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Erdogan verstehen!?

Heute Morgen ist über dem Meer bei Mari hier auf Zypern nicht die Sonne, sondern zuerst ein Wolkenmeer beherrschend am Himmel zu sehen gewesen. Nach Monaten mal wieder zum ersten Mal. Jetzt, nach dem das Frühstück gegessen und die Katzen gefüttert sind, holt sich die Sonne allerdings, was ihr gebührt – die Weite des Himmels, doch nur ganz unüblich für ein-zwei Stunden. Es donnert und blitzt gerade!

Man sollte gar nicht glauben, dass keine Flugstunde von hier weggelegen, der Himmel von weitaus bedrohlicheren Dingen als ein paar Wölkchen, die den Herbst verkünden, bevölkert wird. Eigentlich fängt das Ding mit der Bedrohung, wie zu lesen ist in zyprischen Tageszeitungen seit einigen Monaten, unmittelbar vor Limassol im Meer bereits an. Die Rede ist allerdings nicht davon, dass Zypern das EU-Land mit der höchsten Auslandsverschuldung ist. Sondern: Bekanntlich erkunden die Türken in der angeblichen Zone der Republik Zypern vor Limassol, ob aus dem Meeresboden noch schnell ein paar Reichtümer zu zerren sind. Solche, die man für allfällige Kriegseinsätze gebrauchen könnte, versteht sich, haben eine gewisse Priorität oder erhöhtes Interesse.

Und genau dieser Punkt ist derjenige, den die Südzyprer Jahre lang zu sehr außer Acht gelassen haben – sagen wir aus Überheblichkeit, vorrangig. Sie wollten nämlich nicht wahrhaben, dass ihr unangenehmer Nachbar wahr macht, von was er da so redete: ein Player in der Region südöstliches Mittelmeer zu werden oder zu sein. Der ist er nun, vorerst jedenfalls. Und dass dem so ist, unterstreichen Erdogan & Co. deftig, damit es auch niemand einfalle, diese Tatsache weiterhin in Abrede zu stellen.

Die Republik Zypern hat sich also verzockt. Denn die Türken werden wohl schon demnächst auch dazu übergehen, das Gas oder Erdöl usw. zu fördern, welches sich die Zyprer zugeteilt hatten, indem sie das Meer vor ihnen gelegen mal kurz aufteilten nach Gusto und wie sie glaubten, es tun zu können, ohne Backing der Türkei. Warum sollte das derzeit wie entfesselt agierende Ankara bei derzeit solch günstiger weltpolitischer Konstellation nicht – gerade nochmals – va banque spielen?

Als jemand, der Jahre in der Türkei verbrachte und Türkisch liest und spricht, mag in diesem eben genannten Zusammenhang ganz unwissenschaftlich darauf verwiesen werden, dass Türken im Allgemeinen eine Neigung zum Spielen haben. Dass wie im Spiel auch in der Politik ein gewisses Risiko zu fahren ist, um zu überleben, um besser zu existieren, diese Einsicht scheint allgemein usos zu sein unter Türken: wer nichts riskiert, der nichts gewinnt! Da passt es außerdem ganz gut, dass in der Türkei en gros sich Männlein und Weiblein in dieser Ansicht einig sind.

Erdogan hat länger geplant und vorbereitet im Politischen und wird nun, da das Schicksal ihn gerade 4 Asse haben lässt, nicht noch in Abwägen und parlamentarische Debatten womöglich schalten, sondern, wie wir sehen, tat er, was von einem Führer der, sagen wir es doch, traditionellen Schule verlangt und erwartet wird: Schicksale und Historie bestimmen!

Hier war niemand überrascht, dass die Kurden mal wieder Eins übergezogen bekommen. Wir haben diese Entwicklung schon gefühlt ein-zwei Jahr vorher kommen gesehen und in einem oder mehreren Artikeln erwähnt. Die in sich verstrittenen Kurden machen es jenen, die von außen kommend in guter Absicht sich ihnen anschließen wollen, offenbar immer noch schwer. Gemeint sind vor allem jene Kurden, die in Europa leben und organisiert sich oft, wahrscheinlich zu oft, unter sich die Hölle heiß machen, wie man sagt. Die Kurden allgemein haben es zweifellos noch immer nicht kapiert, dass man sich international Freunde schaffen muss, Partner! Keine Stammtischrevoluzer gilt es zu aktivieren, sondern mit Menschen zu kooperieren, die dann, wenn es so weit sein sollte, für sie einstehen, und nicht nur Verlautbarungen von sich geben! Bestes Beispiel ist jene Regierung für eben Gesagtes, die nachweislich seit ihrer Gründung anscheinend lediglich 24 Jahre ohne einen Krieg zu führen existiert in über 200 Jahren Existenz, also solche Politiken umsetzt – die USA. Mit solch einem Partner ist man einerseits gut bestückt, ja, das stimmt, andererseits darf man sich dann aber nicht wundern als Volk, welches noch nicht mal einen Nationalstaat zugesprochen bekommen hat und in den USA keine Lobby-Maschine aufgebaut hat, wenn man – irgendwann – beiläufig wie eine heiße Kartoffel gefallen lassen wird.

Es bedürfte anstatt schon seit Längerem, wir wiederholen uns hier eigentlich, dass diese eingeigelten Kurden ‚Fremde‘ endlich in ihre Reihen aufnehmen, und noch wichtiger, und zwar so, dass denselben auch die Möglichkeit gegeben ist, wirksam Einfluss auf Entscheide nehmen zu können mittles ihrer (externen) Expertise usw. Mal abgesehen davon, dass sich Kurden eh erst einmal untereinander Grün sein müssten, wie man sagt.

Beides ist eben nicht der Fall.

Man muss nur Medya TV irgendwo aus Belgien ausgestrahlt sehen und hören, und dann weiß oder ahnt man, dass Erdogan, irgendwo und irgendwie, womöglich einen Punkt anrührt, der nicht so ohne Weiteres übersehen werden kann in seinen Verlautbarungen.

Kurden sind keine Terroristen, natürlich.

Doch viele Kurden haben sich in ein derartiges Verhaltenskonstrukt, wollen wir es mal nennen, pressen lassen oder ergeben, sodass unumwunden gesagt werden kann: Ja, es gibt auffallend viele Leute unter Kurden mit tendenziell terroristisch einzustufendem Gedankengut etc. Jetzt könnte argumentiert werden: Aber das alles hat ja auch einen Grund. Stimmt. Den hat es. Nur darf dieser Grund Teile eines Volkes, welches, wie bereits gesagt, untereinander verstritten ist und räumlich eh bereits geteilt irgendwie sich zusammengehörig denkt oder fühlt, nicht zu der Annahme verleiten, nun aktiv terroristisch agieren zu können, und den Rest mit seinen Taten ins Unheil mit hinabzuziehen. Ja, Letzteres, der terroristische Weg ist gemeint, ist nämlich auch, den leichteren Weg zu gehen, den der groben Gewalt, eben des Terrors. Anstatt gelte, dass genau diese Teile der kurdischen Existenz vernehmlicher kooperierten, und zwar untereinander und dann in und mit den Staaten, in denen gelebt wird.

Im Prinzip ist unter Kurden allgemein das entstanden, welches die meisten Kurden zermürbt, spaltet und auch extrem werden lässt – scheinbar selbstverständliche Selbstbestimmtheit anderer oder eine eher unappettitliche Variante des Chauvinismus‘, die auf Schritt und Tritt begegnet – den Kurden aber nicht gewährt wird, weil sie offenbar von Anfang an, sozusagen, nicht verstanden haben, dass solch ein Auftreten EINHEIT braucht.

Als Volk ohne einen Staat gehört zur Analyse dieses staatenlosen Zustands halt nicht nur: Wie komme ich zu einem Nationalstaat? Sondern auch: Wieso haben wir eigentlich keinen Nationalstaat? Könnten wir womöglich wirklich in der Geschichte Fehler begangen haben? Müssen wir wirklich einen eigenen Staat haben? Haben wir nicht vielleicht doch genügend Möglichkeiten, in einem der uns ‚besetzenden‘ 4 Staaten unser Leben zu leben? Und was, bitte sehr, ist unsere Identität, wenn nicht auch der Umstand, dass wir von je her staatenlos als Kurden in Staaten leben?

Wo also ist das Problem nach über 100 und mehr Jahren Kampf, den eh nur eine Minderheit der Kurden kämpft. Die meisten Kurden sind integriert, irgendwo. Die meisten haben vom Sonderstatus „Kurde“ die Nase gestrichen voll. Und das Beispiel Israel, welches es schaffte, aus der Asche aufzuerstehen, ist für Kurden, behaupte ich hier, keine gute Leitlinie.

