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Sklaven und so

Auf Zypern wird auch geschlachtet.

Versteht sich, das passiert nicht in dem Ausmaß wie in Germany.

In Deutschland will man ja nun alle Nase lang Schlachtbetriebe inspizieren lassen. Und was ist mit den Unterkünften der Sklaven unserer Zeit, die in diesen Schlachtereien meist Überstunden abreißen?

Okay, heute wird im SWR1-Radio groß vermeldet, man habe erstmals – und nur, weil es das Phänomen Corona erlaube -, Unterkünfte dieser erwähnten, direkt-indirekt in die moderne Sklaverei getriebenen Leute sich angesehen seitens der Behörden.

Schon allein diese Aussage lässt erkennen, dass wir es hier mit sklavenhalterischen Systematiken zu tun haben – denn alle, jawohl die meisten wissen eh seit Jahren, in welchen Zuständen diese Arbeiter vom Balkan meist leben und, versteht sich, arbeiten hier in Deutschland:

ausgebeutet, im Dreck, verwahrlost, oft ungeachtet als Person usw.

So war es, und so ist es!

Hat man nicht, bevor Afrikaner als Sklaven auserwählt wurden in unserer rühmlichen Geschichte, um Reichtum nach dem Norden Europas unter Folter und Zwang zu erarbeiten, sich Sklaven aus dem Balkan einst geholt?

Geschieht also immer noch!

Dieser Vorgang wird nun halt anders genannt sowie gehandhabt und ja, irgendwie ist das angesprochene System etwas vermenschlicht worden im Lauf der Zeit – etwas.

Aber ansonsten blieb’s wohl mehr oder minder beim Alten, nur, dass Zypern nun nicht mehr einer der wichtigen Stützpunkte im Mittelmeer als Umschlagplatz für Sklaven aus dem Balkan ist.

Man braucht hier thematisch angekommen wohl nicht noch groß zu erwähnen, dass viele Menschen aus dem Balkan, neben vorzugsweise Indern und Bangladeschis, heutzutage auf Zypern ebenfalls oder noch immer meist dazu dienen, sogenannt ‚einfache‘ und schmutzige Arbeiten zu erledigen.

Einfach heißt, wo es eigentlich nur eine Grundausbildung dazu braucht die Arbeit zu verrichten, wenn überhaupt.

Auch werden Rumänen, Bulgaren, Albaner … gern geringer entlohnt und sie leben oft an erbärmlichen Orten – auch auf Zypern. Damals im Mittelalter drohte man Sklaven mit der Peitsche oder gleich mit dem Tod, heute leider noch immer mit Amtswillkür und vor allem einer Abschiebung oder Ausweisung.

Vorzügliche Repressalien.

Und Sie dürfen es glauben, verehrte Leserschaft:

Es gibt da noch einige mehr Repressalien, so ganz ausgeklügelte und noch ganz anders!

Wir sehen also, es spielt keine Rolle, ob die Staaten, welche heutige Sklaverei-Light betreiben, christlich oder orthodox sind, mehrheitlich. In der muslimischen Welt, um das auch gleich noch angefügt zu haben, ist diese Problematik auf ihre Weise gegeben – und in Indien et cetera leider auch.

Was sagt uns das?

Das sagt uns, dass die Sonntagsreden zwar wunderschön sind, die geschwungen werden, aber, dass der Raum zwischen den Gesetzen, die man sich gab und gibt, offenbar genügend groß ist, sodass seiner eventuell wahreren Natur als Mensch weiterhin nachgegangen werden kann darin, und zwar auch als Ehrenmann und –frau mit erhobenem Blick und so weiter – Menschenrecht anderer, wenn’s und wo’s geht, zu oft nicht genügend achtend; in Kauf nehmend, dass woanders in der Welt die Leute sprichwörtlich Dreck fressen, während man beispielsweise in Deutschland zig Millionen Tonnen von noch essbarem Müll produziert im Jahr und so weiter.

Die Zyprer stehen den Deutschen gewiss auch in der zuletzt genannten Disziplin nicht nach, wenn man mal zu rechnen beginnen würde. Es stimmt allerdings, dass diese Aussage unsauber ist, weil sie ja noch mit Zahlen belegt gehörte.

Ungefähr ebenso unsauber ist die Behauptung, von der hie und da durchaus auch auf Zypern zu hören aber weniger zu lesen ist, dass der so-genannte Zypernkonflikt im Grunde auf diesen davor erwähnten, sozusagen uralten Befindlichkeiten mitberuht. Gemeint ist konkreter, dass Griechischzyprer ihre Vergangenheit nicht so recht von sich gestreift kriegen, das ist jene ‚goldene‘ Zeit, als man noch Sklavenumschlagplatz war – man auf der Reichtum einbringenden Route der Schiffe aus dem Balkan kommend mit Sklaven angefüllt gen Westen und Norden lag.

Wie auch im Westen Afrikas geschehen, als die Portugiesen dort ihren Sklavenhandel erstmals ‚kultivierten‘, blieb nicht aus, dass gewisse Eliten vor Ort den Fremden, den Händlern aus Europa dabei halfen, ihr Sklavengeschäft zum Florieren zu bringen, ja, aufzubauen.

So in etwa auch einst geschehen auf Zypern.

Und ebenfalls, wie in Teilen Westafrikas, gibt es Jahrhunderte danach eine gewisse Nähe zu jenen, die einst kamen, um Sklaven zu ‚nehmen‘; und eine gewisse geistige Distanz zu jenen, die noch immer unmittelbare Nachbarn sind.

Gemeint ist also, dass große Teile der Bevölkerung sich eher zu den Portugiesen gehörig wähnen, so wie auch auf Zypern viele dahingegen als Ausdruck dessen, gerne einen englischen Pass nebenbei führen oder aber zumindest ihre Kinderlein auf irgendeine Schule, Uni, sonst was, im fernen Großbritannien schicken, anstatt sie in vergleichsweise gar nicht so schlechten Ausbildungsstätten auf der Insel zu belassen.

Und hier wie auch dort ist es keine Frage:

Man spricht NATÜRLICH Portugiesisch oder aber Englisch.

Es gib ja sogar einen Militärstützpunkt der Engländer auf der zypriotischen Insel, der – hüben, wie auch drüben – allgemein, potz-blitz, eher wie eine gutwillige Geschwulst angesehen wird, auch wenn sich Leutchen hie und da negativ darüber zu äußern vorwagen. Aus jenen ‚guten‘ alten Zeiten, also, erwächst gewiss auch ein nicht zu geringer Anteil an dem, was oft als „Selbstbedienungsmentalität“ gebrandmarkt oder bezeichnet wird. Hier braucht man eigentlich gar nicht groß ins Detail zu gehen, weil wahrscheinlich jeder Leser, egal, ob dieser in Deutschland oder auf Zypern lebt, mindestens ein Beispiel aus dem Gedächtnis hervorziehen kann dazu.

In Zypern ist derzeit die Diskussion darum, ob nicht endlich Truppen der EU an der Grenze, die keine Grenze auf Zypern sein soll, aufgestellt werden, wenn diese Einheiten denn irgendwann mal existieren sollten.

Immerhin hat man in Nikosia errechnet, dass die eigenen Truppen der Griechischzyprer nicht ausreichen, um die gesamte Nicht-Grenze der Insel, die die Insel in zwei Teile teilt, patrouillieren zu können, weil man nicht genügend Wehrhafte eingezogen kriegt. Und was liegt da als Maßnahme näher, als zu fordern, Frauen müssten nun in die Kampfverbände integriert werden.

Wir dürfen uns also schon einmal darauf einstellen, dass sollte das eine oder andere Angedachte umgesetzt werden – siehe oben -, Erdogan & Co. diesen Umstand bei gegebener Zeit gewiss gern zum Anlass nehmen, ihre Präsenz im Norden Zyperns nicht etwa ab-, sondern noch mehr aufzurüsten.

Irgendwann wird man es gewiss auch im Süden Zyperns begreifen, dass die Türkei auf Druck meistens mit Gegendruck reagiert, wenn’s um Zypern geht.

Und dass Brüssel Truppen irgendwann ausgerechnet an den Grenzverlauf – den es, wie gesagt, zwischen Nord- und Südzypern nicht geben soll – nach Zypern verlegt, als eine erste Tat dieser EU-Armee, dürfte sich wohl nicht so ergeben wie gewünscht in Nikosia-Süd, eben weil man in Brüssel weiß, dass Erdogan ungern zurücksteckt, wenn auf Zypern gestritten wird.

Wir erinnern außerdem schnell noch:

Die EU weigert sich bislang, die Türkei für ihre Aktivitäten im östlichen Mittelmeer offiziell zu rügen.

Immerhin:

Die zyprische Kartoffel wird demnächst ihren PGI erhalten, also ihren Unvergleichlichkeitssegen. Das heißt, sie wird als typisch zyprisch in die Annalen der EU eingehen und keiner wird dieses unvergleichliche Produkt mehr als SEIN Eigen deklarieren können, außer den Griechischzyprern. Wenn man solch wichtig Deklarations-Werk schon nicht beim zyprischen Halloumi schafft, der nach Europa eh meist unecht verkauft wird, weil Kuhmilch hineingemischt wird, dann denken da wohl einige, was soll’s, da halte ich mich eh bessere an die Variante dieses Käses aus dem Norden namens „Hellim“. Der Hellim wird offenbar noch immer ausschließlich aus Schafs- und/oder Ziegenmilch gewonnen – und so auch exportiert.

Zeit, dass nicht nur die Griechischzyprer schleunigst von ihrem hohen Ross herunterkommen!

Zeit, dass die sogenannte Corona-Krise genutzt wird, und zwar in diese empathischere, davor genannte Richtung gehend – politisch!

