefahr, die hier im Raum steht, gewidmet wird, gilt es zu erinnern, dass 2012 zur Regierungszeit Präsident Dervis Eroğlu’s gemeinsam mit dem Muchtar (Bürgermeister) von Gürpinar, Herrn Hacifesas, Eroğlu ein Besuch abgestattet wurde, bei dem der Wunsch der Maroniten zur Rückkehr in ihre Dörfer zum Ausdruck gebracht wurde. Eroğlu: „Ich bin nicht in der Lage zu sagen, kommt sofort. Das gilt es abzuwägen.“
Danach wurde dieses Thema nicht wieder hervorgebracht. Als Eroğlu weg war, wurde in eine Phase getreten, in welcher Forderungen der Südzyprer als heilig verstanden wurden.
Kommen wir zum Punkt:

Vor ungefähr 20 Tagen kam es drüben im Süden zu einem Treffen von Maroniten, Griechisch- und Türkischzyprern. Behauptet wird, Partelli Hacifesa soll in seiner Rede an jenem Tag gesagt haben: „Der Staatsanwalt der Türkischzyprer hat gesagt, der gesamte Besitz der Maroniten im Norden kann zurückgegeben werden“.
An diesem Treffen wurde darüber hinaus auch noch gesagt und festgestellt, dass 20% der maronitischen Gebäude in Gürpinar einen Eigentumstitel erhalten hätten (tapu), diese Gebäude an ihre ursprünglichen Besitzer zurückgegeben würden, den heutigen Nutzern eine Entschädigung oder anderer Besitz gegeben werde. Dazu kommt, dass die Renovierung und Instanthaltungsarbeiten an den genannten Gebäuden zu Lasten der Türken ergehen werden.

Sagen wir [es doch mal]: Bei den [Wiedervereinigungs-]Verhandlungen [zwischen Griechisch- und Türkischzyprern] ist seitens der Griechischzyprer bereits ein OK bei dem komplexen Thema Besitz eingegangen; [dies auch], zumal der Präsident Nordzyperns, Mustafa Akıncı, die Übergriffe der Griechischzyprer bezüglich dieses Themas im Laufe seiner Amtszeit fortwährend zurückzuweisen hat, ein Thema [also], welches die Südzyprer ausbremsen und mit Wiedergutmachgungszahlungen formen – wie auch [mit dem Versuch], Türkischzyprer auszusiedeln oder gewaltsam in die Ferne zu schicken und Weiteres.

Jene, die heute sagen, „von 3 oder 5 Maroniten wird schon nichts passieren“, die werden in die Falle der Wiedergutmachungszahlungen und des Blockierens treten, in jene Falle der Rückgabe – und solch Vorgehen wird sodann als Vorbild genommen und die Bewegungsfreiheit der Türkischzyprer eingeschränkt werden – derart wird dem Moment, in dem Türkischzyprer aus ihren Häusern geworfen werden, Tür und Tor geöffnet.

Und dann wäre da noch diese andere wichtige Angelegenheit. Die Maroniten behaupten schließlich, auf der griechisch-zyprischen Seite zufrieden zu leben. Nun dann, wie kommt’s, dass sie jetzt [plötzlich] ihre Liebe entdecken, auf unserer Seite leben zu wollen? Im südzyprischen Parlament sitzender Maronite Giannakis Musas meinte vor ein paar Jahren, die Maroniten hätten eine ganz bestimmte Strategie, und dass in die Dörfer zurückzukehren der einzige Weg sei, aber auch, dass die maronitische Gesellschaft bereits 1960 akzeptiert habe, ein Teil der der Griechischzyprer zu sein. Und diesem Wunsch gegenüber müsse Respekt bezeugt werden!“

Der Typ sagt ganz offen: Wir wollen auf der türkischen Seite wohnen, aber unter griechisch-zyprischer Führung!

Der heutige Vertreter der Maroniten im südzyprischen Parlament Andonis Hacirusos sagte zum Präsidenten der Republik Zypern Anastasiadis:
„Das Ziel der maronitischen Gemeinschaft ist, ihre Dörfer, Kirchen und Geld zurückzuholen. Wir sind uns dessen bewusst sowie der Wichtigkeit, dass eine schwierige Zeit durchgangen wird, in der es das Land erneut zu vereinen gilt. In diesem schwierigen Unterfangen sind wir Maroniten auf eurer Seite. Wir müssen daher Özhan und Gürpinar umgehend besiedeln und bei einer etwaigen Vereinigung Zyperns werden wir zum Aufbau des [wiedervereinten] Staates einen Beitrag leisten.“
Das Letztere sagte er [damals] noch im Nachsatz.

