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Das Gesamtpaket

Den Rückflug nach Deutschland am 25. März werde ich leider nicht antreten. Eigentlich ginge es über Zürich. Und eigentlich ist da noch diese zweitägige Hotelbuchung, die bereits bezahlt das Gesamtpaket, wenn man es so nennen mag, ist.

Mal sehen, ob da von der einen wie auch der anderen Buchung noch etwas Geld zurückbekommen werden kann!

Nach Deutschland nicht zurückzukehren, will wahrscheinlich gut überlegt sein.

Man hört immer wieder, dass im Fall der Fälle die ärztliche Versorgung besser als andernorts wäre. Dem kann eigentlich nicht widersprochen werden, da ich mich in der Materie leider nur ungenügend auskenne.

Doch man hört ja so einiges: dass viele Krankenhäuser in der BRD privatisiert sind; dass demnächst eventuell italienische Zustände in sogenannt öffentlichen Häusern ausbrechen könnten usw.

In Zypern sieht es in Sachen Privatisierung des Gesundheitssektors wenig besser aus, eigentlich.

Immerhin:

Die südzyprische Regierung scheint davon abzusehen, nicht so wie in Deutschland, die Bevölkerung kasernieren zu wollen. Noch kann man, ohne Auskünfte über sein Tun und Machen zu geben, beispielsweise, am Meer spazierengehen. Die Berichterstattung über „Koronoio“, wie man hier zur Seuche sagt, ist allerdings genau so aufdringlich, ja im Grunde genau so unverantwortlich.

Nun, man muss sich ja nur das Fernsehprogramm in Deutschland oder auf Zypern ansehen, um zu verstehen, wo die vorherige Bewertung der Lage mit „unverantwortlich“ noch überall seine Hand im Spiel hat. Es ist aber auf der Insel glücklicherweise noch so, dass man den Kasten zum Fernsehen abstellen kann, ohne sich darüber ärgern zu müssen, dass man für das, was geboten wird, auch noch Geld bezahlt.

Es ist hier nicht des Geldes wegen, dass dieser Zustand auch im deutschen Fernsehen beklagt wird, sondern eben die Inhalte („Formate“), die dem Bürger zugemutet werden sind überwiegend schrottreif. Jetzt, wo Corona herrscht, wird das, von dem die Rede ist, „wie Scheiße“, sagte eine Bekannte kürzlich, über einen geschüttet. Man kann schon fast nicht anders, als sich diesem nahezu unvermeidleichen Bad auszusetzen.

Da bringen DIE den Fidelio auf 3Sat am Freitag Abend um 22Uhr30. Geht es noch später?

Und davor war wahrscheinlich wieder Corona-Gesabbel!

Versteht sich, dass 22Uhr30 hier auf Zypern bedeutet, dass die Übertragung der einzigen Oper, die Beethoven je geschrieben haben soll, dann um 23Uhr30 erst zu sehen ist – viel zu spät für Leute, die ermüdet von den Nachrichten wie erschlagen im Sessel liegen.

In Lahr im Schwarzwald, wenn es richtig erinnert wird, sollen inzwischen nicht mehr als 3 Personen in der Öffentlichkeit sich aufhalten dürfen. Und dann, glaube ich verstanden zu haben, müssen diese Personen auch noch einen trifftigen Grund haben, genau das zu tun. In der Sonne stehen, um zu plaudern, scheint kein Grund sein zu dürfen. Und auf öffentlichen Plätzen – ich dachte, nicht richtig zu lesen – darf sich Frau und Herr Lahrer nun auch nicht mehr aufhalten ohne „trifftigen“ Grund, ohne einen Strafzettel zu kassieren.

Darf man eigentlich mal fragen, woher dieser Virus denn nun stammen soll?

Eine Email eines palästinensischen Bekannten, der vor geraumer Zeit nach Chile auswanderte, weil er die Lage in Jordanien und die Aussichten für seinen zukünftigen Wertegang unerträglich düster einstufte, verlinkte mich mit einer arabischen Quelle, in der so in etwa zu lesen steht, dass gewisse Einheiten der USA sich infisziert haben, irgendwo, als in irgendeinem us-amerikanischen Labor der Armee mit dem SARS-Virus herumgebastelt wurde. Und Teile dieser infiszierten Einheit seien – absichtlich oder unwissend, eigentlich auch schon fast egal – in jene Provinz in China versetzt worden, in der das Virus unter dem Namen Covid 19 erstmals ausgebrochen sein soll. Die USA-Regierung habe daraufhin gehörig Druck auf Peking ausgeübt, den Tod von 76 US-Soldaten ebenfalls unter den Teppich zu kehren.

Es handle sich um ein Gas, welches schwerer als Luft ist und daher danach strebt, sich in Richtung Boden ausfließend zu verbreiten. Also, dieses Gas ist der ursächliche Transporteur des Covid 19 gewesen, der sich inzwischen, ist anzunehmen, schon längst irgendwo in einen Covid 20, 21, 22 und so weiter mutiert haben dürfte.

Es handle sich hier also um genau DAS, was alle, zumindest aber viele, insgeheim schon annahmen: um eine militärische Waffe, die irgendwo aus einem Labor absichtlich oder aber unabsichtlich in die Welt der Sterblichen getreten ist.

„Verschwörungstheorien“, wird hier gewiss gleich geschrieen. Damit müssen wir hier bei Zypernundmehr jetzt leben, zumal nicht nur aus dieser chilenischen Quelle solch eine Theorie schon seit Wochen im Netz zu lesen ist.

Der Schaden ist also angestellt.

Regierungen geben vor, darauf zu reagieren. Nein, sie reagieren, fragt sich nur, in wessen Interesse?

Warum konnte Angela Merkel in ihrer Ansprache vor Kurzem, die wir uns hier nicht reingezogen haben, nicht davon künden, dass all die von ihr und anderen ausgemachten, neuen Helden des Alltags in Pflegeheimen, bei der Feuerwehr et cetera mit einer Extravergütung rechnen können?

Das fragt vor mir auch Frau Wagenknecht in ihrer wöchentlichen Ansprache, die sie geschickter Weise kurz genug hält, sodass man nicht geneigt ist, irgendwann abzustellen.

Jedenfalls, was hiermit auch gleich gesagt werden soll, ist, dass Frau Wagenknecht zumindest in dem angesprochenen Sachverhalt durchaus einen Punkt angesprochen hat, dem nur schlecht widersprochen werden kann.

Also, Frau Merkel & Co.: wieso sollen sich diese Helden mit einem lauen „Dankeschön“ seitens ihrer Kanzlerin lediglich begnügen?

Etwa, weil in der Bibel steht, man soll bescheiden und genügsam sein – wie der Papst und unsere Politiker?

Auf Zypern spielt das Wetter auf seine Weise etwas verrückt.

Wie bereits in anderen Artikeln geschrieben wurde:

Zypern ist derzeit Klimawandelgewinner. Es ist zwar kühler als sonst und es regnet wesentlich öfters, aber die Sonne, die liebe, fast heiße Sonne kommt doch immer häufiger und das ganz dezent durch – das Meer von Wolken über der See ist wirklich ein Grund mehr, sich nicht nach Lahr und einen von Menschen leergefegten Marktplatz & Ausgangssperre, die letztere scheint im wahrsten Sinne des Wortes eine Sperre zu sein, sich einzufahren.

Corona soll ja anscheinend keine Grippe-Vire sein. Sie soll aber davon abhängen, dass vor allem Menschen, die in kälteren Gefilden leben und sich häufiger erkälten, dann ihren tötlichen Stachel via Lungenentzündung – und hast du noch nicht gesehen – eher und besser ausfährt als andernorts.

Von den Beiträgen, die auf KenFM, glaube ich, heißt der Youtube-Kanal, nun noch anzufangen zu berichten, wäre zwar sinnvoll, doch Mensch kann sich da selbst kundtun, wenn es gewünscht wird.

Auf KenFM wird meist verkündet, dass Corona längst nicht so ein Killer ist, dass die getroffenen Maßnahmen der Regierungen absolut überzogen sind und danach stinken, den Überwachungsstaat vorkosten zu lassen und so weiter.

Ehrlich gesagt, ich weiß wirklich nicht mehr, was nun Fakt ist und was Fake.

Meine Devise ist – und ich würde meine Mitbewohner gern dabei mitnehmen, die noch immer abends, mittags und morgens vor den Medien sitzen und sich mit der Info zum Thema Covid 19 vergiften lassen:

Im wahrsten Sinne des Wortes Abstand zu gewinnen, und zwar, in dem man sich weder die eine noch die andere Sichtweise zum Thema regelmäßig – oder nur noch – gibt!

So besehen, ist auch dieser Beitrag total daneben. Weil auch hier werden Sie mit dem Thema – mal wieder – vollgemüllt.

Hoffen wir, dass Sie sich nun zumindest darin bestärkt sehen, genau so ähnlich wie hier angetönt oder noch ganz anders ihren eigenen Abstand zu dem GANZEN zu gewinnen. Sie wissen doch, der Fisch fängt zuerst vom Kopf her zu stinken an. Soll heißen:

Wenn man sich den ganzen Wahnsinn zu Corona regelmäßig reinzieht, so wie er verabreicht wird, nämlich höllisch, dann darf man sich nicht wundern, wenn man irgendwann dabei auf der Strecke bleibt:

sei es durch Corona, psychsich, physiologisch oder im Gesamtpaket!

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Zürich

Zürich, Sonntag, den 26. Januar 2020

In ein paar Stunden werde ich weiterziehen.

Eigentlich müsste durch diese Stadt gelaufen werden, um sie mir wiederholtermaßen etwas anzusehen – Bahnhofstraße bleibt dieses Mal aber außenvor dabei. Und auf eine geführte Tour habe ich keine Lust, so auch nicht auf eine Rundfahrt auf’m romantisch daliegenden Züri-See. Das alles mag irgendwie nicht ziehen. In die nähere Umgebung Zürichs zu fahren, ist aus Zeitgründen, finde ich, auch nicht wirklich drin, obgleich der Busbahnhof erfreulicher Weise in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels sich befindet. Das ist doch schon mal ein weiteres Plus.

Zürich-Mitte ist ein aufgeräumter Ort. Man merkt einfach, bildete ich mir ein, nicht in Deutschland zu sein – was nicht heißen soll, es sehe in deutschen Städten unordentlich aus. Es herrscht in der Schweiz einfach eine ganz andere Stimmung oder Atmosphäre: weniger griesgrämige Gesichter, besser gekleidete Menschen, größere Autos und Fahrräder im Gebrauch, Menschen, die sich anscheinend andauernd freundlich begegnen, zivilisiert.