Ja, die Kurden hätten ein Recht auf einen eigenen Staat, wenn man es theoretisch betrachtet. Doch darf ganz stark bezweifelt werden, dass sie im Stande sind, ohne sich darin selbst zu zerfleischen, diesen so zu führen, dass, sagen wir es mal so, die üblichen Standards eingehalten werden – angefangen bei der Umwelt und ihrem Schutz, zu dem der Menschenrechte und, nicht vergessen, der Demokratie. Zwar soll es in dem angeblich selbstverwalteten Teil namens „Rojava“ so etwas wie Frauenrechte geben. Wir zweifeln aber daran, dass es wirklich selbstverwaltet war oder ist und auch, dass diese Frauenrechte in Rede von Bestand wären, würde schon morgen ein „Kurdistan“ (Teile der Türkei, Irans, Iraks, Syriens und Armeniens) existent sein dürfen. Kurdische Frauen würden wahrscheinlich schneller als der IS gucken kann, in den jeweiligen für Frauen traditionell gedachten Bereichen und Aufgaben verschwinden – ganz progressiv, sozusagen. Und jede Jean d’Arc oder Aktivistin der „me too“ a la Kurdistan würde sich eventuell wundern, wo denn nun ihre davor propagandistisch ausgeschlachteten Rechte abgeblieben sind. Hier täuschen wir uns gern mit unserer Einschätzung, aber … .

Ja, und das ist also vielleicht der Knackpunkt! Das lässt nämlich fragen, ob Erdogan nicht vielleicht doch einen Punkt hat, wenn er sagt: aber ich will keine Terroristen andauernd an meiner Grenze haben. Des Weiteren dürfte Erdogan argumentieren: Weil diese Leute unseren Kurden nicht nur das Leben erschweren, nein, sie wiegeln sie auch noch auf gegen uns, letztlich gegen sich selbst, indem tausende Situationen erschaffen werden, wo unser Staat, die Republik Türkei, einfach gewaltsam einrücken muss, um Frieden und erreichten Wohlstand zu sichern, nur um dann ein mal mehr als der BÖSE ausgemacht zu werden. Wir könnten den Osten der Türkei nämlich schon längst zu einem lukrativen Ort gewandelt haben, nur, diese Kurdistan-Steinzeitler sind uns dabei im Weg! Weil sie auf ihren Kurdenstaat pochen.

Was soll das!

Ihr seid Menschen, reicht doch, Türken mit kurdischer Herkunft. Und wie gesagt: man kann seine Identität sehr wohl leben in der Türkei, solange man nicht um sich schießt, nur weil man glaubt oder befürchtet, nicht genug vom Kuchen abzubekommen.

Und ja, da ist etwas dran an der Benachteiligung, die es durchaus auch gibt, aber nicht nur. Doch wenn der bewaffnete Konflikt mit der PKK nie ausgebrochen wäre Mitte der 1980er Jahre, hätten wir im Jahr 2019 schon längst den Zustand erreicht, wo es jedermann piep egal wäre in unserer schönen Türkei, ob du Laze, Tscherkese, Deutscher oder eben Kurde als Türke bist – Grieche, weil es uns wirklich gut ginge ökonomisch. Warum kapiert das keiner von denen! In den USA wurden in der Geschichte schließlich auch ähnliche Kompromisse eingegangen. Wenn man sich umguckt, war das eigentlich überall von Nöten.

Warum, also, sollte die Republik Türkei sich endlos mit diesem Thema herumschlagen? Ja, die Invasion in Nordsyrien ist vor allem in diesem Zusammenhang zu sehen. Außerdem gibt es dort auch bestimmt Bodenschätze, die sich anzueignen kein allzu großer Fehler sein kann, vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Gebiet im Grunde eh einst Teil der osmanischen Masse war, also zu uns gehörte, erschlossen werden muss. So ähnlich klingt Genosse Erdogan durchaus auch, zuweilen!

Die Kurden haben gewiss Recht, wenn sie die humanitäre Verletzungen anprangern, die seitens der Türkei und ihrer Unterstützer begangen werden. Aber sie hätten es wissen müssen!!! Sie hätten auf Grund ihrer historischen Erfahrungen wissen müssen, dass auch die USA sie irgendwann hängen lassen wird, und dass man gegen Teile der Kurden, die diesen Kampf seit Jahrzehnten führen, sich als träge Masse ENDLICH hörbarer zu erheben hat!

Und jetzt ist es eben 2019 passiert – mal wieder -, dass sie in der Falle hängen und sich auch noch mit ihrem weiteren Schlächter, Assad, freundlich stellen müssen. Geht es noch peinlicher? Da hätte ich mir mal vorher Gedanken gemacht, und zwar derart, dass mir ein Zusammengehen mit der Türkei vielleicht doch lieber gewesen wäre. Immerhin hat die Türkei einen gewissen Bonus – am Rande eines demokratischen Gemeinwesen stehend, Beitrittskandidat zur EU etc. Syrien dagegen hat nur eines zu bieten: Willkür und Diktatur.

Um dem Spuk ein Ende zu machen, und vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Welt, ist den Kurden einfach zu raten, auf ihr „Kurdistan“ endlich zu verzichten, und sich ENDLICH dort, wo sie leben, noch dienlicher einzubringen – auf ihre Rechte als dortige Mitbürger pochend usw. Aber dazu haben sie, zumindest, was die Kurden in der Türkei angeht, mit der Mehrheitsbevölkerung zusammen eventuell bereits zu viel Porzellan zerschlagen.

Kurden dürfen Einflüsterungen des Westens und Israels nicht länger Gehör schenken, denn am Schluss sind sie die Gearschten!!! Streckt die Waffen!!!!

Den Zyprern ist in diesem Zusammenhang zu raten: Schließt euch schnellstmöglich Israel an! Alle anderen Optionen scheinen vorerst einem Bewahren des südzyprischen Lebensstandards, des relativen Friedens, der herrscht, entgegen zu stehen!

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treli, meschnun, deli

Wahnsinn

Hallo, wie geht es Ihnen?

Gewiss haben Sie bereits davon gehört, dass Netanjahu bombend um sich beißt. Im Libanon lässt er immer noch geheime Interventionen durchführen. Nur dieses Mal hat sich der Führer der Schiiten Libanons in Europa und der Welt hörbarer zu Wort gemeldet. Es wird geschrieben, er habe gedroht, also müsse Israel daher sich wehren gehen. Man könnte aber auch schreiben, dass der Schiite sich wehrt und Israel mit seinen Aggressionen aufhören muss – seine Pläne, Israel zu erweitern vom Territorium her.

All das hält Israels Armee offenbar nicht ab, gleichzeitig hie und da auch noch ein paar Bomben irgendwo im Irak loszuwerden, das ist Tod bringend fallen zu lassen, als wollten es, wird geschrieben, den Iranern zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man den politischen und religiösen Gegner unmittelbar an ’seiner‘ Landesgrenze sich aufbauen sieht.

Bekanntlich haben die Iraner Militär in Syrien und dies möglichst nahe zu Palästina. Und bekanntlich hat sich Israel inzwischen auch, doch nicht nur, den syrischen Golan scheinbar so angeeignet, dass eine Rückgabe an Syrien nicht mehr zur Debatte stehen soll seitens Tel Aviv. Zumindest hört sich Netanjahu entsprechend an, wenn er dort in der Gegend unterwegs begleitet von schwerbewaffneten Militärs an Mikrofone tritt.

Menschenleben, die keine Israelis oder Westler sind? Offenbar Nebensache!

In Syrien tobt so ungefähr derselbe Wahnsinn wie in Palästina oder neuerdings wieder im Libanon, und wir gucken hier in Lahr oder Berlin etc. sitzend zu. Man fragt sich jetzt bereits, wie bei so viel Kriegslust, die seitens der USA und ihren Verbündeten besteht, jemand ernsthaft daran glauben kann, dass im nächsten Jahr die WM in Qatar durchgezogen werden kann – denn im Jemen sterben bekanntlich immer noch Menschen, weil unter anderen die Saudis und die Emiratis ihr ‚heilbringendes Werk‘ dort verrichten. Der Iran hat sich scheinbar auch tiefer in diese dumme, kriegerische Sache im Jemen ziehen lassen – und somit auch Russland. Letztere bekanntlich vor allem in Syrien.