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https://politis.com.cy/politis-news/oikonomia/next-generation-eu-me-oroys-ta-1-4-dis/?utm_source=nl&utm_medium=nl&utm_campaign=nl

2 ,5 Milliarden Euro insgesamt für die Republik Zypern aus Brüssel, allerdings mit gewissen Auflagen. Beispielsweise scheint Brüssel nun endlich wirklich hartnäckiger darauf einwirken zu wollen, dass das auch in Zypern beliebt gewordene Geschäftsmodell des Verkaufs von Staatsbürgerschaften ein Ende findet – nicht noch mehr ausufert!

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https://www.philenews.com/oikonomia/kosmos/article/946264/komision-1-4-dis-evro-stin-kypro-apo-to-tameio-anakampsis

Zypern wird voraussichtlich einen Zuschuss (Finanzspritze) aus Brüssel von knapp 1, 4 Milliarden erhalten!

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https://politis.com.cy/politis-news/kypros/i-plateia-poia-plateia-diafonies-kathysteroyn-tin-oloklirosi-tis/?utm_source=nl&utm_medium=nl&utm_campaign=nl

Nennen wir es mal so: gut getrixt, ist halb gewonnen! So auch bei der lang ersehnten Widerherstellung des vermeintlichen Herzstücks der zyprischen Hauptstadt (Süden), dem Eleftheria Square! Der Parkplatz von der Omirou her wird demnächst mit kleinen Änderungen – so auch woanders und noch ganz woanders im Projekt etc. – endlich als FERTIG übergeben werden. Wann das sein soll? Wir lassen uns, wie gehabt, geduldig abwartend auf die – by the way – unverhältnismäßige Beton-phile Präsentation des zentralen Platzes ein! Mancher wird denken: besser von besten, mit Auszeichnungen geradezu beworfenen Architekten viel Beton und rennende Kosten (Schulden) als noch länger ein großes Loch im Herzen der Stadt, wo’s früher schön einfach, gemütlich doch vor allem GRÜN war!

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https://ahvalnews-com.cdn.ampproject.org/c/s/ahvalnews.com/tr/dogu-akdeniz/ab-kibrisin-yayindayiz-dedi-ankarayi-uyardi?amp

Türkei wird seitens der EU, Arabischen Emirate und so weiter wiederholt ermahnt, die Probebohrungen im Bereich der von der Republik Zypern ausgewiesenen AOZ, umgehend einzustellen. Snkara hat bislang aug keine dieser Ermahnungen reagiert. Die Türken signalisieren derart, dass ihr Kurs Alles oder Nichts sein dürfte. Das ist, was die soft-powermässig auftretende EU anbelangt, für letztere gewiss eine Überforderung – wahrscheinlich in nahezu jeder Hinsicht!

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https://politis.com.cy/politis-news/diethni/poio-to-mellon-toy-toyrismoy-ta-metra-poy-exetazontai-kai-oi-ektimiseis-ton-eidikon/?utm_source=nl&utm_medium=nl&utm_campaign=nl

Was die Republik Zypern angeht, könnte sie einen touristischen Bubble mit Istarl oder Ägypten eingehen. Einige Länder haben dolch Bubble-Bildung mit jeweiligen Nachbarländern bereits vereinbart. Somit könnte eventuell Thailand oder Vietnam et cetera den großen Kuchen vhinesischer Touristen in den nächsten Jahren vorrangig abbekommen. Kurz: die Bubble-bild-Lage Zyperns ist eher düster beziehungsweise überblendet!

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Sie werden es nicht glauben, doch es ist wahrhaft gewissermaßen befreiend zu wissen, dass man es sich auch nach der Corona-Sperre leisten kann, einen Artikel um genau einen Tag zu spät ins Netz zu stellen!
Dennoch:

Hurra, hurra, heute, den 04. Mai schon werden wir wieder als nahezu Freie über die Insel Afrodites schreiten, und brav darauf achten, dass von uns bloß nicht mehr als 20 oder 30 Personen mit Corona an die Behörde als Neuangesteckte gemeldet werden – weil sonst, wurde von der südzyprischen Regierung schon mal großzügig in Aussicht gestellt, ist gleich fertig mit lustig. Und das hieße, man müsste im Home Office und entweder ums oder im Haus tätig bleiben, was eigentlich gar nicht so unangenehm ist oder war.
Vielen scheint es beim angeordneten Wegschluss ähnlich ergangen zu sein, nämlich, dass sie endlich mal all den Schrott erledigt bekommen, den sie schon seit grauen Urzeiten mit sich und anderen herumtragen.
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Was Zypern und seine Problemchen mit Herrn Erdogan angeht, kann man sagen, dem ist dort ebenso, wie eben geschildert – man schleppt die Last vor sich hin, NOCH.
Man kann allerdings auch behaupten, dass dem so überhaupt nicht ist.

Wie immer, stehen die Insulaner an einer Wegesscheide. Wohin wird sie ihr bislang ‚heldenhaft‘ begangener Weg wohl führen?

Vor ein paar Tagen verkündeten wir auf Zypernundmehr noch, dass Griechenland und die Republik Zypern im Tourismus sich zusammenwerfen wollen. Davon ist inzwischen nichts mehr zu vernehmen. So viel schon mal dazu.

Dass die Türkei nun deswegen oder aus einem anderen Grund Abstand nähme und aufhörte, in dem von Südzypern proklammierten Bereich im Meer nach Erdöl oder Erdgas zu bohren, hat Herr Erdogan angeblich im Telefonat mit Frau Merkel sozusagen kategorisch abgelehnt. Er hat es sich und anderen verboten, wird geschrieben, diese Angelegenheit überhaupt zur Diskussion zu stellen.
Leider ist nicht zu erfahren, noch nicht, welche Vorstellungen MAN (Berlin, Ankara) in Sachen Waroscha hat – letzteres ist jene abgeschlossene Stadt, die vor Famagusta/Nordzypern liegt.
Die Türkei will diesem kleinen Juwel offenbar wieder etwas Glanz einverleiben und dort Geldverdienen lassen.

Wie dem auch sei:
Vielmehr soll Erdogan von freiem Zugang seiner Bürger nach dem Norden Europas schwadroniert haben am Hörer mit der Kanzlerin beim Tete-a-tete.
Vielen wäre dieser Gedanke gar nicht so abwegig. Schließlich haben sich Türken im Großen und Ganzen als ziemlich kapitalmehrender Faktor in dem einen oder anderen Staat der EU über die Jahre erwiesen (Türken, die bekanntlich auch Kurden teils sind und waren, Lazen, Armenier, Tscherkesen usw. mit türkischem Pass).
Und wenn man diese Arbeiter so billig haben könnte, also als Touristen auf Zeit, als Erntehelfer oder als illegale Arbeiter, als Arbeiter mit beschränktem Aufenthalt, dann juckt es gewiss so manchem Unternehmer im Norden Europas in den Fingern – aufs Neue.

Herr Erdogan hat also durchaus einen Standpunkt, könnte gesagt werden!

Ja, okay, man hat nun seit 2015 wirklich einige Menschen aufs Mal aus vordringlich dem Nahen Osten aufgenommen.
Doch warum nicht noch mehr davon?

Jedenfalls ist es ein Unding, dass man mit Ankara schon über Jahrzehnte herumeiert in Sachen EU-Beitritt JA oder Visa für türkische Bürger NEIN etc.
Und nun sieht es wirklich so langsam danach aus, als könnte man diesen strategischen Partner am Bosporus und in den Weiten Anatoliens sich noch zum Feind machen, mittelfristig.

Zum Gegner scheint man ihn sich ja ganz offenkundig bereits gemacht zu haben in Brüssel.

Das kann doch nicht im Interesse eines Europas sein, welches im Nach-Corona-Modus, oder wie Sie es nennen wollen, verehrte Leserschaft, wahrscheinlich geneigt sein könnte, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und nicht etwa, wie es die Grünen in Deutschland fordern, mehr Umweltbewusstsein in Betrieben und sonstwo einfahren zu lassen, sondern die bereits immer mal wieder diskutierte Variante des „Europas der zwei Geschwindigkeiten!“ anzugehen.
Frau von der Leyen, wird hier lediglich nur vermutet – dieser Artikel scheint ja größtenteils eine einzige große Vermutung zu werden; lesen Sie dennoch weiter -, ist gewiss eine Befürworterin eines zukünftig derart strukturierten Europas.
Und wenn Sie sich fragen sollten, was hier bei Zypernundmehr darüber gedacht wird, dann sollen Sie hiermit wissen, dass die große Wende eh, was immer die denn wäre, voraussichtlich nicht passieren wird, und die alten Macher mehrheitlich die neuen Macher bleiben oder sein werden; das heißt jene, die hinter Vorhängen und in Hinterzimmern Regierungen ‚beraten‘, sodass ein Europa der zwei- oder womöglich gar drei Geschwindigkeiten entsteht, können uns hier nicht abschrecken damit, im Gegenteil, wir jubeln diesem Instrumentarium schon fast zu.
Jetzt, wo so etwas niedergeschrieben wurde, kann man es ja schreiben:
die Schweiz sollte dann gleich als Handelspartner beworben werden seitens derer, die in erster Geschwindigkeit unterwegs sein werden innerhalb der neuen EU; und den Polen gehörte in Aussicht gestellt, wie auch den Italienern und Spaniern, bei weniger Querschießerei vielleicht aufrücken zu dürfen.
Und bitte, ja!, bitte nicht die Briten ins Boot holen, also nicht diejenigen Briten, die in London herumkaspern. Die Schotten wären geeigneter, der ersten, wie soll man sagen, Auswahl der dann noch immer geeinten EU, angeschlossen zu werden – denken Sie an Grönland, Island usw.
Die Briten müssten die Schotten gefälligst aus ihren Fängen entlassen! Dafür sollte man die Iren vielleicht opfern, da die ja vielleicht eh die EU lieber verlassen wollen.
Man muss auch mal Rechnungen bezahlen und kann nicht Jahrhunderte lang nur absahnen, also fast nur absahnen, auch wenn man einen royalen Clan mitdurchziehen will oder muss.