Wie zu sehen ist, ist die maronitische Offensive, die türkische Basis entzweizuhauen, das bedeutet, die Forderungen der Griechischzyprer zu verwirklichen. Es gibt daher folgende Behauptungen zu erwarten, nachdem sich die Maroniten im Norden Zyperns niedergelassen haben, die darauf hinauslaufen werden, dass das Land Schritt auf Schritt zurückzugeben wäre.
Doch keiner fragt, was eigentlich mit den gemäß dem Ortega Report zur Zeit der englischen Besatzung von den Türken bewohnten Gebieten, die an die Griechischzyprer gegeben wurden 1950 – 1974, los ist – die zerstört und ausgeraubt wurden. Was ist mit deren Wiedergutmachung? Das fragt niemand.

Normal ist, dass die Feinde der Türken diesen Umstand übergehen. Doch werden jene nicht still bleiben können, die von den Türken als die Niederträchtigen ausgingen, zumal die Türkischzyprer auf dieser Insel ihren Existenzkampf führten, und zwar dann werden sie nicht stillbleiben können, wenn den Türkischzyprioten die Möglichkeit gegeben würde, erlittene Not und Unterdrückung zwischen 1950 und 1974 vor den Kadi zu bringen.

Während Griechischzyprer die Zypernfrage romantisieren, ist unsere vom Westen verteufelte Seite nicht in der Position, Gerechtigkeit und ein uns entgegenkommendes Verhalten zu erwarten. Daher ist es dringend geboten, unsere Rechte selbst zu verteidigen, dass wir unser sterbendes Land retten, Gericht halten und eine Gewinn- Verlustrechnung machen, anstatt uns von südzyprischen Anwälten berauben zu lassen… .

Zuletzt: Den maronitischen Brüdern (kardeşler), die vom Süden in den Norden auszuwandern gedenken, dies zur Erinnerung:
OK, unter südzyrischer Führung wollt ihr leben, doch hier ist türkisch[zyprische] Führung. Der verstorbene Rauf Denktaş sagte in seinen letzten Tagen, eine unabhängige Republik steht über allem!
Keine Ahnung, was euch versprochen wurde, aber so rum, wie auch anders herum wird daraus nichts. Keine Ahnung, ob ich mich verständlich machen konnte?“

Fortsetzung, sozusagen, des Themas Nordzypern, welches auch am 05. Dezember 2018 in der MillȋGazete aufgegriffen wird, dieses Mal von Herrn Adnan Öksüz, wie angekündigt.
Interessant ist, zu lesen, wie islamisch-traditionalistische Kreise der Türkei das genannte Thema in den von ihnen dominierten Tageszeitungen in die Öffentlichkeit entlassen.

 

„Wer sind diese Maroniten?

 

… Viele Jahre hat Prof. Dr. Ata Atun die Funktion eines Regierungsberaters der Türkischen Republik Nordzypern [KKTC] innegehabt. Das ist ein Mann, der von Nahem weiß und beurteilen kann, was dort im „Inneren“ geschieht. Sein letzter Artikel hat Unglaubliches beinhaltet.

Herr [bey] Ata: Von einigen Regierungsämtern ist eine Warnung ausgegangen bezüglich der Rückkehr der Maroniten nach KKTC und der Dinge wegen, die zwecks dieser Rückkehr veranlasst zu werden haben. Dieser Entscheid wird die demografische, harmonische Verfasstheit von KKTC durcheinanderwirbeln. Ata verwies darauf, dass die Standpunkte der Südzyprer [rumlar] dergestalt umgesetzt würden, der getroffene Entscheid diese [fälschliche] Nachricht weitergibt. Die Millȋ Gazete hat diese erschütternde Entwicklung [gestern] … auf die erste Seite der Zeitung gesetzt. … .