Den Iran darf man also mit Kritik an dem zuvor bezeichnenden Wahnsinn auch nicht mehr aussparen – so auch die Türkei, die ihr Engagement bis nach Libyen und dem Sudan, Qatar etc. ausgeweitet hat – Aserbaidschan sowieso, Türkmenistan, ja, China gar – obgleich China ja äußerst unfreundlich, wollen wir es mal milde ausdrücken, mit seinen Türkvölkern im Westen des Landes umgeht derzeit.

Und was Syrien betrifft, kann man Dinge, wie die Folgenden beispielsweise lesen, während wir hier in Germany darüber diskutieren, ob dieser oder jener Fußgängerbereich nicht doch mit Pollern versehen gehört zwecks Schutz der Fußgänger, ob der Europa Park in der Gemeinde Rust und dessen Neuanbau „Rulantica“ (Wasser-‚Fun‘-Anlage) nun Segen oder Schrecken für die Bevölkerung von Rust und deren Wasserversorgung wird oder ist etc. Ob unsere Kinderlein denn dieses Jahr ENDLICH bundesweit ihren Computer im Unterricht haben werden können, damit sie entsprechend getrimmt den angeblichen Erfordernissen der Zeit sich entsprechend stellen können. Wir sollten das eben benutzte Wort „Zeit“ gleich besser mit ‚industriellen Bedarfen‘ auswechseln. Finden Sie nicht?

Also:

Die syrischen Rebellengruppen sollen erstmals seit Wochen wieder eine Gegenoffensive gegen das Assad-Regime im Südosten der Provinz Idlib gestartet und bisher drei Dörfer von den Regimekräften zurückerobert haben. Die allgemeine Lage ist jedoch laut Syrien-Expertin Elizabeth Tsurkov weiterhin stark zugunsten des Regimes und Russlands zu sehen.

 

Lokalen Bewohnern zufolge wurden in der Nacht zum Dienstag mehrere Luftangriffe auf Stellungen der vom Iran unterstützten schiitischen Milizen nahe Albu Kamal westlich des Eufrats durchgeführt. Der Nahostexperte Charles Lister vermutet Israel dahinter.

Al-Jazeera Journalistin Zeina Khodr twitterte am Montag, dass Russland Militärpolizei im Umkreis des türkischen Beobachtungsposten in Morek/Provinz Hama verlegt habe. Der Beobachtungsposten werde gegenwärtig von Regimetruppen umzingelt. Khodr vermutet, dass Russland kurz vor dem Zusammentreffen zwischen Erdogan und Putin Spannungen abbauen wolle.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sollen am Montag bei Luftangriffen des Regimes auf Idlib sechs Zivilisten getötet worden sein, darunter eine Frau und ein Kind im Dorf Baskala im Süden der Provinz Idlib.

Präsident Erdogan sagte am Montag in der Provinz Mus/Türkei laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, dass die Türkei zu einem baldigen Einsatz von Bodentruppen im Norden Syriens bereit sei. „Wir gehen davon aus, dass unsere Bodentruppen bald in die Region eindringen werden.“ Zwar hätten diplomatische Mittel Priorität. Aber sein Land sei auch zum Handeln bereit, sollte es sich dazu gezwungen sehen.

Der syrische Oppositionelle Asaad Hanna twitterte, dass seit Oktober 2018 mehr als eine Million Inlandsvertriebene nach Nordsyrien geströmt seien.

Den Weißhelmen zufolge seien Anfang August, seit dem Zusammenbruch des 4-tägigen Waffenstillstands, 130 Zivilisten bei russischen Bombardierungen in der Provinz Idlib getötet worden, schreibt Zeina Khodr.

Die politische Beraterin von Syriens Machthaber Bashar al-Assad, Boutheina Shabaan, soll überraschend in der kürzlich vom Regime zurückeroberten Stadt Khan Sheikhoun in der Provinz Idlib aufgetaucht sein und zu den Soldaten des Regimes gesagt haben, dass man für sie bete. [Nach dem Motto: Wie halte ich mir meine uniformierten und schulisch schlecht ausgebildeten Kampf-Sklaven treu].

Nordosten

Am Montag seien bei einem Autobombenanschlag in der Palästina-Straße im Zentrum der Stadt Tabaqa westlich von Raqqa ein Zivilist getötet und weitere, darunter eine Frau, verletzt worden, schreibt die Zeitung Zaman al-Wasl.

Die YPG-geführten SDF-Kräfte sollen Oppositionsquellen zufolge in der Ortschaft Maaizileh in der Provinz Deir Ezzor zwei Mitglieder der Hisbollah verhaftet haben. [Das müsste Erdogan eigentlich gefallen. Er wird demnächst aber dennoch, vorsichtshalber, auf die YPG verstärkter Jagd im Norden Syriens machen, in der sogenannten Sicherheitszone und gewiss, darf angenommen werden, auch darüber hinaus: siehe regelmäßige Attacken Ankaras in Teilen irakisch Kurdistans. Das vorher Gesagte hat Erdogan bereits mehrfach in Aussicht gestellt und offenbar auch mit Trump, der die YPG-ler fallen lassen wird voraussichtlich wie eine heiße Kartoffel, abgesprochen. Man wird sich überraschen lassen dürfen].

Regimegebiete

Der syrische Aktivist S. Rifai twitterte unter Berufung auf zuverlässige Quellen, dass es zu einem Bruch zwischen Syriens Machthaber Bashar al-Assad und seinem einflussreichen Cousin dem Geschäftsmann Rami Makhlouf gekommen sei. Assad habe am Sonntag bekanntgegeben, dass der Mobilfunkanbieter Syriatel nicht mehr in Besitz von Rami Makhlouf sei. Makhlouf soll als Eigentümer von Syriatel monatlich 20 Millionen Dollar verdient haben.

Das Assad-Regime soll laut des syrischen Aktivisten S. Rifai in den vergangenen zwei Wochen mehrere Maßnahmen gegen Rami Makhlouf ergriffen haben. Die Gier Makhloufs habe Assad verärgert. Zudem habe sich Assad ausgeschlossen gefühlt, weil er am Profit nicht beteiligt gewesen sei. Rami Makhlouf soll außerdem dem Iran sehr nahestehen und mehrere „Mega-Deals“ mit Iran abgeschlossen haben. Die Vereinbarung, die mit Iran zur Kontrolle über dem Latakia Hafen abgeschlossen wurde, sei bereits für ungültig erklärt worden. Zudem sei die „Al Bustan“ [Garten] Wohltätigkeitsorganisation von Rami Makhlouf geschlossen worden. „Al-Bustan“ war als Hilfsorganisation getarnt, soll jedoch tatsächlich iranische Milizen finanziert haben. Auch die Vereinten Nationen sollen die Organisation von Rami Makhlouf mit Geldern unterstützt haben.

Der regimenahe Aktivist EHSANI2 twitterte, dass die Büros von Rami Makhlouf in der Freihandelszone von der Kommission zur Bekämpfung der Geldwäsche gestürmt worden seien. Das Ausmaß der Ermittlungen habe Latakia erschrocken. Ermittlungen seien auch gegen den Geschäftsmann Hamsho in Zusammenhang mit Ausschreibungen des Erziehungsministeriums eingeleitet worden. Das Regime habe Ermittlungen gegen 29 wichtige Geschäftsmänner eingeleitet, darunter Dureid Assad, Jaber und Hamsho.

Der Nahostexperte Charles Lister twitterte unter Berufung auf loyale Kräfte des Assad-Regimes, dass das „korrupte“ Regime in den vergangenen zwei bis drei Wochen ein Korruptionsnetzwerk der Makhlouf Familie aufgedeckt habe. Das Regime, so schrieb Lister sarkastisch, arbeite nun sehr hart, um die Korruption auszurotten und Syrien ‚Gutes‘ zu tun.

Regional/International

Der einflussreiche irakisch-schiitische Geistliche Muktada al-Sadr soll nach den israelischen Angriffen auf Iran-treue Milizen im Irak die irakischen Milizen in Syrien zum sofortigen Abzug aufgefordert haben.

Das Mitglied des politischen Komitees der Nationalen Syrischen Koalition, Ahmad Ramadan, twitterte, dass unbedingt verhindert werden müsse, dass der iranische Öltanker „Adrian Darya1“ das Assad-Regime erreicht. Im Tanker befinden sich 2,1 Millionen Barrel Öl, welche die Tötungsmaschine des Regimes für weitere sechs Monate finanzieren würden, schreibt Ahmad Ramadan aus Syrien.