Na ja, was soll hier dieses Was-wäre-Wenn noch länger?
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Ömer Celik von der AKP, der Regierungssprecher der Türkei, lässt jedenfalls seinen Unmut darüber hören, dass die EU zu verhindern suche, dass die Republik Türkei in einigen Staaten des Balkans ihrer Verpflichtung zur Genüge nachkommen könne. Und diese Verpflichtung liegt in erster Linie, versteht sich, darin, – wir sind gerade im Ramadan – muslimischen Schwestern und Brüdern in schwierigen Zeiten wie diesen mit Material und dergleichen unter die Arme zu greifen, versteht sich, um den unsichtbaren Feind – Covid19 – zu besiegen.
Überhaupt engagiert sich Ankara in angeblich über 50 Ländern in der Welt, Italien, die USA und so weiter nicht ausgeschlossen. Wie auch China, hat Erdogan eine Art Charme-Offensive losgetreten, die sich auszahlen soll, was auch sonst. Denn es gibt schließlich, demnächst wahrscheinlich, eine Post-Corona-Ära; und dann will auch Meister Erdogan und sein Großmut ‚positiv‘ erinnert werden. Er denkt da nicht an lediglich Applaus, den die Merkel-Regierung anfänglich glaubte, den „Helden des Alltags“ lediglich nur zukommen lassen zu können. Nein, er will, das ETWAS läuft: money, para!

Letzeres, wird hier lediglich mal wieder eher vermutet und auch, dass dieses Engagement Ankaras in der Welt in so mancher Region der Türkei Nöte aller Art hervorrufen könnte, weil die Mittel fehlen, der eigenen Bevölkerung ausreichend zu helfen, nur weil Ankara die außenpolitische Karte, sagen wir mal, zu heftig bedient. Das wird hier also vermutet, weil es der Republik Türkei nicht allzu gut geht finanziell. Und dass Ankara nun seitens ihres Presseverbands RTüK, ’netterweise‘ den Verband der Presse in Nordzypern zu dominieren begonnen hat, muss nun wirklich nicht unbedingt zur Genesung der wirtschaftlichen Lage auf dem türkischen Festland beisteuern.
Was den Norden Zyperns angeht, so war auch diese Entwicklung im Medienwald der Türkischsprecher am oder im Mittelmeer absehbar. Leute wie der südzyprische Präsident Anastasiadis, könnte geschimpft werden, haben dieses medientechnische Geschehen (oder Evolution) im türkischen Norden Zyperns sozusagen stillschweigend befördert.
Na ja, so ganz still war es denn doch auch wieder nicht getan worden, weil Anastasiadis und die Seinen ja so ‚klug‘ waren, wegen der anstehenden Corona-Epidemie gleich mal schnell 4 oder 5 Grenzübergänge in den Norden der Insel schließen zu lassen – die sind noch immer zu.

Ja, wir von Zypernundmehr wissen, im offiziellen Sprech Nikosia-Süds handelt es sich zwischen Nord- und Südzypern um keine Grenze.

Doch dann bitte sehr um was?

Weil es stehen derzeit an die 1. 500 Arbeitswillige aus dem Norden in den Startlöchern, endlich wieder im ‚goldenen‘ Süden ihre Euros verdienen zu gehen – zumal die Türkische Lira, die sie bei sich als Währung haben, voraussichtlich eh nicht in absehbarer Zeit an Wert gewinnen dürfte. Nikos Anastasiadis, der Präsident der Republik Zypern, ist also auch verantwortlich dafür, dass sein Amtskollege im Norden, Mustafa Akinci, nun seinerseit bockt und sagt:
Wer die Grenze einseitig schließen kann – weil Akinci wurde von der Maßnahme seitens Anastasiadis seinerzeit nicht in Kenntnis gesetzt -, der kann gewiss auch damit leben, dass wir uns nun dagegenstellen als Republik Nordzypern, die Grenze ohne unser Dazutun in Bewegung geraten zu lassen, nämlich in dem sie sich wieder einseitig öffnet.

Und schon hat man sich eventuell eingefahren auf griechischzyprischer Seite, was man vorgeblich andauernd vermeiden wollte, nämlich, dass Ankara die Ignoranz und Arroganz der südzyprischen politischen Führung mit Aktionen oder Reaktionen, wie der eben geschilderten, ausnutzt – zumal man in Ankara gewiss eh bereits seit Längerem darauf gewartet hat, es den „RUM“ heimzuzahlen, den Südzyprern, die die Türkei als Staat eh nicht anerkennt, zumal die Südzyprer ihrerseits nicht gewillt sind Nordzypern als einen Staat anzuerkennen.
Doch vor allen Dingen wird Ankara seine Revanche, wollen wir es mal milde nennen, an der Republik Zypern begehen wollen, weil die letztere bei den Verhandlungen zur Wiedervereinigung der Insel – wie eigentlich fast immer bei solchen Treffen – faul spielte. Sie erinnern gewiss, das Verhandeln in dieser Sache geschah zuletzt in Crans Montana, Schweiz – davor beim Ablehnen des Annanplans -, was wohl den meisten Türken durchaus noch Jahre lang danach der Hut hochgehen lässt.

Außerdem sieht es derzeit zumindest noch so aus, als würde die von der Türkei unterstützte Fraktion, die als Libyer in Libyen sich mit libyschen Landsmännern herumschlägt, die Oberhand gewinnen.
Kriegserprobter Rat von einem Land wie der Türkei scheint also doch seine Wirkung zu haben. Das sollte Nikosia-Süd durchaus zu denken geben, sollte man meinen!

Auch daher ist verständlich, finden Sie nicht, dass Erdogan alles, bloß keinen Rückzieher in der Zypernfrage macht – eher im Gegenteil!

Ja, es gehört nochmals erwähnt, auch, zumal es so und nicht anders in der Fileleftheros vom 03. Mai steht:
Ankara darf sich durchaus rühmen, Menschlichkeit als nahezu einziges Land in einigen Regionen des Balkans in Form von Hilfslieferungen derzeit zu gewährleisten. Erdogan war gleich so klug, und hat, wenn man schon mal in solch erlauchtem Club ist, die Nato-Karte herausgeholt, um im Balkan gönnerhaft aufzutreten.
Was bei der Bevölkerung vor Ort gewiss letztlich vor allem hängen bleiben wird, ist:
Wieder mal waren es die Türken, die uns eine rettende Hand boten!
Keine Ahnung, was sich Deutschland in dieser Region einfallen ließ, um den Folgen des Virus ein Bein dort zu stellen. In Berlin ist man ja eh eher mit anderen Dingen beschäftigt. Schließlich gilt es tagtäglich, den mehr und mehr ansteigenden Protest und Zweifel sogenannt verschwörerischer Kreise möglichst im Keim zu ersticken, also den Protest gegen die getroffenen Maßnahmen.

Hier auf Zypern gibt es bei den getroffenen Maßnahmen in Sachen Corona auch so seine Ungereimtheiten.
3 Erlaubnis-SMS darf man sich pro Tag einholen. Im Sunday-Mail macht sich Petroclos NATÜRLICH bereits lustig darüber.
Weil es ist doch so:
Wer um alles in der Welt soll so etwas noch kontrollieren können?
Die Bevölkerung Nikosias darf, beispielsweise, auch ans Meer fahren. Andererseits soll man aber seine Provinz nicht verlassen dürfen. Das heißt, es wird eine Art Bevorzugung der Hauptstädter geben, denn deren Provinz grenzt nicht ans Meer.
Nirgends steht in den neuen Anordnungen, ob beispielsweise jemand, der in der Provinz Larnaka wohnt, die bekanntlich ans Meer grenzt, ins Troodos-Gebirge fahren darf oder nach Nikosia!
Oder:
Ein Hauptstädter, also jemand aus Nikosia, die oder der von der Polizei irgendwo im Troodos aufgegriffen wird, könnte wegen der neuen Anordnung einfach auf seine Badehose und das Badetuch mit bloßem Finger zeigen und sagen:
„Aber wieso, ich bin doch auf dem Weg zum Meer bei Pafos oder in der Akamas.“

Wer will und kann ihm das verbieten oder dafür einen Strafzettel anhängen?

Es wird also noch lustig werden, vor allem dann, ist zu vermuten, wenn die Notverordnungen erneut ausgerufen werden sollten, weil zu viele Neuansteckungen passierten. Dann wird sich wohl zeigen, wie „artig und zivilisiert“ die griechischsprachigen Zyprer und ihre vielen Ausländer, die hier leben, sein werden. Noch verkündet Nikosia jedenfalls, dass die Bevölkerung, wie ja angeblich auch jene in Griechenland, sich „vorbildlich“ verhalten habe in der Sperrzeit.
Zusatz:
Einige Hinter- oder Vorderbänkler im südzyprischen Parlament forderten mal wieder, dass die EU die Beziehungen zur Türkei vollkommen abbricht!!
Radiomeldungen zufolge vom 5. Mai soll die Bevölkerung in den „befreiten Gebieten“ Zyperns sich brav und zivilisiert verhalten haben nach erster Lockerung des Zwangsregimes!

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Das Gesamtpaket

Den Rückflug nach Deutschland am 25. März werde ich leider nicht antreten. Eigentlich ginge es über Zürich. Und eigentlich ist da noch diese zweitägige Hotelbuchung, die bereits bezahlt das Gesamtpaket, wenn man es so nennen mag, ist.