In den Kopf gerät einem da unmittelbar diese Frage: „Wer sind diese Maroniten?“

Ein paar Details dazu mag ich nun geben. Die Maroniten sind Mitglieder der katholischen Ostkirche und deren westsyrische Ausgestaltung. Sie unterliegen der römisch-katholischen Kirche. Maroniten sprechen als Hauptsprachen Arabisch, Türkisch und Griechisch. Ihre Gebete und Predigten werden auf Arabisch gehalten. Die zyprischen Maruniten oder Maroniten sind im Mittelalter wegen religiösen und politischen Auseinandersetzungen nach Zypern umgesiedelt – und bis zum heutigen Tag haben wir sie dort als maronitische Kirche und Gesellschaft. Nach Angaben der Vereinten Nationen – Flüchtlingshochkommissariat – leben in Südzypern an die 5.000 Maroniten. In Koruçam lebten vor der [Befreiungs-]Bewegung der Bewaffneten Kräfte der Türkei an die 2.000 Maroniten. Nach 1974 siedelten sie sich drüben im Süden an, im Teil der Rum [Südzyprer]. Den maronitischen Quellen zufolge, sollen sie zur Zeit der Kreuzritter als Gefangene aus der Levente [Libanon, Syrien] nach Zypern gebracht worden sein und ihre Anzahl soll 60.000 betragen haben. Sie hatten im Norden der Insel 60 Dörfer. In letzter Zeit hat ihre Rückkehr in die maronitischen Dörfer thematisch stark zugenommen. Jene Maroniten, die aus dem Libanon stammen behaupten, seit dem 9ten Jahrhundert auf Zypern zu leben. Doch ist bekannt, dass die meisten von ihnen im 12. Jahrhundert übersiedelten. Ihre Dörfer [auf Zypern] sind vor allem nahe dem Fünffingergebirge [Başparmak dağları], wo die meisten von ihnen lebten. Die meisten dieser Dörfer waren orthodox [griechisch-katholisch] geworden.

Wie Ata Atun bezüglich dieses Themas sagt: „Sollen sie doch kommen, was wird schon sein“, mit solch Einstellung kann diese maronitische Offensive nicht durchgewunken werden.“ Er schreibt: „Den Südzyprern, die nicht einen einzigen kleinen Schritt [den Vorstellungen der Türkischzyprer] entgegenkommend sind, ist es nicht nur eine Geste, sondern gleichzeitig eine Verführung zur Vereinheitlichung [der Insel unter griechisch-zyprischer Führung]:“

Wir werden sehen, was in dieser Angelegenheit in KKTC noch durchlebt werden wird.“

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Zu NOrdzypern

Es ist bereits etwas her, als dieser Artikel erschien in einer türkischen Tageszeitung.
Auf den Artikel bin ich zufällig gestoßen, wie auch auf den Ort, an dem ich ihn auffand.

Eigentlich gehe ich ansonsten immer ins gleiche türkische Restaurant-Café in Lahr Mitte, welches schon etwas preislich gehoben genannt werden darf. Die “Gözleme” schmecken dort auch wirklich gut.

Von Offenburg zurück nach Lahr kommend, entschied ich mich vor einigen Tagen spontan an jenem türkischen Restaurant mal anzuhalten zur Abwechslung, welches ich auf dem Weg nach Offenburg links von mir an der B3 liegend überraschender Weise ausmachte, gucken, wie dort die Linsensuppe schmeckt.
Prächtig war die Suppe, kann ich nur sagen. Bin seither schon 3 Mal wieder dort gewesen. Sogar einen vegetarischen Teller gibt es zu unschlagbaren 5 Euro, der richtig gut gefüllt ist mit richtig viel Salat – und man kann sogar wählen zwischen Reis und Bulgur. Sogar 2 weiße Käsestückchen liegen auf dem Teller, eventuell vom Schaf.
Der türkische Tee schmeckt einfach fantastisch. Und kostet hier, im Gegensatz zu dem Türken in Stadtmitte, knapp 1/3 weniger.
Der etwa 40-jährige Mann, der dort arbeitet mit seinem Sohn und das Restaurant füht, ist äußerst kommunikativ. Spricht recht gut Deutsch, scheint schon länger in Lahr oder Deutschland zu leben.
Eine Entdeckung der angenehmen Art hier in Lahr, das ISTANBUL.
So heißt dieser Ort.
Wunderschön sauber ist der Geschäftsraum und herrlich geräumig, so richtig geräumig und keinesfalls vollgestellt mit Tischen und Stühlen, wie es so oft der Fall ist.
Leute kommen und gehen ins/aus dem Istanbul. Abends scheint auch die Frau des Restaurantbetreibers anwesend zu sein. Sie ist gekleidet wie eine Frau, die schiitischen Glaubens sein könnte. Kann ich mir aber nicht vorstellen, dass diese Familie schiitischen Glaubens ist, weil mir gesagt wurde, man käme ursprünglich vom Schwarzen Meer, lebte aber in Istanbul.
Ist ja auch egal.
Bislang habe ich das Restaurant noch nicht sehr gut besucht gesehen, wie man sagt. Ein Kleinod also, wo trotz B3 vor dem Haus komischer Weise Ruhe herrscht. Man kann sogar seinen Laptop aufbauen und dann in seiner Arbeit, beispielsweise, versinken. Ob es Internet gibt, wurde noch nicht abgecheckt. Es muss nicht sein, dachte ich, auch noch hier im Netz zu sein. Meine Einschätzung: Es gibt kein WLAN. Kann aber durchaus sein, dass man sich da täuscht.
Allzu verwundert sollte man allerdings nicht sein, wenn der Wirt plötzlich vor einem steht oder von Weitem sich an einen wendet und das Gespräch sucht. Keine Sorge, er hält sich kurz, wenn man ihn nicht mit den ‘richtigen’ Themen füttert oder merken lässt, dass man JETZT gerade keine Zeit zum Reden zu haben glaubt.
Anscheinend rechnet sich das Alles dennoch. Das Restaurant wird ja schließlich betrieben. Die Preise sind dort äußerst erträglich und das Essen schmeckt wunderbar. Fast glaubt man, zurück irgendwo in einem Berliner Bezirk zu sein, ja, in Istanbul selbst.