 

Ja, das, was mir da in die Hände geraten ist, und dessen Quelle nicht genannt werden mag, mag sich vielleicht harmlos lesen oder anhören. Ist es aber nicht. Syrien ist so etwas wie die Hölle geworden; und Zypern ist gar nicht so weit davon gelegen. Immer mehr Flüchtlinge erreichen die Insel, den ‚goldenen‘ Süden derselben. Die Türkei und die Republik Türkisch-Zypern scheinen zu dem naheliegenden Beschluss gekommen zu sein, die Last der Fluchtsuchenden nicht weiter ohne die Teilhabe der Republik Zypern im Süden der Insel auf sich nehmen zu wollen. Und warum sollten sich die Türkei und ihre ‚beschützten‘ Türkischzyprer solch ein Druckmittel auch weiterhin entgehen lassen. Folglich erhöht sich die Zahl der Flüchtenden. Nikosia-Süd macht bereits auf Alarm. Versteht sich, dass man Gelder aus Brüssel will. Dass man aus der Not anderer Profit schlagen will, vor allem in Sachen Zypernfrage. Zum einen hat die Türkei und ihre zyprischen Verbündeten eh Zoff mit Süd-Nikosia wegen den Bohrungen nach Erdgas und Erdöl vor Zypern, die Ankara bewaffnet durchführen lässt. Und zum anderen zeichnet sich ja eh schon wieder ab, dass die Verhandlungen in Sachen Wiedervereinigung der beiden zyprischen Teile der Insel bereits dazu verdammt sind, wieder einmal den Bach hinunter zu gehen, wie man sagt. Wir täuschen uns in diesem Punkt gerne, was aber leider nicht der Fall sein wird. Man wird sehen!

 

Über den innenpolitischen Wahnsinn, der sich auf Zypern selbst derzeit abspielt, wird in den nächsten Artikeln berichtet, die nun wieder regelmäßiger folgen werden. Wie soll man es sagen: Gelegentlich braucht man eine Art Auszeit von dem auf Zypern veranstalteten Polittheater. Auch wenn man die Ereignisse irgendwie noch verfolgt, will man sich manches Mal einfach nicht hinsetzen und diesen Wahnsinn nun auch noch zu Papier bringen – schon wieder. Und über diesen Berg, hoffe ich, hat das Schreiben und viel Schwimmen durchaus geholfen – ein etwas längerer Aufenthalt in der Schweiz und Deutschland.

Das Press und Information Büro in Nikosia, habe ich heute erst erkannt, wie peinlich, hat schon mal aufgehört, mir täglich die Presseberichte zuzusenden, wie es über Jahre der Fall war. Das wird wahrscheinlich eine meiner ersten Taten zurück auf der Insel sein, demnächst, nämlich, dort hinzugehen und diesen Leuten, die man ja über Email nicht erreichen kann, irgendwie, erneut zu bitten, mir die Presseberichte, wie gehabt, wieder automatisch zukommen zu lassen.

Kann gut sein, dass sich in der PIO etwas in deren Verfahrensweisen geändert hat, die sich irgendwie andauernd ändern.

Des Weiteren: Kann sein, dass es an meinem Browser liegt, was demnächst ebenfalls herausgefunden wird zurück in Nikosia, denn die Morning News Show, will ich es mal nennen, so auch meine ‚geliebte‘ Nachmittags-News-Show auf RIK1 können neuerdings nicht mehr On Demand abgespielt werden – weil gar keinen Button dafür mehr angezeigt wird. Man darf gespannt sein, welcher Wahnsinn da auf uns, Teil der Korrespondentenschaft, wartet.

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2019 ? !

2019,
das kommende Jahr also,
da werden die meisten Zyprer, die unbedingt in Spielcasinos spielen gehen wollen, mit Hilfe eines Artikels aus der Cyprus Mail (George Koumoullis) von heute die Möglichkeit haben,
zu wissen,
dass in diesen neueröffneten Orten hier auf Zypern internationale Standards in Sachen Auszahlung von ‚Gewinnen‘ an Maschinen nicht eingehalten werden,
vorerst.

Dass Spieler dieser Hinweis erreichen könnte,
für manche eventuell bereits etwas spät,
wer weiß,
ist lobenswert. Bleibt zu hoffen, dass sich die News,
dass Gewinnchancen in Casinos im Süden der Insel so in etwa 3 Mal geringer sind oder sein können,
dafür umso schneller herumspricht. Viel spricht dafür, dass Letzteres der Fall sein wird. Die Insel ist relativ klein. Sie kennen sich auf der einen oder der anderen Seite jeweils.

Man spricht im Allgemeinen miteinander.

Ob aus dem Ausland kommende Spieler von dem genannten Umstand erfahren werden, ist ebenfalls zu erwarten, wenn sie sich die Mühe machen, Informationen einzuholen oder aber mit Einheimischen sprechen.
Anscheinend stehen in den Casinos allen Spielern gängige Spiele zur Verfügung, die beispielsweise auch in bekannten Spielcasinos irgendwo in Mitteleuropa oder andernorts aufgefunden werden können.

Englisch ist Umgangssprache an oder in den Automaten, die bedient werden.

Ansonsten?

Wird schon gutgehen, 2019.

Guten Übergang!

 

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Tourismus – Zypern

Ihnen gefällt Zypern

 

95% der Touristen reisen mit positivem Eindruck ab!

Eine Umfrage bei Abreisenden der zyprischen Organisation für Tourismus [KOT] bringt Gewissheit über die Dynamik des zyprischen Tourismus‘.

Von: Giannis Seitanidis

 

 

Die Antworten der Reisenden bei der Umfrage, die am Flughafen von Larnaka und Pafos im Zeitraum von Juni bis September 2018 bei Abreisenden getätigt wurde für die Zyprische Tourismus Organisation, belegt die Dynamik des zyprischen Tourismus‘.

Eine überwältigende Mehrheit der Befragten drücken eine sehr hohe Zufriedenheit aus, beinahe alle geben an, eventuell zurückkehren zu wollen, und für 3 von 4 Befragten war Zypern Erste Wahl bezüglich der Frage: wo verbringen wir unseren Urlaub?

Und ja, Einer von Dreien hatte die Insel bereits davor schon mal besucht gehabt.

 

Es ist angebracht darauf zu verweisen, dass die Untersuchung folgendes zeigt: Es gibt eine begrenzte Anzahl von Touristen, die Flughäfen Südzyperns [της Δημοκρατίας] benutzen, um letztendlich in den Norden [die Besetzten (Gebiete): τα κατεχόμενα] zu gelangen – kostengünstiger Verbleib und Eindringen von Airbnb.

 

Die Ergebnisse

 

Insbesondere 2% der Reisenden sprechen bezüglich des gesamten Reiseaufenthalts von völliger Zufriedenheit (Bewertungsgrad: 5 von 5); und 35% sind zufrieden, das heißt 4 von 5.

Der Bereich, wo die gesamte Reise mit dem Grad 1 oder 2 von 5 bewertet wird, lag gerade so bei -0,2. Die Ergebnisse sind im Großen und Ganzen Vergleiche mit den entsprechend durchgeführten Untersuchungsergebnissen aus 2017.

Weitaus besser war die Bewertung der Gastfreundlichkeit, die den Reisenden zuteilwurde, wohingegen am schlechtesten die Bewertung der baulichen Struktur sowie der Unterhaltungsmöglichkeiten ausfiel.

Als Grund, Zypern als Reiseziel für die Sommerferien gewählt zu haben, gaben die Reisenden die Sonne, das Meer, die Ruhe und die attraktive Umwelt, die Gastfreundlichkeit der Zyprer, die Gastronomie und die Kultur als Grund an.

Auch interessant ist der Bereich, wo gesagt wird, man hat Zypern gewählt, weil man es bereits besucht hat (28%) oder weil Freunde es einem vorgeschlagen haben, Verwandte (24%).

 

85% der Befragten gaben an, Zypern sei Erste Wahl gewesen für die Ferien (im Vergleich zu 84% im Jahr 2017).

Die restlichen 15% äußerten, ein anderes Land sei Erste Wahl, besonders Griechenland (28%), Spanien (14%), die Türkei (10%) und Italien (9%).

Ein hoher Anteil sagte, er würde Zypern als Reiseziel anderen vorschlagen: 89% bewerteten mit 8 Punkten, 9 oder 10 auf einer Skala von 1 bis 10, dass sie solch Vorschlag machten. Größere Unterschiede bezüglich dessen, woher die Touristen stammen, fallen hier nicht ins Gewicht – allerdings mit der Ausnahme der Briten, wo dieser Wert gar auf 94% anstieg.