Sitze, wie könnte dem anders sein bei dem großen gastronomischen Angebot, unten im Hauptbahnhof in einem „Blueberry“ erstmals im Leben und studiere das Veranstaltungsprogramm, den „ZüriTipp“. Es ist der Tag nach meiner Ankuft, nämlich am anderen Morgen. Außerdem herrscht draußen sehr schnell fühlbar eine empfindliche Kälte, aber dennoch mit Sonne in Begleitung, was dem Gesamteindruck, der da so in mir ist, irgendwie zu entsprechen scheint.

Dass es keinen UBS-Schalter in der Bahnhofshalle gibt, fiel mir sonderbarer Weise auch umgehend auf. Nicht dass hier jemand auf Bankautomaten versiert wäre, das – noch- nicht.

Kurz, als Devise gilt in diesen ‚Corona-Virus-Tagen‘: „bloß nicht noch krankwerden!“ Auch daher trete ich meine Straßenschuhe im Hotelzimmer befindlich runter, mit oder ohne Strümpfe an, weil wenig Lust besteht, schon wieder die Schnürsenkel auf- oder womöglich zubinden zu sollen zwecks warmer Füße. Nein, die obligatorischen 1-2 Mal Gebrauch-Schläppchen führt das Hotel offenbar nicht.

Erhöhte Temperatur im Körper geht also nicht, sonst flieg ich womöglich bei einer der eventuell bereits neu eingeführten Fieber-Body-Scans am Flughafen durch, und lande in Quarantäne, sollten solche Scans schon durchgeführt werden in Zürich oder Nikosia.

Dieses Abenteuer, diese Art Recherche, muss nun wirklich nicht sein!

Wohne wieder schräg hinterm Bahnhof, in der „Konradstrasse“. Nettes Viertel, gut gelegen.

Gestern Abend wurde die „Les Miserables“-Verfilmung im Riff-Raff-Kino angesehen. Hatte geplant, dasselbe Stück im Original von Victor Hugo den folgenden Tag auf der Bühne noch ein weiteres Mal in Angriff zu nehmen – das Theater schien mir dann aber etwas zu weit gelegen bei so viel Auswahl an guten Events in der Stadt. Die öffentlichen Verkehrsmittel wollten oder sollten nämlich möglichst nicht mit in mein Kurztripp-Programm dieser Metropole kommen, war mit mir selbst abgemacht worden. Zürich mal wieder zu Fuß erkunden, bietet sich aus wirklich vielen Gründen an – auch in der Langstraße, und dortherum.

Was den Film der Miserablen eines Westafrikaners angeht, der inzwischen in Frankreich leben dürfte, nun: Als 15- oder meinetwegen 20-Jähriger hätte der mich wahrscheinlich schwer beeindruckt, vorausgesetzt, all die Nachrichten von und aus den Bannlieus hätten mich noch nicht erreicht. Mit 21 Jahren habe ich mir nämlich erstmals Frankreich-Erfahrung ‚angeschafft‘, als in Paris, Marseille und Cannes insgesamt für in etwa 6 Monate ‚gelebt‘ wurde. Doch diese Phase meines Lebens liegt mindestens 2-3 Jahrzehnte zurück, und in den Bannlieus außerhalb von Paris war ich noch immer nicht. Doch dass in Paris an bestimmten Orten eh genügend Gelegenheit geboten ist, seitens der Polizei unfreiwillig-unbeabsichtigt und oft kontrolliert zu werden, weil so in etwa ausgesehen wird wie vielleicht ein Algerier, ist dieses nahezu tägliche Prozedere von einst in Paris eine Erinnerung, die im Film, sozusagen, noch bedrohlicher repliziert wird und dergestalt recht lebhaft – von weit hinten im Hirn wahrscheinlich – auftauchte in mir vor der Leinwand sitzend.

Der Filmemacher soll Clichés, nach eigener Aussage, vermieden haben. Mir kam es aber so vor, als hätte er diese in ihrer ganzen Breite, nahezu, präsentiert. Dennoch: eine einigermaßen unterhaltsame Geschichte ist sein Film-Werk geworden, nicht Mehr und nicht Weniger!

Und die Moral der Geschicht darin: die Zeiten unbeschwerter Jugend könnten demnächst womöglich endgültig, das ist auch flächendeckender, im Westen Europas vorüber sein – vielleicht auch nicht. Vielleicht wird diese Unbeschwertheit in Zukunft, und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es sie mal gab, gewalttätigeres Handeln, auch der Erwachsenen, einfordern.

Lass Dampf ab, und leb‘ dann gefälligst auch mit den Konsequenzen deines Tuns; oder: beste Messeinheit fürs sozio-politische Gefüge ist, was im Polizeialltag abgeht. Zu diesem Befund gelangte ich im Kinositz, als gedacht wurde, dass die Masse der Bevölkerung einem den erwähnten Umstand, im Zweifel, nicht so plastisch aufzeigen kann, wie Cops im Einsatz!

So und wahrscheinlich wenig anders, also, könnte zum Film über wütende Jugendliche der Bannlieus von Paris auch noch Stellung bezogen werden.

Insofern wäre es eigentlich angesagt gewesen, die Theaterversion des Films ansehenzugehen. Entschied mich dann aber für den entführten Papst, ein Theaterstück, welches wohl lustig ist. Doof nur, dass weder die Limatstraße noch der Hechtplatz rechtzeitig gefunden werden konnten. Hinterm Bahnhof irgendwie rechts abbiegen, war auf der Karte verzeichnet, und dann an der Limat entlang. Auf dieser Strecke wurde teils gebaut, Baustelle. Und der Bahnhofsquai war plötzlich verschwunden, der in den Limatquai überführt. Und schon bald irrte ich wahrscheinlich gar nicht so weit vom Hechtplatz entfernt durch Zürich und landete anstatt im Kino „Xenix“ am Helvetiaplatz.

Der Projektor dieses Cinemas hatte irgendeinen Schaden. Doch bis 21 Uhr, wurde in Aussicht gestellt, könnte der Schaden eventuell wieder behoben sein, wurde gesagt an der Kasse. Aufgefallen ist auch bei dieser Gelegenheit, dass ich Schwytzer-Dytsch gar nicht so gut verstehe, wie ich mir ein Leben lang einbildete. Meistens muss ich darum bitten, sich zu wiederholen, und das tun sie in Zürich auch gleich, wenn ich mich nicht täusche, dann etwas entschärfter, sozusagen.

Also setzte ich mich in die Bar, die zum Xenix gehört, wo flotte, wirklich interessante, noch nie gehörte Musik anfänglich lief, und trank einen vor meinen Augen hergestellten Ingwer-Zitronen-Tee! Als sich der Ort mit Leuten zu füllen begann und die Musik immer lausiger geworden war – Pop aus den 80ern oder 90ern -, war es dann auch Zeit zu gehen.

Was an Orten, wie dem davor erwähnten Blueberry gut ist, ist, dass sie gut ausgeleuchtet sind, sodass man seinen Block oder Laptop herausholen kann, ohne das Gefühl zu haben, nicht allzu lange schreiben und sitzen zu können – vor lediglich einer Bestellung. Sie sehen, ich bin ein gutgetrimmter Gast der Gastwirte. Weil im Südwesten Deutschlands kommen in den Cafés normalerweise Bedienungen alle Nase lang an und fragen, ob man noch einen Wunsch hätte. Dort verkehre ich an so gearteten Läden wie dem Blueberry nicht. Beim Blueberry unterm Bahnhof in Zürich sieht es ähnlich aus wie bei Mc Donalds. Als ich daran ein weiteres Mal Stunden danach vorbeilief, sah ich, dass das Blueberry sich doch wirklich seinen Platz dort unten mit Burger King teilt: das eine Unternehmen rechts, das andere links. Die jeweiligen Sitzbereiche sind nicht ‚fein-säuberlich‘ voneinander getrennt.

Ja, auch Zürich ist fein und sauber gehalten, wie wohl alle Städte in der Schweiz. An und in der Langstraße sieht es allerdings etwas ‚eingelebter‘ aus: viele Bars, Spielautomaten, legale Hanfverkäufer, Prostituierte und natürlich Imbisse sowie auch Kaffee-Stuben á la Heitzmann, nur in kleinerem Format, Krims-Kram-Verkäufer usw. Viel gesellige Leute sind dort unterwegs an einem Samstagabend. Überhaupt ist Zürich herrlich angefüllt mit den herrlichsten Orten, an denen etwas gegessen oder getrunken werden kann, getanzt und so weiter. Und was nicht nur in jenem Teil Zürichs sehr auffällig ist, ist, dass egal, wo du hingehst oder mit wem du ins Gespräch kommst: die Menschen begegnen dir mit offenem, freundlichen Gesicht. Man scheint schlicht und einfach bemüht, offenbar, nicht so geschäftsmäßig rüberzukommen oder auf striktes Distanzhalten programmiert.

Sehr wohltuend, also!

Damit ich es nicht vergesse:

Bevor im Xenix gelandet wurde – „born in flames“ -, besuchte ich davor gerade nochmals das Riff-Raff, und zwar denselben Nachmittag. Gern wäre ich ins Kunstmuseum et cetera gegangen, was ich mir – auf für den Rückflug – ganz fest vorgenommen habe. Wie es dazu kam? Vielversprechender, aus meiner Sicht, hat sich das Ereignis „African Mirror“ angekündigt. Der Filmemacher selbst sollte eigentlich anwesend sein, dachte ich. Auch daher überraschte gleich zu Anfang des Films, dass ein Schweizer den Film gedreht hat. Ich hätte wetten können, dass irgendwas von Afrikaner gelesen worden ist, der den Film gemacht haben soll – und dass sich die Black Community der Stadt zu diesem Event im Riff-Raff an jenem Tag trifft mit dem Regiseur.

Da muss es sich wohl um eine Verwechslung handeln, bei mir.

Über den Dokumentar Filmer René Gardi lässt sich wirklich gut streiten. Seine im Film verbreiteten Ansichten sowie teils seine Vorgehensweisen beim Filmen und vielleicht auch die Art der Objektivierung seiner ‚Objekte‘ im sagenumwobenen „Mandara“ bieten dazu Anlass. Mandara lag vor der (angeblichen) Entkolonialisierung, wie Gardi so in etwa meinte, in noch unberührten Teilen Kameruns. Er outete sich als einer der ersten 6 oder 7 Weißen, die die Gegend jemals betreten haben sollen.

Ob es nicht sinnvoll wäre, die Wilden zu zivilisieren. Schlafen doch auf hartem Stein. Hätten NICHTS an. Man müsse ihnen Kultur bringen. Gardi zufolge sahen derartige, zivilisatorische Maßnahmen so auch – etwas weiter weg von Mandara gelegen in Kamerun – ansässige Missionare und französiche Besatzer. Letztere schienen nicht gerade zimperlich aufzutreten, wie hie und da kurz, sehr kurz nur, thematisiert wurde im Film – wie am Rande.