Nun:
Der Artikel, der in der Folge übersetzt wird, wurde von Prof. Dr. Ata Atun verfasst und erschien in der türkischsprachigen, islam-national angehauchten Millî Gazete vom 13. November 2018.

“Dem Mutterland sind wir unsere Republik schuldig!

Die Gründung der nordzyprischen Republik war nicht leicht, die sich heute zum 35ten Mal jährt. Diese Republik kam zustande durch Massaker, die an den Türkischzyprern (TZ) verübt wurden, durch Tränen, Flucht, Verlust einer Zukunftsperspektive, Verlassen des großväterlichen Bodens, jedwede Angriffe abwehrend und mit Märtyrern.

Die Gründungsangelegenheit begann in den 1950er Jahren und nicht, wie die Griechischzyprer (GZ) sagen, 1974 oder 1963. Beschlossene Sache wurde Letzteres am 15. Januar 1950, als die GZ plebiszitär ihren Wunsch nach einem Anschluss mit Griechenland (Enosis) kundtaten.

Makarios, der die ganze Welt bereiste, vor allem Hauptstädte im Westen, Rom, Paris, Frankfurt, Berlin, London, New York, sagte und bemühte sich, dass Zypern eine griechisch-zyprische Insel ist, Enosis stattzufinden habe, von den Engländern zurückgenommen und Giechenland übergeben werden müsse.

Der Wahrheit entspricht, dass das Zypernproblem nicht in der Nacht vom 21. Dezember 1963 mit den begangenen Massakern seinen Anfang nahm und, wie die GZ behaupten, [auch nicht] mit der Befreiungsbewegung 1974. Genauer: Die ersten Schritte der TZ in Richtung Verstaatlichung begannen im November 1957 mit der “Türkische Bewegung Organisation” (TMT). Was die TZ im Gepäck hatten, waren engagierte, auserlesene und vertrauenswürdige Leute, die die TMT gründeten, welche im Zentrum das ‘Bayraktarlik’-Prinzip hatte und das in den [vormals osmanischen] Provinzen angewandte ‘Sancak’-Prinzip; also Anwendungen, die die ersten Kettenglieder des [entstehenden Nordzyperns] darstellten.

Indem Erzbischof Makarios die Schlagkraft der Türkei unterschätzte, die Türkei die Verfassungsänderung ablehnte, glaubte Makarios in einer organisierten Art und Weise mit Waffengewalt den Paragraphen 13 der Verfassung morgens am 21. Dezember 1963 ändern zu können – Türken wurden angegriffen, ein Blutbad angerichtet.

Wenn wir nun die Staatswerdung der zyprischen Türken seit 1963 betrachten, [sehen wir], Fazıl Küçük und Rauf Denktaş errichteten am 23. Dezember nach dem Angriff der GZ vom 21. Dezember ein Komitee.
Dieses Haptkomitee war die Miniaturausgabe der Staatswerdung. In jenem Hauptkomitee waren die Mitglieder im Rang eines Ministers, nannten sich aber “Mitglied”. … An der Spitze des Hauptkomitees stand Dr. Fazıl Küçük. Seine rechte Hand war Herr (bey) Rauf Denktaş. Gleichzeitig war Rauf Bey der Vorsitzende der “Vereinigung der Türken”. Dergestalt entstand das Skelett der ersten Staatswerdung am 23. Dezember.

Nachdem die GZ 4 Jahre später, 1967, Dörfer wie Geçitköy oder Boğazıçı angegriffen hatten, gab die Türkei ein hartes Statement ab, was dazu führte, dass das Hauptkomitee sich in eine “Vorübergehende Türkische Führung” wandelte. Am 27. Dezember 1967 wurde die Vorübergehende Türkische Führung offiziell bekanntgemacht. Ab 1968 begannen Treffen [der beiden Volksgruppen]. Als 1970 diese Treffen sich einstellten, wurde das Wort “Vorübergehend” gestrichen und übrig blieb “Zyprische Türkische Führung”. Bis zur Befreiungsbewegung [1974] lief die türkisch-zyprische Regierung unter diesem Namen.