 

Zuletzt zur Wahrscheinlichkeit, dass zurückgekehrt wird, um auf Zypern Ferien zu machen in den folgenden 3 oder 4 Jahren. Hier antworteten 92% mit „wahrscheinlich/sicherlich Ja“. In diesem Bereich erbrachten Reisende aus Russland den höchsten Wert (96%). Der niedrigste kommt von Skandinaviern (83%).

 

Der Aufenthalt

 

95,8% der Reisenden blieben ausschließlich im Süden [befreiten Bereichen: ελεύθερες περιοχές]. 2,2% verbrachten ihre Zeit ausschließlich im Norden, wobei 2% sowohl Hüben, wie auch Drüben ihren Urlaub verbrachten. Setzt man diese Werte in Zahlen um, so sind 46.321 Reisende in den Norden rüber und 42.113 besuchten beide Inselteile. Die Zahlen sind wichtig. Sie geben Auskunft über die wirtschaftliche Aktivität im Norden.

Gemäß der Analyse der Organisation für Tourismus haben diese Werte sich nicht dramatisch geändert zu denen, die 2017 erhoben wurden. Im diesjährigen Sommer blieben 94,5% der Touristen ausschließlich im Süden, 3,5% im Norden und 1,9% in beiden Teilen.

Doch einen fühlbaren Unterschied gibt es bei dem Punkt Herkunft der Reisenden. Jene von ihnen, die ausschließlich im Norden sich aufhielten, stammten meist aus Deutschland (6,7% = 4.941). 2017 stellten die Israelis die meisten, die den Norden besuchten, nämlich 10%. Jedoch lediglich 5,8% der Briten hatten den Norden ausschließlich als Ziel.

 

 

Die Unterkunft

 

Was die Art der Unterkunft angeht, so wohnten 3 von 4 Besuchern in Ferienhotels und in organisierten Wohnungen (im Vergleich zu 7 von 10 im Jahr 2017). Der Teil der Reisenden, die in gemieteten Wohnungen oder Landhäusern waren, stieg um 9,9% an (14,6% in 2017). Und wie im Jahr 2017 gab es einen Teil Reisender, die mit Airbnb unterkamen (3,7% = 77.910).

Jene, die in Hotels wohnten sowie anderen organisierten Unterkünften, von ihnen wählten 25% das Angebot „All inclusive“ – so auch im Jahr 2017. Hier führten die Skandinavier die Liste an, und zwar mit 41%; die Griechen waren in den Hotels am wenigsten vertreten (2%).

 

Nach Angaben der Tourismus Organisation Zyperns wurden die ermittelten Werte passend geschichtet, auch stellvertretend zu genügen, um daraus wertvolle Schlüsse ziehen zu können seitens der touristischen Hauptorte und -quellen Zyperns. Die zentralen Ergebnisse der Studie stimmen überein mit den Orten, wo Touristen eben am häufigsten sich aufhalten und sind.“

Der Artikel erschien in der Politis vom 19. Dezember 2018.

Inzwischen scheint die Sonne wieder prächtig, auch an der Küste zwischen Larnaka und Limassol. Das war gestern und vorgestern nicht der Fall – in Nikosia allerdings schon. In Nikosia scheint der zentrale Platz namens Elefteria womöglich noch vor Weihnachten 2019 erkennbare Formen als Hauptplatz der Stadt annehmen zu wollen. Dieses Jahr ist er – im Gegensatz zu den Versprechen, die gegeben wurden seitens des Bürgermeisters etc. – mal wieder zu nichts Weiterem zu gebrauchen als dort seine Kracher und anderes Zeug reinzuhauen an Silvester.

Gewiss, gewiss!

Sie haben gewiss Besseres mit ihrem Geld vor, als es in der Luft krachen oder zischen zu hören und farbig funkelnd davon fliegen zu sehen?

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51er US-Bundesstaat Zypern?

Ja, gewiss!
Auch der Herr Professor hat seine Mängel und politischen et cetera Interessen.
Doch den Herren Ata Atun vorerst noch etwas anzuführen und daher zu übersetzen, macht durchaus Sinn, weil er immer interessanter wird in der MillȋGazete schreibend.
In die türkisch-zyprischen Blätter könnte sehr wohl auch mal wieder ein Blick geworfen werden, um das, was Herr Professor von sich gibt, zu überprüfen. Da haben Sie recht, sollten Sie so etwas Ähnliches gerade gedacht haben.
Was in den südzyprischen Blättern zu den Entwicklungen in Sachen Wiedervereinigung steht, dazu ist zu sagen: Viele haben bereits den Glauben an ALLES verloren, dass sich Wille zur Vereinigung mit dem anderen Inselteil nennen könnte.
Doch nun, man höre, lese und staune:

‚Schlimmste‘ Befürchtungen, die hier vor Monaten bereits geäußert wurden, könnten gar wahr werden!?
Prof. Dr. Ata Atun schreibt dazu:

„Seitens der USA neue Initiativen

Bezüglich der Lösung des Zypernproblems, richtiger: wegen der Gier der Griechen finden die Extratouren der EU und der USA auf Zypern kein Ende, es kommt und geht [, gemeint ist], „die Herrschaft des Westens erneut zu gründen.
Was geht gerade ab?
Die vorübergehende Sonderbeauftragte der UN für Zypern, Jane Holl Lute, hat, um die Wiedervereinigungsverhandlung erneut beginnen zu können, Schritte unternommen, [die da sind,] dass die USA im Süden Zyperns einen neuen Militärstützpunkt errichten – so viel zu den Treffen [Lute‘s] mit der Regierung aus dem zyprischen Süden. Die USA beabsichtigt einerseits Boden-, Luft- und Marinekräfte vertraglich gestützt zu stationieren auf südzyprischer Seite, andererseits einen unitären griechisch-zyprischen Staat zu gründen [ – hat irgendwie Parallelen mit den Dingen, die zwischen Israel und den Palästinensern anzustehen scheinen]. Den Südzyprern wird [sodann] die Vollmacht erteilt und sich selbst bestellt die USA zum unsichtbaren Teil, der die Insel [aber] führt [, führen wird].
Wirklich sehr klug und genial.
Frau Lute wird vor [der zyprischen] Weihnacht, am 24ten oder 25ten Dezember höchstwahrscheinlich in Zypern eintreffen. Sicher ist, dass die Dame es eilig hat, für Zypern eine Lösung nach dem Gusto der US-Amerikaner zu finden. Wenn sie die Insel betreten wird haben, fehlen noch 15 Monate, bis die Präsidentschaftswahlen im Norden Zyperns sein werden. Es wird wenigsten 3 Monate vor den Wahlen geworben werden. Das heißt, es bleiben ihr noch 12 Monate. In diesen [eben genannten] 3 Monaten können noch heftige Vorfälle passieren oder wichtige Themen aufgeworfen werden, sodass Wiedervereinigungsverhandlungen zu führen, als nutzlos betrachtet werden könnte. Und damit Lute die Hände nicht gebunden sein werden, wird sie aus ihrem Portefeuille Dinge aufziehen, die die Verhandlungen fruchtbar nutzen lassen [werden].
Sie hat 2 wichtige Themen vor sich, die Frau Lute. Eines hat quasi nichts mit ihr zu tun. Sie ist [dennoch] sehr interessiert. Auf ihrer Agenda ist zuvorderst die Errichtung erwähnter Militärbasis und die US-Soldaten juristisch einwandfrei zu stationieren. Das Andere ist, sich Extratouren und Verschleierungstaktiken zu bedienen, bei Bedarf zu drohen und zu erpressen, um die 1960 vereinbarte Garantiemachtstellung der Türkei für Zypern aufzuheben, die in der Verfassung [damals] stand – siehe Vertragsvereinbarung. Das Garantie-Abkommen EKI, Paragraph 4, in dem steht, dass die Türkische Befreiungsarmee legal sich auf Zypern befindet, soll aufgehoben werden und die Armee soll sich zurück in die Türkei ziehen. Dem Letzteren zuzustimmen, dazu sollen die beiden zyprischen Verhandlungspartner geneigt gemacht werden. Sodann werden Verhandlungen erneut ausgemacht, und zwar ohne ein vorgesehenes Ende, ohne kalendarischen Ablauf. Wer auch immer die Wahlen gewinnt [im Norden], wird sie gewinnen – doch wird er/sie gezwungen sein, weiterzumachen, wie es erwartet wird.
Und genau so definiert Frau Lute auch ihren Job hier auf der Insel. Das ist Teil ihrer Mission und Ziele. Sie hat alles bereits Millimeter genau austariert.
Andererseits:
Es widerspricht der Verfassung aus dem Jahr 1960, dass zum Einen neben den Briten nun eine weitere Macht sich eine Basis schafft auf Zypern; und zum Anderen, dass die türkische Freiheitsarmee die Insel zu verlassen haben soll, die hier legal sich aufhält. Bekanntlich sind die Britin in Akrotiri und Dikelya.
Es ist folgendes klar:
Die Südzyprer nutzen ihren Vorteil, in der EU zu sein. Und bevor sie der Türkei einen diplomatischen, dann einen offen Krieg erklären, lehnen sie sich an die USA an [- und schon seit Längerem für alle gut sichtbar an Israel]. Sie beabsichtigen, unter den Fittichen der USA und der EU die Türkei zu attackieren.