Gardi ließ einige Einheimische kleine Szenen spielen vor seiner Kamera, wie, beispielsweise: Junge freit Mädchen, sie unten an einer Wasserquelle in der Hocke er auf dem Baum neben der Quelle sitzend, und mit einer Frucht des Baumes wirft er sie neckend damit, eventuell neckend. Irgendwie taten die beiden Amateurschauspieler aber doch nicht so richtig, was Gardi gern dargestellt haben wollte, wie er anmerkte. Die beiden Darsteller kamen den folgenden Tag nicht mehr zum Dreh, wurde bemängelt.

Überraschend – obgleich es im Film immer wieder überraschender Weise weiß-schwarz Blenden zurück in die Schweiz gab, wo Gardi offenbar herstammt – konfrontierte einen der Film plötzlich mit der Aussage des Regieseurs, dass er in der Schweiz sich an „einigen Buben“ vergriffen hat. Ob Gardi in Afrika unterwegs ebenfalls ‚zugeschlagen‘ hat, war allerdings nicht Gegenstand des Films.

Es ist dennoch ein interessanter Einblick in das Afrika jener Zeit, als die Franzosen noch das Sagen hatten in Teilen dieses Kontinents. Und viele Schweizer scheinen ihrem französischen Nachbarn in Europa nach Afrika als Landbesitzer, Abenteurer und Geschäftlemacher gefolgt zu sein.

Einige Male war ich während der Vorführung geneigt, aus einer Art Protest aufzustehen und zu gehen.

Gut, dass ich durchgehalten habe!

Gut auch, dass einem solch Filmmaterial vorgeführt wird.

Ach ja, born in flames, das ist ein Film aus den 80ern. Eine fiktive Frauenbewegung – „womens army“ – fantasiert in dem Beitrag darüber, wie das Patriarchat abgeschafft werden könne. Der Film spielt in New York meist unter farbigen Frauen, wovon einige mehr oder minder offen lesbisch leben – und es satt haben, andauernd „verarscht“ zu werden von den Männern, „dem System!“ Vergewaltigt zu werden.

Vom Stoff her ziemlich interessant.

Leider wählten die Damen den bewaffneten Kampf, und dann war der Film auch schon zu Ende, noch bevor die Femme-Revolution in einem fiktiven, sozialistischen nachrevolutionären Amerika der Vereinigten Staaten seinen Lauf hätte aufnehmen müssen/können.

Kalt ist es noch immer in Zürich. Die Stadt wacht vielleicht schon bald auf. Es ist ja Sonntag, da darf Frau und Herr Schweizer länger schlafen. Von Lahr bis zum Flughafen in Zürich wurde ich – mal wieder – nicht einer einzigen Fahrbillet-Kontrolle unterzogen. Die Sonne kam diese beiden Tage, in denen hier verweilt wurde, eigentlich immer irgendwann durch, trotz Kälte und etwas Nebel. Hier im Zimmer des Hotel „Montana“, früh am Morgen, dürfte es gern auch etwas wärmer sein.

Ja, wir sind in der Schweiz, okay. Aber dass man für ungefähr 70 Euro am Tag kein Frühstück in der Hotelbuchung hat, daran muss man sich wahrscheinlich wirklich gewöhnen, wie auch 65 Franken für einen, nehme ich an, ganz einfachen Haarschnitt, wie auf einer Preistafel am Fenster eines Friseurladens unten im Hauptbahnhof von Zürich zu lesen war!

Das ist jetzt bereits das dritte Mal, dass mit Edelweiss geflogen wird. Werde ich wohl vorerst so beibehalten, weil man ja sonst nicht, der Bequemlichkeit wegen, nicht nach Zürich kommt – dafür aber nach Straßburg, welches mir vorerst Basel, Zürich oder Freiburg et cetera gut ersetzt, um zuweilen den Mief der Provinz von sich abzuschütteln. Lahr ist strategisch jedenfalls besser gelegen als Kandern, wo knapp 5 Jahre gewohnt wurde. Von dort war irgendwie fast alles ein bisschen zu weit und Müllheim, Rheinfelden, Steinen oder Badenweiler sind zwar schön, aber … .

Basel ist allerdings durchaus eine Wucht. Blöd nur, dass man das Auto nirgends mehr ohne Parkgebühr zu zahlen abstellen kann – außer sonntags, glaube ich. Müllhouse vermisse ich auch etwas, Selestat, Colmar ebenso. Dafür sind aber Karlsruhe, Heidelberg oder auch Baden-Baden sowie das interessante Kehl in meinen ‚Einzugsbereich‘ gekommen durch den Umzug nach Lahr im Schwarzwald usw.

Inzwischen sitze ich nach lockerem Check-in im Flieger. Das Essen war gut. Ich habe den Platz bekommen, den ich eigentlich haben wollte, den zum Gang hin. Der Computer der Airline hatte mir einen Sitz in der Mitte zugeordnet. Der Sitz neben mir wurde netterweise nicht besetzt.

Für Zypern habe ich mir diesmal vorgenommen, die kommenden 8 Wochen oft nach Nikosia zu fahren von der Küste aus. Habe eigentlich eh mein Stamm-Café dort. Mal wieder mehr Präsens zeigen, auch um etwas mehr Kypriaki flottzumachen. Nein, Griechisch kann nur gelesen und einigermaßen verstanden werden.

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vorerst

Vorerst, und Zypern!

Es scheint, solche Vorfälle sind heutzutage nicht mehr größer erwähnenswert. Doch erwähnt sei der folgende hier dennoch:
Griechenland hat den Botschafter Libyens vorerst vor die Tür gesetzt – vorerst!
Nun, dieses Ereignis regt, wenn überhaupt, die Medienlandschaft der Türkei etwas auf, ist anzunehmen. Letzteres, zumal Ankara ja um die Vorrechte der Türkei draußen auf See vor dem Land und darüber hinaus reichend vorrangig ringt. Und im Ringen, griechisch-römischer Stil, sind die Türken ebenfalls eine Macht, um die man nicht herumkommt im internationalen Wettbewerb. Doch das ist hier Thema vielleicht ein anderes Mal.
Ja, die Türken scheinen nun endgültig das Meer, welches an ihr Land oben und unten, sozusagen, grenzt, so richtig wahrgenommen zu haben, wollen wir dazu mal sagen. Ein weiterer Beweis dessen, dass sie mental, und überhaupt, endlich und zuletzt in ihrer anatolischen Heimat aus den Tiefen Asiens einst heranstürmend angekommen sind. Und ob dieser Befund nun für die Anrainer ans Mittel- und Schwarzmeer gut so ist, bleibt zumindest hier auf der Webseite unserer Zypernundmehr-Nachrichten vorerst weiterhin nur als eine Frage formuliert in unserer Menschengeschichte stehen.
Denn mit dem eben getroffenen Befund einher gehen ganz offensichtlich neue/alte Vorstellungen darüber seitens Ankara, wem was wo seit wann und wie gehört im süd-östlichen Mittelmeer gelegen. Der türkische Außenminister, Çavuşoğlu, die Strategie Südzyperns offensichtlich kopierend, meinte:
„Wir sind bereit, mit allen Ländern in der Region bilaterale Verträge abzuschließen, Südzypern ausgenommen!“

Nun, im obigen Zusammenhang trifft es sich eventuell ‚gut‘, dass in einem Teil der vor Zypern gelegenen Gegend im Meer, die von der Republik Zypern (Südzypern) als zu ihr gehörig identifiziert wurde vor einigen Jahren mit Unterstützung ‚gewisser Kreise‘, von der französischen TOTAL eigentlich in Angriff genommen werden soll, nach den wirklichen oder vermeintlichen Schätzen dort im Meeresboden zu suchen und sie möglichst bald in großer Menge zu finden. Mal davon abgesehen, dass man anscheinend immer noch nicht so wirklich ganz genau weiß, was da unter’m Meeresboden so herumliegt und wie viel davon, verwundert uns nun wiederum nicht, die wir die nächste Krise in der Region seit Jahren langsam heranschleichen sehen, dass am Nikolaustag des Jahres 2019 in der türkischen Hürriyet-Tageszeitung unter anderem geschrieben steht, die Franzosen hätten nordsyrischen Kurden in der Provinz Deir ez Zor, sowie auch Kurden der PKK aus der Türkei, an Waffen in der genannten Region Syriens ausgebildet. Anwohner seien nämlich kürzlich vom Lärm der Waffen, die beim Ausbilden abgeschossen wurden in später Nacht, aufgeweckt worden. Panik war die Folge, schreibt die Hürriyet.
Bekanntlich ist das Ölfeld namens „Omar“ noch in der Hand jener in der syrisch-kurdischen Provinz Deir ez Zor, die Ankara wiederum als kurdische „Terroristen“ labelt und äußerst aktiv und eigentlich illegetim, nicht nur derzeit, bekämpft. Und dort in der Provinz Deir ez Zor soll dieser Vorfall mit den Franzosen als Ausbilder also auch vorgefallen sein.
Es geht – wir alle sehen oder ahnen auf einen Blick – auch ums Erdöl, ’natürlich‘, könnte man da noch anhängen. Das erwähnte Geballer der Auszubildenden soll jedenfalls 5 Stunden gedauert haben. 2 Teams spezieller Einsatztruppen der Franzosen seien Kurden an Waffen ausbildend am Werk, laut Hürriyet. Was aber vor allem noch gesagt werden soll in diesem Zusammenhang, zumal die Türkei ja in letzter Zeit kriegerischer als jemals davor um sich schlägt in Teilen Kurdistans, die nicht zur Türkei zählen; aber dennoch auch im Süd-Osten der Türkei selbst:
Herr Anastasiadis und sein Beraterstab im Süden Zyperns ließen am 06. 12. 2019 verlautbaren, dass sie nicht davon ausgehen, mit der Türkei in bewaffnete Auseinandersetzungen zu geraten, vorerst.
Man macht also auf cool in Nikosia-Süd. Ob man sich indes so sicher fühlt wie man vorgibt zu sein, ist eine weitere Frage, die hier leider unbeantwortet bleiben muss, vorerst.
Der Meinung des südzyprischen Präsidenten Anastasiadis‘ schließt sich offenbar auch Griechenland an und der neue Regierungssprecher Zyperns, der Herr Kyriakos Kousios. Letzterer meinte, was die genannte Angelegenheit der Türkei bezüglich der von Süd-Zypern abgesteckten territorialen Ansprüche im südöstlichen Mittelmeer, man werde diesen Disput oder territoriale Verletzung seitens der Türkei nach Den Haag zur Klärung tragen, wo die Akte wohl erst mal vor sich hindämmern wird, und zwar mit zweifelhaftem Ausgang. Letzteres soll heißen, im Laufe der Zeit könnte dieser Schritt Süd-Zyperns – mal wieder – ein Schuss ins eigene Bein werden.
Herr Kousios, werden Sie sich eventuell fragen, wer ist denn das? Nun, er ist der neue Regierungssprecher. Ein beinah Nobody, vorerst. Den hat sich der Präsident der Republik Zypern, Anastasiadis, offenbar bestellt oder ausgesucht, weil Kousios nicht vom Fach ist, also nicht mit sachgerechtem Wissen vorerst aufschneiden kann, welches womöglich den präsidialen Glanz Herrn Anastasidis‘ schmälern könnte.
Überhaupt wurde einiges umgebaut auf Zypern in letzter Zeit. Posten wurden innerhalb der Regierung verschoben. Das große Stühlerücken scheint nun aber abgeschlossen worden zu sein. Genauer: Posten wurden mit alten Gesichtern, meist, besetzt.
Noch signifikanter war und ist allerdings, dass man es doch wirklich bewerkstelligte, aus 30 Munizipalitäten 17 zu zaubern. Natürlich war das Geschrei groß bei dieser vorgenommenen Kürzung, und natürlich geschah diese nicht immer gerecht, ja, die eine oder andere kleine Gemeinde konnte ihren Status gar halten, obwohl kaum mehr als 5.000 Einwohner dort leben und wurde nicht mit einer Nachbargemeinde zusammengeworfen. Doch, es ist endlich was in die richtige Richtung geschehen!
Allerdings wurde vergessen, die Frauen mit ins Boot zu nehmen an anderem Ort. Deren Anzahl wurde nämlich im Rat der Minister Südzyperns auf 1e reduziert, Frau Zeta Emilianidou. Peinlich, äußerst peinlich darf da wohl gedacht werden, wo die Regierenden sich doch so frauenfreundlich geben, so aufgeschlossen. Brüssel ließ mit seiner Kritik an dem vermännlichten Zustand auf Zypern auch nicht lange warten. Anastasiadis steuerte gleich dagegen an, und wies darauf hin, dass man doch 50% “Commissioners” als Frauen abgestellt habe. Dass Herr Präsident glaubt, mit dieser Begründung durchzukommen, müsste eigentlich einmal mehr ein Grund für Zypriotinnen sein, die Kochlöffel für eine Woche niederzulegen, die Kinder ihren Männern umzuschnallen und den Beischlaf zu verweigern (ja, ich weiß, da sind ja noch die Hausangestelltinnen aus Sri Lanka und so). Warum dieses Aufbegehren? Weil, es ist nun mal so, dass ein Commissioner im Rang unter einer Ministerin steht, darum!