Am 20. Juli begann diese Bewegung und endete am 16. August 1974. Gleich danach wurde Mitte September die “Autonome Zyprische Türkische Führung” ausgerufen. Diesmal hatte das Gebilde ein bisschen mehr Profil, und das auch politisch. Danach begann man, die Verfassung aufzusetzen und am 13. Februar 1975 wurde die “Türkische Zyprische Föderation” ausgerufen. Das heißt: die am 23. Dezember 1963 gesetzten Schritte hatten sich am 13. Februar 1975 in eine Türkische Zyprische Föderation gewandelt. Bis 1983 wurde das Föderale beibehalten, und nachdem im Mai jenes Jahres sich Rauf Denktaş mit dem griechisch-zyprischen Führer Spiros Kiprianu getroffen hatte, wurde dieses Treffen seitens Spiros überhaupt nicht ernst genommen.

Die Treffen wurden erstmals zu Gipfeltreffen 1970, als sich Makarios und Denktaş trafen und die heutige Föderationthese wurde damals erstmals in den Ring der Verhandelnden geworfen.
1983, nachdem Makarios gestorben war, wurde Kiprianu zum Präsidenten gewählt; und just, als die Verhandlungen fortgesetzt wurden – man über föderale Strukturen sprach -, wendete sich Spiros plötzlich an die Vereinten Nationen:

“Die türkische Armee hat von der Insel zu verschwinden, die Besatzung hat aufzuhören und die einzige Regierung der Insel ist die der GZ. Das ist so zu akzeptieren!”

Und dergestalt sah dann die Entscheidung der Vereinten Nationen aus. Doch: Dass die TZ ihre föderale Struktur selbst verwalten können, war auch gesagt worden [seitens der Vereinten Nationen]. Wie Sie wissen, das wird “Self-Determination” genannt.

Von den GZ wartete man auf eine Reaktion, wie:

OK, wenn ihr ein Selbstbestimmungsrecht habt, dann setzen wir uns halt mal zusammen.

Allerdings nichts dergleichen kam von den GZ rüber. Im Gegenteil. Sie seien die Besitzer der Insel, meinten sie.

Zu jenem Zeitpunkt versammelte sich das nordzyprische Parlament der Türkischen Republik, und heute vor 35 Jahren wurde die Entscheidung getroffen, unabhängig zu sein.

Heute leben die TZ auf ihrem Boden frei, in Ruhe und Wohlstand, vermittels [der Hilfe] des Mutterlands, der Türkei.

Letzteren Wert, den gilt es, nie zu vergessen!

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Auf Seite 19 der “Politis”-Tageszeitung Südzyperns vom Wochenende (28.10.) steht unter der Überschrift “Analyse” ein Beitrag des Niyazi Kizilyürek, der Nordzyprer ist.

Es kann durchaus sein, dass Kizilyürek im Süden lebt und als Südzyprer angesehen sein will – oder dass er wie viele hin und her pendelt mit beiden Pässen im Sack und mit Wohnsitz hüben, wie auch drüben etc. Ein Grenzgänger wahrscheinlich in noch ganz anderen Bereichen, oder wie man ihn, oder das, was er sonst noch so tut und denkt, nennen soll.

Schon mal vorweg:

Man muss nicht unbedingt einer Meinung sein mit dem, was der Autor Kizilyürek von sich gibt. Doch, finden wir hier, ist es durchaus interessant auch vermittels dieser Übersetzung in ein weiteres Hirn eines Nordzyprers, wenn das so gesagt werden darf, hier Einblick zu gewähren. Kizilyürek ist einer jener, denen es gelingt, im Süden in vielleicht der angesagtesten Tageszeitung des Landes zu publizieren, eben der Politis.

Auch an den Universitäten des Südens sind einige dieser ‘Grenzgänger’ beschäftigt, nur mal so am Rande bemerkt.

Der andere Nordzyprer, der hier zuweilen auch übersetzt wird, der schreibt ja bekanntlich auch in der Politis: Sener Levent.

Übersetzt hat den Beitrag ADH, wie so oft auch diesmal aus dem Griechischen.

Dieser Artikel Kizilyüreks lautet:

Na, wo sollen wir denn suchen?

In der Machbarkeit!

In letzter Zeit wird eine aufgeregte Diskussion über folgendes geführt: Welcher Betrag ist erforderlich, um ein Zypern der Bundesstaaten von Erfolg gekrönt zu machen – das heißt machbar zu haben.

Die griechisch-zyprische Seite bringt ihr Unwohlsein dazu ganz offen zu Wort. Sie behauptet, dass ein Staat bestehend aus Bundesstaaten – in der Staatsform, die derzeit diskutiert wird -, nicht machbar sein kann.

Ein Ausweg wird gesucht.