Anastasiadis [Präsident Südzyperns] vergaß, richtiger: Seine Stoßgebete wegen der Reaktion Russlands wird er nicht vergessen haben. Dass Moskau diesen militärischen Plänen etwas entgegensetzen wird, ist offensichtlich. Russland wird Zypern destabilisieren, wenn so etwas[, wie das oben Dargelegte,] aufgezogen wird. Es wird sich negativ auswirken, dass die Insel noch mehr Soldaten beheimaten wird. Urheber solcher Pläne sind die USA, wie auch die Nato [Israel dürfte da genauso wie Tsipras in Athen ebenfalls die Hände im Spiel haben]. Unsichere Zeiten stehen an.

Wir erinnern:
Das letzte Wort hatte 1974 nicht etwa Washington, sondern die Sowjetunion – was der Türkei zugutekam. Vor dem Hintergrund, dass sich Geschichte wiederholt, sollte dieser Spruch noch gelten, dann werden die Türkei und Russland am Ende wieder das letzte Wort haben … .“
Hurra, die Amis kommen!
Oder:
Hilfe, die Amis kommen!
Die Russen sind jedenfalls bereits in großer Anzahl auf Zypern: als Geschäftsleute, Reisende etc. Die Israelis auch, nicht nur die Briten. Wenn von Zypern davor die Rede ist, dann sei gesagt, das bezieht sich im gegebenen Kontext auf beide Teile der Insel – Norden, Süden.

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Erfreulicher Weise bringt die ‚erbakanistische‘ oder ‚milligörüşistische‘ türkischsprachige MillȋGazete öfters Mal einen Beitrag zu Zypern.
Heute wollen wir gleich 2e übersetzt unterbreiten. Der erste Beitrag stammt von Prof. Ata Atun. Der zweite von Herrn Adnan Öksüz.

 

 

„In der Türkischen Republik Nordzypern (KKTC) [herrscht] große Gefahr [durch eine] Offensive der Maroniten!

 

Seitens des Sitzes des Präsidenten Nordzyperns ist eine Aufforderung an einige Ämter [des Landes] ergangen, das Nötigste zwecks Rückkehr der Maroniten zu veranlassen. Die Beraterin [der Regierung] Gürdal Hüdaoğlu stellte klar, dass an das Bau- und Verkehrs, Landwirtschafts-, Umwelt- sowie an das Wirtschafts- und Energieministerium ihr Schreiben einzeln erging, worin für die Instanthaltungsarbeiten in den Dörfern Gürpinar, Karpaşa und Özhan ein Betrag von 9 Millionen 820.891 TL und 7 Kurus veranschlagt wird; also, dass [erwähnte] Instanthaltungsarbeiten im Vorkostenanschlag wie auch Karten, die entworfen wurden, enthalten sind – das Geld dafür zur Verfügung steht.

Kurzgefasst:

„Es wird als erforderlich erachtet, dass jene Beschlüsse seitens einer hochkarätig besetzten Sitzung – im Regierungssitz vom 26. Juli 2017 gefällt – verpflichtend sind, und der Öffentlichkeit zu erläutern ist, dass im Rahmen der oben genannten Offensive die Dörfer Karpaşa, Gürpinar und Özhan zwecks Ansiedlung vorbereitet zu werden haben, entsprechende Arbeiten [daher] zu Ende zu bringen sind. Um die Gelder dafür zu haben, ist erkannt worden, dass andere Projekte mit Hochdruck fertigzustellen sind. Letzteres hat große Wichtigkeit“, sagt Hüdaoğlu.
„Sollen die doch kommen, was kann schon passieren“, mit solchen Kommentaren [oder Haltung] kann diese maronitische Offensive nicht ausgesessen werden.
Bei den Südzyprern, die nicht ein einziges Mal gute Absichten mit einem kleinsten Entgegenkommen aufzeigen, ist solch ein Verhalten etwas mehr als nur eine Geste. Es ist gleichzeitig eine Verführung zu [ihren] Einheit[sbestrebungen] der Insel.

Bevor sich der Größe der Gefahr, die hier im Raum steht, gewidmet wird, gilt es zu erinnern, dass 2012 zur Regierungszeit Präsident Dervis Eroğlu’s gemeinsam mit dem Muchtar (Bürgermeister) von Gürpinar, Herrn Hacifesas, Eroğlu ein Besuch abgestattet wurde, bei dem der Wunsch der Maroniten zur Rückkehr in ihre Dörfer zum Ausdruck gebracht wurde. Eroğlu: „Ich bin nicht in der Lage zu sagen, kommt sofort. Das gilt es abzuwägen.“
Danach wurde dieses Thema nicht wieder hervorgebracht. Als Eroğlu weg war, wurde in eine Phase getreten, in welcher Forderungen der Südzyprer als heilig verstanden wurden.
Kommen wir zum Punkt:

Vor ungefähr 20 Tagen kam es drüben im Süden zu einem Treffen von Maroniten, Griechisch- und Türkischzyprern. Behauptet wird, Partelli Hacifesa soll in seiner Rede an jenem Tag gesagt haben: „Der Staatsanwalt der Türkischzyprer hat gesagt, der gesamte Besitz der Maroniten im Norden kann zurückgegeben werden“.
An diesem Treffen wurde darüber hinaus auch noch gesagt und festgestellt, dass 20% der maronitischen Gebäude in Gürpinar einen Eigentumstitel erhalten hätten (tapu), diese Gebäude an ihre ursprünglichen Besitzer zurückgegeben würden, den heutigen Nutzern eine Entschädigung oder anderer Besitz gegeben werde. Dazu kommt, dass die Renovierung und Instanthaltungsarbeiten an den genannten Gebäuden zu Lasten der Türken ergehen werden.

Sagen wir [es doch mal]: Bei den [Wiedervereinigungs-]Verhandlungen [zwischen Griechisch- und Türkischzyprern] ist seitens der Griechischzyprer bereits ein OK bei dem komplexen Thema Besitz eingegangen; [dies auch], zumal der Präsident Nordzyperns, Mustafa Akıncı, die Übergriffe der Griechischzyprer bezüglich dieses Themas im Laufe seiner Amtszeit fortwährend zurückzuweisen hat, ein Thema [also], welches die Südzyprer ausbremsen und mit Wiedergutmachgungszahlungen formen – wie auch [mit dem Versuch], Türkischzyprer auszusiedeln oder gewaltsam in die Ferne zu schicken und Weiteres.

Jene, die heute sagen, „von 3 oder 5 Maroniten wird schon nichts passieren“, die werden in die Falle der Wiedergutmachungszahlungen und des Blockierens treten, in jene Falle der Rückgabe – und solch Vorgehen wird sodann als Vorbild genommen und die Bewegungsfreiheit der Türkischzyprer eingeschränkt werden – derart wird dem Moment, in dem Türkischzyprer aus ihren Häusern geworfen werden, Tür und Tor geöffnet.

Und dann wäre da noch diese andere wichtige Angelegenheit. Die Maroniten behaupten schließlich, auf der griechisch-zyprischen Seite zufrieden zu leben. Nun dann, wie kommt’s, dass sie jetzt [plötzlich] ihre Liebe entdecken, auf unserer Seite leben zu wollen? Im südzyprischen Parlament sitzender Maronite Giannakis Musas meinte vor ein paar Jahren, die Maroniten hätten eine ganz bestimmte Strategie, und dass in die Dörfer zurückzukehren der einzige Weg sei, aber auch, dass die maronitische Gesellschaft bereits 1960 akzeptiert habe, ein Teil der der Griechischzyprer zu sein. Und diesem Wunsch gegenüber müsse Respekt bezeugt werden!“

Der Typ sagt ganz offen: Wir wollen auf der türkischen Seite wohnen, aber unter griechisch-zyprischer Führung!