Der Außenminister Zyperns, Herr Niko Christodoulidis, verspricht jedenfalls, sich ins Zeug zu legen in Den Haag für die Belange Zyperns und die Reichtümer im Meer, die man teils schon verhökert hat, obwohl sie noch gar nicht so recht als in erwünschter Menge vorhanden bestätigt wurden von den ausländischen Firmen, die den Bergungs-Job für die Insulaner erledigen sollen. Und was Den Haag angeht – wie Sie wahrscheinlich wissen, erkennt die Türkei Südzypern als legitimen Staat nicht an -, haben unsere Freunde aus Nikosia-Süd ihre Beschwerde an Ankara – ganz geschickt – in Athen an die türkische Regierung übergeben. Genauer, sie wiesen in diesem Brief darauf hin, dass man der oben bezeichneten Angelegenheit wegen sich an Den Haag gewendet habe. Punkt! Doch, welch Schreck, die Botschaft der Türkei in Athen nahm das Schreiben der Süd-Zyprer nicht entgegen. Also wurde das Schreiben kurzerhand zugefaxt. Signifikant daran ist jedoch, dass in Den Haag bei jeder Streitigkeit, die beigelegt werden soll, die Bedingung besteht, dass beide am Streit beteiligten Parteien einverstanden sein müssen, dass der Streit in Den Haag beigelegt wird. Danach sieht es offenbar nicht aus, vorerst.
Diese Regelung in Den Haag erscheint zumindest auf den ersten Blick sonderbar. Das stimmt! Aber …
Und so kommt es, beispielsweise, das Griechenland schon seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts darauf wartet, dass Ankara sich in Sachen „kontinentaler Platte“ im östlichen Mittelmeer auf diplomatischem Terrain nicht bewegt, also in Sachen, wem von beiden Streithähnen welcher Teil der Platte zusteht etc. Folglich dürfte Nikosia-Süd, welches einen kleinen Medienspektakel aus der Einreichung der Angelegenheit in Den Haag derzeit dreht, sich ganz offensichtlich einen weiteren Dämpfer einfahren, sollte man denken, da die Türkei eventuell nicht reagieren wird. Doch wer die Damen und Herren im südzyprischen Parlament kennt, oder zu denken glaubt, sie zu kennen, wird wissen, dass dem ziemlich sicher so nicht sein wird. Warum? Weil wohl die meisten Abgeordneten darüber sich einig sein dürften unweit der Mauer in Nikosia, wo das „Haus der Repräsentanten des Volkes“ angesiedelt ist nahe des wieder Instand gesetzten Stadttheaters: Hauptsache, der böse, zu große türkische Nachbar wurde zumindest mal wieder auf der einen Seite der Insel derart angegnurrt, dass die auf der anderen Seite einigermaßen vernehmlich davon etwas mitbekommen – darüber hinaus könnte die entstehende Entfernung das Gegnurre in so etwas wie ein Wimmern, eventuell, verzerren oder entfremden!
Die südzyprischen Edek und Diko-Parteien behaupten, diese tolle Idee nach Den Haag zu gehen, als erste ausgegeben zu haben. Welch bravuröse Leistung! Und, eigentlich wollte man diese Angelegenheit ja nicht in die Öffentlichkeit tragen. Aber was tut Mensch nicht alles, um sich Pluspunkte einzufahren, vermeintliche Pluspunkte, sagen wir hier dazu. Letzteres, da nicht nur aus unserer Sicht die Türkei im Laufe der Zeit durchaus gute Aussichten hat, zu ihrem ‚Recht‘ im südöstlichen Mittelmeer zu kommen, weil die territorialen Ansprüche Südzyperns nun mal angreifbar erscheinen. Doch, wie ja in anderen Bereichen oder an anderen Orten ersichtlich wird, kann bei solchen und ähnlich gelagerten Dingen nie gesagt werden, welches Urteil gerade herauskommt. Ergebnisse sind das, die besorgniserregender Weise zu oft von dem, was allgemein als gerecht empfunden wird, abweichen: siehe Palästina, siehe-siehe!

Welch Segen, eben Gesagtem entgegnend: Noch scheint der Außenminister Christodoulidis ’seinen‘ Süd-Zyprern beliebtester Minister im Kabinett zu Nikosia zu sein. Wo man sich allerdings schon fragen muss, wieso eigentlich? Denn in gewisser Weise erinnert Herr Christodoulidis einen frappant an den deutschen Außenminister Maaß: ähnlich unscheinbar, ähnlich wirkungslos, weil unbestimmt in dem, was er sagt und so weiter: glatt und glitschig wie ein diplomierter Aal. Was Christodoulidis angeht, hat eine Meinungsumfrage allerdings das Gegenteil von eben Gesagtem festgestellt!

Ja, das weiter oben Dargelegte klingt schon fast wie eine Kriegserklärung, also, was die Franzosen da getan haben sollen als Ausbilder von Kurden in Syrien, die Erdoğan ja als kurdische Terroristen bezeichnet, andere allerdings als Freiheitskämpfer, und zwar dann klingt das so, wenn wir bereit wären, der vermeintlichen Wichtigkeit Rechnung zu tragen, die die genannte Meldung eigentlich in Ankara verursachen müsste. Wir müssen vorerst wohl noch etwas abwarten, um zu sehen, ob es sich dabei um eine Ente handelt oder ob dieses Zeug doch dafür taugt, damit politisch in irgendeine Richtung zielend, sagen wir, Profit schlagen zu können.
Ja, alle scheinen in dieser Welt inzwischen am Profitieren bei irgendwas, irgendwo interessiert zu sein, so, dass sie sich dabei sogar mit Gegnern verbünden hie und da, wir erinnern: die USA, die islamistische Extremisten unterstützt haben sollen; oder Deutsche, die einst Giftgas im Irak an Saddam Hussein & Co. vertickten, um Iraner zu töten und sich dann darüber freuten in Bagdad in einem 5-Sterne Hotel den Event abfeiernd, wie ein ehemaliger Journalist der Frankfurter Zeitung noch heute reumütig zu berichten weiß etc. – und so etwas, bitte sehr, nur wenige Jahrzehnte nach Auschwitz!
Eine mildere Auflage des eben genannten ‚lustigen‘ Verquer-Spiels ist in diesen Tagen offenbar, dass jene in den USA, die D. Trump aus dem Amt fegen wollen, dies deswegen so vehemment versuchen, da ihnen Trump ansonsten nachweisen könnte, dass sie selbst an Verfehlungen nicht gerade gespart haben (weil Herr Biden und Sohn in der Ukraine sich unrechtmäßig bereicherten usw.).

Ach, bleiben wir doch noch etwas bei unseren zyprischen Freunden.
Die Politis vom 07. Dezember 19 lässt wissen:
„Die Verfassungsänderung erreichte gestern lediglich marginal ihr Ziel …. Herr Anastasiadis würde zwar gern, obgleich, er sagt aber, es ginge nicht an, Anspruch auf eine dritte Amtszeit zu erheben, das könne nicht sein. [Wir haben also Grund uns zu freuen!?] Insbesondere im Plenum vom 06. Dezember 2019 wurde nämlich ein Gesetz verabschiedet, welches den Rahmen der Maßnahmen setzt, welche die Regierung zur Stärkung politischer Rechenschaftspflicht ergreift, und die nicht erlaubten, einen Kandidaten zur Wahl des Präsidenten der Republik aufzustellen, der bereits 2 Mal in Folge dieses Amt innehatte. Eine angestrebte Relativierung der angesprochenen gesetzlichen Änderung seitens der AKEL wurde abgelehnt im Parlament. Die kommunistische Partei, also die AKEL, würde es nämlich gern gesehen haben, dass die beiden aufeinanderfolgenden Amtszeiten eines Präsidenten zu einer Amtszeit zusammengezogen bewertet werden.“
Herr Anastasiadis, schreibt die zyprische Ausgabe der Fileleftheros, habe bemerkt, dass er, der Präsident höchstselbst, solch ein Verfahren schon vor seiner erstmaligen Wahl zum Präsidenten der Republik einst angesprochen habe – keine dritte Amtszeit.