Mal sehen, ob da von der einen wie auch der anderen Buchung noch etwas Geld zurückbekommen werden kann!

Nach Deutschland nicht zurückzukehren, will wahrscheinlich gut überlegt sein.

Man hört immer wieder, dass im Fall der Fälle die ärztliche Versorgung besser als andernorts wäre. Dem kann eigentlich nicht widersprochen werden, da ich mich in der Materie leider nur ungenügend auskenne.

Doch man hört ja so einiges: dass viele Krankenhäuser in der BRD privatisiert sind; dass demnächst eventuell italienische Zustände in sogenannt öffentlichen Häusern ausbrechen könnten usw.

In Zypern sieht es in Sachen Privatisierung des Gesundheitssektors wenig besser aus, eigentlich.

Immerhin:

Die südzyprische Regierung scheint davon abzusehen, nicht so wie in Deutschland, die Bevölkerung kasernieren zu wollen. Noch kann man, ohne Auskünfte über sein Tun und Machen zu geben, beispielsweise, am Meer spazierengehen. Die Berichterstattung über „Koronoio“, wie man hier zur Seuche sagt, ist allerdings genau so aufdringlich, ja im Grunde genau so unverantwortlich.

Nun, man muss sich ja nur das Fernsehprogramm in Deutschland oder auf Zypern ansehen, um zu verstehen, wo die vorherige Bewertung der Lage mit „unverantwortlich“ noch überall seine Hand im Spiel hat. Es ist aber auf der Insel glücklicherweise noch so, dass man den Kasten zum Fernsehen abstellen kann, ohne sich darüber ärgern zu müssen, dass man für das, was geboten wird, auch noch Geld bezahlt.

Es ist hier nicht des Geldes wegen, dass dieser Zustand auch im deutschen Fernsehen beklagt wird, sondern eben die Inhalte („Formate“), die dem Bürger zugemutet werden sind überwiegend schrottreif. Jetzt, wo Corona herrscht, wird das, von dem die Rede ist, „wie Scheiße“, sagte eine Bekannte kürzlich, über einen geschüttet. Man kann schon fast nicht anders, als sich diesem nahezu unvermeidleichen Bad auszusetzen.

Da bringen DIE den Fidelio auf 3Sat am Freitag Abend um 22Uhr30. Geht es noch später?

Und davor war wahrscheinlich wieder Corona-Gesabbel!

Versteht sich, dass 22Uhr30 hier auf Zypern bedeutet, dass die Übertragung der einzigen Oper, die Beethoven je geschrieben haben soll, dann um 23Uhr30 erst zu sehen ist – viel zu spät für Leute, die ermüdet von den Nachrichten wie erschlagen im Sessel liegen.

In Lahr im Schwarzwald, wenn es richtig erinnert wird, sollen inzwischen nicht mehr als 3 Personen in der Öffentlichkeit sich aufhalten dürfen. Und dann, glaube ich verstanden zu haben, müssen diese Personen auch noch einen trifftigen Grund haben, genau das zu tun. In der Sonne stehen, um zu plaudern, scheint kein Grund sein zu dürfen. Und auf öffentlichen Plätzen – ich dachte, nicht richtig zu lesen – darf sich Frau und Herr Lahrer nun auch nicht mehr aufhalten ohne „trifftigen“ Grund, ohne einen Strafzettel zu kassieren.

Darf man eigentlich mal fragen, woher dieser Virus denn nun stammen soll?

Eine Email eines palästinensischen Bekannten, der vor geraumer Zeit nach Chile auswanderte, weil er die Lage in Jordanien und die Aussichten für seinen zukünftigen Wertegang unerträglich düster einstufte, verlinkte mich mit einer arabischen Quelle, in der so in etwa zu lesen steht, dass gewisse Einheiten der USA sich infisziert haben, irgendwo, als in irgendeinem us-amerikanischen Labor der Armee mit dem SARS-Virus herumgebastelt wurde. Und Teile dieser infiszierten Einheit seien – absichtlich oder unwissend, eigentlich auch schon fast egal – in jene Provinz in China versetzt worden, in der das Virus unter dem Namen Covid 19 erstmals ausgebrochen sein soll. Die USA-Regierung habe daraufhin gehörig Druck auf Peking ausgeübt, den Tod von 76 US-Soldaten ebenfalls unter den Teppich zu kehren.

Es handle sich um ein Gas, welches schwerer als Luft ist und daher danach strebt, sich in Richtung Boden ausfließend zu verbreiten. Also, dieses Gas ist der ursächliche Transporteur des Covid 19 gewesen, der sich inzwischen, ist anzunehmen, schon längst irgendwo in einen Covid 20, 21, 22 und so weiter mutiert haben dürfte.

Es handle sich hier also um genau DAS, was alle, zumindest aber viele, insgeheim schon annahmen: um eine militärische Waffe, die irgendwo aus einem Labor absichtlich oder aber unabsichtlich in die Welt der Sterblichen getreten ist.

„Verschwörungstheorien“, wird hier gewiss gleich geschrieen. Damit müssen wir hier bei Zypernundmehr jetzt leben, zumal nicht nur aus dieser chilenischen Quelle solch eine Theorie schon seit Wochen im Netz zu lesen ist.

Der Schaden ist also angestellt.

Regierungen geben vor, darauf zu reagieren. Nein, sie reagieren, fragt sich nur, in wessen Interesse?

Warum konnte Angela Merkel in ihrer Ansprache vor Kurzem, die wir uns hier nicht reingezogen haben, nicht davon künden, dass all die von ihr und anderen ausgemachten, neuen Helden des Alltags in Pflegeheimen, bei der Feuerwehr et cetera mit einer Extravergütung rechnen können?

Das fragt vor mir auch Frau Wagenknecht in ihrer wöchentlichen Ansprache, die sie geschickter Weise kurz genug hält, sodass man nicht geneigt ist, irgendwann abzustellen.

Jedenfalls, was hiermit auch gleich gesagt werden soll, ist, dass Frau Wagenknecht zumindest in dem angesprochenen Sachverhalt durchaus einen Punkt angesprochen hat, dem nur schlecht widersprochen werden kann.

Also, Frau Merkel & Co.: wieso sollen sich diese Helden mit einem lauen „Dankeschön“ seitens ihrer Kanzlerin lediglich begnügen?

Etwa, weil in der Bibel steht, man soll bescheiden und genügsam sein – wie der Papst und unsere Politiker?

Auf Zypern spielt das Wetter auf seine Weise etwas verrückt.

Wie bereits in anderen Artikeln geschrieben wurde:

Zypern ist derzeit Klimawandelgewinner. Es ist zwar kühler als sonst und es regnet wesentlich öfters, aber die Sonne, die liebe, fast heiße Sonne kommt doch immer häufiger und das ganz dezent durch – das Meer von Wolken über der See ist wirklich ein Grund mehr, sich nicht nach Lahr und einen von Menschen leergefegten Marktplatz & Ausgangssperre, die letztere scheint im wahrsten Sinne des Wortes eine Sperre zu sein, sich einzufahren.

Corona soll ja anscheinend keine Grippe-Vire sein. Sie soll aber davon abhängen, dass vor allem Menschen, die in kälteren Gefilden leben und sich häufiger erkälten, dann ihren tötlichen Stachel via Lungenentzündung – und hast du noch nicht gesehen – eher und besser ausfährt als andernorts.

Von den Beiträgen, die auf KenFM, glaube ich, heißt der Youtube-Kanal, nun noch anzufangen zu berichten, wäre zwar sinnvoll, doch Mensch kann sich da selbst kundtun, wenn es gewünscht wird.

Auf KenFM wird meist verkündet, dass Corona längst nicht so ein Killer ist, dass die getroffenen Maßnahmen der Regierungen absolut überzogen sind und danach stinken, den Überwachungsstaat vorkosten zu lassen und so weiter.

Ehrlich gesagt, ich weiß wirklich nicht mehr, was nun Fakt ist und was Fake.

Meine Devise ist – und ich würde meine Mitbewohner gern dabei mitnehmen, die noch immer abends, mittags und morgens vor den Medien sitzen und sich mit der Info zum Thema Covid 19 vergiften lassen:

Im wahrsten Sinne des Wortes Abstand zu gewinnen, und zwar, in dem man sich weder die eine noch die andere Sichtweise zum Thema regelmäßig – oder nur noch – gibt!

So besehen, ist auch dieser Beitrag total daneben. Weil auch hier werden Sie mit dem Thema – mal wieder – vollgemüllt.

Hoffen wir, dass Sie sich nun zumindest darin bestärkt sehen, genau so ähnlich wie hier angetönt oder noch ganz anders ihren eigenen Abstand zu dem GANZEN zu gewinnen. Sie wissen doch, der Fisch fängt zuerst vom Kopf her zu stinken an. Soll heißen:

Wenn man sich den ganzen Wahnsinn zu Corona regelmäßig reinzieht, so wie er verabreicht wird, nämlich höllisch, dann darf man sich nicht wundern, wenn man irgendwann dabei auf der Strecke bleibt:

sei es durch Corona, psychsich, physiologisch oder im Gesamtpaket!

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Zürich

Zürich, Sonntag, den 26. Januar 2020

In ein paar Stunden werde ich weiterziehen.

Eigentlich müsste durch diese Stadt gelaufen werden, um sie mir wiederholtermaßen etwas anzusehen – Bahnhofstraße bleibt dieses Mal aber außenvor dabei. Und auf eine geführte Tour habe ich keine Lust, so auch nicht auf eine Rundfahrt auf’m romantisch daliegenden Züri-See. Das alles mag irgendwie nicht ziehen. In die nähere Umgebung Zürichs zu fahren, ist aus Zeitgründen, finde ich, auch nicht wirklich drin, obgleich der Busbahnhof erfreulicher Weise in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels sich befindet. Das ist doch schon mal ein weiteres Plus.