Obgleich, gleich anfänglich müssen wir akzeptieren, dass dieses Unwohlsein nicht unbegründet ist. Wir beobachten, dass die Basis dieser Diskussion nämlich falsch ist. Zum Beispiel wird der wirkungsvollen Teilnahme der Türkischzyprioten als „Problem“ begegnet. Und die griechisch-zyprische Seite löst sich [währenddessen] in einer [geradezu] befreiten Art und Weise auf.

Jedoch Glück oder Glücklosigkeit des Zyprischen oder irgendeines anderen Bundesstaates wird nicht am wirksamen Teilnehmen irgendwelcher Gesellschaftsteile ermessen in staatlichen Gefügen.

Im Gegenteil.

Sondern: Ohne eine wirksame Teilnahme der Gesellschaftsteile kann nicht von einer bundesstaatlichen Verfasstheit gesprochen werden. Der Erfolg [Glück] und die Durchführbarkeit [Machbarkeit] eines bundesstaatlich organisierten Staates beruhen auf der Anwesenheit von erforderlichen Politiken und ideologischen Bündnissen in günstigen kulturellen und gesellschaftsökonomischen Bedingungen.

Lassen Sie uns einen Blick auf die Parameter werfen, die die Lebensfähigkeit eines bundesstaatlich organisierten Staates ausmachen.

Zu allererst haben wir folgendes Wichtiges zu unterstreichen: Im zyprischen Fall liegt der größte Misserfolg darin, dass noch immer nicht das Zustandekommen einer Bundesrepublik [zur Genüge] angegangen wurde, obgleich so etwas bereits seit 1977 diskutiert wird. Aus diesem Blickwinkel – entgegen der bestehenden Bedenken für die Zukunft – gilt es, vorrangig die Gründe zu untersuchen, deretwegen genau diese Bundesrepublik Zypern bis heute nicht der Fall geworden ist.

In Wirklichkeit handelt es sich unmittelbar um zwei verdeckte Diskussionen. Bis heutzutage sind die Gründe für den Misserfolg der Gründung einer Bundesrepublik Zypern sowie die Schwierigkeiten, die sich erheben werden, wenn diese letztendlich gegründet wurde, als ähnlich gelegen anzusehen.

Die internationale Definition des Föderalismus gibt uns zwei Dinge, die zum Misserfolg einer Bundesrepublik führen: die wirklichen Absichten hinter der Gründung einer Bundesrepublik; sowie das Gründungsziel. Diese beiden Parameter sind sehr bedeutend für die Frage, in wiefern eine Bundesrepublik auf lange Sicht lebensfähig ist oder eben nicht. Nachforschungen ergaben, dass bundesstaalich organisierte Staaten, die nicht auf einem echten Verständnis der gebotenen Gegenseitigkeit beruhen, sondern lediglich darauf abzielen, zu einer Versöhnung zu gelangen, von konjunkturellem Verhalten getrieben und kurzfristige Zielsetzungen bedienend, äußerst schwer einen Erfolg erzielen.

Im Gegensatz dazu hat eine Bundesrepublik größere Überlebenschancen auf Basis eines ehrlichen und maßgebenden Zusammenschluss‘. Sicherlich hat ein gemeinsames Interesse einen katalytischen Effekt, zumal das Ziel ist, dass Zusammenschluss und katalytischer Effekt in einer Art Rahmen befriedet werden, nämlich: demselben gemacht aus Zusammenarbeit und Einheit.

Falls es nützliche Parameter sind – also notwendige -, reicht das [gemeinsame] Interesse nicht aus für den Erfolg einer Bundesrepublik. Es ist gut bekannt, dass Bundesrepubliken, welche unmittelbar auf Anordnung durch äußere Mächte geschaffen worden sind, auf lange Sicht nicht bestehen.

Es gibt da noch einen anderen wichtigen Parameter beim Bau einer Bundesrepublik, der den Erfolg derselben garantiert: Die Setzung des Bundesstaatlichen als höchstes Prinzip im Staat gegenüber anderen Werten – sowie die Installation desselben ins Zentrum des politischen Lebens. Bundesrepubliken, welche in solch Rahmen gebildet sind, in ihnen besteht das Bundesstaatliche als das höchste Politische und als das höchste Ideal für alle – oder zumindest für die große Mehrheit der politischen Elite und der Gemeinschaften. In diesem Fall läuft die Bundesrepublik in eigener Zielrichtung, und nicht für das ‚glückliche‘ Gelingen ganz anderer Ziele.