Ansonsten ist des Weiteren zu erfahren, dass im diesjährigen November im Vergleich zum November des Jahres 2018 erfreulicher Weise ungefähr um die Hälfte weniger Krankschreibungen im Süden Zyperns verzeichnet wurden.
Und da wir schon bei positiver News sind:
„Zum Erhalt der Biodiversität Zyperns und zur Erstellung des Rahmens eines Aktionsplanes für die geschützten Gebiete des Netzwerks „Natura 2000“ wird erwartet, dass 17 Millionen Euro für dieses europäische Projekt bereitgestellt werden, die unser Umweltamt für die Republik Zypern ‚gewonnen‘ hat, und zwar in Kooperation mit 14 Trägern. Gemäß des Landwirtschaftsministeriums geht’s um das Projekt namens „LIFE IP Physis“, gemanaged von der Natura 2000 in Zypern, welches eine lebensfähige Zukunft ermöglichen soll. Es gilt als das ehrgeizigste Projekt, dass die genannten Gelder erhält. Das Programm LIFE ist bereits seit 27 Jahren existent. Insgesamt 15 Träger (öffentliche und private) widmen sich allein dem Ziel, das Netzwerk der Natura 2000 fertigzustellen und eine lebensfähige Zukunft zu kreieren (Politis 07.12.19).“
Man kann Letzteres allerdings auch etwas weniger positiv beleuchten.
Der Vorwurf lautet nämlich, dass Zypern vor allem auf dem Papier 63 geschützte Gebiete als Zierde auswies und entsprechend zwecks Imagepflege lediglich benutzt. Dass aber effektiv fiel weniger Gebiete als wirklich geschützt auszuweisen wären im Natura 2000 Netzwerk. Von herrschender Schizophrenie der Regierung in Nikosia-Süd soll gar die Rede hie und da sein. Weil die als zu schützen ausgewiesenen Gebiete ‚dürfen‘ leider zu oft dem sogenannten „öffentlichen Interesse“ weichen.
Brüssel ist darüber nicht amused. Weil die Regierung hebelt derart eigene, bestehende Gesetze ‚lustig‘ vor sich hinbauend aus. Und dieser Zustand hält an. Wenig hat sich seit dem Beitritt zur EU diesbezüglich geändert. Nikosia ist scheinbar unverbesserlich in Sachen Umweltschutz. Da wird einfach in zu als schützend ausgewiesene Gebiete hineingebaut, immer wieder, ohne irgendwelche statistische Erhebungen im Vorfeld getätigt zu haben. Und das nervt!
Allerdings kann hier auch niemand nachvollziehen, warum Zypern dafür noch immer nicht abgebüst wurde seitens Brüssels, und zwar mit einer saftigen Geldstrafe, noch besser, mit Androhung eines Ausschlusses von Fördergeldern der EU, weil Geld ist die Sprache, die man in Nikosia-Süd besonders gut versteht.
Apropos: Natura 2000 ist ein Netzwerk für halb-natürliche Gegenden in der EU, die es zu schützen gilt. Das „halb“ weist uns bereits darauf hin, dass in solchen Gebieten durchaus gebaut werden kann, aber eben bestens kontrolliert und gut geplant – möglichst im ‚Verbund‘ mit den biologischen Erforderlichkeiten vor Ort. Manche Schlaumeier in Nikosia-Süd benutzen das Label „im öffentlichen Interesse“ offenbar, um mehrer Millionen schwere Projekte in geschützten Gebieten anzubringen, wie es gerade vor Pafos geschieht, das ist in Richtung Akamas, im Ezousa Tal.
Die Damen und Herren im Parlament, nichts anderes war zu erwarten, haben das fatale Projekt in der Akamas durchgewunken. Hurra, die Flora und Fauna vor Ort freut sich jetzt schon riesig darüber – und jene, die dort, ausgerechnet, reich werden wollen als Investoren ebenso!
Dass der Lebensraum für Vögel als offenbar nicht von Wichtigkeit angesehen wird auf Zypern, und dies vor allem von größten Teilen der Regierenden, lässt einen geradezu unweigerlich darauf schließen, dass DIE, die über solche Investitionen befinden, offenbar noch immer an der zyprischen, traditionellen Leibspeise, Singvögel, sich ‚verköstigen‘ könnten. Kurz: Singvögelverspeisern scheint das geltende Gesetz zum Schutz dieser trillernden und fliegenden Tiere, sowie anderer Tiere, offenbar scheißegal zu sein! Denn der beschriebene Wahnsinn spielt sich nicht nur in und/oder unmittelbar vor der Akamas gelegen ab. Leider. Noch andere von der Natura 2000 als schützenswert ausgewiesene Gegenden werden auf Zypern einfach wegbetoniert, sagen wir, sie sind hoch gefährdet, schon demnächst von dieser zukünftigen Realität eingeholt worden zu sein – siehe zum Beispiel auch die Gegend um den See bei Oroklini, die selbem Schicksal entgegensieht.


Außerdem, mag noch gesagt werden, schrecken Geldstrafen die Herren und Damen im Parlament in Nikosia-Süd wahrscheinlich gar nicht genügend ab, da sie ja nicht mit ihrem eigenen Kapital für angerichteten Schaden einstehen, eigentlich, aus ihrer Sicht, eventuell, nur gewinnen können. Das Einstehen dafür, das tut nämlich, wie auch in Deutschland beispielsweise, der Steuerzahler. Etwas anders als in Deutschland, finden nicht nur wir hier, scheint den Herrschaften im Parlament der Steuerzahler vor allem von Wichtigkeit zu sein, wenn Wahlen bevorstehen.
Da fragt man sich also, was denn nun eigentlich die neue Umweltministerin Südzyperns, Frau Klelia Vasiliou, zu all dem sagt? Vorerst nichts, wie zu hören war im Radio! Kaum im Amt, schon abgetaucht. Die Dame fängt ihren Dienst oder ihr Amt sozusagen ‚klassisch‘ an, vorerst!?

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Kurden, Erdogan und Zypern

oder:

Erdogan verstehen!?

Heute Morgen ist über dem Meer bei Mari hier auf Zypern nicht die Sonne, sondern zuerst ein Wolkenmeer beherrschend am Himmel zu sehen gewesen. Nach Monaten mal wieder zum ersten Mal. Jetzt, nach dem das Frühstück gegessen und die Katzen gefüttert sind, holt sich die Sonne allerdings, was ihr gebührt – die Weite des Himmels, doch nur ganz unüblich für ein-zwei Stunden. Es donnert und blitzt gerade!

Man sollte gar nicht glauben, dass keine Flugstunde von hier weggelegen, der Himmel von weitaus bedrohlicheren Dingen als ein paar Wölkchen, die den Herbst verkünden, bevölkert wird. Eigentlich fängt das Ding mit der Bedrohung, wie zu lesen ist in zyprischen Tageszeitungen seit einigen Monaten, unmittelbar vor Limassol im Meer bereits an. Die Rede ist allerdings nicht davon, dass Zypern das EU-Land mit der höchsten Auslandsverschuldung ist. Sondern: Bekanntlich erkunden die Türken in der angeblichen Zone der Republik Zypern vor Limassol, ob aus dem Meeresboden noch schnell ein paar Reichtümer zu zerren sind. Solche, die man für allfällige Kriegseinsätze gebrauchen könnte, versteht sich, haben eine gewisse Priorität oder erhöhtes Interesse.

Und genau dieser Punkt ist derjenige, den die Südzyprer Jahre lang zu sehr außer Acht gelassen haben – sagen wir aus Überheblichkeit, vorrangig. Sie wollten nämlich nicht wahrhaben, dass ihr unangenehmer Nachbar wahr macht, von was er da so redete: ein Player in der Region südöstliches Mittelmeer zu werden oder zu sein. Der ist er nun, vorerst jedenfalls. Und dass dem so ist, unterstreichen Erdogan & Co. deftig, damit es auch niemand einfalle, diese Tatsache weiterhin in Abrede zu stellen.

Die Republik Zypern hat sich also verzockt. Denn die Türken werden wohl schon demnächst auch dazu übergehen, das Gas oder Erdöl usw. zu fördern, welches sich die Zyprer zugeteilt hatten, indem sie das Meer vor ihnen gelegen mal kurz aufteilten nach Gusto und wie sie glaubten, es tun zu können, ohne Backing der Türkei. Warum sollte das derzeit wie entfesselt agierende Ankara bei derzeit solch günstiger weltpolitischer Konstellation nicht – gerade nochmals – va banque spielen?

Als jemand, der Jahre in der Türkei verbrachte und Türkisch liest und spricht, mag in diesem eben genannten Zusammenhang ganz unwissenschaftlich darauf verwiesen werden, dass Türken im Allgemeinen eine Neigung zum Spielen haben. Dass wie im Spiel auch in der Politik ein gewisses Risiko zu fahren ist, um zu überleben, um besser zu existieren, diese Einsicht scheint allgemein usos zu sein unter Türken: wer nichts riskiert, der nichts gewinnt! Da passt es außerdem ganz gut, dass in der Türkei en gros sich Männlein und Weiblein in dieser Ansicht einig sind.

Erdogan hat länger geplant und vorbereitet im Politischen und wird nun, da das Schicksal ihn gerade 4 Asse haben lässt, nicht noch in Abwägen und parlamentarische Debatten womöglich schalten, sondern, wie wir sehen, tat er, was von einem Führer der, sagen wir es doch, traditionellen Schule verlangt und erwartet wird: Schicksale und Historie bestimmen!

Hier war niemand überrascht, dass die Kurden mal wieder Eins übergezogen bekommen. Wir haben diese Entwicklung schon gefühlt ein-zwei Jahr vorher kommen gesehen und in einem oder mehreren Artikeln erwähnt. Die in sich verstrittenen Kurden machen es jenen, die von außen kommend in guter Absicht sich ihnen anschließen wollen, offenbar immer noch schwer. Gemeint sind vor allem jene Kurden, die in Europa leben und organisiert sich oft, wahrscheinlich zu oft, unter sich die Hölle heiß machen, wie man sagt. Die Kurden allgemein haben es zweifellos noch immer nicht kapiert, dass man sich international Freunde schaffen muss, Partner! Keine Stammtischrevoluzer gilt es zu aktivieren, sondern mit Menschen zu kooperieren, die dann, wenn es so weit sein sollte, für sie einstehen, und nicht nur Verlautbarungen von sich geben! Bestes Beispiel ist jene Regierung für eben Gesagtes, die nachweislich seit ihrer Gründung anscheinend lediglich 24 Jahre ohne einen Krieg zu führen existiert in über 200 Jahren Existenz, also solche Politiken umsetzt – die USA. Mit solch einem Partner ist man einerseits gut bestückt, ja, das stimmt, andererseits darf man sich dann aber nicht wundern als Volk, welches noch nicht mal einen Nationalstaat zugesprochen bekommen hat und in den USA keine Lobby-Maschine aufgebaut hat, wenn man – irgendwann – beiläufig wie eine heiße Kartoffel gefallen lassen wird.