Zürich-Mitte ist ein aufgeräumter Ort. Man merkt einfach, bildete ich mir ein, nicht in Deutschland zu sein – was nicht heißen soll, es sehe in deutschen Städten unordentlich aus. Es herrscht in der Schweiz einfach eine ganz andere Stimmung oder Atmosphäre: weniger griesgrämige Gesichter, besser gekleidete Menschen, größere Autos und Fahrräder im Gebrauch, Menschen, die sich anscheinend andauernd freundlich begegnen, zivilisiert.

Sitze, wie könnte dem anders sein bei dem großen gastronomischen Angebot, unten im Hauptbahnhof in einem „Blueberry“ erstmals im Leben und studiere das Veranstaltungsprogramm, den „ZüriTipp“. Es ist der Tag nach meiner Ankuft, nämlich am anderen Morgen. Außerdem herrscht draußen sehr schnell fühlbar eine empfindliche Kälte, aber dennoch mit Sonne in Begleitung, was dem Gesamteindruck, der da so in mir ist, irgendwie zu entsprechen scheint.

Dass es keinen UBS-Schalter in der Bahnhofshalle gibt, fiel mir sonderbarer Weise auch umgehend auf. Nicht dass hier jemand auf Bankautomaten versiert wäre, das – noch- nicht.

Kurz, als Devise gilt in diesen ‚Corona-Virus-Tagen‘: „bloß nicht noch krankwerden!“ Auch daher trete ich meine Straßenschuhe im Hotelzimmer befindlich runter, mit oder ohne Strümpfe an, weil wenig Lust besteht, schon wieder die Schnürsenkel auf- oder womöglich zubinden zu sollen zwecks warmer Füße. Nein, die obligatorischen 1-2 Mal Gebrauch-Schläppchen führt das Hotel offenbar nicht.

Erhöhte Temperatur im Körper geht also nicht, sonst flieg ich womöglich bei einer der eventuell bereits neu eingeführten Fieber-Body-Scans am Flughafen durch, und lande in Quarantäne, sollten solche Scans schon durchgeführt werden in Zürich oder Nikosia.

Dieses Abenteuer, diese Art Recherche, muss nun wirklich nicht sein!

Wohne wieder schräg hinterm Bahnhof, in der „Konradstrasse“. Nettes Viertel, gut gelegen.

Gestern Abend wurde die „Les Miserables“-Verfilmung im Riff-Raff-Kino angesehen. Hatte geplant, dasselbe Stück im Original von Victor Hugo den folgenden Tag auf der Bühne noch ein weiteres Mal in Angriff zu nehmen – das Theater schien mir dann aber etwas zu weit gelegen bei so viel Auswahl an guten Events in der Stadt. Die öffentlichen Verkehrsmittel wollten oder sollten nämlich möglichst nicht mit in mein Kurztripp-Programm dieser Metropole kommen, war mit mir selbst abgemacht worden. Zürich mal wieder zu Fuß erkunden, bietet sich aus wirklich vielen Gründen an – auch in der Langstraße, und dortherum.

Was den Film der Miserablen eines Westafrikaners angeht, der inzwischen in Frankreich leben dürfte, nun: Als 15- oder meinetwegen 20-Jähriger hätte der mich wahrscheinlich schwer beeindruckt, vorausgesetzt, all die Nachrichten von und aus den Bannlieus hätten mich noch nicht erreicht. Mit 21 Jahren habe ich mir nämlich erstmals Frankreich-Erfahrung ‚angeschafft‘, als in Paris, Marseille und Cannes insgesamt für in etwa 6 Monate ‚gelebt‘ wurde. Doch diese Phase meines Lebens liegt mindestens 2-3 Jahrzehnte zurück, und in den Bannlieus außerhalb von Paris war ich noch immer nicht. Doch dass in Paris an bestimmten Orten eh genügend Gelegenheit geboten ist, seitens der Polizei unfreiwillig-unbeabsichtigt und oft kontrolliert zu werden, weil so in etwa ausgesehen wird wie vielleicht ein Algerier, ist dieses nahezu tägliche Prozedere von einst in Paris eine Erinnerung, die im Film, sozusagen, noch bedrohlicher repliziert wird und dergestalt recht lebhaft – von weit hinten im Hirn wahrscheinlich – auftauchte in mir vor der Leinwand sitzend.

Der Filmemacher soll Clichés, nach eigener Aussage, vermieden haben. Mir kam es aber so vor, als hätte er diese in ihrer ganzen Breite, nahezu, präsentiert. Dennoch: eine einigermaßen unterhaltsame Geschichte ist sein Film-Werk geworden, nicht Mehr und nicht Weniger!

Und die Moral der Geschicht darin: die Zeiten unbeschwerter Jugend könnten demnächst womöglich endgültig, das ist auch flächendeckender, im Westen Europas vorüber sein – vielleicht auch nicht. Vielleicht wird diese Unbeschwertheit in Zukunft, und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es sie mal gab, gewalttätigeres Handeln, auch der Erwachsenen, einfordern.

Lass Dampf ab, und leb‘ dann gefälligst auch mit den Konsequenzen deines Tuns; oder: beste Messeinheit fürs sozio-politische Gefüge ist, was im Polizeialltag abgeht. Zu diesem Befund gelangte ich im Kinositz, als gedacht wurde, dass die Masse der Bevölkerung einem den erwähnten Umstand, im Zweifel, nicht so plastisch aufzeigen kann, wie Cops im Einsatz!

So und wahrscheinlich wenig anders, also, könnte zum Film über wütende Jugendliche der Bannlieus von Paris auch noch Stellung bezogen werden.

Insofern wäre es eigentlich angesagt gewesen, die Theaterversion des Films ansehenzugehen. Entschied mich dann aber für den entführten Papst, ein Theaterstück, welches wohl lustig ist. Doof nur, dass weder die Limatstraße noch der Hechtplatz rechtzeitig gefunden werden konnten. Hinterm Bahnhof irgendwie rechts abbiegen, war auf der Karte verzeichnet, und dann an der Limat entlang. Auf dieser Strecke wurde teils gebaut, Baustelle. Und der Bahnhofsquai war plötzlich verschwunden, der in den Limatquai überführt. Und schon bald irrte ich wahrscheinlich gar nicht so weit vom Hechtplatz entfernt durch Zürich und landete anstatt im Kino „Xenix“ am Helvetiaplatz.

Der Projektor dieses Cinemas hatte irgendeinen Schaden. Doch bis 21 Uhr, wurde in Aussicht gestellt, könnte der Schaden eventuell wieder behoben sein, wurde gesagt an der Kasse. Aufgefallen ist auch bei dieser Gelegenheit, dass ich Schwytzer-Dytsch gar nicht so gut verstehe, wie ich mir ein Leben lang einbildete. Meistens muss ich darum bitten, sich zu wiederholen, und das tun sie in Zürich auch gleich, wenn ich mich nicht täusche, dann etwas entschärfter, sozusagen.

Also setzte ich mich in die Bar, die zum Xenix gehört, wo flotte, wirklich interessante, noch nie gehörte Musik anfänglich lief, und trank einen vor meinen Augen hergestellten Ingwer-Zitronen-Tee! Als sich der Ort mit Leuten zu füllen begann und die Musik immer lausiger geworden war – Pop aus den 80ern oder 90ern -, war es dann auch Zeit zu gehen.

Was an Orten, wie dem davor erwähnten Blueberry gut ist, ist, dass sie gut ausgeleuchtet sind, sodass man seinen Block oder Laptop herausholen kann, ohne das Gefühl zu haben, nicht allzu lange schreiben und sitzen zu können – vor lediglich einer Bestellung. Sie sehen, ich bin ein gutgetrimmter Gast der Gastwirte. Weil im Südwesten Deutschlands kommen in den Cafés normalerweise Bedienungen alle Nase lang an und fragen, ob man noch einen Wunsch hätte. Dort verkehre ich an so gearteten Läden wie dem Blueberry nicht. Beim Blueberry unterm Bahnhof in Zürich sieht es ähnlich aus wie bei Mc Donalds. Als ich daran ein weiteres Mal Stunden danach vorbeilief, sah ich, dass das Blueberry sich doch wirklich seinen Platz dort unten mit Burger King teilt: das eine Unternehmen rechts, das andere links. Die jeweiligen Sitzbereiche sind nicht ‚fein-säuberlich‘ voneinander getrennt.

Ja, auch Zürich ist fein und sauber gehalten, wie wohl alle Städte in der Schweiz. An und in der Langstraße sieht es allerdings etwas ‚eingelebter‘ aus: viele Bars, Spielautomaten, legale Hanfverkäufer, Prostituierte und natürlich Imbisse sowie auch Kaffee-Stuben á la Heitzmann, nur in kleinerem Format, Krims-Kram-Verkäufer usw. Viel gesellige Leute sind dort unterwegs an einem Samstagabend. Überhaupt ist Zürich herrlich angefüllt mit den herrlichsten Orten, an denen etwas gegessen oder getrunken werden kann, getanzt und so weiter. Und was nicht nur in jenem Teil Zürichs sehr auffällig ist, ist, dass egal, wo du hingehst oder mit wem du ins Gespräch kommst: die Menschen begegnen dir mit offenem, freundlichen Gesicht. Man scheint schlicht und einfach bemüht, offenbar, nicht so geschäftsmäßig rüberzukommen oder auf striktes Distanzhalten programmiert.

Sehr wohltuend, also!