Und zweifelsohne ist das machbarste und widerstandsfähigste Modell einer Bundesrepublik dieses Erstere. Es gibt keine unüberwindlichen Hindernisse in einer Bundesrepublik, in welcher die Gemeinschaften mittels ehrlichen Dialoges gegenseitigen Respekt fühlen, ein Klima des Vertrauens sich aufbaut, wo man offen für‘s Gespräch ist – und eine spezifische Identität bewahrt werden kann; diese [derart respektierten und ‚geführten‘] Gemeinschaften sind es dann auch, die ihrem Land sich widmen.

Zur Unterscheidung: Eine Bundesrepublik als Mittel zu begreifen, kurzfristige Interessen zu befrieden, ist das Eine. Ihr gegenüber hat jene, die gebaut wurde, in eigener Zielrichtung zu laufen, als erforderliche Voraussetzung die Ideologie und eine politische Verpflichtung. Deswegen ist die Existenz von charismatischen Führern wichtig, die den Föderalismus ins Werk setzen, und zwar als in-eigener-Zielrichtung-laufend. Das haben sie als Wert in die Köpfe der Leute zu installieren. [Letztere sind auch nach Ansicht des Autors auf Zyperns nirgends in Sicht].

Man kann allerdings auch das Gegenteil behaupten, nämlich: Das Kultivieren der Gesellschaften vermittels bundesstaatlicher Werte [etablieren], und zwar so, damit diese sodann das politische Leben säubern; und zuletzt: dass derart Führer aufkommen, die Föderalisten sind. [Auch diese Spezie existiert nach Ansicht des Autors nirgendwo im jetzigen Zypern].

Ein anderer wichtiger Punkt ist die allgemeine Wahrnehmung des Landes. In einer Bundesrepublik – über den Punkt Machbarkeit hinausreichend – hat auch die Kultivierung der [angebrachten] Wahrnehmung eines Landes seitens seiner Bevölkerung vordringliche Wichtigkeit.

Mal abgesehen von der Sicherheit und Wirksamkeit, welche eine Zusammenarbeit mit den Türkischzyprern bringt, ist die Vorbereitung des Landes auf eine Lösung der Zypernfrage mit Hilfe der Kultivierung einer bundesstaatlichen Kultur dringend erforderlich. Präsident Anastasiadis tut gut daran, möglichst bald DAS dem Volk zu sagen und zu erklären, dass die Türkischzyprer nicht alleine ein gleiches Mitwirkrecht in einem bundesstaatlichen Gefüge nach einer Vereinigung brauchen, sondern auch, dass die Verfassung von 1960 eben genau solch ein Recht in der Zyprischen Demokratie festlegt/e.

Es muss [endlich] verstanden werden, dass eine Wiedervereinigung Zyperns mit den Türkischzyprern beginnt. Jene, die nicht wünschen, die Regierungsgewalt mit den Türkischzyprern gemeinschaftlich zu teilen, hätten dann auch die schwere historische Konsequenz zu tragen – bewusst oder unbewusst –[, nämlich die da ist], dass die Hälfte der Insel an die Türkei verschenkt wird!

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Die Rathaus-Schwemme

Ein Beitrag von Jorgos Koumoulli vom 06. 10. 2018 in der Tageszeitung Politis, Zypern!

Übersetzung: adh

„Die Anzahl der Rathäuser ist bei 39 angekommen [zypernweit]. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl muss das die höchste Anzahl von Rathäusern in der Welt sein.

Zur Zeit als die Briten regierten auf Zypern, gab es lediglich 12 Rathäuser: 6 in den Städten und 6 in sogenannten Hauptortschaften.

Nach der Unabhängigkeit, hauptsächlich nach 1980, ergab sich geradezu eine „Rathäuser-Explosion“. Die Stadtteile des unteren Nikosias, genauer Angladscha, Strowolo, Engomi, Aghios Dometio, die zu jener Zeit kleine Dörfchen waren, dann Vorstädte der Hauptstadt wurden, erhielten jeweils ihr eigenes Rathaus. Ähnliches vollzog sich auch in anderen Städten.

Mit ökonomischen Kriterien betrachtet, erwies sich solch Entwicklung als äußerst unglücklich, weil es führte zur Vernichtung der Rechenschaftspflicht und damit einhergehend zu einer Steigerung der Kosten auf den Schultern der Steuerzahler – natürlich. Es ist auch deswegen, dass die Troika 2013 eine Zusammenlegung der Rathäuser auf insgesamt 10 anführte – und zwar aus rein rechnerischen, und nicht aus seltsamen Beweggründen.