Es bedürfte anstatt schon seit Längerem, wir wiederholen uns hier eigentlich, dass diese eingeigelten Kurden ‚Fremde‘ endlich in ihre Reihen aufnehmen, und noch wichtiger, und zwar so, dass denselben auch die Möglichkeit gegeben ist, wirksam Einfluss auf Entscheide nehmen zu können mittles ihrer (externen) Expertise usw. Mal abgesehen davon, dass sich Kurden eh erst einmal untereinander Grün sein müssten, wie man sagt.

Beides ist eben nicht der Fall.

Man muss nur Medya TV irgendwo aus Belgien ausgestrahlt sehen und hören, und dann weiß oder ahnt man, dass Erdogan, irgendwo und irgendwie, womöglich einen Punkt anrührt, der nicht so ohne Weiteres übersehen werden kann in seinen Verlautbarungen.

Kurden sind keine Terroristen, natürlich.

Doch viele Kurden haben sich in ein derartiges Verhaltenskonstrukt, wollen wir es mal nennen, pressen lassen oder ergeben, sodass unumwunden gesagt werden kann: Ja, es gibt auffallend viele Leute unter Kurden mit tendenziell terroristisch einzustufendem Gedankengut etc. Jetzt könnte argumentiert werden: Aber das alles hat ja auch einen Grund. Stimmt. Den hat es. Nur darf dieser Grund Teile eines Volkes, welches, wie bereits gesagt, untereinander verstritten ist und räumlich eh bereits geteilt irgendwie sich zusammengehörig denkt oder fühlt, nicht zu der Annahme verleiten, nun aktiv terroristisch agieren zu können, und den Rest mit seinen Taten ins Unheil mit hinabzuziehen. Ja, Letzteres, der terroristische Weg ist gemeint, ist nämlich auch, den leichteren Weg zu gehen, den der groben Gewalt, eben des Terrors. Anstatt gelte, dass genau diese Teile der kurdischen Existenz vernehmlicher kooperierten, und zwar untereinander und dann in und mit den Staaten, in denen gelebt wird.

Im Prinzip ist unter Kurden allgemein das entstanden, welches die meisten Kurden zermürbt, spaltet und auch extrem werden lässt – scheinbar selbstverständliche Selbstbestimmtheit anderer oder eine eher unappettitliche Variante des Chauvinismus‘, die auf Schritt und Tritt begegnet – den Kurden aber nicht gewährt wird, weil sie offenbar von Anfang an, sozusagen, nicht verstanden haben, dass solch ein Auftreten EINHEIT braucht.

Als Volk ohne einen Staat gehört zur Analyse dieses staatenlosen Zustands halt nicht nur: Wie komme ich zu einem Nationalstaat? Sondern auch: Wieso haben wir eigentlich keinen Nationalstaat? Könnten wir womöglich wirklich in der Geschichte Fehler begangen haben? Müssen wir wirklich einen eigenen Staat haben? Haben wir nicht vielleicht doch genügend Möglichkeiten, in einem der uns ‚besetzenden‘ 4 Staaten unser Leben zu leben? Und was, bitte sehr, ist unsere Identität, wenn nicht auch der Umstand, dass wir von je her staatenlos als Kurden in Staaten leben?

Wo also ist das Problem nach über 100 und mehr Jahren Kampf, den eh nur eine Minderheit der Kurden kämpft. Die meisten Kurden sind integriert, irgendwo. Die meisten haben vom Sonderstatus „Kurde“ die Nase gestrichen voll. Und das Beispiel Israel, welches es schaffte, aus der Asche aufzuerstehen, ist für Kurden, behaupte ich hier, keine gute Leitlinie.

Ja, die Kurden hätten ein Recht auf einen eigenen Staat, wenn man es theoretisch betrachtet. Doch darf ganz stark bezweifelt werden, dass sie im Stande sind, ohne sich darin selbst zu zerfleischen, diesen so zu führen, dass, sagen wir es mal so, die üblichen Standards eingehalten werden – angefangen bei der Umwelt und ihrem Schutz, zu dem der Menschenrechte und, nicht vergessen, der Demokratie. Zwar soll es in dem angeblich selbstverwalteten Teil namens „Rojava“ so etwas wie Frauenrechte geben. Wir zweifeln aber daran, dass es wirklich selbstverwaltet war oder ist und auch, dass diese Frauenrechte in Rede von Bestand wären, würde schon morgen ein „Kurdistan“ (Teile der Türkei, Irans, Iraks, Syriens und Armeniens) existent sein dürfen. Kurdische Frauen würden wahrscheinlich schneller als der IS gucken kann, in den jeweiligen für Frauen traditionell gedachten Bereichen und Aufgaben verschwinden – ganz progressiv, sozusagen. Und jede Jean d’Arc oder Aktivistin der „me too“ a la Kurdistan würde sich eventuell wundern, wo denn nun ihre davor propagandistisch ausgeschlachteten Rechte abgeblieben sind. Hier täuschen wir uns gern mit unserer Einschätzung, aber … .

Ja, und das ist also vielleicht der Knackpunkt! Das lässt nämlich fragen, ob Erdogan nicht vielleicht doch einen Punkt hat, wenn er sagt: aber ich will keine Terroristen andauernd an meiner Grenze haben. Des Weiteren dürfte Erdogan argumentieren: Weil diese Leute unseren Kurden nicht nur das Leben erschweren, nein, sie wiegeln sie auch noch auf gegen uns, letztlich gegen sich selbst, indem tausende Situationen erschaffen werden, wo unser Staat, die Republik Türkei, einfach gewaltsam einrücken muss, um Frieden und erreichten Wohlstand zu sichern, nur um dann ein mal mehr als der BÖSE ausgemacht zu werden. Wir könnten den Osten der Türkei nämlich schon längst zu einem lukrativen Ort gewandelt haben, nur, diese Kurdistan-Steinzeitler sind uns dabei im Weg! Weil sie auf ihren Kurdenstaat pochen.

Was soll das!

Ihr seid Menschen, reicht doch, Türken mit kurdischer Herkunft. Und wie gesagt: man kann seine Identität sehr wohl leben in der Türkei, solange man nicht um sich schießt, nur weil man glaubt oder befürchtet, nicht genug vom Kuchen abzubekommen.

Und ja, da ist etwas dran an der Benachteiligung, die es durchaus auch gibt, aber nicht nur. Doch wenn der bewaffnete Konflikt mit der PKK nie ausgebrochen wäre Mitte der 1980er Jahre, hätten wir im Jahr 2019 schon längst den Zustand erreicht, wo es jedermann piep egal wäre in unserer schönen Türkei, ob du Laze, Tscherkese, Deutscher oder eben Kurde als Türke bist – Grieche, weil es uns wirklich gut ginge ökonomisch. Warum kapiert das keiner von denen! In den USA wurden in der Geschichte schließlich auch ähnliche Kompromisse eingegangen. Wenn man sich umguckt, war das eigentlich überall von Nöten.

Warum, also, sollte die Republik Türkei sich endlos mit diesem Thema herumschlagen? Ja, die Invasion in Nordsyrien ist vor allem in diesem Zusammenhang zu sehen. Außerdem gibt es dort auch bestimmt Bodenschätze, die sich anzueignen kein allzu großer Fehler sein kann, vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Gebiet im Grunde eh einst Teil der osmanischen Masse war, also zu uns gehörte, erschlossen werden muss. So ähnlich klingt Genosse Erdogan durchaus auch, zuweilen!

Die Kurden haben gewiss Recht, wenn sie die humanitäre Verletzungen anprangern, die seitens der Türkei und ihrer Unterstützer begangen werden. Aber sie hätten es wissen müssen!!! Sie hätten auf Grund ihrer historischen Erfahrungen wissen müssen, dass auch die USA sie irgendwann hängen lassen wird, und dass man gegen Teile der Kurden, die diesen Kampf seit Jahrzehnten führen, sich als träge Masse ENDLICH hörbarer zu erheben hat!

Und jetzt ist es eben 2019 passiert – mal wieder -, dass sie in der Falle hängen und sich auch noch mit ihrem weiteren Schlächter, Assad, freundlich stellen müssen. Geht es noch peinlicher? Da hätte ich mir mal vorher Gedanken gemacht, und zwar derart, dass mir ein Zusammengehen mit der Türkei vielleicht doch lieber gewesen wäre. Immerhin hat die Türkei einen gewissen Bonus – am Rande eines demokratischen Gemeinwesen stehend, Beitrittskandidat zur EU etc. Syrien dagegen hat nur eines zu bieten: Willkür und Diktatur.

Um dem Spuk ein Ende zu machen, und vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Welt, ist den Kurden einfach zu raten, auf ihr „Kurdistan“ endlich zu verzichten, und sich ENDLICH dort, wo sie leben, noch dienlicher einzubringen – auf ihre Rechte als dortige Mitbürger pochend usw. Aber dazu haben sie, zumindest, was die Kurden in der Türkei angeht, mit der Mehrheitsbevölkerung zusammen eventuell bereits zu viel Porzellan zerschlagen.

Kurden dürfen Einflüsterungen des Westens und Israels nicht länger Gehör schenken, denn am Schluss sind sie die Gearschten!!! Streckt die Waffen!!!!

Den Zyprern ist in diesem Zusammenhang zu raten: Schließt euch schnellstmöglich Israel an! Alle anderen Optionen scheinen vorerst einem Bewahren des südzyprischen Lebensstandards, des relativen Friedens, der herrscht, entgegen zu stehen!

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treli, meschnun, deli

Wahnsinn

Hallo, wie geht es Ihnen?

Gewiss haben Sie bereits davon gehört, dass Netanjahu bombend um sich beißt. Im Libanon lässt er immer noch geheime Interventionen durchführen. Nur dieses Mal hat sich der Führer der Schiiten Libanons in Europa und der Welt hörbarer zu Wort gemeldet. Es wird geschrieben, er habe gedroht, also müsse Israel daher sich wehren gehen. Man könnte aber auch schreiben, dass der Schiite sich wehrt und Israel mit seinen Aggressionen aufhören muss – seine Pläne, Israel zu erweitern vom Territorium her.

All das hält Israels Armee offenbar nicht ab, gleichzeitig hie und da auch noch ein paar Bomben irgendwo im Irak loszuwerden, das ist Tod bringend fallen zu lassen, als wollten es, wird geschrieben, den Iranern zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man den politischen und religiösen Gegner unmittelbar an ’seiner‘ Landesgrenze sich aufbauen sieht.

Bekanntlich haben die Iraner Militär in Syrien und dies möglichst nahe zu Palästina. Und bekanntlich hat sich Israel inzwischen auch, doch nicht nur, den syrischen Golan scheinbar so angeeignet, dass eine Rückgabe an Syrien nicht mehr zur Debatte stehen soll seitens Tel Aviv. Zumindest hört sich Netanjahu entsprechend an, wenn er dort in der Gegend unterwegs begleitet von schwerbewaffneten Militärs an Mikrofone tritt.