Damit ich es nicht vergesse:

Bevor im Xenix gelandet wurde – „born in flames“ -, besuchte ich davor gerade nochmals das Riff-Raff, und zwar denselben Nachmittag. Gern wäre ich ins Kunstmuseum et cetera gegangen, was ich mir – auf für den Rückflug – ganz fest vorgenommen habe. Wie es dazu kam? Vielversprechender, aus meiner Sicht, hat sich das Ereignis „African Mirror“ angekündigt. Der Filmemacher selbst sollte eigentlich anwesend sein, dachte ich. Auch daher überraschte gleich zu Anfang des Films, dass ein Schweizer den Film gedreht hat. Ich hätte wetten können, dass irgendwas von Afrikaner gelesen worden ist, der den Film gemacht haben soll – und dass sich die Black Community der Stadt zu diesem Event im Riff-Raff an jenem Tag trifft mit dem Regiseur.

Da muss es sich wohl um eine Verwechslung handeln, bei mir.

Über den Dokumentar Filmer René Gardi lässt sich wirklich gut streiten. Seine im Film verbreiteten Ansichten sowie teils seine Vorgehensweisen beim Filmen und vielleicht auch die Art der Objektivierung seiner ‚Objekte‘ im sagenumwobenen „Mandara“ bieten dazu Anlass. Mandara lag vor der (angeblichen) Entkolonialisierung, wie Gardi so in etwa meinte, in noch unberührten Teilen Kameruns. Er outete sich als einer der ersten 6 oder 7 Weißen, die die Gegend jemals betreten haben sollen.

Ob es nicht sinnvoll wäre, die Wilden zu zivilisieren. Schlafen doch auf hartem Stein. Hätten NICHTS an. Man müsse ihnen Kultur bringen. Gardi zufolge sahen derartige, zivilisatorische Maßnahmen so auch – etwas weiter weg von Mandara gelegen in Kamerun – ansässige Missionare und französiche Besatzer. Letztere schienen nicht gerade zimperlich aufzutreten, wie hie und da kurz, sehr kurz nur, thematisiert wurde im Film – wie am Rande.

Gardi ließ einige Einheimische kleine Szenen spielen vor seiner Kamera, wie, beispielsweise: Junge freit Mädchen, sie unten an einer Wasserquelle in der Hocke er auf dem Baum neben der Quelle sitzend, und mit einer Frucht des Baumes wirft er sie neckend damit, eventuell neckend. Irgendwie taten die beiden Amateurschauspieler aber doch nicht so richtig, was Gardi gern dargestellt haben wollte, wie er anmerkte. Die beiden Darsteller kamen den folgenden Tag nicht mehr zum Dreh, wurde bemängelt.

Überraschend – obgleich es im Film immer wieder überraschender Weise weiß-schwarz Blenden zurück in die Schweiz gab, wo Gardi offenbar herstammt – konfrontierte einen der Film plötzlich mit der Aussage des Regieseurs, dass er in der Schweiz sich an „einigen Buben“ vergriffen hat. Ob Gardi in Afrika unterwegs ebenfalls ‚zugeschlagen‘ hat, war allerdings nicht Gegenstand des Films.

Es ist dennoch ein interessanter Einblick in das Afrika jener Zeit, als die Franzosen noch das Sagen hatten in Teilen dieses Kontinents. Und viele Schweizer scheinen ihrem französischen Nachbarn in Europa nach Afrika als Landbesitzer, Abenteurer und Geschäftlemacher gefolgt zu sein.

Einige Male war ich während der Vorführung geneigt, aus einer Art Protest aufzustehen und zu gehen.

Gut, dass ich durchgehalten habe!

Gut auch, dass einem solch Filmmaterial vorgeführt wird.

Ach ja, born in flames, das ist ein Film aus den 80ern. Eine fiktive Frauenbewegung – „womens army“ – fantasiert in dem Beitrag darüber, wie das Patriarchat abgeschafft werden könne. Der Film spielt in New York meist unter farbigen Frauen, wovon einige mehr oder minder offen lesbisch leben – und es satt haben, andauernd „verarscht“ zu werden von den Männern, „dem System!“ Vergewaltigt zu werden.

Vom Stoff her ziemlich interessant.

Leider wählten die Damen den bewaffneten Kampf, und dann war der Film auch schon zu Ende, noch bevor die Femme-Revolution in einem fiktiven, sozialistischen nachrevolutionären Amerika der Vereinigten Staaten seinen Lauf hätte aufnehmen müssen/können.

Kalt ist es noch immer in Zürich. Die Stadt wacht vielleicht schon bald auf. Es ist ja Sonntag, da darf Frau und Herr Schweizer länger schlafen. Von Lahr bis zum Flughafen in Zürich wurde ich – mal wieder – nicht einer einzigen Fahrbillet-Kontrolle unterzogen. Die Sonne kam diese beiden Tage, in denen hier verweilt wurde, eigentlich immer irgendwann durch, trotz Kälte und etwas Nebel. Hier im Zimmer des Hotel „Montana“, früh am Morgen, dürfte es gern auch etwas wärmer sein.

Ja, wir sind in der Schweiz, okay. Aber dass man für ungefähr 70 Euro am Tag kein Frühstück in der Hotelbuchung hat, daran muss man sich wahrscheinlich wirklich gewöhnen, wie auch 65 Franken für einen, nehme ich an, ganz einfachen Haarschnitt, wie auf einer Preistafel am Fenster eines Friseurladens unten im Hauptbahnhof von Zürich zu lesen war!

Das ist jetzt bereits das dritte Mal, dass mit Edelweiss geflogen wird. Werde ich wohl vorerst so beibehalten, weil man ja sonst nicht, der Bequemlichkeit wegen, nicht nach Zürich kommt – dafür aber nach Straßburg, welches mir vorerst Basel, Zürich oder Freiburg et cetera gut ersetzt, um zuweilen den Mief der Provinz von sich abzuschütteln. Lahr ist strategisch jedenfalls besser gelegen als Kandern, wo knapp 5 Jahre gewohnt wurde. Von dort war irgendwie fast alles ein bisschen zu weit und Müllheim, Rheinfelden, Steinen oder Badenweiler sind zwar schön, aber … .

Basel ist allerdings durchaus eine Wucht. Blöd nur, dass man das Auto nirgends mehr ohne Parkgebühr zu zahlen abstellen kann – außer sonntags, glaube ich. Müllhouse vermisse ich auch etwas, Selestat, Colmar ebenso. Dafür sind aber Karlsruhe, Heidelberg oder auch Baden-Baden sowie das interessante Kehl in meinen ‚Einzugsbereich‘ gekommen durch den Umzug nach Lahr im Schwarzwald usw.

Inzwischen sitze ich nach lockerem Check-in im Flieger. Das Essen war gut. Ich habe den Platz bekommen, den ich eigentlich haben wollte, den zum Gang hin. Der Computer der Airline hatte mir einen Sitz in der Mitte zugeordnet. Der Sitz neben mir wurde netterweise nicht besetzt.

Für Zypern habe ich mir diesmal vorgenommen, die kommenden 8 Wochen oft nach Nikosia zu fahren von der Küste aus. Habe eigentlich eh mein Stamm-Café dort. Mal wieder mehr Präsens zeigen, auch um etwas mehr Kypriaki flottzumachen. Nein, Griechisch kann nur gelesen und einigermaßen verstanden werden.

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vorerst

Vorerst, und Zypern!

Es scheint, solche Vorfälle sind heutzutage nicht mehr größer erwähnenswert. Doch erwähnt sei der folgende hier dennoch:
Griechenland hat den Botschafter Libyens vorerst vor die Tür gesetzt – vorerst!
Nun, dieses Ereignis regt, wenn überhaupt, die Medienlandschaft der Türkei etwas auf, ist anzunehmen. Letzteres, zumal Ankara ja um die Vorrechte der Türkei draußen auf See vor dem Land und darüber hinaus reichend vorrangig ringt. Und im Ringen, griechisch-römischer Stil, sind die Türken ebenfalls eine Macht, um die man nicht herumkommt im internationalen Wettbewerb. Doch das ist hier Thema vielleicht ein anderes Mal.
Ja, die Türken scheinen nun endgültig das Meer, welches an ihr Land oben und unten, sozusagen, grenzt, so richtig wahrgenommen zu haben, wollen wir dazu mal sagen. Ein weiterer Beweis dessen, dass sie mental, und überhaupt, endlich und zuletzt in ihrer anatolischen Heimat aus den Tiefen Asiens einst heranstürmend angekommen sind. Und ob dieser Befund nun für die Anrainer ans Mittel- und Schwarzmeer gut so ist, bleibt zumindest hier auf der Webseite unserer Zypernundmehr-Nachrichten vorerst weiterhin nur als eine Frage formuliert in unserer Menschengeschichte stehen.
Denn mit dem eben getroffenen Befund einher gehen ganz offensichtlich neue/alte Vorstellungen darüber seitens Ankara, wem was wo seit wann und wie gehört im süd-östlichen Mittelmeer gelegen. Der türkische Außenminister, Çavuşoğlu, die Strategie Südzyperns offensichtlich kopierend, meinte:
„Wir sind bereit, mit allen Ländern in der Region bilaterale Verträge abzuschließen, Südzypern ausgenommen!“