Zum Beispiel:

Nikosia, eine verhältnismäßig kleine Stadt der EU braucht keine 5 Rathäuser, und daher 5-fache Ausgaben für die Gehälter der … [Beschäftigten] darin. Die Umsetzung der Anweisungen der Troika versteht sich selbst in keiner Weise als eine Art Beteiligung an der Wertminderung des Sozialstaates. Die Infrastruktur, die Wohlfahrtsprogramme im Sozialen, welche die Rathäuser managen, siehe die Posten für Gesundheit, Umwelt und Sport, könnten bestenfalls nicht nur intakt funktionieren bei einem Zusammenschluss der Rathäuser, sie könnten sich auch allseits verbessern. Dasselbe gilt im Grunde auch in Sachen Bürgernähe sowie der Rechtmäßigkeit von Beschlüssen nach demokratischen Kriterien.

Kurz:

Die Kosten würden sich zum Nutzen für alle dramatisch verringern.

Betont werden muss, dass die geradezu inflationäre Anzahl von Rathäusern unvergleichlich mehr zutage tritt, wenn wir von jenen (Art virtuellen) Rathäusern reden, die Gemeinden im Norden vertreten, zumal ihre Hauptbeschäftigung Briefe zu versenden ist, Ankündigungen zu machen, und zwar an internationale Organisationen zwecks Aufklärung, und um hin und wieder Reden, Demonstrationen oder Anti-Besatzungs-Kampagnen zu organisieren.

Ausnahme ist die Gemeinde Ammochostos (Famagusta), die restlichen könnten eigentlich auch durch eine Art Führung oder Organisation vertreten werden.

Was die übermäßige Anstellung von Personal angeht, welche Unterbeschäftigung produziert, ist die Lage komisch-tragisch – zumindest in einigen Gemeinden.

Nehmen wir zum Beispiel mal die Ortschaft Lefkara, ein Dorf mit 800 Bewohnern. Dieses kleine Dorf hat nicht nur ein Rathaus, sondern sogar ein Gegenrathaus [nämlich eine Art virtuelles Rathaus, welches eine Stadt gleichen, ehemalig griechischen Namens im türkisch-zyprischen Norden der Insel vertritt], sowie auch 8 Direktoren im Rathaus.

Letztere trinken nahezu jeden Monat zusammen ihren Kaffee (halten ein Treffen ab) und bereden, was in ihrem Dorf los ist – und für diese dankbare berufliche Veranstaltung erhalten sie insgesamt 33.000 Euro jährlich.

Hier gilt es zudem zu erwähnen, dass die Gemeinderäte von Karawa, von Lapithou und anderen Rathäusern für drüben im besetzten Norden um nichts neidisch zu sein brauchen, bezüglich ihrer Kollegen in Lefkara im Süden, zumal deren Veranstaltungen übers Jahr verteilt noch spärlicher ausfallen; und viele Gemeinderäte für den zyprischen Norden fühlen, dass ihre Anwesenheit eigentlich unnötig ist – und so gehen sie erst gar nicht zu Gemeinderatsversammlungen.

Die Gemeinde in Vertretung, sozusagen, die das Lorbeerblatt in Sachen Überbeschäftigung von Angestellten erhalten sollte, ist eben jene von Ammoxostos, wo es 26 Gemeinderäte gibt – der mit Gemeindräten am vollgestopfteste Gemeinderat Zyperns.

Auf meine Frage hin, ob es denn all der 26 Leute bedürfe, antwortete ein Gemeinderat:

26 too many!“

Und für soeben Angeführtes ist es nun, dass Steuerzahler jedem der genannten Volksvertreter für den Norden Zyperns im Monat 530 Euro bezahlen.

Für ein Land, welches eine Verschuldung der Gemeinden von über 100% des Bruttoinlandsproduktes hat, glaube ich, ist so etwas nicht akzeptabel.

Eine weitere Empfehlung der Troika um Ressourcen zu sparen, ist, Dienstleistungen der Gemeinden von Privaten zu kaufen, vorrangig die der Müllabfuhr.

Solch eine Handlung ist jedoch vielen bereits eine Art Privatisierung und trifft offenbar auf dogmatische Einstellungen, und zwar vonseiten der Parteien und gewissen Interessengruppen.

Anhand der aktuellen Daten wird es schwierig sein in Zypern, so etwas [wie die oben erwähnte Art Privatisierung] anzuwenden, obgleich es die Betriebskosten der Gemeinden deutlich reduzieren würde.

Von dem, was ich weiß, ist Lefkara der Empfehlung der Troika in Sachen Müllbeseitigung seit 2018 gefolgt – und eine Senkung der Kosten von ungefähr 60.000 auf 30.000 Euro fand statt, also um 50%.

Nun, lasst uns entscheiden, was wir wollen.

Wollen wir für die Qualität der Dienste Sorge tragen und dies mit geringeren Kosten; oder wollen wir die Interessen gewisser Parteien bedienen und uns Steuern aufbrummen lassen, gnadenlos nachbesteuert sein, überbesteuert leben? … .“

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