Menschenleben, die keine Israelis oder Westler sind? Offenbar Nebensache!

In Syrien tobt so ungefähr derselbe Wahnsinn wie in Palästina oder neuerdings wieder im Libanon, und wir gucken hier in Lahr oder Berlin etc. sitzend zu. Man fragt sich jetzt bereits, wie bei so viel Kriegslust, die seitens der USA und ihren Verbündeten besteht, jemand ernsthaft daran glauben kann, dass im nächsten Jahr die WM in Qatar durchgezogen werden kann – denn im Jemen sterben bekanntlich immer noch Menschen, weil unter anderen die Saudis und die Emiratis ihr ‚heilbringendes Werk‘ dort verrichten. Der Iran hat sich scheinbar auch tiefer in diese dumme, kriegerische Sache im Jemen ziehen lassen – und somit auch Russland. Letztere bekanntlich vor allem in Syrien.

Den Iran darf man also mit Kritik an dem zuvor bezeichnenden Wahnsinn auch nicht mehr aussparen – so auch die Türkei, die ihr Engagement bis nach Libyen und dem Sudan, Qatar etc. ausgeweitet hat – Aserbaidschan sowieso, Türkmenistan, ja, China gar – obgleich China ja äußerst unfreundlich, wollen wir es mal milde ausdrücken, mit seinen Türkvölkern im Westen des Landes umgeht derzeit.

Und was Syrien betrifft, kann man Dinge, wie die Folgenden beispielsweise lesen, während wir hier in Germany darüber diskutieren, ob dieser oder jener Fußgängerbereich nicht doch mit Pollern versehen gehört zwecks Schutz der Fußgänger, ob der Europa Park in der Gemeinde Rust und dessen Neuanbau „Rulantica“ (Wasser-‚Fun‘-Anlage) nun Segen oder Schrecken für die Bevölkerung von Rust und deren Wasserversorgung wird oder ist etc. Ob unsere Kinderlein denn dieses Jahr ENDLICH bundesweit ihren Computer im Unterricht haben werden können, damit sie entsprechend getrimmt den angeblichen Erfordernissen der Zeit sich entsprechend stellen können. Wir sollten das eben benutzte Wort „Zeit“ gleich besser mit ‚industriellen Bedarfen‘ auswechseln. Finden Sie nicht?

Also:

Die syrischen Rebellengruppen sollen erstmals seit Wochen wieder eine Gegenoffensive gegen das Assad-Regime im Südosten der Provinz Idlib gestartet und bisher drei Dörfer von den Regimekräften zurückerobert haben. Die allgemeine Lage ist jedoch laut Syrien-Expertin Elizabeth Tsurkov weiterhin stark zugunsten des Regimes und Russlands zu sehen.

 

Lokalen Bewohnern zufolge wurden in der Nacht zum Dienstag mehrere Luftangriffe auf Stellungen der vom Iran unterstützten schiitischen Milizen nahe Albu Kamal westlich des Eufrats durchgeführt. Der Nahostexperte Charles Lister vermutet Israel dahinter.

Al-Jazeera Journalistin Zeina Khodr twitterte am Montag, dass Russland Militärpolizei im Umkreis des türkischen Beobachtungsposten in Morek/Provinz Hama verlegt habe. Der Beobachtungsposten werde gegenwärtig von Regimetruppen umzingelt. Khodr vermutet, dass Russland kurz vor dem Zusammentreffen zwischen Erdogan und Putin Spannungen abbauen wolle.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sollen am Montag bei Luftangriffen des Regimes auf Idlib sechs Zivilisten getötet worden sein, darunter eine Frau und ein Kind im Dorf Baskala im Süden der Provinz Idlib.

Präsident Erdogan sagte am Montag in der Provinz Mus/Türkei laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, dass die Türkei zu einem baldigen Einsatz von Bodentruppen im Norden Syriens bereit sei. „Wir gehen davon aus, dass unsere Bodentruppen bald in die Region eindringen werden.“ Zwar hätten diplomatische Mittel Priorität. Aber sein Land sei auch zum Handeln bereit, sollte es sich dazu gezwungen sehen.

Der syrische Oppositionelle Asaad Hanna twitterte, dass seit Oktober 2018 mehr als eine Million Inlandsvertriebene nach Nordsyrien geströmt seien.

Den Weißhelmen zufolge seien Anfang August, seit dem Zusammenbruch des 4-tägigen Waffenstillstands, 130 Zivilisten bei russischen Bombardierungen in der Provinz Idlib getötet worden, schreibt Zeina Khodr.

Die politische Beraterin von Syriens Machthaber Bashar al-Assad, Boutheina Shabaan, soll überraschend in der kürzlich vom Regime zurückeroberten Stadt Khan Sheikhoun in der Provinz Idlib aufgetaucht sein und zu den Soldaten des Regimes gesagt haben, dass man für sie bete. [Nach dem Motto: Wie halte ich mir meine uniformierten und schulisch schlecht ausgebildeten Kampf-Sklaven treu].

Nordosten

Am Montag seien bei einem Autobombenanschlag in der Palästina-Straße im Zentrum der Stadt Tabaqa westlich von Raqqa ein Zivilist getötet und weitere, darunter eine Frau, verletzt worden, schreibt die Zeitung Zaman al-Wasl.

Die YPG-geführten SDF-Kräfte sollen Oppositionsquellen zufolge in der Ortschaft Maaizileh in der Provinz Deir Ezzor zwei Mitglieder der Hisbollah verhaftet haben. [Das müsste Erdogan eigentlich gefallen. Er wird demnächst aber dennoch, vorsichtshalber, auf die YPG verstärkter Jagd im Norden Syriens machen, in der sogenannten Sicherheitszone und gewiss, darf angenommen werden, auch darüber hinaus: siehe regelmäßige Attacken Ankaras in Teilen irakisch Kurdistans. Das vorher Gesagte hat Erdogan bereits mehrfach in Aussicht gestellt und offenbar auch mit Trump, der die YPG-ler fallen lassen wird voraussichtlich wie eine heiße Kartoffel, abgesprochen. Man wird sich überraschen lassen dürfen].

Regimegebiete

Der syrische Aktivist S. Rifai twitterte unter Berufung auf zuverlässige Quellen, dass es zu einem Bruch zwischen Syriens Machthaber Bashar al-Assad und seinem einflussreichen Cousin dem Geschäftsmann Rami Makhlouf gekommen sei. Assad habe am Sonntag bekanntgegeben, dass der Mobilfunkanbieter Syriatel nicht mehr in Besitz von Rami Makhlouf sei. Makhlouf soll als Eigentümer von Syriatel monatlich 20 Millionen Dollar verdient haben.

Das Assad-Regime soll laut des syrischen Aktivisten S. Rifai in den vergangenen zwei Wochen mehrere Maßnahmen gegen Rami Makhlouf ergriffen haben. Die Gier Makhloufs habe Assad verärgert. Zudem habe sich Assad ausgeschlossen gefühlt, weil er am Profit nicht beteiligt gewesen sei. Rami Makhlouf soll außerdem dem Iran sehr nahestehen und mehrere „Mega-Deals“ mit Iran abgeschlossen haben. Die Vereinbarung, die mit Iran zur Kontrolle über dem Latakia Hafen abgeschlossen wurde, sei bereits für ungültig erklärt worden. Zudem sei die „Al Bustan“ [Garten] Wohltätigkeitsorganisation von Rami Makhlouf geschlossen worden. „Al-Bustan“ war als Hilfsorganisation getarnt, soll jedoch tatsächlich iranische Milizen finanziert haben. Auch die Vereinten Nationen sollen die Organisation von Rami Makhlouf mit Geldern unterstützt haben.

Der regimenahe Aktivist EHSANI2 twitterte, dass die Büros von Rami Makhlouf in der Freihandelszone von der Kommission zur Bekämpfung der Geldwäsche gestürmt worden seien. Das Ausmaß der Ermittlungen habe Latakia erschrocken. Ermittlungen seien auch gegen den Geschäftsmann Hamsho in Zusammenhang mit Ausschreibungen des Erziehungsministeriums eingeleitet worden. Das Regime habe Ermittlungen gegen 29 wichtige Geschäftsmänner eingeleitet, darunter Dureid Assad, Jaber und Hamsho.

Der Nahostexperte Charles Lister twitterte unter Berufung auf loyale Kräfte des Assad-Regimes, dass das „korrupte“ Regime in den vergangenen zwei bis drei Wochen ein Korruptionsnetzwerk der Makhlouf Familie aufgedeckt habe. Das Regime, so schrieb Lister sarkastisch, arbeite nun sehr hart, um die Korruption auszurotten und Syrien ‚Gutes‘ zu tun.

Regional/International

Der einflussreiche irakisch-schiitische Geistliche Muktada al-Sadr soll nach den israelischen Angriffen auf Iran-treue Milizen im Irak die irakischen Milizen in Syrien zum sofortigen Abzug aufgefordert haben.

Das Mitglied des politischen Komitees der Nationalen Syrischen Koalition, Ahmad Ramadan, twitterte, dass unbedingt verhindert werden müsse, dass der iranische Öltanker „Adrian Darya1“ das Assad-Regime erreicht. Im Tanker befinden sich 2,1 Millionen Barrel Öl, welche die Tötungsmaschine des Regimes für weitere sechs Monate finanzieren würden, schreibt Ahmad Ramadan aus Syrien.

 

Ja, das, was mir da in die Hände geraten ist, und dessen Quelle nicht genannt werden mag, mag sich vielleicht harmlos lesen oder anhören. Ist es aber nicht. Syrien ist so etwas wie die Hölle geworden; und Zypern ist gar nicht so weit davon gelegen. Immer mehr Flüchtlinge erreichen die Insel, den ‚goldenen‘ Süden derselben. Die Türkei und die Republik Türkisch-Zypern scheinen zu dem naheliegenden Beschluss gekommen zu sein, die Last der Fluchtsuchenden nicht weiter ohne die Teilhabe der Republik Zypern im Süden der Insel auf sich nehmen zu wollen. Und warum sollten sich die Türkei und ihre ‚beschützten‘ Türkischzyprer solch ein Druckmittel auch weiterhin entgehen lassen. Folglich erhöht sich die Zahl der Flüchtenden. Nikosia-Süd macht bereits auf Alarm. Versteht sich, dass man Gelder aus Brüssel will. Dass man aus der Not anderer Profit schlagen will, vor allem in Sachen Zypernfrage. Zum einen hat die Türkei und ihre zyprischen Verbündeten eh Zoff mit Süd-Nikosia wegen den Bohrungen nach Erdgas und Erdöl vor Zypern, die Ankara bewaffnet durchführen lässt. Und zum anderen zeichnet sich ja eh schon wieder ab, dass die Verhandlungen in Sachen Wiedervereinigung der beiden zyprischen Teile der Insel bereits dazu verdammt sind, wieder einmal den Bach hinunter zu gehen, wie man sagt. Wir täuschen uns in diesem Punkt gerne, was aber leider nicht der Fall sein wird. Man wird sehen!