Nun, im obigen Zusammenhang trifft es sich eventuell ‚gut‘, dass in einem Teil der vor Zypern gelegenen Gegend im Meer, die von der Republik Zypern (Südzypern) als zu ihr gehörig identifiziert wurde vor einigen Jahren mit Unterstützung ‚gewisser Kreise‘, von der französischen TOTAL eigentlich in Angriff genommen werden soll, nach den wirklichen oder vermeintlichen Schätzen dort im Meeresboden zu suchen und sie möglichst bald in großer Menge zu finden. Mal davon abgesehen, dass man anscheinend immer noch nicht so wirklich ganz genau weiß, was da unter’m Meeresboden so herumliegt und wie viel davon, verwundert uns nun wiederum nicht, die wir die nächste Krise in der Region seit Jahren langsam heranschleichen sehen, dass am Nikolaustag des Jahres 2019 in der türkischen Hürriyet-Tageszeitung unter anderem geschrieben steht, die Franzosen hätten nordsyrischen Kurden in der Provinz Deir ez Zor, sowie auch Kurden der PKK aus der Türkei, an Waffen in der genannten Region Syriens ausgebildet. Anwohner seien nämlich kürzlich vom Lärm der Waffen, die beim Ausbilden abgeschossen wurden in später Nacht, aufgeweckt worden. Panik war die Folge, schreibt die Hürriyet.
Bekanntlich ist das Ölfeld namens „Omar“ noch in der Hand jener in der syrisch-kurdischen Provinz Deir ez Zor, die Ankara wiederum als kurdische „Terroristen“ labelt und äußerst aktiv und eigentlich illegetim, nicht nur derzeit, bekämpft. Und dort in der Provinz Deir ez Zor soll dieser Vorfall mit den Franzosen als Ausbilder also auch vorgefallen sein.
Es geht – wir alle sehen oder ahnen auf einen Blick – auch ums Erdöl, ’natürlich‘, könnte man da noch anhängen. Das erwähnte Geballer der Auszubildenden soll jedenfalls 5 Stunden gedauert haben. 2 Teams spezieller Einsatztruppen der Franzosen seien Kurden an Waffen ausbildend am Werk, laut Hürriyet. Was aber vor allem noch gesagt werden soll in diesem Zusammenhang, zumal die Türkei ja in letzter Zeit kriegerischer als jemals davor um sich schlägt in Teilen Kurdistans, die nicht zur Türkei zählen; aber dennoch auch im Süd-Osten der Türkei selbst:
Herr Anastasiadis und sein Beraterstab im Süden Zyperns ließen am 06. 12. 2019 verlautbaren, dass sie nicht davon ausgehen, mit der Türkei in bewaffnete Auseinandersetzungen zu geraten, vorerst.
Man macht also auf cool in Nikosia-Süd. Ob man sich indes so sicher fühlt wie man vorgibt zu sein, ist eine weitere Frage, die hier leider unbeantwortet bleiben muss, vorerst.
Der Meinung des südzyprischen Präsidenten Anastasiadis‘ schließt sich offenbar auch Griechenland an und der neue Regierungssprecher Zyperns, der Herr Kyriakos Kousios. Letzterer meinte, was die genannte Angelegenheit der Türkei bezüglich der von Süd-Zypern abgesteckten territorialen Ansprüche im südöstlichen Mittelmeer, man werde diesen Disput oder territoriale Verletzung seitens der Türkei nach Den Haag zur Klärung tragen, wo die Akte wohl erst mal vor sich hindämmern wird, und zwar mit zweifelhaftem Ausgang. Letzteres soll heißen, im Laufe der Zeit könnte dieser Schritt Süd-Zyperns – mal wieder – ein Schuss ins eigene Bein werden.
Herr Kousios, werden Sie sich eventuell fragen, wer ist denn das? Nun, er ist der neue Regierungssprecher. Ein beinah Nobody, vorerst. Den hat sich der Präsident der Republik Zypern, Anastasiadis, offenbar bestellt oder ausgesucht, weil Kousios nicht vom Fach ist, also nicht mit sachgerechtem Wissen vorerst aufschneiden kann, welches womöglich den präsidialen Glanz Herrn Anastasidis‘ schmälern könnte.
Überhaupt wurde einiges umgebaut auf Zypern in letzter Zeit. Posten wurden innerhalb der Regierung verschoben. Das große Stühlerücken scheint nun aber abgeschlossen worden zu sein. Genauer: Posten wurden mit alten Gesichtern, meist, besetzt.
Noch signifikanter war und ist allerdings, dass man es doch wirklich bewerkstelligte, aus 30 Munizipalitäten 17 zu zaubern. Natürlich war das Geschrei groß bei dieser vorgenommenen Kürzung, und natürlich geschah diese nicht immer gerecht, ja, die eine oder andere kleine Gemeinde konnte ihren Status gar halten, obwohl kaum mehr als 5.000 Einwohner dort leben und wurde nicht mit einer Nachbargemeinde zusammengeworfen. Doch, es ist endlich was in die richtige Richtung geschehen!
Allerdings wurde vergessen, die Frauen mit ins Boot zu nehmen an anderem Ort. Deren Anzahl wurde nämlich im Rat der Minister Südzyperns auf 1e reduziert, Frau Zeta Emilianidou. Peinlich, äußerst peinlich darf da wohl gedacht werden, wo die Regierenden sich doch so frauenfreundlich geben, so aufgeschlossen. Brüssel ließ mit seiner Kritik an dem vermännlichten Zustand auf Zypern auch nicht lange warten. Anastasiadis steuerte gleich dagegen an, und wies darauf hin, dass man doch 50% “Commissioners” als Frauen abgestellt habe. Dass Herr Präsident glaubt, mit dieser Begründung durchzukommen, müsste eigentlich einmal mehr ein Grund für Zypriotinnen sein, die Kochlöffel für eine Woche niederzulegen, die Kinder ihren Männern umzuschnallen und den Beischlaf zu verweigern (ja, ich weiß, da sind ja noch die Hausangestelltinnen aus Sri Lanka und so). Warum dieses Aufbegehren? Weil, es ist nun mal so, dass ein Commissioner im Rang unter einer Ministerin steht, darum!

Der Außenminister Zyperns, Herr Niko Christodoulidis, verspricht jedenfalls, sich ins Zeug zu legen in Den Haag für die Belange Zyperns und die Reichtümer im Meer, die man teils schon verhökert hat, obwohl sie noch gar nicht so recht als in erwünschter Menge vorhanden bestätigt wurden von den ausländischen Firmen, die den Bergungs-Job für die Insulaner erledigen sollen. Und was Den Haag angeht – wie Sie wahrscheinlich wissen, erkennt die Türkei Südzypern als legitimen Staat nicht an -, haben unsere Freunde aus Nikosia-Süd ihre Beschwerde an Ankara – ganz geschickt – in Athen an die türkische Regierung übergeben. Genauer, sie wiesen in diesem Brief darauf hin, dass man der oben bezeichneten Angelegenheit wegen sich an Den Haag gewendet habe. Punkt! Doch, welch Schreck, die Botschaft der Türkei in Athen nahm das Schreiben der Süd-Zyprer nicht entgegen. Also wurde das Schreiben kurzerhand zugefaxt. Signifikant daran ist jedoch, dass in Den Haag bei jeder Streitigkeit, die beigelegt werden soll, die Bedingung besteht, dass beide am Streit beteiligten Parteien einverstanden sein müssen, dass der Streit in Den Haag beigelegt wird. Danach sieht es offenbar nicht aus, vorerst.
Diese Regelung in Den Haag erscheint zumindest auf den ersten Blick sonderbar. Das stimmt! Aber …
Und so kommt es, beispielsweise, das Griechenland schon seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts darauf wartet, dass Ankara sich in Sachen „kontinentaler Platte“ im östlichen Mittelmeer auf diplomatischem Terrain nicht bewegt, also in Sachen, wem von beiden Streithähnen welcher Teil der Platte zusteht etc. Folglich dürfte Nikosia-Süd, welches einen kleinen Medienspektakel aus der Einreichung der Angelegenheit in Den Haag derzeit dreht, sich ganz offensichtlich einen weiteren Dämpfer einfahren, sollte man denken, da die Türkei eventuell nicht reagieren wird. Doch wer die Damen und Herren im südzyprischen Parlament kennt, oder zu denken glaubt, sie zu kennen, wird wissen, dass dem ziemlich sicher so nicht sein wird. Warum? Weil wohl die meisten Abgeordneten darüber sich einig sein dürften unweit der Mauer in Nikosia, wo das „Haus der Repräsentanten des Volkes“ angesiedelt ist nahe des wieder Instand gesetzten Stadttheaters: Hauptsache, der böse, zu große türkische Nachbar wurde zumindest mal wieder auf der einen Seite der Insel derart angegnurrt, dass die auf der anderen Seite einigermaßen vernehmlich davon etwas mitbekommen – darüber hinaus könnte die entstehende Entfernung das Gegnurre in so etwas wie ein Wimmern, eventuell, verzerren oder entfremden!
Die südzyprischen Edek und Diko-Parteien behaupten, diese tolle Idee nach Den Haag zu gehen, als erste ausgegeben zu haben. Welch bravuröse Leistung! Und, eigentlich wollte man diese Angelegenheit ja nicht in die Öffentlichkeit tragen. Aber was tut Mensch nicht alles, um sich Pluspunkte einzufahren, vermeintliche Pluspunkte, sagen wir hier dazu. Letzteres, da nicht nur aus unserer Sicht die Türkei im Laufe der Zeit durchaus gute Aussichten hat, zu ihrem ‚Recht‘ im südöstlichen Mittelmeer zu kommen, weil die territorialen Ansprüche Südzyperns nun mal angreifbar erscheinen. Doch, wie ja in anderen Bereichen oder an anderen Orten ersichtlich wird, kann bei solchen und ähnlich gelagerten Dingen nie gesagt werden, welches Urteil gerade herauskommt. Ergebnisse sind das, die besorgniserregender Weise zu oft von dem, was allgemein als gerecht empfunden wird, abweichen: siehe Palästina, siehe-siehe!