Der heutige Vertreter der Maroniten im südzyprischen Parlament Andonis Hacirusos sagte zum Präsidenten der Republik Zypern Anastasiadis:
„Das Ziel der maronitischen Gemeinschaft ist, ihre Dörfer, Kirchen und Geld zurückzuholen. Wir sind uns dessen bewusst sowie der Wichtigkeit, dass eine schwierige Zeit durchgangen wird, in der es das Land erneut zu vereinen gilt. In diesem schwierigen Unterfangen sind wir Maroniten auf eurer Seite. Wir müssen daher Özhan und Gürpinar umgehend besiedeln und bei einer etwaigen Vereinigung Zyperns werden wir zum Aufbau des [wiedervereinten] Staates einen Beitrag leisten.“
Das Letztere sagte er [damals] noch im Nachsatz.

Wie zu sehen ist, ist die maronitische Offensive, die türkische Basis entzweizuhauen, das bedeutet, die Forderungen der Griechischzyprer zu verwirklichen. Es gibt daher folgende Behauptungen zu erwarten, nachdem sich die Maroniten im Norden Zyperns niedergelassen haben, die darauf hinauslaufen werden, dass das Land Schritt auf Schritt zurückzugeben wäre.
Doch keiner fragt, was eigentlich mit den gemäß dem Ortega Report zur Zeit der englischen Besatzung von den Türken bewohnten Gebieten, die an die Griechischzyprer gegeben wurden 1950 – 1974, los ist – die zerstört und ausgeraubt wurden. Was ist mit deren Wiedergutmachung? Das fragt niemand.

Normal ist, dass die Feinde der Türken diesen Umstand übergehen. Doch werden jene nicht still bleiben können, die von den Türken als die Niederträchtigen ausgingen, zumal die Türkischzyprer auf dieser Insel ihren Existenzkampf führten, und zwar dann werden sie nicht stillbleiben können, wenn den Türkischzyprioten die Möglichkeit gegeben würde, erlittene Not und Unterdrückung zwischen 1950 und 1974 vor den Kadi zu bringen.

Während Griechischzyprer die Zypernfrage romantisieren, ist unsere vom Westen verteufelte Seite nicht in der Position, Gerechtigkeit und ein uns entgegenkommendes Verhalten zu erwarten. Daher ist es dringend geboten, unsere Rechte selbst zu verteidigen, dass wir unser sterbendes Land retten, Gericht halten und eine Gewinn- Verlustrechnung machen, anstatt uns von südzyprischen Anwälten berauben zu lassen… .

Zuletzt: Den maronitischen Brüdern (kardeşler), die vom Süden in den Norden auszuwandern gedenken, dies zur Erinnerung:
OK, unter südzyrischer Führung wollt ihr leben, doch hier ist türkisch[zyprische] Führung. Der verstorbene Rauf Denktaş sagte in seinen letzten Tagen, eine unabhängige Republik steht über allem!
Keine Ahnung, was euch versprochen wurde, aber so rum, wie auch anders herum wird daraus nichts. Keine Ahnung, ob ich mich verständlich machen konnte?“

Fortsetzung, sozusagen, des Themas Nordzypern, welches auch am 05. Dezember 2018 in der MillȋGazete aufgegriffen wird, dieses Mal von Herrn Adnan Öksüz, wie angekündigt.
Interessant ist, zu lesen, wie islamisch-traditionalistische Kreise der Türkei das genannte Thema in den von ihnen dominierten Tageszeitungen in die Öffentlichkeit entlassen.

 

„Wer sind diese Maroniten?

 

… Viele Jahre hat Prof. Dr. Ata Atun die Funktion eines Regierungsberaters der Türkischen Republik Nordzypern [KKTC] innegehabt. Das ist ein Mann, der von Nahem weiß und beurteilen kann, was dort im „Inneren“ geschieht. Sein letzter Artikel hat Unglaubliches beinhaltet.

Herr [bey] Ata: Von einigen Regierungsämtern ist eine Warnung ausgegangen bezüglich der Rückkehr der Maroniten nach KKTC und der Dinge wegen, die zwecks dieser Rückkehr veranlasst zu werden haben. Dieser Entscheid wird die demografische, harmonische Verfasstheit von KKTC durcheinanderwirbeln. Ata verwies darauf, dass die Standpunkte der Südzyprer [rumlar] dergestalt umgesetzt würden, der getroffene Entscheid diese [fälschliche] Nachricht weitergibt. Die Millȋ Gazete hat diese erschütternde Entwicklung [gestern] … auf die erste Seite der Zeitung gesetzt. … .

In den Kopf gerät einem da unmittelbar diese Frage: „Wer sind diese Maroniten?“

Ein paar Details dazu mag ich nun geben. Die Maroniten sind Mitglieder der katholischen Ostkirche und deren westsyrische Ausgestaltung. Sie unterliegen der römisch-katholischen Kirche. Maroniten sprechen als Hauptsprachen Arabisch, Türkisch und Griechisch. Ihre Gebete und Predigten werden auf Arabisch gehalten. Die zyprischen Maruniten oder Maroniten sind im Mittelalter wegen religiösen und politischen Auseinandersetzungen nach Zypern umgesiedelt – und bis zum heutigen Tag haben wir sie dort als maronitische Kirche und Gesellschaft. Nach Angaben der Vereinten Nationen – Flüchtlingshochkommissariat – leben in Südzypern an die 5.000 Maroniten. In Koruçam lebten vor der [Befreiungs-]Bewegung der Bewaffneten Kräfte der Türkei an die 2.000 Maroniten. Nach 1974 siedelten sie sich drüben im Süden an, im Teil der Rum [Südzyprer]. Den maronitischen Quellen zufolge, sollen sie zur Zeit der Kreuzritter als Gefangene aus der Levente [Libanon, Syrien] nach Zypern gebracht worden sein und ihre Anzahl soll 60.000 betragen haben. Sie hatten im Norden der Insel 60 Dörfer. In letzter Zeit hat ihre Rückkehr in die maronitischen Dörfer thematisch stark zugenommen. Jene Maroniten, die aus dem Libanon stammen behaupten, seit dem 9ten Jahrhundert auf Zypern zu leben. Doch ist bekannt, dass die meisten von ihnen im 12. Jahrhundert übersiedelten. Ihre Dörfer [auf Zypern] sind vor allem nahe dem Fünffingergebirge [Başparmak dağları], wo die meisten von ihnen lebten. Die meisten dieser Dörfer waren orthodox [griechisch-katholisch] geworden.

Wie Ata Atun bezüglich dieses Themas sagt: „Sollen sie doch kommen, was wird schon sein“, mit solch Einstellung kann diese maronitische Offensive nicht durchgewunken werden.“ Er schreibt: „Den Südzyprern, die nicht einen einzigen kleinen Schritt [den Vorstellungen der Türkischzyprer] entgegenkommend sind, ist es nicht nur eine Geste, sondern gleichzeitig eine Verführung zur Vereinheitlichung [der Insel unter griechisch-zyprischer Führung]:“

Wir werden sehen, was in dieser Angelegenheit in KKTC noch durchlebt werden wird.“

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Zu NOrdzypern

Es ist bereits etwas her, als dieser Artikel erschien in einer türkischen Tageszeitung.
Auf den Artikel bin ich zufällig gestoßen, wie auch auf den Ort, an dem ich ihn auffand.

Eigentlich gehe ich ansonsten immer ins gleiche türkische Restaurant-Café in Lahr Mitte, welches schon etwas preislich gehoben genannt werden darf. Die “Gözleme” schmecken dort auch wirklich gut.