 

Über den innenpolitischen Wahnsinn, der sich auf Zypern selbst derzeit abspielt, wird in den nächsten Artikeln berichtet, die nun wieder regelmäßiger folgen werden. Wie soll man es sagen: Gelegentlich braucht man eine Art Auszeit von dem auf Zypern veranstalteten Polittheater. Auch wenn man die Ereignisse irgendwie noch verfolgt, will man sich manches Mal einfach nicht hinsetzen und diesen Wahnsinn nun auch noch zu Papier bringen – schon wieder. Und über diesen Berg, hoffe ich, hat das Schreiben und viel Schwimmen durchaus geholfen – ein etwas längerer Aufenthalt in der Schweiz und Deutschland.

Das Press und Information Büro in Nikosia, habe ich heute erst erkannt, wie peinlich, hat schon mal aufgehört, mir täglich die Presseberichte zuzusenden, wie es über Jahre der Fall war. Das wird wahrscheinlich eine meiner ersten Taten zurück auf der Insel sein, demnächst, nämlich, dort hinzugehen und diesen Leuten, die man ja über Email nicht erreichen kann, irgendwie, erneut zu bitten, mir die Presseberichte, wie gehabt, wieder automatisch zukommen zu lassen.

Kann gut sein, dass sich in der PIO etwas in deren Verfahrensweisen geändert hat, die sich irgendwie andauernd ändern.

Des Weiteren: Kann sein, dass es an meinem Browser liegt, was demnächst ebenfalls herausgefunden wird zurück in Nikosia, denn die Morning News Show, will ich es mal nennen, so auch meine ‚geliebte‘ Nachmittags-News-Show auf RIK1 können neuerdings nicht mehr On Demand abgespielt werden – weil gar keinen Button dafür mehr angezeigt wird. Man darf gespannt sein, welcher Wahnsinn da auf uns, Teil der Korrespondentenschaft, wartet.

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2019 ? !

2019,
das kommende Jahr also,
da werden die meisten Zyprer, die unbedingt in Spielcasinos spielen gehen wollen, mit Hilfe eines Artikels aus der Cyprus Mail (George Koumoullis) von heute die Möglichkeit haben,
zu wissen,
dass in diesen neueröffneten Orten hier auf Zypern internationale Standards in Sachen Auszahlung von ‚Gewinnen‘ an Maschinen nicht eingehalten werden,
vorerst.

Dass Spieler dieser Hinweis erreichen könnte,
für manche eventuell bereits etwas spät,
wer weiß,
ist lobenswert. Bleibt zu hoffen, dass sich die News,
dass Gewinnchancen in Casinos im Süden der Insel so in etwa 3 Mal geringer sind oder sein können,
dafür umso schneller herumspricht. Viel spricht dafür, dass Letzteres der Fall sein wird. Die Insel ist relativ klein. Sie kennen sich auf der einen oder der anderen Seite jeweils.

Man spricht im Allgemeinen miteinander.

Ob aus dem Ausland kommende Spieler von dem genannten Umstand erfahren werden, ist ebenfalls zu erwarten, wenn sie sich die Mühe machen, Informationen einzuholen oder aber mit Einheimischen sprechen.
Anscheinend stehen in den Casinos allen Spielern gängige Spiele zur Verfügung, die beispielsweise auch in bekannten Spielcasinos irgendwo in Mitteleuropa oder andernorts aufgefunden werden können.

Englisch ist Umgangssprache an oder in den Automaten, die bedient werden.

Ansonsten?

Wird schon gutgehen, 2019.

Guten Übergang!

 

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Tourismus – Zypern

Ihnen gefällt Zypern

 

95% der Touristen reisen mit positivem Eindruck ab!

Eine Umfrage bei Abreisenden der zyprischen Organisation für Tourismus [KOT] bringt Gewissheit über die Dynamik des zyprischen Tourismus‘.

Von: Giannis Seitanidis

 

 

Die Antworten der Reisenden bei der Umfrage, die am Flughafen von Larnaka und Pafos im Zeitraum von Juni bis September 2018 bei Abreisenden getätigt wurde für die Zyprische Tourismus Organisation, belegt die Dynamik des zyprischen Tourismus‘.

Eine überwältigende Mehrheit der Befragten drücken eine sehr hohe Zufriedenheit aus, beinahe alle geben an, eventuell zurückkehren zu wollen, und für 3 von 4 Befragten war Zypern Erste Wahl bezüglich der Frage: wo verbringen wir unseren Urlaub?

Und ja, Einer von Dreien hatte die Insel bereits davor schon mal besucht gehabt.

 

Es ist angebracht darauf zu verweisen, dass die Untersuchung folgendes zeigt: Es gibt eine begrenzte Anzahl von Touristen, die Flughäfen Südzyperns [της Δημοκρατίας] benutzen, um letztendlich in den Norden [die Besetzten (Gebiete): τα κατεχόμενα] zu gelangen – kostengünstiger Verbleib und Eindringen von Airbnb.

 

Die Ergebnisse

 

Insbesondere 2% der Reisenden sprechen bezüglich des gesamten Reiseaufenthalts von völliger Zufriedenheit (Bewertungsgrad: 5 von 5); und 35% sind zufrieden, das heißt 4 von 5.

Der Bereich, wo die gesamte Reise mit dem Grad 1 oder 2 von 5 bewertet wird, lag gerade so bei -0,2. Die Ergebnisse sind im Großen und Ganzen Vergleiche mit den entsprechend durchgeführten Untersuchungsergebnissen aus 2017.

Weitaus besser war die Bewertung der Gastfreundlichkeit, die den Reisenden zuteilwurde, wohingegen am schlechtesten die Bewertung der baulichen Struktur sowie der Unterhaltungsmöglichkeiten ausfiel.

Als Grund, Zypern als Reiseziel für die Sommerferien gewählt zu haben, gaben die Reisenden die Sonne, das Meer, die Ruhe und die attraktive Umwelt, die Gastfreundlichkeit der Zyprer, die Gastronomie und die Kultur als Grund an.

Auch interessant ist der Bereich, wo gesagt wird, man hat Zypern gewählt, weil man es bereits besucht hat (28%) oder weil Freunde es einem vorgeschlagen haben, Verwandte (24%).

 

85% der Befragten gaben an, Zypern sei Erste Wahl gewesen für die Ferien (im Vergleich zu 84% im Jahr 2017).

Die restlichen 15% äußerten, ein anderes Land sei Erste Wahl, besonders Griechenland (28%), Spanien (14%), die Türkei (10%) und Italien (9%).

Ein hoher Anteil sagte, er würde Zypern als Reiseziel anderen vorschlagen: 89% bewerteten mit 8 Punkten, 9 oder 10 auf einer Skala von 1 bis 10, dass sie solch Vorschlag machten. Größere Unterschiede bezüglich dessen, woher die Touristen stammen, fallen hier nicht ins Gewicht – allerdings mit der Ausnahme der Briten, wo dieser Wert gar auf 94% anstieg.

 

Zuletzt zur Wahrscheinlichkeit, dass zurückgekehrt wird, um auf Zypern Ferien zu machen in den folgenden 3 oder 4 Jahren. Hier antworteten 92% mit „wahrscheinlich/sicherlich Ja“. In diesem Bereich erbrachten Reisende aus Russland den höchsten Wert (96%). Der niedrigste kommt von Skandinaviern (83%).

 

Der Aufenthalt

 

95,8% der Reisenden blieben ausschließlich im Süden [befreiten Bereichen: ελεύθερες περιοχές]. 2,2% verbrachten ihre Zeit ausschließlich im Norden, wobei 2% sowohl Hüben, wie auch Drüben ihren Urlaub verbrachten. Setzt man diese Werte in Zahlen um, so sind 46.321 Reisende in den Norden rüber und 42.113 besuchten beide Inselteile. Die Zahlen sind wichtig. Sie geben Auskunft über die wirtschaftliche Aktivität im Norden.

Gemäß der Analyse der Organisation für Tourismus haben diese Werte sich nicht dramatisch geändert zu denen, die 2017 erhoben wurden. Im diesjährigen Sommer blieben 94,5% der Touristen ausschließlich im Süden, 3,5% im Norden und 1,9% in beiden Teilen.

Doch einen fühlbaren Unterschied gibt es bei dem Punkt Herkunft der Reisenden. Jene von ihnen, die ausschließlich im Norden sich aufhielten, stammten meist aus Deutschland (6,7% = 4.941). 2017 stellten die Israelis die meisten, die den Norden besuchten, nämlich 10%. Jedoch lediglich 5,8% der Briten hatten den Norden ausschließlich als Ziel.

 

 

Die Unterkunft

 

Was die Art der Unterkunft angeht, so wohnten 3 von 4 Besuchern in Ferienhotels und in organisierten Wohnungen (im Vergleich zu 7 von 10 im Jahr 2017). Der Teil der Reisenden, die in gemieteten Wohnungen oder Landhäusern waren, stieg um 9,9% an (14,6% in 2017). Und wie im Jahr 2017 gab es einen Teil Reisender, die mit Airbnb unterkamen (3,7% = 77.910).

Jene, die in Hotels wohnten sowie anderen organisierten Unterkünften, von ihnen wählten 25% das Angebot „All inclusive“ – so auch im Jahr 2017. Hier führten die Skandinavier die Liste an, und zwar mit 41%; die Griechen waren in den Hotels am wenigsten vertreten (2%).

 

Nach Angaben der Tourismus Organisation Zyperns wurden die ermittelten Werte passend geschichtet, auch stellvertretend zu genügen, um daraus wertvolle Schlüsse ziehen zu können seitens der touristischen Hauptorte und -quellen Zyperns. Die zentralen Ergebnisse der Studie stimmen überein mit den Orten, wo Touristen eben am häufigsten sich aufhalten und sind.“

Der Artikel erschien in der Politis vom 19. Dezember 2018.

Inzwischen scheint die Sonne wieder prächtig, auch an der Küste zwischen Larnaka und Limassol. Das war gestern und vorgestern nicht der Fall – in Nikosia allerdings schon. In Nikosia scheint der zentrale Platz namens Elefteria womöglich noch vor Weihnachten 2019 erkennbare Formen als Hauptplatz der Stadt annehmen zu wollen. Dieses Jahr ist er – im Gegensatz zu den Versprechen, die gegeben wurden seitens des Bürgermeisters etc. – mal wieder zu nichts Weiterem zu gebrauchen als dort seine Kracher und anderes Zeug reinzuhauen an Silvester.

Gewiss, gewiss!

Sie haben gewiss Besseres mit ihrem Geld vor, als es in der Luft krachen oder zischen zu hören und farbig funkelnd davon fliegen zu sehen?

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