Welch Segen, eben Gesagtem entgegnend: Noch scheint der Außenminister Christodoulidis ’seinen‘ Süd-Zyprern beliebtester Minister im Kabinett zu Nikosia zu sein. Wo man sich allerdings schon fragen muss, wieso eigentlich? Denn in gewisser Weise erinnert Herr Christodoulidis einen frappant an den deutschen Außenminister Maaß: ähnlich unscheinbar, ähnlich wirkungslos, weil unbestimmt in dem, was er sagt und so weiter: glatt und glitschig wie ein diplomierter Aal. Was Christodoulidis angeht, hat eine Meinungsumfrage allerdings das Gegenteil von eben Gesagtem festgestellt!

Ja, das weiter oben Dargelegte klingt schon fast wie eine Kriegserklärung, also, was die Franzosen da getan haben sollen als Ausbilder von Kurden in Syrien, die Erdoğan ja als kurdische Terroristen bezeichnet, andere allerdings als Freiheitskämpfer, und zwar dann klingt das so, wenn wir bereit wären, der vermeintlichen Wichtigkeit Rechnung zu tragen, die die genannte Meldung eigentlich in Ankara verursachen müsste. Wir müssen vorerst wohl noch etwas abwarten, um zu sehen, ob es sich dabei um eine Ente handelt oder ob dieses Zeug doch dafür taugt, damit politisch in irgendeine Richtung zielend, sagen wir, Profit schlagen zu können.
Ja, alle scheinen in dieser Welt inzwischen am Profitieren bei irgendwas, irgendwo interessiert zu sein, so, dass sie sich dabei sogar mit Gegnern verbünden hie und da, wir erinnern: die USA, die islamistische Extremisten unterstützt haben sollen; oder Deutsche, die einst Giftgas im Irak an Saddam Hussein & Co. vertickten, um Iraner zu töten und sich dann darüber freuten in Bagdad in einem 5-Sterne Hotel den Event abfeiernd, wie ein ehemaliger Journalist der Frankfurter Zeitung noch heute reumütig zu berichten weiß etc. – und so etwas, bitte sehr, nur wenige Jahrzehnte nach Auschwitz!
Eine mildere Auflage des eben genannten ‚lustigen‘ Verquer-Spiels ist in diesen Tagen offenbar, dass jene in den USA, die D. Trump aus dem Amt fegen wollen, dies deswegen so vehemment versuchen, da ihnen Trump ansonsten nachweisen könnte, dass sie selbst an Verfehlungen nicht gerade gespart haben (weil Herr Biden und Sohn in der Ukraine sich unrechtmäßig bereicherten usw.).

Ach, bleiben wir doch noch etwas bei unseren zyprischen Freunden.
Die Politis vom 07. Dezember 19 lässt wissen:
„Die Verfassungsänderung erreichte gestern lediglich marginal ihr Ziel …. Herr Anastasiadis würde zwar gern, obgleich, er sagt aber, es ginge nicht an, Anspruch auf eine dritte Amtszeit zu erheben, das könne nicht sein. [Wir haben also Grund uns zu freuen!?] Insbesondere im Plenum vom 06. Dezember 2019 wurde nämlich ein Gesetz verabschiedet, welches den Rahmen der Maßnahmen setzt, welche die Regierung zur Stärkung politischer Rechenschaftspflicht ergreift, und die nicht erlaubten, einen Kandidaten zur Wahl des Präsidenten der Republik aufzustellen, der bereits 2 Mal in Folge dieses Amt innehatte. Eine angestrebte Relativierung der angesprochenen gesetzlichen Änderung seitens der AKEL wurde abgelehnt im Parlament. Die kommunistische Partei, also die AKEL, würde es nämlich gern gesehen haben, dass die beiden aufeinanderfolgenden Amtszeiten eines Präsidenten zu einer Amtszeit zusammengezogen bewertet werden.“
Herr Anastasiadis, schreibt die zyprische Ausgabe der Fileleftheros, habe bemerkt, dass er, der Präsident höchstselbst, solch ein Verfahren schon vor seiner erstmaligen Wahl zum Präsidenten der Republik einst angesprochen habe – keine dritte Amtszeit.

Ansonsten ist des Weiteren zu erfahren, dass im diesjährigen November im Vergleich zum November des Jahres 2018 erfreulicher Weise ungefähr um die Hälfte weniger Krankschreibungen im Süden Zyperns verzeichnet wurden.
Und da wir schon bei positiver News sind:
„Zum Erhalt der Biodiversität Zyperns und zur Erstellung des Rahmens eines Aktionsplanes für die geschützten Gebiete des Netzwerks „Natura 2000“ wird erwartet, dass 17 Millionen Euro für dieses europäische Projekt bereitgestellt werden, die unser Umweltamt für die Republik Zypern ‚gewonnen‘ hat, und zwar in Kooperation mit 14 Trägern. Gemäß des Landwirtschaftsministeriums geht’s um das Projekt namens „LIFE IP Physis“, gemanaged von der Natura 2000 in Zypern, welches eine lebensfähige Zukunft ermöglichen soll. Es gilt als das ehrgeizigste Projekt, dass die genannten Gelder erhält. Das Programm LIFE ist bereits seit 27 Jahren existent. Insgesamt 15 Träger (öffentliche und private) widmen sich allein dem Ziel, das Netzwerk der Natura 2000 fertigzustellen und eine lebensfähige Zukunft zu kreieren (Politis 07.12.19).“
Man kann Letzteres allerdings auch etwas weniger positiv beleuchten.
Der Vorwurf lautet nämlich, dass Zypern vor allem auf dem Papier 63 geschützte Gebiete als Zierde auswies und entsprechend zwecks Imagepflege lediglich benutzt. Dass aber effektiv fiel weniger Gebiete als wirklich geschützt auszuweisen wären im Natura 2000 Netzwerk. Von herrschender Schizophrenie der Regierung in Nikosia-Süd soll gar die Rede hie und da sein. Weil die als zu schützen ausgewiesenen Gebiete ‚dürfen‘ leider zu oft dem sogenannten „öffentlichen Interesse“ weichen.
Brüssel ist darüber nicht amused. Weil die Regierung hebelt derart eigene, bestehende Gesetze ‚lustig‘ vor sich hinbauend aus. Und dieser Zustand hält an. Wenig hat sich seit dem Beitritt zur EU diesbezüglich geändert. Nikosia ist scheinbar unverbesserlich in Sachen Umweltschutz. Da wird einfach in zu als schützend ausgewiesene Gebiete hineingebaut, immer wieder, ohne irgendwelche statistische Erhebungen im Vorfeld getätigt zu haben. Und das nervt!
Allerdings kann hier auch niemand nachvollziehen, warum Zypern dafür noch immer nicht abgebüst wurde seitens Brüssels, und zwar mit einer saftigen Geldstrafe, noch besser, mit Androhung eines Ausschlusses von Fördergeldern der EU, weil Geld ist die Sprache, die man in Nikosia-Süd besonders gut versteht.
Apropos: Natura 2000 ist ein Netzwerk für halb-natürliche Gegenden in der EU, die es zu schützen gilt. Das „halb“ weist uns bereits darauf hin, dass in solchen Gebieten durchaus gebaut werden kann, aber eben bestens kontrolliert und gut geplant – möglichst im ‚Verbund‘ mit den biologischen Erforderlichkeiten vor Ort. Manche Schlaumeier in Nikosia-Süd benutzen das Label „im öffentlichen Interesse“ offenbar, um mehrer Millionen schwere Projekte in geschützten Gebieten anzubringen, wie es gerade vor Pafos geschieht, das ist in Richtung Akamas, im Ezousa Tal.
Die Damen und Herren im Parlament, nichts anderes war zu erwarten, haben das fatale Projekt in der Akamas durchgewunken. Hurra, die Flora und Fauna vor Ort freut sich jetzt schon riesig darüber – und jene, die dort, ausgerechnet, reich werden wollen als Investoren ebenso!
Dass der Lebensraum für Vögel als offenbar nicht von Wichtigkeit angesehen wird auf Zypern, und dies vor allem von größten Teilen der Regierenden, lässt einen geradezu unweigerlich darauf schließen, dass DIE, die über solche Investitionen befinden, offenbar noch immer an der zyprischen, traditionellen Leibspeise, Singvögel, sich ‚verköstigen‘ könnten. Kurz: Singvögelverspeisern scheint das geltende Gesetz zum Schutz dieser trillernden und fliegenden Tiere, sowie anderer Tiere, offenbar scheißegal zu sein! Denn der beschriebene Wahnsinn spielt sich nicht nur in und/oder unmittelbar vor der Akamas gelegen ab. Leider. Noch andere von der Natura 2000 als schützenswert ausgewiesene Gegenden werden auf Zypern einfach wegbetoniert, sagen wir, sie sind hoch gefährdet, schon demnächst von dieser zukünftigen Realität eingeholt worden zu sein – siehe zum Beispiel auch die Gegend um den See bei Oroklini, die selbem Schicksal entgegensieht.


Außerdem, mag noch gesagt werden, schrecken Geldstrafen die Herren und Damen im Parlament in Nikosia-Süd wahrscheinlich gar nicht genügend ab, da sie ja nicht mit ihrem eigenen Kapital für angerichteten Schaden einstehen, eigentlich, aus ihrer Sicht, eventuell, nur gewinnen können. Das Einstehen dafür, das tut nämlich, wie auch in Deutschland beispielsweise, der Steuerzahler. Etwas anders als in Deutschland, finden nicht nur wir hier, scheint den Herrschaften im Parlament der Steuerzahler vor allem von Wichtigkeit zu sein, wenn Wahlen bevorstehen.
Da fragt man sich also, was denn nun eigentlich die neue Umweltministerin Südzyperns, Frau Klelia Vasiliou, zu all dem sagt? Vorerst nichts, wie zu hören war im Radio! Kaum im Amt, schon abgetaucht. Die Dame fängt ihren Dienst oder ihr Amt sozusagen ‚klassisch‘ an, vorerst!?

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