Von Offenburg zurück nach Lahr kommend, entschied ich mich vor einigen Tagen spontan an jenem türkischen Restaurant mal anzuhalten zur Abwechslung, welches ich auf dem Weg nach Offenburg links von mir an der B3 liegend überraschender Weise ausmachte, gucken, wie dort die Linsensuppe schmeckt.
Prächtig war die Suppe, kann ich nur sagen. Bin seither schon 3 Mal wieder dort gewesen. Sogar einen vegetarischen Teller gibt es zu unschlagbaren 5 Euro, der richtig gut gefüllt ist mit richtig viel Salat – und man kann sogar wählen zwischen Reis und Bulgur. Sogar 2 weiße Käsestückchen liegen auf dem Teller, eventuell vom Schaf.
Der türkische Tee schmeckt einfach fantastisch. Und kostet hier, im Gegensatz zu dem Türken in Stadtmitte, knapp 1/3 weniger.
Der etwa 40-jährige Mann, der dort arbeitet mit seinem Sohn und das Restaurant füht, ist äußerst kommunikativ. Spricht recht gut Deutsch, scheint schon länger in Lahr oder Deutschland zu leben.
Eine Entdeckung der angenehmen Art hier in Lahr, das ISTANBUL.
So heißt dieser Ort.
Wunderschön sauber ist der Geschäftsraum und herrlich geräumig, so richtig geräumig und keinesfalls vollgestellt mit Tischen und Stühlen, wie es so oft der Fall ist.
Leute kommen und gehen ins/aus dem Istanbul. Abends scheint auch die Frau des Restaurantbetreibers anwesend zu sein. Sie ist gekleidet wie eine Frau, die schiitischen Glaubens sein könnte. Kann ich mir aber nicht vorstellen, dass diese Familie schiitischen Glaubens ist, weil mir gesagt wurde, man käme ursprünglich vom Schwarzen Meer, lebte aber in Istanbul.
Ist ja auch egal.
Bislang habe ich das Restaurant noch nicht sehr gut besucht gesehen, wie man sagt. Ein Kleinod also, wo trotz B3 vor dem Haus komischer Weise Ruhe herrscht. Man kann sogar seinen Laptop aufbauen und dann in seiner Arbeit, beispielsweise, versinken. Ob es Internet gibt, wurde noch nicht abgecheckt. Es muss nicht sein, dachte ich, auch noch hier im Netz zu sein. Meine Einschätzung: Es gibt kein WLAN. Kann aber durchaus sein, dass man sich da täuscht.
Allzu verwundert sollte man allerdings nicht sein, wenn der Wirt plötzlich vor einem steht oder von Weitem sich an einen wendet und das Gespräch sucht. Keine Sorge, er hält sich kurz, wenn man ihn nicht mit den ‘richtigen’ Themen füttert oder merken lässt, dass man JETZT gerade keine Zeit zum Reden zu haben glaubt.
Anscheinend rechnet sich das Alles dennoch. Das Restaurant wird ja schließlich betrieben. Die Preise sind dort äußerst erträglich und das Essen schmeckt wunderbar. Fast glaubt man, zurück irgendwo in einem Berliner Bezirk zu sein, ja, in Istanbul selbst.

Nun:
Der Artikel, der in der Folge übersetzt wird, wurde von Prof. Dr. Ata Atun verfasst und erschien in der türkischsprachigen, islam-national angehauchten Millî Gazete vom 13. November 2018.

“Dem Mutterland sind wir unsere Republik schuldig!

Die Gründung der nordzyprischen Republik war nicht leicht, die sich heute zum 35ten Mal jährt. Diese Republik kam zustande durch Massaker, die an den Türkischzyprern (TZ) verübt wurden, durch Tränen, Flucht, Verlust einer Zukunftsperspektive, Verlassen des großväterlichen Bodens, jedwede Angriffe abwehrend und mit Märtyrern.

Die Gründungsangelegenheit begann in den 1950er Jahren und nicht, wie die Griechischzyprer (GZ) sagen, 1974 oder 1963. Beschlossene Sache wurde Letzteres am 15. Januar 1950, als die GZ plebiszitär ihren Wunsch nach einem Anschluss mit Griechenland (Enosis) kundtaten.

Makarios, der die ganze Welt bereiste, vor allem Hauptstädte im Westen, Rom, Paris, Frankfurt, Berlin, London, New York, sagte und bemühte sich, dass Zypern eine griechisch-zyprische Insel ist, Enosis stattzufinden habe, von den Engländern zurückgenommen und Giechenland übergeben werden müsse.

Der Wahrheit entspricht, dass das Zypernproblem nicht in der Nacht vom 21. Dezember 1963 mit den begangenen Massakern seinen Anfang nahm und, wie die GZ behaupten, [auch nicht] mit der Befreiungsbewegung 1974. Genauer: Die ersten Schritte der TZ in Richtung Verstaatlichung begannen im November 1957 mit der “Türkische Bewegung Organisation” (TMT). Was die TZ im Gepäck hatten, waren engagierte, auserlesene und vertrauenswürdige Leute, die die TMT gründeten, welche im Zentrum das ‘Bayraktarlik’-Prinzip hatte und das in den [vormals osmanischen] Provinzen angewandte ‘Sancak’-Prinzip; also Anwendungen, die die ersten Kettenglieder des [entstehenden Nordzyperns] darstellten.

Indem Erzbischof Makarios die Schlagkraft der Türkei unterschätzte, die Türkei die Verfassungsänderung ablehnte, glaubte Makarios in einer organisierten Art und Weise mit Waffengewalt den Paragraphen 13 der Verfassung morgens am 21. Dezember 1963 ändern zu können – Türken wurden angegriffen, ein Blutbad angerichtet.

Wenn wir nun die Staatswerdung der zyprischen Türken seit 1963 betrachten, [sehen wir], Fazıl Küçük und Rauf Denktaş errichteten am 23. Dezember nach dem Angriff der GZ vom 21. Dezember ein Komitee.
Dieses Haptkomitee war die Miniaturausgabe der Staatswerdung. In jenem Hauptkomitee waren die Mitglieder im Rang eines Ministers, nannten sich aber “Mitglied”. … An der Spitze des Hauptkomitees stand Dr. Fazıl Küçük. Seine rechte Hand war Herr (bey) Rauf Denktaş. Gleichzeitig war Rauf Bey der Vorsitzende der “Vereinigung der Türken”. Dergestalt entstand das Skelett der ersten Staatswerdung am 23. Dezember.

Nachdem die GZ 4 Jahre später, 1967, Dörfer wie Geçitköy oder Boğazıçı angegriffen hatten, gab die Türkei ein hartes Statement ab, was dazu führte, dass das Hauptkomitee sich in eine “Vorübergehende Türkische Führung” wandelte. Am 27. Dezember 1967 wurde die Vorübergehende Türkische Führung offiziell bekanntgemacht. Ab 1968 begannen Treffen [der beiden Volksgruppen]. Als 1970 diese Treffen sich einstellten, wurde das Wort “Vorübergehend” gestrichen und übrig blieb “Zyprische Türkische Führung”. Bis zur Befreiungsbewegung [1974] lief die türkisch-zyprische Regierung unter diesem Namen.

Am 20. Juli begann diese Bewegung und endete am 16. August 1974. Gleich danach wurde Mitte September die “Autonome Zyprische Türkische Führung” ausgerufen. Diesmal hatte das Gebilde ein bisschen mehr Profil, und das auch politisch. Danach begann man, die Verfassung aufzusetzen und am 13. Februar 1975 wurde die “Türkische Zyprische Föderation” ausgerufen. Das heißt: die am 23. Dezember 1963 gesetzten Schritte hatten sich am 13. Februar 1975 in eine Türkische Zyprische Föderation gewandelt. Bis 1983 wurde das Föderale beibehalten, und nachdem im Mai jenes Jahres sich Rauf Denktaş mit dem griechisch-zyprischen Führer Spiros Kiprianu getroffen hatte, wurde dieses Treffen seitens Spiros überhaupt nicht ernst genommen.

Die Treffen wurden erstmals zu Gipfeltreffen 1970, als sich Makarios und Denktaş trafen und die heutige Föderationthese wurde damals erstmals in den Ring der Verhandelnden geworfen.
1983, nachdem Makarios gestorben war, wurde Kiprianu zum Präsidenten gewählt; und just, als die Verhandlungen fortgesetzt wurden – man über föderale Strukturen sprach -, wendete sich Spiros plötzlich an die Vereinten Nationen:

“Die türkische Armee hat von der Insel zu verschwinden, die Besatzung hat aufzuhören und die einzige Regierung der Insel ist die der GZ. Das ist so zu akzeptieren!”

Und dergestalt sah dann die Entscheidung der Vereinten Nationen aus. Doch: Dass die TZ ihre föderale Struktur selbst verwalten können, war auch gesagt worden [seitens der Vereinten Nationen]. Wie Sie wissen, das wird “Self-Determination” genannt.

Von den GZ wartete man auf eine Reaktion, wie:

OK, wenn ihr ein Selbstbestimmungsrecht habt, dann setzen wir uns halt mal zusammen.

Allerdings nichts dergleichen kam von den GZ rüber. Im Gegenteil. Sie seien die Besitzer der Insel, meinten sie.

Zu jenem Zeitpunkt versammelte sich das nordzyprische Parlament der Türkischen Republik, und heute vor 35 Jahren wurde die Entscheidung getroffen, unabhängig zu sein.

Heute leben die TZ auf ihrem Boden frei, in Ruhe und Wohlstand, vermittels [der Hilfe] des Mutterlands, der Türkei.

Letzteren Wert, den gilt es, nie zu vergessen!

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